Beiträge von herzeloyde

    glück auf Matthias!!!

    das Problem ist, dass es eigentlich keine Gedanken in dem Sinne waren...natürlich schon..aber viemehr so Wortblitze...ohne Sinn/Inhalt, ohne Anfang und Ende. Schlag auf Schlag...kaum war der erste vorbei kam zusammenhangslos der nNächste und ich konnte gar nicht mehr nachverfolgen welcher gedankensprung ich noch zuvor hatte...völlig wirr...

    aber das ist ja jetzt zum Glück wieder rum :)


    habe XY übrigens gerade urz gesehen...nach fünf Tagen funkstille nach dem angekündigten rausschmiss. Schon krass wie man sich innerhalb einer gemeinsamen Wohnung so ausm Weg gehen kann, dass man sich nicht üern Weg läuft
    Er hat kurz geklopft um mir die Miete zu zahlen
    Es war komisch...keiner konnte dem anderen in die Augen sehen...mir wird klar, wieviel eigentlich kaputt gegangen ist.
    Aber die Tatsache, dass er wieder so furchtbar nach Alk gestunken hat, hat mich in diesem Moment stark gemacht. Für MICH war es vielleicht grad gut, dass er ne Fahne hatte, da ich wieder für mich spüren konnte, dass ich genau DAS nicht mehr möchte

    Für iHN tut es mir leid...ich habe das gefühl, dass er den Punkt immer noch nicht erreicht hat. Ich weiß nicht wieviele Menschen er noch verlieren muss bis er aufwacht und sich gegen den Alk entscheidet.
    Habe das Gefühl, dass er grad im Gegenteil jetzt auf stur stellt und eine "Lecktellt mich doch alle" Einstellung an den Tag legt

    Aber das muss er für SICH ausmachen und damit leben

    Ich habe andere Pläne...

    Herzlich
    die Herze

    silberkralle
    was ich mit meiner Ausführung der letzten Nacht eigentlich sagen wollte: vielleicht hattest Du Recht, dass ich gestern begonnen habe zu verstehen, was mit mir los ist...bzw wo MEIN Problem ist..
    Vielleicht deshalb die unschöne Nacht, wo sich alles in mir irgendwie wieder an den richtigen Platz gerückt hat...vielleicht braucht es gerade dieses Verwirrtsein/Verrücktfühlen, um wieder "normal" zu werden....Schritt für Schritt


    Alles Gute Dir!!!

    Hallo zusammen,

    Miriel : danke Dir für Deine Antwort. Vor allem Deine zwei letzten Sätze drücken aus, was das Problem im Wesentlichen ist:
    dass es bei uns Coabhängigen um mangelndes Selbstwertgefühl geht, das wir bei dem Partner versuchen aufzupolieren.
    Ist der Partner eben alkoholkrank, so entsteht im Laufe der Partnerschaft eine gegenseitige Abhängigkeit. Ein "gesunder" Partner würde das fehlende Selbstwertgefühl sicherlich früher oder später als "Defizit" feststellen; dieses Prolem ansprechen und zur Änderung auffordern/helfen, da er merkt, dass eine Abhängigkeit zu keiner gesunden Beziehung führen kann.
    Ein süchtiger Mensch allerdings ist dazu nicht in der Lage und nimmt bewusst oder unbewusst das geringe Selbstwertgefühl des Partners vielleicht gerne in Kauf. Vielleicht weil es ihm zeigt, dass eben niemand perfekt ist...und somit sein Problem vielleicht auch nicht mehr so dramatisch anzusehen ist....nur so ne Idee gerade.

    "Eine Alkoholikerpersoenlichkeit ist perfekt, um diese Luecken zu fuellen." Das war DEin zweiter Satz. Und genau das darf nicht sein....dass man jemand anderes BRAUCHT um sich vollständig zu fühlen.... so weit das Wissen im Kopf...nun muss "nur" noch das Herz hinterher kommen...

    silberkralle
    Danke fürs "Glück auf" (immer wieder schön zu lesen; ob nun bei mir oder bei anderen) und das Kraftpäck.
    Gestern konnte ich mit Deiner Antwort noch gar nicht so viel anfangen. Ich dachte "Hm...wenn er meint...aber warum bin ich dann so wirr im Kopf..."
    Ich hatte eine besch*** Nacht...meine Gedanken sind gerast....über mich, über ihn, über die Arbeit, über Belangloses, über die Welt, über alles...und wieder von vorne....ich konnte keinen dieser Gedanken fassen, sie sind wie Blitze im Kopf hin und her...völlig zusammenhangslos.....dachte echt ich werd verrückt...die Kettenraucherei im Moment hat dann wahrscheinlich noch dazu gegführt, dass ich das Gefühl hatte eine Luft mehr zu bekommen....keine gute Nacht!!!!

