Beiträge von TimeIsAHealer

    Hey ihr Lieben.

    Danke für eure Beiträge... Renate, ich drücke dich nochmal ganz fest und wünsche dir, dass du die Kraft hast für die nächsten Wochen, bis sich nochmal ein wenig alles normalisiert...

    Herze, danke für deine Worte.

    Gestern ist etwas passiert, mit dem ich nicht gerechnet hatte.

    Um 14 Uhr klingelt es an der Tür, ich war grade geduscht und dachte, es ist der Postmann, machte auf. Und da stand er vor mir, mein XY.

    Nach 2 Monaten stand er einfach so vor meiner Tür. Er wohnt sehr weit weg, das heißt, er hatte das länger geplant.

    Ich war geschockt, als ich das realisierte, dass er das ist. Ich war einfach nur gelähmt, konnte garnichts sagen.

    Letztendlich ließ ich ihn herein, wir redeten, aber ich war völlig neben mir. Habe meine Mutter dann erstmal angerufen. Ich wollte einfach keinen Fehler machen, habe dann auch jemanden aus meine rSelbsthilfegruppe angerufen.

    Er hatte sich für eine Nacht ein Hotel gebucht, wir sind dann rausgegangen, waren etwas essen, haben viel geredet und ich habe die Nacht bei ihm im Hotel verbracht und ihn heute Morgen um 6 zum Bahnhof begleitet.

    Vielleicht falsch. Vielleicht war ich einfach nur zu schwach.

    Und es ändert auch nichts. Mir gehts gut. Ich bin weder traurig noch wütend.

    Ich finde es schön, dass er das gemacht hat, dass er kam, auch wenn ich es irgendwie unfair finde, weil ich so überrumpelt wurde.

    Am Ende sind wir nur so verblieben, dass er mich gefragt hat, ob ich ihm bescheid geben würde, wenn ich einmal umziehe.

    Meine Nummer hat er nich tund auch sonst nichts.

    Es bleibt wie es ist. Und das fühlt sich richtig an. Auch wenn es eine kurze Flucht aus der Realität war, habe ich gemerkt, dass ich weiß, dass ich es nicht mehr will, das was war. Und das habe ich ihm auch genauso gesagt. Ich habe ihm klar gesagt, dass es mir gut und besser geht, dass ich freier geworden bin und mein Leben gestalte, wie ich das möchte und dass ich das auch genauso haben will. Und dass ich froh bin, ohne Angst leben zu müssen, was morgen ist, weil ich mir bei mir sicher sein kann, dass morgen auch noch alles ok ist.

    Er sagte, dass es für ihn sehr schwer war, mich einfach nicht mehr erreichen zu können und er mir oft einen Brief oder auch eine Mail schreiben wollte, aber immer wieder dran denken musste, dass er immer zu mir gesagt hätte, dass er das Persönliche braucht und deswegen gekommen wäre, um mich zu sehen.

    Das ist gestern passiert.
    Ich fühle mich ok, am besten fühlt es sich an, dass ich mich noch immer genauso frei fühle wie vorgestern und es einfach nichts geändert hat. Dass er verstanden zu haben scheint, dass es genauso auch besser ist und dass wir uns keine Vorwürfe gemacht haben, weder er mir, noch ich ihm.

    Es fühlt sich ok an und ich glaube, hätte ich ihn rausgeschmissen, dann hätte ich das bereut.

    Ich danke für euer Lesen und eure Kommentare dazu. Gerne auch Kritik, da ich nicht wirklich weiß, wie ich das einordnen kann.

    Vielleicht auch einfach nur immernoch Co ? ....

    Grüße von Herzen

    Miriel

    Hey ihr Lieben!

    Liebe Renate, danke für deinen Eintrag, ich weiß ja leider nicht, was du geschrieben hattest. Vielleicht, wenn du magst und Zeit hast, kannst du es nochmal umformuliert reinschreiben. Ansonsten drücke ich dich ganz fest, schaue auch gleich mal in deinem Fädchen vorbei...

