Beiträge von TimeIsAHealer

    Es ärgert mich nun tierisch und ich habe keine verdammte Lust auch nur einen Cent von ihm anzunehmen!

    Und dafür gibt es doch Gründe!

    Nein, ich kann das Geld nicht annehmen und für was Schönes ausgeben. Das kann ich nicht.Und will ich auch nicht. Das fühlt sich falsch an und schlecht.
    Und ich weiß, was es für ihn heißt, wenn ich es annehme. Und ja, das spielt eine Rolle, weil ich das nicht so stehen lassen kann. Im Grunde wäre es fast das Gleiche, wenn ich mit ihm reden würde, mich auf ein Gespräch um nichts und wieder nichts mit ihm einlassen würde. Ich begebe mich wieder in sein Spiel.

    Wenn ich das Geld annehme, öffne ich ihm meiner Meinung nach eine Tür. Und das ist keine Option.
    Ich werde meine Bank fragen, ob ich das manuell zurücküberweisen kann. Das muss ja iwie gehn. Also anstatt online.

    Er ist ein Vollidiot!

    Ich wollte es nun zurücküberweisen und da fällt mir erst auf, dass ich es nicht "direkt" zurücküberweisen kann, also seine Überweisung nutzen kann, um zurückzuschicken, sondern eine extra Überweisung machen muss.
    Dafür brauche ich all seine Daten, die werden aber nicht alle angezeigt.


    :(

    Ja, ich fühle mich nicht gut damit, das Geld zu behalten. Ich denke dabei sowas Ähnliches wie du Aurora beschreibst. Im Grunde fühle ich mich jetzt nicht "gekauft" oder so, sondern vielmehr möchte ich einfach nicht SEIN Geld ausgeben, ich kann für mich alleine sorgen und ich möchte es nicht haben und ich möchte auch nicht, dass er davon ausgeht, dass ich es behalte und brauche und ausgebe. Es ist mir auch völlig wurschd, ob es dabei drum geht, dass ich mir überlege, was er denkt.

    Fakt ist, mir geht es damit eigentlich nicht gut.

    Und nun kann ich das Geld nicht zurücküberweisen, weil ich seine Daten nirgends gesondert aufgeschrieben habe :(

    Na toll.

    Guten Morgen ihr Lieben,

    Danke Liesele für deine Worte..Interessante Sichtweise. werde mir das mal zu Herzen nehmen. Für mich ist das Geld anzunehmen eigentl keine Option gewesen...

    "Mein" XY das war einfach nur weil ich das so eben immer geschrieben hab..schreibt man doch so, dacht ich :D
    Deine Sichtweise hat mich überrascht, aber ist auch irgendwie erfrischend.
    Es würde mich trotzdem interessieren, was andere dazu meinen. Ich möchte nicht wieder falsche Signale senden.


    Mh.

    In mir hat sein Name plus Geld einfach ne Reaktion hervorgerufen und ich war wieder wütend und traurig. Und das will ich so in dem Maß eigentlich nicht mehr sein.

    mh.

    Ich finde es schon ziemlich beschissen und komisch und daneben, dass er mir Geld überwiesen hat. ..


    Ich glaube, dass wenn ich das Geld annehme, ich damit das Signal sende, dass das ok ist, ich es gebrauchen kann, er mir sozusagen also zu Recht "hilft" und ihm damit grünes Licht gebe für weitere Schritte, also sei es auch nur, mir vielleicht weiterhin ab und an mal Geld zu überweisen. Ich kenne ihn gut und ich weiß, dass ihm das viel "bedeutet" mir in welcher Art auch immer zu helfen oder mich zu unterstützen, wenn auch finanziell. Ich weiß, dass es ihm "gut tut" wenigstens irgendwas für mich tun zu können, wenn er schon "zu schlecht" (Seine Rede) ist, um mit mir zusammen sein zu können.
    So war es jedenfalls immer und so hat er es auch immer dargestellt. Ihn in diesem Gefühl zu lassen empfinde ich irgendwie als nicht richtig.
    Das Geld zurückzuüberweisen wäre zwar eine Reaktion meinerseits ABER es wäre auch eine unmissverständlich und klare Zurückweisung, Ansage.

