Beiträge von TimeIsAHealer

    Vielen Dank Renate und Dranbleiben fuer eure Worte.

    Die Entscheidung am Freitag zu treffen, ihn nicht in meine Wohnung zu lassen, war hart, aber danach fuehlte ich mich frei, denn die ganzen Drei Stunden vorher ab dem Zeitpunkt seiner Ankunft und der Erkenntnis, dass er getrunken hatte, war es fuer mich eine Belastung.

    Ich glaube, ich habe mich ca. 20 Sekunden wirklich von Herzen gefreut, ihn zu sehen, bis er dann nah vor mir stand und es mir klar wurde, dass er mich schon vor seiner Ankunft bei mir "verlassen" hatte.

    Ich bin wirklich unglaublich traurig.

    Ich gebe ihm nicht wirklich die Schuld und ich denke nicht "Wie konnte er nur" oder so etwas. Denn ich weiss, er kann eben nicht anders. Vielleicht wird er nie anders koennen. Aber ich kann eben auch nicht mehr anders.

    Schuldgefuehle sind da. Aber ich weiss, dass es mein einziger Weg ist, den ich habe. Fuer mich.

    Es tut wirklich unglaublich weh und es tut ungefaehr 100% mehr weh, als beim letzten Mal.

    Vielleicht sehe ich ihn nie wieder. Mit dem Gedanken zu leben, muss ich denke ich lernen. Jetzt wird es wirklich Zeit, mich frei zu machen....

    Hallo ihr Lieben..

    Nun ist wieder eine Woche vorbei.

    XY war von Freitag bis heute in der Stadt, urspruenglich, um mich zu besuchen. Da er aber schon als er ankam, etwas getrunken hatte, hat er die beiden Naechte in einem Hotel verbracht, weil ich schon Freitag Abend entschieden habe, dass ich ihn nicht in meinem Haus haben will.

    Gestern habe ich mich getrennt. Der Schmerz ist sehr scharf und fast nicht auszuhalten.

    Ich weiss, dass es dieses Mal endgueltig ist, wirklich real ist, vorbei ist, weil es auch vorbei sein muss.

    Vielleicht musste ich das wieder erleben und vor Augen haben, um zu verstehen, dass er leider einfach garnichts geaendert hat und ich mein Vertrauen verschenkt habe, an jemanden, der es missbraucht hat.

    Das letzte persoenlich Gespraech gestern war entspannt. Fuer mich stand schon Freitag Abend fest, dass es vorbei ist. Ich habe mich sehr oft damit auseinandergesetzt, was sein wird, wenn ich wieder miterleben werde, dass er trinkt.
    Im Grunde habe ich fast darauf "gewartet", denn die Angst war immer da.
    Freitag war der Tag dann also da.

    Die Gefuehle, die ich gerade habe sind sehr stark. Es fuehlt sich anders an, als vor drei Monaten, nach der 1. Trennung, die ja am Telefon passierte. Vielleicht weiss mein Inneres, wahrscheinlich schon seit dem 1. Moment am Freitag, als ich ihn sah und merkte, dass er getrunken hat, dass es nun einfach zu Ende ist.

    Mehr kann ich grade nicht sagen.
    Wir sind nicht im Negativen auseinander gegangen, aber auch nicht sonderlich positiv. Einfach so, dass es eben nichts mehr zu sagen gibt. Er war sehr traurig, aber letztendlich weiss auch er, dass alles gesagt ist. Ich habe ihm keine Vorwuerfe gemacht.

    Vielleicht war ich zu naiv. Aber ich habe eine 2. Chance gegeben, uns. Und ich habe dafuer gekaempft. Nur leider ohne ihn.

    Erst jetzt fuehle ich die Trennung. Weil erst jetzt ist es real.

    Danke, dass ihr immer da ward und seid, auch wenn ich fuer euch vielleicht ein klassicher Rueckfallkandidat war/bin.

    Viele Gruesse

    Miriel

    Hey ihr Lieben,

    mmh. ich weiss eigentlich auch nicht, was ich erwartet habe...

    Vermutlich, dass es sich irgendwie fuegen wird...

    Wie du es sagst MaryLou finde ich auch, dass die Reportage sehr deutlich zeigt, dass es sich um eine Krankheit handelt.

