Beiträge von Litertour

    Hallo liebe Delia, hallo liebe Forumsfamilie,

    wo genau die Ursache für den neuerlichen Drogenkonsum ist vermag ich natürlich nicht zu sagen.
    Ich denke das muss jeder selbst herausfinden.

    Was ich für mich sehr begrüße ist, dass du wieder aufstehst und dich öffnest.

    Ich denke dass den meisten, jetzt trockenen Alkoholikern, diese Situation nicht unbekannt ist.
    Ich durfte schon öfters Bekanntschaft mit den alkoholischen Tretminen machen.
    Wie ich schon erwähnte, ich schlug alle Erfahrungswerte der " alten Hasen " immer wieder in den Wind.
    Trockenheitsarbeit war für mich so etwas wie

    " ichgewöhnmirschnellmalwasab ",

    und wenn ich dann fertig bin mit "abgewöhnen" geht mein Leben unverändert weiter.
    Mal war ich fertig mit "abgewöhnen" nach 2 Wochen, oder 2 Monaten, oder sogar schon ein Jahr war dabei.
    Ich kann mich noch genau erinnern. Als dieses Jahr vorbei war, dachte ich, ich sei doch kein Alkoholiker, und probiere es einfach mal mit kontrolliertem trinken.
    Oh Lito...das war Russisches Roulette. Probieren !
    Ich probier mal schnell ob ich irgendwo vom Hochhaus springe.
    Vielleicht überlebe ich ? Vielleicht ist es auch ein schöner Flug ?
    Ich probierte in meiner Unwissenheit tatsächlich aus, ob ich kontrolliert trinken kann.
    Und soll ich dir was sagen ? Ich habe wirklich kontrolliert getrunken. Ich glaube es waren ca. 2 Monate. Toll nicht !?
    Du liest sicher die Ironie in diesem schwarzem Humor
    Nach 2 Monaten kontrolliertem Trinken soff ich fast 3 Jahre täglich.
    Tendenz der Alkoholmenge Wein steigend. Naja, mir war ja immer noch nicht so richtig klar was mit mir los ist. Sind doch alle Werte bei mir in bester Ordnung. Ich arbeite. Hab ein Dach über dem Kopf, und blabla.

    Jetzt hab ich schon wieder so viel geschrieben :(
    Mein Eis zerläuft in der Zwischenzeit, und der Kaffee wird kalt ( eigentlich bei der Schwüle gar nicht möglich :wink:

    Liebste Grüße und Göttliche Stärke
    Lito - weniger kleinlaut als demütig und dankbar
    :wink:

    Guten Abend liebe Delia, guten Abend liebe Forumsfamilie.

    Zitat

    Mich würde brennend interessieren, was ihr in eurer ersten trockenen Zeit dem Suchtdruck entgegengesetzt habt, wenn ihr nicht in der SHG, virtuelle SHG, bei der Arbeit, in Therapie usw. ward!!

    Eine individuelle Frage, die sich jeder selbst stellen, und beantworten muss.

    Nun, ich persönlich unterscheide nicht zwischen erste Zeit und jetzt (gestern war es ein halbes Jahr Trockenheit).
    Meine Krankheit schläft bloß, ist aber nie weg, und wird auch nie weg sein.
    Ich versuchte unzählige Male trocken zu werden, machte aber jedesmal Fehler die zu einem Rückfall führten,
    Ich ging halbherzig und mit unreifem Glauben an die Sache ran.
    Sah es als eine Aufgabe an die ich " so nebenbei mal schnell" erledige.
    Ich hielt ja alle anderen trockenen Alkoholiker als Profi-Alkoholiker, aber soooo schlimm war es bei mir nie (dachte ich in meinem Hochmut).

    Wie sieht also ein Teil meiner aktuellen Trockenheitsarbeit aus?
    Ich versuchte meine gemachten Fehler diesmal rigoros zu analysieren, mich zu kritisieren, aber nicht zu hassen, nicht zu verurteilen,
    oder mich sonst als bösesten Menschen dieser Erde darzustellen. Denn ich war mir früher immer mein schlimmster Feind.

    Das ist schon ein Teil meiner nie endenten Trockenheitsarbeit.
    Mich selbst zu mögen. Nicht narzistisch, sondern als Mensch mit Fehlern, Schwächen, Stärken, und Fähigkeiten. Das ist ein schönes Stück Arbeit.