    Liebe Herze,

    ja, es hat sich wirklich alles verändert. Mein ganzes Leben, mein Alltag, mein Denken, die Lebensqualität.
    Wenngleich viele Dinge immernoch genau gleich doof sind ( :) ) und ich sie genauso wenig "hinkriege" wie vorher. Aber das zeigt mir natürlich auch hier und da, wo eben wirklich MEINE Baustellen sind, die auch garnichts mit XY zu tun hatten, von denen ich lediglich abgelenkt war in der Zeit und die Probleme eben ganz auf ihn projezieren konnte...

    Danke für deine Worte :) Schön, dass du wieder da bist!

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    Die zwei Vorfälle mit dem Finden von Sachen in den letzten zwei Wochen habe ich endlich zum Anlass genommen und gestern sage und schreibe 7 (!!!) Stunden sortiert, weggeschmissen, usw.

    Ich war ehrlich gesagt geschockt, wieviel sich angesammelt hatte an Dingen, Unterlagen, die ich einfach liegen gelassen habe, ungeöffnete Briefe, etc. Und natürlich einiges an Zeugs von XY, auch Arbeitsunterlagen von ihm, etc.
    Meine Mitbewohnerin meinte zwar, ich solle sie ihm schicken (sind teilweise Originale) und sie meinte auch, sie könne das für mich übernehmen, da sie der Meinung ist, dass ich daran auch noch festhalten würde an dem letzten Zeug, was ich von ihm habe (auch Kleider, wobei das nicht so wichtig ist wie vl die Originalen Unterlagen)

    Ich jedoch würde das als Kontaktaufnahme meinerseits empfinden und da sträubt sich mir (Gott sei Dank) alles dagegen.

    Andererseits stimmt es, dass die Sachen halt eben da sind und er sie vl irgendwann auch wieder brauchen könne.

    Naja. Ich hab alles weggemacht und will eigentlich nicht weiter drüber nachdenken und hoffe, dass das moralisch in Ordnung ist!?

    Es fühlt sich soooo gut an, dass ich Ordnung gemacht habe, was echt anstrengend und zeitaufwändig war, weil ich wirklich nicht effektiv arbeiten kann, wenn es um sowas geht... :)

    Und jetzt, wo alles irgendwie ordentlich ist und mir nicht mehr so im Magen liegt wie in der letzten Zeit (hat mich teilweise richtig deprimiert in mein Zimmer zu kommen), kann ich heute hoffentlich auch nach 2 Tagen PAuse endlich wieder produktiv an meiner Studienarbeit arbeiten....

    Ich bin heute optimistisch :)

    Ich grüße euch ganz herzlich

    Miriel

    Hallo ihr Lieben.

    im Allgemeinen geht es mir gerade recht gut. Ich bin schwer beschäftigt, was garnicht Zeit lässt, um groß über andere Dinge nachzudenken.

    Und dennoch komme ich immer wieder an solche Punkte, an denen es dann irgendwie zuschlägt.

    Heute wieder so ein Punkt. Auf der Suche nach Unterlagen, bin ich auf Zettel gestoßen, auf denen ich letztes Jahr im Januar mal die Anzahl an Bier aufgeschrieben habe, die er jeden Tag trinkt, mit Preis etc. Weil ich ihm damals zeigen wollte, wieviel Geld er dafür lässt, weil er mir immer sagte, wie wenig Geld er doch hätte blabla.

    Dass solche Zettel überhaupt noch irgendwo liegen, liegt daran, dass ich leider kein System habe in meinen Unterlagen oder Fotos, etc.

    Ich sollte es vielleicht nun zum Anlass nehmen, alles mal zu sortieren und eben genau diese Dinge auch AUS zu sortieren.

    Ich war geschockt darüber, das so schwarz auf weiß vor mir zu haben. Erstmal meinen Kontrollzwang, mein Co.-Sein und dann eben auch den Konsum nochmal zu sehen... weiterhin hab ich auch meine "Adventskalender" Liste gesehen von dem Kalender, den ich ihm vor 1 1/2 Jahren gemacht hatte. Damals, als wir ganz kurz zusammen waren. In ein paar Türchen (Verstecke in der Wohnung) hatte ich damals Alkohol. Den ICH ihm geschenkt habe!

