Beiträge von Wacholderfrau

    Hallo,

    auf das Wetter kann man sich verlassen! War drei Stunden am Fluss unterwegs, wollte gerne an einen meiner Lieblingsplätze und dort ein wenig sitzen... nach 11/2 Stunden Wolkenbruch... hat auch was ...

    Nun sitze ich hier, heiß geduscht und mit Tee versorgt und schicke liebe Grüße

    Guten Abend an alle hier,

    in mir ist noch immer Ruhe. Nicht Ruhe vor dem Sturm, Ruhe nach dem Sturm.
    Ich trinke nicht, ich rauche nicht, in mir ist Ruhe, und das Schöne dabei ist, dass ich mir nicht langweilig vorkomme. Denn das dachte ich manchmal bei meinen vergeblichen Versuchen nicht zu rauchen oder zu trinken.
    Oh, du bist ja langweilig, Margit!
    Welchen Schwachsinn man sich einfallen lassen kann, wenn man saufen will.

    Nein, ich fühle mich ganz und gar nicht langweilig, trotz der Ruhe nicht. Ich bin froh, dass mal Ruhe eingekehrt ist und stell der gerne einen Stuhl hin, damit sie sich es gemütlich machen kann.

    Seit ich nicht mehr rauche, lege ich täglich 5€ in ein Schächtelchen und ich habe mir aus dem Fluss einen schönen Stein geholt und das Datum draufgeschrieben. 19. Juni 2012.

    Wenn es für mich passt, werde ich mir wieder einen Stein suchen und wieder ein Datum draufschreiben, nämlich 9. Juli 2012

    Grüße von Margit

    Hallo Marion,

    ich kann dir leider erst heute Abend schreiben, bin eben erst nach HAuse gekommen.

    Hast du eine Idee, was es für einen Auslöser für deine Trauer, Überlkeit, Motivations- und Freudlosigkeit gibt? Warum ist das gerade jetzt so heftig?

    Zitat von MaryLou

    und ich bewundere Menschen die scheinbar "immer" das richtige schreiben :) .
    Ich gehör auf keinen Fall dazu ;) , wie ich schon in meinem anderen Forum schmerzlich merken musste, aber auch das hat mir etwas gelernt.

    Mir ist diese Bemerkung aufgefallen. Ich kann nur vermuten, was du damit meinst.

    Ich wünsche dir, dass es dir besser geht und dein Strahlen wieder mitzukriegen ist.

    Wenn dir zum Weinen ist, weine, und ich versuche dir aus dem beinahe-schwabeländle die Hand zu halten.

    Fühl dich umarmt.

    Margit

    Hallo,

    meine Ausgeglichenheit hat bis jetzt angehalten. Ich fühle mich das erste Mal seit langem mal wieder gut. Nicht euphorisch oder ähnlich, was mir Sorgen bereiten würde, nein, es ist eine schöne Ruhe, die gerade da ist.

    Ich kann ein bisschen verschnaufen, heute. Das ist gut so.

    Es ist ein Glück, dass ich hier "gelandet" bin.

    Und das möchte ich an der Stelle sagen:

    Ich habe sehr viel Achtung Karsten, was du mit deinem Team hier leistest und geleistet hast.

    Manchmal sitze ich hier und denke, ist das eigentlich norma? l... und seit gestern (!) komme ich mir vor wie im Wunderland.

    Seit Monaten habe ich ein wenig das Gefühl, ein bisschen Boden unter den Füßen zu haben.

    Im Vorstellungsgespräch oder Bereich, weiß grad nimmer, wie es heißt,versuchte ich mein Befinden mit einem Bild zu beschreiben.

    Ich fühlte mich wie in einer Moorlandschaft, kauerte im Schilf, völlig erschöpft, völlig panisch, unfähig aufzustehen, weil überall Gefahr lauerte.

    Diese Landschaft habe ich auch noch nciht verlassen, das wäre ja völlig unrealistisch und unstimmig. Noch immer sind da die sumpfigen Seen und ich sehe nicht genau, wo ich hintreten kann. Und noch immer habe ich Angst.