    Aber ich habe sie rumbekommen. Und nun sitze ich hier..habe vorhin beim Filmschauen ein paar Tränen vergossen beim Gedanken an ihn...an uns....
    Aaaaber es waren keine Tränen der Verzweiflung.....nicht das Gefühl dabei, dass es nie mehr aufhört...dass es einen zerreist
    Es ist nicht gut wie es gerade ist; aber es ist erträglich....vieleicht morgen schon wieder nicht...aber für den Moment..
    Jetzt heißt es noch Durchhalten bis er am 1 Sep auszieht (ich hoffe er bekommt das gebacken),.....da wirds sicherlich nochmal hart....aber dann kann ich zur Ruhe kommen.....kann mir überlegen, ob ich die WG auflöse und in eine eigene Bude ziehe oder ob ich einen neuen Mitbewohner (bzw zwei, da der andere Mitbewohner Mitte Sep auch auszieht) suchen werde, um hier nochmal neu anzufangen...ich werde es sehen....

    Liebe Grüße von Herze, die heute endlich wieder etwas von ihrer Ruhe zurückerkämpft hat

    Liebe Miriel,

    Ich kann Deinen Gedanken/Wunsch des gemeinsamen (jeder für sich) Genesen gut nachempfinden. Es gibt einem ein beruhigendes Gefühl die Vorstellung, dass man dann... irgendwann... wieder zusammen kommt auf dem Weg....aber Du siehst ja auch selber, dass es auch gefährlich sein kann. Gefährlich in dem Sinne, dass es Druck auf Beide ausüben kann.....und der Wunsch beinhaltet auch halt wieder, dass man sich an den anderen doch in gewisser Weise festklammert....schwierig....ich glaube, der schwierigste Teil des Weges beginnt.....aber ich denke, so wie ich Dich hier lese, dass Du Deinen Weg gehen wirst, und dass es der richtige für Dich sein wird!!!

    Liebe Grüße
    Herze


    P.S.wie würdest Du dieses Muster beschreiben, in dem Du noch immer steckst?

    was ich mich aber auch gerade frage, ob ich überhaupt verstanden habe, was Co-Abhängigkeit bedeutet.
    -Bedeutet es das, wenn man anfänlich ahnt, dass etwas nicht stimmt und die Hoffnung hat, mit MIR schafft er es in den Griff zu bekommen?
    -Bedeutet es, dass man irgendwann dem anderen Vorwürfe macht, dass er einen nicht wirklich lieben würde, wenn er immer weiter trinkt statt aufzuhören?
    -Bedeutet es, dass man immer nachfrägt wieviel er getrunken hat und die Menge des Alks davon abhängig macht, ob man sich ihm abwendet oder nicht?
    -Ist es das, dass man die Trinkerei auf sich bezieht...so auf die Art, hätte ich nur keinen Streit angezettelt, dann würde er nicht trinekn?


    Ich frage mich gerade, wie eine gesunde Persönlichkeit mit der Situation umgehen würde, wenn sie mit einem Alkoholkranken Menschen zusammen ist. Oder zeichnet eine gesunde Person sich schon darin aus, dass sie erst gar nicht mit diesem Menschen zusammkommen würde...hab grad das Gefühl, gar nichts mehr zu verstehen...

    Ratlose Grüße
    Herze

    hallo ihr Lieben,

    ich habe eure Antworten alle mehrmals durchgelesen und komme mir grade etwas blöd vor, dass mein längster Eintrag hier im Forum darum geht, ob er schon jetzt so kurz nach dem Rausschmiss (und somit auch Trennung!?) eine neue frau kennen gelernt hat.
    Darum sollte es nicht gehen...aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich diese Unruhe heute nicht mehr habe....
    aber ihr habt völlig Recht, ich muss bei MIR bleiben, die Situation annehmen wie sie ist und mich nicht mit solchen Gedanken noch verrückter zu machen

    Die Situation ist für mich gerade nämlich schon so schwierig genug. Seine Schwester hat gerade angerufen. Ich hatte den Eindruck (auch wenn wir nur sehr kurz telefoniert haben), dass sie meine Entscheidung völlig respektiert und versteht, ich hörte aber dennoch raus, dass sie sich Sorgen macht, da sie ihn nicht erreicht/er sich nicht zurück meldet.
    Und schon wieder fängt es an, dass in mir die Gedanken rasen....mir fällt es schwer einen klaren Gedanken zu bekommen....möchte bei MIR bleiben und dennoch schaff ich es nicht.
    Ich möchte wissen wie es ihm geht, möchte ihm sagen, dass alles zu schaffen ist, dass er keine Angst haben braucht....dass ich nicht aus der Welt bin
    Obwohl ich, wenn ich ehrlich zu mir bin, sicherlich gerade die letzte wäre, die er im Moment sehen möchte....dieser Gedanke tut verdammt weh und ich verdränge ihn lieber ganz schnell wieder....

    Und schon wieder fängt es an, dass ich mich mies fühle...dass ich ihn verraten habe, ihn im Stich gelassen habe...so wenige Tage vor seinem Cannabis-Entzug.
    Vom Kopf her weiß ich, dass ich das alles nicht denken muss/darf...aber ich FÜHLE es so...

    Ich ertappe mich bei den Gedanken, dass es doch gar nicht so schlimm war....er hat nicht täglich getrunken, (meist aus Frust oder wenn er nicht weiterkam mit dem was er sich vorgenommen hatte),.....und auch hier weiß ich eigentlich, dass ich mir kein schlechtes Gewissen einreden muss, dass er JETZT gerade dauernd säuft (so vermute ich zumidest).....
    Ich bin grade ziemlich wirr im Kopf

    so, da ich solangsam die Gewissheit habe, dass er über Nacht nicht hier geschlafen hat, sondern womöglich bei einer anderen Frau muss ich mich zwingen, wieder Klarheit in MIR zu bekommen. Egal wie sehr mich der Gedanke schmerzt, kränkt und verletzt, dass er bei einer anderen Frau ist, muss ich mir vor Augen halten was mich dazu veranlasst hat mich zu trennen.

