Beiträge von TimeIsAHealer

    Hey ihr Lieben,

    danke für eure Beiträge.

    NAtalie, hab dir in deinem Thread mal geantworter :)

    Renate

    Ich schreibe es zwar nicht auf, will es eigentlich vergessen, manchmal ist es auch für kurze Zeit weg, aber kommt auch relativ schnell wieder..

    Aber das mit dem Zeitgefühl kenne ich.. Letze Woche hatte ich es kurz ein wenig vergessen und hatte dann irgendwie das Gefühl es ist sicher schon 2 Monate oder so her... ganz seltsam...

    Ja, du hast so Recht. Es gefällt ihnen dann so, zumindest ist der Leidensdruck nicht so hoch, dass sie wirklich was ändern wollen.. Kann man das so pauschal sagen??

    Renate, ich freue mich, dass du zurück in meinem Thread bist. Du bist nicht wenig MIT auslösend dafür gewesen, dass ich den Schritt mit der Nummer getan habe.

    Sicher kam vieles zusammen.. aber deine klaren Worte damals haben mich schon ziemlich (wach-) gerüttelt an dem Tag. Vielleicht waren sie das letzten bisjen, was ich noch gebraucht habe, um den Impuls zu spüren.

    Aber ich glaube, der Impuls kommt einfach irgendwann.. Habe auch mit meinem Psychologen darüber gesprochen und er sagte auch, dass es auch bei Suchtkranken oft so beschrieben wird, dass sie plötzlich ohne jegliche Vorwarnung oder ohne irgendeinen Vorsatz einen Impuls verspüren und dann einfach etwas "anders" ist und sie dann DEN einen Schritt aus der Sucht hinaus machen.
    Und suchtkrank waren/sind wir Co.´s ja auch.

    Ich bin froh, dass der Tag gekommen ist. Schmerz hin oder her. Es geht mir besser, es geht mir anders. Ich bin freier, ich bin mehr ich, ich lerne mich kennen, ich komme zur Ruhe, ich habe keine Angst vor mir, mit mir allein zu sein, nein, es ist sogar schön.

    Ich darf endlich ich sein. Vielleicht mehr ich als ich je war.

    Und Verstand und Herz kommen sich näher und kämpfen nicht mehr gegeneinander.

    Und trotz Rückschläge, Schmerz, Trauer, die immer wieder kommen, es wird immer besser, und damit zusammenhängend wir einfach alles irgendwie bunter und ist nicht mehr so grau, wie es noch vor 2 Monaten war..

    Das ist einfach toll.

    Hey Natalie,

    so jetzt endlich mal wieder hier was schreiben :)

    Mh... ja..

    also ich sehe es auch sehr kritisch mit dem Ref-Platz..

    Das mit deinen Freundinnen ist natürlich verständlich, aber ich glaube, in dem Fall musst du echt abwägen, was DIR letztendlich wirklich besser tut...

    Natürlich, wenn du es schaffst, deine Grenzen wirklich dauerhaft und klar zu setzen, kann es sicher auch in der Nähe funktionieren.

    Ich weiß nur, dass mir alleine schon die Tatsache zu schaffen macht, dass meine Schwester in meine Nähe gezogen ist, allein das Wissen darum machte mich "unfrei".

    Damit muss ich nun umgehen lernen, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich es eben anders wollen.

    Zumal ich auch Angst hätte eben, genau wie du schon gesagt hast, selbst in diesen Zwang hineinzugeraten, hinfahren zu müssen, mich nun öfters blicken lassen zu müssen, etc......

    Denn letztendlich, das Ref musst du alleine machen und da kannst du sicherlich keinen zusätzlichen Stress gebrauchen.

    ..

    Wie ist inzwischen dein Gefühl deswegen??

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Schreiben!

    Ich melde am Donnerstag meine Arbeit an, habe schon 25 Bücher im Regal aber nicht wirklich einen Plan.. aaah.....

