Beiträge von sue05

    Hallo Peter,

    ich habe Deine Einträge hier die ganze Zeit verfolgt, aber, ehrlich gesagt, fehlten mir die Worte um etwas zu schreiben! Ich empfinde das, was Dir (und all den anderen Flutopfern) geschehen ist, als so unglaublich traurig und bestürzend, es ist nur schwer vorzustellen...

    Ich freue mich sehr zu lesen, dass Du Dich nun für eine Veränderung entschieden hast. Sicherlich wird das eine anstrengende Zeit, bis alles abgewickelt ist, aber es wird Dir hoffentlich den Frieden und das glückliche Leben zurück bringen, das Du verdienst!

    Viele Grüße
    Sue

    Liebe Cadda,

    erst mal: Du musst Dich überhaupt nicht rechtfertigen! Es ist Deine Entscheidung. Punkt!

    Mir ging es ganz genau so wie Dir: ich hatte Bedenken bzgl. direkten Nebenwirkungen und Langzeitfolgeschäden, hab mich in meinen Augen auch sehr (!) diszipliniert verhalten und in meinen Augen somit ein minimales Risiko dargestellt, jemanden anzustecken. Ich hatte (und habe immer noch) überhaupt keine Angst mich selbst anzustecken (also mache mir überhaupt keinen Kopf, dass ich evtl. mit einer Ansteckung ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommen könnte - obwohl ich natürlich weiss, dass auch bei völlig gesunden und immunstarken Menschen schwere Verläufe auftreten können). Ich hatte ganz einfach ein wirklich ungutes Bauchgefühl dabei, mir ging das alles viel zu "hoppla-hopp" mit der Entwicklung des Impfstoffes.
    Ich bin generell "vorsichtig" bei allem, was irgendwelche Medikamente angeht. Ich achte sehr auf meinen Körper (ja, als ich noch alkoholabhängig war, habe ich das nicht, aber seit 9 Jahren hat sich da ja einiges bei mir geändert), ernähre mich wirklich sehr gesund, achte auch mich, nehme keine Medikamente, nicht einmal Aspirin für Kopfschmerzen. Was Impfungen angeht, bin ich auch eher zurückhaltend. Ich habe - bedingt durch meine Arbeit - die Hepatitis-Impfung (weil eine solche Ansteckung wirklich gravierende gesundheitliche Folgen hätte) und die "gängigen" Impfungen (Tetanus, etc.). Aber ich käme z. B. nie darauf, mir eine Grippe- oder Zeckenimpfung verabreichen zu lassen - weil ich für mich persönlich (!) hier die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung (Zeckenbiss) für gering bzw. Folgen der Krankheit (Grippe) als nicht schwerwiegend erachte.

    Im Juli habe ich mich dann doch impfen lassen. Wieso? Ehrlich gesagt, der Hauptbeweggrund war, dass ich die ganzen Einschränkungen bei der Arbeit satt hatte (FFP2-Maske, ständiges Testen, die schon fast "anklagenden" Blicke der Geschäftsführerin, weil ich mich nicht impfen lassen wollte) und ich mir auch einfach wieder etwas "Normalität" gewünscht habe. Ich dachte, je mehr sich impfen, desto schneller würde die Normalität wieder eintreten. Mein Bauchgefühl war auch nicht mehr so "dagegen", sonst hätte ich es nicht getan.


    Tja, und jetzt? Meine Bedenken bzgl. der Folgeschäden sind nicht mehr da bzw. kaum noch - man findet diesbezüglich inzwischen mehr Information im Netz. Ich hoffe immer noch auf eine Normalisierung des Alltagslebens durch höhere Impfzahlen.
    Allerdings ist die Realität momentan leider wieder eine andere: so hohe Inzidenzen wie noch nie, obwohl doch so viele schon geimpft sind. Impfdurchbrüche. Gefühlt sind es wirklich viele Geimpfte, die sich trotzdem anstecken. Bei der Arbeit wurden die Regeln aufgrund der Inzidenzen wieder verschärft, ich muss mich jeden zweiten Tag trotz Impfung testen, muss schon seit ca. 2 Monaten wieder mit FFP2 arbeiten. Die Bewohner im Heim leiden so extrem unter diesen ganzen Regelungen, es ist einfach nur schrecklich. Von Normalität keine Spur. Eine Impfpflicht soll eingeführt werden (was ich nach wie vor absolut unmöglich finde!), die "2+"-Regelung kommt, aber aktuell finden noch Fußballspiele mit Publikum statt (oder irre ich mich?) und viele Weihnachtsmärkte finden statt. Das passt für mich einfach alles nicht zusammen...
    Ich habe aber auch eine Lösung oder Idee, wie die Pandemie in den Griff zu bekommen ist. Ich habe nur das Gefühl, dass alle Regelungen und die Impfungen einfach aktuell zu keinem Erfolg führen. Und das finde ich allmählich unglaublich frustrierend....

