Beiträge von blubbber

    Liebes Forum!

    Heute war echt ein schöner Tag.

    Vormittags Zeit genommen zum lesen und ein bisschen hier im Forum zu stöbern.

    Nachmittags meine Kinderturngruppe. Endlich habe ich die kleinen Zwerge wiedergesehen. Das hat mir die letzten Wochen so was von gefehlt. Kinder, Eltern und Co Trainer absolut Happy. Die wissen aber noch nicht wo ich war. Das werde ich auch erstmal so lassen. Aber das Training war ein voller Erfolg! So fühlt man sich einfach nur noch wohl :)

    Zum Abschluss des Tages war ich dann noch bei meiner realen SHG. Echt ne tolle Truppe :) (auch wenn ich der jüngste dort bin)

    Jetzt bin ich zwar kaputt, aber einfach nur glücklich!!!

    Gruß, blubbber

    Hallo Matthias!

    Danke für deinen Beitrag. Ich musste aber erst einmal ein wenig darüber nachdenken und daher erst jetzt meine Antwort.

    Zitat von silberkralle

    meiner meinung nach gibts missverständnisse, weil jeder aus den vergleichen/umschreibungen was anderes "herausliest".

    Ich wollte mit meinen Umschreibungen und Vergleichen auch meine Gefühle und meine Stimmung beschreiben. Wenn es Missverständnisse gibt, so können diese ja hier auch offen angesprochen und geklärt werden. Das dachte ich eigentlich wäre auch die Intention zum einen dieses Forums, wie auch einer realen Selbsthilfegruppe - der regelmäßige Austausch. Mich freut es aber, dass du meine Beiträge auch so rege liest (gilt natürlich auch für alle anderen, die meine Beiträge lesen)

    Zitat von silberkralle

    beispiel: "bergauf" - kann schlecht sein, wenn ich ans bergsteigen denk - anstrengend, gefährlich und und und.

    Ja und Nein. Dieser Vergleich beinhaltet auch, dass man bei einem Blick zurück sieht, was man alles geschafft hat. Den Blick zurück halte ich für ebenso wichtig, wie den Blick nach vorne.
    Anstrengend, daran sehe ich nichts Schlimmes. Nach der Anstrenung weiß ich aber auch, was ich geschafft habe.
    Auch ist das Bergsteigen durchaus nicht gefährlich, wenn man sich vertrauenswürdige und erfahrene Mitstreiter sucht - Hiermit meine ich dieses Forum, welches ich inzwischen als eine Plattform sehe, auf der ich mich mit vielen verschiedenen Menschen austauschen kann, die das gleiche Interesse haben wie ich und mich bei diesem Weg unterstützen können, wie auch ich hoffe in näherer Zukunft meine Erfahrungen und Kenntnisse hier einbringen zu können.

    Zitat von silberkralle

    nu kann selbstverständlich an dem begriff "abstinenz" herumgenörgelt werden: "abstinenz < is gleich > verzicht, verzich < is gleich > ganz was schlimmes"

    So spitzfindig bin ich da nicht, ich weiß, was du meinst. hast es ja dann auch schön erklärt. Vor allem vermischen sich die Begriffe nüchtern, abszinent und trocken ziemlich stark. Ich zum Beispiel bezeichne mich derzeit noch als nüchtern, auf dem Weg zur Abszinenz. Aber eine solche Diskussion kann wahrscheinlich ewig geführt werden...

    Zitat von silberkralle

    ohe alk erkenn ich meine probleme und kann sie lösen - und ich kann mir die hilfe holn die ich brauch. und ich kann s leben genießen.

    Ja! Und das merkt man sehr, sehr schnell

    Gruß, blubbber

    Hallo Hartmut!

    Zitat von Hartmut


    Alkohol löst keine Probleme und er verhindert auch keine.

    Da stimme ich dir inzwischen voll und ganz zu. Ich würde sogar sagen, dass der Alkohol das Problem war, da er den Verstand trübt und bewirkt, dass man Probleme im Leben falsch einschätzt. Wenn ich mir manche Situationen heute nochmal vor Augen führe, so kann ich einfach nur den Kopf schütteln und frage mich, warum ich so reagiert habe. Antwort: Fehleinschätzungen - Grund dafür: Alkohol.
    Von daher wurde ich gerne ergänzen, der Alkohol löst sogar Probleme aus und wird dadurch zum Problem.
    Nüchtern sieht man die Dinge einfach anders, Punkt.

