Beiträge von Wacholderfrau

    für einen Notfallkoffer brauchst du keinen Laden.

    Mache dir mal ein paar Vorschläge:

    Trink doch mal viel Wasser

    und sag uns doch, was du jetzt brauchst,
    schreibe hier alles, was dir in den Sinn kommt.

    Koche dir einen schönen Tee,

    Iss Obst, Schokolade...

    und bleib hier im Forum :lol::lol::lol:

    du schaffst das, Angela

    Margit

    Hallo Angela,

    es ist sehr verständlich, jetzt an Alkohol zu denken oder auch den Drang zu trinken zu verspüren.

    Es gibt keinen Grund, sich zu besaufen. Niemals. Ich habe mir bewusst oder unbewusst, das ist mir letzlich egal, Gründe gesucht - und der Tod eines lieben Freundes, wie dein Hund, ist nur scheinbar ein guter Grund, du würdest es als Anlass nehmen.

    Lass den Schmerz zu, meinst du kannst das?

    Wollen wir gemeinsam einen Notfallkoffer improvisieren?

    bis gleich
    Margit

    Hallo Angie,

    das tut mir sehr leid.
    Ich habe schon immer Tiere und weiß, wie es ist eins zu verlieren. Ich habe dabei unterschiedliche Erfahrungen gemacht, die sogar auch, trotz der Trauer, schön waren.

    Lass dir doch Zeit damit und die Tränen dürfen doch sein, oder?

    Dir alles Gute
    Gruß von Margit

    Hallo,

    liebe Verena, vielen Dank, dass du mir geschrieben hast.

    Zitat von Rockqueen

    Mit geht es gut, ich tue viel für mich, verwöhne mich, liebe mich. Das ist meines Erachtens super wichtig :wink:


    Das hörst sich ja richtig gut an. Wie hast du das in dieser relativ kurzen Zeit hingekriegt? Ich finde es sehr schön, dass du sagen kannst, ich verwöhne mich, liebe mich. Toll.

    Ich gehe klar meinen Weg, freue mich darüber - auch über mich, das finde ich schon mal gut, vielleicht darf ich "ich liebe mich" auch noch erleben? :lol: . Im Moment bin ich froh, so wie es ist. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ein normales Leben ist, es kommt mir jedoch so vor, als ginge meins allmählich in die Richtung.

    Irgendwann am Anfang schrieb ich hier, ich würde mich (gefühlsmäßig) in einer Moorlandschaft befinden und es kaum wagen, aufzustehen, geschweige denn mich fortzubewegen, seit letzter Woche habe ich das Gefühl, ich habe das Moor verlassen. Ich fühle mich freier. Sucht macht unfrei - wie sehr habe ich darununter der Abhängigkeit gelitten!

    Liebe Grüße von Margit

    Hallo,

    danke liebe Delia.

    Dafür, dass ich psychisch sehr "angeschlagen" war, gehts es mir wirklich schon gut. Ich würde es schon noch so bezeichnen, dass ich dabei bin, mir mein Leben wieder aufzubauen. Durch jahrelangen Alkoholmissbrauch geht doch einiges kaputt oder ist angekratzt.
    Aber das sind Dinge oder Gefühle, die nicht mehr ständig präsent sind sondern immer wieder mal in unregelmäßigen Abständen auftauchen. So ist es zumindest bei mir.

    Die ersten Wochen traute ich mir selbst nicht über den Weg. Inzwischen kann ich mir gut begegnen :)

    Ich glaube, wer schon mal hier "gelandet" ist (oder "gestrandet", wie sich mein Ankommen hier anfühlte), hat einen wichtigen Schritt in ein trockenes Leben gemacht.

    Herzliche Grüße und danke an die, die mich von Anfang an hier begleitet haben - und die, die hier lesen.

    Margit

    Hallo Angie,

    ich bin sehr froh, wie du deinen Tag noch geschafft hast.

    Vielen Dank, dass du hier gelesen hast. Das nehme ich gerne zum Anlass, ein wenig von mir zu erzählen.

    Du sprichst die Veranstaltung mit Sekt ausschenken an. Das war schon heftig. Ich erinnere mich gut an die Reaktion von Uwe, Hans und Linde, aber ich konnte da nur funktioniern und es war so, wie du auch schreibst, ich habe allein getrunken, immer allein.
    Ich war auch immer die Fahrerin, wenn es darum ging, bei einem Fest oder einer Veranstaltung "nüchtern" zu bleiben.
    Und egal, wie spät es dann abends oder nachts war, ich habe mich noch abgefüllt.

