Beiträge von TimeIsAHealer

    Liebe Herze

    Ich kann gut nachvollziehen, wie du dich gerade fühlst.

    ABER. Mach dir eines bewusst.
    Ist es wirklich relevant, zu wissen, wie es ihm genau detaillierterweise geht? Im Grunde reicht es doch, das, was du weißt. Eigentlich ist das, was du weißt, schon viel zu viel. Denn es sollte keine Rolle mehr spielen.

    Natürlich, stelle ich mir vor, meinem XY würde nun so etwas passieren, auch ich würde sicher umkommen vor Sorge oder was auch immer. Aber. Gerade dann müsste ich mir bewusst machen, dass es eben einfach nicht merh MEIN Leben ist. Und egal, was ich dann tun würde. ER muss es sowieso allein durchstehen, was auch immer passiert ist.

    Herze. Hör in dich hinein. Du kannst garnichts ändern, du kannst (und willst) ihm auch garnicht mehr helfen. Das zu hörn, was passiert ist, sollte dir eher Bestätigung geben in deiner Entscheidung, nämlich NICHT mehr Teil SEINES Problemsystems (inklusive Messerstecherei!!) zu sein!
    Du darfst froh sein, dass du nun NICHT diejenige bist, die voller Sorge am Krankenbett sitzt und ihm vermutlich noch ein Bier bringen sollst, weil es ihm ja grade so mies geht, dass er es verdient hat.

    Ich drücke es scharf aus, aber ich denke du weißt genau, was ich damit sagen will.

    Was willst du von ihm hörn? Dass er froh ist, dass du, ja genau DU anrufst und es ihm nun so viel besser geht??

    Er hat Scheiße gebaut, ich glaube kaum, dass er unschuldig in sowas hineingerät, also ich persönlich bin noch - upps - in eine Messerstecherei geraten, und du sowie etliche andere auch nicht. Man umgibt sich eben mit solch oder solchem Milieu und auch das ist und war ganz allein SEINE Entscheidung!

    Mitleid ist fehl am Platz.

    Schau auf dich. Nicht auf ihn. Das was er tut, tut er sowieso. Ob er nun eine neue Partnerin hat oder nicht. Grundsätzlich ändern wird er nur was, wenn er will.
    Und da hilft auch ein Anruf von dir nichts. Und nein, ich denke nicht, dass nun in Anbetracht der Umstände etc. ein Anruf von dir angebracht wäre. Im Gegenteil.

    Es ist und bleibt SEINS!

    Ich drücke dich und hoffe, dass du auf DEINEM Weg bleiben kannst, auch wenn es grade schwer ist, bei dem, was dich so sehr antriggert.

    Fühl dich umarmt!

    Hallo ihr Lieben,

    ich wünsche euch frohe Ostern!

    Ich komme grade heim von einem dreitägigen Ausflug in mein Zuhause..

    War hingefahren, weil meine beste Freundin Freitag ihr Mädchen zur Welt gebracht hat! :)
    Heute hielt ich mein Patenkind das erste Mal im Arm und es war so unglaublich, das kann ich garnicht in Worte fassen. Ich war wirklich sprachlos.
    Ein kleines Wunder hält man da...

    Insgesamt ging es mir zuhaus aber nicht so super. War ja nur wegen der Geburt heimgefahren, hing dann irgendwie halt bei meinem Vater rum, da meine Mutter grade auf Urlaub ist bei meiner Schwester. Ich hing dort irgendwie ziemlich in der Luft und konnte so richtig das Phänomen beobachten - Zuhause sein - Triggern - XY. Das war echt krass. Gestern Abend ging es mir dann richtig blöd und ich hab mir am Ende Sportsachen zusammengesucht und bin joggen gegangen, weil ich es nicht ausgehalten hab. Das war eine gute Lösung. Danach ging es mir besser.

