Beiträge von TimeIsAHealer

    Hallo ihr Lieben.

    pintura

    Ja, es ist schon so, dass es so ist, dass ich ihn weder betrunken erlebe, oder irgendwie sonst nähere Berührungspunkte zustande kommen. Und ich aber trotzdem spüre, dass es einfach nicht stimmt irgendwie. Und ständig stelle ich mir Fragen, wozu das Ganze. Und ich komme immer wiede rzu dem Ergebnis, dass es vermutlich keinen tieferen Sinn hat, was ich(wir) gerade machen.

    @Herze

    Danke für deinen Eintrag :)

    Mir gehts grade relativ gut, ich habe am Dienstag meine Studienarbeit abgegeben, das war ziemlicher Stress. Ich habe eigentlich mit allem rechtzeitig angefangen etc. Aber mein Perfektionismus hat mir letztendlich beschert, dass ich vor der Abgabefrist 48 Studnen wach war und völlig fertig mit der Welt. Aber davon hab ich mich im LAufe der Woche erholt und bin total froh, dass ich nach drei Monaten meine freie Zeit auch wieder richtig genießen kann. Bin übers Wochenende heimgefahren und das das erste Mal seit langem ohne schlechte Gefühle...
    Hab mein Patenkind (6 Wochen alt) besucht gestern, meine Mama, Oma, eine Freundin und meinen Papa sehe ich heute.

    Und ich muss sagen, mich bringt es grade garnicht raus, die Sache mit der Familie.

    Aber vielleicht trügt der Schein. Denn ich habe auch seit einigen Wochen wieder Kontakt zu meiem XY. Seitdem ich ihn kontaktiert hatte, hat sich ein regelmäßiger EMail Kontakt entwickelt und ca. einmal in der Woche skypen wir auch mal. Ich schreibe das hier so daher, aber ich weiß im Grunde, dass es fatal ist und ich voll in meiner CO-Abhängigkeit lebe.
    Der Kontakt zu ihm schränkt mich nicht ein und ich kann nicht sagen, dass es mir schlecht tut. Rede ich mit ihm und ich merke meine Grenzen, dann sage ich das direkt und unterbreche dann auch das Gespräch. Das Thema Alkohol kommt immer wieder auf und ich versuche dann ganz klare Dinge zu sagen, die nichts mit zusammenkommen etc. zu tun haben.
    Immer wieder fühle ich "Trigger", die ich ihm dann auch mitteile und die ich dann vermeide. Z.B. wenn er anfängt über Probleme zu reden und da dann detailliert wird und irgendwelche wirren Sachen sagt, sage ich ihm klar, dass das Seins ist und ich es nicht wissen will.

    Alles in allem weiß ich aber, dass es so nicht weiterlaufen kann und mir auchfür meine Zukunft nichts bringt. Irgendwann wird vermutlich wieder der Punkt kommen, an dem ich den Kontakt abbrechen will/muss oder wie auch immer.
    Und das ist natürlich auch gegenüber ihm total daneben (oder?)
    Was mich sehr traurig macht, ist, dass er schon sagt, dass er darauf vorbereitet ist, dass es jederzeit passieren könnte, dass wir nie wieder reden, wei lich ihm das ja beigebracht hätte und er gelernt hat, dass er damit klar kommt.

    Eigentlich ja gut, aber es nervt mich, dass ich eben in all der Zeit meine Glaubwürdigkeit verloren habe, eigenverschuldet, und deshalb nun eigentlich völlig egal ist, was ich tue.

    Mh.

    Ich nehme mir alle Rechte raus, schreibe ihm zurück, wenn ich Lust habe, oder eben nicht. Jetzt wenn ich zuhause bin, melde ich mich garnicht und bin auch was das angeht, völlig entspannt, habe keinen Drang ihn zu kontaktiern oder so etwas. Ich denke, ich mache mir selbst was vor. Er ist nun wieder "da" und das beruhigt mich irgendwie vermutlich. Dabei ändert es garnichts.

    Verstehst du?

    Mit vielen lieben Grüßen

    Miriel

    Liebe Herze,

    habe mal wieder bei dir reingeschaut, bin gerade nicht so aktiv hier und mehr am lesen als am Schreiben.

    Deine Gedanken, die du hattest, kann ich nachvollziehen, aber sie gehören eben zu der Co. Seite von uns, würde ich mal behaupten.

    Ich habe auch oft das Gefühl, wie ich mir selbst nur dieses Recht herausnehmen konnte, einen anderen Menschen von Anfang an anders haben zu wollen...

    Man könnte schon sagen, wir haben die xy`s "so wie sie sind" nicht akzeptiert. Fakt ist eben, wenn xy so wie er ist, NASS ist, dann haben wir guten Grund es nicht akzeptieren zu können.

    Ich sehe meinen "Fehler" aber weniger in dieser Nichtakzeptanz, sondern viel mehr in der Entscheidung, die ich viel früher hätte treffen müssen (aber eben nicht konnte). Also eben, dass ich damit nicht klar komme und ich das nicht akzeptieren kann (zu Recht!) aber eben nicht die dementsprechende Konsequenz gezogen (zu gehen) sondern anstatt dessen eben entschieden habe zu bleiben und an ihm rumzudoktern. Das empfinde ich als fehlgeleitet. Und das eben durch die Co-Abhängigkeit.

    Du kannst unglaublich stolz sein auf dich, dass du an dieser Stelle, wo du nun so mit dir gehadert hattest ,nicht eingeknickt bist, das war gut! Es gibt nichts zu sagen.
    Ich bin eingeknickt Herze, vor Wochen. Deshalb kann ich auch garnicht so viel bestärkendes sagen. Ich wäre froh, ich hätte mich aus dem Kopfwirrwarr, so wie du, wieder befreien können damals.