    Ganz liebe Grüße

    Miriel

    Hallo ihr lieben,

    danke für deine Worte Aurora :)

    Habe zwar nicht genau diese Worte, aber schon ein paar andere an meiner Wand hängen, die mich jeden Tag daran erinnern, was MEIN Weg ist :)

    Heute hatte ich einen Rappel und hab ein wenig ausgemistet, geputzt und gewerkelt.

    Jetzt muss ich mich noch vorbereiten auf die Woche.

    Irgendwie bin ich voller Tatendrang, weiß auch nicht :)

    Geht mir irgendwie ein wenig wie Sarawen glaub ich... da schlummert so ne Kreativität und Energie, die raus will... mal sehen, was sich daraus machen lässt :)

    Bin wieder einigermaßen gesund, muss mich noch bisl ruhig halten, aber es ist toll, wieder auf den Beinen sein zu können.

    Heute sind es genau 4 Wochen "Trockenheit", ich hatte die Woche mal aufgehört dran zu denken, aber heute, da es genau der Tag ist, fiel es mir natürlich wieder ein. Das ist also nun sozusagen ein Monat...

    Ich hoffe, es geht ihm gut. Aber ich hoffe, dass für mich noch weitere ruhige Monate folgen werden.

    Immer wieder kommen Gedanken, ob, wieso, ob so, ob nicht, was auch immer. Und am Ende steht immer die Antwort : Ich habe die Entscheidung getroffen, weil ich Keinen nassen Alkoholiker in meinem Leben haben möchte und auch nicht haben kann! Denn damit ging es mir SCHLECHT!

    Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

    Mit vielen lieben Grüßen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben..

    geht mir besser, war heute das erste Mal ma wieder draußen, aber bin direkt wieder alle und lieg schon wieder seit ner Stunde gekuschelt im Bett.

    Gedanken an XY sind da, aber irgendwie haben sie sich verändert.. Sie beginnen wirklich distanziert zu sein. Manchmal Wut, manchmal traurige Erinnerung, manchmal schöne Erinnerungen. Aber immer wieder das Ergebnis, dass es die einzige Möglichkeit war, den Kontakt abzubrechen, da ich das nicht mehr wollte, wie es war. Folglich die richtige Entscheidung, die mich zur Ruhe kommen ließ.

    Es ist ja nun auch schon bald 4 Wochen her seit dem letzten Kontakt. Unglaublich, dass das wirklich so ist.

    Was mein Krank sein betrifft. Ich hab es wirklich gemacht, ich hab auf mich geachtet und habe Dinge abgesagt und es war gut so. Selbst heute nach einer Woche bin ich trotz Bettruhe noch nicht übern Berg. Und deshalb war auch das richtig. Nein sagen und mir Zeit für mich nehmen. Das habe ich dringend gebraucht und ich brauche es auch selbst wenn ich nicht krank bin, nur man vergisst es so schnell.

    Mein Vorsatz. Nicht mehr vergessen, was meine Bedürfnisse sind ! Und wenn ich schief angeschaut werde. Der oder diejenige hilft mir auch nicht wieder auf die Beine zu kommen. Das kann nur ich!

    So, in diesem Sinne, eine gute Nacht!

    Mit lieben Grüßen

    Miriel

    Hey Topas, danke für deine Worte!!

    Dennoch frage ich mich manchmal, wie andere das hinbekommen... ich mein, ich kann auch ganz schön routieren, wenn ich mal drin bin, aber gut tut mir das überhaupt nicht, da sehe ich dann nur noch Arbeit, dies das und nichts mehr von meinen Bedürfnissen.. Und ich möchte nicht, dass mir das im Beruf mal so geht, dass ich mich vergesse.... Und dennoch frage ich mich wie es manche Menschen schaffen, dies dauerhaft durchzuhalten.....


    Jetzt nachdem es mir schon wieder ein wenig besser geht, merke ich auch, wie diese Auszeit auch meiner Seele gut getan hat/tut. Und ohne körperlichen Stop hätte ich mir diese Auszeit ja nie genommen....