    Aber es war unglaublich, wie hoch der Druck zuhause war, also auch der Suchtdruck bezüglich XY war sehr viel höher als in meiner Welt hier zuhaus. Ich bin froh, dass ich wieder daheim bin, auch wenn ich wg der kleinen süßen Maus gerne noch länger geblieben wär.

    Gut tat mir das zuhause sein aufjedenfall nicht. Es war auch wirklich nun über 2 Monate her gewesen, dass ich dort gewesen war.

    Mh. Aber trotz allem.

    Dieses kleine Würmchen im Arm zu halten (zumal es eine komplizierte Geburt war und sie die ersten zwei Tage auf der Intensivstation liegen musste), das relativiert doch schon einiges.........

    Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und weiterhin gute und ruhige Feiertage! :)

    Danke für deine Worte Nys.

    Es ist grad wirklich holprig auf meinem Weg, aber ich glaube, dass es nun genau die Steine sind, die ich lange lange nicht sehen wollte und nicht aushalten wollte und von daher nie wirklich weitergegangen bin, um die Steine nicht überwinden zu müssen...

    Die Gedanken die du beschreibst, werd ich mir mal genauso machen. Vielleicht auch aufschreiben. Um Traum, Realität und Projektion, etc. klar unterscheiden zu können.

    Viele liebe Grüße Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    Frühlingsgefühle machen sich in meiner WG breit. Nachdem die eine Mitbewohnerin schon seit 3 Monaten frisch verliebt ist, hat meine andere Mitbewohnerin (und sehr gute Freundin) nun auch seit 3 Wochen jemanden, der immer öfters bei uns ist.
    Es freut mich total, wir kochen dann auch ma zu dritt oder so und das ist echt lustig.

    Aber ich merke, wie es an mir zehrt, wenn ich mit zwei Pärchen bin und abends dann allein in mein Zimmer gehe. Sonst habe ich das so stark nie gespürt. Und jetzt fühlt es sich eben irgendwie doppelteinsam an, obwohl ich mich in dem Sinne "einsam" nie gefühlt habe. Aus beiden Zimmern dann aber Rumgequatsche und Genecke und LAchen zu hören. Ich kann nicht sagen, dass das Gefühl Neid ist. Ich freue mich total für beide. Es ist vielmehr irgendwie so eine echt tiefe Sehnsucht, von der ich glaubte, dass ich sie "unter Kontrolle" habe.

    Und XY ist da in Gedanken natürlich der Erste, den ich herbeisehne.

    Ich versuche, das Gefühl auszuhalten, zu hinterfragen und vor allem mir bewusst zu machen, dass es höchster Wahrscheinlichkeit eben nicht XY ist, den ich vermisse (auch wenn ich das manchmal glaube, dass es wirklich um IHN geht) sondern eben da noch immer diese Lücke ist, die es zu füllen gibt.

    Aber die traute Zweisamkeit und der kommende Frühling machen es mir nicht einfacher, damit klarzukommen.

    Ich verspüre unglaubliche Sehnsucht, die manchmal fast die Kontrolle zu übernehmen scheint. In den Momenten will ich einfach nur zu XY.
    Das ist mein Gefühl und ich weiß, dass es "dumm" ist und im nächsten Moment stelle ich mir bewusst all die schlechten Sachen vor, sehe ihn mit der Bierdose, mache mir bewusst,d ass ER es nicht ist, den ich vermisse. Dann geht es auch wieder.

    Aber die Gefühle übermannen mich grade immer wieder.

    Ich wünsch euch einen schönen Tag!

    Hallo,

    danke Nys für deinen Beitrag!
    Nach Anlaufschwierigkeiten nach dem Gespräch mit XY habe ich den Sonntag wirklich noch gut genutzt.

    Bin deinem Rat gefolgt und habe mich belohnt. :)

    Was gutes gekocht, Sport ,danach war ich tanzen und dann noch mit zwei Freundinnen bei LiveMusik was trinken.

    War wirklich ein toller Abend, habe viel gelacht und es tat einfach nur gut.