    Fakt ist, dass ich reagiere, dass ich auch auf Aussagen von ihm reagiere, ich meine innerlich, psychisch, nicht verbal oder so.

    Und Fakt ist, dass ich mit der Situation, so wie sie ist, nicht richtig klar komme, weil es nicht die Offenheit zwischen uns gibt, die ich mir wuenschen wuerde.

    Das haette ich eigentlich fuer einen Neustart erwartet. Offenheit und Austausch, vor allem ueber das Thema, das nun eben das Problem ist.

    mmh. Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Danke Renate...

    Deine Worte tun gut. Danke fuer die Umarmung.

    Ich finde die Reportage spiegelt die harte Realitaet, wie sie ist, sein kann, sein koennte, etc. wider.

    Ich habe aber dennoch nicht mit so einer starken Reaktion meinerseits gerechnet...

    Das Unterbewusste macht sich wohl bemerkbar...

    Mit vielen Gruessen und Gute Nacht

    Danke Mathias, Renate, Liebeskind, Zimttee fuer eure Eintraege.....

    Ich weiss nicht, irgendwie grade... ich weiss garnicht so richtig, was ich sagen soll...

    Klare Ansagen, laut Mathias.. das ist sicher das Richtige. Mir faellt es noch immer schwer klare Ansagen zu machen, aber ich schaffe es aufjedenfall schon um einiges besser in gewissen Situationen klare Grenzen zu setzen...

    liebeskind

    Ja klar. Auch bei mir sind die Gedanken da, was passiert wenn, wenn er wieder anfaengt, usw..

    Aber dann sage ich mir manchmal auch, ich denke nur "fuer heute".. denn wenn ich das nicht tue, dann kann ich es gleich lassen.. oder?? Oder ist das sich selbst beluegen?? Ich meine, natuerlich denke ich an die Zukunft, aber ich habe mich ja auch fuer die Beziehung entschieden, weil ich es will und weil ich ihm wieder vertrauen will. Mir dann auszumalen, wie es sein wird, wenn er wieder trinken koennte, ist ja ziemlich sinnlos oder??

    Dennoch. Klare Ansagen ueber die Trockenheit sind eigentlich ein Muss und ja so richtig sagen tue ich das auch nicht..

    Sonntag hab ich das erste Mal wieder angesprochen, wie ich zu dem Thema Alkohol noch immer stark fuehle usw und es kam nach laengerem endlich wieder ein offenes Gespraech darueber zustande, was wirklich gut tat, da ich mich auch sehr davor scheue, darueber zu sprechen, obwohl ich weiss, dass ich es brauche und das es auch wichtig ist.

    Er hat sehr normal reagiert (entgegen meinen Erwartungen) und ich glaube auch ihm tat es gut darueber zu sprechen.
    Er sagte sehr offen, dass fuer ihn trotz momentaner Abstinenz das Thema Alkohol ein taegliches Thema ist (was ich als ein notwendiges Eingestaendnis emofinde) und er sich dessen bewusst ist, dass jederzeit, jede Stunde oder Minute irgendwas passieren koennte oder sich irgendwas aendern koennte und er Angst hat, dass er dann nicht stark genug sein kann.

    Ist das wirklich ein Eingestaendnis oder ist das eine schon im Vorhinein versuchte Rechtfertigung??


    Denn im Grunde koennte ich hier zu ihm sagen, dass er sich doch besser vorher an jemanden wenden sollte, bevor es soweit kommt.. Und noch immer ist Fakt, dass er sich keine Hilfe gesucht hat, keinen Psychologen, keine Gruppe, keine Beratung....

    Habe ich das Recht diese Forderung zu stellen, dass er sich professionell helfen lassen muss, soll,.... ???

    Ich kann gerade sagen, dass der Kontakt mit ihm mir zu einem weitaus groesseren Teil GUT als schlecht tut. Natuerlich tut es mir nicht gut, wenn wir streiten oder ich manchmal in Gedanken oder Aengste verfalle wg des Alkohols und der Vergangenheit.

    Das war vor der Trennung umgekehrt.

    Renate

    Ja, ich habe Hoffnung. Aber ich habe aufgehoert die Hoffnung zu meinem Lebensinhalt zu machen, geschweige denn mir die Hoffnung komplett zu verbieten....