    Was sich verändert hat? Ich glaube, ich bin aufgestanden, gestern Abend vielleicht schon. Jetzt stehe ich. Das ist alles.

    Ich weiß nicht, ob jemand von euch damit etwas anfangen kann. Mit dem Bild meine ich.


    :oops: Ohnee, jetzt werde ich schon wieder schüchtern... ich glaubs ja nicht.

    Liebe Grüße
    von Margit

    Hallo Garcia,

    da gibt es einige Ähnlichkeiten, oder?

    Die Welt der Literatur ist wunderbar, für mich bedeutet ein gutes Buch Lebensqualität.
    Ich muss gerade ein wenig schmunzeln, denn seit ich hier im Forum bin, habe ich wenn es hochkommt, vielleicht 10 Seiten gelesen. Dafür hier umso mehr.

    Perfektionismus, Spannung, Spannungsabbau... furchtbare Themen um 23.48, Garcia, stimmts? Vor allem, welche Unmengen Alkohol ich gebraucht habe, um ins Bett gehen zu können.

    Da kann ich jetzt gerade sagen, was ist das für ein Leben!!! Einfach gut, wenn man nicht saufen muss.

    Bis dann mal wieder
    Margit

    Hallo und guten Abend,

    nun bin ich von meinem arbeitsreichen Tag nach Hause gekommen.
    Die Veranstaltung war richtig gut, es war eine sehr schöne Stimmung usw.

    Ich habe keinen Alkohol getrunken und habe keine Sekunde in Erwägung gezogen, es zu tun. Das hatte ich auch nicht befürchtet.
    Trotzdem war mir nicht ganz wohl, als ich das Thema gestern Abend angesprochen habe, fand es sehr gut, wie sich das dann entwickelt hat. darauf möchte ich jedoch später mal eingehen, weil ich heute nicht mehr so viel denken will.

    Es ist erstaunlich, wie ruhig ich heute Abend bin. Das ist wirklich ungewöhnlich nach so einem Abend.
    Nicht dass ich sonst (vor meiner Entscheidung, nichts mehr zu trinken) Sekt mitgetrunken hätte, nein, jetzt, Zuhause hätte ich getrunken, um die Spannung abzubauen, in der ich mich bereits seit Stunden befunden hätte. Viel hätte ich getrunken.

    Und seltsamerweise gab es die Spannung heute garnicht, damit will ich nicht sagen, dass ich cool und souverän bin, nein, das bin ich nicht, aber mir war bewusst, es gibt etwas viel wichtigeres als einen perfekten Abend zu gestalten.

    Und wichtig ist Jetzt und Heute, dass ich nicht trinke, und das steht im Vordergrund. Klar will ich meine Arbeit gut machen, nur wirklich gut machen, kann ich sie nicht, wenn ich mich am Abend zuvor betrunken habe.

    Ich hoffe, es geht euch gut.

    Und vielen Dank für eure lieben Wünsche und Gedanken an mich.

    Margit

    Lieber Old Flatterhand,

    eine Frau in einem gewissen Alter könnte dir jetzt inhaltlich zu deiner Mitteilung einiges sagen. Das tut sie aber nicht.

    Du hast so viel zu sagen, wünsche mir von Herzen, jedes Wort von dir zu hören und zu erfahren, das du zu sagen hast.

    Bitte geh nicht.

    Du hast angefangen, mich zu umarmen, OF

    Margit

    nochmal und dann muss ich mich aber auf die Arbeit konzentrieren.

    Danke Matthias.

    Ich bin froh, dass ich mich zumindest so ernst nehme und das mit heute Abend angesprochen habe.
    Ansonsten ist mir einiges bewusst geworden. Davon heute Abend mehr, wenn ich wieder Zuhause bin.
    Klar, ich werde delegieren, was geht, die Alk-Präsenz ist trotzdem da, und es kommen total viele Leute...

    Im Moment ist in meinem Kopf Nebel.

