Beiträge von TimeIsAHealer

    Hallo ihr Lieben, danke fuer eure Worte.

    Aurora!
    Es ist schoen, dich in meinem Faedchen zu lesen! Danke.

    Danke Renate :)

    Das Wochenende fuehlt sich irgendwie "leer" an, aber auch das wird sich sicher legen... Aber dennoch werde ich froh sein, wenn die Woche wieder anfaengt und ich wieder beschaeftigt bin...

    Ich muss das einfach noch lernen, mich dann an den Wochenenden gut um mich zu kuemmern und mich nicht haengen zu lassen.......

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Ich wuensche euch allen eine gute Nacht...

    Danke fuer eure Worte,

    Zimttee , im letzten Jahr hat sich einiges getan, meine zwei besten Freundinnen von zuhause sind mit ihren Partnern zusammengezogen und die eine davon bekommt im April ihr erstes Baby, das heisst die sind schonmal "besetzt".

    Meine Mitbewohnerinnen haben beide einen Partner, und ich gehe davon aus, dass sie da jeweils auch versorgt sind, zumal diese auch eher so sind, dass sie auch dann noch eher zur Familie fahren.

    Und meine andere relativ gute Freundin in der Stadt, in der ich jetzt wohne, die hat dieses Jahr geheiratet....

    usw.


    Ja. Ich will mir ja auch keinen Stress schon jetzt machen deswegen, weil ich ja auch weiss, dass es mir im Grunde eigentlich auch nicht so wichtig ist, also der Tag an sich..

    Hab sogar ueberlegt, wieder in das Kloster zu gehen, weil ich weiss, dass die da immer Gaeste empfangen, es wird dann viel meditiert, aber auch getanzt, gefeiert und gegessen.... waere ja vl garkeine schlechte Sache...

    Um Weihnachten komme ich nicht herum.

    Habe fast Angst davor. Weihnachten ist sowieso immer so eine unangenehme Sache mit dem Entscheiden, zu welchem Elternteil, wann, und dann ist mein Vater hoechst enttaeuscht und was auch immer....

    Ich kann mich gut erinnern, dass ich Anfang des Jahres sicher war, dass mein XY und ich Weihnachten gemeinsam verbringen werden, weil wir das letzte Weihnachten leider nicht geschafft haben. Ich war mir sicher, ich hab zu ihm gesagt:

    "Naechste Weihnachten sind wir zusammen" und ich habe mich von Herzen drauf gefreut.

    Ich sollte einfach aufhoern, zu denken.

    TIME IS A HEALER....

    Ja, Antigone, da hast du Recht.

    Ich sollte einfach geduldig sein.....

    Ich geh jetzt gleich mal in meine SHG, das wird mir hoffentlich gut tun.

    Viele liebe Gruesse

    Miriel

    Ich weiss garnicht, was los ist, meine Stimmung sackt von Stunde zu Stunde in den Keller und ich fuehle mich richtig elend. Zum Heulen ist es mir.

    Denke an alles und z.B. auch an Weihnachten und Silvester.....

    Denke zu viel. Und bin unglaublich traurig.

    Weiss auch grade nicht, was ich tun soll, damit es besser wird.

    Es ist ja auch einfach traurig und schade :(

    Hallo Herze,

    das mit der Reise ist mal toll!!! :) :)
    Da bin ich ganz schoen neidisch, so eine weite Reise hab ich noch nie gemacht, steht aber definitiv auf meiner "BucketList" ;)

    Deine Fragen ueber das Loslassen..

    Mir geht es da auch aehnlich, wobei ich sagen muss, dass ich meinem XY am Dienstag gesagt habe, dass er mich bitte nicht mehr anrufen soll, wenn es nicht wirklich etwas Wichtiges ist, wobei auch diese Ausnahme einen moeglichen Kontakt eben nicht ausschliesst, wobei mein XY mir aber auch keine SehnsuchtsSMS schreibt oder sich staendig meldet, das hat er so auch noch nie gemacht.

    Dennoch empfinde ich es eben auch als schwierig, so einen endgueltigen Cut zu machen und ich lasse ihm auch die Moeglichkeit offen, mich anzurufen, habe ja dann selbst immernoch die Moeglichkeit nicht dranzugehen.... Ist einfach schwierig.

    Aber du weisst ja eigentlich, dass dein XY die SMS nutzt, um dir irgendwelche Liebeleinen zukommen zu lassen. Es ist also immernoch auf dieser "Beziehungsebene/ImpulsgefuehlsDingsda..."

    Das z.B. habe ich meinem XY klipp und klar gesagt, dass ich diese Impulshandlungen nicht mehr mache und es auch von ihm erwarte, dass er es laesst, weil ich einfach nicht mehr die Person bin, um das abzuladen.

    Und ich will auch nicht, dass er mich anruft, wenn es ihm schlecht geht und er dann ein bisjen "reden" will. Dafuer bin ich einfach nicht mehr da und will es auch nicht mehr sein, denn auch ICH wuerde mich gerne ab und an bei ihm melden, einfach um mich dann in dem Moment durch das Gespraech besser zu fuehlen und ich weiss, dass das einfach falsch ist, weil unsere Beziehung einfach grade nicht DIE ist, in der das angebracht waere...

    Und so ist es ja bei dir auch.

    Und klar, schmeichelt es dir, und das ist auch normal, da ist sicher auch dein CO dran beteiligt... obwohl, vielleicht ist es auch nur dein Co...

    Es kommen immer noch die Bestaetigungen, die du auch vorher bekommen und auch gebraucht hast. Wuerde er sich jetzt garnicht mehr melden, dann wuerde das sicher erstmal schwierig werden, mit dieser Stille umzugehen, denn das ist ja alles, was unsern Co auch immer wieder "fuettert"

    Auch ich kann dir ganz ehrlich sagen, sehe ich die Nummer von meinem XY, auch wenn ich nicht zurueckrufe, im ersten Moment passiert da was bei mir, was ich glaube ich "Befriedigung" nennen wuerde. Unbewusst ist es irgendwie eine Befriedigung dieses Beduerfnisses nach etwas.

    Und wenn es Still ist, merke ich, wie ich manchmal eine richtige Unruhe verspuere, die ich dann in manchen Momenten am liebsten mit einem Anruf bei meinem XY stillen wuerde..

    Aber ich versuche mir, bewusst zu machen, was da passiert, was das ist, und wieso und wie ich es ueberwinden kann.

    Weiterhin wichtig fuer den Anderen sein zu wollen. Ja ich kenne es.

    Aber eigentlich weisst du ja, dass ihr euch nicht egal seid.

    Auch fuer mich ist das in gewisser Weise wichtig und ich versuche fuer mich selbst einfach.... Loszulassen, es abzugeben, mir ueber MEIN Gefuehl klar zu werden (er ist mir nicht egal, ich wuensche ihm, dass....) und damit Eins zu werden... mit diesem friedlichen wohlwollenden Gefuehl fuer meinen XY. Und in dem Moment, in dem ich mich damit wirklich auseinandersetze und rein damit bin, beginnt das, was mein XY vielleicht fuer mich nun noch empfindet oder nicht, irgendwie nciht mehr so wichtig zu sein.

    Denn meine eigenen Gefuehle reichen mir aus.

    Klar, auch ich zweifle, denke, bin traurig, freue mich doch insgeheim, wenn er was nettes sagt, etc. Aber ich mache mir bewusst, dass NICHTS was er sagt, ob gut oder nicht gut, irgendetwas aendern kann. NICHTS.

    Und deswegen reicht es aus, was ich fuer mich weiss.

    Und ich weiss, dass er mir nicht egal ist, ich weiss, dass wir sehr schoene Momente hatten, ich weiss, was ich fuehle, ich weiss, was ich nicht mehr will.

    Und deshalb ist es einfach zweitrangig, was er fuehlt und will und nicht will.

    Jedenfalls sollte es das sein.

    Helfen dir die Gedanken von mir weiter?

    Ich kann dich naemlich echt gut verstehen und diese Gefuehle habe ich auch in frueheren Beziehungen so gehabt, sie nur nicht so wie heute reflektiert und verstanden... Damals hab ich mich dieser emotionalen Abhaengigkeit immer hingegeben weil ich mir dieser auch nicht wirklich bewusst war. Heute weiss ich, dass es Abhaengigkeit war.

    Die gemeinsame Musik, auch das kenne ich und frueher konnte ich so etwas wirklich garnicht mehr ertragen dann... Aber jetzt muss ich sagen, dass ich manchmal bewusst etwas hoere von meinem XY und mir. Es macht mich schon traurig, aber auf der anderen Seite bringt es mir auch ein Laecheln aufs Gesicht und ich versuche, wenn ich etwas hoere, was "Uns" war, mich an die schoensten Dinge zu erinnern, die ich damit verbinde ...