    Es mag kindisch wirken, aber um mich besser zu fühlen schreibe ich es in der Form auf, indem ich mir vorstelle, was meine mögliche Nachfolgerin erwartet:

    - Die Neue wird früher oder später mit seiner Alkoholsucht zu leben und zu kämpfen haben. SIE wird das Gefühl ertragen müssen, dass der Alk wichtiger ist als man selbst. SIE wird seine allmähliche Wesensänderung zu spüren bekommen, SIE wird ihn agressiv, selbstmitleidig, zynisch, egoistisch und schwach erleben. SIE wird seinem körperlichen Zerfall machtlos zuschauen müssen.

    - SIE wird früher oder später mit seiner Arbeitslosigkeit konfrontiert werden. Das anfängliche Gefühl von "Geld ist nicht alles, nur unsere Liebe zählt" wird früher oder später auch bröckeln. SIE wird entweder für ihn zahlen müssen oder als Konsequenz eben keine Reisen, Restaurantbesuche usw mit ihm machen können. SIE wird seine schlechet Laune/Unzufriedenheit zu spüren bekommen, dass er nichts auf die Reihe bekommt.

    - SIE muss sich damit abfinden, dass gemeinsame Kinder unter diesen Voraussetzungen unrealistisch bzw unverantwortlich wären.

    - SIE muss mit seiner Kifferei klarkommen, mit der veränderten/antriebslosen/verplanten Person. Das gleiche Gefühl wie beim Alk zu spüren bekommen, dass die Droge wichtiger ist bzw dass die Droge ihm etwas geben kann, welches man ihm als Partner scheinbar nicht geben kann. und das tut weh!!!!

    - SIE muss die Auswirkungen seiner Depression ertragen. Das Gefühl, den anderen nicht erreichen zu können mit der eigenen Liebe. Stets mit der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass man selber sich irgendwann in diesem schwarzen Loch verliert.

    - SIE muss akzeptieren, mit seinem Schuldenberg klar zu kommen. An dem er (solange die Süchte noch vohanden sind) so schnell nichts ändern will und kann.

    - SIE muss sich nach der anfänglichen Euphorie mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er im Grunde ein tristloses und freudloses Leben führt, ohne Hobbys, Interessen und Träume....da alles unter einer Glocke von Drogen/Depressionen vergraben ist.


    Ich komme mir irgendwie albern vor, diese Dinge zu schreiben, aber mir tut es gerade gut, mir all das vor Augen zu führen. Und ich habe die Hoffnung, dass - wenn mich der Schmerz wieder überrennt - ich beim Lesen meines Threats genau auf diese Zeilen stoßen kann und dann vielleicht wieder etwas klarer sehen werde.

    und zwar zu sehen was ICH nicht mehr möchte.


    Womöglich mag der ein oder andere die Hände über den Kopf schlagen und sich fragen, wie ich an einem Menschen hängen kann, an dem ich doch so viele "negative Seiten" benennen kann. Viele werden vermutlich denken "wenn sie so viele Dinge findet, die sie ablehnt, kann sie ihn doch gar nicht liebe, Warum jammert sie dann rum?"
    Und da fängt für mich MEINE Arbeit an....mich zu fragen warum ich all das übersehen habe und auch jetzt immer noch Gedanken habe wie "Das ist doch alles zu bewältigen..." dass ich trotzdem noch nicht von ihm loskomme.

    Für mich stellt sich natürlich auch die Frage, ob es zum Ende hin noch die wahre Liebe meinerseits war.
    Ich habe diese ganzen Baustellen allmählich natürlich immer weniger mit der rosa Brille gesehen und sie haben mich genervt und ich war frustriert, unglücklich, weil sich nichts ändern wollte...
    AAAAber trotzdem habe ich an uns festgehalten. Was hat er mir geben können, dass ich die Baustellen wieder hintenan gestellt habe?

    Ich denke, dass es das Gefühl war, das er mir gab. Das Gefühl, wunderbar, schön, hinreißend, sexy und faszinierend zu sein. All das, wie ich mich selbst eben nicht wahrnehme. Wenn ich das so schreibe werde ich wieder traurig und merke, dass ich mir damit nichts Gutes tue. Ich merke, was mir ohne ihn fehlt.
    Aber ich weiß auch, dass ich mir dieser Tatsache bewusst werden muss, wenn ich in Zukunft daran etwas ändern möchte. eben nicht mehr davon abhängig zu sein, dass jemand anderes mich toll findet. Mein Weg muss es sein, mich irgendwann so anzunehmen und vor allem mich so zu mögen wie ich bin.
    Das wird ein schwieriger Weg.