    Weiters versuche ich Gutes, wie Schlechtes zu ertragen. Mich darin zu üben diese Dinge nüchtern anzunehmen.
    Auch wenns höllisch schmerzt. Denn nur so trainiere ich meine Leidensfähigkeit. Noch mehr Arbeit, und noch mehr Aua!
    Dann gehts weiter mit viiiiiel Wasser und Tees trinken, spazieren gehen, Bergwanderungen, radeln, schreiben, lesen, lernen,...usw.
    Süßkram steht natürlich auch auf meinem Zettel :wink:
    Ich überlege peinlichst genau mit wem ich mich umgebe, und wo ich hingehe. Ich gehe keine Kompromisse ein.
    Wenn ich lese es ist nur der Hauch von Alkohol in einem Lebensmittel ist die Aufnahme dieser Nahrung gestrichen. Egal ob Eis, oder Saucen die mit Alkohol verfeinert wurden.
    Ich denke das reicht erstmal als Beitrag, sonst wirds zuviel :wink:

    So viele Alkoholiker es gibt, so verschiedenartig ist die Therapie.
    Aber du befindest dich hier in einem SB Laden, und kannst dich nach Herzenslust bedienen.
    Hier kannst du deinen eigenen Speiseteller zusammenstellen.

    Lass ihn dir schmecken liebe Delia.

    Lito :wink:

    Hallo liebe Delia,

    ich möchte dich in diesem Forum recht herzlich begrüßen.
    Ich bin selbst erst seit kurzem hier, und habe übermorgen mein 1/2 jährliches.
    Nun, soweit ich lernen durfte ist eine "Pause" etwas was ein Ende hat.
    Ich tue etwas, mache eine Pause, und dann geht es wieder weiter.
    Trockenheit geht jedoch anders und sollte auch anders als eine Pause angesehen, gepflegt, und bearbeitet werden.
    Einer meiner Lieblingsaussagen unter uns Alkoholiker ist:
    Nur einfach" nicht trinken" funktioniert nicht.

    Zitat

    sowas wie Euphorie stellt sich bei mir nicht ein. Ich werde immer verzweifelter wenn ich mir den Mist anschaue, den ich gebaut habe...

    Dazu kann ich aus meiner Sicht nicht viel sagen, denn ich bestand zunächst aus einer Menge Euphorie, und schön langsam grub sich die Realität durch die Euphorie.
    Langsam aber stetig erkannte ich die Schlachtfelder meiner Alkoholkrankheit. Ich sah immer genauer was ich angerichtet hatte.
    Das schmerzte mich natürlich ungemein, da ich mir dieses Disaster ungefilter, ohne der Droge " Alkohol" ansehen musste.
    Und..."nicht nur ansehen", sondern auch wieder gut machen wo es möglich war. Dazu musste ich jedoch absolute Ehrlichkeit walten lassen, und mich zu mir und meiner Krankheit bekennen.

    Auf alle Fälle bist du hier goldrichtig.
    Die Mädels und Jungs hier sind ein klasse Unterstützungsteam.
    Arbeiten musst du selber.

    Liebste Grüße und eine zufriedene Trockenheit wünscht dir
    Lito :wink:

    Guten Abend liebe Marion,

    auch in meinen Augen sehe ich deinen Beitrag so.
    Alkohol bringt Menschen zusammen die im nüchternen Zustand eventuell nicht zueinander finden würden.
    Durch das gemeinschaftliche Besäufnis entsteht ein "Wir-Gefühl". Etwas was uns verbindet. Eine gemeinsame ( wenn auch verlogene ) Plattform.
    Zusätzlich ist dieses betäubte Gefühl am tun. Im betrunkenen Zustand entsteht keine Tiefe mehr. Gespräche werden bedeutungslos oberflächlich.
    Es entsteht eine Verbrüderung die sonst aller Voraussicht nach nicht stattgefunden hätte.
    Ich wage zu behaupten, nur im nüchternen Zustand findet das wahre Leben statt.
    Wir alle kennen beide Seiten.
    Das verzweifelte einsame dunkle Erleichterungstrinken, und die pulsierende, atmende, helle, aromatische Trockenheit.

    Lito der Sommernachtsgenießer :wink:

    Einen schönen lauen Sommerabend die Damen.

