Einen schönen guten Morgen liebe Forumsfamily,
nach lesen so mancher Zeilen in diesem Forum kam mir das Wort "Rückblick" in den Sinn.
Ab und zu ein Rückblick = für mich ein Zusatz zu meinem Lebenstreibstoff.
Ich erinnere mich an die nasse Zeit, die keine " hurraistdaseinetollezeit " war.
Warum hatte ich dann eigentlich Rückfälle ?
Wo machte ich Fehler ?
Was veranlasste mich dann doch immer wieder in dieses Elend zurückzukehren ?
Die Antwort bei mir war/ist eigentlich ganz einfach.
Eher sind es Antworten.
Ich saß auf einem hohen Ross,
und glaubte am besten zu wissen was ich zu tun habe.
(ironisch: deswegen war ich auch sofort trocken, und hatte nie Rückfälle 
Aus meinem Mund kamen nur Lippenbekenntnisse.
Halbherzigkeiten.
Ich ging zum Arzt, in SHG's, meldete mich online an, und dachte, "schwupps" alles müsse jetzt wie von Geisterhand mich zur Trockenheit führen.
Also,... vornehmlich "alle anderen" müssten mich hinführen.
Ärzte, Therapeuten, SHG's, usw.
Ich handelte automatisiert ab, was ich tun musste.
Aber irgendwie ging diese Rechnung nie auf.
Ich glaubte bloß an mich selber (und das nur halb)
Ich dachte, wenn ich immer nur mit dem Kopf nicke, dann wars das schon.
Aber das trocken zu werden nicht so sehr das große Problem war, sondern trocken bleiben, an das dachte ich nie.
Also umdenken, sich selbst nicht belügen, von alten Hasen lernen, annehmen, Demut,...
Ich schreibe dies nicht, weil ich es erfunden habe.
Es ist schlichtweg ein Teil des Programms, und ich bin mittendrin als Betroffener.
Als alkoholkranker Mensch.
Und ich werde mich weiter an meine Freunde hier halten, die mir Trockenheit vorleben.
Liebste Grüße,
und genießerische Trockenheit
Lito 