    Ist das alles zu weit gedacht?

    Ich bin dankbar für weitere Meinungen.

    Liebste Grüße

    Miriel

    Hallo liebe Nathalie,

    ich glaube, diese Entscheidung gegen den RefPlatz in der Nähe deiner Eltern ist gut, vor allem gut für Dich selbst.

    Du schützt dich hier im richtigen Maß und sorgst für dich. Das ist unglaublich weitsichtig und stark, finde ich.

    Heißt das also, du beginnst dein Ref dann erst im nächsten Anlauf? Ich glaube, es ist garnicht schlecht, wenn du dir Zeit für dich selbst nehmen kannst, nun auch vor dem Ref, da es sicher nicht von Nachteil ist, sich auch grade vor dieser Aufgabe ein wenig mehr noch zu festigen...

    Ich würde auch sehr gern, und zwar unbedingt vor dem Ref, noch eine richtige Therapie anfangen, weil ich einfach das Gefühl habe, dass ich dem Ganzen so, wie ich gerade bin, garnicht standhalten kann (wobei es sicher doch gehen würde :) Irgendwie geht es ja doch immer)... Deshalb bin ich jetzt schon am Überlegen, wie ich das am besten zeitlich alles organisiere. Das einzige was mir im Kopf rumschwirrt ist das mit der Therapie und der Verbeamtung. Aber man hört immer öfters, dass das nur ein "Geist" sei, der sich da so festgesetzt hat bei allen und es letztendlich keinen Unterschied macht, inwiefern man schon psychotherapeutische "Erfahrungen" gemacht hat.... Weißt du da mehr?

    Du hörst dich klar an und das klingt gut :)

    Wo wohnst du dann in der Zwischenzeit zwischen Ende Studium und Ref?

    Viele liebe Grüße von Miriel

    Guten Morgen ihr Lieben.

    Vielen Dank Liesele für den Tipp, ich werd es mir mal anschauen, was ich da so finden kann :)

    Ich wünsche euch allen einen guten Start in die Woche!

    Sonne ist endlich da und das freut mich so uuuuunglaublich!

    Heute Abend geh ich zum Yoga!

    Viele liebe Grüße von einer wieder etwas optimistischeren Miriel

    Hallo Nys,

    danke für deine Worte..

    Das mit der Kerze.. ich glaube, ich kann von Glück sprechen, dass mein XY ziemlich weit weg wohnt. Ich denke solche Dinge würden mir ziemlich schlecht tun.. und mich immer wieder zerreißen...

    Heute Abend ist mir einfach wieder klar geworden, dass alles hin und her denken nichts bringt.

    Ich habe es nicht überwunden, aber dennoch sind die Fakten bezüglich der Situation klar und ich will auch nicht zurück. Und trotzdem, ich habe es nicht überwunden, aber dennoch.... und so weiter und so fort.

    Irgendeine Stelle oder ein Ort wirklich noch "aktiv" mit ihm zu teilen. Nein, das wäre für mich ein Schritt in meinen nächsten Rückfall. Ohne diese komplette Stille, ohne jegliches Zeichen, das ist das Einzige was für mich geht, um überhaupt irgendwie zur Ruhe kommen zu können.

    Es ist ja auch letztendlich deine Entscheidung ob du an diesen Ort gehst, oder nicht.. und ich lese ja auch bei dir, und du hattest ihn ja auch angerufen, ich muss zugeben, dass ich das auch schon einmal gemacht habe, da habe ich angerufen mit unbekannter Nummer und gewartet bis er ranging um dann aufzulegen.
    Warum macht man sowas???