    An XY habe ich garnicht so oft gedacht. Und wenn doch, dann konnte ich es gut loslassen.

    Ich fühle mich erleichtert. Noch immer. War aber heut Mittag auch echt eine ganz schöne Zeit niedergeschlagen und unruhig. Aber es ging vorbei.

    Ich wünsch euch eine gute Nacht!!!

    Liebste Grüße

    Miriel

    So.

    Ich habe es nun doch getan. Habe ihn angerufen und ihm in einem 26minütigen Gespräch gesagt, dass ich mir

    1. keine Zukunft mit ihm vorstellen kann (auch nicht "aber wenn du was änderst..." )

    2. es mir besser geht ohne ihn

    3. ich nicht zurück will

    4. ich ihm nur das Beste wünsche und dass er seinen Weg findet

    5. dass ich ihn darum bitte, mir Respekt entgegenzubringen und mich nicht mehr zu kontaktieren (das habe ich sehr klar und bestimmt gesagt: "Ich möchte, dass du mich nicht mehr kontaktierst" und dass ich auch ihn nicht mehr kontaktiere

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    ICh habe gemerkt, auf welchem dünnen Eis ich mich bewegte, was mich selbst anging. Ich merke es nun, wie bestimmte Impulse da sind. Aber ich höre in mich hinein und halte es aus. Ich lasse es wirken.

    Es fühlt sich nicht schlecht an. Es fühlt sich richtig an. Ich hab es einfach gemacht. Und ich denke, das war genau das, was ich zu tun hatte. Auch wenn es gefährlich war/ist. ICh denke, ich werde auch das nun gut verkraften und hinter mir lassen können.

    Es fühlt sich erleichternd an. Es war sehr schwierig, klar zu bleiben, aber es ist mir gelungen.

    Ich bleibe dabei. Und es tut gut, dass ich es getan habe.

    Mit vielen lieben Grüßen

    Miriel

    Guten Morgen ihr Lieben!

    Danke Sky für deinen Beitrag!

    Ja irgendwie fühlt es sich schon auch so an. :) Trotz Traurigkeit, die zwischenzeitlich einsetzt.

    Gestern war ich wieder in meiner SHG. Nachdem es letzte Woche irgendwie mehr bedrückend war (eine Alkoholikerin, die gerade ihren Rückfall gehabt hatte, war bei uns im Meeting, das war nicht leicht auszuhalten), war es gestern total angenehm und gut.

    Ich hatte den Brief an XY in der Tasche, fertig zum Losschicken, aber hab ihn am Ende wieder nicht eingeworfen, weil ich erneut zu dem Schluss kam, dass es zu viele Worte sind um eine Tatsache, die einfach klar sind.

    Somit hab ich es wieder vertagt, bzw. erstmal wieder losgelassen und mir die Freiheit gegeben, keine Entscheidung treffen zu müssen, wenn ich es nicht kann. Bedürfnis, ihm was dazu zu sagen, ist da. Aber ob es wirklich notwendig ist, da bin ich mir einfach nicht mehr sicher.

    Heut hab ich den Tag mit Meditation gestartet. Das erste Mal seit meiner Zeit letzten Sommer, dass ich es wirklich geschafft habe zu meditiern. Und dann auch noch so früh :)

    Mhh.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag!!

    Miriel

    Hallo ihr Lieben.

    Es hat sich nichts getan.

    Ich denke immer mal wieder an, fange aber glaube ich nun auch an, es zu verdrängen, wegzuschieben, oder wie auch immer.

    Unter Anderem auch, weil ich eben irgendwie nichts dazu weiß. Jedenfalls nichts, was sich richtig anfühlt.

    Grübeln tue ich nicht mehr, aber mir wird eben immer mal wieder bewusst, dass es nicht aus der Welt ist, wenn ich es einfach irgendwie im Kopf ins Hinterstübchen schiebe.
    So glaube ich jedenfalls.