    Aber eines ist ganz klar: ICH trinke keinen Alkohol. Das ist Fakt.

    Ich fühle mich hier gut aufgehoben und bedanke mich.

    Margit

    Hallo Linde,

    nein, in der Regel garnicht. Wir haben 2-3 Veranstaltungen im Jahr. Ansonsten im täglichen Ablauf nicht.
    Irgendwie geht mir das jetzt auf den Geist.

    Ich muss los. Melde mich wieder, sobald ich kann. Jedenfalls vor heute Abend.

    Danke Linde.

    Guten Morgen Frank,
    guten Morgen, Uwe,

    danke für eure Antworten.

    "Und das mit der Veranstaltung versteht ihr doch, oder" damit meinte ich, ob ihr versteht, dass mich das beschäftigt, und dass es mir lieber wäre, ich hätte heute damit nichts zu tun.

    Ich schätze eure direkten und klaren Worte, und die wünsche ich mir hier auch.

    Nichts ist alternativlos. Richtig. Aber dann müsste ich mich krank melden. Es ist mein Job heute Abend, Gäste zu begrüßen, dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht und zu moderieren.

    Genau genommen und das merke ich jetzt erst richtig, ist mir die ganze Geschichte viel zu viel heute.
    Die Anspannung, die dabei in mir entsteht, weil alles perfekt (mein Ding) sein muss, und weil tatsächlich auch viel an mir liegt, ist das eigentliche Problem, weil ich das dann mit Alkohol beheben musste.

    Uwe, ich kenne den Unterschied von Trockenheit und Abstinenz.
    Was du mir mit " nach sieben Tagen Wohlgefallen" sagen möchtest, ist mir nicht ganz klar.

    Also, für mich und für euch:

    es ist mir zuviel heute
    ich wünschte, ich könnte Zuhause bleiben
    und wäre der Belastung nicht ausgesetzt.

    Meine Verantwortung für mein Leben und mein Handeln ist mir bewusst.

    die Auseinandersetzung mit Uwe und Franks Antworten bringen etwas sehr Wichitiges in den Vordergrund.

    Margit schafft alles!!!
    Egal mit welchem inneren und äußerem Aufwand,
    Margit schafft das.
    Du kannst fordern, was du willst,
    kein Problem für Margit...

    Und das k... mich an.

    danke fürs Zuhören.

    Margit

    Heute möchte ich mal win wenig früher ins Bett gehen, meine Arbeit ist zur Zeit sehr anstrengend - die, mit der ich Geld verdiene und die, mit der ich an mir arbeite. Und dann renne ich ja noch 2-3 Stunden mit dem Hündchen in der Gegend rum.

    Was ich noch sagen wollte:

    Morgen Abend habe ich von der Arbeit (irgendwie ne blöde rumdruckserei) aus eine Veranstaltung, für die ich verantwortlich bin und dazu gehört, dass ich Sekt ausschenken muss. Eigentlich kein Problem, aber das Eigentlich sagt es schon. Die Alkoholpräsenz müsste noch nicht sein.

    Also, um es deutlich zu sagen und um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen: ich werde morgen keinen Sekt trinken. Es wäre mir trotzdem verdammt lieber, ich hätte mit diesem Sch...-Sekt nichts zu tun. Basta.

    Und ich wollte noch etwas sagen:

    immer wieder lese ich hier über "reale" SHGs. Irgendwas kapiere ich nicht, wenn von einer zusätzlichen "realen" SHG gesprochen wird.

    Klar, ich kann keine Gesichter sehen, keine Mimik, keine Gestik, klar, ich würde gerne meinem Gegenüber in die Augen sehen können. Dafür hat dieses Forum unglaublich viele Vorteile gegenüber anderen Shgs, finde ich.

    Ich erlebe den Austausch REAL. Ich erlebe die "Begegnungen" und Kontakte mit mir hier in Augenhöre, und die Personen als ein Gegenüber. Ich verstehe diese Diskussionen nicht.
    Hier werden einem/mir buchstäblich (oh, wie wortgewandt) die Hände gereicht.
    Ich versuche mich hier einzulassen, öffne mich, interessiere mich für meine Mit-Menschen hier und es nervt mich aweng, wenn von "realen SHGs" gesprochen wird.