    Es lässt es mir kalt den Rücken runterlaufen.

    Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert, bis ich wirklich realisiere, wie das eigentlich alles gelaufen ist.

    Ich grüße euch

    Miriel

    Renate, das tut mir sehr leid. Ich wünsche dir viel Kraft für das Chaos, das du durchlebst und ich hoffe, du kannst dich trotz allem noch irgendwo darin finden und sortiert bleiben...

    Ich kenne die Geschichte nicht zwischen dir und deinem Vater (Erzeuger) von daher kann ich nicht sehr viel dazu sagen..

    Ich drücke dich. Mein herzliches Beileid.

    Zimttee

    Ich weiß leider garnicht wie das ist mit Wohngeld im Ref.. darüber hab ich mich ehrlich gesagt noch nie informiert... wär ja aber mal intressant zu erfahrn, weißt du inzwischen mehr?

    Meine Arbeit läuft zäh an. Ich hab noch nichts wirklich geschrieben. Bisher nur recherchiert und gelesen. Hab jetzt noch 10 Wochen. Richtige Planung habe ich nicht. Hab mir zwar ein Literaturprogramm extra runtergeladen und so um nicht den Überblick zu verliern über meine Quellen, aber so richtig laufen tut es noch nicht. Ich hoffe das kommt.

    Ich finde es wirklich schwierig zu "planen" was wann zu tun ist, weil ich davon im Grunde eben keinen Plan hab.....

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    Heute war kein guter Tag. Bin beim Suchen bestimmter Fotos auf Fotos von XY gestoßen. Daraufhin habe ich ca. eine Stunde nur geweint. Der Schmerz war sehr groß und ich merkte, wie tief es noch immer sitzt. Das Weinen tat aber gut und war sicher auch mal wieder nötig.

    Ich habe nur ein wenig geschafft bekommen heute, war aber draußen und habe versucht ein wenig die Sonnenstrahlen zu genießen.

    Ich hoffe, morgen wird besser.

    Mit vielen Grüßen

    Miriel

    Renate

    Ich weiß grade noch nicht, wie es in der Zwischenzeit bei dir weiter gegangen ist, aber ich finde es sehr gut, dass du sagst, du bleibst auf deinem Weg....

    Sich nicht abbringen lassen... von welchen Irrwegen auch immer.. das ist wohl das Wichtigste.

    @Natalie

    Wow! Du kannst wirklich stolz sein :)

    Ich habe vor 1 1/2 Woche angemeldet, aber bisher noch nicht viel getan, wg der Prüfungen und des Seminars. Ab jetzt heißt es für mich Selbstmotivation. Ich habe ein wenig Angst und weiß, dass ich unglaublich aufpassen muss, nicht anzufangen aufzuschieben. Aber ich bin optimistisch :)

    Wo bist du denn jetzt, an welchem Ort?

    Mit vielen Grüßen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    so eine lange Forumspause hatte ich lange nicht mehr..

    Hatte ein fünf-tägiges Seminar, dass so anstrengend war, dass ich nichtmal zum WäscheWaschen oder eben ins Forumschauen gekommen wäre.. Dennoch stand am Ende des Seminars eine tolle Performance, die wir präsentieren konnten, das hat uns alle stolz gemacht und war auch für mich ein totales Erfolgserlebnis.

    Wieder eine Woche vorbei, die hab ich fast garnicht gemerkt, so beschäftigt war ich.. Es ist nun schon weit über einen Monat her, dass ich den letzten Kontakt zu XY hatte.

    Ich habe immer wieder Sehnsucht, Ärger, Wut oder Trauer und schreibe ab und an ein paar Zeilen auf. Auch an ihn. Ob er es jemals zu lesen bekommen wird, steht woanders.

    Ich merke, dass in mir noch immer so eine Sehnsucht nach DER Liebe ist, nach Leidenschaft (Betonung auf Leiden? ) und nach den großen Gefühlen. Ich merke, wie meine Psyche sich erholt und ein Stück alte Miriel wieder zum Vorschein kommt, aber ich weiß nicht, ob ich ALLE Alten Teile überhaupt noch zurückhaben will.