    Ansonsten geht es mir aber eigentlich wieder viel viel besser als am Anfang der Woche.
    Seit zwei Wochen mache ich im Übrigen wieder regelmäßig Sport und esse anständig, dreimal am Tag und gesund. Irgendwas gab mir den Anstoß, was das genau war, weiß ich garnicht mehr so richtig :)

    Aufjedenfall habe ich ohne große Mühe (der Sport macht mir ja auch Spaß ;) ) abgenommen und fühle mich sehr viel besser, was das Körperliche angeht, als noch vor 4 Wochen. Und die Psyche profitiert davon auch nur.

    Ich kümmere mich um mich. Die kleinen Rückschläge der letzten Wochen verkraften ich glaube ich auch dadurch sehr viel besser, weil ich einfach ein wenig gefestigter bin. So fühlt es dich jedenfalls genau in diesem Moment an. :) Das tut gut.

    Ich wünsche euch einen schönen Abend!

    Hallo ihr Lieben,

    diese Beschreibung mit den Akkus spricht mich sehr an. Mein XY hat sie sogar mitunter auch mal verwendet und mir gesagt, dass ich auch meine Akkus bei ihm auflade, um dann wieder Power zu haben, ihm zu sagen, was er zu tun hat.

    Auch wenn ich ihm damit nicht Recht geben will, in dem, was er getan hat etc., das steht nicht im Vordergrund.

    Aber es war so, ich habe in regelmäßigen Abständen bei ihm Liebe "geladen", bis meine Akkus wieder voll waren. Dann hatte ich wieder eine zeitlang Power, um ihn z.b. ständig darauf aufmerksam zu machen, was er alles tun könnte, dass er nichts versteht, etc. dann irgendwann kam immer wieder irgendeine eskalation, nach der ich dann wieder die bestätigung meiner ganzen Weisheiten eingeholt hatte, Akkus waren dann wieder leer. Und das Ganze wieder von vorne.

    Und nebenher lud ich meine Batterien bei ihm auch auf, wenn es mir wegen anderen Dingen schlecht ging, zum Beispiel wenn ich im Dunstkreis meiner Familie war, war es immer er, der mir vermeintliche Energie wieder zurückgab. In diesen Zeiten hatte ich immer besonders viel KOntakt mit ihm, der auch viel von mir aus ging und mir die Zeit bei der Familie leichter machte.

    War ich dann wieder aus dem Dunstkreis heraus ging es ganz schnell wieder nur noch um seine Problematik und meine Heilmethoden, die ich ausklügelte.

    Alles in Allem brauchte ich ihn auch sehr viel mehr, als ich es vorher dachte und habe ihn an der ein oder anderen Stelle nur zu meinem "gefühligen" Vorteil genutzt.

    Und das ist sicher auch ein nicht unwichtiger Punkt in bezüglich dessen, dass ich mich nicht getrennt habe.

    Liebe Grüße

    Danke Herze für deine Worte!

    Ja, so wie du es beschreibst klingt es irgendwie "gut" also jedenfalls war es so für dich dann letztendlich gut, wie es war und wie es kam.

    Und ich denke, für mich wird es auch so kommen.

    Mir geht es heute Abend irgendwie besser, ich bin ein wenig ruhiger geworden und nicht mehr so zerrissen innerlich.

    Ich habe mich heute bewusst entschieden, mir nun erstmal keine Gedanken mehr zu machen und mir ein paar Tage "Ruhe" zu gönnen, um dann vielleicht nochmal drauf schauen zu können. Ich denke, alles andere hat grade keinen Sinn. Nicht weil ich nicht weiß, was ich will oder nicht will, sondern weil einfach das Wie usw. grade für mich nicht klar ist und ich auch durch 3tägiges Grübeln nicht zu DEM Endergebnis gekommen bin.