    Was du beschreibst, natuerlich macht es Angst, Angst davor, genau das gleiche zu erleben, unbewusst hineinzuschlittern in den gleichen Mist wie vorher.....

    Zimttee

    Meine Freiheit.

    Doch sie war in Gefahr. Denn ER war Lebensinhalt, Sinn, Freude, Trauer, ER war einfach alles und ich war nichts.

    Jetzt empfinde ich es so: Ich bin alles und durch ihn will ich mein Leben nur bereichert sehen, nicht verdunkelt.

    Wenn das nicht funktioneren sollte, dann hoffe ich, dass ich es schaffe, das erstmal zu erkennen und dann zu lassen...

    Frei... Ich fuehle mich sehr viel freier als zuvor.

    Ich fuehle mich sehr viel freier in meinem Alltag und im Umgang mit ihm.

    Ob ich ohne ihn noch freier waere? Die Frage sollte ich vielleicht mal naeher betrachten.

    Denn natuerlich fuehle ich mich auch in vielen Momenten DURCH IHN und MIT IHM frei, es gibt aber genauso auch Momente, in denen ich mich in der Enge fuehle, z.B. in Situatioen, in denen das Thema Alkohol zwischen uns zu sehr problematischer Kommunikation fuehrt.

    Ansonsten versuche ich, besser zu spueren, was Freiheit fuer mich bedeutet, was ich brauche, was ich gerne machen will fuer mich und vor allem auch, was es heisst, gefuehlsmaessig freier zu sein.


    Auch ich darf launisch sein, sauer, veraergert, schnippisch, auch ich darf keine Lust oder Zeit haben zu telefonieren, auch ich darf einfach mal nicht an mein Telefon gehen, ohne dass der Andere gleich ausrastet.

    Ich darf frei sein, und diese Freiheit nehm ich mir und ich kann sagen, dass das bisher sehr gut funktioniert, wenn nicht sogar mir und auch ihm sehr gut tut.

    MEINE Traeume sind wieder da, meine Gedanken, was ich unbedingt machen will. Und diese Gedanken sind ganz unabhaengig von ihm..

    Z.B. Ich habe mir ein E-Piano gekauft :) Ich habe es einfach getan, weil ich es auch fuers Studium brauche, aber auch einfach nur fuer mich :)

    Ich habe mein Zimmer gestrichen, ich habe mir ein Bett gekauft :)

    Ich gehe zum Sport, ich gehe nebenher arbeiten.

    Ich mache wirklich mal etwas fuer mein Studium ;)

    Alles in Allem geht es mir gerade in jedem Fall BESSER als glaube ich seit sehr langer Zeit, was meinen Lebensalltag angeht, aber das fuehre ich weder auf ihn noch darauf zurueck, dass wir wieder zusammen sind, sondern nur darauf, dass sich IN MIR etwas getan hat.

    Und dennoch weiss ich, und das ist mir wirklich sehr bewusst... dass ich noch ganz am Anfang des "Heil Seins" stehe und der Weg noch lange ist, bis ich wirklich heil leben kann.

    Aber ich spuere, dass ich den ersten Schritt getan habe und mich weiterbewege nach vorne.

    Und ein Rueckfall seinerseits wird mich hoffentlich von diesem Weg nicht mehr herunterholen. Und daran arbeite ich...


    Mh.. Das ars erstmal.. :)

    Ich wuensche euch allen einen schoenen Abend!

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Hallo Sternchen!!

    Deine Beschreibung davon, dass wenn du alleine bist, du irgendwann das Gefuehl hast, dir alles nur einzubilden, zu uebertreiben, an deiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln... "Ist er vielleicht doch kein Alkoholiker??" "Ach, so schlimm ist es ja vielleicht doch nicht... " Und und und...

    Ich kenne es sehr gut und es ist auch glaube ich eine typische Sache, die bei uns Co's aufkommt, wenn wir noch mitten in unserem Co drin haengen und zwar gedanklich noch voll AM Alkoholiker dran.

    Deine Beschreibungen, und auch schon wie vorher von anderen gesagt, es ist offensichtlich.

