Beiträge von Litertour

    Hallihallo lieber Caligula,
    und Glückwunsch zu deiner Trockenzeit.
    Ich freue mich ganz ehrlich, dass du da bist.

    Dass du nie aufgibst ist faszinierend.
    Jedoch,... korrigiere mich bitte wenn ich mich auf falschem Weg befinde, war es zumeist ein Anstoß von ausserhalb der dich veranlasste das Trinken aufzuhören.

    Wie sieht es in deinem Innersten aus ?
    Würdest du alles aufgeben, nur um trocken zu bleiben, und zu überleben ?
    Was wäre wenn du ganz alleine auf dieser Welt wärst?
    Würdest du die Trockenheit vorziehen ?

    Nur für dich! Du bist Mensch, und du bist es wert !
    ( Liebster Caligula, ich versuche bloß die Fehlerquelle zu finden, und zu verstehen. Denn so wird auch mir geholfen. Danke.)

    Liebste Grüße
    Lito 8)
    ( heute wirds heiß, oh mann. Nix für mich )

    Hallo liebe Tabhita, grüß euch liebe Forumsfamilie.

    @Tabhita-
    ich möchte dich auf das Herzlichste hier begrüßen,
    und mich für deinen netten Beitrag bedanken.

    Ich bin mir absolut sicher, dass du hier Unterstüzung findest.

    Wie ich schon einigmale ( gerne ) erwähne, ist dies ein riesiger Selbstbedienungsladen.
    Jeder nimmt sich was er ( natürlich meine ich damit auch "sie" - die Damen werden sicher Verständnis für diese Schreibweise haben :wink: ) braucht.

    Ich z.B; versuche jeden Tag hier zumindest zu lesen.
    Je nach Zeit und Laune.
    Ich sehe es als Verabredung mit Freunden.
    Zwanglose Lebenserhaltungsmaßnahme,...wenn man so will :wink:
    Und so reißt meine Freude nicht ab, hier zu schmöckern, zu plaudern.

    Ich wünsche dir eine schöne, trockene, und genußvolle Zeit
    in diesem Treffpunkt "Zum gesunden und genußvollem Leben"

    Der Lito :wink:

    Hallo liebe Pink-Lady,

    ein herzlicher Willkommensgruß soll dich erreichen.

    Zitat

    Was sind schon 4 Tage? Erst mal sehen, ob ich es überhaupt schaffe.

    Es gibt Rückfälle die fanden und finden noch nach Jahren statt.
    Ob du einen Tag trocken bist oder tausende spielt keine Rolle, und ist kein Aufnahmekriterium.
    Jeder einzelne trockene Tag ist lebensgoldwert.

    Du hast das Allerwichtigste getan.
    Du hast dich entschieden, du willst nicht mehr trinken
    Gratuliere !

    Der nächste Schritt war hier in die SHG, quasi in einen Selbstbedienungsladen der Trockenheit und Lebensqualität zu kommen.
    Nochmals Gratuliere!

    Jetzt beginnt deine Trockenheitsarbeit.
    Ja genau,...Arbeit

    Du hast ja schon einige Zeit diverse Threads verfolgt, und hast sicher festgestellt, dass wir alle dieselbe Krankheit haben, jedoch mit unterschiedlichem Werdegang, Stärke und Intensität.
    Und bei jedem sieht diese Arbeit etwas anders aus.
    Ein Patentrezept gibt es nicht, jedoch massig Freunde hier die dich unterstützen, sowie einige Eckpfeiler.
    :arrow: Z.B. Offenheit, Ehrlichkeit, viel antialkoholisches trinken, alkoholfreies Umfeld, gefährdende Situationen und Plätze meiden,usw.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude beim Einkauf in diesem SB Laden.
    Schön dich zu lesen.

    Liebste Grüße und ein trockenes genußvolles Leben,
    wünscht dir Lito :wink:

    Servus Delia, servus Mario, und servus liebe Forumsfamilie,

    ich freue mich wenn meine Beiträge nutzbringend sind, und bedanke mich für positives sowie verständliches negatives Feedback.