    Außerdem gibt es gerade auch ein Ereignis, das bald ansteht, worauf ich mich sehr freue und was ich auch durch XY garnicht in den Hintergrund geraten lassen will. Meine Herzallerliebste Freundin bekommt nämlich innerhalb der nächsten zwei Wochen ihr erstes Kind, ein Mädchen, und ich werde Patentante. :)

    Darauf, dieses kleine Wunder endlich zu sehen und in den Armen zu halten, darauf freue ich mich. Dann ist sie einfach Mama! Ein Geschenk. Und ich finde es einfach nur schön und hoffe, dass alles gut geht und gut sein wird.

    Mit diesen schönen Gedanken wünsche ich euch eine gute Nacht.

    Danke für eure Rückmeldungen.

    Ich werde glaube ich Zeit geben müssen. Und vielleicht kommt auch irgendwann ein Moment, in dem ich es klar weiß, was zu tun ist. Und wenn irgendwann der Impuls kommt, ihm doch die klare Grenze mitzuteilen, dann ist das so und wenn es mir reicht, dass ich sie ziehe und eben z.b. Kontaktaufnahmen nicht mehr annehme, dann wird es so vielleicht auch gut sein.

    Was das dann letztendlich ist, das sehe ich dann. Fakt ist jedenfalls, ich will nicht zurück, weder auf Grund dessen, dass er hier war, noch auf Grund eines Paketes.

    Ich will nicht. Und das weiß ich. Ganz klar. Ich mag mein Leben und ich bin bereit zu leben, mit mir allein, frei und glücklich. Und zwar jetzt. Und ich will dieses Glück auch nicht mehr auf´s Spiel setzen.

    Tut mir leid, dass es dich vl wütend macht, aber weil ich mir selbst nicht traue habe ich es auch geteilt mit euch.

    Danke für deine Meinung Renate.

    Ich glaube, es wird darauf hinauslaufen, dass ich nicht darauf reagiere und es aussitzen werde.

    Dafür hätte ich das Paket aber im Grunde ungeöffnet zurückschicken müssen, das weiß ich heute.

    Was meinst du wie blöd ich mich fühle? :/

    Hallo Sarawen,

    ja. ich mein im Grunde hab ich das ja bei dem Nummerwechsel so gemacht. Natürlich war der Nummerwechsel an sich erstmal ein Zeichen, aber dann hab ich es für mich im Grunde ausgesessen und es wurde langsam besser, obwohl ich auch immer mal wieder diese Klärungsgefühle hatte, aber dieser plätzliche Cut ohne große Ankündigung und Verabschiedungen meinerseits war für mich so aufjedenfall das Einfachste.

    Jetzt Worte zu finden, die mir richtig vorkommen und die in ihm nicht nochmal irgendwas auslösen, das find ich sehr schwer. Zumal ich ihm natürlich gern was sagen würde.

    Den Brief den ich schon geschrieben habe, finde ich heute nicht mehr gut, weil ich auch viel von meinen Gefühlen zu dem ganzen spreche, davon dass ich eben lange gewartet habe, nicht mehr warten will, ohne Angst leben will und Verantwortung übernommen habe für mich etc. Also ich erkläre mich sehr viel selbst und teile sehr viel meine eigenen Gedanken dazu mit ihm. Ich weiß nicht, ob das die Beste Idee ist auch wenn es mir ein Anliegen ist, das eben ihm mitzuteilen. Das darf sicher nicht im Vordergrund stehen.

    Ich habe jetzt solche banalen Sachen im Kopf wie, das sind nur Gedanken, das ist weder ein Brief, den ich ihm geschrieben habe, noch den ich ihm so schreiben werde, das ist einfach nur der jetzige Gedankenstand. Und ich teile es wohl mit euch, weil ich mich mit der Entscheidung, was wie und wann, so schwer tue.