    Und denke jetzt bloss nicht " Ach, aber vielleicht stell ich es hier ja nur uebertrieben dar... und mein XY ist doch vielleicht wirklich kein Alkoholiker.." oder aehnliches.....

    Stopp diese Gedanken.

    Fakt ist, ER tut dir nicht gut und du tust dir MIT IHM gerade selbst auch nicht gut.

    Dass DU diejenige mit Problem bist, klar, auch das kenne ich zu Genuege, er hat ja kein Problem, wir "machen" das Problem ja, indem wir es ansprechen.

    Viele viele viele Dinge, die man hundert Mal erlebt, immer wieder hin und her ueberlegt, ob man nicht doch vielleicht falsch liegt. Und nein, am Ende kommt man immer wieder, spaetestens beim naechsten Vollrausch, zu dem Entschluss, dass man Recht hat.

    Und im Grunde wird in diesem Moment SEINE Argumentation oder seine Banalisierung etc. EGAL.

    Denn DU weisst fuer DICH, was du NICHT willst.

    Ob er nun Alkoholiker ist oder nicht.

    Du bist CO. Und daran kannst DU arbeiten. Denn DU bist schon soweit, dass du Erkenntnisse erlangt hast, etwas fuer DICH tun willst, ... Darauf kannst du schon einmal stolz sein, denn auch dahin zu kommen, ist erstmal nicht einfach.

    Und soweit ist er eben noch nicht. Und das ist im Grunde auch in Ordnung, da es SEIN Leben ist und wie schon von anderer Seite erwaehnt, er hat ein Recht darauf, sein Leben so zu leben (oder auch zu beenden, auch wenn es hart klingt,...)

    Dennoch, auch wenn DU das Wichtigste sein sollst fuer DICH, mir hat es sehr geholfen, sehr schnell zu erkennen, dass ich es mit einer Krankheit zu tun habe und keinesfalls mit einer Marotte, Boesartigkeit oder schlechten Eigenschaft.

    Das soll natuerlich nichts entschuldigen und macht auch niemals all die Verletzungen gut, die einem zugefuegt werden, ABER es kann helfen, einen Schritt in die Richtung zu wagen, sich gerade EMOTIONAL zu distanzieren und einen Schritt zurueck zu gehen und von der Sucht des Partners "loszulassen".

    Du hast etwas von Therapie gesagt, machst du gerade eine Therapie oder hast begonnen?

    Was mir auch sehr geholfen hat, gerade in den Anfaengen, war der Besucht einer Selbsthilfegruppe, einer Angehoerigengruppe.

    Therapiezentren oder Kliniken fuer Co-Abhaengige, gibt es sicherlich, bzw. Kliniken, die sicherlich auch Co-Abhaengige in Behandlung nehmen ;)

    Vielleicht waere der Besucht einer Suchtberatungsstelle auch etwas fuer dich?

    Ich wuensche dir jetzt erstmal viel Kraft fuer deinen Weg, hier zu lesen und zu schreiben half mir in einigen schweren Stunden wirklich sehr, da einfach immer jemand da ist, der "zuhoert" :)

    Viele liebe Gruesse

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    ich hab es ja garnicht gleichgesetzt und ja ich denke auch, dass es da einen Unterschied gibt, da ich ja von mir selbst weisst, was der Gedanke an einen nassen XY in mir ausloest......

    Danke fuer eure Beitraege.

    Ich glaube ich kann nicht mehr machen als auf mich achten, mich um mich kuemmern, weiterhin mein Leben von seinem trennen, klare Grenzen aufzeigen und konsequent sein und gehen, wenn es mir nicht mehr gut tut.

    Ausserdem, so wie du Silberkralle sagst, klare Ansagen machen, ueber das, was fuer mich klare Grundvorraussetzung ist. Trocken Sein.

    Schwierig daran ist eigentlich nur fuer mich gedanklich, dass ich manchmal das Gefuehl habe, dass es schon wieder fast so ist, dass er sich ind er Sicherheit wiegt, ja nicht wirklich alkoholkrank zu sein, weil er ja "einfach" aufhoeren konnte............

    Aber das sind meine Gedanken, nichts davon habe ich mit ihm besprochen.