    Mh. Wollte dir nur mal meine Gedanken dazu dalassen. Wünsche dir einen Schönen Sonntag!!!

    Drücke dich!

    Lieber Maik,

    ich zweifle so langsam an mir selbst, warum ich mich nicht viel früher auch mal dem Austausch mit eurer Seite geöffnet habe :)

    Zitat

    wozu Alkohol und Drogen nun mal da sind

    Im Gegensatz dazu, Emotionen auch in der "Banalität des Seins" zu finden, bezweifle ich diese o.g. Aussage von dir stark!

    Auch ich habe mir immer den gewissen "Emotionskick" verpasst, hatte dadurch große Höhen, aber auch umso größere Tiefen.

    Auch ich vermisse die großen Höhen manchmal, aber umso weniger die großen Tiefen. Und je mehr ich es eben loslasse, umso mehr fällt mir auf, dass auch im hier und jetzt und ohne all die "Kicks" eine hohe Emotionalität möglich ist.

    Und auch da möchte ich wieder auf Silberkralle verweisen. Es ist klar, dass man nachdem man sich sehr lange mit 250km/h auf der Autobahn befand, einem 100km/h wie ein Stillstand vorkommen.

    Aber an den 100km/h eben Gefallen zu finden, die Sicherheit zu spüren, die diese "gesunde" Geschwindigkeit einem gibt, im Gegensatz zu vorher und vor allem auch die Möglichkeiten, die man hat, bei der Geschwindigkeit zu agieren, zu reagieren und zu handeln, das eben das, was man sehen muss.

    Für mich selbst wäre es nicht gut, wenn ich den Fokus darauf legen würde, mir diese "Kicks" irgendwo anders zu holen. Einen Kick verspüre ich inzwischen viel mehr, wenn ich manchmal plötzlich realisiere, dass ich mich verändert habe - und zwar nach vorne.

    Auch ich mache Musik und verband auch den Alkohol in dieser Hinsicht immer mit dem Künsterisch sein können. Auch bei mir stand die Musik lange still, noch immer heute mehr als früher.
    Aber ich habe auch begonnen zu spürn, wie real ich die Musik spüren kann, wie eben nun auch ein Teil von meinem "neuen" Ich geworden ist, also eben geblieben ist. Aber auch das hat gedauert.

    Geduldig sein. Denn ich glaube, es gibt für jeden von uns neben den Banalitäten des Lebens immer auch die Schönheit, die das Leben in sich hält.

    Und noch ein Nachtrag:

    Das mag jetzt vielleicht weit hergeholt sein. Aber es erinnert mich auch noch weiterhin an unsere Seite der Co.`s, bei denen nicht selten, im wahrsten Sinne des Wortes "gewartet und verharrt wird bis er stirbt" und das geschieht auch letztendlich immer aus Angst.

    Und selbst wenn "er" dann nicht mehr da ist. Losgelassen hat man dann immernoch nicht zwangsläufig.

    Ok, jetzt haben sich unsere Beiträge überkreuzt.
    Ich möchte hier auch garnicht deinen, Schnuffig, Faden benutzen und von deinem Thema abkommen. Sorry! (Und schon wieder entschuldigt ;) )

    Ich finde loslassen besser, als darauf zu warten, dass er stirbt. Denn was wenn er nicht stirbt? Da wäre es doch sicherlich besser, ihn loszulassen, aber ihn eben, wie Schnuffig sagt, nicht zu vergessen. Aber das ist meine Sicht.

    Hallo Schnuffig!

    Vielen Dank für die Worte mit dem Entschuldigen ;) Ich weiß nicht, ob es jedem Angehörigen hier so geht. Ich schreibe bei euch selten was, lese meist nur und mich kostet es immer Überwindung hier etwas zu sagen oder zu fragen, obwohl ich es viel öfters gerne machen will.

    Ich glaube ich sehe euch manchmal fast so wie eine "Front", die mir irgendwie Angst macht, Angst, jemandem zu nahe zu treten und etwas falsches zu sagen, weil ich eben nicht zu der "Seite" gehöre. Das liegt sicher auch daran, dass ich mich sehr sehr viel mit dem Alkoholismus an sich beschäftigt habe und die Komplexität der Krankheit (so wie ich das empfinde) eben ganz stark empfinde und deshalb mich oft auch nicht in der Lage sehe, mich "da" überhaupt heranzutrauen, weil ich mich dagegen irgendwie klein fühle, also unwissend. Was auch immer :D

    Liegt sicher auch an mir und daran dass ich mich selbst kleiner mache, als ich bin ;)

    Alkoholismus hat sich in seiner Bedeutung für mich als etwas Großes, Schweres, Undurchdringbares, unglaublich Machtvolles sehr gefestigt, was diese Scheu wohl auch auslöst.

    Außerdem löst es in mir auch immer Gefühle aus, mit Menschen zu sprechen, die eben schon und immernoch auf der "nüchternen Seite" des Alkoholismus stehen. Im Gegensatz zu meinem XY. Da fühle ich dann immer großen Respekt davor und bin gleichzeitig traurig, dass es aber halt eben genau zwei Seiten der Krankheit gibt, die man leben kann. Eine nasse und eine trockene.

    Umso schöner finde ich es, nun die Möglichkeit zu haben, mich z.B. jetzt mit dir auszutauschen.

    Dafür bin ich dankbar.

    Das musste mal raus ;)

    Und zum Abgrund. Also ich kann nur sagen, ich weiß halt, zu welchen Dingen ich fähig war, Dinge, die unter Umständen anderen geschadet haben, andere verletzte haben, aber natürlich am meisten mir Selbst. Diese Dinge stellten auch bei mir keine Strafdelikte dar (aber eben klare Grenzüberschreitungen) aber die mir im Nachhinein aufzeigen, wie veränderbar ich sein kann und wie sehr ich selbstzerstörerisch wirken kann, wenn ich mich eben auf dem falschen Weg befinde.