    Zitat von Hartmut

    Also hat der Alkohol keinen Stellenwert in der Trockenheit. Außer das er Gift ist und mich verrecken lässt wenn ich wieder Saufe.

    Das verstehe ich nicht so ganz, denn ich entscheide mich doch gerade bewusst dazu keine Alkohol mehr zu trinken. Somit spielt doch der Alkohol dennoch eine Rolle. Sicherlich hoffe ich, dass er nie wieder den Stellenwert einnimmt, den er bisher hatte. Aber ich muss doch dennoch aufpassen und mich auch Situationen stellen, in denen Alkohol vorhanden ist, oder?
    Außerdem war doch der Alkohol ein Teil unseres Lebens (wenn auch kein schöner) genauso, wie die Trockenheit unser Ziel ist und ebenfalls Teil unseres Lebens (mit Sicherheit der deutlich schönere). Und sollte es nicht uns eine Warnung sein, dass wir kurz vor dem Abgrund standen?

    Gruß, blubbber

    PS: ich hoffe wir reden gerade nicht aneinander vorbei

    Klar der Weg ohne Alkohol geht nur bergauf. Wenn ich nach hinten blicke und den anderen Weg gewählt hätte, dann sehe ich dort auch einen Abgrund.

    Allerdings werde ich sicherlich noch mit einigen schweren Situationen konfrontiert werden. Was den Alkohol betrifft, so wären mit Steigbügel am liebsten, was aber die Gesamtheit meines Lebens angeht, so werde ich sehen was kommt. Hoffentlich zum größten Teil aufwärts, aber auch hier gibt es noch Baustellen. Beruf, Absicherung, Freundin, ... Aber step by step

    Hallo danke erstmal für eure Antworten Garcia und Hartmut! Hat mich gefreut so etwas aufmunterndes zu hören. Eines ist mir aber klar, der Weg wird wie ein Marathon, aber ich habe erst den Anfang geschafft.

    Morgen erst noch ein weiterer Arzttermin, der noch eine Stellungnahme für den Therapieantrag stellen muss. Mal schauen, was das gibt. Keine Ahnung, ob er noch Untersuchungen macht oder ob das schnell geht...

    Gruß blubbber

    Hi Hartmut!

    Dann werde ich wohl erst einmal etwas abwarten müssen und hoffe, dass das Gefühl auf Dauer verschwindet... Ich lass dann wohl das Gras erst mal wachsen. Den sinnvollen Ersatz hatte ich ja eigentlich. Buch, Sonne und Hollywoodschaukel. Mal sehen, morgen erstmal Fahrrad reparieren und dann mal wieder so richtig raus :)

    Gruß,
    blubbber

    Hi Danke für eure Antworten!

    @ Hartmut: da ich die letzten Jahre hinweg bei diesem Dorffest immer einer der letzten war die gegangen sind, wollte ich mir das einfach nicht antun. Zudem bin ich so bekannt hier im Ort, dass ich von vielen etwas angeboten bekommen hätte. Hätte ich dieser Versuchung wiederstehen können? Ich bin mir nicht sicher und wollte es erstmal noch nicht riskieren. Bin ja am Dienstag erst aus der Entgiftung gekommen und hätte auch keinen der Freunde um mich herum, denen ich soweit vertraue und die es wissen. Es sind mehr ehemalige Saufkumpanen, die um mich herum gewesen wären.
    Angst vor den Blicken, die habe ich nicht, schließlich habe ich mich ja entschieden diesen Weg zu gehen. Es ist für MICH das BESTE!
    Das weglaufen, ich glaube das kam mir so vor weil ich in meine Wohnung gegangen bin, der Raum, in dem ich weiß, es gibt keine Möglichkeit einer Versuchung - die ist komplett alkfrei.
    Aber eigentlich hast du recht. Es ist ein bewusstes fernbleiben von einer Veranstaltung, deren Nebenerscheinung, viel Alkohol, ICH fernbleiben WOLLTE!