    Im Grunde will ich, dass es MIR gut geht. Und grade tut es das, aber dennoch arbeite ich taeglich an mir und werde es auch weiterhin tun, denn ich weiss, dass ich noch lange nicht "fertig" bin, oder Sonstiges, geschweige denn aus meinem Co-Verhalten ausgestiegen bin oder so.....

    Ein langer Weg, ob dieser nun mit XY oder ohne ist, spielt keine Rolle, denn es ist MEIN Weg

    :)

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo liebe Herzeloyde,

    es ist schoen, solche Zeilen von dir zu lesen.

    Es freut mich, dass es dir gut geht und dass du dich wegen vermeintlicher Rueckfaelle nicht aus der Ruhe bringen laesst.

    Diese Panikgefuehle und Endzeitstimmungen nach der Trennung kann ich so gut nachvollziehen und es ist harte Arbeit, das eben nicht mehr so zu empfinden, oder eben "normal" zu empfinden, also eben "normaler" Trennungsschmerz anstatt den, den wir fuehlen.......

    Deine Theorie klingt sehr gut. Und Umsetzen wirst du sie sicher.. Eben Schritt fuer Schritt und kleine Rueckfaelle oder schlechtere Tage gibt es immer, das Wichtigste ist, dass man diese "Schlaege" nicht Ausloeser werden laesst fuer das Aufgeben.

    Deine Beschreibung vom Bauchtanz laesst mich laecheln, denn im Grunde hatte ich gestern beim Sport (Zumba) aehnliche Gefuehle.

    War seit Jahren das erste Mal wieder bei so etwas dabei gestern und stand auch neben vielen Anderen vorm Spiegel und hatte einfach wirklich sehr aehnliche Gedanken. Witzig :)

    Wir sind wohl einfach gut so, wie wir sind, oder?

    Und ja, wir duerfen anfangen uns selbst zu lieben!

    Mit ganz vielen Gruessen und ganz viel Kraft fuer deinen Weg!

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    ich komme grade ueberhaupt nicht dazu hier weder zu lesen noch zu schreiben. Morgen faengt bei mir das Semester wieder richtig an und ich werd dieses Mal richtig viel zu tun haben. Habe es aber auch bewusst so gewaehlt, um 1. voran zu kommen und 2. auch einfach gut beschaeftigt zu sein :)

    Mh.

    Ok. Ich habe nicht viel erzaehlt, das stimmt, weder vom Kloster noch von meiner Zeit mit XY.

    Wir sind wieder zusammen.
    Ich bin froh, dass ich es dennoch geschafft habe, das mit dem Kloster durchzuziehen, also weiter wie gehabt, MEIN Ding zu machen und mich auf mich zu konzentriern.

    Und genau das will ich weiterhin tun.

    Als ich dort war, sind wir uns natuerlich naeher gekommen, ich habe zwar vorher ueberlegt, dass es vielleicht besser waere, wenn es garnicht so weit kommt, aber als wir uns nach fast 4 Monaten wieder sahen....

    Vielleicht ist es fuer euch ein klassischer Rueckfall ?!
    Meinungen dazu wuerde ich gerne hoeren.

    Zu ihm kann ich sagen, er hat sich veraendert, optisch und auch seine Art. Er ist entspannter geworden. Aber ich sicherlich auch. Deshalb waren die Tage bei ihm sehr schoen und ohne Angst, beiderseits, denke ich.

    Er hat laut ihm aufgehoert zu trinken. Mir ist das im Grunde absolut kein Beweis oder sonstiges, da ich weiss, dass ein Aufhoeren noch lange kein Trocken Sein bedeutet.

    Ich kann fuer mich nur sagen, ich habe mich sehr wohl gefuehlt und fuehle mich auch noch immer wohl mit dem Kontakt zu ihm, momentan.
    Das Einzige, was ich tun kann ist, auf mich zu achten und wenn mir der Kontakt nicht gut tut, einen Schritt zurueck zu gehen.

    Getrunken hat er seit der Trennung in meiner Anwesenheit oder am Telefon, nicht. Ich kann natuerlich nicht kontrollieren, was er tut, wenn wir grade keinen Kontakt haben. Aber das ist ja auch sinnlos, denn ich kann es eben nicht wissen.

    Ich versuche, mich auf mich zu konzentriern, ihm klare Grenzen zu zeigen, offen zu sprechen, auch ueber meine Aengste wg des Alkohols.

