Beiträge von TimeIsAHealer

    Ja das mit dem Nummer wechseln hatte ich die Woche auch schon vor den SMS heute mal ueberlegt.

    Ich sollte es wohl einfach tun.

    Aber es tut weh, allein der Gedanke daran, dass der Schritt notwendig ist, der tut unglaublich weh

    :(

    Genick tut auch unglaublich weh.

    Ich sollte aufhoeren zu jammern und was tun, damit es besser wird.

    Hab grad mal rumgesucht und auf Anhieb jetzt nichts gefunden, weder fuers SMS sperren noch fuers Rufnummer an sich sperren.

    Ja. Es gibt wohl keinen Grund mehr den Kontakt noch moeglich zu halten.

    Es macht so muede, das ganze grade. So muede wie momentan war ich wirklich lange nicht mehr.

    Ich hoffe, dass es bald besser wird. Und ich hoffe, dass ich mich, so wie du, Renate, sagst, gut genug schuetzen kann. Ich versuche mein Bestes.

    Natalie, hab grad erst deinen obigen Eintrag gesehen.

    Ja ich weiss, du hast ja Recht, aber ich habe mich einfach so besch* gefuehlt, dass die Arbeit fuer mich wie ein unueberwindbarer Brocken schien. Auch wenn ich wusste, dass das vielleicht nicht richtig ist oder wie auch immer... Andererseits wollte ich mich nicht zwingen, weil es mir auch koerperlich wirklich nicht gut geht.

    Ja, und auch damit, dass ich mir in mein Leben reinpfuschen lasse, obwohl ich mich ja getrennt habe, auch damit hast du Recht.

    Ich bin einfach noch nicht so weit, dass ich ganz losgelassen habe, das ist wirklich so, dazu stehe ich auch. Ich bin sehr traurig und wuerde lieber von ihm hoeren, dass es ihm leid tut, anstatt fiese SMS zu bekommen. Die Hoffnung, dass ihm die Erleuchtung kommt, ist nicht ganz ausgeloescht. Wie soll das auch gehen?

    Noch heute vor einer Woche war ich der Meinung, mit viel Vertrauen und gemeinsamer Arbeit kann irgendwie alles gehen.

    Ich habe es einfach nicht geschafft innerhalb von einer Woche umzuschalten, auch wenn ich das sollte... :(

    Auf welcher Funktionsdingsda kommt man zur Nummernsperre? Ok, ich google das mal :)

    Und dann mach ichs einfach. Ja und ich gebe zu, dass ich natuerlich dann noch denke, dass ja vl was sein koennte, was passieren koennte, er was "nettes" zu sagen hat etc... eben all diese (CO?) gedanken.... warum auch immer..

    es ist ermuedend....

    Danke Renate fuer deinen Beitrag..

    Ok, ja.. ich haette die SMS sofort loeschen koennen, sie werden bei mir aber direkt angezeigt und die erste SMS begann ganz normal mit "Hey Miriel, blablabla..." und dann gings erst los, da hatte ich schon geoeffnet. Ich hab wirklich nicht mit sowas gerechnet. Fuers naechste Mal weiss ichs.

    Also nicht mehr Oeffnen. Direkt loeschen.

    Ich hab ja auch nicht reagiert, zurueckgeschrieben oder -gerufen.

    Ja. Koerperlich gehts mir heute auch wirklich schlecht und ja wahrscheinlich wg der Situation. Ich habe aber auch grad wirklich keine Ahnung, was genau ich tun soll, damit es besser wird.

    Fuehle mich einfach nur total besch* und unglaublich kraftlos.

    Danke ihr Lieben fuer eure Beitraege.

    Ja, mich meiner Co-Verhaltensmuster ganz bewusst zu werden, das will ich.

    Ich habe sicher bereits angefangen und bin gespannt, welche Erkenntnisse da alle noch auf mich zukommen ;)

    Weggesehen, nein, das habe ich wirklich ganz und garnicht. Du hast Recht. Und eben an diesem Punkt loszulassen, hat dann auch nichts mehr mit wegsehen zu tun.....