    Denn ihr seid Teil meines täglichen Lebens, und somit auch ein Teil meines Lebensspiegels.
    Selbsteinschätzung ist bekanntlich nicht die einfachste Aufgabe, und funktioniert nur unzureichend.

    Leute, wenn ihr das liest, dann kommt bitte nicht zu nahe an den Bildschirm, denn ich habe vorhin eine Pizza mit Knoblauch gegessen.
    Ihr könntet aber auch den Geruchsregler etwas zurückdrehen.

    Die Pizza hab ich mir verdient ( :arrow: behaupte ich mal rotzfrech :wink: ),
    denn ich habe mir vorhin 2 Stündchen den H.....n auf dem Fahrradsattel gerieben.
    Also,... gefahren bin ich natürlich auch dabei :?

    Wenn der Himmel den Vorhang wieder zuzieht, und es finster wird, dann frage ich mich ab und zu:
    Lito, was ist denn nun eigentlich schlimmer ?
    Ein nasser, oder ein trockener Tag ?
    Bin ich zufriedener nass, oder trocken ?
    Wann habe ich mehr Selbstachtung ?
    Wann lebe ich wirklich Leben ?
    Wenn ich in einer Alkoholglocke stehe und glaube der King zu sein, aber parallel dazu im Innersten meiner Selbst findet zusehends ein Überlebenskampf statt!?
    Mein Geist schrie nach Leben - die Krankheit sagte "N-E-I-N", denn nur mit Alkohol sei das Leben lebenswert.

    Unzählige von uns haben diesen Kampf mit der Krankheit schon qualvoll verloren.
    Die Kraft war aus.
    Warum ?
    Weil es ein Kampf war! Und noch dazu ein höchst unfairer und ungleicher.

    Ich möchte nicht dazugehören.
    Ich habe vor einem guten halben Jahr aufgehört zu kämpfen, und mich ergeben.

    Ich sah ein, dass ich machtlos gegenüber Alkohol bin,
    aber ich bin nicht machtlos meiner Krankheit gegenüber.

    Die liebsten Abendgrüße
    schickt euch
    Lito
    :shock: huch,...es ist ja schon stockdunkel

    Servus Mario, alias Galileo Galilei :wink: ,

    mir gefällt es wie sehr du dich mit der Natur, und den Naturschauspielen, in Einklang bringst.
    Sozusagen,... eine Einheit bildest.

    Ja, da hast du recht, früher wären solche tollen Angebote der Natur für uns nicht sichtbar gewesen.
    Zuviel Gift hat uns die Sicht genommen.
    Innen wie außen.

    Hast du für heute schon einen Plan, oder lässt du dich ganz meditativ auf einer trockenen Welle treiben?

    Liebe grüße an dich, und möge dir die Sicht nur noch von Freudentränen genommen werden :wink:

    Lito 8)

    Einen schönen guten Morgen ihr liebe Forumsfamilie,

    ich hoffe jeder von euch hatte eine erholsame Nacht!?

    In meiner nassen Zeit war der Sonntag ein Tag der nicht gerade ins Wasser, sondern in die Weinschorle fiel.
    Jetzt um diese Zeit (ca.11.00 Uhr)begann das Ende des Sonntags.
    Der Griff zum ersten Glas.
    Ab diesem Glas waren Tür und Tor geöffnet. Mit jedem tiefen Schluck mehr, verurteilte ich mich zur Handlungsunfähigkeit.
    Handlungen fanden nur noch in meinem Kopf statt.
    Träume überkamen mich, ich fiel nach anfänglichem Stimmungshoch in ein Stimmungstief.
    Dieses Tief hielt viel länger an, als das Hoch zuvor, aber ich trank weiter, denn ich musste trinken.
    Warum ?
    Weil ich Alkoholiker bin!
    Für mich ein hieb,- und stichfestes Zeichen der Krankheit
    - nicht aufhören können

    Einen schönen und trockenen Sonntag wünscht allen
    Lito 8)

    Servus liebe Marion,

    Zitat

    Ich denke du kannst getrost bei diesem Satz das Wörtchen ..."süchtigen" ....weg lassen.

