Danke Mathias, Renate, Liebeskind, Zimttee fuer eure Eintraege.....
Ich weiss nicht, irgendwie grade... ich weiss garnicht so richtig, was ich sagen soll...
Klare Ansagen, laut Mathias.. das ist sicher das Richtige. Mir faellt es noch immer schwer klare Ansagen zu machen, aber ich schaffe es aufjedenfall schon um einiges besser in gewissen Situationen klare Grenzen zu setzen...
liebeskind
Ja klar. Auch bei mir sind die Gedanken da, was passiert wenn, wenn er wieder anfaengt, usw..
Aber dann sage ich mir manchmal auch, ich denke nur "fuer heute".. denn wenn ich das nicht tue, dann kann ich es gleich lassen.. oder?? Oder ist das sich selbst beluegen?? Ich meine, natuerlich denke ich an die Zukunft, aber ich habe mich ja auch fuer die Beziehung entschieden, weil ich es will und weil ich ihm wieder vertrauen will. Mir dann auszumalen, wie es sein wird, wenn er wieder trinken koennte, ist ja ziemlich sinnlos oder??
Dennoch. Klare Ansagen ueber die Trockenheit sind eigentlich ein Muss und ja so richtig sagen tue ich das auch nicht..
Sonntag hab ich das erste Mal wieder angesprochen, wie ich zu dem Thema Alkohol noch immer stark fuehle usw und es kam nach laengerem endlich wieder ein offenes Gespraech darueber zustande, was wirklich gut tat, da ich mich auch sehr davor scheue, darueber zu sprechen, obwohl ich weiss, dass ich es brauche und das es auch wichtig ist.
Er hat sehr normal reagiert (entgegen meinen Erwartungen) und ich glaube auch ihm tat es gut darueber zu sprechen.
Er sagte sehr offen, dass fuer ihn trotz momentaner Abstinenz das Thema Alkohol ein taegliches Thema ist (was ich als ein notwendiges Eingestaendnis emofinde) und er sich dessen bewusst ist, dass jederzeit, jede Stunde oder Minute irgendwas passieren koennte oder sich irgendwas aendern koennte und er Angst hat, dass er dann nicht stark genug sein kann.
Ist das wirklich ein Eingestaendnis oder ist das eine schon im Vorhinein versuchte Rechtfertigung??
Denn im Grunde koennte ich hier zu ihm sagen, dass er sich doch besser vorher an jemanden wenden sollte, bevor es soweit kommt.. Und noch immer ist Fakt, dass er sich keine Hilfe gesucht hat, keinen Psychologen, keine Gruppe, keine Beratung....
Habe ich das Recht diese Forderung zu stellen, dass er sich professionell helfen lassen muss, soll,.... ???
Ich kann gerade sagen, dass der Kontakt mit ihm mir zu einem weitaus groesseren Teil GUT als schlecht tut. Natuerlich tut es mir nicht gut, wenn wir streiten oder ich manchmal in Gedanken oder Aengste verfalle wg des Alkohols und der Vergangenheit.
Das war vor der Trennung umgekehrt.
Renate
Ja, ich habe Hoffnung. Aber ich habe aufgehoert die Hoffnung zu meinem Lebensinhalt zu machen, geschweige denn mir die Hoffnung komplett zu verbieten....
Was du beschreibst, natuerlich macht es Angst, Angst davor, genau das gleiche zu erleben, unbewusst hineinzuschlittern in den gleichen Mist wie vorher.....
Zimttee
Meine Freiheit.
Doch sie war in Gefahr. Denn ER war Lebensinhalt, Sinn, Freude, Trauer, ER war einfach alles und ich war nichts.
Jetzt empfinde ich es so: Ich bin alles und durch ihn will ich mein Leben nur bereichert sehen, nicht verdunkelt.
Wenn das nicht funktioneren sollte, dann hoffe ich, dass ich es schaffe, das erstmal zu erkennen und dann zu lassen...
Frei... Ich fuehle mich sehr viel freier als zuvor.
Ich fuehle mich sehr viel freier in meinem Alltag und im Umgang mit ihm.
Ob ich ohne ihn noch freier waere? Die Frage sollte ich vielleicht mal naeher betrachten.
Denn natuerlich fuehle ich mich auch in vielen Momenten DURCH IHN und MIT IHM frei, es gibt aber genauso auch Momente, in denen ich mich in der Enge fuehle, z.B. in Situatioen, in denen das Thema Alkohol zwischen uns zu sehr problematischer Kommunikation fuehrt.
Ansonsten versuche ich, besser zu spueren, was Freiheit fuer mich bedeutet, was ich brauche, was ich gerne machen will fuer mich und vor allem auch, was es heisst, gefuehlsmaessig freier zu sein.
Auch ich darf launisch sein, sauer, veraergert, schnippisch, auch ich darf keine Lust oder Zeit haben zu telefonieren, auch ich darf einfach mal nicht an mein Telefon gehen, ohne dass der Andere gleich ausrastet.
Ich darf frei sein, und diese Freiheit nehm ich mir und ich kann sagen, dass das bisher sehr gut funktioniert, wenn nicht sogar mir und auch ihm sehr gut tut.
MEINE Traeume sind wieder da, meine Gedanken, was ich unbedingt machen will. Und diese Gedanken sind ganz unabhaengig von ihm..
Z.B. Ich habe mir ein E-Piano gekauft
Ich habe es einfach getan, weil ich es auch fuers Studium brauche, aber auch einfach nur fuer mich 
Ich habe mein Zimmer gestrichen, ich habe mir ein Bett gekauft 
Ich gehe zum Sport, ich gehe nebenher arbeiten.
Ich mache wirklich mal etwas fuer mein Studium 
Alles in Allem geht es mir gerade in jedem Fall BESSER als glaube ich seit sehr langer Zeit, was meinen Lebensalltag angeht, aber das fuehre ich weder auf ihn noch darauf zurueck, dass wir wieder zusammen sind, sondern nur darauf, dass sich IN MIR etwas getan hat.
Und dennoch weiss ich, und das ist mir wirklich sehr bewusst... dass ich noch ganz am Anfang des "Heil Seins" stehe und der Weg noch lange ist, bis ich wirklich heil leben kann.
Aber ich spuere, dass ich den ersten Schritt getan habe und mich weiterbewege nach vorne.
Und ein Rueckfall seinerseits wird mich hoffentlich von diesem Weg nicht mehr herunterholen. Und daran arbeite ich...
Mh.. Das ars erstmal.. 
Ich wuensche euch allen einen schoenen Abend!
Mit vielen lieben Gruessen
Miriel