    Die Zeit heilt alle Wunden.. hoffe ich. Auch wenn es sich grade so anfuehlt, als wuerde diese Wunde niemals heilen..

    _____________________________________

    Heute war ein sehr sehr anstrengender Tag. Eigentlich fing der Tag ja relativ gut an, ich war optimistisch und hab mich auf den Weg in meinen "Musik" Tag gemacht...

    Nach meinen Vorlesungen, ein Blick aufs Handy, einige Anrufe von XY plus etliche SMS von ihm.
    Er war ja auf der Arbeit, wenn ich das nicht wuesste, haette ich schwoeren koennen, er ist betrunken. Aber so sind diese SMS wohl im nuechternen Zustand entstanden.

    Sehr niveaulose, fiese, respektlose, zynische, aber auch verzweifelte SMS.
    Als ich sie las, blieb es mir im Hals stecken. Aber gleichzeitig wusste ich fuer mich, das ist vielleicht seine Art, damit umzugehen, aber eben nicht meine.
    Solche Zeilen habe ich noch nicht von ihm bekommen und mir wurde es richtig schlecht in der Uni und mir ging es dann auch wirklich ab dem Zeitpunkt eher bescheiden....
    Ich habe dann versucht meinen Tag weiterzumachen wie bisher.

    Hatte schon heute Nacht so starke Genick/Arm/Gesichtsschmerzen, dass ich mich um 2 heut mittag zum Arzt gerappelt hab (vielleicht auch weil ich irgendwo anders sein wollte, als zuhause, ich hab keine Ahnung)
    Da es bei Orthopaeden ja bekanntlich immer laenger dauert, war ich da wirklich 4 1/2 Stunden.
    Vielleicht klingt das jetzt bescheuert, aber irgendwie hab ich mich dort "sicher" gefuehlt.... Das ist voellig banane oder??

    Die Arbeit hab ich abgesagt. Schmerzen in Genick, Schulter, etc. Ja. Aber ich glaube die Schmerzen in der Seele die waren es eher.
    Ich weiss, vielleicht waere es besser gewesen, arbeiten zu gehen. Aber ich fuehlte mich so leer, so besch***... schlecht, einfach so neben mir, im Grunde fuehle ich mich immernoch ein wenig so... Auch wenn es mit der Zeit mal schlimmer, mal besser war, so ueber den Tag verteilt....

    Als ich beim Arzt sass, rief eine Nummer seiner Familie auf meinem Handy an. Ich ging nicht ran.
    Daraufhin habe ich mir aber dann so fuer ca. 1 Stunde extreme Sorgen gemacht und mir alles moegliche ausgemalt, was passiert sein koennte.... das war schlimm, das Gefuehl, ich hab mir sogar, ohne es zu wollen, vorgestellt, wie mich jemand seiner Familie anruft und mir sagt, dass er tot ist.

    Das ist krank oder?

    Letztendlich kann ich aber sagen, dass ich auf keinen seiner Anrufe oder SMS reagiert habe und auch sonst nichts unternommen habe und sehr froh darueber bin.

    Ich habe garnichts gemacht.

    Aber ich muss sagen, ich habe das Gefuehl, dass mich jetzt auch wirklich die letzte Kraft verlassen hat.

    Ich wuensche euch mal einen schoenen Abend. Ich bin froh, wenn ich schlafe heute.

    Viele liebe Gruesse

    Miriel

    Guten Morgen ihr Lieben!

    Danke fuer eure Worte.

    Gestern habe ich begonnen Skybirds Thread zu lesen, danke fuer den Tipp. Und auch im Alokohikerbereich habe ich wieder angefangen mehr zu lesen.

    Ja.. ich sollte mich von den "Loechern" wohl nicht abschrecken lassen und einfach wieder rauskrabbeln, falls ich ma in eines fallen sollte....