    Aber gerade jetzt im Moment wird mir klar, dass es nicht der richtige Weg ist, das Selbstwertgefühl aufbauen zu wollen, indem man Bestätigung vom anderen bekommt. Ich dachte immer, er tut mir so gut, weil ich mich eben bei IHM so gut; ja auch schön/sexy/faszinierend fand. Aber ich merke ja genau in diesem Moment, dass ich JETZT wo er weg ist, dieses Gefühl nicht mehr habe. Mein Ziel muss es sein, all die guten Gefühle zu mir selbst, mir selbst zu geben, unabhängig von einer anderen Person. Denn andere Menschen kommen und gehen womöglich und es kann nicht sein, dass damit auch mein Selbstwertgefühl dahingeht.....DAS ist es was ich lernen muss....

    Nur stellt sich natürlich die Frage, WIE???

    Aber irgendwann werde ich darauf auch eine Antwort finden und werde beginnen können, MIR selber das Gefühl zu geen, dass ich etwas wert in...nein, nicht "etwas", sondern ganz viel :)

    Und die Frage, ob es am Ende noch Liebe von meiner Seite war, oder einfach nur die Angst zu wissen, dass ich mich ohne ihn wieder allein und als nichts wert empfinde...ja dies gilt es für mich zu beantworten.
    Vor der Antwort habe ich aber auch gleichzeitig Angst. Ich habe Angst, dass ich mir irgendwann eingestehen muss, dass ich mit ihm zusammen geblieben bin OBWOHL ich ihn gar nicht mehr richtig geliebt habe. Ich kann noch nicht richtig greifen, warum ich davor Angst habe....vielleicht weil ich dann an mir zweifeln müsste, nicht richtig lieben zu können? Mir einzugestehen, dass ich zwar immer gedacht habe, ihn aus vollem Herzen zu lieben, es aber in Wahrheit nicht getan habe...

    Weiß auch nicht...irgendwie verheddere ich mich gerade und komm nicht mehr weiter...deshalb belasse ich es an dieser Stelle.


    L

    Hallo zusammen,

    Miriel , lieben dank dir für deine nachricht. ich habe sie dankbar gelesen und trotzdem kann ich mich auf diese Worte, die eigréntlich doch genau das richtige ausdrücken, nicht denken und spüren.
    Ich strenge mich an und bin am kämpfen, Deine Worte (die ich ja gestern auch noch so GEFÜHLT habe) zu spüren. Mir gelingt es aber gerade nicht....es ist ein besch**** Gefühl, seine Gedanken und somit seine eigenen Gefühle nicht steurn zu können...

    Um mir vielleicht ein bischen klarer zu werden was gerade los ist, möchte ich aufschreiben welche Gedanken und somit welche Gefühle in mir vorgehen:
    Ich bin vorhin von der Arbeit zurück und jetzt üerfällt mich die Panik, dass er (nicht wie ich erst vermutet habe, seinen Rausch ausschläft), sondern gar nicht zu HAuse, sprich neben an ist. Der Gedanke, dass er gestern eine andere Frau kennen gelernt hat und nun bei der ist macht mich rasend.
    Ich weiß, dass es mir egal sein müsste....ist es aber nicht....
    Es ist zum Verrückt werden. Einerseits zwinge ich mich zu dem Gedanken, dass WENN er sich jetzt schon ne andere angelt, würde es bedeuten, dass er nichts gelernt hat und immer noch nicht auf SICH schaut. Dass er wieder Halt und Stärke von außen sucht, die er aber nur sich SELBST geben kann, WENN er denn etwas ändern möchte.
    Bei diesem Gedanken sagt mir mein Verstand zwar "Hey, und das zeigt Dir eben doch genau, wie es weitergeht mit ihm. Und das möchte ICH nicht mehr"

    Aber die andere Seite sieht eben so aus, dass es mich zerreißt bei dm Gedanken, dass er bei einer anderen Frau sein könnte. Eine Fremde, der er das Gefühl gibt, welches er MIR doch immer gegeben hat. Die Aufmerksamkeit, die Zärtlichkeit, das Gefühl zu bekommen, dass man jemand besonders ist, wenn er von seinen Innersten Ängsten und Gefühlen spricht....es macht mich wahnsinnig.

    Denn wenn dem wirklich so ist, so müsste ich mir selber eingestehen, dass ich ihm gar nichts, überhaupt nichts bedeutet habe. Dieses Gefühl lähmt mich und macht mich traurig. Auch wenn es mir egal sein muss, so möchte ich nicht die Gewissheit haben, dass er mich so einfach eintauscht gegen was Fremdes.

    Ich möchte das Gefühl und die Gewissheit haben, dass wir uns beide wirklich geliebt haben....auch wenn es nun zu Ende ist mit uns...

    Ich komme mir gerade so albern vor...

    Kennt ihr solche Gedanken????

    Liebe Grüße
    Herze

    Hallo zusammen,

    Lindi : Danke, dass Du mir das Bild der Schwimmer gegeben hast. Dein Vergleich trifft die Situation völlig auf den Nagel. Ich werde mir dieses Bild vor Augen halten, wenn mich die Unsicherheit wieder quält. Danke :)

    Im Moment fühle ich gerade eine innerliche Ruhe, hoffe sie hält noch lange an.
    Habe das Gefühl, dass ich die Situation gerade nüchtern betrachten kann; sehe die Dinge klar vor Augen; habe gerade keine Selbstzweifel, dass ich nicht genug gegeben habe...sehe die vielen Anläufe von ihm, an denen er dann doch gescheitert ist. Spüre, dass ich wirklich nicht mehr geben kann und dass es nun nicht mehr in meiner Macht liegt etwas für ihn zu tun....und eigentlich noch nie diese Macht besessen habe...