    Du siehst, liebe Cadda, auch mich beschäftigt das Thema. Ich schaue keine Nachrichtensendungen und schalte das Radio aus, sobald irgendwelche Berichte über dieses Thema kommen. Ich kann es einfach nicht mehr hören...

    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende!

    lg Sue

    Hallo Fee,

    ich habe mich gerade mal durch Dein Fädchen hier gelesen und finde es ganz großartig, was Du in so kurzer Zeit erreicht hast und alles in Bewegung gesetzt hast! Ich kann mir gut vorstellen, wie viel Kraft und auch Überwindung Dich das gekostet hat...
    Du wirst sehen, wenn Du erst mal in Euren neuen vier Wänden bist, kannst Du wieder Kraft schöpfen und in Ruhe Dein Leben nun so gestalten, wie Du es möchtest!

    Warum Du solche Angst hattest? Ich denke, dass jede Veränderung im Leben einem erst einmal Angst macht, da es etwas Ungewohntes ist. Man muss aus seiner Comfortzone, seiner vertrauten Umgebung heraus und weiß ja nicht, was einen erwartet. Generell überwiegt dann in solchen Fällen die Angst - dabei gibt es ja auch die Vorfreude auf eine solche Veränderung, allerdings ist die Angst meistens erst einmal stärker (so meine Erfahrung).

    Ich wünsch Dir weiterhin viel Mut und Kraft - Du machst das wirklich toll!!

    Viele Grüße
    Sue

    Hallo ladyinred,

    so bitter es ist, aber am besten wäre es, wenn Du ihn gar nicht unterstützt - also weder mit Geld, noch mit Lebensmitteln. Solange Du das machst, solange ist sein Alkoholbedarf ja gesichert (denn er kann das Geld dann ja für Alkohol ausgeben, weil Du ihn mit Lebensmitteln versorgst)... Du unterstützt seine Alkoholsucht dadurch gewissermaßen...
    Ich kann so gut nachvollziehen, wie schwer Dir das fällt! Aber denk bitte an Dich, sonst kommst Du aus dieser Spirale nie heraus.

    lg Sue

    Hallo ladyinred,

    herzlich willkommen hier!
    Da hast Du ja einiges mit Dir rumzutragen.... Ich finde mich in vielem, was Du über Deine Kindheit/Jugend geschrieben hast, wieder (meine Mutter war auch Alkoholikerin - leider bin ich später selbst alkoholabhängig geworden). Vieles aus der damaligen Zeit kommt auch heute immer noch in bestimmten Abständen wieder hoch. Den Wunsch, einfach Dein Leben leben zu "dürfen", kann ich so gut nachvollziehen!!
    Wie schon andere geschrieben hatten, kannst Du für Deinen Bruder (leider) nichts tun, da er offenbar selbst nichts an seiner Situation ändern möchte. Ich weiß, wie schwer das ist.
    Aber ich kann Dir auch nur empfehlen, Dich jetzt nur um Dich selbst zu kümmern! Du hast ein schönes und glückliches Leben verdient, ohne Dir ständig über andere Gedanken machen zu müssen! Das ist nicht egoistisch, das ist Selbstfürsorge!!

    Ich wünsch Dir, dass Du einen Weg findest, wie Du Dich von der ganzen Situation irgendwie abschotten und Dich auf Dich selbst konzentrieren kannst!