    Denn gerade diese Sehnsucht nach etwas, die mich unter anderem auch bei meinem XY gehalten hat, die will ich nich tmehr spüren. Dieses Loch, welches diese Sehnsucht auslöst, das würde ich so gerne schaffen, zu füllen...

    Die letzten fünf Tage, in denen ich sehr intensiv an einem Projekt mit anderen Menschen gearbeitet habe, es hatte viel mit Bewegung und Musik zu tun, auch wenn es bei mir wirklich teilweise an körperlichen Grenzen ging, hat es was ausgelöst, es hat mir so gut getan, mich zu verausgaben, mich zu bewegen, Ideen zu haben, mich inspirieren zu lassen, kreativ zu sein, und letztendlich mich in Bewegung und Kreativ sein auszudrücken...

    JEtzt bin ich am Überlegen, ob es vielleicht doch genauso etwas sein sollte für mich...

    Ich will etwas, was mich erfüllt. Und diese Art der Aktivität hat mich vollkommen erfüllt.

    Ich will nicht mehr die Fülle woanders suchen als bei mir und ich merke, dass ich beginne, wieder Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen (Bekanntschaften), um die Leere, die teilweise da ist, zu füllen.

    Ich mag mir genügen. Aber ist das überhaupt zu erreichen dieses Ziel?

    Vielen Dank Renate und Aurora für eure Beiträge.

    Renate deinen Beitrag habe ich sehr intensiv in mich aufgesogen, sprichwörtlich. Habe ihn mehrmals gelesen und mir dann die nächsten zehn Jahre MIT XY vorgestellt, in dem Zustand. Es war eine schlimme und traurige Vorstellung, die einfach nur schwer war und dunkel.

    Ich habe deinen Thread verfolgt und es ist wirklich hart.
    Es tut mir leid, dass du wieder Hoffnung geschöpft hast, wenn auch nichts Großes, aber du hast ihm eben irgendwie geglaubt, deinem XY, aber ja, erschreckenderweise auch da wieder nur ein Teil des Spiels des nassen Alkoholikers.
    In der Situation erwartet man als normal denkender Mensch ja eigentlich, dass von der anderen Seite gerade in dem Kontext (mit deinem ExMann) kein ScheißGelaber kommt..


    Dass es deinem ExMann so schlecht geht, tut mir leid, auch für ihn, wobei er es ja wie du auch sagst, hätte anders machen können, in seinem Leben..

    Ich kann mich gut erinnern, als der Bruder meines XY wegen Vollrausch in einem sehr gefährlichen Zustand auf die Intensivstation kam und mein XY völlig aufgelöst bei mir anrief und mir davon erzählte. Er hatte da gerade seine "trockenere Phase". Er hatte es erst im Nachhinein erfahren, sie wohnen nicht in der Nähe. Da war sein Bruder also schon wieder über den Berg und auch garnicht mehr im Krankenhaus. Er erzählte mir damals davon und dass sein Bruder immernoch trinkt und es nicht lässt und er unbedingt mit ihm reden müsse usw. Wie ironisch oder? Und ich sagte dazu wenig, nur, dass es mir leid tut, dass es seinem Bruder schlecht geht, oder sowas.
    Und dann kam das beste, er sagte, er sei so froh, dass ICH ihm gezeigt hätte, wie schlecht Alkohol wäre und er dankt mir, dass ich ihn davon weggebracht habe.
    Klar habe ich da Hoffnung geschöpft, mal wieder, dass er JETZT endlich wirklich was für sich tut, wo er sieht, was der Alkohol anrichtet! Mit nächten Angehörigen! Und ich glaube nicht ganz eine Woche später rief er mich volltrunken an.....


    Schockierend. Immer wieder. Und wohl wirklich immer wieder, auch nach zehn Jahren, noch das Gleiche.. Schade für die XY`s.

    Ich finde es unglaublich stark, wie du damit umgehst, das ist gut für dich und dein Wohlbefinden. Dass ihr euch nochmal gesehen habt um Dinge klarzumachen, hat auch sicherlich dazu beigetragen, dass du dich im Reinen fühlst oder?