    Wenn ich mir gerade eine Zukunft mit ihm vorstelle, kann ich guten Gewissens sagen "Nein, das möchte ich so nicht".
    Die Last, zu denken, nur mit mir kann er es schaffen, fällt gerade von mir. Es ist SEINE Last, die ich nicht tragen kann, denn ich habe meine EIGENE Last.

    Bin mal gespannt wie lange das anhalten wird...
    So, jetzt muss ich mich richten und dann zur Arbeit.

    Liebe Grüße
    Herze

    konnte es nicht lassen und habe gerade eine SMS an ihn geschrieben. Ich habe geschrieben, dass er wissen soll, dass es mir sehr leid tut, wie es gekommen ist. Dass ich aber gemerkt habe, dass mich das ewige Hoffen und WArten krank macht...

    Weiß nicht ob es richtig war...für den Moment war es das was ich wollte...
    Auch wenn ich mit keiner Reaktion von ihm zu rechnen habe, so warte ich jetzt natürlich doch irgendwie auf eine Reaktion....das ist wohl un der Preis dafür, dass ich schwach geworden bin....

    Liebe Miriel,

    es ist merkwürdig, dass ich beim Lesen deines letzten Eintrages heulen muss.
    Es ist EURE Geschichte, die Geschichte EURER Liebe und Verbundenheit und trotzdem spüre ich eine tiefe Traurigket dies zu lesen.
    Obwohl es wunderbare Dinge sind, die Du da beschreibst, Dinge die einen lebendig fühlen lassen wenn man soetwas erleben konnte, macht es mich unglaublich traurig.
    Sicherlich weil es mich auch so sehr an XY und mich erinnert. Aber auch weil mir bewusst wird, was der Alkohol alles zerstören kann...das macht traurig.....

    Liebe Grüße von Herze, die weiß wie es sich anfühlt...

    Liebe Miriel,

    es tut unglaublich gut, von Dir zu hören. Ich habe in den letzten Tagen Deinen Threat von vorne bis hinten durchgelesen, um mich erstens abzulenken und zweitens weil es so gut tut zu wissen, dass es andere Meschen gibt, die genau das selbe durchmachen, die die selben Ängste und Zweifel haben wie ich...ich denke Du verstehst wie ich das meine...

    Und wenn Du schreibst, dass Du mich verstehst und nachempfinden kannst wie ich ich fühle, so weiß ich, dass das wirklich der Fall ist. Es ist komischerweise was ganz anderes, von Freunden getröstet zu werden und auch wenn sie sagen, dass sie mich verstehen, so weiß ich, dass es nicht der Fall ist (nicht wertend gemeint)
    Hier zu sein und von EUCH zu hören, dass man verstanden wir, tut so gut!!!

    Du schreibst, dass das letzte Gespräch mit XY schön verlief. Auch wenn ich gerade mir nichts mehr wünschen würde, als dass ich mit ihm normal und eben auch wieder schöne Gspräche führen könnte, so weiß ich, dass ich momentan dazu gar nicht in der Lage wäre. ich würde SOFORT wieder einknicken. Hätte das Bedürfnis ihn in den Arm zu nehmen und mich an ihn zu klammern.
    Dass Du dazu in der Lage bist, zeigt aber auch, dass Du Deinen Weg wirklich vor Augen hast, meinst Du nicht?

    Ich weiß nicht, ob er meinen Schritt wirklich verstehen kann. Weil dieser Schritt aus solch einer absurden Situation (mit dem Rad) heraus gewählt wurde. Auf der anderen Seite denke ich doch, dass er es versteht. Er hat oft zu mir gesagt, dass wenn es mir nur noch schlecht mit ihm geht, dass wir uns dann trennen sollen...ach eigentlich auch egal....zumindest für diesen Augenblik...

    Das mit dem Abgeben was mit ihm ist, das ist sicherlich ein ganz befreiendes Gefühl. Ich glaube, ich habe dieses Gefühl ab und an für ein paar Sekunden in mir, aber es ist noch nicht greifbar und somit auch noch nicht möglich für mich, es festzuhalten....aber ich denke, dass es irgendwann mal da sein wird.

    Du hast so Recht mit dieser Machtlosigkeit. Aber trotzdem schlecht sich immer wieder der Gedank ein, vielleicht ist es bei ihm anders. Vielleicht braucht er doch jemanden an seiner Seite, der ihn stützt, um nicht in dieser Spirale von Depression und Angst unter zu gehen. Aber im gleichen Moment wo ich das schreibe, spüre ich auch für mich, dass ich genau das nicht mehr sein kann und will....aber die klare Überzeugung, dass es wirklich so ist, habe ich leider noch nicht...aber die kommt, da vertraue ich drauf

    Ich danke Dir nochmals herzlich für Deine Worte!!!!