    So ungefähr sieht es in meinem Kopf aus:

    "Ich kann nicht akzeptieren und ich will nicht damit leben, dass du dein Alkoholproblem einfach ausblendest. Du hast es nicht mal erwähnt und auch nicht ernsthaft darüber gesprochen als du hier warst. Das funktioniert nicht und ist unmöglich.
    Liebe ist einfach nicht genug, um Probleme dieser Tragweite zu lösen. Ich wünsche dir nur das Beste.

    Bitte respektiere meine Entscheidung und kontaktiere mich nicht mehr. "

    Hallo ihr Lieben, danke für eure Beiträge.

    Renate, du meinst also eben, dass wenn ich garnicht reagiere, es sozusagen KEINE Entscheidung ist, bzw. ich es einfach von mir wegschiebe, verdränge etc. Im Gegensatz dazu, dass ich klar machen würde, was ich denke und will und nicht will?

    Klar, muss der Kopf entscheiden, wenn das Herz noch drin hängt. Es ist nur für mich eben, wie sicher für jeden Co der sich getrennt hat, ein innerer Kampf zwischen Kopf und Herz, der eben anstrengend ist. Innerlich.

    Danke Nys. Deine Worte helfen mir, da ich mich nicht mehr so ganz unter Druck setze. Ich dachte am Montag, als ich das Paket erhalten hatte, ich müsse sofort reagieren, klare Zurückweisung etc. Ich war richtig in Entscheidungspanik, wollte unbedingt sofort genau wissen, was ich dazu fühle und wie ich das nun auch zum Ausdruck bringe.

    Das ist jetzt nicht mehr ganz so.
    Habe zwar einen Brief formuliert, der ist zwar mit einer Kopfentscheidung bestückt, aber dennoch immernoch sehr gefühlslastig, was ich heute auch schon wieder kritisch betrachte.

    Ich merke aber, dass dieser Zustand grade an mir zehrt, gestern mittag war ich schon ziemlich down, auch körperlich und gestern Abend hab ich mich dann aber aufgerafft und bin zum Sport gegangen, danach war es viel besser. Heute geht es mir richtig mies. Ob es vom Sport kommt oder auch von meinen eh immer wieder kehrenden Problemen mit Nacken etc, oder eben auch von dem, was da nun doch irgendwie mir im Rücken hängt, das weiß ich nicht. Jedenfalls hab ich Schmerzen, Genick, Nacken, bis ins Gesicht, Kopf. Irgendwie alles tut weh.

    Und ich weiß, dass ich alleine deswegen einen Schritt machen muss, um das nicht mehr so zu spürn.

    Ich bin wütend, dass er mich dazu zwingt, nochmal und nochmal und nochmal etwas zu sagen, was ich aber eigentlich schon gesagt habe.

    Ich weiß nicht, wie es gehen soll, ihm zu sagen, dass er mich nicht kontaktieren soll, ohne im gleichen Moment sagen zu wollen, dass ich ihm das Beste wünsche.

    Hey NAtalie, das ist eine gute Frage.

    Es läuft nicht gut. Und ja, das hat sicher auch damit zu tun, aber auch damit dass ich mir sowieso damit sehr schwer tue, kontinuierlich und strukturiert zu arbeiten.

    So langsam bekomme ich Panik und fange an, dann wirklich mal einen Tag garnichts zu tun. Die letzten zwei Tage ging nichts. Ich habe mich immer wieder dran gesetzt. Aber es kommt nicht so viel dabei heraus.

    Ich bin nicht sehr gut ind er Zeit und habe das Gefühl nicht des logischen Denkens fähig zu sein. Jetzt mal ganz unabhängig von XY.

    Ich scheitere auch an der Arbeit immer wieder an Entscheidungsfragen, was ist wichtig, was muss rein, was nicht, was wohin und wie. Immer wieder.. Das ist anstrengend. Ich kann mich nicht festlegen, das raubt Zeit.

    Und XY kam wirklich zum ungünstigsten Zeitpunkt (wobei es immer ungünstig gewesen wäre)...

    .