    Die letzte Begegnung war die, als er weinte und es ihm schlecht ging. Die Vorletzte war als er alkoholisiert 2 Stunden neben mir im Auto sass.... :(

    Danke Lindi, fuer deine Klaren Saetzen. So etwas brauche ich gerade und ich glaube ich werde mir das an die Wand haengen. Denn genau das sind die Dinge, die ich mir fuer jedes Mal vorsagen muss, wenn ich drohe zurueckzufallen...

    Ich weiss, dass ich das nicht tun muss, aber es sind Leitsaetze, die ganz wichtig sind, um zu verstehen.. und um zu lernen.. und vor allem um zu lernen, zu akzeptieren...

    Und fuer mich bleibt eben am Ende der Schmerz, der laesst sich eben nicht weg"akzeptieren", das muss ich wohl auch akzeptieren :)

    So wie eben der kleine suesse Schmerz, der da war, als man akzeptieren musste, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt :)

    Erwachsen werden.

    ____________________________________________________

    Gestern Abend hatte ich mich mit einer Bekannten verabredet in einer Kneipe/Bar/Restaurant" in der Naehe, ich war dort noch nie und meide ja auch Plaetze wie diese seit laengerem.

    Ich wollte wirklich absagen, hatte gestern nachmittag das erste Mal seit dem Wochenende mal mit meinem Vater geredet und natuerlich sind all die schrecklichen Gefuehle, die ich ja so ganz gut im Griff habe, hochgekommen und ich sass wieder da wie ein Haeufchen Elend und weinte, als ich drueber sprach. Es ist aber schon Ironie, dass ich eben mit meinem Vater ueber meinen Freund/ExFreund spreche, den ich dem Alkohol ueberlasse........bzw. der sich selbst dem Alkohol zu ueberlassen entschieden hat.... Gott, es ist so absurd eigentlich, darueber mit meinem Vater zu reden..... Ich merkte aber auch richtig, wie hilflos er sich fuehlte...

    Ok, das wollt ich eigentlich garnicht erzaehlen.
    Jedenfalls hat mich das wieder so gelaehmt, dass ich das Treffen fast abgesagt haette, mich am Ende aber doch aufgerafft und fertig gemacht hab und doch gegangen bin.
    Es war komisch wieder "in der Welt" zu sein und "am normalen Leben" teilhaben zu scheinen. Es war seltsam, bedrueckend aber irgendwie auch gut und befreiend, weil ich realisierte, dass es da doch noch was gibt, da draussen, ausser mein Zimmer, mein Handy und meinen XY.

    Wir waren dort recht frueh, gegen 18 Uhr.. nach einer Weile wurde der Alkoholgenuss natuerlich immer hoeher und die Leute immer lauter und auch meine Bekannte trank. Das war garkein Problem fuer mich, ich wuerde auch niemals verlangen, dass sich da jemand einschraenkt. Sie betrank sich auch jetzt nicht vollkommenl, aber ich muss sagen, so wenig war es auch nicht (fiel mir aber erst beim Rechnung bezahlen auf)
    Aber das ist wohl mein Alkohol-Verhaeltnis, das da dann bei mir auf irgendwelche Knoepfe drueckt.
    3 Wein und 1 Sekt Aperol.
    Sie war betuedelt und veraenderte sich auch mit der Zeit. Wurde sehr redselig, sprach viel ueber die Vergangenheit (wir kennen uns schon lange und es sind auch hier und da einige Dinge vorgefallen)...

    Die "Veraenderung" von ihr unter Alkohol kenne ich von frueher, also es ist eine normale Veraenderung, sie wird sehr "ehrlich" und melancholisch...

    Es war ok, aber teilweise auch ein wenig unangenehm, weil ich diese "Melancholie" eben nicht in dem Mass teilte, wie sie sie alkoholisiert gerade empfand.

    Findet ihr das uebertrieben, dass ich ueberhaupt so denke ? Oder empfindet ihr es von ihr als unangebracht, sich so anzutuedeln, zumal sie von meinem XY weiss, da ich da inzwischen sehr offen damit umgehe.

    Ok. Alles in allem war der Abend schoen und erfrischend, wenn auch durch den Alkohol fuer mich immer wieder irgendwie bedrueckend.
    Habe oefters an XY gedacht, was aber ok war.