    @ Margit. Danke für die Willkommensgrüße :)

    @ohnerausch

    Zitat

    Und immer wieder wird verschleiert, welche Bedeutung die Droge Nr. 1 = Alkohol eigentlich hat

    Speziell jetzt zur warmen Jahreszeit dringt die Droge Alkohol verstärkt an die Öffentlichkeit.
    Präventiv wird in Punkto Alkoholismus so gut wie gar nichts getan.
    Das bisschen Aufklärung in den Schulen, die paar Flyer die so rumliegen, und
    Aufkleber auf den Polizeiautos. Nicht mehr als Augenauswischerei.
    Das Kapital, die Wirtschaftskraft, steht über der Gesundheit.
    *Breeeemmms Lito*
    Das ist ein Thema welches mich ungemein beschäftigt.
    Nicht nur dass Alkohol eine Droge ist, es wird sogar noch öffentlich Werbung für dafür gemacht.

    Wenn ich mir als Alkoholiker meine nasse Zeit vor Augen führe. Wie schön ich meinen Alkoholkonsum geredet habe. Wie verharmlost. Manchmal sogar verniedlicht.
    Was Alkohol aber anrichten kann wissen wir alle.
    Entweder von uns selber, oder von unseren Freunden in den SHG und Foren.
    Dieses nasse Leben war wie ein böser Traum.
    Ich durfte aufwachen, und ein neues Leben beginnen.

    Jetzt gibts einen Eiskaffee.

    Lito Iceman :wink:

    Lieber Matthias,
    auch dir herzlichen Dank.

    Ich werde es gleich mal hier ausprobieren :arrow: Bei der Frau die nach eigener Aussage

    Zitat

    immer ihren Senf dazugeben muss

    Na super :D
    Es hat funktioniert :idea:

    Hallooo liebe Marion :wink:


    :arrow: 74.000 Deutsche sterben jährlich an Alkohol titelte die Zeitung " Die Welt"
    Wenn ich so etwas lese frage ich mich in welchem Staat wir leben !? Müssen es noch mehr Tote werden bis etwas getan wird ?
    Als erster Schritt gehört meines Erachtens jegliche Alkoholwerbung verboten.
    Schon kleine Kinder,
    Jugendliche noch viel intensiver,
    bekommen diese " Öffentlichkeitsarbeit" mit -> Freiheit, Lockerheit, Entspannung, Belohnung, angstlösend, schlaffördernd, appetitanregend, Balzrituale lassen sich ungehemmter durchführen usw.
    Mama, Papa, Oma, Opa, alle möglichen Verwandte, Bekannte, Vertrauenspersonen trinken.
    "Also kann das nicht verkehrt sein" bekommt so mancher Heranwachsender mit ins Leben.
    Ich rufe es mir selber immer wieder ins Gedächtnis: Alkohol ist eine allgemein anerkannte und legale Droge.
    Eine Droge !

    Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich hier keinen Schuldigen für meine Krankheit suche.
    Jedoch weiß ich was Alkoholismus bedeutet, und das Risiko an dieser zu erkranken sollte für unsere Nachkommen zumindest minimiert werden.

    Ich schick diesen Gedankentext jetzt einfach ab, ohne ihn nochmals zu lesen
    Puhh ist das heiß.
    Zum Glück bin ich bis unters Dach mit Wasser in allen Variationen ausgestattet.

    Einen genießerischen Trockenheitsabend wünscht euch
    Lito :wink:

    So ihr Lieben,

    ob das mit den Zitaten jetzt klappt oder nicht,...egal.
    Ich habe es auch gar nicht mehr probiert.
    Ein andermal wieder :)
    Mein Tag war gut, denn ich nahm die Alltagsprobleme als Teil des Lebens hin. Als Herausforderung und Übungsplatz.
    Irgenwie ist ja auch die ganze Welt eine Bühne.
    Vorhang auf - seine Rolle so gut es geht spielen - Vorhang zu.
    Nachdem ich um die Endlichkeit meiner Existenz weiß, warum sollte ich mir das Leben unnötig schwer machen ? Mit Drogen jeder Art, Streiterei, Rechthaberei, Dingen ( ewig lang !)nachtrauern die vorbei sind, Selbstmitleid, Ärger, grenzenlose Wut, Neid, Hetze und Eile...usw.
    Ich habe auch noch viel zu lernen, sehr viel, aber wer aufhört zu lernen steht still. Und jeder weiß...
    Stillstand = Rückschritt. Und zurück möchte ich nicht mehr, denn so schön war das wirklich nicht.