    Ich mein, ich bin froh, dass es dabei geblieben ist und ich es nicht nochmal gemacht habe, weil ich auch merkte, dass es mir im Endeffekt einfach nichts brachte und ich bin froh, dass sich in mir wenigstens das schon verankert hat, dass ich weiß, welche Folgen es hätte, wenn ich den Kontakt aufnehmen würde, also anrufen und auch mit ihm sprechen würde.
    Deshalb lasse ich es auch ganz.

    Aber es ist mir eben trotzdem passiert, dass ich diesem Suchtdruck einmal nicht standhalten konnte und das macht mir Angst und dafür schäme ich mich.

    Realität zu akzeptieren ist wirklich ganz schöne Arbeit finde ich. Aber es ist gut. Und es ist notwendig. Aber trotzdem hart. Und es macht eben traurig .Immer wieder.

    HAllo ihr Lieben,

    danke Liesele für deine Worte. ... Ihn zu benutzen, um an mir zu lernen. Ich will es nicht so nennen, aber ja, ich denke, durch die Begegnung mit ihm, hat sich denke ich so vieles in mir losgelöst, was nun der Klärung bedarf, dass ich sagen kann, dass ich dadurch mir selbst ein Stück näher gekommen bin.
    Ob das ohne ihn auch so passiert wäre. Ich glaube nicht, jedenfalls nicht so schnell.

    __________________________

    Die letzten Tage ging es mir bescheiden. Ich bin seit Mittwoch wieder ziemlich angeschlagen gewesen, habe meine Studienarbeit schleifen lassen (7.5. Abgabe), hatte Freitag ne wichtige Probe im Studium, die mir dann unbewusst wohl doch so viel Stress machte, dass alles zusammen dann in einer dicken Erkältung mündete. Und sofort war ich wieder sowas von niedergeschlagen und auch einfach mental total ausgeschaltet. ... Unglaublich. Es ging einfach zwei Tage garnichts mehr und ich hab einfach zwischendurch immer wieder plötzlich weinen müssen. Und ja, es war auch immer wieder in Verbindung mit XY. Ich glaube, diese Dünnhäutigkeit, immer in Verbindung mit körperlicher Schwäche, damit muss ich irgendwie noch zurecht kommen, bzw. einen Weg finden, dass ich dann nicht immer so völlig ins Bodenlose falle, das ist unglaublich anstrengend... Seit gestern Abend geht es mir viel besser, ich war babysitten, was mir total gut getan hat, wir waren abends noch draußen in der Sonne, aufm Spielplatz, usw... Das war einfach Balsam für die Seele die Stunden mit der Kleinen und heute kann ich mir garnicht mehr vorstellen, wie schlimm ich mich noch vorgestern fühlte... :/ Diese Auf und Abs sind ziemlich zerreißend, jedenfalls empfinde ich das so... Aber gut. ICh bin froh, dass es heute wieder Licht gibt und Sonne und es mir gut geht :)

    An XY denke ich nach wie vor, jeden Tag, mal hier mal da, mal sehr wenig bis fast garnicht, mal öfters. Es kommt einfach drauf an. Aber ich träume relativ oft von ihm, das ist immer sehr seltsam. Und ja, ich kann sagen, dass ich ihn vermisse. Aber es ist wahrscheinlich eben nur das gute Gefühl, dass ich vermisse, dass er mir eben manchmal gab. Ich weiß es nicht.

    Und ja, ich muss dazu stehen, ich werde unglaublich traurig, wenn mir immer wieder klar wird, dass es das Richtige ist und das EInzige und dass er nicht mehr Teil meines Lebens ist und auch nicht mehr sein darf und ich es auch nicht mehr will und ich weiß, dass ich das Richtige getan hab. Aber der Schmerz ist da und manchmal frage ich mich, ob es je anders sein wird.