    Und dennoch, Ambiente, Geruch von Alkohol, Singende betrunkene Menschen ...
    Irgendwie nicht mehr das, was ich mir fuer einen schoenen Abend dabeiwuenschen wuerde...

    Mh.. ich hoffe ich konnte verstaendlich beschreiben, was mein Gefuehl ist/war.

    _____________________________________________


    Heute morgen 6 Uhr, Anruf von XY, auf dem Weg zur Arbeit. Ich bin dran gegangen.

    Wie es mir ginge, ob ich ok waere, ....

    Ich sagte, dass es mir gut geht, alles ok ist, wie es ihm geht. Er sagte auch dass es ihm gut geht und fragte dann, ob er irgendwas fuer mich tun koenne und wenn, dann solle ich es ihn wissen lassen.
    Ich sagte, dass es schwierig fuer mich ist, dass er anruft und mich fragt, wie es mir denn so ginge...(aber klar hab ich ja die Wahl drangehen oder nicht..) Ich sagte, dass mein Leben weitergeht und ich die Situation so wie sie ist annehme und so aber nun auch Leben muss, ohne mit ihm zu teilen, wie es mir geht etc.

    ---------> Knoepfe gedrueckt !!

    Ich sagte, dass ich nichts brauche und dass ich der Meinung bin, dass er sehr gut weiss, um was es hier geht und wie es zwischen uns aussieht.
    Er sagte dann, dass er nicht genau weiss, was ich meine (klar!!! haha) und ich sagte ihm dann, dass jeder von uns eine Wahl hat (te) und er seine getroffen hat. Und ich eben meine.
    Und damit muss jeder klarkommen.

    Verabschiedung, jeder wuenscht jedem das Beste und Glueck und Zufriedenheit (schoen, wie im Maerchen.. und wenn sie nicht gestorben sind, dann wuenschen sie sich heute noch Glueck....)

    --------------------------------------------------------

    Ich will es garnicht banalisieren, dass ich drangegangen bin. Denn auch da hatte ich die Wahl......
    Den Schritt, es zu lassen, den muss ich unbedingt lernen. Aber ich glaube, ich brauche noch eine kleine Weile...

    Leute.

    Ich verstehe vieles, aber richtig umsetzen faellt mir schwer.
    Ich drucke mir heute mal Lindis Saetze aus und dann sehe ich was das Wochenende bringt.

    Heute Abend arbeite ich den ganzen Arbeit/Nacht.
    Darueber bin ich erstmal froh.

    Ich wuensche euch einen schoenen Tag!
    Ich geh jetzt mal los, freitags ist in meinem Stundenplan mein Musiktag.

    Chorleitung, Klavier, Gehoerbildung und Gitarre.

    Und dann eben heut noch arbeiten.

    Und darauf freue ich mich nun :)

    Miriel

    Danke fuer eure Gedanken dazu..

    Ja, es ist so wie du sagst...ne Krise, das ist es wohl, ich muss wirklich sagen, dass es mir grade einfach nur nicht gut geht.

    Wuerdest du mir sagen, was die Dinge sind, die "ich doch einfach machen" soll? Also diese Dinge, die ich mir ja auch bei meinem XY denke? Das, was ich doch bloss tun muesste...

    Was ist das in deinen Augen genau? Unabgaengig davon, dass es dir emotional egal ist. (Den Punkt verstehe ich vollkommen)

    Ja, ich habe sehr viel gelesen, grade nicht mehr so viel.
    Und ja, es ist mir bewusst, dass MEIN Fall nicht ein anderer oder wertvollerer ist. Alle haben geliebt oder Lieben noch. Jeder der XYs ist wertvoll.

    Ich komme nicht heran, auf der Ebene, ja, das trifft es.
    Fuer mich ist er was diesen Punkt angeht eben nicht zu erreichen. Ich kann also auf der anderen Ebene bleiben oder mich ALLEINE auf eine andere begeben.

    Nur mitansehen - nein.
    Wegsehen - klingt auch irgendwie falsch.