    Ich wünsche euch allen eine erholsame und kuschlige Nacht.
    Lito :wink:

    Servus Matthias, schön dich zu lesen.

    Verfixt und zugenäht.
    Ich krieg grad einen Vogel :x
    Wie geht denn das mit den Zitaten ?

    Ich habe schon die tollsten Zusammenstellungen auf meinem Bildschirm gehabt :wink:

    Z.B. ein Zitat vom Zitat vom Zitat :?

    Ich glaube das Eis kühlt mein Oberstübchen mächtig ab.
    Da ist es wie bei der Bahn im Winter. Nix geht mehr :wink:

    Aber trotzdem, oder grade deshalb, die trockensten Saharagrüße.
    Der Litovogel :wink:

    Einen schönen guten Morgen liebe Forumsfamilie.

    Ich habe heute früh mal so überlegt wie es in mir abläuft.
    Nun,...richtig Saufdruck im klassischen Sinn habe ich nicht. Oder nicht mehr. Vielmehr spielt sich mittlerweile das Meiste im Kopf ab, als in den Gefühlen.
    Meine Gedanken schalten in manchen Situationen auf das beliebte Alkoholikerprogramm " jetzt schenk ich mir was ein " um.
    Ich achte peinlichst genau auf diese Gedanken und sehe sie mir auch genau an. Mit dieser Konfrontation verlieren diese Gedanken zwar langsam aber stetig den Schrecken, weg sind sie dadurch auf keinen Fall.
    Gedanken kommen einfach. Ich kann vor einem Gedanken nicht denken, dass dieser nicht in meinen Kopf soll.
    Ein jahrzehntelanges Verhaltensmuster lässt sich halt nicht ignorieren. Wenn ich das tun würde, würden meine Gedanken immer lauter werden, und dann meine Gefühlswelt erobern.
    Und nur von meinen Gefühlen gesteuert zu werden ist wie ein führerloses Schiff.
    Irgendwann würde ich wieder Schiffbruch erleiden.

    Einen schönen und trockenen Tag ihr Lieben,
    wünscht euch
    Lito 8)

    Hallihallo Marion und garcia, servus liebes Forumsteam,

    mit dem Wort " Suchtverlagerung" gehe ich äußerst vorsichtig um.
    Ich habe diesen Ausdruck schon sehr sehr oft gelesen, und festgestellt, dass dieses Wort in mir einen unguten Druck erzeugt.
    Ob ich, nur weil ich aufgrund von derzeitiger vermehrter Kohlehydratzufuhr in Form von Süßigkeiten davon gleich abhängig werde steht auf einem anderen Blatt.
    Ich denke nicht dass ich aufgrund meiner Alkoholsucht auch von allen anderen süchtigmachend könnenden stoffgebundenen und nichtstoffgebundenen Substanzen oder Tätigkeiten dieser Erde abhängig werden kann. Denn da würde ich einfach vom Alkoholiker zum Workaholic umswitchen, und dann hätte ich schon Ersatz, und mehr Geld würde ich auch noch verdienen. Bei mir klappt das nicht ;)
    Was ich damit sagen will, obwohl ich meine Wohnung sauber halte verfalle ich nicht in einen Putzzwang. Obwohl ich mir die Hände wasche habe ich keinen Waschzwang. Ich fahre Auto habe aber nicht die Sucht nach Adrenalin und zu rasen. Ich gehe einkaufen und leide nicht unter einem Kaufzwang, ich habe einen Fernseher bin aber nicht fernsehsüchtig, ich trinke sehr gerne Kaffee kann aber ohne Entzgserscheinungen darauf verzichten wenn er nicht da ist, usw. Es gibt viele Dinge die süchtig machen können aber bei mir jedoch nicht den Schalter umlegen. Es wäre ja auch eine Katastrophe wenn wir in der Tat von allem und jedem süchtig werden würden.
    Ich habe den Alkohol immer benötigt um eine Substanz in mich hineinzubekommen die mich dieser Welt rational und emotional entrücken ließ.
    Den Süßkram esse ich weil ich spüre, dass mein Körper die Kohlehydratspeicher auffüllen möchte die ihm durch die Abstinenz fehlen.
    Naja, ich lass ihm die Freude. Mein Kopf wird ja nicht dicker.
    Soweit ich weiß macht Schokolade ein bisserl moppelig und das darin enthaltene Serotonin macht fröhlich, aber es benebelt und berauscht mich nicht. Denn das war ja immer mein Ziel beim trinken.
    Was ich mir auf alle Fälle weit fern halte, ist alles(!) was mich berauscht, benebelt, oder nach Alkohol riecht, schmeckt, und/oder aussieht. Das beginnt bei der Mundspülung, geht über Bonbons oder Eis mit Alkoholgeschmack, Essen mit Alkoholverfeinerung usw. und endet bei Medikamenten die ich nicht unbedingt brauche.
    Wenn ich natürlich von Alkohol auf andere Drogen oder Medikamente umsteige die mir als Ziel dasselbe liefern wie Alkohol dann würde ich zu laufen beginnen.[/i]