    Dann würde ich mir fast wünschen, ich könnte mehr Wut empfinden. Die empfinde ich, sicher, manchmal bin ich wütend. Aber im Großen und Ganzen habe ich nur liebevolle und wohlwollende Gefühle für ihn. Vielleicht ist da der Haken!?!?!

    Und ich tue mir schwer. Ich tue mir schwer, mit allem, was ich anpacken muss. Ich verdränge, ich schiebe auf, ich habe Angst, ich trau mir nichts zu.. und zwischen all dem, raff ich mich auf und tu mir was Gutes. Gehe raus, bewege mich (wenn ich nicht krank bin) Treffe mich, kriege es dann doch wieder hin, drei Tage strukturiert zu sein, was sooo unglaublich gut tut.. Um dann aber wieder in ein Loch zu fallen und mich so richtig vorwärtsschleppen zu müssen.

    Und so geht das einfach immer wieder.

    Bis Ostern hatte ich einen relativ gleichbleibenden Rhythmus aufgebaut, dann fuhr ich heim, weil das Kind meiner besten Freundin kam. Dann war irgendwie alles "futsch" und ich hatte das Gefühl wieder von vorn anzufangen... Und jetzt wurd ich krank.

    Ich frage mich, was das für ein Phänomen ist, dass sich in meinem Kopf so anfühlt, als wären die Normalsten Dinge unmöglich, kontinuierlich zu bewältigen.

    Jetzt wasche ich Wäsche. Und wünsche euch einen guten Tag!!

    Danke fürs Lesen!

    Liebste Grüßen von einer etwas zerrüttelten Miriel

    Liebe Nys,

    ich weiß nicht genau wieso, aber nachdem ich diesen letzten Eintrag von dir gelesen habe, musste ich weinen.

    Vermutlich weil ich mich in Beschreibungen deines XY wiederfinde und vermutlich weil eine Entscheidung getroffen hast. Eine Entscheidung, die heute noch immer weh tut. Wenngleich du weißt, dass es dir Richtige war.

    Das Gefühl, auf dem guten Weg zu sein, ist wohl das, was einen immer wieder aufstehen und weitergehen lässt.

    Herze,

    glaube mir, ich weiß sehr gut, wie es sich anfühlt, wenn man bei anderen nichts schreiben kann oder will. Und das ist völlig normal und ok, das kennt denke ich jeder hier und ich natürlich auch. :)

    Es ist schön zu lesen, dass es dir besser geht.
    Ich habe auch erst vor 2 Monaten das erste Mal die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt den Druck wirklich auszuhalten, aushalten, aushalten, aushalten zu können, um dann zu merken, dass eben doch nichts Schlimmes passiert, wenn man es aushält. Nein - es geht einem sogar mit der Zeit besser. Es kostet zwar erstmal Kraft, aber ich habe mir immer vor Augen gehalten, wie viel MEHR Kraft es mich dann wieder kosten wird, wenn ich dem Druck nachgebe.

    Auch ich hab "Suchtdruck". Ich denke, den hab ich jeden Tag hier und da, aber sicher nicht mehr so akut, wie es bei dir grade der Fall ist.
    Und immer wieder mache ich mir klar, dass es mich jetzt in dem Moment des Drucks Energie kostet, dem standzuhalten, ABER diese Energie ist ein Bruchteil von der, die ich verschwenden würde, wenn ich dem Druck nachgehen würde.

    Das half mir sehr mich in all den letzten 3 Monaten vor einer Kontaktaufnahme meinerseits abzuhalten!

    Du schaffst es. Du bist stark. Ich drücke dich ganz fest. Und glaube mir, irgendwann kommt langsam ein Gefühl, welches dir zeigt, dass es richtig war, NICHTS zu tun.

    Mit vielen lieben Grüßen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Beiträge!!!