    Den Abgrund betrachte ich nicht als etwas, was mich zum "bösen Menschen" macht, sondern vielmehr als Dinge, über die ich unter Umständen die Kontrolle verlieren kann. Und das macht mir dann aus dem Grund Angst, weil ich die Kontrolle eben nicht mehr verlieren will. Und ja, auch aus dem Grund, will ich diese "Abgründe" nicht vergessen, da mich das Wissen um sie zwar manchmal ängstigt, es mir aber auch zeigt, dass ich dort nicht mehr hin will. Aber klar, kann man es auch so sehen, dass der alte Abgrund eben hinter einem liegt und sich eben neue auftun können.

    Und es stimmt schon, dass es nicht sonderlich hilfreich ist, sich zu fürchten. Und das sehe ich auch bei mir. Ich z.B. habe eine Angst entwickelt gegenüber Alkohol. Ich war deshalb nie in Therapie oder sonstigem, merke aber, dass ich Muster in mir drin habe, die mich an die eines Suchtkranken erinnern, der das erste Glas eben lieber stehen lässt.

    Und diese Angst rührt denke ich daher, dass ich Angst vor dem alten Ich habe, das damit in Verbindung steht.

    Ist das dann eine begründete oder unbegründete Angst? ;)

    Liebste Grüße!

    Hallo ihr Lieben,

    ich halte mich gerade ein wenig bei euch auf und habe mir die letzten Einträge durchgelesen.

    Mir sagte das Bild des tollwütigen Hundes zu, nicht zuletzt aus dem Grund, weil es mir mit meinem eigenen Lebenswandel nicht selten ähnlich geht.

    Ich selbst habe vor über einem Jahr meinen letzten Schluck Alkohol getrunken, ich würde mich in Bezug darauf nicht als suchtkrank aber sicher wohl als damalig suchtgefährdet (und zwangsläufig dann heute auch noch oder) bezeichnen.

    Und trotz dem ich weiß, wieso ich aufhörte, was es in mir bewegt hat, was alles seither anders ist, in mir drin, um mich herum, besser.

    Trotz alle dem ist diese "alte Miriel" (vor der ich manchmal sehr erschrocken bin, wenn ich zurückdenke) ein Teil von mir. Und wird es immer sein.

    Ich glaube, dieses alte "Ich" so wie du es beschreibst Maik, wobei ich mir hier nicht anmaßen möchte, meine Beziehung zu Alkohol mit der deinen zu vergleichen, es macht einem Angst. Es ist ein Abgrund, der da ist, der einfach existiert. Von dem man weiß, dass er da ist. Denn auch ich habe diesen Abgrund von heute auf morgen verabschiedet und dennoch trauere ich ihm manchmal sogar nach, was mir auch wiederum Angst macht.

    Aber ist es nicht mit am Wichtigsten, dass man lernt, diesen Teil seiner selbst anzunehmen und dann eben auch loszulassen? Denn nur dann kann man doch im Frieden damit sein, oder?

    Ich habe mich oft gefragt, wie sehr mein XY sich wohl an dieses alte Ich klammert, weil es letztendlich eben immer mit viel Kraft udn Mut verbunden ist, diesem "Ich" einen Riegel vorzuschieben. Deshalb musste ich mir nicht selten Erklärungen wie "Das ist eben ein Teil von mir" anhören, die schonmal als Warnung für die Zukunft dienen sollte.

    Aber Nein! Ich kann auch nicht über mich sagen "Aber das ist eben ein Teil von mir" und es ist damit gegessen. Ja, es ist ein Teil von mir, aber ein Teil, der auch bei mir nur in anderen Sphären zum Vorschein kam und den ich deshalb auch nicht als realen Teil von mir betrachten kann, sondern als den Teil, der mir im Grunde aufzeigt, dass ich gerade Missbrauch an mir selbst begehe.
    Und deshalb bin ich froh, dass ich aufgehört habe, mich selbst "zu missbrauchen" und dieser Teil dann eben auch in Frieden ruhen darf.

    Entschuldigung für diesen Redeschwall und die etwas diffuse Schreiberei, aber mich hat das eben sehr angesprochen, das zu lesen. :)

    Ich wünsche euch einen schönen Tag!

    Mit lieben Grüßen


    Miriel

    Hallo lieber Maik,

    ich bin im Angehörigen Forum schon über ein paar deiner Beiträge gestolpert und habe deinen Thread nun mal weitgehend gelesen.

    Erst einmal gratuliere ich dir für deine Stärke und deinen Mut, dass du es geschafft hast Verantwortung für dich und dein Leben zu übernehmen und auf dem Weg bist ein selbstbestimmtes Leben zu führen!

    Da mein XY ungefähr in deinem Alter ist, fühle ich mich in irgendeiner Weise daran erinnert und fühle mich verbunden. Und deshalb schreibe ich.

    Eine Sache schwirrt mir im Kopf. Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du nie zu einem stationären Entzug gegangen und hast das alleine gemacht, und hast auch keine psychologische Beratung oder Ähnliches (abgesehen von deinem Arzt (Psychiater?) ) aufgesucht? Sehe ich das richtig, wenn nicht, korrigiere mich gerne :)

    Du schreibst viel von deiner Antriebslosigkeit, depressiven Stimmungen, Wut über die Selbst, kein Vorankommen, etc.

    Hast du nie in Erwägung gezogen, eine Psychotherapie zu machen?

    Ich spreche aus der Perspektive einer Angehörigen und stelle es mir unglaublich schwierig vor, dass mein XY sozusagen alles "auf eigene Faust" machen würde. Ich finde es schon irgendwie stark und mutig, dass man es macht und so wie du, es auch schafft. Aber ich betrachte es irgendwie auch aus dem Blickwinkel, dass man somit doch irgendwie nicht völlig "kapituliert" (also in Bezug auf den Alkohol) und doch irgendwo dann noch versteckte Hintertürchen sein könnten, in die man hineinfallen kann.