    Ja, nun bin ich über ein viertel Jahr im Forum. Und über ein viertel Jahr ohne Alkohol.

    Es gibt Tage, an denen ich schon wieder richtig strahlen und glücklich aussehen kann und mich auch so fühle.

    Ich stehe wieder, spüre wieder festen Boden unter den Füßen. Ich habe mir Hilfe geholt - hier - und bekomme die Unterstützung, die ich brauche und die mir gut tut.
    In mir ist oft viel Bewegung, manchmal auch Durcheinander, das ist so, was ich zu betäuben versuchte, lass ich jetzt leben. Das unter der Betäubungsschicht war unerträglich, das, was jetzt zu spüren ist, das ist halt lebendig.

    Mir gefällt es ziemlich gut, dass mein Vertrauen in mich allmählich wächst. Ein bisschen und noch ein bisschen... vermutlich tut sich da noch einiges, weil meine Absicht ist, meinen Weg so weiter zu gehen, ohne Alkohol, den Weg der Trockenheit zu gehen, wieder wachsen und mich entfalten können. Das Leben pur erleben. Ganz. Das wünsche ich mir.

    Liebe Grüße an alle hier

    und der mit den Kraftpäckln und Umärmelungen, der kriegt einen dicken Kuss von mir - wenn er will :lol:

    Margit

    Hallo Sven,

    mein Eindruck ist, dass du zu wenig Einfühlungsvermögen hast, um auch nur annähernd eine Ahnung zu haben, was andere Menschen in ihrer Not erwarten/brauchen.

    Wie du mit dir umgehst, ist deine Sache, mir geht es jedoch absolut gegen den Strich, wenn andere Menschen - auch wenn es "nur" sinnbildlich ist, abgewertet und diskriminiert werden. Und das tust du hier.
    Nichts wird verändert, wenn nicht Achtung und Wertschätzung vorhanden ist.
    Das Leben eines jeden Alkoholikers verliert mit der Zeit an Würde. Beim Trockenwerden geht es auch darum, diese Würde zurückzugewinnen.

    Es kommt auf die klare Haltung an, wie man Menschen deutlich macht, dass es Grundsätze gibt, ohne die man nicht trocken wird. Und dass es bei gewissen Themen einfach keine Diskussion gibt.

    Dein respektloser und achtungsloser Umgang mit dir und dem Thema ist meiner Ansicht nach nicht hilfreich.

    Gruß Margit

    Liebe Steffi,

    Zitat von garcia

    Hi Sissi: versuchs (so komisch es klingt) als Chance zu sehen, als Chance zu gucken was da absolut nicht in Ordnung war in dir und deinem Leben. Positiv ist daß du nicht resignierst und aufgibst und einfach weitertrinkst. Da ist also eine Stärke. Bau auf die. Es gibt jetzt eine Menge zu lernen. Ich wünsch dir gaaaanz viel Kraft und die Einsicht daß du nun auch kein schlechterer Mensch bist - denn das bist du nicht. Ganz lieben Gruß! Frank

    ich schließe mich ganz Frank an.
    Bitte nimm die Hände an, die dir hier gereicht werden.
    Es ging mir total schlecht, als ich mich hier angemeldet habe, fühlte mich psychisch völlig am Ende. Inzwischen freue ich mich wieder über jeden Tag, weil mein Leben Stück für Stück lebenswerter und schöner wird.
    Lass uns doch den Weg gemeinsam gehen, was meinst du?

    Fühl dich von mir ganz liebevoll umamt.
    Liebe Grüße von Margit

    Hallo,

    danke dir, Matthias. Schön, dass du mich verstehst.

    Heute geht es mir wieder gut, hatte aber zwei Tage, wo meine Stimmung richtiggehend gekippt ist und ich alles in Frage gestellt habe.
    Inzwischen denke ich, was war das denn? Ich schaffe es, warum auch immer, alles, aber auch alles übern Haufen zu schmeißen, abzuwerten, doof zu finden - innerlich tobt dann ein Sturm und treibt sein Unwesen.

