Beiträge von TimeIsAHealer

    Ja, das mein eigenes Leben viel Baustellen-Arbeit bedarf, dass erkenne ich auch erst so nach und nach....

    Und klar, du hast Recht, ich bin stark und konsequent fuer mich, nicht fuer ihn.

    Und ich habe die Trennung auch nicht vollzogen, weil ich dachte, dass das dann was in ihm bewirkt.

    Ich habe es wirklich fuer mich gemacht.

    Und das ist auch gut so.

    Dass ich natuerlich jetzt merke, dass es (jedenfall scheinbar) bewirkt hat, das gibt mir natuerlich wieder Hoffnung, aber auch der muss ich eben standhalten und mich weiterhin auf MEINEN Weg besinnen.

    ich hatte heute genau zwei extreme Momente, in denen meine Co-Knoepfe einfach unglaublich umgeschlagen sind, ohne das was passiert ist, das ist einfach krass, wie es dem Suchtverhalten gleicht.

    Und jedes Mal wenn ich den kritischen Moment mit irgendwas gefuellt habe, war es danach ok und ich hab mich wieder ganz anders gefuehlt und konnt mich dann auch nicht mehr in das Suchtgefuehl kurz vorher hineinversetzen.....

    Ich bin noch lange nicht "trocken"

    Das zeigen mir diese Momente immer wieder..

    Ja ich weiss.

    Ich versteh das auch nicht falsch.

    Es ist ja auch im Grunde genau das was ich will.

    Erstmal ist die Trennung Schutz fuer mich gewesen und ist es auch immernoch. So wie es war, wollt und will ich es nicht mehr.

    Jetzt, wo ich merke, dass er (angeblich) was tun will, sehe ich diese Kontaktsperre als nochmal notwendiger, da er es letztlendlich doch immer wieder von mir abhaengig macht, was er tut, und genau das moechte ich ja nicht.

    Ich moechte auf keinen Fall, dass irgendwelche Schritte, die er jetzt macht, (sicherlich ausgeloest durch die Trennung) auch weiterhin in irgendeiner Weise an mich gebunden sind, da er sich natuerlich momentan denke ich erhofft, wenn er jetzt was macht und mir zeigt, dass er irgendwas macht, dass es dann nochmal eine Chance gibt.

    Und genau das will ich ja vermeiden.

    Deswegen sage ich das, dass ich ihm (und natuerlich mir selbst) im Grunde nur schaden wuerde, wenn ich auf seine Kontaktsuche wieder eingehe, da seine "Aenderungsanfaenge" jetzt nicht von innen kommen, sondern ausgeloest sind durch das Realisieren des Verlustes von mir.

    Verstehst du was ich meine?

    Ich will einfach garnicht mehr Teil seines Kreises sein.

    Mhh...

    im Grunde hat mein XY immer nur Respekt verloren im betrunkenen Zustand, nie im Nuechternen.

    Ich glaube auch weniger, dass er mich in voellig anderem Licht sehen wuerde (wird), sondern viel mehr, dass er eben alles drumherum mehr Licht bekommt fuer ihn und ich deswegen auch nicht mehr als einziges Lichtlein fuer ihn brenne.

    So soll es ja auch eigentlich sein und das wuensche ich ihm auch.

    Ich weiss nur eben gleichzeitig, dass ich auch gerade deswegen jetzt umso konsequenter sein muss, weil er sonst nie von dem Trip runterkommt, dass ich ja Alles bin und alles andere nicht wichtig, so lange ich da bin, denn so verhindere ich seine Genesung zu 100 %

    Und die Traurigkeit ist momentan das, was sich am breitesten macht bei mir.

    Leider nicht durch Wut zu ersetzen, weil es zwischen ihm und mir nie so weit kam, dass es richtig eklig wurde. (vielleicht schon, nur man ertraegt ja viel und ich weiss wieviel schlimmer es noch gehen kann, wie ich hier immer wieder feststellen muss...)

    Traurigkeit und die Erkenntnis darueber, dass man es genauso annehmen muss, wie es ist. Naemlich das, das es vorbei ist und das, wenn man ganz ehrlich ist, man nicht wieder zurueck will dahin, wo man mit dem Partner war.