    In diesem Sinne,
    Zähne putzen nicht vergessen ;)

    Euer Lito :wink:

    Einen schönen guten Abend Marion, Matthias, Frank und alle Forumsmitglieder.

    Ich habe heute mal an mir so runtergesehen, und was sah ich da ? Die kleine Kugel rund um den Nabel expandiert :shock: Tendenz steigend.
    Das will ich eigentlich nicht, zumindest nicht grenzenlos ;)
    Aber ich habe mit mir eine beruhigende und stressfreie Abmachung getroffen.
    Zuerst meine Trockenheit stabilisieren, dann meine Trockenheit, dann meine Trockenheit.

    Über das Futtern von Eis, Süßkram, oder sonstige Angewohnheiten die ich gerne aus der Welt hätte mache ich mir später mal Gedanken.
    Mehrere Baustellen gleichzeitig zu bedienen schaffe ich nicht. Das bringt mich ins Stolpern, und erzeugt bei mir Stress. Und ich weiß wo dieses Chaos dann hinführt.
    Dieses Experiment ist mir zu lebensgefährlich.
    Meine Trockenheit benötigt schon noch eine zeitlang ungeteilte Aufmerksamkeit und Energie.
    Wie lange ?
    Ich weiß es nicht, aber als Untergrenze setzte ich ein Jahr Trockenheit. Mindestens !

    Liebste Grüße
    Lito... der mit dem Eis tanzt :arrow:

    Guten Morgen lieber Frank, guten Morgen liebes Forumsteam.

    Dankeschön Frank für dein Feedback.

    Manches was ich hier schreibe erweckt vielleicht den Eindruck dass ich mich lockerflockig auf dem Genesungsweg befinde.
    Das ist nicht immer so.
    Es gibt Tage an denen weht mir ganz schön der Wind ins Gesicht. Dann schüttelt und rüttelt es mich/mein Leben ganz gewaltig.
    Hier trainiere ich mich immer wieder, und wieder, und wieder.
    Wenn ich merke es kommt Wind auf, dann stelle ich mich zumindest mental schon mal darauf ein. Wird der Wind stärker, lege ich schon mal alles für den Notfall bereit, denn wenn richtig der Sturm in mein Leben kommt muss alles automatisch gehen, und alle Griffe müssen sitzen. Solange es mir gutgeht arbeite ich an diesem Notfallprogramm, denn es kann ja auch sein, dass der Sturm ganz plötzlich aufzieht. Überall gibt es Notfallmaßnahmen. In Betrieben, im Flugzeug, bei einem Rettungseinsatz, bei der Feuerwehr,...usw. Diese Leute üben in Ruhezeiten immer wieder, um im Ernstfall nicht erst nachdenken zu müssen. Denn Zeit ist Leben.

    Eine erholsame und trockene Zeit
    wünscht euch
    Lito :wink:

    Liebe Marion,

    du scheinst auf guter Fahrt zu sein.
    Das freut mich.

    Ich schaue auch immer wieder mal in den Rückspiegel um meine zurückgelegte Fahrtstrecke zu analysieren.
    Wenns bei mir dann wieder mal gekracht hat, habe ich zulange in den Rückspiegel gesehen, als mich nach vorne zu orientieren.
    So bin ich gefahren ;) Das war mein Fahrstil.