    Liesele

    Ich kann nicht sagen, dass meine Gedanken um XY kreisen, ne, das tun sie nicht mehr. Aber sicher ist es noch sehr präsent. Er ist irgendwie schon noch da, gedanklich, in meinem Leben. Wenn ich darüber ehrlich nachdenke, dann komme ich schon zu dem Ergebnis, dass es nicht so ganz "klar" ist in meiner Gedankenwelt zwischen Trauer, Hoffnung, Wut, Erleichterung, etc.

    Und ein nächster "psychischer" Schritt, der wird hoffentlich kommen, ich kann nicht behaupten, dass ich ihn aktiv vorbereite, von daher bin auch ich gespannt, wie er aussehen wird ;) Aber Fakt ist, dass er kommen muss, weil ich schon ein wenig auf der Stelle trete grade. Wobei ich sagen muss, dass jetzt Dinge beginnen aufzubrechen, die glaube ich, schon Jahre warten. Und da werde ich in naher Zukunft etwas tun müssen, sonst wird es nicht mehr gehen. Wobei, das sage ich jetzt, es ist ja auch die letzten Jahre gegangen. Von daher weiß ich, dass es in meiner Hand liegt, es wirklich anzupacken und beginnen, Dinge aufzuarbeiten, die tief sitzen und die ich sehr sehr lange verdrängt habe.
    So haben wir das sicher alle gemacht....

    Das mit dem Mantra finde ich schön :) Heute hab ich ein wenig Sonne in mein Herz gelassen. Mein Tag war deshalb aufjedenfall um einiges besser als z.B. gestern. Und das macht mich froh. Mehr will ich grade garnicht :)

    Rhein

    Ja. Das mit den Hintertürchen ist wohl so. Ich wollte damit auch nur sagen, dass ich keines mehr aufmache ;) Und klar, vor allem gedanklich sind da einige Hintertürchen, vor denen ich hier und da mal stehe....

    Als ich das erste Mal aufhörte an seine Tür zu klopfen, blieb es einige Zeit still und dann stand er irgendwann vor meiner Tür, um anzuklopfen. Zugegebenermaßen war das sicher gedanklich immer ein Hoffnungstürchen, dass ich ihm aufgelassen hatte, nicht bewusst, aber eben dennoch.

    Nun, da ich verbal alle Hintertürchen beidseits geschlossen habe, ist das Gefühl ein anderes. Das erste Mal war es mehr ein sanfteres Gefühl, an das ich mich gewöhnen konnte. Dieses Mal war es mit dem letzten verbalen Austausch und meinerseits ausgesprochene Kontaktverbot hart und direkt da, da ich eben alles zugeschlossen habe, was geht.

    Und ich hoffe, es bleibt still, weil ich weiß, dass ich es genauso brauche und nicht anders, auch wenn mein Co. das vielleicht manchmal noch anzweifelt.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

    :)

    Danke Liesele für deinen Beitrag.

    Würdest du mir sagen, was du damit genau meinst, weil ich es irgendwie nicht richtig greifen kann.

    Ich fühle mich momentan auch auf der Stelle tretend, weniger was XY angeht, vielmehr was meine Psyche angeht im Allgemeinen.

    Auf XY bezogen aber habe ich nicht das Gefühl, dass ich stehen geblieben bin.

    Herze.


    Ich kann dazu nur nochmal zum Ausdruck bringen:

    SEINE PROBLEMWELT = SEINS, selbstverschuldet (also nicht auf Grund deiner Trennung), NICHT deins


    DEINE WELT = DEINS: Herze, die Ruhe finden will und auch schon gefunden hat, die eine begründete und notwendige Entscheidung getroffen hat, die für sich selbst Verantwortung übernommen hat


    In dem Moment, wo du dir diese weitreichenden Gedanken wieder machst, ziehst du dir wieder den Schuh der Verantwortung an!

    Aber die hast du nur für einen Menschen, für dich selbst!

    Sorg dafür, dass es DIR gut geht und du diese Verantwortung behälst. Und zwar NUR FÜR DICH!