    Wenn ich merke, dass ich mehr traurig werde, dann stoppe ich und mache etwas ganz anderes an, von dem ich weiss, es ist neutral und meist waehle ich etwas, was mich dann in dem Moment sofort froh macht (z.B. irgendeinen geilen Song von Roxette - das funktioniert bei mir immer :D die bedeuten Kindheit fuer mich und die find ich immernoch gut oder Backstreet Boys haha, die find ich zwar heute nicht mehr gut, aber die Gefuehle, die sie ausloesen, sind durchweg positiv ;) )

    Aber was ich damit sagen will ist, dass ich einfach fuer mich versuche, keine "schwarze" Seite zu entwickeln, indem ich diese Erinnerungen, die ich habe, die mich auch immer wiede rtraurig machen, anzunehmen. Einfach anzunehmen, auch anzunehmen, dass sie traurig machen, aber eben nicht zu vergessen, wie wertvoll diese Erinnerung fuer immer bleiben werden.

    Auch fuer mich ist das unglaublich schwierig. Und es ist ja nicht nur die Musik, ne? Hundert Situationen, Orte, Stellen, was auch immer.....

    Und in dem Moment sage ich mir "Ja, das war einfach toll mit ihm" oder "Das war so verdammt witzig, das konnte er gut" oder "Das war mit ihm einfach schoen"

    Aber eben nicht darin haengen zu bleiben, annehmen, kurz damit verweilen und es dann auch wieder abzugeben.......

    Ich glaube, es braucht einfach Zeit....

    Ich wuensche dir Kraft und umarme dich!

    Danke Herbst (gefuehlter Winter) Sonne :)

    Danke fuer die Rueckmeldung..

    War jetzt noch nicht in dem Tanzen, aber will eventuell naechste Woche mal hingehen....

    Deine positive Bewertung bestaerkt mich, denn nur allein vom Internet etc. konnt ich mir nicht so ne gute Vorstellung davon machen..

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    Ich vermisse ihn.

    Mache Dinge fuer mich, kuemmere mich um meine Sachen, versuche, mir Gutes zu tun, habe eh viel zu tun. Bin auch grade wirklich beschaeftigt, ein wenig gestresst sogar, aber eben nicht mehr in der Art gestresst, von dem "Problem" eben.

    Und dennoch merke ich, wie tief es sitzt. Wie oft ich, wenn ich mit dem "Problem" in anderer Art in Beruehrung komme, z.B. in Gespraechen, Vorlesungen, oder auch nur visuell, merke, wie es in mir drinnen schmerzt.

    Und ich habe das Gefuehl, durch die "Entspannung", da wir nicht mehr zusammen sind, kommt einfach dieser Schmerz.

    Ich frage mich, ob ich haette geduldiger sein muessen (ich weiss, dass das Quatsch ist, aber die Frage kommt dennoch..)...

    Ob die Gefuehle vl nur zu schwach warn, um richtig an ihn zu glauben, weil ja jeder Zeit braucht, um dieses Problem zu erkennen...

    usw...

    Aber dann versuche ich mir immer wieder zu sagen... nein. Es war, so wie es war, einfach schlecht.

    Schlecht fuer mich. Das hat nichts mit Gefuehlen zu tun, etc.

    Es tat mir einfach schlecht.

    Ach mann..

    Grade denke ich nur, ich wuerde mir sehr fuer mich und ihn wuenschen, dass wir uns in vl ein paar Jahren, begegnen und uns einfach nur sehr wohlwollen in den Arm nehmen koennen, um zu sagen : "Es ist schoen, dich zu sehen, gut siehst du aus!"

    Oder eben so.

    Aber ich weiss auch gleichzeitig, dass es heute nicht wichtig ist, was in der Zukunft sein wird.
    Denn heute ist es so, dass wir getrennt sind, weil er nass und ich auch krank bin.

    Und es gibt kein Zurueck mehr. Das Einzige was bleibt, um mit dem ganzen Frieden zu schliessen, ist die Erinnerung an das Schoen zu bewahren und dem Anderen das Beste zu wuenschen (so jedenfalls empfinde ich.)

    Vielleicht zur falschen Zeit am falschen Ort in der falschen Situation getroffen, vielleicht war es aber auch genauso, wie es war, richtig. Vielleicht sollte es so sein. Denn ich glaube, wir haben beide viel gelernt.
    Der eine vielleicht mehr oder weniger.

    Mh.

    Es ist wirklich schwierig, damit umzugehen. Der Schmerz ueberkommt mich immer wieder, oft ueberraschend.

    Danke, dass ihr da ward und seid.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben...

    Danke fuer eure Beitraege...

    Also, das Telefonat, so empfinde ich es jedenfalls, hat mir gut getan, da einfach irgendwie so ein "Frieden" herrschte. In mir. Ich wollte ihn garnicht fragen, warum, wieso, weshalb, warum er nicht dies macht oder warum er jenes gemacht hat usw...

    Es war einfach wie es ist und so hab ich es angenommen/ Ich hatte auch danach nicht irgendwie ein schlechtes oder schlechteres Gefuehl als vorher und seither gab es auch keinen Kontakt mehr, was auch einfach ok so ist, wie es ist.

    Ich vermisse ihn. Ja. Ich vermisse es, mit ihm zu lachen und mich auszutauschen. Aber. Ich vermisse es nicht, mir Sorgen zu machen und Angst zu haben und zu misstrauen und auch von ihm keine Ehrlichkeit o. Offenheit zu bekommen. Viele Dinge, die ich vermisse, aber vielleicht sogar mehr oder eben belastenderes, was ich nicht vermisse.....

    Mh..

    Alles in Allem wuerde ich sagen, bin ich seit letzter Woche ein wenig ruhiger in mir geworden. Das haengt aber sicher nicht nur mit dem Telefonat zusammen... Vielleicht ist jetzt auch einfach die Zeit, dass das einsetzt...

    Etwas geduldiger mit mir sollte ich sicher mal sein.... Diese Ungeduld, auch die erstreckt sich auch auf viele andere Lebensbereiche....

    So, wie ich es mache, wenn es mir gut damit geht, so ist es doch in Ordnung... oder?

    Dennoch hab ich das Gefuehl, dass erst jetzt, wo das Loslassen erst richtig beginnt, das bewusste "einsam sein" anfaengt.

    Jedenfalls fuehlt es sich so an, als wuerde das grade einsetzen....

    Vielleicht sind das die normalen Phasen, die man eben durchmachen muss, um irgendwo dann am Ziel "Freiheit und Gelassenheit" anzugelangen...

    Uebrigens habe ich von jemandem ueber das "5-Rhythmen-Tanzen" erzaehlt bekommen, hat jemand von euch Erfahrung damit? Habe das im Internet ein wenig recherchiert und im Grunde ist das ja sowas wie Tanz-Meditation??
    Das gibt es naemlich ganz in der Naehe von mir jeden Freitag und es waer vielleicht ne nette Alternative zu den immervollen-alkohollastigen Clubs und Bars....


    Ich wuensche euch allen einen schoenen Abend

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hey Renate,

    ja... ich versuche, ihn genauso wie er grade ist anzunehmen und es dadurch auch einfach abgeben und loslassen zu koennen.

    Mh. Verstaendnis fuer meine Sicht. Meinst du, dass ich erwarte, dass er mir nicht so gehaessige SMS schreibst, weil er grad so fuehlt, oder meinst du die Sicht, dass ich ihn zwar akzeptiere aber ihn eben nicht fuer mein Leben dann haben will ?

    Ich weiss grad nicht, welche Sicht du meinst, fuer die ich Verstaendnis von ihm erwarte..
    Aber klar verstehe ich den Punkt, dass, wenn es so waere und jeder fuer den anderen im Verstaendnis leben wuerde, ich jetzt wohl hier auch nicht schreiben muesste, jedenfalls nicht in der Form, weil wir laengst an nem anderen Punkt waeren...


    Ja, also bei mir fuehrt die Jahreszeit, das fruehe dunkel werden... allgemein das Kalte, Duestere, Regnerische und auch das beginnende weihnachtliche, auch dazu, dass ich irgendwie traeger, niedergeschlagener, usw werde und im Bezug auf meinen XY auch anfaelliger....

    Dass du dir insgeheim wuenschst, dass er dich vermisst, das kann ich verstehen, auch wenn es uns im Grunde nichts bringt.