    Vielleicht ist das eine falsche Sichtweise von mir, versteh es nicht falsch, in mir spricht sicher auch stets ein Stück Co-Abhängigkeit mit.

    Ich für meinen Teil weiß nur, dass ich es in Bezug auf meinen XY so empfinden würden, dass er eben irgendwie "halbe Sachen" macht und es dann kein Wunder wäre, wenn er nicht "so richtig" vorwärts kommt. Wobei es natürlich auch ein langer langer Prozess ist und man weder zu hart noch zu ungeduldig sein darf mit sich :)

    Ich kann über mein eigenes Abhängigkeitsverhalten sagen, dass ich durch Rückzug und Isolation und vor allem dadurch, die DInge nicht offen auszusprechen und sie eher mit mir selber auszumachen, viel eher "rückfäll"-gefährdet war, als wenn ich zum Bsp. bei meinem Psychologen ganz ehrlich ausgepackt habe was meine Co-Gedanken anging. Oder auch hier im Forum. Das hat mir oft geholfen, nicht mehr so viel Angst vor diesen Gedanken zu haben.

    Wie gesagt, ich spreche aus meiner Sicht und kann mir vorstellen, wie schwierig es für deine Freundin und Mama sein muss, dich so zu sehen, und es aber dir zu überlassen, was du damit tust. Vor allem auch wegen der Angst um dich und darum, dass du eben in dieser Stimmung rückfällig werden könntest. Ich finde es deshalb auch gut, wenn deine Freundin sich da abgrenzt und bei sich schläft, weil sie es sonst eben "mittragen" muss, das, was in dir drin ist und dich so hindert, nach vorne zu schauen.

    Hast du den realen Austausch mit Gleichgesinnten denn mal gesucht? (Ich entschuldige mich, falls ich es überlesen haben sollte)

    Weder deine Freundin noch deine Mama können deine Stimmungen beeinflussen, das dürfen sie sogar nicht mal versuchen, klar, in gewissem Maße natürlich, aber da ich mal davon ausgehe, dass beide als Angehörige auch "krank" sind, kann es nicht förderlich sein, wenn sie sich dir nun wieder annehmen würden. Und das weißt du ja sicherlich selbst.

    Ich würde mir als deine Freundin aufjedenfall wünschen, dass du nach vorne schaust und dieses Ding anpackst. Ich lese immer wieder, dass der erste Schritt in die Trockenheit im Grunde einfacher ist, als das, was dann danach kommt. Und da bist ja nun.

    Du kannst die Vergangenheit und das was war, nicht mehr verändern. Aber eben deine Zukunft. Vor dem zu kapitulieren, gegenüber wem du machtlos bist (Alkohol) das hast du geschafft (Hast wirklich kapituliert?) Erst jetzt hast du doch die Chance dein Leben aus eigenem Willen zu gestalten. Und das liegt allein in deiner Hand. Dass da solche Gedanken wie die auf dem Balkon mit deiner Freundin kommen, ist da ja nur zu verständlich, Silberkralle hat das ja ganz gut verbildlicht :)

    Ich wünsche dir aufjedenfall Kraft und Vor allem Gelassenheit, die Dinge anzunehmen, die du nicht (mehr) ändern kannst, aber eben an die Dinge ranzugehen, die du zu ändern fähig bist.

    Mit vielen herlichen Grüßen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    gestern war ein Tag, an dem ich wieder deutlich meine Grenzen gespürt habe.

    Gestern haben wir seit längerem wieder bei Skype miteinander gesprochen. Nach kürzester Zeit entstanden Diskussion, es ging NICHTum Alkohol. Es ging einfach um... um was ging es eigentlich? Missverständnisse, Unverständnis, alles mögliche.. ein Kampf, wie im Ring. und wie früher. Und das hatten wir ja schon tausendmal, plötzlich war es wieder wie eh und je. Ob er nun getrunken hatte oder nicht, kann ich nicht mal mehr sagen, ich denke nicht, aber es wird mir auch klar, dass es überhaupt nicht den geringsten Unterschied machen würde, ob ja oder ob nein. Versteht ihr was ich meine?

    Unabhängig all seiner Probleme oder was auch immer er gerade tut. Ob er nun weitersäuft oder nicht, was ich nicht weiß, da ich ihn nicht frage und es nicht mitkriege. ICH kann keinen normalen Kontakt zu ihm haben, weil ICH es nicht kann. Es ist da auch völlig egal, was er tut.

    Nur EMails zu schreiben war für mich völlig ok, aber sobald wir miteinander reden und da Kräfte beginnen zu wirken, Gefühle, hochkommende Erinnerungen, Ängste, dem bin ich nicht gewachsen. Und das habe ich gestern wieder aufs Neue gespürt.

    Ich liebe es mit ihm gute Gespräche zu haben und mit ihm zu lachen. Aber es ist zerstörend, sobald negative Dinge mit ins Gespräch kommen, merke ich, wie sich bei mir alles zuzieht, das kann nur ein Satz von ihm sein, z.B. Dass sein bester Freund sich länger nicht gemeldet hat und er irgendwie davon enttäuscht ist.

    Ein Satz, banal, bei dem sich bei mir alles umdreht. Und sofort eine Kettenreaktion geschieht.
    Und diese Kettenreaktion hat immer das Wort "Alkohol" am Ende als "der Grund für alles" stehen.

    Aber das liegt meiner Meinung ja auch mit daran, dass wir das Thema Alkohol eben nun auch ziemlich außen vorlassen. Und es aber bei mir völlig präsent ist.