    Mich dagegen zu wehren, funktioniert nicht, mich aufzulehnen auch nicht, die Gefühle nicht haben zu wollen, ist auch nciht erfolgreich.
    Bei mir hilft in solchen Momenten (bisher) nur, mich in Ruhe zu lassen, es in mir toben zu lassen, diese Aggression, den Wirrwarr, das Chaos zu lassen. Irgendwie zu sagen, es ist in Ordnung, das darf sein.

    Schon ein bisschen anstrengend, dieses Leben.
    Schon schön, dieses Leben.

    Ich habe in den letzten Wochen schon viel wieder entdeckt, wofür es sich lohnt zu leben - da nehme ich doch in Kauf, dass es mal auch andere Tage gibt.

    Die Tage vorher, die waren doch oft das pure Grauen.

    Liebe Grüße von Margit

    Lieber zerfreila,

    Zitat

    Hi OF, ich hoffe, Du liest hier noch. Ich find's immer noch schade, dass Du nicht mehr hier bist. Ich hoffe, dass es Dir gutgeht. Herzliche Grüße an Dich.

    schließe mich hier gerne an.

    In mit ist im Moment ein seltsamer Aufruhr, möchte dir aber Grüße schicken.
    Ich lasse mich in Aufruhr sein und du dich so:

    Zitat

    Zudem bin ich zur Zeit irgendwie lese- und schreibfaul, insgesamt auch irgendwie etwas lustlos

    oder?

    Margit

    Hallo Delia,

    ich bin selbst erst 7 Wochen hier, habe heute vor 7 Wochen das letzte Mal getrunken. Ich möchte dir gerne sagen, wie ich mit meiner "Neuzeit" umgehe. Vielleicht ist ja etwas dabei, was dich anspricht.

    Mein oberstes Kriterium ist dieses Forum hier. Hier habe ich den Halt gefunden, den ich brauche und gebraucht habe. Ich lese täglich viel und schreibe täglich (vor allem im geschützen Bereich).
    Warum Halt? Hier sind Menschen, die mich verstehen, weil sie das gleiche Problem und die gleiche Krankheit haben wie ich. Und ich fühle mich verstanden.
    Ich schreibe alles, was ich denke und fühle - naja, das würde wohl den Rahmen sprengen - sag mal so, eben das, was mich beschäftigt, umtreibt, bewegt. Komme mir gelegentlich auch peinlich vor - diese Rückmeldung hat mir aber noch niemand gegeben...

    Bei mir war es so, dass ich mich jahrelang energie- und kräftemäßig ausgebeutet habe. So tut es mir eher gut, weniger zu machen und mir so viel Ruhe wie möglich zu gönnen. Ich brauche viel Zeit für mich, gerade wenn ich innerlich sehr bewegt bin.

    Liebe Grüße von Margit

    oder

    Süddeutschland grüßt Süddeutschland
    Ich bin auch noch dabei herauszufinden, was ich brauche und wie ich das, was ich brauche, auch umsetzen kann. Inzwischen geht es mir schon ziemlich gut, zumindest gibt es viele schöne Momente, die ich auch genießen kann.
    Allerdings bin ich sehr auf der Hut, Delia, und habe allergrößten Respekt vorm Alkohol und der Gefahr, die in umgibt und in dessen Einzugsgebiet ich mich befinde - wenn ich nicht acht gebe.

    Ich war 12 Jahre trocken - es ging mir sehr gut dabei - dann habe ich allmählich wieder angefangen zu trinken - 8 Jahre lang. Ich weiß nicht, ob ich nochmal die Chance auf ein trockenes Leben bekomme.

    Für mich ist es wichtig, gut auf mich zu hören, mich wieder ernst zu nehmen. Das habe ich lange nicht mehr gemacht und lerne es nun wieder - und immer lieber.

    Ich wünsche dir sehr, dass du dir deine Fragen selbst nach und nach beantworten kannst, indem du auf die hörst. Ich glaube, mit Bedürfnissen und den Dingen, die einem wichtig sind, muss man sich erst so langsam wieder anfreunden.

    Ob du noch eine Therapie brauchst? Ich habe sehr lange und sehr intensiv Therapie gemacht. Die war für mich lebensnotwendig. Nun sage ich, ich will keine Therapie mehr.

    Aber ich brauche Unterstützung, das ist ganz klar. Und die finde ich hier.

    Bitte gehe sorgfältig und behutsam mit dir um, ich glaube, dann bekommst du am ehesten deine Antworten auf die Fragen, die du gestellt hast.