    Weiterhin gute Fahrt liebe Marion, und eine trockene Fahrbahn,
    wünscht dir
    Lito

    Hallihallo Marion, hallihallo Matthias, servus die Madln, servus die Buam in diesem Forum ;)

    Marion . Ich hoffe du lässt beim Eistraining nicht nach ? ;)

    @Matthias. Danke für die Wünsche, die ich mir gleich mal reserviert habe ;)

    Mir gings den ganzen Tag wirklich gut. Ich war zufrieden mit dem was ich habe, mit dem was passiert.

    Am Abend nach der Arbeit bekam ich ein kleines emotionales Tief (kam irgendwo her, habs nicht kommen sehen).
    So ein Tief ( in welcher Form auch immer ) ist für mich eine kleine Zwischenprüfung, eine Klausur.
    Ich weiß, dass ab und zu eine Stimmungsschwankung bei jedem Menschen vorkommt und normal ist. Deshalb empfinde ich es nicht als Weltuntergang, und bin darauf vorbereitet.
    Meine Aufgabe war es nun nüchtern damit umzugehen.
    Dazu schiele ich Grünschnabel immer wieder zu den "alten Hasen" um zu lernen.

    Ich befinde mich ja in einem Selbstbedienungsladen und nehme mir verantwortungsbewusst und wohldosiert was ich für diese Situation brauchen kann. So wie ich das jetzt eben veranstaltete.
    Ich setzte mich in aller Ruhe hin, trank einen Kaffee, dazu immer wieder schlückchenweise Wasser. Ich horchte in mich hinein, und versuchte zu ergründen wo es zwickt.
    Auf alle Fälle hütete ich mich davonzulaufen, zu verdrängen, oder die Angelegenheit zur Lappalie zu degradieren.
    Ich nehme mich und meine Krankheit sehr ernst, aber ich versuche nicht in Panik zu verfallen. Ich will mich nüchtern meinen Gefühlen stellen und sie ansehen. Klar waren die jetzt unangenehm, aber ich will lernen der Steuermann meiner Gefühle zu sein, und nicht der Knecht. Die Betonung liegt bei mir immer noch auf "lernen"
    Jetzt ist alles wieder im Lot. Wieder was gelernt.

    Danke den Mitarbeitern und Betreibern dieses SB-Ladens :)

    Euer Lito :wink:

    Guten Abend liebes Forumsteam,

    die Sonne geht unter, und ich kann diese, unsere Sonne, in der Tat einfach sehen, und nicht doppelt.
    In meiner nassen Zeit sah ich sie um diese Zeit manchmal auch gar nicht mehr.

    Mir kam das Wort "Dankbarkeit" in den Sinn.
    Ich bin nicht dankbar weil ich alkoholkrank bin. Oh nein, da würde ich liebend gerne darauf verzichten ;)
    Jedoch bestehe ich nicht ausschließlich aus der Alkoholkrankheit.
    Niemand besteht nur aus Dingen auf die man gerne verzichten würde.
    Mir fielen dann so manche Dinge ein für die ich dankbar bin. Das muss nicht unbedingt materieller Natur sein. Und da fiel mir spontan die eben untergehende Sonne ein.
    Ich kann die Sonne sehen !
    Das ist mir ein Danke wert.
    Ein "Danke" für das was ich momentan besitze, anstatt unentwegt um Dinge zu bitten die ich nicht besitze.

    Einen schönen trockenen Abend wünscht euch
    der Lito :idea:

    Einen schönen sonnigen Montag liebe Marion, lieber correns, und geschätzte Forumsmitglieder.

    Marion . Diese Wette steht, der Tag wird kommen. Darauf freu ich mich ;)

    @correns. Mir gefällt es wenn Zeilen, Worte, Texte, usw. " wohltuend " sind.
    Ich sprach dem Alkohol immer diese Wirkung zu. Er sei "wohltuend" Aber das war eine lebensgefährliche Lüge.
    Die Worte hier sind jedoch lebensbejahend und ehrlich. Deshalb: mit Genuß genießen :)

    Ich stelle hier etwas rein, was ich mal gelesen habe,
    und mir täglich vor Augen führe.