    Meine Mitbewohnerin hat mir gestern eine Flasche alkoholfreies Bier mitgebracht. Eine Sorte, die ich früher gerne getrunken habe, etwas mit Limogeschmack. (hier keine Markennamen und so :) ) Ich glaube wirklich, dass sie es total lieb meinte, sie hat sich dabei glaube ich nichts gedacht. Aber ich fand es geschmacklos und musste mich in meiner Reaktion total zusammen reißen, als ich die Flasche sah, sie hat das auch gemerkt. Und ich habe ihr dann später gesagt, dass ich nicht glaube,d ass ich es trinken kann.
    Und so ist es.

    Ich bin krank. Und ich muss heilen. Ich WILL heilen.

    Ich habe MEINE Baustellen, die ich klären muss, und die hängen ja nicht nur mit Alkohol zusammen.

    Aber Fakt ist, im Kontakt zu ihm, vor allem im verbalen Austausch mit ihm, kommen unendlich viele Gefühle und Ängste hoch, die ich nicht verarbeitet habe. Und das zeigt mir, dass es nicht geht.

    Und das liegt nicht mehr an der Tatsache, ob er nun Alkohol konsumiert oder nicht. Sondern das liegt in mir drin. Ganz tief.

    Natürlich frage ich mich, ob es anders wäre, wenn er mit mir reden würde, wenn er mir sagen würde, er macht was, er trinkt nicht mehr und macht eine Therapie oder sonstiges. Aber das sagt er nicht. Und ich erwarte das auch nicht mehr, da es darum nicht mehr geht.

    Aber worum geht es dann? Der Kontakt zu ihm ist in diesem ganzen WirrWarr eben völlig sinnlos und macht es mir nur hundertmal schwerer zu heilen.

    Dennoch bin ich froh, dass ich diese Erkenntnisse so klar vor Augen habe, die ich so nicht hatte, als ich keinen Kontakt zu ihm hatte. Vielleicht bild ich mir auch das nur ein. Aber ich hatte in der Zeit als Funkstille war, sehr viele Zweifel. Dachte immer wieder, dass doch alles gut sein könnte, wenn er nun anrufen würde und mir sagen würde, dass er es verstanden hat mit dem Alkohol.
    Er sagte es nie. Auch nicht als er bei mir vor der Tür stand. Und das ist auch gut so. Denn die Angst, es könnte nicht stimmen, wäre dann das erste, was ich spüren würde.
    Als ich keinen Kontakt zu ihm hatte, habe ich vieles wieder angefangen zu idealisieren, und glaubte, dass nur ER es verstehen müsste.

    Er hat sich verändert, so finde ich, ob er nun weitertrinkt oder nicht. Er ist klarer geworden und unabhängiger von mir, was ich sehr positiv finde. Er macht sein Leben nicht mehr davon abhängig, ob ich meine Nummer nun ändere oder nicht. Das zu wissen, macht mich frei, aber gibt mir auch gleichzeitig das Gefühl, dass es nun doch nur an MIR liegt, ihn freizugeben.

    Fakt ist. Sprechen mit ihm ist manchmal schön. Aber Fakt ist auch, ich bin nicht bereit, nicht fähig, diesen Kontakt so zu haben, die Wunde ist zu tief, die Fragen sind zu viele, das "Trauma" ist da und ich bin nicht geheilt. Vielleicht werde ich es in Bezug auf einen Kontakt zu ihm nie sein.

    Mh.

    Meine Gedanken heute.

    Danke fürs Lesen.

    Renate,

    es hört sich schön an. Gut. Und vor allem nicht belastend.

    Ich kann nicht behaupten, dass es mit meinem XY an dem Punkt wäre.

    Und ich merke vor allem sehr oft, dass das Negative nur in meinem Kopf stattfindet und er dazu eigentlich garnichts beiträgt.

    Ich merke durch den Kontakt mit XY gerade, dass ich erst am Anfang MEINER Heilung bin und es wird mir mehr denn je bewusst, dass es nicht nur um SEINE Heilung geht und nie ging.

    Ich freue mich für dich, dass ihr an diesem Punkt nun seid und Gespräche wieder stattfinden können, vielleicht sogar auf gleicher Ebene.

    Sorg für dich!

    Hallo liebe Renate,

    diese Worte von dir freuen mich unglaublich!
    Es ist so schön zu hören, dass nachdem DU dich alleine so viel vorwärts bewegt hast, sich auch bei ihm was bewegt und ihr euch nun sozusagen gemeinsam bewegt.

    Deine Grenzen zu sehen und sie einzuhalten, das ist wohl überhaupt der zentrale Punkt, an dem es gilt zu arbeiten, in Bezug auf alle Bereiche.

    Sich selbst zu spüren.

    Ich wünsche dir, dass es dir gut geht und du im Kontakt zu deinem XY Freude bewusst empfinden kannst.

    Ich drücke dich!

    Hallo ihr Lieben.


    @ Renate

    danke für deine Worte. Leider hast du deinen Thread hier geschlossen, würde gerne verfolgen, wie es dir geht. Hoffe doch gut!?
    Ja, Grenzen zu spüren und diese auch einzuhalten, das ist wichtig. Und ich kann schon sagen, dass ich das aufjedenfall um einiges besser kann als vorher. Ich kann mich auch meinen Sachen widmen, selbst wenn XY mir eine Nachricht geschrieben hat oder auch bei Skype online kommt. Ich bin fähig geworden in dem Moment für mich zu entscheiden, das funktioniert nicht immer perfekt aber meistens schon. Und dann weiß ich eben, ob ich das nun will oder nicht, ob das grad gut für mich ist oder nicht. Und ganz oft entscheide ich dann eben (z.b. aus dem Grund, dass ich grad an meiner Arbeit schreibe), dass ich bei Skype offline gehe, oder ihm eben nicht zurückschreibe, weil ich eben keine Zeit habe. Früher wäre das keine Option gewesen, da hätte ich meine Bedürfnisse nicht gespürt und hätte ihn vor ALLES gestellt. Es funktioniert wie gesagt nicht immer.

    Und klar, müsste ich mir die Frage garnicht stellen, wenn ich ihn erst gar nicht mehr kontaktiert hätte. Aber das habe ich getan und mit der Situation so wie sie gerade ist, muss ich umgehen. Weil ich weiß, dass ich es gerade (auch in Verbindung mit meiner Studienarbeit) nervlich noch weniger aushalten würde, jetzt den Kontakt wieder abzubrechen. Ich denke nicht, dass ich es durchhalten würde. Und deshalb lege ich meinen Fokus gerade darauf, mit der Situation wie sie nun ist, so umzugehen, dass es mir trotzdem gut geht.

    Auch wenn sich das vielleicht blöd anhört, ist es fast schön, zu merken, dass ich sehr wohl meine Bedürfnisse spüren kann (im Bezug auf XY) also eben z.B. dass ich eigentlich grade kein Gespräch möchte oder auch, dass es völlig ok ist, ihm NICHT zu antworten und nicht sofort in die Presche zu springen (sagt man das so? ) wenn er zuckt.

    Was ich auch spüre, abgesehen von den Grenzen, ist, dass ich mir die guten Gefühle bei XY abholen will, in diese Falle tappe ich immer wieder. Und versuche auch da, bewusster zu sein.

    Aber vielleicht ist das auch alles Quatsch, was ich hier rede und ich kann nur so "stark" reden, weil ich eben grade wieder im Kontakt zum Suchtmittel bin und mich deshalb "in Sicherheit" wäge?!

    Mh.

    @ Liesele

    Dass ich innerlich noch nicht bereit bin, loszulassen, ja ich denke, dass das so ist und ich auch deswegen in so einem enormen Kampf gegen mich selbst war, als ich keinen Kontakt zu ihm hatte. Ich konnte mich zwar von dem schlechten Kontakt mit ihm erholen und mich auch von dieser emotionalen Abhängigkeit ein wenig lösen, war aber im ständigen Konflikt mit mir selbst und im Zweifel darüber, ob ich meine Entscheidung nicht irgendwann bereuen werde.

    Aber inwiefern diese Gefühle eben nur Co. sind oder eben doch zu mir gehören, das weiß ich nicht genau.

    @Herze

    Danke für deine Worte :)

    Es ist halt trotz allem schwierig, wenn man vor sich selbst das Gefühl hat, man ist gescheitert. Dieses Gefühl hatte sich nach dem "Rückfall" sehr sehr stark bei mir eingestellt, so dass ich mich innerlich sozusagen selbst "bestraft" habe mit Verachtung. Das war ziemlich schwierig aus diesem WirrWarr heraus nochmal klarer auf die Situation schauen zu können und diese ein wenig gelassener reflektiern zu können. Weil ich es mir auch nicht schön reden möchte. Und natürlich sind wir alle unterschiedlich und auch wie Renate gesagt hat, heißt dieses Forum nicht "verlasse den Partner" sondern es geht ja viel viel stärker darum, dass wir lernen uns selbst zu spüren und vor allem zu lieben und eben danach auch zu handeln.

    Denn wenn wir das lernen, dann ist die logische Konsequenz, dass wir uns Dinge, die uns schlecht tun, eben einfach nicht mehr antun!

    Und ich glaube zu spüren, dass ich das aufjedenfall ein wenig gelernt habe. Auch wenn ich XY noch nicht losgelassen habe. Ich will dies nicht als "Schande" ansehen müssen.

    Und ja, das Schreiben hilft mir sehr und ich habe mich zurückgezogen und nicht mehr geschrieben, weil ich dachte, dass sich dann vielleicht alles irgendwie von selbst "löst" und "klärt" und meine Gedanken weniger werden und ich glaube, es ist auch so eine Art Verdrängung, die ich da betrieben habe...mmh aber gut. Ja, du sagst, ich soll nicht s ohart zu mir selbst sein... das stimmt wohl..Ich darf mir auch selbst Dinge zugestehen, wenn ich sie in dem Moment eben so brauche wie ich sie mache. Alles natürlich in einem gewissen Rahmen...

    Rhein

    Danke für deinen Beitrag.

    Ich glaube, bevor ich ihn anrief habe ich das kurz durchgeplant. Also sowas wie "ich rufe jetzt an und rede mit ihm".. Ich habe auch zuerst angerufen und nichts gesagt und wieder aufgelegt. Und dann nochmal angerufen und dann was gesagt.

    Ich glaube, der Impuls war da und dann habe ich in dem Moment alle Dinge, die dagegen sprechen einfach vor mir selbst "weggerechtfertigt".. So in etwa. In dem Moment als ich ihn anrief, ging es mir eigentlich recht gut. Ich war im Park, in der Sonne, hatte meine Bücher für die Arbeit mit und leckere Sachen zum Essen dabei. Also nicht unbedingt eine typische "Rückfall" Situation könnte man sagen.
    Ich weiß nicht so ganz, was mich dazu bewegt hat (mal abgesehen von dem ganzen Blödsinn mit den 50 Euro), aber ich erinnere mich, dass ich in dem Moment und auch kurz vorher mir sehr bewusst war darüber, dass es "falsch" ist oder auch sowas, dass ich jetzt das "Verbotene" tue, wenn ich es tue und dass ich damit alles ändere und es dann nicht mehr rückgängig zu machen ist und ich damit sozusagen meinen "Schwur breche", mich selbst verrate, etc.

    Solche Gedanken waren das glaube ich. Das heißt, ich habe diese Kontaktaufnahme zu ihm wie eine Sünde behandelt, die ich dann im Anschluss an diese Gedanken auch begangen habe.

    In dem Moment als ich dann mit ihm sprach war ich zu Anfang nur wütend auf ihn, auf das was er gesagt hat, ich war super reserviert und kalt zu ihm und konnte das noch gut kontrolliern, dachte auch da noch, dass ich im nächsten Moment das Gespräch auch wieder beenden kann und plante das auch. Aber ich kam schnell in dieses Gefühl hinein, dass ich das Beenden des Gesprächs mir wieder wie ein schwerer Schritt vorkam und schwupps war ich wieder in diesem Gefühl, dass ich es schön fand ihn zu hören und wir auch darüber redeten, wie es uns so geht und auch miteinander lachen konnten.

    Verrückt. Und wenn ich das so aufschreibe, wird mir bewusst, was da für Mechanismen abzulaufen scheinen. Oder sind es einfach die Gefühle?

    ______________________________________

    Es gibt nichts zu erzählen, außer dass ich im Endspurt meiner Studienarbeit bin und der Kontakt zu XY sich in einen sporadischen E-Mail Kontakt verwandelt hat.
    Es gibt mir die Möglichkeit zu entscheiden ob ich antworte oder nicht, mal tue ich es, mal nicht. Fühle mich damit weitaus ungezwunger als vorher, aber damit mache ich mir was vor.

    Ich habe eine Tür geöffnet, die zu schließen mich wieder Kraft kosten wird. Und dann immer wieder der Zweifel, ob es nun nicht doch anders ist.

    Ob er trinkt oder nicht, weiß ich nicht. Ich frage nicht nach, ich habe ihm nur gesagt, dass diese Fragen in meinem Kopf geblieben sind.

    Trotz des Kontaktes schaffe ich es, meine Grenzen zu erkennen, mal mehr, mal weniger und diese auch einzuhalten. Aber das alles vor dem Hintergrund, dass der Kontakt eben wieder da ist und ich es nicht geschafft habe, ihn wieder einzustellen bisher.

    Die Hoffnung, er könne es doch einsehen und doch was tun, lebt wieder auf. Auch wenn wir garnicht darüber reden.

    Letzte Woche hatte ich einen Moment, in dem ich merkte, dass mein Blick plötzlich wieder ganz auf ihn gerichtet war. Da habe ich den Kontakt dann bis auf ein Minimum heruntergefahren (Wir haben vorher auch mal geskyped) Das zu spürn war gut und wichtig. Aber ich denke ich mache mir was vor ,wenn ich das als positives Ereignis ansehe.

    Ich kann mein eigenes Verhalten nicht einordnen.

    Ich schreibe euch das alles, weil ich auch weiß, dass es nichts bringt, die Tatsachen zu verdrängen und das mache ich, indem ich es keinem mitteile, was ich grade tue.

    Danke für all eure Beiträge.

    Danke fürs Lesen, es tut mir gut, dass ich mir heute einige Dinge von der Seele schreiben konnte.

    Ich wünsche euch einen guten Tag!!

    Mit vielen lieben Grüßen Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Beiträge, ich werde darauf antworten, sobald ich das Gefühl habe, es ist ok für mich selbst.

    Gerade denke ich, ist die Schreibpause etwas, was ich brauche, und genauso brauche ich glaube ich sowas wie eine Gedankenpause.

    Ich habe lange Zeit gegen mich selbst angekämpft, woran ich nun letzte Woche gescheitert bin. Das muss ich erstmal sacken lassen, mich selbst mit genau diesem "Fehler", den ich letzte Woche gemacht habe, annehmen lernen ohne daran zu verzweifeln.

    Ich wünsch euch eine gute Zeit!

    Mit vielen herzlichen Grüßen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    danke für eure lieben Worte, Kritiken und alles Weitere.

    Eure lieben Worte fühlen sich nur noch halb so gut an, weil ich nach all den Gedanken und Diskussion einen gestern Rückfall hatte.
    Gestern hab ich XY angerufen. Ja - ein Rückfall. Renate, du hast vermutlich vollkommen Recht, mit dem was du da schreibst.

    Ich habe ihn gefragt, warum er mir das Geld überwiesen hat.

    Seiner Aussage zu Folge hätte er mir auch einen Brief gesendet, der noch kommen müsste, in dem er erklärt, dass er mir das Geld schickt, weil er seine Unterlagen dringend bräuchte und was auch immer das kosten würde, sollen die 50 Euro abdecken.

    Alles in allem haben wir ziemlich lange geredet und er hat vieles erklärt, gefragt, erzählt. Gesagt, es hätte eigentlich nur den Wunsch, vielleicht irgendwie befreundet sein zu können oder sowas. Hat mir von Lebensplanänderungen erzählt und so weiter.

    Eigentlich nichts neues und ich bin immer wieder zu dem Punkt gekommen, dass wir nicht auf einen Punkt kommen und es auch nie werden.

    Und Renate hat Recht, die Türen sind nicht zu, ich hab nicht losgelassen, er ist immernoch voll da in meinem Leben. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mir das passiert und ich wirklich wieder so einen Aussetzer haben könnte, ich hatte die Wahl und ich hab mich gestern dafür entschieden, mit ihm zu sprechen.

    Ich werde wohl eine Forumspause einlegen, weil ich nun einfach vor Augen sehe, dass ich es nicht schaffe, dass ich immer wieder zurückgehe, wenn ich grade wieder nach vorne gegangen bin. Und ich möchte das Forum nicht mehr für Rumeierei benutzen, weil ich mich auch nicht schlecht fühlen will.

    Das soll jetz nicht heißen, dass ich den Kontakt zu XY nun wieder aufleben lasse. Im Gegenteil. Aber Rückfall ist Rückfall. Und nicht rückgängig zu machen.

    Ich schaue weiter nach vorne. Ob ich es nun schaffe, weiß ich nicht. Aber meine Eierei werde ich keienm mehr antun, weil ich wirklich merke, dass es nicht voran geht.

    ICh grüße euch herzlich und wünsche euch schöne Sonnentage!

    Vielen Dank für euer Verständnis!

    Guten Morgen.

    Ich habe das Geld nicht nur zurücküberwiesen, weil ich nicht wollte, dass er denkt, dass ... was auch immer. Sonder weil es sich für mich falsch angefühlt hätte, diese 50 Euro zu behalten, auszugeben oder was auch immer damit zu machen. Und klar, weil sie von IHM sind.

    Hätte mir mein Patenonkel ma 50 Euro überwiesen, hätte ich sie natürlich behalten!

    Ja. Und ich möchte nicht, dass er meint, er würde mir damit was Gutes tun, denn das tut er nicht. Und ja, ich denke drüber nach, warum er das getan hat und habe auch in meinen Gedanken einiges gehabt, was darum ging. Und ja, ich habe gedacht, dass ich nicht möchte, dass ich ihm im Grunde ein gutes Gefühl damit mache, wenn ich das Geld annehme. Das mag jetzt wieder viel Wind um nichts sein. Aber wie gesagt, empfand ich es so, dass wenn ich das Geld annehme, ich damit sozusagen, wieder ein Tür öffne, die ich nicht öffnen will.

    Das Geld anzunehmen würde ihm inneren Frieden und Beruhigung bereiten (und auch wenn das vl Co ist, ich kenne diesen Mann und weiß, dass es so ist) und mir würde es aber Unruhe und Unfrieden bereiten, dass Geld anzunehmen.

    Also wieso sollte ich mich gegen meine inneren Gefühle entscheiden? Und dass ich das Geld zurücküberwiesen habe ist nun Co.???? Ich glaube kaum, dass ich mich ärgeren werde, dass ich das Geld zurücküberwiesen habe.
    50 Euro ist toll, das ist ein bis zwei Wochen Essen, die Hälfte meines Semestertickets, gute Schuhe, oder was weiß ich was. ABER das kaufe ich mir einfach am liebsten von meinem eigenen Geld.

    Ich denke, Co wäre, wenn ich ihn auf Grund dessen nun kontaktiert hätte, mit ihm geredet, ihm gesagt hätte, dass ich doch kein Geld will, sondern dass er eine Therapie macht und dass er das Geld doch besser in seine Gesundheit stecken sollte.

    Ich gestehe mir den Gedanken zu, dass ich ihm mit der Zurücküberweisung erneut eine klare Ansage zukommen lasse, dass ich
    1. kein Geld will
    2. meine Konsequenzen nicht wg 50 Euro über den Haufen schmeiße (denn so empfinde ich es..)
    und
    3. unmissverständlich klar mache, dass sein was auch immer Versuch mit dem Geld einfach keine Annahme bei mir findet.

    Klar, wäre er mir vollkommen egal, würden Gefühle dabei keine Rolle spielen. Aber ich glaube, dann hätte ich ohne zu Zögern das Geld zurücküberwiesen, einfach nicht über irgendwelche Hintergründe nachgedacht und wäre auch nicht traurig oder wütend gewesen, sondern hätte es einfach ohne drüber zu überlegen, nicht angenommen.

    Liebste Grüße Miriel

    Mh. meine Bank hat mir die Daten nun per Telefon übermittelt und ich werd die 50 Euro weder spenden noch behalten, noch für mich ausgeben, sondern zurücküberweisen.

    Weil es sich so richtig anfühlt.

    Und um nichts weiter Großes draus zu machen, bedanke ich mich nun für eure Meinungen dazu und werde das Thema damit auch abhaken.

    Danke ihr Lieben!

    Er weiß doch wohl dass ich das gekriegt habe?

    Es ärgert mich enorm. Es kotzt mich an, der Gedanke, dass er nun der Meinung ist, er würde mir damit helfen, mich unterstützen oder Sonstiges. Weil ich verdammt nochmal alleine klarkomme!

    Und ja es ist mir wichtig, was er bezüglich dessen denkt. Weil ich verdammt nochmal will, dass er kapiert, dass ICH IHN NICHT MEHR BRAUCHE (und vor allem nicht in finanzieller Sicht) und dass ich mein Leben selbst in die Hand nehme und deshalb auch nicht irgendwas von ihm will und brauche.

    Aber vor allem, will ICH mich deshalb nicht schlecht fühlen. Und das Geld auf meinem Konto fühlt sich schlecht an. Und ich weiß, es fühlt sich besser an, wenn ich es wieder los bin.

    Hab grad auf meiner Bank angerufen und gefragt, ob die das vor Ort zurückbuchen können. Die rufen mich nacher zurück, dann hoff ich ma dass das geht.

    Vielleicht wirkt das hier wie viel Luft um nichts. Aber für mich ist es halt was. Und klar auch aus dem Grund, weil es mich nicht kalt lässt, weil ich ihn auch vermisse und nicht alles hinter mir gelassen habe und noch auf dem Weg bin alles zu verarbeiten und loszulassen.
    In dieser Phase kann ich nicht sagen, dass ich bereit dazu bin, das Geld wortlos anzunehmen. Das geht für mich einfach nicht. Vielleicht würde das gehen, wenn ich auch sonst alles losgelassen habe, keine Gefühle mehr da wären, etc. Aber in diesem Moment fühle ich mich nicht neutral genug, um das einfach zu hinzunehmen.

    Und ich finde es unfair von ihm. Aber das brauch ich ja keinem vorzuwerfen und ist ja letztendlich auch nicht in meiner Macht, was er tut. Nur eben, was ich damit tue.

    Danke für eure Beiträge..

    Liebste Grüße