    Dinge, dich ich nicht aendern kann, hinzunehmen.......

    Danke Lindi, danke Renate..

    Liebe Renate,

    danke fuer deine ehrlichen klaren Worte.

    Ich hab ja nicht SEINE Loesung... Seinen Weg... Ich weiss ja nur, dass es einen Weg gaebe, mit dem es ihm besser gehen koennte. Aber klar, da stellt sich natuerlich wieder die Frage, ginge es ihm dann aus seiner Perspektive wirklich besser, geht es ihm aus seiner Perspektive nicht jetzt auch gut und aus seiner Perspektive geht es mir vielleicht schlechter als ihm weil ich ja so gegen den Alkohol bin.....

    Ich verstehe deinen Punkt und du hast Recht.

    Es ist seine Sucht. Es ist seine Wahl. Und die faellt klar aus.

    Ich weiss, dass ICH frei sein will und MEINE Definition von Freiheit ist eben eine andere als Seine.

    Trotz allem habe ich noch Respekt und Liebe fuer ihn in mir und hoffe, dass es ihm, welchen Weg er auch geht, gut geht.

    :/

    Guten Morgen ihr Lieben...

    Es ist so verdammt schwierig.

    Einen geliebten Menschen loslassen, von Traeumen loslassen, vom "Plan" loslassen....

    Freundschaftlich weitermachen... ja, dazu sind die Wunden zu tief, die Gefuehle zu stark... Ein Nicht-Kontakt fuer eine lange Weile ist da aufjedenfall notwendig, und ob es dann ueberhaupt noch funktionieren kann, das weiss ich nicht.... Aber das sollte dann eben auch in Ordnung sein.

    Aber am schlimmsten finde ich es einfach, dass ich ja "weiss", dass es auch fuer ihn einen Weg geben koennte, er aber leider nicht den ersten Schritt macht.... :( Ich empfinde es als unglaublich zermuerbend und zerreissend, dass ich weiss, dass es ihm nicht gut damit geht und er sich dem aber eben nicht stellen will.

    Und ja. Ich fuehle mich schuldig. Ich fuehle mich schlecht. In alleine zu lassen.

    Er sagte auch die Tage, dass ich ja schon ausgesprochen haette, dass ich in meinem Leben keinen Alkohol moechte (also dass ich mein Leben nicht mit dem Alkohol teilen will) und da haette er als Alkoholiker ja keinen Platz. Und ich waer ja jetzt frei und er ja auch und er koennte jetz trinken was er wolle und ich solle ihn nie mehr drauf ansprechen und genauso koenne ich ja jetzt machen was ich wolle.


    Naja, wie gesagt, er versteht es eben nicht. Und das ist so unglaublich schade... :(

    Klar, in gewissen Punkten hat er ja sogar Recht. Er hat ein Recht auf seine Sucht. Sowie ich ein Recht auf ein Leben ohne Sucht habe.

    Und dennoch hoert die Traurigkeit nicht auf. Sie laehmt mich. Ich tue Dinge fuer mich, aber bei so vielen werde ich traurig, weil ich vieles mit ihm geteilt habe und genossen habe. Und wenn es eben shoppen im Supermarkt war.... Vieles haben wir eben zu zweit um ein Vielfaches lustiger und aufregender gemacht. Umso trauriger macht es mich eben jetzt, diese Dinge alleine zu tun und dann daran denken zu muessen. Ich meine, wahrscheinlich ist hier auch ein "normaler" Trennungsschmerz vorhanden....

    Der "unnormale" Trennungsschmerz schnuert mir einfach nur die Kehle zu wenn er sich einschleicht.
    Dieser Gedanke an das Endliche und daran, dass dieser Mann und ich wohl NIE eine Partnerschaft werden haben koennen.
    Dass er nicht mehr erreichbar ist, rein mental, weil er in seiner Sucht gefangen ist, und es vielleicht immer sein wird.
    Dieser Gedanke, dass er ja "schon" aelter ist und nicht mehr so viele Jahre hat, um wirklich was zu kitten.... :(
    Der Gedanke, dass er daran zu Grunde gehen wird, wenn er nichts macht.
    Der Gedanke, dass bei mir der Schmerz immer bleiben wird, jedenfalls immer die Trauer darum.
    Dass ich nie mehr vertrauen kann. Dass ich meine Kinder in Angst gross ziehen werde, weil ich eine Sucht verhindern muss. Dass ich nie mehr normal mit Alkohol umgehen kann.