    @ Marion: Traurig macht mich das auch, da es eine lustige Truppe ist, mit denen ich heute Abend hätte feiern können, es erschien mir aber unvernünftig zu sein, da der Alkohol auf diesem Fest und dem Umzug eine entscheidene Rolle spielt.

    Gruß und danke euch beiden :)
    blubbber

    So, Tag zwei vom Dorffest auch überstanden ohne hingehen zu wollen. Habe mich mal für ein paar Stunden in den Garten zurück gezogen. Allerdings habe ich total vergessen, dass heute noch der Festumzug war, direkt bei mir vorbei. Kurzerhand dann zurück in die Wohnung und abwarten bis der vorbei war.

    Hört das eigentlich irgendwann auf mit diesem "weglaufen" vor solchen Veranstaltungen? Oder sehe ich das vielleicht zu eng mit dem rigerosen meiden solcher vermeindlichen "Versuchungen"?

    Gruß blubbber

    So, Tag eins des Festes überstanden. Ich bin einfach nicht hingegangen, auch wenn mein Handy den ganzen Tag über geklingelt hat. Habe mich dann lieber auf einer Veranstaltung meines Vereins im Nachbarort blicken lassen. Einer Veranstaltung für Kids, also keine Möglichkeit der Versuchung! Das erste Buch ist inzwischen auch durch... Genial was man alles wiederentdeckt, wenn man nüchtern ist. Selbst so ein mieses Wetter wie heute ist gar nicht so schlimm wie man denkt! Eine Zeitlang hat mich das so genervt, aber das Wetter kann ich ja nicht ändern.

    Eine ruhige Nacht Wunsch ich euch allen!
    Blubbber

    Hallo!

    Das Verhalten, was du beschreibst kenne ich auch von mir, aber auch die Hoffnung,dass mich vielleicht jemand auf mein alkproblem anspricht. Wie ich allerdings reagiert hätte weiß ich nicht. Zum Schluss meiner bisherigen Abhängigkeit ging die Initiative aber von mir aus. Wenn man sich seinem Problem stellt, dann hat man die Möglichkeit etwas zu ändern.

    Während der Zeit der Entgiftung habe ich viele kennen gelernt, die zwangsweise (vom Arbeitgeber oder über die Notaufnahme) eine Entgiftung gemacht haben. Einige nicht zum ersten mal und alle ohne die Einsicht, dass Alkohol ein Problem für sie ist.

    Was will ich nun damit sagen? Xy muss selber erkennen, dass er eventuell eine Krankheit hat. Ich glaube nur so kann der Weg zu einer dauerhaften Abstinenz bestritten werden

    Gruß blubbber

    20 tage nüchtern, trocken, ohne Alkohol... Na ja, am Anfang freut man sich wahrscheinlich auch über solche Erfolge! Seitdem ich inzwischen wieder zuhause bin, keinerlei Gedanken mehr an Alkohol. Das hatte ich nicht erwartet...

    Doch jetzt kommt die erste Bewährungsprobe. Am Wochenende ist bei uns Kerb (Dorffest). Irgendwie komisch... Ich würde ja gerne hingehen, aber das wäre wohl einfach noch zu früh. Bei uns ist eh mieses Wetter.

    Mal schauen, habe mir zum Zeitvertreib ein paar Bücher ausgeliehen. Also kommt keine Langeweile auf.

    Hallo sinnfinder!

    Vielen dank für deine aufschlussreichen Hinweise. Ich habe mich von daher heute intensiv mit der Suchtberaterin meines Vertrauens unterhalten und sie über alles mögliche der beiden Optionen ausgequetscht.

    Sie war glücklicherweise sehr geduldig... Na ja, nach knapp 1,5 Stunden Gespräch kamen wir allerdings zu dem Ergebnis, dass eine ambulante Therapie das bessere für mich ist.

    Den entsprechenden Antrag habe ich sogar schon zuhause liegen. Allerdings werde ich mir auch am kommenden Dienstag eine zweite Meinung einholen (bei der ASS).

    Gruß blubbber