    Das ist sehr schwierig, aber es ist besser, als es je war, also die Kommunikation zwischen ihm und mir. Auch wenn es unangenehm ist fuer uns beide, ueber das Thema zu sprechen, es wird immer da sein, wenn das zwischen uns weitergehen wird und wir werden darueber sprechen muessen, immer wieder, wenn es weitergehen und funktionieren soll.

    Er hat sich keinen Psychologen gesucht und auch sonst keine Hilfe in Anspruch genommen.

    Mir wuerde es aufjedenfall besser gefallen, haette er das getan und vielleicht bin ich naiv, zu denken, dass er es noch tun wird oder sonstiges, aber letztlich bleibt auch das seine Entscheidung.

    Meine Angst war und ist natuerlich, dass er jetzt vielleicht garnichts mehr tut, da ich ja auch wieder einen Schritt auf ihn zugemacht habe.. Und klar habe ich schon oft ueberlegt ob es vielleicht besser waere, ihm ein Ultimatum zu stellen bezueglich Therapie, etc. Was meint ihr???

    Aber dann denke ich immer wieder... nein, so lange es mir gut geht, ich mich um mich kuemmere und an mir arbeite... Und wenn ich merke, dass er nichts mehr tut oder gar rueckfaellig wird, dann muss ich konsequent sein und gehen.

    Findet ihr meine Gedanken absurd und dumm???

    Ich habe unendlich viele Zweifel und habe aber dennoch gemerkt, dass er sich veraendert hat, und, was fuer mich eigentlich auch sehr wichtig ist, dass ich wirklich noch tiefe Gefuehle habe, da ich auch daran gezweifelt habe, bevor ich zu ihm gefahren bin. Ich wusste nicht, was ich noch fuehlen wuerde, wenn ich ihn sehe... frage mich aber, ob das eben vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm sein koennte, dass es jetzt gerade so entspannt ist.. oder was auch immer... :/

    Ok.....

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    Das Kloster hat mir sehr gut getan.

    Der Tagesablauf war sehr strukturiert, jeden Morgen 4.30 aufstehen, meditiern, Lesen, Arbeiten, Fruehstueck, Arbeiten, Mittagessen, Pause, Meditieren, Schlafen,......

    Das war unglaublich gut, um ein wenig Ordnung zu schaffen, gedanklich und auch koerperlich, irgendwie.

    Fuer mich war die Zen Meditation wirklich sehr sehr neu, aber dennoch unglaublich interessant und angenehm. Sich selbst ueberhaupt mal voll und ganz wahrzunehmen, das tut man einfach selten, so im taeglichen Alltag....

    Und dennoch ist auch sehr anstrengend und aufreibend, wenn man beginnt, so richtig MIT SICH SELBST zu sein und alles wahrzunehmen, ob koerperlich, seelisch,... egal was.

    Ich habe aufjedenfall angefangen, mich selbst mehr zu spueren, und das fuehlt sich gut an.

    Ausserdem hab ich mich natuerlich dann auch naeher mit dem Buddhismus beschaeftigt in der Zeit und muss sagen, dass es fuer mich aufjedenfall etwas ist, in dem ich einen Sinn finden kann und was fuer mich auch glaube ich wirklich zum Leitfaden werden koennte.

    Ich kann, wenn es erlaubt ist, gerne zwei buddhistische Kloster hier nennen, wo man fuer ein paar Tage bis Wochen hingehen kann.

    :)

    So, das wars jetzt mal fuer Heute.

    Ich wuerde mich freuen, eure Meinungen zu hoeren, auch wenn ich grade nicht so fleissig, bei euch schreibe.... :/

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    aaaalso :)

    Ja.

    Mein Aufenthalt im Kloster war sehr gut.

    Anstrengend, Entspannend, Neu, Erfrischend, Motivierend, Erkenntnisreich, Schoen, Ruhig, Friedlich,.....

    Mir wuerden noch einige andere Worte einfallen, um das zu beschreiben, aber richtig erklaeren kann ich das Erlebnis nicht.

    Alles in allem war es einfach eine sehr gute Erfahrung und ich wuerde es jederzeit wieder tun und will es auch aufjedenfall wiederholen !