    Und auch sich das ehrlich einzugestehen schmerzt. Aber befreit eben auch.

    Mhh..

    ja.. auch wir hatten meiner Meinung nach viele Gemeinsamkeiten, die wir geteilt haben, aber sicherlich auch ein paar dazugedachte oder von uns dazugemachte.

    Dieses "triggern" so wie du es beschreibst, auch das kommt mir bekannt vor.

    War da doch das immerstarke Maedchen, dem man schon im Blick die Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung und Schutz ansah.
    Das dann auf den immerstarken Mann traf, der doch nie seine Sehnsuechte ausgelebt hatte und froh war ein solches Maedchen, das alle Liebe zu geben hatte zu treffen.

    So konnten sie sich beide in ihrer Sehnsucht waelzen und sich in die gegenseitige Abhaengigkeit begeben.

    Wollte der starke Mann die ganze Sehnsucht doch immer mit Alkohol ertraenken, hatte er doch jetzt jemandem, der ihm viel besser tat. Nur leider hatte der vorherige Sehnsuchtsstiller schon so viel Platz eingenommen, dass es fuer das Ersetzen durch das Maedchen leider schon zu spaet war.

    Im Grunde garnicht mal das Schlechteste, wenn man bedenkt, wir waren wirklich nur Sehnsuchtsstiller fuer uns ....

    Aber nein, auch daran will ich natuerlich nicht glauben, glaube ich doch, dass auch in dem "normalen" (nuechternen) Zusammensein so viel Wahrheit stecken kann, dass man eine kleine Basis erkennen kann, die da war, die aber leider nie eine Chance hatte sich weiterzuentwickeln, weil der Feind Alkohol laengst jeglichen Raum eingenommen hatte.

    Traurig ist das. :(

    Meine ehrlichen Gedanken heute:

    * warum kann nicht einfach alles irgendwie normal sein?

    *ich darf auf keinen Fall heute einen Kontaktversuch seinerseits annehmen, denn ihn fuer morgen (Arzt) zu ermutigen, waere das aller falscheste, was ich tun kann

    *hab ich mir unsere ganzen Gemeinsamkeiten nur eingebildet?

    *vielleicht war ich auch nur sein Anker, so wie er meiner, naja, aber dann hoffe ich, dass er genauso weiterkommt, wie ich bisher weitergekommen bin. auch das wuerde mich freun

    *ist es irrsinnig irgendwo doch noch zu glauben, es koennte eventuell ja doch irgendwann ein gemeinsames Zusammenkommen geben, wieso kann ich den Gedanken nicht einfach eleminieren?

    *er ist und bleibt Alkoholiker und wird selbst wenn trocken immer rueckfallgefaehrdet bleiben, ein Leben lang, mach dir das bewusst, Miriel, also nicht : trocken = Happy End

    *Lieber ein Ende mit Schrecken (Trennung) also ein Schrecken ohne Ende, aaaaber es bewegt sich doch grad was in ihm, oder?

    *Ende September geh ich ins Kloster. Bis dahin will ich den Kontakt gegen Null streben lassen, Rueckfaelle hin oder her.

    *Braucht er nicht aber dennoch Unterstuetzung, wenn er jetzt schon sagt, er will aufhoeren?
    Es heisst doch aber auch, man solle dem Alkoholiker Verstaendnis entgegen bringen und ihn ermutigen??

    *Ich beschaeftige mich schon wieder viel zu viel damit. Schluss jetzt!


    ....................

    ja, das waren so ein paar meiner Gedanken ueber den Tag verteilt.

    Ich hoffe es wird wieder STILLER um mich herum und in meinem Kopf. Der Arztbesuch und so lassen mich nicht locker, hat er schon sehr geschickt gemacht, um mich auf Trab zu halten (was ich ihm ja aber nicht zeige) und gerade deswegen darf ich darueber auch nicht mit ihm kommunizieren, oder?

