HAllo ihr Lieben,
danke Liesele für deine Worte. ... Ihn zu benutzen, um an mir zu lernen. Ich will es nicht so nennen, aber ja, ich denke, durch die Begegnung mit ihm, hat sich denke ich so vieles in mir losgelöst, was nun der Klärung bedarf, dass ich sagen kann, dass ich dadurch mir selbst ein Stück näher gekommen bin.
Ob das ohne ihn auch so passiert wäre. Ich glaube nicht, jedenfalls nicht so schnell.
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Die letzten Tage ging es mir bescheiden. Ich bin seit Mittwoch wieder ziemlich angeschlagen gewesen, habe meine Studienarbeit schleifen lassen (7.5. Abgabe), hatte Freitag ne wichtige Probe im Studium, die mir dann unbewusst wohl doch so viel Stress machte, dass alles zusammen dann in einer dicken Erkältung mündete. Und sofort war ich wieder sowas von niedergeschlagen und auch einfach mental total ausgeschaltet. ... Unglaublich. Es ging einfach zwei Tage garnichts mehr und ich hab einfach zwischendurch immer wieder plötzlich weinen müssen. Und ja, es war auch immer wieder in Verbindung mit XY. Ich glaube, diese Dünnhäutigkeit, immer in Verbindung mit körperlicher Schwäche, damit muss ich irgendwie noch zurecht kommen, bzw. einen Weg finden, dass ich dann nicht immer so völlig ins Bodenlose falle, das ist unglaublich anstrengend... Seit gestern Abend geht es mir viel besser, ich war babysitten, was mir total gut getan hat, wir waren abends noch draußen in der Sonne, aufm Spielplatz, usw... Das war einfach Balsam für die Seele die Stunden mit der Kleinen und heute kann ich mir garnicht mehr vorstellen, wie schlimm ich mich noch vorgestern fühlte...
Diese Auf und Abs sind ziemlich zerreißend, jedenfalls empfinde ich das so... Aber gut. ICh bin froh, dass es heute wieder Licht gibt und Sonne und es mir gut geht 
An XY denke ich nach wie vor, jeden Tag, mal hier mal da, mal sehr wenig bis fast garnicht, mal öfters. Es kommt einfach drauf an. Aber ich träume relativ oft von ihm, das ist immer sehr seltsam. Und ja, ich kann sagen, dass ich ihn vermisse. Aber es ist wahrscheinlich eben nur das gute Gefühl, dass ich vermisse, dass er mir eben manchmal gab. Ich weiß es nicht.
Und ja, ich muss dazu stehen, ich werde unglaublich traurig, wenn mir immer wieder klar wird, dass es das Richtige ist und das EInzige und dass er nicht mehr Teil meines Lebens ist und auch nicht mehr sein darf und ich es auch nicht mehr will und ich weiß, dass ich das Richtige getan hab. Aber der Schmerz ist da und manchmal frage ich mich, ob es je anders sein wird.
Dann würde ich mir fast wünschen, ich könnte mehr Wut empfinden. Die empfinde ich, sicher, manchmal bin ich wütend. Aber im Großen und Ganzen habe ich nur liebevolle und wohlwollende Gefühle für ihn. Vielleicht ist da der Haken!?!?!
Und ich tue mir schwer. Ich tue mir schwer, mit allem, was ich anpacken muss. Ich verdränge, ich schiebe auf, ich habe Angst, ich trau mir nichts zu.. und zwischen all dem, raff ich mich auf und tu mir was Gutes. Gehe raus, bewege mich (wenn ich nicht krank bin) Treffe mich, kriege es dann doch wieder hin, drei Tage strukturiert zu sein, was sooo unglaublich gut tut.. Um dann aber wieder in ein Loch zu fallen und mich so richtig vorwärtsschleppen zu müssen.
Und so geht das einfach immer wieder.
Bis Ostern hatte ich einen relativ gleichbleibenden Rhythmus aufgebaut, dann fuhr ich heim, weil das Kind meiner besten Freundin kam. Dann war irgendwie alles "futsch" und ich hatte das Gefühl wieder von vorn anzufangen... Und jetzt wurd ich krank.
Ich frage mich, was das für ein Phänomen ist, dass sich in meinem Kopf so anfühlt, als wären die Normalsten Dinge unmöglich, kontinuierlich zu bewältigen.
Jetzt wasche ich Wäsche. Und wünsche euch einen guten Tag!!
Danke fürs Lesen!
Liebste Grüßen von einer etwas zerrüttelten Miriel