    Ich fuer meinen Teil z.B. weiss sicher, dass mein XY mich vermisst, aber den Alkohol wuerde er eben mehr vermissen, wenn er ihn nicht mehr haette. Und deswegen ist es gut, dass wir nicht mehr zusammen sind.

    Ich weiss auch sicher, dass ich meinem XY nicht vollkommen egal bin.

    Aber der Alkohol ist ihm eben so "wichtig", dass ich keinen Platz in seinem Leben habe.
    Und deswegen ist es gut, dass wir nicht mehr zusammen sind.

    Ich weiss auch ganz sicher, dass mein XY traurig ist, dass wir nicht mehr zusammen sind.
    Aber ich war eben traurig, dass ich meinen Freund mit etwas Drittem teilen musste, gegen das ich machtlos bin.
    Und deswegen ist es gut, dass wir nicht mehr zusammen sind.

    Ich bin zwar traurig, dass ich ihn nicht mehr in den Arm nehmen kann und auch dass wir nicht mehr gemeinsam lachen koennen und dass wir einfach auch kein Paar mehr sein koennen.

    Aber ich bin froh, dass ich nicht mehr traurig bin, dass mein XY mich immer wieder verlaesst und in "seine Welt: geht, dass ich nicht mehr traurig sein muss darueber, dass mein Partner seinen Koerper und Geist kaputt macht, dass ich nicht mehr traurig bin darueber, dass wir nicht gluecklich miteinander sind.

    Ich bin jetzt trotz allem WEITAUS weniger traurig als vorher.
    Und das muss man sich mal bewusst machen.

    Gute Nacht

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    zuerst mal wieder danke! fuer eure Beitraege, habe mir schon gestern alles durchgelesen.

    Gestern war kein guter Tag. Ich hatte Montag auf Dienstag nur 2 Stunden geschlafen und musste frueh raus. War total benebelt deswegen den ganzen Tag.

    XY war mir eigentlich garnicht im Kopf, da ich viel zu beschaeftigt war, meine Sachen zu erledigen und dabei gegen die Muedigkeit anzukaempfen, zusaetzlich war ich dann auch angeschlagen, halt alles in allem ziemlich platt.
    Als ich heimkam hatte ich ein Paeckchen bekommen.
    Sein Geburtstagsgeschenk, das er mir ja nicht hatte geben koennen, als er hier war. Keine Nachricht oder sowas dabei.
    Ok, er hatte mir gesagt, dass er mir das dennoch schicken wird, von daher war ich nicht ueberrascht, nur ein wenig wuetend. Aber das ging auch wieder vorbei.

    Gestern Abend hab ich mich dann frueh ins Bett gelegt und einen Film angemacht. Es war irgendwas romantisches, keine weltbewegende Story, von wegen, zwei Menschen waren mal zusammen, treffen sich nach Jahren wieder, aber der Mann hat jemand anderen, liebt die andere aber immernoch, war nur immer zu feige, mit der anderen die Beziehung zu haben, weil diese ihm nicht so viel Sicherheit gegeben haette auf Grund des extremen Charakters der Anderen... Ach was weiss ich. Ist im Grunde alles nicht wichtig.

    Am Ende hab ich meinen XY angerufen. Ich war unglaublich wuetend und traurig. Habe angerufen und gefragt, ob es irgendwas zu klaeren gaebe, weil er mich nachts um drei anruft, sein Freund mich anruft und auch seine Familie mich anruft. Ob es was Wichtiges gaebe, dann koennten wir bitte jetzt alles klaeren, da ich nachts um drei schlafe und auch in Zukunft um diese Uhrzeit schlafen moechte und es unverschaemt ist, dass er da anruft.

    Er sagte nur, dass es ihm leid tut, dass es da was wichtiges gegeben haette, es aber jetzt nicht mehr wichtig waere. haha.

    Ich sagte dann, dass wenn es wirklich was wichtiges gaebe, es auch andere Mittel gibt, mir das mitzuteilen und dass das auch fuer seinen Freund gilt.

    Ich war auf 180, blieb zwar ruhig, aber ich war einfach so wuetend ueber alles. Ich habe dann noch gesagt, dass er mir ja mit den SMS am Freitag gezeigt hat, dass er auch SMS schreiben kann, es also keinen Grund gibt, mich wg irgendwas aus dem Bett zu holen. Weiterhin besaesse er ja auch die Faehigkeit zur Post zu gehen, was bedeutet, dass wenn er mir wirklich was zu sagen hat, er das auch per Post machen kann und mein Handy einfach nicht mehr das Kommunikationsmittel ist.

    Usw.

    Er sagte nur, dass er das nicht mehr tun wird und es ihm leid tut, dass er so spaet angerufen haette.


    Letztendlich haben wir dann aufgelegt.

    Ich hab mich dem Ende des Filmes gewidmet und mich auch wieder beruhigt. Es hatte gut getan, das alles loszuwerden.

    Aber ich weiss, dass ich dem Drang anzurufen in dem Moment nachgegangen bin und die Kontrolle nicht hatte.

    Ca. Eine Stunde spaeter rief er an.

    Entschuldigte sich fuer die SMS und sagte, dass er Sonntagnacht angerufen haette, weil er das mit den SMS sehr bereuen wuerde und in der Nacht nicht geschafft haette, nicht anzurufen, und sich da schon dafuer entschuldigen wollte, dass das aber egoistisch gewesen waere, weil es ja da um ihn ging und darum, dass er sein schlechtes Gefuehl loswird.

    Ich habe nicht so viel dazu gesagt, nur, dass es ja nett ist, dass er wenigstens einsieht, dass das voellig daneben war.

    Er hat mir dann erklaert, aus welcher Stimmungslage heraus er die SMS geschrieben hatte usw. Und ich habe ihm dann gesagt, dass er seine Stimmungen nicht an mir auslassen braucht, weil ich das auch nicht mehr mache und ich auch meine eigenen Gefuehle habe und auch Momente in denen ich sauer bin. (wie ja eigentlich kurz davor, als ich ihn angerufen und mich ausgelassen hatte, nur dass ich es nicht unter der Guertellinie gemacht habe.)

    Er fing dann an zu reden und zu reden und letztendlich redeten wir wirklich sehr lange am Telefon, und wahrscheinlich schuettelt ihr jetzt nur noch den Kopf ueber mich, aber, es war ein gutes Gespraech.

    Er sagte unter Anderem Dinge wie, dass er mir nie haette versprechen koennen, nie wieder zu trinken, weil er weiss, dass es keine Garantie dafuer gibt, dass er es schafft (meiner Meinung nach ein Eingestaendnis der Abhaengigkeit gepaart mit der Nichtbereitschaft, wirklich was zu tun.)

    Wir redeten ein wenig darueber, wie grade der "2.Anlauf" unserer Beziehung verlaufen ist und redeten viel ueber unsere Persoenlichkeiten und wie diese zusammen "reagiert" haben.

    Ich nannte es beim Namen, dass er den Alkohol vor mich gestellt hat.
    Und er bejahte das auch.

    Es war von uns beiden kein wirkliches Wort des Vorwurfs vorhanden und auch nichts von wegen "Wieso kannst du nicht? Wieso sind wir nicht mehr zusammen? ...." usw.

    Es schien irgendwie voellig klar, dass es auch kein Zurueck mehr gibt und dass das so auch sein soll und "in Ordnung" ist. Weil ich weiss, was ich nicht mehr will und er auch weiss, um was es geht.

    Ich habe ihm gesagt, dass ich gelernt habe, ihn so zu akzeptieren wie er ist. Dass ich ihn genauso annehme. Aber eben das fuer MEIN Leben halt nicht passt und dass ich diese Lebensweise eben auch fuer mein Leben nicht will und auch nicht akzeptiere.

    Es gab viele Themen, nichts wirklich "privates" aber viel "tiefes" und klares.

    Ich habe ihm auch gesagt, dass es angenehm ist, dass wir grade so sprechen koennen, ich aber eben auch weiss, dass es sein koennte, dass er mir in zwei Stunden irgendwas niveauloses schreibt.

    Er meinte dann nur, dass er das nicht macht, weil er weiss, wie schlecht er sich damit gefuehlt hatte.

    Am Ende hat er sich dann nochmal fuer alles entschuldigt und auch ueberhaupt im Allgemeinen fuer das ganze Problem mit dem Alkohol.

    Wir haben uns normal verabschiedet, tschau, machs gut, so in der Art.

    Das wars.

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    Ein Rueckfall?

    Es fuehlt sich nicht falsch an. Auch wenn ich meinem emotionalen Impuls gestern nachging.

    Lindi

    Nein, ich moechte nicht, dass meine Seelen noch mehr Beulen bekommt. Ich moechte gerne ein normales Verhaeltnis zu diesen Dingen bekommen, mir Sorgen machen, wenn es angebracht ist und nicht einfach so und alltaeglich in Sorge leben..

    Diese "Knicke" in der Optik, davon hatte ich glaube ich auch vorher schon einige.. Z.B. so ein voellig falsches Verstaendis von Liebesbeziehung und dem Umgang miteinander. Leid war fuer mich "normal" und deshalb auch notwendig fuer mich, um ueberhaupt zu spueren, dass die Beziehung und demnach auch ich, was wert ist/bin.

    Mit meinem XY haben sich aber dennoch auch einige Aengste entwickelt oder sicher auch schon vorhandene verstaerkt..
    Ganz zu schweigen von MEINEM Verhaeltnis zu Alkohol, dass ich auch noch nicht so wirklich beleuchtet habe..... Das ist grade immernoch so ein Thema, dass unter "Verdraengung/Vermeidung" abgelegt wird.

    Mmmh...


    topas

    Du sagst ablenken, auch das hab ich immer gemacht und versucht.

    Mein Psychologe sagte "sich bewusst damit auseinandersetzen, was man gerade fuehlt, es aushalten, verstehen und ueberwinden"
    Das hoert sich schwierig an, ist es auch, aber eigentlich ist das ja nichts anderes als "sich wirklich fuehlen", oder?

    Also ich finde schon, dass Ablenkung gut tut, aber wenn Ablenkung nur noch dazu dient, sich selbst nicht zu fuehlen, dann finde ich es schlecht.
    Denn auch das habe ich nicht selten in meinem Leben gemacht.... Und die Ursache wird damit nicht behoben, auf Dauer.. aber du hast ja auch gesagt, dass es dir sehr half, grad dieses, dich selbst zu verstehen und das, was da eben so ablaeuft..
    Ich hab mich einfach zu oft und zu viel abgelenkt in meinem Leben mit anderen Dingen und mich so echt von meinem eigenen Leben ab- und weggelenkt, so weit weg, dass ich das einfach nicht nochmal so arg machen will. Aber natuerlich mache ich auch Dinge, die mir gut tun oder so etwas, um mich zu beschaeftigen :)

    Danke fuer den Buchtipp! :) Schaue ich mir gleich mal an! Bin immer froh ueber gute Literaturtipps, weil ich mir selbst echt schwer damit tue, mich einfach so fuer irgendwas zu entscheiden ;)

    Ich finde es sehr schoen, dass du sagst "..teil unseres Lebens und wird es immer bleiben."
    Denn genau so empfinde auch ich und ich weiss auch von frueheren Beziehungen, dass es WIRKLICH so ist. Jedenfalls bei mir.

    Bei den wirklich tiefgehenden Beziehungen, die ich hatte, und das waren nicht viele, blieb da immer "etwas". Also vielleicht keine Liebe, auch nicht unbedingt Freundschaft. Aber einfach ein gewisses Stueck Etwas. Und das ist auch bis heute geblieben. Fuer mich ein sehr positives Gefuehl, dass da letztendlich geblieben ist, und auch obwohl alle Liebe weg ist.

    Danke fuer deine Umarmung :)

    Zimttee

    Damit hattest du wohl Recht, es war nichts passiert. Und ja, selbst wenn er sich das Leben nimmt irgendwann. Ich werde es nicht verhindern koennen. Ich sage mir das manchmal wirklich vor, dass, selbst wenn das Schlimmste passieren sollte, es dann so sein soll und ich daran auch weder jetzt noch irgendwas was aendern kann.

    Das nimmt mir manchmal die Angst..

    Marylou

    Ja, es ist ein Zwang. Und auch gestern war es denke ich aus dem Zwang heraus, dass ich angerufen habe.

    Und der hatte mich unter Kontrolle.

    Ich glaube, dass ich dafuer gestern auch anfaellig war, weil es mir koerperlich schon nicht so gut ging. Aber ob koerperlich angeschlagen oder nicht. Zwang ist Zwang und ich muss wissen, wie ich damit umzugehen habe, wenn er kommt...

    Flower

    Ja... letztendlich hat mich mein XY am Sonntagnacht auch nur angerufen, weil er mir da wohl sagen wollte, wie sehr es ihm leid tut und wie schlecht es ihm deshalb geht. An sich gedacht!

    Und ja. Er trinkt freiwillig. Waehlt jedes Mal aufs Neue.

    Du sprichst also immernoch regelmaessig mit deinem XY oder seid ihr garnicht getrennt??

    Ja.. dieses aus der Distanz betrachten, das finde ich so unglaublich schwer..

    Ich wuerde jetzt z.B. eigentlich wieder behaupten, dass mein XY mich ja eigentlich z.B. gestern garnicht versucht hat, mich zu manipulieren, da ich das Gespraech als sehr klar empfand. Ausserdem wuerde ich auch sagen, dass sich mein XY immer um mich gesorgt hat und immer gekuemmert hat, usw.

    Aaaber, ist das nur meine falsche Co-Illusions-Einschaetzung??

    Das ist echt schlimm, dass ich das Gefuehl habe, dass ich ja keiner Situation mehr wirklich trauen kann...

    Ja, er wird trinken, wenn er das will. Und ich muss sagen, ich empfinde den Gedanken daran gerade als voellig in Ordnung. Es zu akzeptieren, ihn zu akzeptieren, mit dem, was er tut. Es aber im gleichen Moment auch abzugeben.. das tut gut. Ich wuensche ihm einfach nur, dass er gluecklich wird/ist. Wie, das ist einfach seins. Ich moechte nur nicht mehr involviert werden, wenn er sich selbst ungluecklich macht.

    Melinak

    Gedanken sind wirklich komplex und Gedankenketten, die vom einen Extrem ins Andere fuehren sind wirklich anstrengend. Auch ich versuche es immer wieder mit diesen Stops. Es gelingt mir immer besser und auch schneller, nur manchmal eben auch nicht so gut... Denn nich timmer wird mir das schnell genug bewusst, dass ich mich gerade wieder auf ein Gedankenkarussell begebe...

    Ich glaube, es ist auch wirklich eine Kunst, damit immer gut umzugehen.

    Und dass ein Gedanke Panik ausloesen kann... ja auch das habe ich schon am eigenen Leib erfahren.. Und ja, wie ich oben schon geschrieben habe, fange ich immer mehr an, die Dinge, die ich garnicht in der Hand habe, auch abzugeben. Und das tut unglaublich gut. Ich merke richtig, wie es anfaengt bei mir im Gehirn "anzukommen" und es einfach ein Stueck leichter wird.

    _______
    kurzer Einschnitt: Habe ich gerade vielleicht nur so ein Hoch, weil ich gestern wieder meine "Droge" konsumiert habe????????
    --> aber so hoch ist mein Hoch auch garnicht.. Ich bin im Grunde immernoch allgemein eher niedergeschlagen als heiter....
    ________

    Du schreibst darueber, wie lieb man sich selbst hat.. Ja, damit beschaeftige ich mich in letzter Zeit immer mehr. Ich schaue mich auch wirklich mehr selbst an, bzw. versuche, mich selbst mehr wahrzunehmen, in dem, was ich wirklich bin. Das ist eigentlich eine sehr angenehme Erfahrung, weil ich dann eigentlich meistens zu dem Schluss komme, dass ich eigentlich relativ normal bin und auch relativ gut so bin, wie ich bin :D

    Freud :)
    Ja, ich finde Psychoanalyse hoechst interessant, finde es aber auch kritisch, alles nur einer Theorie zuzuordnen. Aber du hast ja selbst schon gesagt, dass es viele andere Erkenntnisse gibt.
    Und deine Beschreibung mit der Balance zw Ueber-Ich, Es und Ich ist ja auch plausibel und nachvollziehbar.

    Deine Beschreibung von der familiaeren Praegung erinnert mich auch sehr an mich selbst, da auch ich ein voellig falsches Verantwortungsgefuehl habe, vor allem in engen Freundschaften/Beziehungen.
    Dieses -sich ueber Anerkennung anderer definieren- sitzt bei mir sehr tief, wobei ich noch am analysieren bin, wodurch das genau kommt und inwiefern meine Kindheit/Jugendzeit da Einfluss darauf hatte. Viele Dinge sind bei mir verschwommen und ich erinnere mich sogar teilweise an sehr lange Zeitabstaende (bis zu Jahren) garnicht mehr richtig.
    Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob ich solche versteckten Erinnerungen und die ganze Vergangenheit ueberhaupt aufarbeiten will, weil ich nicht weiss, inwiefern das dann wirklich noch hilfreich fuer die Gegenwart sein kann....

    Aber das wird sich zeigen... Und wie du sagst, aus der Theorie muss dann eine Lebenspraxis werden. Und das muss man eben auch lernen.


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    Danke fuer all eure Worte.

    Ich habe sogar jetzt so ein wenig dieses Gefuehl, dass ich euch "enttaeuscht" habe mit meinem Anruf und es hat mich auch ein wenig Ueberwindung gekostet, es so offen zuzugeben, weil es ist ja nicht so, als faende ich es voellig ok oder so, da ich mir natuerlich bewusst bin, dass es nicht haette sein muessen/sollen/duerfen.....

    Ich nehme gerne Kritik an.

    Heute war ein besserer Tag als gestern und darueber bin ich froh.

    Ich wuensche euch allen eine gute Nacht!

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Ja. Es kann gut sein, dass das alles immernoch an meinem kontrollierenden Teil haengt.

    Mh. Ich kann mal versuchen, zu beschreiben was ich dabei denke.

    Ich sehe die Nummer und denk erstmal

    "Krass, jetzt ruft mich ne andere Nummer an...ist wohl sein Freund"

    "Der will mir sicher wieder nur sagen, dass mein XY mich doch liebt und doch jetzt aufhoert mit dem Trinken, ne ne"

    "Aber gestern Nacht hat mein XY angerufen, heute evtl sein Freund... vielleicht ist doch was passiert?"

    "Ne, wenn wirklich was waere, dann koennte man mir doch wirklich eine SMS mit eindeutiger Aussage schicken, wie z.B. : Miriel, es ist etwas passiert, melde dich bitte."

    "Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich die Nummer des Freundes ist, vielleicht ist es auch ne andere, vielleicht hat irgendjemand ganz anderes angerufen, der ihn kennt, Krankenhaus, Vermieter, Arbeit, ........."

    Kopfkino.

    "Ok, ich rufe an, und wenn der Freund dran geht, kann ich beruhigt sein, denn der koennte mir ja auch ne SMS schicken, wenn was waere, das Krankenhaus oder die Arbeit ja nicht"

    Angerufen.

    "Es geht niemand ran. Vielleicht weil er meine Nr. nicht sieht, aber diese Mailboxansage ist eigentlich auch nicht seine, ich glaube naemlich zu wissen, dass er seinen Namen (also der Freund) auf seine Mailbox gesprochen hat, also vl doch ne andere Nummer"

    "Ok, ich lass es einfach."

    "Aber eigentlich krass, dass ich so garnicht mehr dran gehe, also selbst WENN was passieren wuerde, koennte mich telefonisch niemand von Seinen Leuten erreichen, da ich ja nicht rangehe... aber es kann mir ja auch anders eine Nachricht uebermittelt werden...................." usw usw....
    ______________________________________

    Das sind jetzt mal so ungefaehr die Gedanken, glaube ich....

    Ja, es ist ein Kopfkino, ich denke da kommt einiges zusammen.

    Kontrollsucht, Angst, Sorge, Unruhe, Aerger (weil mich der Anruf ueberhaupt beschaeftigt), Gedanken, Verantwortung, schlechtes Gewissen, Schuldgefuehle, Sucht, Angewohnheit, ...........

    Mmmh...

    Du hast sicher Recht und es ist einfach auch ein gewisser Mechanismus, der da direkt anspringt.

    Ich merke ja auch, dass ich auch auf einen Anruf sofort koerperlich reagiere (mir wird heiss, Puls steigt, ich rege mich auf, ich bin nervoes, mir wird schlecht) weil ich ja auch weiss, dass ich dagegen halten muss.

    So oder so aehnlich.

    In diesem Sinne :)

    Eine Gute und kontrollfreie Nacht wuenscht Miriel ;)

    Danke Zimttee..

    Aber es ist wirklich schwierig zu entspannen, ich weiss, dass alles vielleicht ganz "einfach" ist. Aber grade ist es das fuer mich nicht, weil ich wirklich hart kaempfen muss, um mich nicht zu melden. Jeden Tag.

    Weil ich trotz allem Sch***** SehnSUCHT spuere.

    Und das ist schwierig zu kontrolliern.

    Deshalb bin ich grade so kraeftig am routieren hier.

    Anders weiss ich mir nicht zu helfen.

    Ich kann ihm nicht helfen. Ich kann nichts fuer ihn tun.

    Ja so ist es.....

    Danke Danke Danke! Dass ihr da seid!

    Danke Renate, Lindi, Melinak, Zimttee... eure Worte staerken mich sehr. Wirklich.

    Heute war auch kein Meeting zu dem ich gehen konnte, Montag ist SHG-freier Tag und ich bin so froh, dass es gerade das Forum gibt, selbst an der Uni hab ich mich heute zweimal eingeloggt, um zu lesen und kurz zu schreiben.

    Weil ich weiss, wie wichtig es gerade ist.

    Renate, habe Kerzen an, schoene Musik und mein Bett mit toller Biberbettwaesche bezogen :)

    Sport kommt leider grade zu kurz, aber eine tolle Atmosphaere in meinem Zimmer sind schon mal viel wert, um den Tag schoen ausklingen zu lassen :)

    Wenn ich heut Abend im Bett liege, werd ich mir mal versuchen, eine Liste zu schreiben. Eine Notfallliste mit den schlechten Dingen, die waren und die ich nicht mehr will und dann eine schoene Liste, die Liste, die mit schoenen Momenten MIT MIR selbst gefuellt ist...

    Danke fuer all eure Tipps.

    Ja, Melanie, bei den Kleinigkeiten beginnt es. Und kannst du es glauben, ich habe mir vor ein paar Wochen sogar einen eigenen AkkuBohrer/Schrauber gekauft und Regale aufgehaengt, Bett zusammen gebaut, etc. :) :) :)

    Aber was das angeht war ich sowieso immer schon ein wenig selbststaendiger als manche meiner Freundinnen, vielleicht einfach weil ich nie wirklich lange und gefestigte Beziehungen hatte und mich auch irgendwann vom PapaFragen bewusst abgewendet habe, wg der SchlechtenGewissen-Schiene und so.

    Und ja auch da, familiaer, wie du sagst, Lindi, liegt bei mir sicher der Knackpunkt (ist es nicht vl sogar letztendlich bei uns allen der Knackpunkt??)

    Was mir aufjedenfall mal unabhangig vom Gluehbirne selbst reindrehen (was auch ich sehr wichtig finde, das einfach selbst zu koennen) auch noch sehr wichtig ist, ist einfach, es MIR SELBST wert zu sein, auch "essentielle" Dinge zu haben, wie z.B. ein Bett, einen Kleiderschrank, feste Schuhe, .....

    Das hoert sich jetzt vielleicht doof an, aber ich habe bei mir selbst bemerkt, dass ich was das angeht lange nicht so richtig fuer mich gesorgt habe. Ich hatte schon immer irgendwie alles, aber irgendwie auch oft zusammengeknaubt. Fuer meinen Partner sind mir aber immer 100 Sachen eingefallen, die er braucht und haben muss, auch wenn ich sie selbst noch nie hatte...

    Ich habe z.B. jetzt seit Jahren mal wieder ein eigenes Bett nachdem ich jetzt auch wirklich ein halbes Jahr auf einer Matratze schlief.... usw usw....

    Wisst ihr was ich meine?

    Und ich habe mir fuer diesen Monat das erste Mal ein Haushaltsbuch angelegt.

    Weil ICH ALLEIN es auch wert bin, darauf zu achten und auch zu sparen, um ein wenig Ruecklagen zu haben. Einfach nur FUER MICH.

    Das fuehlt sich gut an.

    Ja und Lindi, es kann schon gut sein, dass ich mir mit dem "Wir versuchen es wieder" schwer was vorgemacht habe und wenn ich jetzt grade daran denke, wird mir schon ein wenig bewusst, dass ich mich in der Zeit auch nicht so richtig fuehlen konnte. Nicht so, wie jetzt. Auch wenns jetzt weh tut. Ich fuehle mich.

    _____________________________

    Eines muss ich zugeben. Ich habe die Nummer angerufen, die mich angerufen hat.

    Ich habe meine Nummer unterdrueckt und angerufen.
    Da ich mir bei der Nummer nicht sicher war, wollte ich wissen, ob es wirklich die Nr des Freundes war. Habe also drauf gewartet, dass dieser abnimmt.

    Denn ja, Gedanken, es koennte doch was passiert sein und irgendeine andere Nr koennte mich versuchen zu erreichen, die sind einfach da...

    Es hat keiner abgehoben und ich habe auch nicht mehr angerufen.

    Es ist wie es ist...

    Zimttee, du hast sicher Recht.
    Warum nicht nochmal genau den gleichen Film abspielen.

    Miriel steigt bestimmt wieder ein....

    NEIN! Dieses Mal nicht.


    Ich wuensche euch allen eine Gute Nacht!

    Mit vielen Gruessen!!

    Hallo ihr Lieben, danke fuer eure Beitraege...


    bin noch unterwegs und wollte nur kurz loswerden, dass mich anscheinend nun sein Freund angerufen hatte, bin mir bei der Nummer nicht sicher aber ich glaube schon, dass es sein Freund war.

    Hatte es auch erst im Nachhinein gesehen und hab nichts gemacht.

    Und dennoch beginne ich, mir Sorgen zu machen.....

    Wobei das wohl sicher das ist, was er will.....

    Bis spaeter..

    Liebe Gruesse

    Miriel

    Danke Flower fuer deinen morgendlichen Beitrag :)

    Ich bin grad ganz panisch an den PC und ins Forum und dann les ich deinen Beitrag, der mir direkt mal ein wenig von der Panik genommen hat.

    Danke.

    _______________________

    Bin eben aufgestanden und hatte 5 entgangene Anrufe von XY.

    Heute Nacht gegen 3 Uhr.

    Meine Notfall - Liste schreib ich nun einfach mal spontan auf, da ich sie ja noch nicht hatte.

    - er hat stets versucht, MIR das Problem zu uebertragen, ICH haette ja ein Problem mit Alkohol, nicht er

    - er hat mir vorgeworfen, ich haette ihn ja auf der Strasse stehen lassen und damit so verletzt und enttaeuscht, ein Vetrauensmissbrauch sagt er.

    --> als er letzte Woche betrunken vor mir stand und ich ihn ins Hotel schickte

    - wie schlecht hab ich mich gefuehlt, als ich nach 30 Sekunden Freude ueber seine Ankunft letzte Woche, realisierte dass er alkoholisiert war. Wie er aussah, wie er sprach, wie er sich bewegte, alles war einfach schlimm und mir wurde sofort schlecht, mein ganzer Koerper reagierte und ich war wie gelaehmt, leer und traurig. Und ein Hauptgefuehl war auch ANGST

    - wie befreit war ich, als ich dann nach 2 Stunden ausgesprochen hatte, dass ich ihn nicht im Haus haben moechte und den Ruecken kehrte und wegging. Es war sehr schmerzhaft, aber befreiend

    - wieviele Gespraeche hab ich gefuehrt und NIE weggesehen, im Guten, ihm gesagt, dass ich ihn unterstuetzen kann, wenn er moechte, dass da Menschen sind, die ihm helfen koennen, wenn er das will

    - wie oft hat er mich in seinem Zorn belaechelt und Dinge, die vorher im Vertrauen erzaehlt worden, gegen mich verwendet wie z.B. meine Meditation, Aufenthalt im Kloster, meine Selbsthilfegruppe, etc...

    - er hat mich belogen

    - er hat mich manipuliert, indem er mir seine hundert Plaene auftischte und NICHTS davon in die Tat umsetzte

    - in der Situation als ich bei ihm zuhause war und er eine "Depression" (Entzugserscheinung) hatte, auch da hat er versucht, sich als Opfer darzustellen und mich als die dastehen zu lassen, die es nicht versteht, und alles nur, weil ich es beim Namen nannte

    - Ich nannte die Dinge beim Namen und trennte mich und er sagte mir, dass er ab jetzt so viel Wodka trinken kann wie er will und wurde boesartig

    - Seine Stimmungsschwankungen rissen mich nicht nur einmal in die Tiefe

    - und als "letzte" Aktion seine SMS: boesartig, niveaulos, fies, respektlos, voellig unreflektiert und einfach nur auf mich geschossen

    ...... und vieles mehr...

    ___________________________________

    Ich hab jetzt einfach mal drauf los geschrieben... ich glaube, allein das ist schon eine gute Sache, anstatt mich zurueckzumelden bei ihm :)


    Meine Gefuehle zu seinem Anrufen heute Morgen bis jetzt....ich schreibe mal meine Gedanken in Schritten auf, so wie sie sich in der letzten halben Stunde entwickelt haben.

    1. "Zurueckrufen"

    2. "Ich darf nicht zurueckrufen"

    3. "Warum hat er wohl angerufen? Vielleicht hat er das ganze Wochenende gesoffen und kann jetzt wieder telefonieren... ne ne, braucht mich jetzt auch nicht anzurufen der Idiot!! "

    4. "Aber er arbeitet ja heute, das heisst, wohl eher nicht gesoffen, so spaet nachts, er konnte sicher nicht schlafen, war vielleicht depremiert, hat vielleicht geweint, der Arme, ich wuerde gern mit ihm reden, ich hab ihn doch auch so lieb, eigentlich freue ich mich ja insgeheim seinen Anruf zu sehen....mist....mmh.."


    5. " Ich loesche schnell die Anrufe auf meinem Handy, vielleicht vergesse ich, dass er angerufen hat im Laufe des Tages"

    6. "Ok, ich vergesse es nicht, das ist Humbuck, Miriel, mach dir nicht selbst was vor, du warst gestern und vorgestern im Meeting, weil du weisst, was du NICHT mehr willst und das umsetzen willst! Denk daran, wie schlimm es war, als er hier war, denk an die SMS von Freitag, nein nein nein!"

    7. " Ok, ich rufe eine Freundin an, ne, meine Mama, und dann ab ins Forum! Ich bin so froh, dass es das Forum gibt"

    ----> habe an der Stelle meine Mama angerufen und den Computer hochgefahren, kurz mit meiner Mutter geredet, eigentlich nur erzaehlt, dass er sich gemeldet hat und ich mich nicht zurueckmelden will

    Sie hat nur ganz ruhig gesagt : Miriel, du bist dabei loszulassen, lass es los..
    Dann bin ich ins Forum.

    8. "Ein Beitrag von Flower, ja.. sie hat Recht, wie lange habe ich es mitgemacht, wie oft, wie oft im Kreis gedreht, wie oft hat er meine Knoepfe gedrueckt. Aber denkt er wirklich nur an sich?? Ne, er denkt doch auch ganz oft dran, wie es mir geht? Er ist doch garnicht so, er hat es doch auch an der ein oder anderen Stelle eingesehen, dass er ein Problem hat, so schlimm wie Flower das da schreibt, ist es doch garnicht gewesen, etc etc

    STOP!

    ---> an der Stelle habe ich die Liste geschrieben....

    _______________________________________

    Ich schreibe und schreibe. Ich habe gerade wirklich einen argen Drang, zu schreiben, tut mir leid, wenn irgendwas chaotisch ist, nur ich muss bei MIR bleiben, mit dem Bewusstsein, was da so vor sich geht... Denn ich weiss, dass jetzt gerade ein Moment ist ,an dem ich schwach werden kann.

    Meine Gedanken jetzt:

    Ich will diese Stille, die ich angefangen habe zu empfinden, weiterempfinden. Ich will nicht mehr, dass es gestoert wird.
    Wenn er mir wirklich etwas mitzuteilen hat, dann kann er mir auch einen Brief schreiben oder eine E-Mail. Dieses Anrufen, SMS schreiben, dieses aus dem Gefuehl raus - Kontaktieren.
    Nein das moechte ich nicht mehr.
    Denn ich mache es auch nicht mehr.

    Ich brauch ihn nicht zurueckzurufen, denn ich habe nichts zu sagen. Und wenn er mir was zu sagen hat, dann muss das weder am Telefon noch per SMS geschehen, weil es einfach nicht mehr die Ebene ist, die mir gut tut.
    Mein Handy ist nicht DAS Kommunikationsmittel.
    Und ausserdem gibt es einfach nichts mehr zu sagen.
    Alles ist gesagt.
    Nichts kann es besser machen, auch keine "lieben" Worteleinen seinerseits.
    Nichts kann es besser machen.
    Ich habe eine Entscheidung getroffen.

    Ich will frei sein. Und mit ihm konnte und kann ich das nicht.
    ______________________


    Danke, dass es EUCH gibt, dass ich diese Gedanken heute Morgen hier teilen kann. Das bedeutet mir unglaublich viel, da ich weiss, was ich vor einer Stunde getan haette, gaebe es EUCH nicht.

    Ich weiss, dass ich bei EUCH in guten Haenden bin und Hilfe habe.

    Das tut unglaublich gut.