    Nein nein Marion, das lasse ich nicht weg :wink:
    Der Grund: Ein Alkoholiker wird nur zu gerne stigmatisiert.
    Die wenigsten kämen auf die Idee, dass ein Alkoholiker
    auch diese Grundbedürfnisse hat, welche bei Gesunden
    selbstverständlich sind.

    Ich wollte mit dieser Aussage gerade uns als Alkoholiker, und unsere Gefühle besonders betonen, besonders hervorheben.
    Denn wenn wir sternhagel voll waren glaubte uns kein Mensch unsere Gefühle. Und ich war sehr oft voll, meine Gefühle waren da, jedoch unter einer tiefen Alkoholmasse begraben.

    Selbstverständlich gibt es zu allem was ich schreibe etwas dagegen zu halten, denn unsere Krankheit ist individuell.
    Was auf mich, meine Krankheit, und meine Gefühle zutrifft ist kein Maßstab. Es ist mein persönlicher Faden, als Betroffener, nicht als Co.

    Einen lieben Gruß
    Lito :wink:

    Einen schönen guten Morgen liebe Forumsfamilie,
    einen schönen guten Morgen dir liebe Marion.

    Heute habe ich an die Freunde denken müssen die noch leiden.
    Und wenn ich so zurückblicke, dann ist es wirklich Leiden.

    Zu wissen, dass wenn ich den Alkohol an meine Lippen führe, es kein Halten mehr gibt.
    Auch wenn ich es mir selbst beteuerte, dass ich nur ein,-zwei Gläser trinke, so gings dann ungebremst ins Alkoholjammertal.

    Ich wollte ja gar nicht so viel trinken.
    Ich musste !
    Nach einem Glas funktionierte die Bremse nicht mehr.
    Es war nur für einen kurzen Moment erleichternd.
    Vielleicht eine Stunde, vielleicht auch ein bisschen mehr !?

    Und dann ?
    Dann zündete mein Geist die zweite Stufe.

    Dann war Ich nicht mehr Ich.
    Ich wurde aggressiv ( und das gerade ich, der im nüchternen Zustand sozial denkend und besonnen ist ).

    Und das war der springende Punkt.

    Ich spielte eine Rolle!
    Ich war nicht authentisch.
    Und wenn die zweite Stufe gezündet war, so wuchs meine Wut auf die Menschen die mich umgaben, und von deren Schuld an meinem Leiden, ich vollkommen überzeugt war.
    In meinen Augen wurde ich von diesen Menschen gezwungen eine Rolle zu spielen ( was auch teilweise stimmte)
    Es ist nicht immer nur der alkoholkranke Mensch alleinig an allem schuld.
    Es gibt Mitmenschen, die nützten meine Krankheit aus, um sich selbst ins bessere Licht zu stellen.
    Manche von euch wissen sicher was ich damit meine.

    Ich trennte mich vor einigen Jahren von diesem Umfeld.
    Scheidung und Ortswechsel.
    Dann dauerte es noch eine Weile und es gab ein ewiges Auf,-und Ab.

    Viele Situationen die mich früher zum Trinken veranlassten sind nun weggefallen, und haben Platz für mein wahres Ich gemacht.
    Es herrscht nun weitgehend Ruhe um mich kennenzulernen.
    Und ich weiß(!), ja ich weiß, in jedem süchtigen Menschen steckt ein Wunsch nach Anerkennung, Geborgenheit, und Liebe.
    Niemand von uns hat es sich zum Wunsch gemacht krank zu sein !
    Niemand sagte: wenn ich mal groß bin möchte ich Alkoholiker werden!

    Eine trockene Zeit ihr Lieben
    wünscht euch
    Lito :idea:

    Liebe Marion,

    leider fehlten mir diesbezüglich diverse Hintergrundinformationen, die ich ja nun nachgeliefert bekam.
    Das Wort "glücklich" jetzt zurückzunehmen wäre unpassend, denn ich schrieb dieses Wort nur auf die Fähigkeit des Lesenkönnens bezogen.
    Denn das war mir in meiner "Glanzzeit" nicht mehr möglich.
    Ich war zu vielen anderen unrühmlichen Dingen fähig.
    Aber das hast du ja schon gelesen.