    Eigentlich müsste man NOCH behutsamer mit sich sein und sich auch mal einen Tag Ruhe psychischer Natur gönnen, sofern man in der Lage ist zu spüren, wenn man diesen braucht...

    Ist ja nicht so einfach...

    Ja das mit dem Ausgleich.. Auch das schaffe ich nur selten bis garnicht. Habe mich zwar nun in einem Sportverein angemeldet aber bin ja nun die letzten 2 Wochen gleich mal nicht hin wg Krankheit.. und bis ich wieder gehen kann dauert sicher noch über eine Woche...

    Ich würde so gerne meditieren mit anderen, aber bei uns in der Nähe gibt es eigentlich nur eine Gruppe die das kostenfrei zusammen macht und das nur einmal in der Woche morgens, da konnte ich dieses Semester nicht. Mmh. Aber auch ich allein könnte ja meditieren, habe es seit meinem Klosteraufenthalt vielleicht 5 mal probiert und irgendwie immer nur halbherzig... Das ärgert mich, weil ich ja weiß, wie gut es mir tat.

    Sowas zu haben, als Ausgleich, ist sehr wertvoll, aber ich muss mir das erstmal antrainieren, damit ich auch merke, dass ich es brauche...

    Die guten Vorsätze sprudeln nach diesem körperlichen Rückfall noch und nöcher...

    Der Arzt hat mich jetzt noch bis Mittwoch krank geschrieben. Ich bleibe dieses mal also wirklich im Bett!

    Mit vielen lieben Grüßen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    danke für eure Beiträge..

    Ja.. es ist wirklich eine Sache mit diesem Rücksicht auf sich selbst nehmen. Wäre wer anders krank würde ich da garnicht drüber nachdenken und würde das als selbstverständlich ansehen, dass dieser nicht da ist.

    Aber es gibt einfach eben genug Leute, die da so "Druckmacher" sind.. und mein Vater ist da auch so einer...

    Der war schon immer so, dass abgewunken hat, wenn man was hatte und dann erzählt hat, was er denn alles schon hatte und mit welchen Schmerzen er schon arbeiten gegangen ist usw. Der geht auch arbeiten, bis er umfällt, aber das ist ja seine Sache... Also jetzt besprech ich mit ihm ja nicht mehr, ob ich nun zum Arzt gehe, oder im Bett bleibe etc.. Aber ernst genommen, was die Gesundheit angeht, hat er einen noch nie....

    Und es gibt genug Menschen, die genau so sind, dass wenn dann jm fehlt "Ach, die so und so ist krank, wohl zu viel gefeiert,.." oder "Die stellt sich ma an..." usw...

    Ich sehe es ja bei meiner Mitbewohnerin, die dann zu mir meinte "Ja, ich glaube meine Schmerzgrenze liegt einfach höher, ich gehe ja immer.."

    Als wäre das erstrebenswert?? Die größtmögliche Schmerzgrenze zu haben?????

    Ich sollte mich nicht aufregen... aber es macht mich wütend und traurig und in den letzten Tagen bin ich eigentlich nur zu der Erkenntnis gekommen, dass ich gerne woanders wäre, nicht mehr unter Druck arbeiten will, etc. Denn wie bitte kriege ich es mal hin mit dem Druck des richtigen Arbeitslebens umzugehen, wenn ich es jetzt schon nicht schaffe??!?

    Aber das ist wohl das Leben.

    Mit vielen Grüßen

    Miriel

    Danke ihr Lieben,...

    Ja Lea... so hat mein XY das zwar nie ich formuliert aber sicher war es auch da so, dass er eben nur dann das Gefühl hatte was sinnvolles tun zu können, wenn es mir schlecht ging.... achje

    Danke topas ! :)

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    Ich lieg immernoch im Bett. Gestern war richtig doof, ich hab nebenher einfach auch wirklich viel geweint gestern.. einfach so allgemeine Schwere glaube ich...
    Heute ist es nict mehr so schlimm.
    Es ist aufjedenfall besser aber anstatt mich darüber zu freun mach ich mir schon wieder Gedanken, dass ich dann ja jetz auch was schaffen könnte. Faktisch kann ich das aber nichtm gestern war ich ne Stunde auf den Beinen und das nur in der Wohnung und war völlig alle.