    Aurora,

    danke für deine Worte. Ja. Trotz Zweifel und Gedanken, ist immer wieder das Gefühl da, das es richtig war, diese Entscheidung endlich zu treffen. Und das Gefühl wird stärker.. langsam aber es wird.

    Und ich hoffe, dass ich es irgendwann so sehe, dass es eben Gedanken in der Schublade sind, auf die ich blicken kann und sie als Lebenserfahrungen in der Schublade liegen lassen kann, ohne Trauer und ohne Reue oder Rückblick... Denn das ist gerade noch nicht so.

    Wenn ich an ihn denke, momentan, dann sind das sehr liebevolle Gedanken, momentan empfinde ich nicht mal Wut, das ist so Phasenweise unterschiedlich. Ich kann auch nicht sagen, dass ich gerade so eine Liebessehnsucht nach ihm verspüre. Es sind einfach nur liebevolle Gedanken, vielleicht zu vergleichen mit sorgvollen schwesterlichen Gedanken oder ähnlichem. Ich weiß es nicht.

    So, ich mach mich auf den Weg in den Tag!

    Mit vielen lieben Grüßen Miriel

    Lea :)

    Schön von dir zu lesen!

    Danke für deinen Beitrag!

    Ja. Die Freiheit ist herrlich, das spüre ich auch, immer mehr sogar.

    Ich denke, ich sollte mich auch immer wieder in Geduld üben.

    Und ich hoffe, bald ist endlich Zeit für einen neuen Thread mit anderem Titel. Mein Thread ist auch so vollgepackt, sodass ich es manchmal selbst schlimm finde, wie viel ich mich im Kreis gedreht habe im letzten halben Jahr, vergleiche ich das mit anderen, z.B. dir, schäme ich mich dafür.

    Es freut mich, dass es dir gut geht und du deine Freiheit genießt :)

    Hallo ihr Lieben,

    manchmal hab ich das Gefühl ich mache mir selbst was vor, also bezüglich meiner Befindlichkeit.

    Manchmal fühle ich mich so stark und in den Momenten drücke ich das auch aus, aber die schwachen Momente versuche ich zu unterdrücken, zu verdrängen, nicht zu sehen, nicht zu empfinden. Aber sie sind da.

    Und das Bedürfnis, ihm Dinge mitzuteilen, auch.

    Ich weiß auch nicht... Ich frage mich dann, ob ich denn garnichts gelernt habe, wenn ein Thread wie der von Liebeskind mich innerhalb eines Momentes völlig aus der Bahn werfen kann, weil ich wieder so stark zweifele.

    Mein Drang, ihm zu erklären, warum ich die Nummer gewechelt habe und wieso ich den Kontakt abbrach, ist plötzlich da.

    Mein Drang, zu wissen, wie es ihm inzwischen geht ist da.

    Ich habe aufgehört die Tage zu zählen und dennoch würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich zwanglos bin was das angeht.

    Ich denke jeden Tag an ihn, ich denke jeden Tag an eine mögliche Kontaktaufnahme, immer mal wieder überlege ich, zweifle und grübele.

    Es ist im Grunde ein täglicher Kampf. Tägliches mich selbst wieder zurück in die Realität bringen, tägliches bewusst machen, warum ich die Entscheidung getroffen habe. Ja, es ist wirklich jeden Tag so. Ich glaube, es gab keinen Tag, an dem ich nicht überlegt habe. Mal mehr mal weniger

    Ist das normal?

    Hey Liebeskind,

    ich freue mich, dass es dir gut geht.. Stand damals ungefähr zur gleichen Zeit an einem ähnlichen Punkt wie du. Nur dass mein Thread weitaus mehr Seiten hat als deiner, weil ich sehr viel herumheeiert bin...

    Es ist schön zu wissen, dass man gemeinsam doch gewisse Schritte schaffen kann.

    Ich habe inzwischen den Kontak zu meinem XY völlig abgebrochen, weil es nicht mehr ging.

    Deinen Thread nun wieder zu lesen, hinterlässt bei mir natürlich die Frage, ob ich es nicht hätte auch anders machen können. Aber nein, ich denke nicht.

    Wie fühlst du dich im Alltag? Wohnt ihr inzwischen zusammen? Und hast du denn für dich psychologische Hilfe in Anspruch genommen?

    Ganz liebe Grüße

    Miriel

    Diese Diskussion würde nicht existieren, wenn man sich einig wäre darüber, wem der Zutritt zum Forum erlaubt werden sollte und wem nicht.

    Mancher einer scheint der Meinung zu sein, dass Co-Abhängige (oder was auch immer) wohl erst dann hier Rederecht haben, wenn sie am Tiefpunkt sind.

    Vorher ist das Rumgeeiere womöglich zu groß, weil es Ihnen ja noch nicht schlecht genug ging, um zu verstehen, um was es geht.

    Dass es aber für manche gerade dieses Rumgeeiere ist, was dann zum Ergebnis, nämlich zu einer Veränderung führt, und sie vor womöglich schlimmeren Situationen bewahrt, das scheint irgendwie nicht so ganz klar zu sein.

    Nein, da gibt es Zeitfenster, die eingehalten werden müssen, sonst kommt auf die Liste der Hoffnungslosen, mitunter der Nervenden, die es eben nicht verstehen "wollen".

    Ich verstehe sehr wohl den Unmut über das Rumgeeiere und verstehe weiterhin auch, dass hier Grenzen aufgezeigt werden müssen, vor allem bei der Tatsache, dass manche immer und immer wieder am XY kleben.

    Dennoch kann ich nur aus meiner Erfahrung sagen. Hätte mich in "Rumeier"-Zeiten jemand des Forums verbannt, dann wäre ich jetzt vermutlich tiefer drin als vorher.

    Danke.

    Danke Aurora für deinen Beitrag :)

    Ja, ich habe gut geschlafen. Nach 8 Stunden ohne Wecker ordnungsgemäß aufgestanden und den Tag begonnen :)

    Nun fertig, um anzufangen mich um meine Arbeit, die ich in drei Monaten abgeben muss, zu kümmern.

    Es ist ein seltsames Gefühl, zu merken, dass irgendwie langsam alles besser wird.

    Und trotzdem muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich gestern spät abends dann doch noch einen ganz schönen Anflug von Sehnsucht hatte, den ich schon lange nicht mehr hatte. Vielleicht lag es daran, dass ich allein und ziemlich müde war, dementsprechend auch nichts unternehmen konnte, was mich Freitag Abend ablenken konnte..

    Es war das erste Mal wieder das Bedürfnis da, die andere Stimme zu hören.

    Heute ist es wieder besser und ich versuche mich davon nicht beirren zu lassen. Ich denke, solche Anflüge sind normal.

    Grüße von der Miriel

    Für mich hört sich einiges so an, als sollten sich hier vor Anmeldung alle einer Diagnostik unterziehen, nach Bestätigung oder Nichtbestätigung der Co-Abhängigkeit wird dann der Zugang gewährt.

    Ich bin der Meinung dass JEDER, der mit einem Alkoholkranken Partner ist, co-abhängige Teile trägt.

    Bei mir wäre es ja so ein Fall, ich bin mit einem nassen Partner zusammen gekommen, man könnte also annehmen, ich habe ein Helfersyndrom und wollte mal wieder retten.

    Dass eine Alkoholabhängigkeit besteht steht aber leider nicht auf des Partners`Stirn, noch war mein Partner ein charakterschwaches Hündchen, im Gegenteil.

    Weiterhin habe ich hier insgesamt ein halbes Jahr "geeiert" und bin damit letztlich beim Ein oder Anderen hart angeeckt.

    Der Verlauf meiner "Krankheit", von Anfang bis zum Ende kann man eindeutig in den typischen Verlauf der Co-Abhängigkeit einordnen, wenngleich sicherlich Beziehungssüchte auch ein Rolle bei mir spielen.

    Wieso wird um den Begriff gestritten?

    Ich glaube, dass es, so wie Melanie sagt, weitaus vielzähligere Ausprägungen und Entwicklungen der Krankheit gibt, als man annimmt und als wir vermuten können.

    Anstatt zwanghaft eine passend formulierte Definition dafür finden zu wollen, sollte man doch vielmehr berücksichtigen, dass es sich um eine psychische Persönlichkeitsstörung handelt, die allmögliche Facetten haben kann, jedoch immer einhergeht mit zwanghaftem Verhalten (sich nicht trennen können, Kontrolle, das Leid des Partners leben,...)

    Mich erinnert es hier stark an das Herunterspielen von psychischen Störungen, wie es in unserer Gesellschaft allgemein praktiziert wird.

    Haben viele bei dem Wort "Depression" das Bild eines weinenden Menschen im Kopf und vielleicht noch den Satz "psychische Niedergeschlagenheit".

    Dass dem Krankheitsbild aber viel mehr zu Grunde liegt als auch weitaus weitgefächertere Ausprägungen haben kann, ist vielen nicht bekannt.

    Da wird schnell geurteilt und abgetan, nicht ernst genommen und sogar ausgegrenzt (DU hast keine Depressionen.)

    Ich habe HIER auf harte Kritiken NICHT mit Rückzug reagiert, weil es gut war, harte Worte zu hören, weil genau das ein Schritt aus der Abhängigkeit für mich bedeutet hat. Und dennoch glaube ich, dass auch das Verständnis, das man hier austauscht, ein wichtiger Faktor ist, der unbedingt notwendig ist, um sich selbst wieder richtig wahrnehmen zu können.
    Denn außerhalb des Forums ist das Verständnis ein Anderes und man stößt sehr schnell an die Grenzen derer Mitmenschen, die die erwähnte Krankheit als Willensschwäche auffassen und betiteln.

    Und ganz unabhängig davon möchte ich an dieser Stelle den Titel des Forums zitieren.

    "Co-Abhängige UND Angehörige von Alkoholikern"

    Vielleicht sollte man die Kriterien des Annehmens der einzelnen Fälle hier noch einmal überdenken. Es MUSS hier nicht jeder co-abhängig sein, um ein Recht auf Hilfe zu haben.

    Ich bin froh, dass ich das Forum hatte, um den Schritt aus meiner Was auch immer - Abhängigkeit zu schaffen und nicht noch tiefer hineinzugeraten.

    :)

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe aufgehört zu zählen.

    Ich habe einfach vergessen, wie lange es her ist.

    Ich könnte nun in den Beiträgen stöbern und würde es rausfinden.

    Ob nun vier, fünf oder sechs Wochen.

    Aber ich weiß es einfach nicht mehr genau.

    Ich habe es einfach vergessen.

    Ein komisches, aber gutes Gefühl.

    Ich glaube, das ist ein Stück Freiheit mehr.

    Schlaft gut. :)

    Des Weiteren bin ich wie in anderen Beiträgen schonmal angesprochen auch der Meinung, dass es einen Unterschied gibt zwischen denen, die mit einem schon nassen Menschen zusammenkommen (das sind vermutlich diejenigen, die oft auch vorher schon in irgendeiner Form co-abhängig waren) und denjenigen, bei denen der Partner in der Beziehung erst abhängig wird (und sich demnach auch die Co-Abhängigkeit im Laufe der Krankheitsentwicklung des Partners entwickelt)

    Aber auch bei den einzelnen Fällen gibt es ja sicherlich wiederum unterschiedliche Ursachen, Gründe und Verläufe...

    Und um noch zu der Frage von Speranza etwas zu sagen.

    Ich denke, die Co-Abhängigkeit wird so negativ wahrgenommen bzw. abgetan, weil es sich bei dem Suchtmittel um nichts "Stoffliches" handelt.

    Wobei ein Mensch im Grunde ja auch ein Stoff ist.

    Da hier nichts "Greifbares" direkt konsumiert wird (Alkohol, Essen, Produkte (Kaufsucht), ...) sondern dies eben "nur" auf psychischer Ebene geschieht, ist es für viele sicherlich nicht verständlich, inwiefern dies dann nicht einfach abzustellen sein soll.

    Meiner Meinung nach fehlt es hier einfach an Verständnis und vor allem an Interesse an dem tiefergehenden Problem.

    Bei der Co-Abhängigkeit wird wohl genauso von "Charakterschwäche" gesäuselt, wie es noch immer viele von der Alkoholabhängigkeit tun.


    Ich würde über mich selbst sagen, dass ich co-abhängig bin und zwar gerade ohne Stoff.

    Eben trocken.

    Aber ich glaube, dass man auch die Co-Abhängigkeit ein Leben lang behält, nur Lernen kann, damit "trocken" zu leben.

    In dem Moment, wenn ich den Stoff zu mir nehmen würde (sprich Kontakt zu XY aufsuchen würde) würde ich rückfällig werden und wäre unter Umständen (sogar sehr wahrscheinlich) wieder "nass".

    Eine Freundin würde sich sicherlich an den Kopf greifen und sich und auch mich fragen "wie kannst du nur so blöd sein? Bist ja selbst schuld.. wieso machst du das? " usw..

    Erklären könnte ich die Situation in diesem Moment sicher nicht plausibel, da es keine plausible Erklärung dafür gibt. Genauso wenig wie ein Alkoholiker erklären könnte, warum er doch wieder zum ersten Glas gegriffen hat. Sicher würden mir, genauso wie dem Alkoholiker, etliche Gründe einfallen, die es rechtfertigen. Habe ich nicht auch tausend Gründe gefunden, um es vor mir selbst zu rechtfertigen, mir es schön zu reden, zu glauben, ich hätte es im Griff.

    Es gab immer einen Grund, jetzt doch noch zu bleiben, doch noch weiterzumachen, doch nochmal anzurufen.

    Ganz klares Suchtverhalten. Keine Willensschwäche.

    Trocken bin ich jetzt nicht, weil ich auf einmal unglaublich willensstark geworden bin. Nein, weil mich meine Sucht kaputt gemacht hat, weil ich etliche Tiefpunkte hatte und weil es irgendwann klick gemacht hat und ich glücklicherweise noch nicht ganz so tief in meiner Sucht steckte, wie manch andere/r hier.

    Aber Fakt ist. Es ist eine Sucht. Emotional, Beziehungs-, Geltungs-, wie auch immer sie definiert wird.

    Ausprägungen sind wohl sicher unterschiedlich, so wie bei jeder Sucht. Entziehungserscheinungen gibt es genügend. Rückfälle auch. Schmerzen. Rechtfertigungen. Und sonstige Begleiterscheinungen bis hin zur Selbstaufgabe.

    Ich will mich auf keinem Krankheitsbegriff ausruhen.

    Co-Abhängig war ich schon vor der Begegnung mit meinem XY und auch da habe ich diese Sucht ausgelebt, nur hat die Beziehung das nie lange ausgehalten.

    Mit XY war dies anders, da ich mit ihm die besagte Symbiose perfekt leben konnte.

    Liebe Lotte,

    ich habe gerade deinen Thread gelesen und er macht Mut,

    ein heftiges Auf und Ab, viele Gefühle hat man auch gefühlt, zwischendurch Hoffnungslosigkeit, dann wieder vollster Überzeugung.

    Ein Entzug mit allen Höhen und Tiefen, Erkenntnissen, Rückschlägen.

    So ehrlich warst du. Immer, unglaublich. Beeindruckend.

    Und dann nun dieser aktuelle Beitrag von dir. Eine ganz andere Lottemotte. Jedenfalls liest es sich so.

    Das macht wirklich Mut.

    Auch ich bin nun seit fast einem dreiviertel Jahr im Forum und habe diese Auf- und Abs durchlebt, sicherlich die Nerven einiger Forenmitglieder mit meinem Geeiere strapaziert.

    Und erst jetzt vor vier Wochen den totalen Kontaktabbruch geschafft. Nach etlichen Versuchen.

    Danke für das Teilen ALL deiner Gedanken, auch derer, die klare Suchtgedanken waren. Danke dafür.

    Ein sehr knapper, aber unglaublich realer und echter Thread finde ich.

    Mit vielen lieben Grüßen

    Miriel