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hey Broti,

    ja, ich weiss... wir sind ja alle PERFEKT laut XY, also jedenfalls am Anfang und so lange wir es immer wieder mitmachen.

    Du kannst dies viel besser, du machst das wie keine zuvor, ich habe noch nie eine Frau getroffen wie dich, du bist mein Engel, und so weiter und so fort.

    Klar, sind wir die Besten fuer XY in Anbetracht der Tatsache, dass wir mit ihm als Suchtkranken zusammen BLEIBEN.

    Aber Broti.
    Du schreibst wirklich gut, und ich will auch nicht, dass du irgendwelche Berichte fuer mich schreibst oder Aehnliches.
    Du schreibst einfach nur wirklich gut. DU.
    Ganz ohne irgendeinen Hintergedanken :)

    Liebe Gruesse

    Hey Topas,

    ja... irgendwann wird es kommen und es ist ja auch gut, dass du nichts ueberstuerzt machst, was dich vielleicht in eine missliche Lage bringen koennte.

    Dennoch bleibt natuerlich immer die Frage:

    Waere deine Lage wirklich misslicher, wenn du gehen wuerdest?

    Ich finde es dennoch gut, dass du alles langsam in Angriff nimmst, so wie es fuer dich gut ist.

    Es ist traurig, dass man solche Erkenntnisse machen muss, aber auch unglaublich wichtig fuer dich, um dich ueberhaupt loesen zu koennen.

    Flugversuche sind gut :) Auch ich wuensche dir, dass deine Fluegel wachsen!

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Diese unglaubliche Traurigkeit kenn ich sehr gut, ich glaube es liegt an der wirklichen Erkenntnis, dass man einfach machtlos ist, was das andere Leben angeht.

    Aber eben nicht dem Eigenen gegenueber. Und das ist ja auch gut so.

    Viel Spass draussen, ich mach jetzt mal sauber, bevor die Familie kommt :)

    Mh :)

    Deine Worte klingen klar und das freut mich.

    Und ich finde deine Ansicht sehr gut. Und klar, auch bei mir gibt es da natuerlich diese Gedanken, aber ich weiss auch, wenn nur einer sich bewegt, koennen wir nie an irgendeiner Stelle gemeinsam ankommen.

    Und auch ich hab schon oft gedacht, dass es ja auch sein kann, dass er dann garnicht mehr will, wenn er sich mal bewegt, was ich ihm wuensche.

    Mh.

    Es ist wirklich schoen zu lesen, dass du immer mehr sortierst. :)

    Weiterhin viel Kraft!

    Ja, das ist bei mir auch so. Also das das Suchtpotential in der Paarbeziehung am hoechsten ist.

    Es war auch nur ein Gedanke dazu.

    Im Grunde bist du ja schon auf dem Weg, DEINEN Weg zu gehen.

    Aber dieses Warten auf die Aktion des Gegenueber um reagieren zu koennen, wie Nici sagt, sich vom Aktiven ins Passive zu verlagern, das empfinde ich als sehr gefaehrlich, weil man in dem Moment immernoch abhaengig ist.

    Eben von dem Tun des Anderen, auch wenn wir uns in Sicherheit waegen (wie ich auch zu oft), klappt die Falle sehr schnell wieder zu und wir befinden uns in dem "Warte"-Zustand, in dem wir unsere eigenen Gefuehle wieder auf Eis legen und nur noch in seiner Welt leben.

    Ich weiss kein Rezept dafuer, das ganz zu umgehen, ich denke, es ist, Arbeit Arbeit Arbeit.

    Und daran sind wir ja gerade :)

    Vielen Dank noch Nici fuer deinen Beitrag :)

    Mh, heute kommt meine Schwester zu Besuch und bleibt bis morgen, morgen oder Sa. kommen evtl Vater+Freundin zu Besuch.
    Zwar Ablenkung und wird auch sicher schoen, aber irgendwie auch alles Menschen, die meine Co-Knoepfe immer wieder umlegen.

    Mh.

    Ich waere gern wieder eine Woche mit Kontaktpause weiter.

    Naja, jede Woche beginnt mit dem ersten Tag ;)