    (und man muss mal bedenke, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt ja nur geschrieben und noch garnichts abgeschickt hab :) )

    SO, und jetzt teile ich es.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Guten Abend ihr Lieben,

    so, ich hab Ordnung gemacht, was fuer die Woche getan und war sogar noch in der SHG heute Abend.

    Es fuehlt sich gut an, dass ich was fuer mich getan habe.

    Es ist hier ganz ordentlich, Kerzen brennen und Musik rundet das Ganze mal wieder ab :)

    XY hat sich nicht gemeldet und ich versuche, garnicht drueber nachzudenken, weiss aber, dass es jederzeit sein kann, dass sich meine Gefuehlslage aendert oder eben er sich wieder meldet.

    Ich will versuchen, mir dafuer sowas wie einen Notfallkoffer (das, was eben ein Alkoholiker auf seinem trockenen Weg immer dabei haben sollte, kann ja sicher fuer mich als Co-Abhaengige nicht schaden..) anzulegen/anzueignen. Nur so ganz, weiss ich noch nicht, wie der aussehen soll.

    Ich weiss, dass durch den Nichtkontakt eine gewisse Entspannung eintritt. Kein akuter Stress mehr, keine Auseinandersetzung, keine Gedanken, die von dem Kontakt gestoert werden, etc.

    Auch wenn es erst zwei Tage ganz still ist, kommt es mir sehr lange vor und das Gefuehl der Endgueltikeit macht sich breit, gepaart mit der Angst, die Stille koennte gestoert werden. Es ist ganz komisch.... Ich habe Angst, rueckfaellig zu werden, sobald nochmal ein "ton" von der anderen Seite kommen wird, fuehle mich andererseits gerade auf dem Weg zu einem gefestigterem und klarerem Blick.....

    Mmmmh.....

    Jeden Tag, ein Stueck mehr loslassen.

    Ich wuensche euch eine gute Nacht!

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hey..

    Ja, du sagst es.

    Auch ich habe im Grunde erst jetzt dieses Jahr eine sehr starke Erkenntnis ueber eine Zeit vor 4/5 Jahren gemacht.

    Damals war ich in einer Beziehung, die sehr leidvoll war und ich konnte mich absolut nicht loesen. Auch mein Partner (dann irgendwann Expartner) hatte ein Problem loszulassen.

    Doch heute weiss ich, ich war abhaengig und zwar vollkommen. Emotional abhaengig bis zum geht nicht mehr. Ich war voellig drin. Und ich habe Dinge getan, die ein "normaler" Menschenverstand garnicht nachvollziehen war. Ich war wie besessen.

    Heute weiss ich - ich war suechtig.

    Mein damaliger Partner litt auch, unter seiner, aber ich glaube noch mehr unter meiner enormen Abhaengigkeit von ihm.

    Sein damaliger letzter Schritt, nachdem die Trennung schon lange hinter uns lag, wir uns aber dennoch nie loesen konnten (vielleicht auch nur ich mich nicht) war, dass er eine neue Beziehung mit einer Anderen einging und mich dann woertlich "um seiner neuen Freundin willen" bat, ihn nicht mehr zu kontaktieren.
    Es zerriss mich. Ich dachte, ich muss sterben. Aber dieser Schritt seinerseits wirkte und ich liess ab von dem zwanghaften kontaktieren, wenn auch mit Rueckfaellen...

    Ich verfiel in ein Loch, brach sogar den Kontakt zu engsten Freundinnen ab fuer einige Wochen. Ich war wie gelaehmt. Ich dachte, ich koenne nie mehr Glueck empfinden.

    Ich rappelte mich auf, begann Musik zu machen, Sport, mir ging es besser...

    Ich traf ihn nach einem halben Jahr wieder, ein glatter Rueckfall, aber es war dennoch anders.

    Ich brauchte wirklich noch ein Jahr, um richtig loszulassen.

    Heute haben wir eigentlich keinen Kontakt mehr, und wenn, dann einfach nur wirklich freundlich und wohlwollend.

    Heute kann ich sagen, sein letzter Schritt war der Beste, den er tun konnte, er liess mich fallen. Und das war meine einzige Chance, aufzuwachen, wenngleich es auch unglaublich schmerzhaft war.

    Dennoch dauerte es noch lange, mich von dieser emotionalen Abhaengigkeit loszumachen.

    Und erst diesen Jahres, also 5 Jahre spaeter habe ich wirklich erkannt, wie sehr ich in dieser Sucht drin war und wie schlimm dies fuer ihn gewesen sein muss, diesen letzten Schritt des endgueltigen Trennens, zu gehen.

    Ich war Co, er war Co, oder wie auch immer. Aber ER zog die Reissleine, ich haette es nicht geschafft.

    Heute, ICH als Co, weiss nun besser denn je, dass auch ICH die Moeglichkeit habe, zu handeln und zwar auch bewusst. Auch wenn ich Co bin.

    Und du hast Recht, Melanie, wenn man wirklich in dem Muster drin ist und in dem KReislauf, dann laesst es sich fast nicht erkennen, was man nun noch realitaetsnah- oder fern tut.
    Denn auch ich war wieder drin, nun mit meinem XY und habe gehandelt, voellig fernab jeglicher Realitaet.
    Nur ging es dieses Mal schneller, es zu realisieren, begleitet von massig anderen Erkenntnissen ueber die Vergangenheit.

    Ich glaube, irgendwann muss es klick machen. Und dann kann man beginnen zu arbeiten.....

    Ich hoffe, es ist ok, dass ich hier so eine Geschichte hinein schreibe. Aber fuer mich selbst macht diese Parallele, die ja damals garnicht in Verbindung zu einem Alkoholiker stand, einfach so deutlich, dass dieses Co-Muster einfach in MIR, also eben in UNS drin liegt und nicht der Alkoholiker unbedingt dieses Muster verschuldet. Er loest es vielleicht aus, das, was in uns aber sowieso schlummert. Und da es schlummert und deshalb ein Teil von UNS Co's ist, sind es auch NUR WIR, die ueberhaupt irgendwas daran aendern koennen.

    Sofern wir bereit dazu sind, wohl merklich bereit, fuer ein freieres, zwangloseres, gelasseneres Leben.

    Ich wuensche euch allen die Kraft, die ihr braucht, um euch selbst ein Stueck naeher zu kommen!

    :)

    Hallo liebe Natalie,

    jetzt hab ich auch mal wieder ein wenig in diesem deinem Faedchen gelesen :)

    Mh.

    Ja, auch ich bin "geflohen" vor ein paar Jahren und habe mich aus dem familiaeren Dunstkreis entfernt, derer, der, auch neben sicherlich manch angenehmer Stunde, viel schlechtes Gewissen in mir hervorrufen will und es auch immer wieder schafft.

    Ich finde es gut, dass du so klar ueber deine Schritte denkst, die du getan hast, oder noch tun willst, dass du deine Grenzen hast, wenngleich sie auch sicherlich nicht von jedem akzeptiert werden.

    Auch ich habe lange und hart dafuer kaempfen muessen, dass ein "Nein" meinerseits nicht noch Monate spaeter auf dem Familientisch thematisiert wird.

    Und ich sehe, dass es auch bei dir selbst heute, nach all der Zeit noch immer keine Fruechte traegt, also nicht deine Ueberzeugungsversuche bezueglich deiner Mutter, das ist eine andere Geschichte, nein ich meine dieses..

    ICH BIN ERWACHSEN UND JA ICH HABE AUCH EIN GEHIRN, DAS ARBEITET UND MIT DEM ICH SEHR VIELE DINGE WAHRNEHMEN, VERSTEHEN, BEURTEILEN, UMSETZEN, etc. KANN !!

    Vermutlich sind wir in nicht wenigen Punkten reflektierter als beide unserer Elternteile. Allein durch die Arbeit an uns selbst sind wir einfach einen kleinen Schritt voraus.
    Das soll kein triumphierendes Gehabe sein, aber es ist wichtig, dass wir das wissen.

    Denn auch ich kaempfe wie du noch heute darum, kein Kind mehr sein zu "muessen" und auch nicht diejenige in der Familie zu sein, der ja alles "egal" ist, weil sie sich ab und an vor andere Dinge stellt. Mmh...

    Anerzogene Muster. Gefaehrlich. Aber dass du sie durchschaut hast und daran arbeitest ist nur gut fuer dich. Und darueber kannst du froh sein.
    Ich bin es auch.
    Denn es gibt genug erwachsene Kinder, die dieses Muster nicht durchschauen und es vielleicht auch nie schaffen, weil das Umfeld zu "stark" ist.

