Guten Morgen ihr Lieben!
Danke fuer eure Worte.
Gestern habe ich begonnen Skybirds Thread zu lesen, danke fuer den Tipp. Und auch im Alokohikerbereich habe ich wieder angefangen mehr zu lesen.
Ja.. ich sollte mich von den "Loechern" wohl nicht abschrecken lassen und einfach wieder rauskrabbeln, falls ich ma in eines fallen sollte....
Die letzte Begegnung war die, als er weinte und es ihm schlecht ging. Die Vorletzte war als er alkoholisiert 2 Stunden neben mir im Auto sass.... 
Danke Lindi, fuer deine Klaren Saetzen. So etwas brauche ich gerade und ich glaube ich werde mir das an die Wand haengen. Denn genau das sind die Dinge, die ich mir fuer jedes Mal vorsagen muss, wenn ich drohe zurueckzufallen...
Ich weiss, dass ich das nicht tun muss, aber es sind Leitsaetze, die ganz wichtig sind, um zu verstehen.. und um zu lernen.. und vor allem um zu lernen, zu akzeptieren...
Und fuer mich bleibt eben am Ende der Schmerz, der laesst sich eben nicht weg"akzeptieren", das muss ich wohl auch akzeptieren 
So wie eben der kleine suesse Schmerz, der da war, als man akzeptieren musste, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt 
Erwachsen werden.
____________________________________________________
Gestern Abend hatte ich mich mit einer Bekannten verabredet in einer Kneipe/Bar/Restaurant" in der Naehe, ich war dort noch nie und meide ja auch Plaetze wie diese seit laengerem.
Ich wollte wirklich absagen, hatte gestern nachmittag das erste Mal seit dem Wochenende mal mit meinem Vater geredet und natuerlich sind all die schrecklichen Gefuehle, die ich ja so ganz gut im Griff habe, hochgekommen und ich sass wieder da wie ein Haeufchen Elend und weinte, als ich drueber sprach. Es ist aber schon Ironie, dass ich eben mit meinem Vater ueber meinen Freund/ExFreund spreche, den ich dem Alkohol ueberlasse........bzw. der sich selbst dem Alkohol zu ueberlassen entschieden hat.... Gott, es ist so absurd eigentlich, darueber mit meinem Vater zu reden..... Ich merkte aber auch richtig, wie hilflos er sich fuehlte...
Ok, das wollt ich eigentlich garnicht erzaehlen.
Jedenfalls hat mich das wieder so gelaehmt, dass ich das Treffen fast abgesagt haette, mich am Ende aber doch aufgerafft und fertig gemacht hab und doch gegangen bin.
Es war komisch wieder "in der Welt" zu sein und "am normalen Leben" teilhaben zu scheinen. Es war seltsam, bedrueckend aber irgendwie auch gut und befreiend, weil ich realisierte, dass es da doch noch was gibt, da draussen, ausser mein Zimmer, mein Handy und meinen XY.
Wir waren dort recht frueh, gegen 18 Uhr.. nach einer Weile wurde der Alkoholgenuss natuerlich immer hoeher und die Leute immer lauter und auch meine Bekannte trank. Das war garkein Problem fuer mich, ich wuerde auch niemals verlangen, dass sich da jemand einschraenkt. Sie betrank sich auch jetzt nicht vollkommenl, aber ich muss sagen, so wenig war es auch nicht (fiel mir aber erst beim Rechnung bezahlen auf)
Aber das ist wohl mein Alkohol-Verhaeltnis, das da dann bei mir auf irgendwelche Knoepfe drueckt.
3 Wein und 1 Sekt Aperol.
Sie war betuedelt und veraenderte sich auch mit der Zeit. Wurde sehr redselig, sprach viel ueber die Vergangenheit (wir kennen uns schon lange und es sind auch hier und da einige Dinge vorgefallen)...
Die "Veraenderung" von ihr unter Alkohol kenne ich von frueher, also es ist eine normale Veraenderung, sie wird sehr "ehrlich" und melancholisch...
Es war ok, aber teilweise auch ein wenig unangenehm, weil ich diese "Melancholie" eben nicht in dem Mass teilte, wie sie sie alkoholisiert gerade empfand.
Findet ihr das uebertrieben, dass ich ueberhaupt so denke ? Oder empfindet ihr es von ihr als unangebracht, sich so anzutuedeln, zumal sie von meinem XY weiss, da ich da inzwischen sehr offen damit umgehe.
Ok. Alles in allem war der Abend schoen und erfrischend, wenn auch durch den Alkohol fuer mich immer wieder irgendwie bedrueckend.
Habe oefters an XY gedacht, was aber ok war.
Und dennoch, Ambiente, Geruch von Alkohol, Singende betrunkene Menschen ...
Irgendwie nicht mehr das, was ich mir fuer einen schoenen Abend dabeiwuenschen wuerde...
Mh.. ich hoffe ich konnte verstaendlich beschreiben, was mein Gefuehl ist/war.
_____________________________________________
Heute morgen 6 Uhr, Anruf von XY, auf dem Weg zur Arbeit. Ich bin dran gegangen.
Wie es mir ginge, ob ich ok waere, ....
Ich sagte, dass es mir gut geht, alles ok ist, wie es ihm geht. Er sagte auch dass es ihm gut geht und fragte dann, ob er irgendwas fuer mich tun koenne und wenn, dann solle ich es ihn wissen lassen.
Ich sagte, dass es schwierig fuer mich ist, dass er anruft und mich fragt, wie es mir denn so ginge...(aber klar hab ich ja die Wahl drangehen oder nicht..) Ich sagte, dass mein Leben weitergeht und ich die Situation so wie sie ist annehme und so aber nun auch Leben muss, ohne mit ihm zu teilen, wie es mir geht etc.
---------> Knoepfe gedrueckt !!
Ich sagte, dass ich nichts brauche und dass ich der Meinung bin, dass er sehr gut weiss, um was es hier geht und wie es zwischen uns aussieht.
Er sagte dann, dass er nicht genau weiss, was ich meine (klar!!! haha) und ich sagte ihm dann, dass jeder von uns eine Wahl hat (te) und er seine getroffen hat. Und ich eben meine.
Und damit muss jeder klarkommen.
Verabschiedung, jeder wuenscht jedem das Beste und Glueck und Zufriedenheit (schoen, wie im Maerchen.. und wenn sie nicht gestorben sind, dann wuenschen sie sich heute noch Glueck....)
--------------------------------------------------------
Ich will es garnicht banalisieren, dass ich drangegangen bin. Denn auch da hatte ich die Wahl......
Den Schritt, es zu lassen, den muss ich unbedingt lernen. Aber ich glaube, ich brauche noch eine kleine Weile...
Leute.
Ich verstehe vieles, aber richtig umsetzen faellt mir schwer.
Ich drucke mir heute mal Lindis Saetze aus und dann sehe ich was das Wochenende bringt.
Heute Abend arbeite ich den ganzen Arbeit/Nacht.
Darueber bin ich erstmal froh.
Ich wuensche euch einen schoenen Tag!
Ich geh jetzt mal los, freitags ist in meinem Stundenplan mein Musiktag.
Chorleitung, Klavier, Gehoerbildung und Gitarre.
Und dann eben heut noch arbeiten.
Und darauf freue ich mich nun 
Miriel