    Viele Grüße
    Sue

    Hallo Eismann,

    jetzt komme ich auch mal in Deinem TB vorbei, hab mich erst einmal etwas hier bei Dir eingelesen. Ich finde, Du bist auf einem sehr guten Weg! Und dass Du jetzt eine Trennung in Betracht ziehst, erfordert Mut und viel Kraft. Finde ich klasse, dass Du da Dir selbst gegenüber so offen und ehrlich bist.
    Mach weiter so, Dein Weg scheint bis jetzt ein guter zu sein!

    Viele Grüße
    Sue

    Hallo Caro,

    ich erinnere mich noch gut an Dich! Schön, dass Du wieder hier bist und noch schöner, dass Du jetzt schon auf so viele trockene Jahre zurückblicken kannst.
    "Ich bin eine positive denkende und lebende Person geworden" - das gefällt mir besonders gut!! :)

    Viele Grüße
    Sue

    Meine Mutter war Alkoholikerin, das hatte bei ihr schleichend begonnen, als ich so ca. 14/15 Jahre alt war. Ich bin damit überhaupt nicht klar gekommen, bei Feiern habe ich dann irgendwann auch immer "mitgetrunken" (also am Anfang eben mal 1 Glas Wein), um die Stimmung/ "Harmonie" aufrecht zu erhalten. Mit 17/18 dann wurde es immer mehr. Ich habe "mitgetrunken", um mir die Situation "erträglich" zu machen. Irgendwann haben dann exzessive Feier-Wochenenden begonnen, dann (als ich alleine gewohnt habe) das abendliche Glas Wein, aus dem dann schnell 2,3,4 wurden, und so hat sich das dann entwickelt.

    Hallo,

    es wird ja ganz oben angezeigt, wie viele ungelesene Beiträge bzw. ungelesene Artikel es gibt. Besteht die Möglichkeit, das irgendwie als "gelesen" zu markieren (ohne jeden einzelnen Beitrag tatsächlich zu lesen oder anzuklicken)?

    Hallo,

    ich habe eine Email erhalten bezüglich der Forums-Änderung und habe das zum Anlass genommen, mich hier mal wieder zu melden. Hui, sieht alles ganz anders aus - muss mich hier mal etwas umschauen.

    Auf jeden Fall vielen Dank für die Info, Alex, und vielen Dank, dass Du das Forum übernimmst!

    lg Sue

    Hallo,

    bei mir kam "nichts" von außen - ich hatte nach außen hin eine gute Fassade aufrecht erhalten, so gut wie nur zu Hause getrunken (und das meistens auch alleine).
    Die Erkenntnis, Alkoholikerin zu sein, hatte ich schon eine ganze Weile vor meiner Anmeldung hier. Die Erkenntnis hat sich bei mir nach und nach entwickelt, könnte man sagen. Zuerst die "Vermutung", dass mein Trinkverhalten nicht "normal" ist. Aber immer wieder abwechselnd mit "nicht wahrhaben wollen" und damit verbunden dann mit Verharmlosung (andere trinken ja viel mehr, meinen Job und Führerschein habe ich ja noch, etc).
    Irgendwann hab ich angefangen, im Internet zu stöbern und bin dann hier auf das Forum gestoßen. Hab eine Zeitlang immer mal wieder hier gelesen und auch dann hat sich "ich habe ein Alkoholproblem" mit "so schlimm wie bei vielen hier im Forum ist es bei mir ja noch nicht" abgewechselt.
    Bei mir hat auch Scham eine sehr große Rolle gespielt. Die Scham, "anders" zu sein. Die Scham, zu "denen" zu gehören. Alkoholiker*innen waren für mich ganz klischeehaft die Menschen, die unter der Brücke oder auf der Parkbank schlafen oder mit der Bierflasche in der Hand am Bahnhof "rumlungern"....
    Es hat wirklich eine ganze Weile gedauert, bis ich von den Vermutungen, dem Gedankenkarussell und dem unguten Bauchgefühl definitiv zu der Erkenntnis kommen konnte Alkoholikerin zu sein. Also es mir selbst auch einzugestehen und es zu akzeptieren.
    Als ich mich dann angemeldet hab, war ich bereit etwas dagegen zu tun - auch wenn ich mir damals noch nicht vorstellen konnte, wie das funktioniert und ob ich das schaffe.
    Ich habe es geschafft.... (Hauptsächlich durch meine Anmeldung hier und die Unterstützung, die ich von vielen Forumsmitgliedern erfahren durfte!)

    lg Sue