    Ach, jetzt verquatsch ich mich. Ich mag ins Bett.

    Bis morgen

    Aber es interessiert mich, ob jemand versteht, was ich meine.

    Und das mit der Veranstaltung versteht ihr auch, oder?

    Kann ich mal endlich die Klappe halten?

    Ende

    Margit sagt tschüss

    Hallo an alle,

    krafgepäcklte Wacholderfrau schickt Silberkralle zwar müde aber gut gelaunte Grüße

    Hallo Hans, danke für dein Willkommen heißen. Ich bin froh und im Herzen dankbar, hier in dieser Gruppe von Menschen zu sein, die so inspirierend sind. Hier ist eine Kraft, die ich wahrnehme, die ich nicht beschreiben kann.
    Auf jeden Fall lohnt es sich, dich und euch näher kennenzulernen.

    Hallo zerfreila, auch dir vielen Dank für deine Begrüßung.
    Du sprichst einen sehr wesentlichen Bereich meines Lebens an. Ja, du siehst das richtig, alte Strategien hatten mal ihren Sinn - und ihre Notwendigkeit, füge ich noch hinzu. Irgendwann ist man (war ich) selbst darin gefangen und hielt eine Armee von Kriegern aktiv, die meine eigene Strategie gegen mich richteten.

    Sag, zerfreila, du kennst das auch, nicht wahr?

    Die Ritterrüstung habe ich schon lange abgelegt und erfahren, was es heißt, mich zu ent-decken (genial ausgedrückt) und zu leben...

    aber ich habe begonnen, mich allmählich wieder zu verschließen.

    Jeden Tag bringt mich jemand von "euch" zum weinen.
    Schmunzeln muss ich aber gelegentlich auch.
    Und ich freue mich.

    Mir kommt das "Bild", als wenn ich meine Sachen packen würde, die mir wichtig sind und mit all dem, was ich bin und zu mir gehört, dabei bin, hier nach und nach einzuziehen...

    Benahe wird mir schon wieder mulmig...

    heute grüßt euch eine wesentlich entspanntere Margit als gestern

    Guten Morgen ohnerausch,
    guten Morgen an alle anderen,

    danke dir für deine Offenheit. Es sind eher nicht die Gefühle, die uns/mir das Leben schwer machen, sondern weil ich nicht damit umgehen kann. Ich habe gelernt, eisern zu werden, keine Regung zu zeigen, Schmerz gab es nicht und darauf war ich stolz.

    Du schreibst: und so war es vermutlich besser, nicht zu fühlen. Aber es hat mich stumpf werden lassen.

    Vielleicht hast du das zum Überleben gebraucht? Weil du sonst kaputt gegangen wärst? Bei mir war es so.

    Ich habe Psychiatrie, psychosomatische Klinik, SHG und sieben Jahre intensive Therapie gebraucht.

    Es war zum Teil sehr harte Arbeit, und ich habe mich all dem gestellt, was da war. Es hat sich gelohnt und mich zu einem sehr schönen, erfüllten Leben gebracht.

    Vielleicht habe ich mich zu sicher gefühlt...? Leichtsinn...? Ja und nein. Jedenfalls habe ich viel von mir verloren in den letzten Jahren. Aber nicht alles. Ich weiß viel, kann es aber nur bedingt umsetzen. Durch den Alkohol hat sich mein Wesen und meine Art zu sein, leider wieder verändert, aber es ist kein Vergleich zu früher.

    Und jetzt habe ich komplett die Richtung gewechselt...

    Es ist, wie es ist.

    Ich bin gestern Abend viel ruhiger geworden und froh darüber, nicht in meiner Ecke unter der Decke geblieben zu sein, auch wenn es Überwindung gekostet hat, so erhlich zu sein.

    Danke

    Margit