    Lass dir den Rhabarberkuchen gut schmecken, und viel Spaß beim Film
    ansehen.

    Lito

    Servus liebe Marion,

    du Glückliche konntest in deiner nassen Zeit sogar noch lesen.

    Ich kaufte mir immer wieder Bücher, aber zum lesen kam ich selten.
    Ich hätte nicht verstanden was ich lese, oder ich wäre über 2 Absätze nicht hinausgekommen, oder ich sah irgendwie alles bisschen unscharf. Und wenn ich mal etwas las, dann wusste ich den nächsten Tag nichts mehr davon.
    Das ist kein Scherz, das war tatsächlich so.
    Deswegen verschlinge ich anscheinend jetzt so manche Bücher.

    So liebe Marion, und jetzt weiter machen mit glücklich sein. Kommst echt gut rüber. Das freut mich sehr.:D

    Liebste Grüße
    Lito :wink:

    Hallo und Mahlzeit liebe Forumsfamilie,

    die Recherchen meiner unzähligen Rückfälle besagen, dass ich immer halbherzig an die Sache ging.
    Ich versuchte immer um die Feststellung " ich bin ein Alkoholiker" herumzukommen.
    Irgendwann nuschelte ich mal leise mit zusammengebissenen Zähnen: ischbineinalkoholika, und dachte damit den Zauberspruch des Jahres zu sagen.

    Das alleine reicht aus...-es macht jetzt flupsch, und vorbei ist der Spuk
    Ich versuchte mich ( und andere) immer wieder mit dem Schauspiel des Lügenbarons zu begeistern.
    Wenn mir früher einer gesagt hätte ich sei diesbezüglich ein Lügner, ich hätte vor Wut und Ertapptheit Schweißausbrüche bekommen.

    Aber bis ich das auch selbst so annahm, verwendete ich alle möglichen Synonyme um es zu verniedlichen.
    Ich bin vielleicht alkoholkrank. Ich habe 4 Wochen nichts getrunken, also kann ich kein Alkoholiker sein. Andere trinken mehr. Andere trinken härtere Sachen. Der xy trinkt mehr als ich und ist mittlerweile schon xx Jahre alt.
    Ich trinke unter der Woche nicht. Ich trinke nicht vor xx.xxUhr. Ich trinke nur wenn ich frei habe. Ich trinke nur in Gesellschaft.
    Eine Psychologin sagte vor einigen Jahren sogar einmal zu mir, ich solle aufpassen dass ich durch die totale Abstinenz nicht an Spontanität verliere.
    Ihr könnt euch ohne Anstrenung vorstellen was das bewirkte.
    Jetzt brauchte ich mir selbst keine Ausrede einfallen lassen, jemand anderer tat das für mich.

    Fazit: Ich wollte nicht trinken, aber Abstinenz war mir zu anstrengend.
    Ich war immer auf der Suche nach " Abstinenz light "
    Alles nach dem Motto: bitte wasche mich, aber mach mich nicht nass

    Einen schönen Trockenen ihr lieben,
    und eincremen nicht vergessen.
    Lito 8)

    Einen schönen guten Morgen liebe Forumsfamilie,

    heute morgen dachte ich an das letzte halbe Jahr.
    An meine Trockenheit.
    Ich fragte mich ob es schlimm war, oder nur rosarot, was ich besser machen könnte, wo kam ich der Droge gefährlich nahe? Wo war ich leichtsinnig ?
    Also eine kleine Innenschau.

    Ich kam zu dem Schluss, das nunmal die See nie ganz ruhig ist.
    Mal gibt es Wellen die mir stärker zusetzen, mal sind sie fast unmerklich, und dann wieder ist alles besonders ruhig und ich kann mich im Wasser selbst erkennen.
    Wenn ich mich selbst erkennen möchte, sollte es also ruhig um mich herum sein, so dass ich mich spiegeln kann.
    Auf das werde ich in Zukunft weiterhin ganz stark achten.
    Mir Ruhezeiten zu gönnen.
    Denn nur dann kann ich mich selbst ungeschönt mit all meinen Fehlern, Schwächen, Erfolgen, positiven Seiten erkennen, und danach handeln und notfalls den Kurs ändern.