    .............

    Die Gedanken in mir sind sehr stark und der Drang, mit ihm zu reden, auch.
    Ich merke, wie abhaengig ich noch immer/schon wieder/ noch mehr... ich bin.
    Ich weiss nicht, was ich mir erhoffe, wenn ich anrufen will, denn im Grunde weiss ich, dass es nichts aendert. Ich glaube es ist wirklich nur der Drang, die Unruhe, die ich empfinde, zu stillen....


    Meine und seine Muster haben dazu gefuehrt, dass wir zusammen kamen.
    Ich veraenderte mich ein wenig, und wir blieben zusammen. Das hat mir den Mut gegeben, weiterzumachen, weil ich glaubte, dass es also doch nicht nur ein Aufeinanderpassen von zwei Mustern sei.

    Ich habe begonnen mich zu veraendern. Er ist nicht bereit dazu.
    Das muss ich akzeptieren.

    Oder war doch alles nur eine Illusion und zusammenkommen von zwei kranken Menschen, die sich benutzten, um ihre Muster zu leben??


    :(

    Liebe Herze..

    ich habe mal wieder seit laengerem angefangen ein wenig zu lesen.

    Dich zu lesen tut gut, denn du bist ja gerade ein Stueck weiter als ich.

    Deine Zweifel und Gedanken.. Ich kann sie so gut verstehen.

    Ich will auch garnicht beratschlagen gerade, weil ich mich dazu gerade absolut nicht in befaehigt fuehle.

    Wollte dir nur sagen, dass ich dir Kraft wuensche, die Stolpersteine zu ueberwinden und auf deinem Weg zu bleiben.

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben..

    Danke fuer eure vielen hilfreichen und mutmachenden, unterstuetzenden Beitraege..

    dranbleiben

    Ja. Es ist auch bei mir eine Sucht. Es ist ein Entzug. Es war ein Rueckfall. Und ja es ist ein Entzug mit allen mit allen Symptomen, also auch denen, die mich versuchen zu taeuschen und mir zu sagen, dass ja doch alles nicht so schlimm ist. Aber, ich bin mir bewusst, dass es Symptome sind und versuche mich daher auch bewusst, davor zu schuetzen, in ihre Falle zu treten....

    Veraenderungswillige Menschen... Das hast du sehr schoen formuliert. Und ja. Ich bin veraenderungswillig und sitze auf einem Zug, der die Richtung nicht aendern will. Deshalb muss ich aussteigen, denn meine Richtung ist eine andere. Meine Richtung ist die Freiheit..
    Das Bild gefaellt mir sehr gut. :) Danke dafuer!

    Melinak

    Ja, das Reden ueber das Thema. Es hat keinen Sinn.
    Du sagst "Lass doch los davon"... genau das versuche ich. Und genau das ist das Schwerste. War es sicher fuer euch alle.

    In Liebe loslassen.... Wie geht das?

    Zimttee

    Danke fuer deine klaren Worte.
    Dennoch denke ich, leider ist er eben kein gesunder Mensch und denkt demnach auch nicht mit dem normalen gesunden Menschenverstand. Das ist ja der ganze Jammer, das man meint, man muesste es dem armen Kranken eben immer wieder sagen, damit er es irgendwann versteht. Voelliger Mist, denn gibt es nicht auch bei dem Alkoholiker noch genuegend Verstand (zumindest im Anfangsstadium) um gewissen Dinge zu verstehen und zu entscheiden????

    Irini

    Das Unheil der Welt! :D Klar, ich hab die Macht. Ich werde es abwenden, haha. :)

    Kleiner Scherz am Rande....

    Ich merke, wie unmoeglich und unfruchtbar dieses ganze Reden mit ihm ist..

    @Herze

    Es ist alles gesagt. Ja. Und diesen Satz habe ich auch zu ihm gesagt. Und dann sage ich eben doch immer wieder etwas.

    Ja, ich bin nach Mallorca und allein ins Kloster. Doch zu der Zeit hat glaube ich die Hoffnung bei mir wirklich noch eine sehr grosse Rolle gespielt. Also die Hoffnung darauf, dass mit ihm alles nochmal werden koennte.

    Die Hoffnung ist zugegebenermassen auch jetzt sicher noch nicht ganz verschwunden aber sie ist um einen erheblichen Teil geschrumpft. Und vor allem ist mir sehr viel bewusster geworden, dass ICH MICH FREI MACHEN MUSS UND WILL und dass das eben nur geht mit ALLEN Konsequenzen.

    Und die Konsequenzen zu ziehen, das bedeutet Arbeit, das bedeutet Kraft, das bedeutet Geduld haben. Und das alles zusammen bedeutet viel viel Lernen.

    Ich bin am Anfang und habe Angst.

    Renate

    Ja. Das man sich selbst nicht unter Druck setzt, das ist sicher sehr wichtig und ich versuche es auch.

    Und den Moment aushalten, das ist auch wirklich etwas, was gelernt sein sollte.

    Aber, ich muss mich dann eben fragen "Welches Gefuehl muss ich nun aushalten, wenn ich ihn NICHT hoere/anrufe/ etc. "
    Mich wirklich bewusst mit den Vorgaengen auseinanderzusetzen, die sich da so in mir abspielen wird mir hoffentlich helfen, sie zu verstehen und ihnen entgegen zu steuern.

    __________________________________________________________


    Gestern hatte ich eine Sitzung bei meinem Psychologen und es hat mich ein klein wenig ruhiger werden lassen. Denn auch er sagte, dass ich auf dem richtigen Weg bin und mein Bestes gebe, wenn ich auch manchmal ueber die Steine stolpere, die da so auf dem Weg liegen.

    Er formulierte gestern seine Ziele fuer mich und im Grunde war es eigentlich nur eins.

    Dass ich lerne, mich selbst zu lieben.

    Ich danke euch sehr fuer eure ganzen Gedanken dazu, die ihr mit mir teilt.

    Vielleicht wird heute der erste Tag sein, den ich es schaffe, den Kontakt ganz zu lassen.
    Gestern Abend habe ich anstatt zu handeln (mich zu melden) mich wirklich besonnen und letztendlich bin ich irgendwann schlafen gegangen, gelassen und ohne mich gemeldet zu haben. Irgendwie ging es.

    Und jetzt In diesem Moment gerade habe ich keinen Kontakt und es geht mir gut damit. Mal schauen, was der naechste Moment bringt :)

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Er sagt, dass es ihn ueberrascht, dass unsere Situation anstatt besser jetzt so schlecht geworden sei und er nicht verstehe warum.

    Ich sage, dass das Warum mit dem Wort Alkohol beantwortet werden kann.

    Er sagt, dass das Leben doch sowieso so schwierig sei, Menschen sterben wuerden, es so viele Katastrophen gaebe usw.

    Ich sage, dass allein in Deutschland jaehrlich 70 000 Menschen an Alkoholkonsum/Missbrauch/Abhaengigkeit sterben.

    Er sagt, dass ich ihm viel geholfen habe und sagt danke dafuer.

    Ich sage, dass ich nie sein Helfer, sondern seine Freundin sein wollte, er aber den Alkohol als seine Freundin hat und somit kein Platz fuer eine andere Freundin ist.

    Er sagt nichts mehr.

    Und ich auch nicht.

    Es ist so anstrengend und traurig.

    Weisst du.

    Wir waren nicht so lange zusammen, heisst also, das Problem war bisher wirklich war bisher "nur" der Alkohol.

    Damit meine ich nicht, dass das irgendwas Banales ist, nein, aber ich glaube, das wisst ihr dass ich das so nicht meine.

    Nein, damit meine ich, dass es zu kurz war, um mehr kaputt zu machen. Die Gefuehle sind im Grunde noch voll da. Sogar als wir uns Samstag Abend trafen um zu sprechen, gab es Situationen, in denen wir lachen mussten, wg irgendwas, also eben aus der Situation heraus, so wie wir es eben immer getan haben..

    Vielleicht auch weil wir nie miteinander gelebt haben und das Ganze nie tagtaeglich erlebt wurde.. Ich weiss es nicht.

    Ich fuehle mich so. Ich handele, weil ich so handeln muss, weil ich sonst daran kaputt gehe. Aber nicht, weil ich ihn nicht mehr liebe. Ich hab ihn so lieb und er bedeutet mir so viel. Es ist nicht so, dass ich darauf beharre zu sagen, dass er meine grosse Liebe waere. Nein.

    Er ist einfach wirklich ein Mensch, der auch in mir sehr vieles bewegt hat.

    Es tut sehr weh, gerade diesen Menschen loslassen zu muessen.

    Aber so geht es euch wohl allen.

    Ich habe das Gefuehl, dass ich dadurch, dass ich so schnell erkannt habe, wie alles laufen wird, koennte, dass es so nicht mehr geht, dadurch dass das bei mir vielleicht alles sehr schnell ging, vielleicht auch, weil ich mir sehr frueh Hilfe geholt habe, aber gerade dadurch habe ich eben das Gefuehl, dass ich gegen meine Gefuehle handele.

    Auch wenn ich weiss, dass es nur den einen Weg noch gibt.

    Es ist schwer zu beschreiben.

    Es tut einfach weh.
    Ich fuehl mich sehr komisch..

    Heute war ich mit 2 Freundinnen was essen und sie haben sich dann ueber die Situation mit meinem XY unterhalten (wollen). Ich habe nicht wirklich was dazu gesagt und ich wollte irgendwann auch nichts mehr davon hoeren.... Ich wuerde gern verschwinden.

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank fuer eure Beitraege..

    Ja ich glaube, ich muss wirklich lernen, nun ganz loszulassen. Denn das hatte ich nach der 1. Trennung alles andere als getan.

    Gestern Abend gab es ein Gespraech am Telefon. Ich habe noch einmal klar gesagt, dass die Beziehung vorbei ist und ich keinen Kontakt mehr moechte.

    Es ist traurig gewesen einige Dinge zu hoeren, die er gesagt hat. Einfach diese extreme Uneinsichtigkeit. Aber so ist es. Ich habe auch gemerkt, wie mich das Gespraech wieder "fangen" wollte und ich habe bewusst dagegen gehalten. Denn ich weiss, dass es kein Zurueck mehr geben darf. Und gleichzeitig bin ich mir bewusst darueber, dass es keine leichte Sache wird, mich frei zu machen..

    Es gibt jetzt so "banale" Dinge wie, dass ich auch nicht mehr ans Telefon gehen darf/sollte, wenn er anruft, was ich weiss, aber was unglaublich schwer wird.

    Er wird irgendwann wieder in die "Einsichtsphase" kommen, mit mir das Gespraech suchen, mir sagen, wie schwierig ja alles fuer ihn ist, alleine zu leben etc. etc.

    Morgen hab ich meine Sitzung bei der Beratungsstelle, die ich 2-woechtenlich besuche. Das kommt gerade gut, auch wenn ich mich grade wirklich danach sehne, einfach fuer 2 Wochen in eine Klinik zu gehen, weil ich einfach das Gefuehl habe, es nicht zu schaffen "alleine".

    @Nathalie

    Mein Studium laeuft seit 2 Wochen und es ist wirklich viel dieses Semester und wirklich anstrengend, aber ich bin froh, dass ich so beschaeftigt bin..
    Fuer mich mache ich.. habe ein bisjen mit Sport angefangen an der Uni und versuche ab und zu zu meditieren, mache viel Musik und habe mir mein Zimmer wirklich sehr schoen eingerichtet.. :)

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel