Hallo ihr Lieben.
@ Renate
danke für deine Worte. Leider hast du deinen Thread hier geschlossen, würde gerne verfolgen, wie es dir geht. Hoffe doch gut!?
Ja, Grenzen zu spüren und diese auch einzuhalten, das ist wichtig. Und ich kann schon sagen, dass ich das aufjedenfall um einiges besser kann als vorher. Ich kann mich auch meinen Sachen widmen, selbst wenn XY mir eine Nachricht geschrieben hat oder auch bei Skype online kommt. Ich bin fähig geworden in dem Moment für mich zu entscheiden, das funktioniert nicht immer perfekt aber meistens schon. Und dann weiß ich eben, ob ich das nun will oder nicht, ob das grad gut für mich ist oder nicht. Und ganz oft entscheide ich dann eben (z.b. aus dem Grund, dass ich grad an meiner Arbeit schreibe), dass ich bei Skype offline gehe, oder ihm eben nicht zurückschreibe, weil ich eben keine Zeit habe. Früher wäre das keine Option gewesen, da hätte ich meine Bedürfnisse nicht gespürt und hätte ihn vor ALLES gestellt. Es funktioniert wie gesagt nicht immer.
Und klar, müsste ich mir die Frage garnicht stellen, wenn ich ihn erst gar nicht mehr kontaktiert hätte. Aber das habe ich getan und mit der Situation so wie sie gerade ist, muss ich umgehen. Weil ich weiß, dass ich es gerade (auch in Verbindung mit meiner Studienarbeit) nervlich noch weniger aushalten würde, jetzt den Kontakt wieder abzubrechen. Ich denke nicht, dass ich es durchhalten würde. Und deshalb lege ich meinen Fokus gerade darauf, mit der Situation wie sie nun ist, so umzugehen, dass es mir trotzdem gut geht.
Auch wenn sich das vielleicht blöd anhört, ist es fast schön, zu merken, dass ich sehr wohl meine Bedürfnisse spüren kann (im Bezug auf XY) also eben z.B. dass ich eigentlich grade kein Gespräch möchte oder auch, dass es völlig ok ist, ihm NICHT zu antworten und nicht sofort in die Presche zu springen (sagt man das so? ) wenn er zuckt.
Was ich auch spüre, abgesehen von den Grenzen, ist, dass ich mir die guten Gefühle bei XY abholen will, in diese Falle tappe ich immer wieder. Und versuche auch da, bewusster zu sein.
Aber vielleicht ist das auch alles Quatsch, was ich hier rede und ich kann nur so "stark" reden, weil ich eben grade wieder im Kontakt zum Suchtmittel bin und mich deshalb "in Sicherheit" wäge?!
Mh.
@ Liesele
Dass ich innerlich noch nicht bereit bin, loszulassen, ja ich denke, dass das so ist und ich auch deswegen in so einem enormen Kampf gegen mich selbst war, als ich keinen Kontakt zu ihm hatte. Ich konnte mich zwar von dem schlechten Kontakt mit ihm erholen und mich auch von dieser emotionalen Abhängigkeit ein wenig lösen, war aber im ständigen Konflikt mit mir selbst und im Zweifel darüber, ob ich meine Entscheidung nicht irgendwann bereuen werde.
Aber inwiefern diese Gefühle eben nur Co. sind oder eben doch zu mir gehören, das weiß ich nicht genau.
@Herze
Danke für deine Worte 
Es ist halt trotz allem schwierig, wenn man vor sich selbst das Gefühl hat, man ist gescheitert. Dieses Gefühl hatte sich nach dem "Rückfall" sehr sehr stark bei mir eingestellt, so dass ich mich innerlich sozusagen selbst "bestraft" habe mit Verachtung. Das war ziemlich schwierig aus diesem WirrWarr heraus nochmal klarer auf die Situation schauen zu können und diese ein wenig gelassener reflektiern zu können. Weil ich es mir auch nicht schön reden möchte. Und natürlich sind wir alle unterschiedlich und auch wie Renate gesagt hat, heißt dieses Forum nicht "verlasse den Partner" sondern es geht ja viel viel stärker darum, dass wir lernen uns selbst zu spüren und vor allem zu lieben und eben danach auch zu handeln.
Denn wenn wir das lernen, dann ist die logische Konsequenz, dass wir uns Dinge, die uns schlecht tun, eben einfach nicht mehr antun!
Und ich glaube zu spüren, dass ich das aufjedenfall ein wenig gelernt habe. Auch wenn ich XY noch nicht losgelassen habe. Ich will dies nicht als "Schande" ansehen müssen.
Und ja, das Schreiben hilft mir sehr und ich habe mich zurückgezogen und nicht mehr geschrieben, weil ich dachte, dass sich dann vielleicht alles irgendwie von selbst "löst" und "klärt" und meine Gedanken weniger werden und ich glaube, es ist auch so eine Art Verdrängung, die ich da betrieben habe...mmh aber gut. Ja, du sagst, ich soll nicht s ohart zu mir selbst sein... das stimmt wohl..Ich darf mir auch selbst Dinge zugestehen, wenn ich sie in dem Moment eben so brauche wie ich sie mache. Alles natürlich in einem gewissen Rahmen...
Rhein
Danke für deinen Beitrag.
Ich glaube, bevor ich ihn anrief habe ich das kurz durchgeplant. Also sowas wie "ich rufe jetzt an und rede mit ihm".. Ich habe auch zuerst angerufen und nichts gesagt und wieder aufgelegt. Und dann nochmal angerufen und dann was gesagt.
Ich glaube, der Impuls war da und dann habe ich in dem Moment alle Dinge, die dagegen sprechen einfach vor mir selbst "weggerechtfertigt".. So in etwa. In dem Moment als ich ihn anrief, ging es mir eigentlich recht gut. Ich war im Park, in der Sonne, hatte meine Bücher für die Arbeit mit und leckere Sachen zum Essen dabei. Also nicht unbedingt eine typische "Rückfall" Situation könnte man sagen.
Ich weiß nicht so ganz, was mich dazu bewegt hat (mal abgesehen von dem ganzen Blödsinn mit den 50 Euro), aber ich erinnere mich, dass ich in dem Moment und auch kurz vorher mir sehr bewusst war darüber, dass es "falsch" ist oder auch sowas, dass ich jetzt das "Verbotene" tue, wenn ich es tue und dass ich damit alles ändere und es dann nicht mehr rückgängig zu machen ist und ich damit sozusagen meinen "Schwur breche", mich selbst verrate, etc.
Solche Gedanken waren das glaube ich. Das heißt, ich habe diese Kontaktaufnahme zu ihm wie eine Sünde behandelt, die ich dann im Anschluss an diese Gedanken auch begangen habe.
In dem Moment als ich dann mit ihm sprach war ich zu Anfang nur wütend auf ihn, auf das was er gesagt hat, ich war super reserviert und kalt zu ihm und konnte das noch gut kontrolliern, dachte auch da noch, dass ich im nächsten Moment das Gespräch auch wieder beenden kann und plante das auch. Aber ich kam schnell in dieses Gefühl hinein, dass ich das Beenden des Gesprächs mir wieder wie ein schwerer Schritt vorkam und schwupps war ich wieder in diesem Gefühl, dass ich es schön fand ihn zu hören und wir auch darüber redeten, wie es uns so geht und auch miteinander lachen konnten.
Verrückt. Und wenn ich das so aufschreibe, wird mir bewusst, was da für Mechanismen abzulaufen scheinen. Oder sind es einfach die Gefühle?
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Es gibt nichts zu erzählen, außer dass ich im Endspurt meiner Studienarbeit bin und der Kontakt zu XY sich in einen sporadischen E-Mail Kontakt verwandelt hat.
Es gibt mir die Möglichkeit zu entscheiden ob ich antworte oder nicht, mal tue ich es, mal nicht. Fühle mich damit weitaus ungezwunger als vorher, aber damit mache ich mir was vor.
Ich habe eine Tür geöffnet, die zu schließen mich wieder Kraft kosten wird. Und dann immer wieder der Zweifel, ob es nun nicht doch anders ist.
Ob er trinkt oder nicht, weiß ich nicht. Ich frage nicht nach, ich habe ihm nur gesagt, dass diese Fragen in meinem Kopf geblieben sind.
Trotz des Kontaktes schaffe ich es, meine Grenzen zu erkennen, mal mehr, mal weniger und diese auch einzuhalten. Aber das alles vor dem Hintergrund, dass der Kontakt eben wieder da ist und ich es nicht geschafft habe, ihn wieder einzustellen bisher.
Die Hoffnung, er könne es doch einsehen und doch was tun, lebt wieder auf. Auch wenn wir garnicht darüber reden.
Letzte Woche hatte ich einen Moment, in dem ich merkte, dass mein Blick plötzlich wieder ganz auf ihn gerichtet war. Da habe ich den Kontakt dann bis auf ein Minimum heruntergefahren (Wir haben vorher auch mal geskyped) Das zu spürn war gut und wichtig. Aber ich denke ich mache mir was vor ,wenn ich das als positives Ereignis ansehe.
Ich kann mein eigenes Verhalten nicht einordnen.
Ich schreibe euch das alles, weil ich auch weiß, dass es nichts bringt, die Tatsachen zu verdrängen und das mache ich, indem ich es keinem mitteile, was ich grade tue.
Danke für all eure Beiträge.
Danke fürs Lesen, es tut mir gut, dass ich mir heute einige Dinge von der Seele schreiben konnte.
Ich wünsche euch einen guten Tag!!
Mit vielen lieben Grüßen Miriel