    Auch ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft.
    Ganz liebe Grüße
    Herze

    P.S. Die Reise nach Mallorca steht ja fest. wie sieht es mit der Reise zum Kloster aus? Hast Du da auch schon was fix gemacht?

    hallo zusammen,


    der erste morgen nach dem schritt, ihm auf den 1 sep gekündigt zu haben und der erste morgen mit der gewissheit, dass es kein WIR mehr gibt. auch wenn ich die trennung nicht ausgesprochen habe, so weiß ich, dass wir es von nun an sind...
    Es tut weh zu wissen, dass wir von nun an nicht mehr zusammen gehören, dass ich von nun an nicht mehr sein mädchen bin, die er in den arm nimmt, aufbaut und tröstet, zum lachen bringt...

    ich stelle wie so oft meine entscheidung wieder in frage. ich frage mich, ob es wirklich so schlimm war, dass ich diesen weg gegangen bin bzw nun gehen muss

    Mir fällt es gerade schwer, das gefühl in mir heraus zu kramen, welches mir gestern noch dabei gehofen hat, den schritt zu gehen, um mich von ihm zu lösen. aber ich finde es momentan nicht.

    ich bin einfach nur traurig, dass es so weit zwischen uns gekommen ist. ich hätte mir so sehr gewünscht, dass wir es anders hinbekommen. fair und im frieden. aber im grunde weiß ich, dass soetwas nicht gegangen wäre.

    ich muss mich dazu zwingen darauf zu vertrauen dass es die richtige entscheidung war...

    ich würde ihm so gerne mitteilen, dass ich diesen schritt nicht gegangen bin, weil er mir nichts mehr bedeutet, ganz im gegenteil...ich würde ihm so gerne erklären, dass ich den schritt gegangen bin, weil ich angst hatte, ihn sonst nie mehr loslassen zu können. wenn ich den entzug abgewartet hätte, hätte ich mich nicht von ihm lösen können, da wieder hoffnung am wachsen gewesen wäre....aber ich habe im moment einfach keine kraft mehr, hoffnungen zu pflegen, da das misstrauen/skeptik immer größer geworden ist, die einen zermürben kann. mich, aber auch ihn, da ich ihn dieses misstrauen vermutlich erstmal immer spüren lassen werde.

    ich würde mich so gerne an etwas festhalten können, dass alles wieder gut wird. ich hätte so gerne die gewissheit, dass jetzt einfach jeder erstmal seinen weg geht, und dass sich unsere wege dann wieder kreuzen...aber ich weiß, dass das total kindisch ist und im grunde weiß ich, dass das völlig der falsche weg für mich wäre

    ich habe diesen weg gewählt, um mich lösen zu können. um mal wieder für mich zu spüren was ICH möchte. um mal aus seinem leben etwas raus zu kommen. um mich mal um MICH zu kümmern.

    der schritt zu ihm zurück wäre auf den ersten lick der leichtere und würde mir den schmerz nehmen, der gerade in mir steckt...aber ich weiß im grunde, dass es der falsche wäre...

    traurige grüße
    herze

    so, in den letzten Stunden konnte ich mich ganz gut ablenken mit Lesen hier im Forum.
    Bis zu dem Zeitpunkt in dem ich kurz eingenickt bin und von ihm/uns geträumt habe. Von der mir so bekannten Situation, wie wir Arm in Arm, fest umklammernd, wie zwei Ertrinkende die sich zu retten versuchen, sagen dass allles wieder gut wird. Diese Situation gab es in den letzten Monaten immer häufiger nach einem fiesen Streit, wo man dachte jetzt ist es aus....und beim Aufwachen wurde mir klar, dass es solche Momente eben nicht mehr geben wird...kein gegenseitiges "Retten" mehr. Jetzt muss ich mich selber retten und ich habe Angst, dass mir das nicht gelingen wird.

    Da er gerade nicht da ist, bin ich in sein Zimmer. Ich weiß nicht, warum ich das getan habe...um mir noch mehr weh zu tun? Ich weiß es nicht.
    Auf jeden Fall habe ich dort dann Ausdrucke von Beratungsstellen für Alkoholikern gesehen. Und schon wieder kommt die Angst, dass ich alles falsch gemacht habe. Dass ich ihn in dem Moment rausschmeiße, in dem er aufzuwachen scheint. In mir nagt der Gedanke, wäre ich doch noch etwas geduldiger gewesen. Er weiß ja um seine Probleme, schaut sich ja offensichtlich auch nach Hilfe um. Und ich war mal wieder zu ungeduldig. Habe alles auf einmal gefordert, habe nur darauf rumgehackt, was er alles nicht schafft und anpackt....

    Ich muss mir verdammt nochmal klar machen, dass er im Grunde noch nichts geschafft hat und dass ich einfach keine Kraft mehr habe, abzuwarten ob er wirklich all die Schritte gehen wird, die zu gehen sind.
    Ich muss mir klar werden, dass es evtl Jahre dauern wird, dass er mal so stabil geworden ist um eine Beziehung mit jemanden zu führen, mal Verantwortung und Verpflichungen zu übernehmen...Ich muss mir eingestehen, dass ich mit meinem Co die falsche Frau bin, um ihn noch länger zu begleiten, da ich es einfach nicht schaffen werde mich aus seinen Dingen rauszuhalten, zu festgefahren sind bei uns die Rollen, als dass wir bzw ich das ändern könnte.....ich muss mir klar werden, dass ich den Absprung nicht geschafft hätte, würde ich die Entgiftung noch abwarten...

    ich versuche mich mit dem Gedanken zu trösten, dass - wenn es wirklich mit uns so sein soll- dass wir dann irgendwann wieder zusammen kommen werden. Beide gesund und bereit für einen Neustart. Aber ganz tief drinnen sagt mir eine Stimme, dass das nicht so kommen wird. Und ich möchte ja auch nicht die nächsten Jahre auf ihn warten, denn dann hätte ich wirklich nichts gelernt...wobei ich mir im Moment gar keinen anderen Menschen an meiner Seite vorstellen kann außer ihn...