    Ich drücke dich ganz fest!

    Hey Liesele,

    danke für deinen Beitrag.

    Ja. Fortschritte. Ich meine es zwar oft nicht so gut mit mir, aber dass ich einige Schritte getan habe, das gestehe ich mir zu. Und ich glaube auch nicht, dass ich mir da was vormache.

    Ich war in dem Meeting, weil es ein Ostermeeting war, nicht weil unbedingt zu einem Alkoholikermeeting wollte. Dass dort die Mehrheit an dem Abend der AlkoholikerSeite angehörte, das wusste ich vorher nicht. Ich war auch vorher nie in einem offenen Meeting mit Alkoholikern gewesen, im Gegenteil. Einmal war eine Alkoholikerin in einem unserer Meetings, das war vor ein paar Wochen und erzählte von ihrem Rückfall und mir standen alle Haare zu Berge und ich wäre sogar fast gegangen, weil ich es nur schwer ertragen konnte.

    Aber dieses Meeting tat mir gut. Weil ich einfach wieder vor Augen hatte, dass es eine Krankheit ist, ganz klar und dass es auch ganz klar keine Schande ist, diese zu haben, aber eben eine Schande ist, NICHTS dagegen zu tun. Weiterhin gab es mir Stärke und Bestätigung in meiner Entscheidung mich von meinem XY nun vollkommen abgewendet zu haben.

    Und ja, sicher denke ich an ihn. Mindestens einmal am Tag denke ich an ihn. Aber. Ich grüble nicht mehr. Es ist dann ein Gedanke, vielleicht sowas wie "Womöglich sehe ich ihn nie wieder. Dann ist es so." Oder "Ich hoffe er wird es irgendwann schaffen.Aber das werd ich vielleicht nie erfahrn"... Es sind meist Gedankenbrocken, die da kommen und die ich mit einem anderen Gedanken wieder versuche, gehen zu lassen.

    Ich frage mich nicht mehr nach dem Warum. Manchmal kommt ein Zweifel, aber ich schaffe es immer besser mich zu besinnen, auf mich.

    Und ich weiß, dass es richtig war, ihn zu lassen. Den Prozess des totalen Loslassens, den habe ich sicher noch nicht vollendet. Aber so wie es ist, fühlt es sich gut an. Ich habe kein Hintertürchen mehr. Ich könnte ihn jederzeit kontaktieren, aber ich entscheide mich jedes Mal dagegen, und das tue ich nicht mehr bewusst. Sondern das ist einfach so.

    Aber natürlich kommen auch immernoch Gefühle hoch wegen ihm. Aber ich kann nicht sagen, dass sie meinen Alltag irgendwie belasten oder mich in irgendeiner Weise einschränken. Und das ist für mich ein Zeichen, dass es besser wird. Vielleicht ist das falsche Interpretation meinerseits. Aber ich habe das Gefühl, dass ich mich nun voll auf den Weg der Heilung machen kann. Der Cut war nötig dazu und schmerzt.

    Aber ich weiß, dass es richtig war und ist. Und das macht es eben real und echt und richtig.
    Schwierig zu erklären, meine Gefühle dazu, merke ich grade, nachdem ich so chaotisch schreibe ;)

    Liebste Grüße

    Ui, gerade sehe ich. Das war die 1000ste Antwort......

    :D

    Ich weiß, es ist viel Stoff, aber ich bin froh, dass ich all das, was hier in diesem Thread steht, habe und dass ich es schreiben konnte und dass ich eure Worte habe. Denn ohne all diese 1000 Beiträge, meinerseits sowie eurerseits würde ich gerade nicht dort stehen, wo ich stehe.

    Und da stehe ich heut:

    Ich stehe morgens auf und mein erster Gedanke ist nicht mehr XY sondern was ich mir zum Frühstück mache und wie ich meinen Tag gestalten will. Meinen Tag verbringe ich selbstbestimmt und nicht gelenkt von Gedanken, die um XY kreisen. Ich habe nicht mehr im Kopf, was er wann macht und wenn Gedanken aufkommen, dann lasse ich sie zu, aber irgendwann auch wieder los. Ich habe ein Handy, mit dem ich mich "sicher" und vor allem frei fühle und habe nun auch nicht mehr Angst, er könnte vor meiner Tür stehen, nachdem ich ihm klar gesagt habe, dass er mich nicht mehr kontaktieren soll. Es ist unglaublich, wie ich den Tag nun leben kann, wenn ich mir überlege, wie ich noch Anfang Januar MIT Xy den Tag gelebt habe. Gefangen, unter Druck, angstvoll, nervös und immer auf der Hut.

    Ich kann heute sagen, dass ich ein Stück Freiheit und Ruhe für mich gewonnen habe. Und das fühlt sich gut an.
    Und ohne dieses Forum und die 1000 Antworten, nein, ohne das wäre es vermutlich nicht gegangen.

    Danke!

    Hallo ihr Lieben,

    war gestern Abend noch in einem offenen Meeting, Alkoholiker und Angehörige.

    Das war gut und notwendig und hat mich mal wieder auf den Boden der Realität gebracht, träumt man nicht doch immer wieder zwischendurch, hofft, glaubt und schwelgt in den positiven Erinnerungen.

    Klare Ansagen seitens der Alkoholiker haben mir gestern unglaublich geholfen, wieder klarer zu denken, vor allem nach den Tagen, die ich zuhaus war und die mich mal wieder so aus der Bahn geworfen hatten. Ich glaube, es ist gut, das öfters zu machen.

    Es war zwar irgendwie auch sehr bedrückend, weil doch immer wieder diese Co-Gedanken kommen, die zwischen hoffenden Gedanken wie "Die haben es alle geschafft, da muss es mein XY doch auch irgendwann schaffen" und völlig deprimierten Gedanken wie "ja, was die alle erzählen, das blüht meinem XY auch noch und der wirds auch nicht schaffen, bevor er 60 ist, vielleicht auch garnicht." usw usw.

    Bin froh, dass ich dort war. Konnte mich sortieren und heute wieder besser durchstarten. Morgen wird noch besser :)

    Mit vielen lieben Grüßen

    Miriel

    Renate

    Schade, dass du deinen Thread schließen musstest.
    Es tut mir leid, was bei dir vorgefallen ist, gut ist es für dich.

    Unglaublich, wie sehr wir immer wieder anfangen zu "glauben" und zu hoffen.

    Ich hoffe, dass mir solcherlei Kontaktaufnahmen von meinem XY so von wegen Liebesschwüre und Versprechen bezüglich Entzug etc. erspart bleiben werden.

    Wünsche dir weiterhin viel Kraft auf deinem Weg!

    P.S. Sorry Herze fürs Benutzen von deinem Thread.. :)

    Hab ein wenig chaotisch geschrieben sorry.

    Nochwas.. Ich glaube, ich würde, wäre mein XY in der Situation, versuchen, ihm das Beste zu wünschen.

    Es abzugeben und für ihn zu beten. Aber vor allem, es loszulassenm und nicht dran festhalten.

    Vielleicht kannst du das versuchen, wirklich liebevoll ihm zu wünschen, in Gedanken, dass es ihm bald besser geht. Und er von gewissen Leuten vielleicht die Finger lässt. Aber das nur in Gedanken.

    Sei dankbar, dass du nicht mehr drinhängst Herze. Es würde dich zerreißen. Wenngleich du auch nun das Gefühl hast, es übermannt dich. Das sind Knöpfe, die durch dieses Ereignis gedrückt werden, die lange so nicht gedrückt wurden. Auch wenn er das nicht aktiv macht, die Wirkung ist die Gleiche.

    Du kannst nichts ändern. Lass es los.