    Viele schöne trockene Stunden
    euch allen
    wünscht Lito :wink:

    Servus Adlai,

    ich danke dir für dein Erscheinen hier.
    Es gibt zwei Gründe die mich freuen, dass du hier bist.

    1.) Zeigst du damit, dass du die trockene Zeit mehr
    zu schätzen weißt als die Nasse.

    2.) Hilfst du mir, und sicher anderen.
    Denn es zeigt, dass die Alkoholkrankheit nicht
    heilbar ist, und immer wieder ausbrechen kann.
    Bei mir, und bei anderen.
    Wir sitzen alle in einem Boot.

    Dass du dich emotional jetzt auf tiefer Fahrt befindest ist mehr als verständlich.
    Ich kenne das von meinen Rückfällen.

    Du hast 5 Jahre nicht getrunken, also hat 5 Jahre lang dein Programm funktioniert.
    Warum nicht noch einmal so starten, nur mit dem erweiterten Wissen wo deine persönlichen Stolpersteine liegen!?
    Jetzt hattest du einen Rückfall, dass ist ein herber Tiefschlag, aber nicht das Ende.
    Eigentlich hast du jetzt was dazu gelernt, und das auf die harte Tour.
    Also aufstehen, weiter gehts. Nicht am Boden bleiben.
    Da findest du nicht was du suchst.

    Wenn du natürlich nicht diesen Weg gehen willst, den du vor 5 Jahren gegangen bist, ist das natürlich deine eigene Entscheidung.

    Was alles zu tun ist um das Risiko zu minimieren weißt du sicher selbst.

    Alles Gute lieber Adlai wünscht dir
    Lito

    Hallo lieber Mario,

    ganz lieben Dank für deine mail.

    Zitat

    Hast du schon Pläne für Weihnachten und Silvester gemacht ? Ist zwar noch lange hin aber die Zeit ist auch nochmal eine gewisse Herrausforderung die gemeistert werden will.

    Danke für diesen Hinweis. Darüber sollte ich mir in der Tat schön langsam mal Gedanken machen.
    Risikominimierung.
    Ich werde mir eine Liste ausarbeiten.
    Diese Liste kennt sehr wahrscheinlich nur 2 Richtungen.
    Entweder ich bleibe in meinen eigenen 4 Wänden und lerne zu ertragen ( es gibt Schlimmeres als Weihnachten und Sylvester alleine zu sein - ich weiß das, ich bin trockener Alkoholiker :wink:),
    oder ich umgebe mich mit nichttrinkenden Menschen.
    Ich möchte mir das schönste Geschenk der Welt machen.
    Mein Leben! Trocken. Frei. Unabhängig von jeglicher toxischen Substanz.

    Liebe Grüße und schöne trockene Stunden
    Lito 8)

    Guten Morgen liebe Delia,

    herzlichsten Dank für deine Gratulation, darüber freue ich mich.

    Ich sehe nicht dauerhaft zurück, denn ich konzentriere mich auf die Strasse vor mir.
    Wenn ich jedoch einmal rechts ranfahre, stehenbleibe, und mir den zurückgelegten Weg betrachte, so empfinde ich mich wie ein anderer Mensch.

    Jedoch bin ich nicht jetzt ein anderer Mensch geworden, jetzt bin ich - ich selbst.
    Ich war in meiner nassen Zeit ein anderer Mensch!
    Geleitet, geführt, und geprägt von der Droge Alkohol.
    Und diese Droge zeigte mich NIEMALS(!) von meiner besseren, schon gar nicht von meiner besten Seite.
    Ich war handlungsunfähig.
    Ich umgab mich mit Menschen die mir nicht gut taten.
    Mich vor einigen Jahren scheiden zu lassen war das Beste was ich für mich und meine Familie tun konnte. Das erstemal in meinem Leben funktionierte ich nicht einfach, sondern ich handelte.