    Aber ich vergesse die Arbeit sicher nicht. Sie ist täglicher Bestandteil meines Plans. Ich muss nur aufpassen, dass ich aus Angst garnichts mehr mache. Ich merke, dass mir das schon passiert ist und ich dann einfach völlig blockiert bin.

    Gute Nacht ihr Lieben

    Hey Renate,

    danke für deinen Beitrag. Ich finde es verdammt stark, wie du deinen Standpunkt geschafft hast immer zu vertreten und deine Grenzen so ziehen konntest. Das ist unglaublich gut und stark.
    Auch ich habe Grenzen gezogen.
    Und ja, als er hier war, habe ich das nicht geschafft.

    Für mich hat meine jetzige momentane Trauer und meine Reaktion aber nichts mit seinem Besuch zu tun, sondern nur mit dem, was er mir geschickt hat. Ich hätte es rückschicken lassen können. Auch da habe ich wieder keine klare Grenze gemacht. In dem Moment nicht möglich für mich. Jetzt einen Tag später im Kopf möglich, aber zu spät.

    Eine klare Grenze, das ist ein guter Punkt und wenn ich drüber nachdenke, ja, ich habe sie wohl noch nicht wirklich gezogen. Weder gegenüber ihm, aber vielmehr noch hab ich sie in meinem Kopf und Herzen noch nicht klar gemacht. Das wird wohl jetzt die Aufgabe der nächsten Tage werden.

    Ich habe einen eindeutigen Brief verfasst, der aber rein mit dem Kopf und nicht mit dem Herzen geschrieben wurde, was es mir unglaublich schwer macht, ihn auch loszuschicken.

    Die Entscheidung kann mir niemand abnehmen, und ich werde nie wissen, was das richtige gewesen wäre zu tun, überhuapt zu reagieren, nicht zu reagieren, klar zurückzuschreiben, garnichts zu machen, was auch immer.

    Egal was ich tue, ich werde nicht wissen, ob es richtig ist. Und diese Tatsache ist grade schwierig.

    Hallo ihr Lieben,

    danke für eure Beiträge.
    Danke Sarawen für deine klaren Worte und dass du deine Gedanken dazu teilst. Es hilft mir, auch meine Gefühle und Gedanken nochmal weiterzu hinterfragen und klarer zu sehen.

    Danke Nys für dein Mitgefühl. Es zeigt mir, dass ich nicht alleine bin.

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    Mir ist eigentlich was für mich seltsames widerfahren, was ich hier kurz erwähnen musste. Ich habe jemanden kennengelernt, mit dem ich mich in den letzten zwei Wochen viel per EMail unterhalten habe, sehr tiefgründig und echt und offen. Wir haben uns aber auch zwischendurch immer mal gesehen. Ich merkte aber sehr schnell, dass er anders ist, außergewöhnlich, dadurch natürlich auch irgendwie interessant, aber es war kein so gutes Gefühl, dass ich damit hatte, wenngleich ich mich auch wohlfühlte, wenn wir uns sahen. Es war nie etwas körperliches oder so, für mich auch undenkbar.
    Vorgestern haben wir uns dann das letzte Mal getroffen, viel geredet und an einer Stelle vertiefte er auch seine Lebensgeschichte ein wenig.
    Mir wurde an diesem Punkt plötzlich ganz komisch, ich wurde so traurig, dass ich in dem Moment sogar fast zu weinen begonnen hätte. Weil ich realisierte, dass es hier einfach ein Ende haben muss, weil ich so klar spürte, dass auch dieser Mensch wirklich krank ist.
    Bin an dem Abend heim und hab erstmal nichts weiter getan und ich auch nichts dergleichen zu diesem Mann gesagt.

    Gestern kam dann das Paket von XY, das mich so unglaublich aufwühlte.