    -> Sind die Vorsätze zur Veränderung noch gültig ?
    Dazu stelle ich mir folgende Frage:
    Freue ich mich immer noch,
    und mit jeden Tag neu daran,
    dass es jetzt anders ist, oder wird ?
    Drängt es mich diesen Weg fortzusetzen ?

    Liebste Grüße und strahlende genußvolle
    Trockenheit euch allen,
    wünscht
    Lito :D

    Hallo lieber garcia,

    also wie MAN es macht entzieht sich meiner Kompetenz.
    Bei mir helfen und halfen folgende Verhaltensweisen:

    Ich versuche die aktuelle Wirklichkeit anzunehmen, und schonungslos hinzusehen. Keine Verdrängung.

    Ich lasse mich auf schmerzliche Umstände ein bleibe in dieser Situation, versuche dabei in mich hineinzuhören was ich aktuell fühle.
    Immer und immer wieder.
    So lerne ich zu erkennen, dass weder die Welt untergeht, noch ich einen Schaden davontrage.
    Immer und immer wieder.
    Immer und immer wieder.
    Immer und immer wieder.

    Ich übe mich in Meditation.

    Ich versuche lösungsorientiert statt problemorientiert zu denken, und mache mir bewußt, dass ich noch NIE(!) eine brauchbare Lösung im alkoholisierten Zustand gefunden habe. Da machte ich alles noch schlimmer, und gab den anderen die Schuld.

    Ich mache mir bewußt, dass ich die Leidensfähigkeit ( und so manch andere Dinge ) einfach noch nie richtig gelernt bekommen habe, und diese jetzt nachholen muss, kann, und will.
    Dafür spreche ich niemanden schuldig, denn wer weiß, vielleicht haben es meine Erziehungsberechtigten auch nie gelernt.

    Eine Krise bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit bereichert aus der Situation hervorzugehen.

    Ich selber hatte sehr viele herbe Verluste in meinem Leben.
    Meine wichtigste Entscheidung?
    * Ich möchte nicht mich auch noch verlieren *

    Viele liebe Grüße
    und eine genießerische Trockenheit wünscht der

    Lito :D

    Hallihallo liebe Marion, servus lieber Rollo, und grüß euch alle zusammen hier im Forum.

    Marion ( das mit der Kugel fand ich total nett und brachte mich echt zum Schmunzeln ;)
    @ Rollo ( 4 1/2 Jahre als Neugeborener - das erzeugt bei mir Respekt :!:
    Ganz lieben Dank für eure netten Zeilen.
    Leider kann ich euch den Dank bloß virtuell vermitteln. Die Emotionen der Freude bleiben hier in mir. Vielleicht erfindet jemand einmal das Emotionsinternet :idea:
    Obwohl,...ob das immer so gut wäre ?
    Muss ich mal nachdenken.

    Die Wanderung war sehr entspannend und meditativ.
    Ich habe mir mit Absicht eine ruhigere Tour gewählt, denn übertrieben habe ich schon genug in meinem Leben.
    Oh moment. Ich habe sehr wohl heute etwas über die Stränge geschlagen. 5 Kugel Eis fanden den Weg in meinen Bauch.
    Und jetzt neutralisiere ich mit Kaffee ;)

    Was nehme ich von diesem heutigen Tag mit ?

    Ich bin Alkoholiker, und will Alkohol in jeglicher Form meiden.
    Meine Krankheit macht keinen Urlaub, egal ob es mir gut oder schlecht geht.

    Und eins habe ich heute wieder mal festgestellt.
    Das Leben in seiner reinsten und ursprünglichsten Form zu leben, bedeutet nicht mich zu betäuben, mich psychisch, und zum Schluss auch physisch aus der Welt zu schießen.
    Es bedeutet: annehmen was auf mich zukommt. Positiv wie negativ. Nüchtern.
    Meine Leidensfähigkeit trainieren, denn die ist bei mir als alkoholkranker Mensch außerordentlich untrainiert.
    Wie alles im Leben, will auch das mit Geduld erlernt und geübt werden.
    Ich übe mich weiterhin darin, denn ich habe noch viel vor ( aber ich hab ja Zeit )
    Ihr kennt sicher alle den Spruch !?
    >>>Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt<<<

    In diesem Sinne,
    lasst es euch gutgehen, und vielen Dank für eure
    ununterbrochene Hilfe.

    Der Wander-Lito :wink: