Beiträge von sue05

    Hallo,

    ich kann Doro nur zustimmen! Ich hab mich an die Empfehlungen, die ich hier im Forum bekommen habe, gehalten und hab im ersten Jahr wirklich ganz strikt alles gemieden, was im Entferntesten mit Alkohol zu tun hatte bzw. mich an meine Trinkzeit erinnert hat. So bin ich in anderen Supermärkten einkaufen gegangen als früher, bin im Supermarkt auch immer eine andere "Route" gelaufen, damit ich auf keinen Fall an den Weinregalen vorbei komme. Ich hab keine Bars oder Restaurants besucht, bin zu keinen Feierlichkeiten, auf denen Alkohol getrunken wurde (z. B. auch nicht zur Weihnachtsfeier im Geschäft), etc. Ja, das mag für viele "Neulinge" stark einschränkend klingen und manch einer fragt sich sicher, wo denn da die "Lebensfreude" bleibt...
    Für mich war das der einzig richtige Weg, denn ich wollte unbedingt ein trockenes Leben beginnen. Das hatte absolute Priorität und da hab ich auch keine Kompromisse gemacht. Hat sich gelohnt - mittlerweile bin ich seit fast 8 Jahren trocken! Und das, was ich heute an Freiheit genießen kann, wiegt die erste "Zeit des Entbehrens" allemal auf!

    Viele Grüße
    Sue

    Prima, das freut mich, dass Du eine für Dich passende Alternative gefunden hast! Bei vielem ist es auch einfach eine Frage der Gewohnheit - man hat vieles eben bisher nach einem bestimmten Schema gemacht und jede Veränderung ist erst mal "neu" und "anders". Aber mit der Zeit werden diese Veränderungen zu Deiner neuen Gewohnheit und Du kannst Dir irgendwann gar nicht mehr vorstellen, wie es vorher war....

    lg Sue

    Hallo Mark,

    vielleicht etwas Sojasauce? Ansonsten hab ich mal irgendwo auch ein Rezept mit Chili + Zartbitterschokolade gelesen? Kann aber zum Geschmack nix sagen (ernähre mich vegan).

    lg Sue

    Hallo Nobby,

    schön von Dir zu lesen! Ich freu mich, dass Du immer noch Deinen trockenen Weg beschreitest :)
    Das mit den Einschränkungen kann ich nachvollziehen. Ich würde es vielleicht als "Veränderung der Lebensgewohnheiten" beschreiben, wobei eben einige Lebensgewohnheiten von früher nicht mehr in der gleichen Form stattfinden. Zum Beispiel Wochenendbeschäftigungen (statt abends in einer Bar etwas trinken zu gehen, eher nachmittags zum Kaffee treffen...).

    Mach weiter so und viel Spaß weiterhin bei der Fotografie!

    Liebe Grüße
    Sue (mittlerweile 7,5 Jahre trocken :D )

    Hallo,

    ich war am Wochenende beim Einkaufen wirklich (negativ) überrascht, als ich festgestellt habe, dass das Vollkorn-Sandwich-Toastbrot, das ich kaufen wollte, Alkohol enthält! Zum Glück ist es mir zur festen Gewohnheit geworden, prinzipiell bei allem, was ich kaufe, auf die Zutatenliste zu schauen.
    Fand ich wirklich erschreckend!

    lg Sue

    Hallo John,

    herzlich willkommen hier im Forum!
    Da hast Du ja schon einen guten Anfang - Arzt, Suchtberatungsstelle, Offenheit Deiner Frau gegenüber. Das sind alles sehr wichtige Punkte!
    Mir hat es geholfen, mir am Anfang nicht so viel auf einmal vorzunehmen bzw. "vorzudenken". Immer von Tag zu Tag denken und leben.
    Ich wünsch Dir hier einen guten Austausch!

    Viele Grüße, Sue

    Liebe Fleur,

    schön, Dich mal wieder zu lesen! Du klingst richtig glücklich, das freut mich sehr! Und so toll, dass Du Dich auf das "Abenteuer Beziehung" einlassen kannst. Das Holprige und Eckige gehört dazu, das macht das Abenteuer erst so richtig spannend :wink: Genieß die Zeit!

    lg Sue

    Hallo Kloane,

    oben auf der Seite gibt es einen dunkelblauen Button "Informationsseiten". Wenn Du dort drauf klickst, findest Du die Grundbausteine.
    Notfallkoffer ist etwas, was Du ganz individuell für Dich "packst" für den Notfall, also wenn Du Suchtdruck bekommst oder sich Suchtdruck anbahnt. Das sind im Prinzip Strategien, was Du dann im Notfall machst. Das kann z. B. die Telefonnummer von jemandem sein, den Du dann in dieser Situation anrufen kannst. Oder eine Flasche Wasser (viel Wasser trinken hilft auch oft bei Suchtdruck). Oder einen Spaziergang (ohne Geldbeutel...) machen, ins Fitness-Studio gehen, hier im Forum den "SOS"-Knopf drücken, etc., etc.

    lg Sue

    Hallo Moony,

    ich verstehe die Frage nicht ganz? Laut dem, was Du schreibst, will Dein Freund offenbar doch gar nicht (dauerhaft!) aufhören zu trinken, oder verstehe ich das falsch? Also ich beziehe mich jetzt auf:

    "...laß mich doch einfach trinken, ich geh doch dann ein paar Tage später sowieso entgiften" oder
    "...ich denk mir immer, es muss doch möglich sein, dass ich mal 1 Jahr trocken bleib damit ich meinen Führerschein wieder bekomme"

    Wo siehst Du da denn Bereitschaft für dauerhafte, ernstgemeinte Abstinenz?
    Du schreibst, Du willst Dich aus der Beziehung lösen. Wo liegt das Problem? Also wieso trennst Du Dich dann nicht?
    Irgendwie versteh ich Dich nicht - oder steh ich auf dem Schlauch??

    lg Sue

    Hallo Lunki,

    ich finde es toll, dass Du Deine Gedanken hier schreibst - das ist so viel wert!
    Ja, es gibt Tage, da fühlt man sich echt mies, aber die gehen vorbei, auch wenn es abgedroschen klingt...
    Zu Deiner Jobsituation: ich kann das gut nachvollziehen, wenn man sich nicht wohl fühlt bei den Kollegen, sich nicht verstanden und integriert fühlt. Und es tut gut, sich das mal von der Seele zu schreiben. Aber dann solltest Du etwas unternehmen, denn vom Jammern alleine wird sich ja nichts ändern :wink: (ist nicht böse gemeint!). Ich kann mich auch an viele Situationen erinnern, in denen ich sehr unzufrieden und unglücklich war (unabhängig davon, in welchem Bereich, also ob privat oder beruflich). Und erst mal bleibe ich da oft "hängen" und "suhle mich ein bisschen im Selbstmitleid" (wie ich das gerne bezeichne). Ich habe aber im Laufe der Jahre gelernt, dann auch mal aus diesem Loch rauszukommen und in Aktion zu gehen. Denn ohne, dass ich selbst etwas ändere, wird sich kaum etwas an der Situation ändern. Ja, das ist unbequem und manchmal denkt man, man hat die Kraft dazu nicht - aber aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, wenn man den ersten Schritt gemacht hat, ist viel mehr möglich, als man denkt!
    An erster Stelle steht jetzt erst einmal das Trockenwerden! Wie stark wirkt sich die berufliche Situation denn auf Dein allgemeines Befinden aus? Entweder Du kannst die nächsten Monate überstehen nach dem Motto "Augen zu und durch" und Dich voll und ganz auf das Trockenwerden konzentrieren? Oder - falls die berufliche Situation da eine Schwierigkeit darstellt, die das Trockenwerden gefährden könnte - dann solltest Du Dich aktiv um eine andere Stelle bemühen? Ist schwierig gerade, das kann ich mir vorstellen. Aber Du solltest überlegen, was nötig ist, um trocken zu werden.