    Und gestern Abend dann ein Gespräch mit wieder diesem anderen Mann, der mir in diesem auch seine wahren Probleme offenbarte.
    Ich habe das ganze dann beendet. Ich habe es völlig klar und endgültig abgebrochen.
    Er war noch kein wichtiger Mensch für mich geworden, dennoch war er in mein Leben getreten.
    Es zu beenden fiel mir schwer, weil ich so einen Weltschmerz verspürte und auch weil er mir leid tat.

    Ich habe mich geschützt. Und zwar rechtzeitig.

    Danach war ich von so einem großen Schmerz erfüllt, den ich nicht beschreiben kann, das hört sich vielleicht seltsam an, weil der Mann mir nicht wirklich was bedeutete und wir uns wirklich noch fast garnicht kannten. Und dennoch.

    Daraufhin wurde mir aber schlagartig klar, dass es im Grunde genau das ist, was ich auch mit XY machen muss, weil ich mich schützen muss. Sehr banal eigentlich. Ich sah es plötzlich so klar vor mir und habe fast das Gefühl gehabt, dass dieses Beenden mit dem Anderen so etwas wie eine Vorprüfung war.

    Ich habe den Brief an XY geschrieben.
    Ob und wie ich es schaffe, diesen auch zum Briefkasten zu bringen, darüber möchte ich grade nichts sagen und auch nicht nachdenken, weil ich hoffe, dass es kommt. Dieser Moment. Genau wie gestern der Moment kam.

    Ich frage mich, ob das wohl so auch sein sollte, das mit dem Anderen.

    Aber mir ist natürlich auch klar geworden, dass es an mir liegt, dass ich immer und immer wieder auf solche Menschen treffe und diese auch trotz eindeutiger (kranker) Zeichen in meine Welt lasse.
    Dieses Mal habe ich die Reißleine gezogen. Und ich bin froh und dankbar, dass ich es geschafft habe, auf mein Gefühl zu hören, auch wenn es weh tat. Mich zu schützen, meine Gefühle und Bedürfnisse vor die eines anderen zu stellen, ganz klar. Und vor allem auch, etwas loslassen zu können. Einfach so.

    Ich bin dankbar für dieses Zeichen. Wo immer es auch herkam.

    Ich grüße euch von Herzen

    Ihr Lieben,

    danke für eure Beiträge.

    Ja, in der Situation konnte ich diesen Cut wohl nicht so verwirklichen, ich habe es auch in dem Moment so einfach nicht gefühlt. Natürlich auch auf Grund seiner Anwesenheit und der damit mitspielenden (Co-) Gefühle.

    Heute ist der Tag gekommen.
    Ich habe heute Morgen ein Paket von ihm erhalten.

    Das einzige Gefühl dazu ist Traurigkeit.

    Traurigkeit darüber, dass er es verdammt nochmal nicht realisiert hat, nicht so weit ist und eben dennoch mit so viel Liebe ein Paket für mich macht. Das mag verblendet klingen, aber es ist so. Es ist einfach sehr liebevoll, was er mir geschickt hat. Keine Liebesfloskeln oder Ähnliches. Einfach eine scheinbar von Herzen kommende Geste der Zuneigung und des Kundtuns, dass er an mich denkt.

    Es tut weh. Weil ich weiß, dass es nichts ändert. Dem nun meinen vorgeschriebenen Brief, den ich kurz nach seinem Besuch geschrieben hab, entgegenzuhalten, wird schwer werden.

    Es tut einfach weh. Und jegliches Reden darüber bringt nichts. Auch ihm nicht.

    Ich habe sehr großen Schmerz, der hervorwill und den ich versuche zu unterdrücken. das macht mich auch wütend, aber ich hätte das Paket auch einfach nicht annehmen können.

    Aber da ist auch eine Freude über das, was er mir schickt und schreibt. Da ist auch Freude, die ich mir auch nicht verbieten will.

    Ich denke, ich brauche ein paar Tage, um darauf reagieren zu können, wie auch immer, vielleicht auch garnicht. Ich weiß es nicht.