    Renate :
    vielen Dank für Deine Worte.
    Diese Auszeiten kenne ich auch nur zu Genüge. Sie kamen oft unvorbereitet, immer dann als ich dachte, jetzt kriegen wir noch die Kurve....
    Wenn Du von dem "ernst nehmen" redest, sprichst Du dann von Dir oder von ihm? Ich muss nämlich eingestehen, dass ich mich die letzten Jahre so verhalten habe, dass er MICH nicht mehr ernst nehmen konnte. und ich mich selbst auch nicht mehr. Wie oft habe ich gesagt "Ich kann nicht mehr"....und bin dann doch wieder schwach geworden; habe angedrohe Kosequenzen NICHT eingehalten und durchgezogen.
    Du schreibst, Du hättest mal fast n Bier über ihn ausgekippt...ich muss zugeben, dass ich in manchen hilflosen Situationen ihm am Liebsten eine geknallt hätte. In Situationen in denen ich reden und diskutieren wollte und er irgendwann einfach nicht mehr konnte/wollte und mich ignoriert hat.....in Situationen in denen ich ihn gebarucht hätte und er aber lieber einen trinke gegangen ist....

    Ich wünsch Dir viel Kraft liebe Renate...Du erscheinst mir schon sehr klar...und das freut mich sehr für Dich

    Liebe Grüße
    Herze

    um für mich nochmal klar zu werden warum ich diesen Schritt nun gegangen bin schreibe ich mir diese hier auf:

    - ich habe keine Geduld und vor allem keine Kraft mehr abzuwarten, dass sich was ändert.
    - wenn er auf Therapie ist und wir wären noch zusammen, würde ich weiterhin auf IHN schauen, schauen dass es IHM gut geht.
    - Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich keine Hoffnung mehr, dass er es schafft seine Süchte in den Griff zu bekommen. Er versucht es im Grunde schon seit zehn Jahre und schafft es nicht
    - Aus diesem Grund sind meine Vorstellungen von Familienplanung und Kinder mit IHM nicht zu realisieren
    - ich muss mir eingestehen, dass ich ihn eigentlich von Anfang an ändern wollte, wozu ich kein Recht habe


    worüber ich mir nun im Klare werden muss:
    - warum habe ich solche Angst ohne ihn zu leben?
    - Warum habe ich solche Angst, keine Rolle mehr in seinem Leben zu spielen?
    - warum war es mir immer so wichtig, ihm zu helfen?
    - warum habe ich das Gefühl, versagt zu haben?
    - warum in ich so abhängig von seiner Liebe und Anerkennung?

    ich bin tatsächlich zum Amt und habe denen mitgeteilt, dass XY ab 1 Sep nicht mehr hier bei mir wohnen wird.....

    Bevor ich gegangen bin, hab ich nochmal das Gespräch mit ihm gesucht, zu dem er aber nicht in der Lage war. Ich habe ihn regerecht angefleht mir zu sagen, ob dieser Weg der richtige ist....(verrückt!!)...ich hätte so gern mit ihm geredet und ihm erklärt, warum ich diesen Schritt gehen muss. Von meiner Angst, dass ich mich nicht von ihm lösen könnte wenn er auf Therapie geht und die Angst dass es danach alles wieder von vorne beginnt (Hoffen, schöne Zeit, Rückfall, Enttäuschung, Streit, Versprechung....) es tat sehr weh zu merken, dass er zu diesem Gespräch nicht in der Lage oder bereit war.
    Ich habe ihn gefragt, ob er mich nun hassen würde....seine Antwort war "Es geht in die Richtung"....das zu hören war unerträglich und ich habe ihn angefletht, mich doch zu verstehen. Er war kalt und abweisend. Dann habe ich ihn nochmal gefragt ob er mich wegen meiner Entscheidug nun hasst. Er meinte dann "Nein, ich hasse Dich nicht"....warum tue ich mir das an???

    Zum Amt bin ich wie in Trance gegangen. Und auch jetzt noch hab ich das Gefühl, dass es bei mir noch gar nicht richtig angekommen ist, was ich getan habe. Dass dieser Schritt auch nun ein endgültiges AUS zwischen uns ist. Jetzt gibt es kein Zurück mehr für uns, keine Hintertüre ist mehr da...NICHTS...ab jetzt darf ich keine Gedanken mehr haben "nacher rede ich nochmal mit ihm und dann wird alles gut"...

    Ich muss mich regelrecht dazu zwingen, meine Gründe für diesen Schritt vor Augen zu führen. Immer wieder kommt der Gedanke, dass es fies von mir war, dass ich auf Grund des Vorfalles gestern so hart reagiere....

    Ich muss mir bewusst machen, dass es momentan für mich keine andere Alternative gegeben hätte, aus dem Abhängigkeitskreis heraus zu kommen. Ich hätte mir aber gewünscht, dass es anders abläuft als es nun tut. Wie gesagt macht mich vor allem der Gedanken wahnsnnig, dass ich ungerecht war und dass er mich nun dafür völlig aus seinem Leben streicht...

    so jetzt veruche ich mich an den Gedanken festzuhate, dass es SO besser ist. Auch wenn es auf den ersten Blick idiotisch war, dass er nun doch zum 1. Sep auszieht, weiß ich wenn ich ehrlich bin, dass ich den Absprung sonst nicht geschafft hätte. Ich hätte mich emotional sicherlich nicht von ihm lösen können, wäre vermutlich sogar in die Klinik gefahren um ihn zu besuchen...und das alles weil ich ihn nicht allein lassen möchte...oder vielelicht auch weil ich MICH nicht allein lassen möchte.

    So geht er also am 1 Sep und mir muss es nun egal sein, wie es ihm in der Klinik geht, was er nach dem Entzug macht...

    jetzt muss ich auf mich schaue. Das was nun geschehen ist sacken lassen und zur Ruhe kommen.


    DAs bekannte Gefühl von Herzrasen, Magenkrämpfe und innerliches Zittern macht sich wieder breit. Ich hoffe dies war nun ein Schritt in die Richtung, dass das irgendwann mal aufhört.

    Es tut weh!! Der Gedanke dass er mich nun dafür hassen könnte ist unerträglich....aber ich weiß, dass es mir egal sein muss, was in ihm vorgeht. Jetzt geht es um mich. Ich muss schauen, dass ich mich von ihm löse. Von dem Gedanken, dass wir doch was besonderes füreinander waren heißt es nun sich zu verabschieden...ich habe Angst, dass mir das nie gelingen wird...

    so jetzt ist der endgültige Schlussstrich gezogen. Ich habe die Kündigung geschrieben und zu ihm gesagt, dass ich diese nun zum Amt bringen werde. ER hat diese auch unterschrieben.....und das hat mir wiedermal das Herz zerrissen. Was hab ich erwartet? Dass er mich bittet, dass wir das anders hinkriegen, dass ihm alles leid tut??? Ich weiß es nicht. Nun rattert es in meinem Hirn...wäre es nicht besser gewesen ihn erst zum Okt ausziehen zu lassen? Da er auf Entzug ist hätte ich ihn in dieser Zeit ohnehin nicht gesehen. Und die Miete wär zumindest gedeckt gewesen durchs Amt. Nun muss ich bis Sep schon einen neuen Mitbewohner suchen....oder die Miete für sein Zimmer selbst zahlen....ich hab das Gefühl, alles was ich mach ist falsch...

    Liebe Miriel,

    ich drück Dich einfach mal unbekannterweise.
    Halt Dir vor Augen, was Du in den letzten Tagen/Wochen schon alles geleistet hast. Da darf man einen Tag auch mal einfach nur rumhängen und nix tun. Inbetween hat einen sehr schönen Vergleich gefunden. Eine Entwicklung die im Stillen von Statten geht...auch wenn es sich im Moment so gar nicht so für Dich anfühlen mag. Du bist so viele chritte gegangen, die jetzt vielleicht auch mal in Ruhe sacken müssen.

    Ich wünsch Dir einen ruhigen Abend ohne schlechtem Gewissen und dass es Dir morgen wieder besser geht.

    P.S. Tausend Dank Dir für Deine Worte heute!!!!

    Liebe Miriel,

    ich kann einfach nicht begreifen, dass eine Sucht einen so dermaßen vernebelt. Was heißt, er kann nicht anders? Er weiß wie es um uns gerade steht, er sagt immer ich sei die Frau die er liebt. Ich begreife nicht, warum er dann so handelt....ich komme mir grade so dämlich vor, da ihr genau diese Thmen mit mir schon so geduldig immer und immer wieder ausdiskutiert habt...und ich sabbel immer noch den selben Mist vonwegen Liebe und so,.....

    mir kommt halt immer der Gedanke "Er tickt halt anders"....weil es ihm so sch**** geht bekommt er gerade nix hin. Er hat mich gestern drum gebeten , dass ich noch zwei Wochen Geduld für ihn aufbringe, dann kann er in der Therapie anfangen was zu ändern. Aber ich meke, dass ich keine Geduld mehr habe, was mir wieder ein schlechtes Gewissen macht...verdammt....Und schon wieder frage ich mich, ob ich gerade überreagiert habe mit der Kündigung auf 1. Sep. Alles nur wegen einem blöden Rad....

    Ja, ich werde nacher zu einer Freundin gehen und dort wahrscheinlich auch bis morgen bleiben.
    Habe ihm grade eine SMS geschickt, dass ich morgen zum Arbeitsamt gehe und denen dort die Kündigung gebe. Gerade kam von ihm die Antwort, dass er heute meien SMS nicht lesen wird....so ist er, immer schön vor der Realität weglaufen....


    ich dreh noch durch...was läuft bei mir falsch, als dass ich einfach mal bei dem bleibe was ich mir vorgenommen habe....