    Am meisten beschäftigt mich dass ich eigentl am Dienstag noch was zu tun hätte mit anderen Studenten. ie treffen sich zur Planung heut Abend und ich kann unmöglich hingehen. Hab auch direkt abgesagt weil ich mich kenne und am Ende doch hingehe obwohls mir schlecht geht... Ich versuche mir ständig zu sagen, dass ich krank sein DARF, auch wenn nun eben mal was ansteht. Die kommen auch abgesehen davon aufjedenfall gut ohne mich aus am Dienstag und dennoch fühlt es sich superscheiße an und macht mir Druck und ein schlechtes Gewissen. Nicht mal da kann ich loslassen...

    Kennt ihr das?

    Mit vielen Grüßen

    Miriel

    Hallo liebe Natalie,

    erst jetzt lese ich, dass du Lehrerin wirst. So wie ich. (Hoffentlich)

    Deine Schule so nah bei der Familie zu haben..

    Wenn ich über mich selbst nachdenke... manchmal denke ich darüber nach, wo ich hin möchte und wo ich überhaupt nicht gerne hin will.

    Ich bin dann hin und her gerissen von dem bisjen Gefühl "Heimat", das mir Sicherheit gibt und von dem "Heimatlos" das mir sagt, ne, zuhause nur noch als Gast und auf Besuch, wann und wie lange ICH das will und deshalb auch das Ref nicht in der Nähe..

    Ich habe Angst vor der Erwartungshaltung und vor meinem eigenen schlechten Gewissen und meiner Unfähigkeit mich ordentlich abzugrenzen, sollte ich wieder so nah bei zuhause wohnen....

    Für mich wäre es sehr wahrscheinlich ein Rückschritt.

    Überlege es dir gut. Konntest du keine Orte angeben?`Und was passiert,w enn du diese Stelle nicht annimmst? Musst du dann warten?

    Mit vielen lieben Grüßen

    Hallo ihr Lieben,

    mmh.. jetzt liege ich seit Mittwoch Abend im Bett... Wirklich besser ist es nicht.. mich richtig auszuruhen tut gut aber diese massige Zeit, die ich sonst mit vielem fülle, die lässt jetzt viel Platz für Gedanken und ich habe so richtig das Gefühl, dass erst jetzt auch die Trauer richtig rauskommt. Siche rauch verbunden damit, dass ich krank bin und man sich da wohl immer jemanden herbeisehnt und man sich eher einsam fühlt.

    Aber ich spüre es, die Einsamkeit, die Sehnsucht, alle Situationen wieder und wieder. Versuche mich wenn ich in Gedanken schweife darauf zu besinnen, wie ich trostlos im Regen stapfte etc. Und doch - dann haben sie mich wieder, die Gedanken daran, wie er sich ganz oft ganz rührend gekümmert hat, wenn ich krank war, .... vermutlich liegt das jetzt nur daran dass ich krank bin, dass ich so "weich" bin... aber es tut weh...

    Und irgendwie werd ich nicht richtig gesund :(

    Hallo Rhein, zu deiner Frage will ich nun auch was schreiben. Da auch ich ein wenig Zeit brauchte, um die Alkoholkrankheit zu realisieren, dachte auch ich nicht, dass meine Liebe diese besiegen könne. Als ich mir dann über die Krankheit klar wurde, mich darüber informierte, etc. war mir sehr schnell klar, dass ich keine Chance habe. Dennoch habe ich versucht zu kämpfen, zu reden, zu tun, zu machen, konnte nich loslassen.