    Ich wuensche es jedem, dass er sich daraus befreien kann, weil darin gefangen zu sein, bedeutet in gewisser Weise immer Zwang und Leid.

    Ich freue mich fuer Dich, dass du dich auf diesen, DEINEN guten Weg begeben hast.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hey Melanie,

    ich finde den Punkt den du hier ansprichst sehr gut und sehr wichtig.

    Du weisst selbst, was bei mir grade los ist/war und auch ich habe in der Hoffnung gelebt, dass er aufhoert.

    Dennoch wuerde ich ueber mich selbst nicht sagen, dass ich blauaeugig glaubte, dass, wenn er aufhoert, alles gut sein wird.

    Ich glaube, dass es bei mir relativ schnell ging, mit dem "Sehen" der eigenen Anteile und der EIGENEN Problematik. Darueber kann ich froh sein, denn sonst wuerde ich heute vielleicht noch immer kontrollieren und hoffen.
    Schon Anfang des Jahres habe ich mir fuer MICH Hilfe gesucht und bin zur SHG gegangen, aber ich treffe dort sehr haeufig auf Menschen, die auch eben nach sehr sehr langer Zeit und viel Erfahrung mit Alkoholiker-Beziehungen ihre eigenen Muster nicht ablegen koennen. Zum Teil empfinde ich es so, dass manche es einfach noch immer nicht geschafft haben, ueberhaupt ihren eigenen Anteil als einen wichtigen und problematischen anzuerkennen.

    Es ist ja auch nicht selten so, dass auch der Alkoholiker "von alleine" die Kurve bekommt nur der Co weiter in seiner Sucht rumpaddelt und sich wundert, warum alles sich irgendwie noch genauso sch* wenn nicht sogar noch besch* anfuehlt als vorher...

    Es ist anstrengend, Erkenntnisse ueber sich selbst zu machen, die dazu fuehren, dass man was aendern muss/will. Aber es tut gut !

    Ich habe durch die Beziehung mit meinem XY Hilfe gesucht, weil ich wusste, dass ich SO nicht mehr weitermachen kann und einen Weg aus diesem Zwang finden muss, den ich empfand. Und heute weiss ich, dass ich diesen Zwang und aehnliche Muster auch schon seit Jahren so lebe, wenn auch nicht mit einem Alkoholiker....


    Und im Grunde ist es so Alkoholiker UND Co zusammen, muessen sich trennen, jeder von seiner Sucht, von seiner Abhaengigkeit, um ueberhaupt einen Weg zu sich selbst finden zu koennnen.

    Heute weiss ich, dass ich in dieser Abhaengigkeit zu meinem XY niemals wirklich ZU MIR finden kann, also auch weg von seiner Sucht, weg von meiner emotionalen Abhaengigkeit.

    ABER genauso hat auch der XY in seiner Abhaengigkeit vom CO (mal ganz vom eigentlichen Alkoholproblem abgesehen) eigentlich so gut wie keine Chance, wie du auch sagst Melanie, ZU SICH zu finden.

    Es geht tiefer, die Abhaengigkeiten, die Muster, in denen beide Parteien leben, sind so eingespielt, dass es GEMEINSAM aneinander haengend, fast unmoeglich ist, da heraus zu kommen.

    Ich bin froh, dass ich MEINEN Anteil an dem ganzen nie verleugnet habe, ich hatte einfach nie das Gefuehl, dass ich ihm alle Schuld geben muss, vielleicht auch, weil wir dafuer zu kurz zusammen waren und auch nicht zusammengelebt haben.

    Ich habe schnell erkannt, dass es sich hier, bei aller Liebe, um ein Gefuege handelt...

    Aber selbst nach Erkenntnissen, bleibt es an EINEM SELBST, was man daraus macht. Und deshalb bringt jede Erkenntnis nichts, wenn man sie nicht sinnvoll nutzt, was auch mir nicht immer gelang und nicht immer gelingt.

    Man ist auf einem Weg. Aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und auch bei uns liegt der erste Schritt IN UNS drin.

    Wenn sich dort etwas bewegt. Erst dann koennen wir uns auch bewegen.

    Das sind meine Gedanken..

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    danke fuer eure Beitraege..

    Ja Herze.. im Grunde wuerde auch kein liebes Wort von ihm irgendwas aendern oder besser machen.

    Er hat seine Bedingungen und ich meine. Und das passt beim besten Willen nicht zusammen...

    Zum Thema trinkende Freunde. Ne, ich fand es auch von der Bekannten garnicht unangebracht oder sowas. Ich hab eben nur bemerkt, dass ich es irgendwann eben als unangenehm empfand, weil sie halt eben betuedelt wurde. Und im Grunde weiss man halt ja, dass man irgendwann betuedelt ist und wenn man weiss, dass die andere Person garnichts trinkst, weiss man auch, dass dann irgendwann die Ebene eben nicht mehr stimmt.
    Vielleicht empfinde nur ich das so.
    Ich weiss es fuer die Zukunft.

    Renate. die Sorgenpueppchen kenn ich :)
    Sollte ich mir wohl mal zulegen :)

    Und ja, SO moechte ich keinen Partner. Also in dem Zustand moechte ich einfach mit niemandem ein Leben teilen. Mit NIEMANDEM !

    Aber dass es zerreisst und Kraft raubt ist wirklich so krass... Ich bin ununterbrochen muede, auch wenn ich stundenmaessig genug schlafe.
    Einfach muede..

    _____________________________________________

    Gestern Abend war ich seit 2 Wochen wieder in meiner Selbsthilfegruppe und das tat gut. Letzte Woche ging ich ja nicht hin, weil ja mein XY da war und ich einfach auch in so einem Leerzustand war, dass ich es nicht geschafft habe, zum Treffen zu gehen..

    Aber gestern war ich da und es war gut.
    Es war unglaublich anstrengend, davon zu erzaehlen, was passiert ist, es war wieder so ein tiefer Schmerz da und so eine Muedigkeit, vor allem danach, als ich es dann alles erzaehlt hatte...

    Die Rueckmeldungen waren sehr positiv, also in dem Sinne, dass zwei der Menschen aus der Gruppe wirklich danach auf mich zukamen und sagten, sie zoegen den Hut vor mir, dass ich ihn in der Situation wirklich nicht mit nach Hause genommen habe.

    Das hat sich gut angefuehlt. Nicht, weil ich die Anerkennung brauche, sondern deswegen, weil ich so viele Zweifel habe/hatte, mir natuerlich auch Vorwuerfe gemacht habe.. Und dann eben diese reale Rueckmeldung zu bekommen, dass es das Beste war, das war irgendwie gut.

    Und dennoch, der Schmerz ist tief und die Muedigkeit darueber auch, die Kraftlosigkeit.

    Der Kontakt ist nun seit den SMS am Freitag nicht mehr dagewesen.

    Ich will gerade garnicht denken darueber und habe auch nicht das Beduerfnis (gerade) mich zu melden. Ich habe nichts zu sagen und ich habe auch nichts, was ich mir anhoeren will.

    Ich hab genug zu tun fuer meine Woche und ich hab genug, ueber was ich mir Gedanken machen kann.

    Ich hoere tolle Musik und mache Ordnung :)

    Meine Mama war von gestern bis eben zu Besuch und es war schoen, ich hab es genossen, sie um mich zu haben.
    Wir haben auch eigentlich nichts ueber XY gesprochen und das war auch gut so.

    Jetzt fange ich an mal fuer die Woche was zu schaffen, es ist ja noch total frueh, aber bei mir in der Wohnung schon so dunkel wie abends um 7.. schlimm :)

    Winter Winter.... Mmh.

    Ich hoffe, mich ueberkommen keine Gefuehle heute....

    Vielleicht sollte ich auch die Woche oefters in ein Gruppentreffen gehen, die gibt es ja jeden Tag... Da ich weiss, dass jederzeit ein Gefuehl kommen kann, dass mich schwach macht.

    Aber ich weiss ja auch, dass ich jederzeit hier schreiben kann..

    Ich wuerde es einfach gerne schaffen. Loszulassen. Wirklich loszulassen.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Danke fuer den Tipp. Habe keine Badewanne, aber ein tolles Traubenkernkissen, das hab ich jetzt im Genick liegen. Und vl geh ich sogar am Wochenende schwimmen, ich schaue mal... Meine Mama kommt morgen zu Besuch und bleibt ueber Nacht.
    Ich finde es schoen dass sie kommt, aber ich fuehle mich absolut energielos, etwas mit ihr zu unternehmen...

    Ja, die Liste es lang. Die Seiten sind voll und ich hab kein neues Blatt mehr uebrig.