    In den letzten Jahren war ich in einer Art Lernphase.
    Ich lernte mich selbst kennen. Der Alkohol kam immer wieder in mein Leben, denn dass ich Alkoholiker bin wollte ich erst in letzter Konsequenz wahrhaben.
    Ich dachte mir: wenn ich Weinschorle trinke kann ich kein Alkoholiker sein. Also her mit der Weinschorle und täglich 1 - 1 1/2 Wein plus 3 Liter Mineralwasser.
    Dass ich auch mit diesem Getränk Alkohol zu mir nahm verdrängte ich einfach, und redete mir den Konsum schön.
    Aber eine innere Stimme sagte mir immer wieder, dass ich mich auf einer Talfahrt befinde.
    In den letzten 2 Jahren wurde diese Stimme immer lauter, und ich öffnete mich immer mehr.
    Am 02.02.2012 war die Geburt meines echten Lebens.

    Einen schönen trockenen Tag
    wünscht
    Lito 8)

    Hallo Marion,

    ein halbes Jahr,....es ist wohl wahr.

    Ein halbes Jahr du wirst es sehen kann mit Süßkram schnell vorüber gehn.
    Jaaa,...die Trockenheit uns sehr gefällt, auch wenn es hier und da uns schwerer fällt.
    Jedoch das Leben ist ein Hochgenuss seitdem ich nicht mehr trinken muss.
    Oh holde Maid,...für deinen Reim, will ich dir gerne dankbar sein.

    Des Reimens ist des Zeiten Schluss schick ich dir Marion einen Gruß.

    Lito :D

    Einen schönen Sonntagmorgen liebe Forumsfamilie,

    ich las vorhin etwas von "wieder trinken wollen".
    (Dieses Forum ist mein Tageseinstieg, so wie bei anderen die Tageszeitung :wink: )

    Wie war das bei mir ?
    Vor dem einen oder anderen Rückfall wollte (musste?) ich im tiefsten Inneren trinken.
    Mein Lippenbekenntnis war freilich ein anderes.
    Ich glaubte nicht wirklich ein Alkoholiker zu sein.

    Ich glaubte nicht, dass ich schwach war, und mein Leben ohne Alkohol nicht mehr meistern konnte ( dieser letzte Satz stammt nicht von mir, ich habe ihn von Freunden übernommen, und mir riesengroß auf die Fahnen geschrieben).

    Immer wieder suchte ich nach Möglichkeiten,
    nach einem Hintertürchen,
    um doch irgendwie in dieses Gefühl der Benebelung zu kommen.
    Ich wollte die Benebelung, aber ich wollte kein Alkoholiker sein ( wer mag das schon ?)
    Ich fand immer wieder Möglichkeiten. Ich redete es halt ein bisschen schön.

    Und genauso wie bei manchen Freunden aus unserer "Heißauflebenfamilie" hier, war mein Rückfall von unterschiedlicher Dauer geprägt.

    Ich kam dann zu dem Schluss, dass ich nie gelernt hatte mit Schwankungen des Lebens umzugehen.
    Sowohl Schwankungen ins Positive wie auch ins Negative.
    Überall musste der Stossdämpfer Alkohol die Lebensunebenheiten ausgleichen.
    Kurzfristig war es eine Lösung um die Symptome ( nicht aber die Ursachen ) zu bekämpfen.
    Die Nebenwirkungen waren verheerend. Aggressionen und Depressionen kamen ans Tageslicht,
    und die Droge machte mich zu ihrem Sklaven, nein,...hat es schon getan.

    Vorige Woche Donnerstag durfte ich ein halbes Jahr trocken sein.
    Ich bin nicht stolz, aber zufriedener und glücklicher als in meinem nassen Leben.
    Meinem hohen Ross auf dem ich immer saß habe ich die Freiheit geschenkt.
    Lieber demütig und trocken, als hochmütig und nass.

    Liebe Sonntagsgrüße
    Lito der sich noch einen Kaffee und Croissants genehmigt :wink: mampf