    Aber im Grunde wusste ich immer, dass ICH es niemals schaffen werde, gegen die Sucht anzukommen.

    Aber es liegt wohl in der Krankheit eines jeden Co.`s nicht loslassen zu können.

    Hallo ihr Lieben,

    mich hat es echt voll erwischt! Ich liege richtig flach seit heute Abend und werd wohl morgen im Bett bleiben müssen.

    Lunge/Bronchien tun unglaublich weh, und ansonsten tut mir wirklich auch komplett alles weh :( Ich könnt heuln, so beschissen fühlt sich das an. Vor allem, weil jetzt gerade echt viel ansteht und ich es mir eigentl nicht leisten kann zu fehlen..

    Aber da heißt es wohl, akzeptieren, annehmen und schonen..... auch da bin ich machtlos.

    Ich pack mich jetzt warm ein, trinke noch eine Kanne Tee und schlafe dann erstmal 12 Stunden.

    Ich hoffe es hilft.

    Ich grüße euch ganz lieb und hoffe euch erwischt die Grippe nicht!

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    danke Sarawen, Renate, Aurora und Zimttee :)

    Zimttee

    Es fühlt sich gut an, dass ich zur Ruhe gekommen bin damit und dass ich nun keine Angst mehr haben muss, was morgen sein wird. Dass ich anfangen durfte auf mich, und zwar nur auf mich, und auf das was ich fühle und tue, zu vertrauen.

    Ich denke jeden Tag an ihn. Mal traurig, mal wütend, mal in Frieden. Es ist unterschiedlich. Gerade heute lief ich seit langem an dem Platz vorbei, wo ich mich im Oktober von ihm getrennt hatte. Und das war schon ein schweres Gefühl. Mischung aus Wut und Trauer. Und dann hab ich diese negativen Gefühle aber in positive umgewandelt und ihm Gutes gewünscht und für mich versucht klar zu machen, dass es ok ist, so zu denken. Einfach nur Gutes zu wünschen und die Gedanken dann beiseite zu schieben. Das waren schwierige 5 Minuten und dann bin ich meinen Weg weitergegangen und habe mich wieder auf das besonnen, was ich am Tun war.


    Das gelingt mir immer besser, wenngleich ich auch weiß, dass ich immernoch am Anfang stehe.

    Ich bin froh, dass es euch gibt. Ich glaube nicht, dass ich es ohne eure Geduld, eure Kraft und auch eure Härte, je geschafft habe, da zu sein, wo ich jetzt gerade bin.

    Es fühlt sich richtig an.

    Wünsche euch eine Gute Nacht!

    Auch wenn ich es vielleicht garnicht denken sollte.

    Heute ist der Tag, an dem ich die längste Zeit wirklich eine komplette Kontaktsperre eingehalten habe. Denn über 2 Wochen war ich vorher nie wirklich hinausgekommen.

    Ich bin ein wenig stolz.

    Denn ich kann sagen, dass ich seit 2 Wochen "trocken" bin.

    Es ist seltsam und die Gedanken daran kommen, wie sie wollen und gestern war das Gefühl da, mich melden zu müssen, einfach nur, weil es 2 Wochen waren, klingt bescheuert, aber war einfach so.

    Ich hab es überstanden und es ist gut so.

    Ich bin ruhig und zufrieden damit.

    Und ja es ist bitter.

    Ich versuche es so zu sehen, dass ich wirklich ein starkes Gefühl für ihn hatte und er, der Mensch, mir nicht egal ist und ich eine gewisse Verbundenheit zu ihm empfunden habe.


    Aber durch Sucht und Abhängigkeit beiderseits war das entstehen einer wirklichen Liebe von Anfang an leider nicht möglich. Denn Liebe muss frei sein, denke ich und frei waren wir beide nicht und ist man in der Sucht ja nie.

    Sarawen, ich stimme da zu, auch ich glaube, dass man in einem solch komplexen Abhängigkeits-Sucht-Verhältnis nicht mehr von lieben sprechen.

    Also ich würde über mich selbst auch sagen, dass ich Liebe für meinen xy empfunden habe, aber es war eben meine selbst definierte Liebe, die von Abhängigkeit geprägt war.

    Ich würde im Grunde sogar fast behaupten, dass er mich vielleicht sogar mehr geliebt hat, als ich ihn, weil ich in meinem Kontrollzwang sehr besesses war, ihn ändern zu wollen.

    Aber auch das weiß ich nicht.

    Eigentlich waren wir von Anfang an, nicht fähig wirklich ehrlich lieben zu können.

    Er war der, den ich retten wollte, ich war die, von der er gerettet werden wollte.

    Liebe?

    Nein ich glaube nicht.

    Ja. Ich denke auch, einen genausowenig, wie ich einen Menschen lieben kann, der sich selbst hasst, bin ich liebesfähig (in beide Richtungen, als zu lieben sowie auch geliebt zu werden), wenn ich mich selbst nicht liebe.


    Denn genau da fängt es ja an.

    Ist man sich selbst nichts wert dann hat die das, was man Liebe nennt ja im Grunde nur den Sinn, seinen eigenen Selbstwert über den anderen zu finden..

    Weiterhin kann man wohl IN Mitten einer Sucht (Alkohol oder auch Co.) ein Gefühl wie Liebe nur bedingt leben.

    Denn es ist immer mit dem fehlenden Selbstwert oder auch dem Selbsthass verbunden.

    Leider.

    Mein XY hat sich auch selbst gehasst und dies auch nach außen projeziert. Alle wollten ihm schlecht etc. Und teilweise hat er das eben auch auf mich projeziert, also eben, dass er das ja garnicht versteht, dass ich ihn lieben kann, weil er ja so schlecht ist.

    Im Grunde eine von vorne herein zum Scheitern verurteilte Sache, denn weder ich kann ihm durch meine Liebe Selbstliebe geben, noch kann er mir in seinem Hass gegen sich selbst wirklich Liebe geben, denn die hat er nicht mal für sich.

    Wenngleich mein XY sehr sehr liebevoll war, was das "Liebe" zeigen anging, muss ich dennoch sagen, dass es wohl dennoch mehr Abhängigkeit war als Liebe...beiderseits.

    Leider.

    Hallo ihr Lieben, ich finde diesen Thread sehr gut, die ganzen verschiedenen Sichtweisen lassen einen wirklich auch selbst nochmal über alles kritisch reflektieren, was gut tut.

    Mir zum Beispiel zeigt es das, dass es nicht dran lag, dass ich zu wenig liebte oder er womöglich garnicht. Nein, die Liebe zwischen einem Alkoholiker und einem Co-Abhängigen innerhalb ihrer beiden Süchte würde ich mal vorsichtig als unmöglich bezeichnen, oder?


    Da ist auch keinem Schuld zuzuweisen.

    Hallo ihr Lieben,

    @ Topas

    Ja, die Sehnsucht... sie kommt und geht..

    ich war gestern nicht beim Tanzen, konnte mich irgendwie doch nicht mehr aufraffen, so richtig einen Grund dafür, nicht hinzuggehen, gab es nicht, es hätte mir sicher gut getan, also am Sonntag auf ein Neues, ich war einfach irgendwie platt.

    Heute, erster Tag der Woche und es geht mir schon viel besser jetzt, am Ende vom Tag, heute morgen der erste Anlauf war erstmal noch sehr zäh.


    sarawen

    Ja, mir geht es da ähnlich wie dir. Manchmal läuft ein Tag wie von selbst, da passt alles irgendwie und ich kann am Ende des Tages zufrieden sagen, dass ich was geschafft habe. An solchen Tagen "vergesse" auch ich meinen XY fast, jedenfalls ist es an solchen Tagen überhaupt nicht anstrengend NICHT daran zu denken.

    Manchmal empfinde ich die kleinsten Dinge als schön und dann gibt es eben wieder Tage, da finde ich alles ziemlich unschön und meine Lebenskreativität ist futsch... Abe rich denke, das ist wohl normal.

    Zimttee

    Ja, ich fahre auch deshalb sehr selten heim, was immer wieder die eine oder andere Beschwerde hervorruft, aber ich merke, dass es einfach besser ist, wenn ich BEI MIR bleibe. Das was du beschreibst mit den Prüfungen ist wirklich ärgerlich und es ist gut für dich, dass du es nun weißt, dass das eben nicht geht. Lernen kann ich mir überhaupt nicht vorstellen zuhause, diese Frage stellt sich für mich garnicht, schon lange nicht mehr. Habe auch schon Jahre kein Zimmer mehr zuhause, das ist so mit den Jahren, im Zuge der Trennung meiner Eltern und ein paar Umzuege und Einzug der Frau meines Vaters, etc. auf der Strecke geblieben. Rückzug ist also sowieso wenn ich dann ma da bin, eh so gut wie unmöglich.
    Mein Studium hätte ich vermutlich schon abgebrochen, würde ich noch zuhause wohnen, auf Grund von mangelnder Fähigkeit zur Abgrenzung und folglich dessen fehlender Selbstsorge und Verantwortung.

    Ich halte es inzwischen so, das wenn ich mal da bin, schlafe ich bei meiner Oma. Das ist eine ganz nette Alternative. Wir gehen immer gemütlich und früh ins Bett und ich muss mir keine stundenlangen Debatten anhören über Themen, die mich anstrengen. Ich entziehe mich damit sozusagen der Kommunikations-Erwartung.


    Aber wie gesagt, jetzt steht erstmal nichts mehr an und ich nutze dies, um mich hier voll und ganz mir und meinem Studium zu widmen.

    Also dieses Mal fand ich es sehr krass, wie unangenehm ich den Aufenthalt bei meinem Vater (habe meine Mutter dieses Mal garnicht besucht) war. Ich weiß, dass das sicher auch an mir und meiner "Entwicklung" liegt, aber ich kann den Zustand auch grade nicht ändern und muss eben danach handeln, was mir gut tut.
    Und besser tut es mir eben hier und allein.

    So, jetzt geh ich mal alleine schlafen :)

    Ich wünsche euch eine gute Nacht!

    Ja ich glaube genau das ist auch gemeint, dass es eben keine selbstlose Liebe gibt und es eben immer auch um uns selbst geht.

    Eine selbstlose Liebe - ich verstehe diese so, dass man eben nur der Liebe willen liebt und nicht um dafür etwas zu bekommen - zu erreichen ist glaube ich unmöglich.

    Also, da wo ich das gelesen habe, war das im Grunde so beschrieben, dass der Sinn von lieben letztendlich doch auch darin bestehlt zurückgeliebt zu werden, auch wenn man das nicht fokussiert.

    Es wird da einfach die Frage in den Raum geworfen, dass wenn wir sagen, dass wir jemanden lieben, es nicht auch so ist, dass wir es eben lieben, geliebt zu werden? Oder auch dass wir es lieben, zu besitzen.. denn selbst in der Liebe (und vor allem in der von uns Co.`s ) geht es letzendlich oft um uns selbst und der Andere ist nicht mehr als ein Mittel zur Selbstbestätigung.


    Ich zitiere hier nur :)

    Aber ich finde dennoch, dass diese Sichtweise eine sehr interessante ist, die mich über mein eigenes Gefühl auch nochmal kritischer nachdenken laesst. Denn genau wie über den Alkoholiker gesagt wird, dass er in seiner Sucht eigentlich zum Lieben garnicht fähig ist, stelle ich mir eben die Frage, ob ich es nicht genausowenig bin oder war.

    Auch wenn ich mir vorbehalte mein Gefühl zu meinem XY nicht völlig niederzumachen oder zu relativieren.

    Liebe muss selbstlos sein.

    Ist unsere Liebe selbstlos?