Liebe TT, liebe bloona,
ja, das finde ich auch interessant, die gesellschaftliche Haltung zu diesen beiden mehr oder weniger akzeptierten Substanzen.
Bei Alkohol ist es ja oft so, dass jemand, der keinen (oder auch zuviel) trinkt, als nicht genussfähig hingestellt wird. Der Umgang mit Alkohol wird quasi zum Gradmesser für Genussfähigkeit und Selbstkontrolle zugleich. Verrückt.
Ich habe das nie kapiert, ehrlich gesagt. Bei Genuss geht es ja für mein Empfinden um Geschmack, und über den lässt sich ja nun mal nicht streiten. Wenn mir also Tomatensaft besser schmeckt als etwas Alkoholisches, wieso bin ich dann nicht genussfähig?
Aber wenn ich erst etwas betüdelt sein muss, damit ich genießen kann (und das ist ja nun mal die vorrangige Funktion von Alkohol)... scheint mir das viel problematischer.
Ganz ehrlich: ich bewundere jeden, der den Mut hat, offen zu sagen, dass er nicht trinkt. Und es ist erstaunlich, wie viele andere dann plötzlich mitziehen, weil sie dann keine Angst mehr haben müssen, als genussunfähiger Abstinenzler dazustehen.
Ich find’s super, dass Ihr nichts mehr trinkt!
Viele liebe Grüße
Lea