    Ob das Meditieren was fuer Jedermann ist, das weiss ich nicht, aber fuer mich hab ich aufjedenfall darin einen Sinn gefunden und will mich auch weiterhin damit beschaeftigen.
    Grade wegen solchen Atemgeschichten, die ich ja auch habe, bietet sich das noch mehr an, aber die Meditation (Zen) bietet auch ganz viele andere Geheimnisse, die es zu entdecken gilt ;)

    Mh.. Ansonsten lag "mein" Kloster landschaftlich sehr schoen (wie wohl auch viele andere), und ich habe die Natuer sehr genossen.

    Ich wuerde euch jetzt als Naechstes meinen Tagesablauf im Kloster erzaehlen, aber dann denke ich mir so, eigentlich muss man es wirklich selbst erleben, um wirklich zu verstehen, was es damit so auf sich hat und wieso das alles so gut ist.

    Denn der Tagesablauf an sich etc. klingt fuer die meisten eher so wie "unglaublich anstrengend, ich will mich doch erholen" :D

    Versteht ihr?

    War denn von euch auch schon jemand oder mag jemand das ma machen?? :)

    Liebste Gruesse

    Hallo ihr Lieben,

    heute zurueck gekommen.

    Nur ein kurzes Hallo, denn ich muss erstmal Ankommen.

    Dennoch wollte ich kurz Reinschauen, es hat sich ja wieder einmal viel getan hier :)

    Ich kann nur sagen, die Woche in dem Kloster war unglaublich gut. Interessant, lehrreich, entspannend, auch anstrengend, ... alles in allem eine tolle Erfahrung, die ich jetzt schon nicht missen und vielleicht sogar irgendwann noch einmal wiederholen mag.

    Ich lasse euch ganz viele Gruesse da und melde mich die Tage mal wieder und dann ausfuehrlicher.

    :)

    Miriel

    Hallo ihr Lieben, vielen Dank fuer eure ganzen Beitraege.

    Ich bin gestern Abend heimgekommen, war 5 Tage bei XY.

    Jetzt mache ich mich grade bereit und gleich auf den Weg ins Kloster.

    Alles etwas unter Zeitdruck, deshalb schreib ich auch nur kurz und naechste Woche dann auf eure Beitraege, die ich mir alle durchgelesen habe und die ich sehr hilfreich finde, wenngleich ich sie erst jetzt NACH meinem Besuch bei XY gelesen habe.

    Alles in Allem war der Besuch gut.

    Ich habe versucht, bei MIR zu bleiben, was mir eigentlich auch immer gelungen ist.

    Wir haben viel geredet und ich habe viele Dinge sehr ehrlich und direkt ausgesprochen.

    Was das jetzt heisst und wie das jetzt alles wird, weiss ich grade nicht und ich hab auch (wahrscheinlich besser so) keine Zeit, um drueber nachzudenken.

    Ich kann nur sagen, dass ich weiss, was ich nicht mehr will, aber leider weiss ich nicht so genau, was ich will.

    Ich danke euch fuer eure Gedanken und freue mich darauf, euch naechste Woche vom Kloster berichten zu koennen :)

    Viele liebe Gruesse

    Miriel

    Muss ich wirklich wieder die Entscheidung zu ihm zu fahren verwerfen?

    Ich muesste es aussprechen. Dass ich doch nicht komme. Weil es einfach nicht geht.

    Im Grunde bin ich grade genauso weit wie kurz vor der Trennung, nur dass mir eben einiges klarer ist und ich eben in meinen Handlungen doch etwas ueberlegter geworden bin, jedenfalls will ich es sein.

    Ich weiss, wenn ich mit ihm telefoniere, kann es passieren, dass ich wieder denke, ok, es ist doch einen Versuch wert...

    :(

    Ok, grad eben kurz das Handu angemacht, um meine Oma anzurufen.

    Ein entgangener Anruf von ihm von vor 10 Minuten.

    Ich hab das Handy wieder ausgemacht, weiss grad nicht, was ich tun soll.

    Der Drang, wie eben immer, kommt in mir hoch, mit ihm sprechen zu muessen.

    Ich mach mich jetzt mal reisefertig (fahre heute noch nach Hause) und versuche zu fruehstuecken und ma alles so zu machen wie immer.