    Den Arztbrief ungeöffnet liegen zu lassen, wird es nicht besser machen :wink: Vielleicht ist das Ergebnis ja gar nicht so schlimm, wie Du befürchtest? Wenn Du den Brief öffnest, weisst Du zumindest woran Du bist und kannst entsprechend handeln! Nur Mut!

    Mein erster Besuch in einer (realen) SHG hab ich auch noch gut in Erinnerung - ich hab mich so geschämt und es war mir unglaublich "peinlich". Und soll ich Dir was sagen: es tat so unglaublich gut!! Es war ein wichtiger Schritt, mich mit meiner Abhängigkeit auseinander zu setzen, es stärkt, man bekommt Rückhalt und fühlt sich nicht so "abartig" (zumindest war es bei mir am Anfang so), sondern sieht, dass es da ganz viele andere, "normale" Menschen gibt, die das gleiche Problem haben. Ich bin mir sicher, Du wirst es als positive Erfahrung wahrnehmen!

    Ich wünsch Dir schon mal ein schönes 2. Adventswochenende,
    lg Sue

    Hallo Lunki,

    herzlich willkommen hier im Forum! Schön, dass Du den ersten Schritt geschafft hast und Dir hier und in der Beratungsstelle Hilfe suchst!
    Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass einem am Anfang viele Schritte, die hier empfohlen werden, erst mal irgendwie erschreckend wirken, viel zu "hart". Aber ich kann Dir nur raten, befolge die Schritte wirklich konsequent, denn damit hast Du eine reelle Chance trocken zu werden!
    Und ein alkoholfreies Umfeld / Zuhause ist - meiner Meinung nach - der allerwichtigste Schritt. Und ja, dazu gehört dann auch, mit den in Deinem Haushalt mitlebenden Personen darüber zu sprechen und zu verdeutlichen, dass es Dir ernst ist mit dem Aufhören und dass dazu eben vor allem auch ein komplett alkoholfreies Umfeld gehört. Wer kein Problem mit Alkohol hat und etwas an Dir liegt, wird das verstehen und Dich unterstützen. Ich halte mich seit 6 1/2 Jahren strikt an das alkoholfreie Zuhause und es gab - gerade in der Anfangszeit - einige Situationen, in denen mich das vor einem Rückfall bewahrt hat (bzw. mit Alkohol im Haus die Gefahr, dass ich doch wieder getrunken hätte, um ein so Vielfaches höher gewesen wäre).
    Es geht hier um Dein Leben - daran solltest Du denken! Und da ist Selbstfürsorge (manche sprechen von Egoismus, das ist etwas, was ich damals angefangen habe umzuformulieren...) unentbehrlich!

    lg Sue

    Hallo Feldmaus,

    ich freu mich für Dich, dass Du einen Weg gefunden hast (in dem Alkohol keine Rolle spielt), die Trauer zuzulassen und mit ihr umzugehen. Trauer ist ein langer Prozeß, mal mehr, mal weniger intensiv. Ich habe inzwischen gelernt, dass das alles so seine Richtigkeit hat, dazugehört und vor allem auch wichtig ist! Denn nur so kann man Trauer bewältigen.

    lg Sue

    Hallo Feldmaus,

    ich melde mich aus der "Geschlossenen". Es tut mir sehr leid, dass Dein Onkel gestorben ist.
    Du hast geschrieben, dass Du überlegt hast, den Wein zu trinken, um mit der Trauer klar zu kommen. Wie hätte denn der Wein dazu beitragen können? Er hätte doch an der Trauer nichts geändert. Du hättest Dich vielleicht kurzzeitig in einen Zustand versetzt, in dem Du die Trauer verdrängt hättest - aber sie wäre ja trotzdem noch da und durch den Wein auch nicht geringer...
    Gut, dass Du Dich für den Tee entschieden hast! Denn dadurch bewahrst Du einen klaren Kopf um der Trauer den Raum zu erlauben, den sie benötigt! Ich wünsch Dir viel Kraft für die kommende Zeit.

    lg Sue

    Hallo Feldmaus,

    jetzt schau ich auch mal bei Dir rein - herzlich willkommen auch von mir hier im Forum! (Ich schreibe normal nur in der "Geschlossenen", daher war ich noch nicht hier bei Dir..).
    Anhand Deines Nicknames vermute ich mal stark, dass wir beide gleich alt sind :lol: Ich bin seit über 6 Jahren trocken und habe auch oft gedacht (und denke es heute manchmal noch), dass ich doch irgendwelche Leidenschaften entdecken bzw. entwickeln "muss"... Fast jeder hat (in meinen Augen) schließlich irgendwelche Hobbies, Leidenschaften, die er/sie gerne macht. Ich hatte sowas im Prinzip nicht mehr seit ich Anfang 20 war - damals hab ich die Berufsausbildung begonnen (und dann nicht mehr viel Zeit neben der Arbeit) und damals hatte auch der missbräuchliche Alkoholkonsum begonnen, der sich dann - wie bei den meisten - kontinuierlich gesteigert hat und irgendwann gab es einfach nix anderes mehr ausser arbeiten und trinken... :roll: Keine Hobbies, Interessen, etc...
    Inzwischen würde ich vielleicht sagen, dass Yoga ein "Hobby" von mir ist (das mache ich so gut wie täglich), aber das war's eigentlich auch schon! Ich bin gerne in der Natur und schaue, dass ich oft draußen bin (das war ich nie, als ich noch getrunken hatte - da hatte ich überhaupt keinen Spaß dran).
    Ob ich irgendwann mal noch so "richtige" Hobbies haben werde? Keine Ahnung, aber mittlerweile finde ich das auch gar nicht mehr so schlimm.

    Ich wünsche Dir einen schönen Feiertag und bleib weiter auf Deinem Weg!
    lg Sue

    Hallo Hull,

    vielleicht ist dann eben das Forum einfach nicht das Passende für Dich (also ganz individuell)? Ich bin seit gut 6 Jahren hier (und seitdem trocken). Mittlerweile dreht sich das, was ich schreibe, in den meisten Fällen nicht mehr um Alkohol, sondern ganz einfach um mein Leben. Um die Dinge, die mich in meinem Leben beschäftigen, positiv wie negativ. Dafür bräuchte ich das Forum im Prinzip nicht, da hast Du Recht. Bei mir ist es allerdings so, dass ich die Dinge, die ich über meine Alkoholabhängigkeit geschrieben habe (also vor allem die Schwierigkeiten in der Anfangszeit, die Zusammenhänge zu Themen aus meiner Vergangenheit, etc.), sonst in keiner vergleichbaren Form irgendwo oder irgendwem offenbart habe. Das Forum hier ist (für mich!!) meine erste Anlaufstelle - hier "kennen" mich viele, die mich seit 6 Jahren begleiten, besser als die meisten mir nahe stehenden Personen. Durch das Forum bin ich bis heute trocken geblieben. Das so gut wie tägliche Lesen (Schreiben ist bei mir auch ganz unterschiedlich oft) ist für mich einfach ein fester Bestandteil meiner Trockenheitsarbeit! Sozusagen eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit meiner Krankheit. Und damit meine ich jetzt nicht, dass ich täglich vor mich hindenke "ok, Du bist Alkoholikerin, also sei wachsam" (oder so in der Art), sondern einfach ein Begleiter auf meinem Weg.
    Und auch bei den Alltagsproblemen, die mich - wie jeden anderen auch - beschäftigen, finde ich hier im Forum oft ein besseres Verständnis als bei Nicht-Betroffenen. Denn ich für mich würde schon sagen, dass ich mit vielen Dingen/Konflikten/Problemen anders umgehe oder sie anders empfinde als Nicht-Alkoholiker. Kann ich schwer erklären, aber ich nenne es einfach mal "anders ticken" als Nicht-Alkoholiker. Würde jetzt zu weit führen, das im Detail aufzuzeigen, was genau ich da meine.
    Wie auch immer - ich denke, mit so einem Forum ist es einfach auch wie mit vielen anderen Dingen: dem einen gefällt es und er/sie kann etwas davon mitnehmen und für den/die anderen ist es halt nicht das Passende oder sie haben sich was anderes davon versprochen. That's life...

    Viele Grüße
    Sue