    Bin supervorsichtig und will einfach keine falsche Entscheidung treffen jetzt.

    Ich bitte um Ratschlaege :(

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hey Lea,

    es ist schoen, so positive Zeilen von dir zu lesen.

    Dieses Gefuehl, nicht mehr suchen zu muessen, das kenn ich und es war auch bei mir sehr angenehm, als es sich so langsam einstellte. Ich glaube schon, dass es bedeutet, dass sich etwas tut IN DIR.

    Ich glaube, es ist dieses SICH SELBST immer naeher kommen, das dazu fuehrt, dass man garnicht mehr danach streben muss, jemand anderem immer naeher zu kommen.

    Ich habe auch das Gefuehl, dass die Gelassenheit einfach eine Groessere wird und man einfach nicht mehr diesen "Lebensdruck" so empfindet, wie man es vorher empfunden hat.

    Ich wuensche dir, dass du dir selbst weiterhin immer naeher kommst :)

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Mhh... ok, gestern rief er mich das erste Mal wieder an, stimmungstief, jedenfall ein wenig.

    Wir hielten unsere Unterhaltung dann kurz, war also ok.

    Heute war ich ziemlich viel unterwegs, er versuchte mich ein paar Mal anzurufen, hab dann auch ma zurueckgerufen..Kurz geredet, da er aber einfach in dieser Stimmung war, hab ich es wieder sehr kurz gehalten.

    Ich red ma nicht lang hin und her.
    Letztendlich befand er sich anscheinend wieder in so einem Stimmungsloch. Dieses Mal suchte er aber einen Grund bei mir, um es hochzuschaukeln, und das dann per SMS.

    Ich ging nicht drauf ein. Das heisst, ich hab wirklich erstmal garnicht auf seine SMS reagiert. Nach der ca. 10. SMS (Also sozusagen Selbstgespraeche per SMS) hab ich dann geschrieben, hab ich dann angerufen. Er ging nicht ran. Dann hab ich nur geschrieben, dass ich jetzt schlafen geh und wir ja dann morgen reden koennen.

    Dann kamen wieder ca. 10 SMS mit Provokationen und sinnlosem Zeug und dass er jetzt sein Handy ausmachen wuerde weil er es in der Stadt ja nicht braucht.

    Auch darauf hab ich nicht mehr reagiert. Weder per SMS noch per Anruf.

    Zusammengefasst bedeutet das fuer mich so ungefaehr, dass er eventuell heute Abend trinkt. Wenn ich ihm glauben soll, dann trinkt er vielleicht heut Abend wieder zum 1. Mal seit 6 Wochen.
    Er hat's nicht fuer sich selbst getan und es ist sein Recht, zu tun, was er will.

    Wie ich mich fuehle damit...

    Ich glaube, auch wenn ich letztendlich wieder "rueckfaellig" war und mich auf den Kontakt wieder eingelassen hatte, habe ich doch so viel gelernt, dass ich in dieser Situation jetzt bei MIR bleibe.
    Ich bin weder verzweifelt, noch traurig oder wuetend.
    Heute kann ich wirklich sagen, schade, fuer ihn.

    Ob sein Verhalten heut Abend nun von Entzugserscheinung oder Trinken ausgeloest wurde, ich weiss es nicht und im Grunde will ich es auch garnicht wissen.

    Das Einzige ist nun eben, welche Konsequenz ich daraus ziehe und darueber muss ich mir klar sein.

    Denn diese Situation gab es seit der Trennung nicht mehr.

    Wenn ich wirklich ueberlege, was fuer mich selbst das Beste waere, glaube ich, dass es der Rueckzug ist.

    Denn ich weiss, wird er mich morgen anrufen, wird es ihm leid tun und ich werde wieder froh sein, dass er wieder "normal" ist.

    Aber eigentlich will ich das garnicht mehr.

    Schuetzen kann ich mich selbst nun also nur, wenn ich ihn ignoriere.

    Der Kreislauf hatte ein Ende und nochmal will ich mich nicht hinein begeben.

    Den Anruf "danach" entgegenzunehmen waere eigentlich ein wieder Einsteigen in den Kreislauf.

    Oder was meint ihr?

    Danke fuer eure Ratschlaege.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel