Beiträge von herzeloyde

    Hallo zusammen,

    bevor ich übers Wochenende weg fahre, schreib ich mal wieder ein paar Zeilen hier rein.

    Ich war kürzlich beim Arzt, um mir eine Überweisung zum Psychologen zu holen. Mir ist es noch nie passiert, dass ich beim Arzt so die Beherrschung und Kontrolle über mich verloren habe. Als ich erzählte, dass meine Panikattacken (die ich nun schon mehrere Jahre nicht mehr so krass hatte) wieder angefangen haben, habe ich dermaßen anfangen müssen zu heulen, habe kaum noch ein Wort raus bekommen...war mir sehr peinlich :(....dann druckste ich auch rum, dass ich mich von meinem Partner getrennt hätte...Grund: Alkohol und Drogen. Ich hatte gehofft, dass meine Ärztin von alleine auf das Stichwort "Co" kommt...aber ich hatte irgendwie nicht das Gefühl, dass sie richtig mein Problem verstanden hat...hmm...na ja...
    die Überweisung zum Psychologen habe ich nun und jetzt heißt es für mich, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und mich mal auf die Suche nach einem geeigneten Therapeuten zu machen...irgendwie scheue ich mich noch davor.
    Ich habe vor Jahren mal eine angefangen wegen meiner Panikattacken; aber wieder abgebrochen, da ich mich nicht drauf einlassen konnte. Dann hatte ich mal eine wegen meiner Essstörung; da hatte ich auch das Gefühl, dass ich stets blocke, wenns ums Eingemachte geht....mal sehen, vielleicht sollte ich es nun doch noch einmal versuchen.

    Habe mir kürzlich mal die Mühe gemacht, und meinen kompletten Threat mit all Euren hilfreichen Antworten ausgedruckt. Wenn ich abends im Bett liege, lese ich hin und wieder darin. Viel ist passiert in den letzten vier Monaten...manchmal kommt mir alles schon so unwirklich vor und manchmal denke ich, es war erst gestern...schon komisch das mit der Zeit....
    manchmal spiele ich auch mit dem Gedanken, meinem XY diese Seiten (80 Stück an der Zahl und das in kleiner Schrift) zu schicken, damit er versteht, was in mir vorging damals bzw noch heute.....aber wahrscheinlich steckt auch in diesem Gedanken der Wunsch, dass ich damit irgendwas erreichen kann bei ihm...vor allem wenn er Eure zum Teil sehr klaren Statements zu lesen bekommen würde, so würde er vielleicht....oder ist das völliger Quatsch wieder von mir???

    Ich grüße Euch alle ganz herzlich und wünsch Euch allen ein schönes Wochenende.

    Herze

    Liebe Miriel,

    du schreibst selbst sehr ehrlich, dass Du unter anderem auch die SMS liest, weil Du hoffst, dass er Dir etwas Schönes schreibt...was möchtest Du denn hören von ihm?? Dass er Dich vermisst? Dass er Dich über alles liebt?? Und dann??? Wie würde es Dir dann gehen soetwas zu lesen?
    Mir geht es grad in dieser Hinsicht ähnlich wie Dir...ich weiß im Grunde, dass eine komplette Kontaktsperre das einzigst vernünftige wäre....zu sehr ist man sonst noch in dem ganzen Mist drinne und man kommt so mal gar nicht richtig zu sich...und mal ehrlich: im ersten Moment wird unser Co zwar befriedigt, nette Worte von XY zu hören...aber ich merke für meinen Teil, dass es mir dadurch noch schwieriger fällt, konsequent auf MEINEM Weg zu bleiben...und der soll in Richtung Leben ohne ihn führen....
    So wie ich auch, solltest Du Dir die Frage stellen, warum Du Dich noch so sehr nach Kontakt zu ihm sehnst...denn wenn wir ganz ehrlich sind: Hoffnung, dass unsere XY so schnell die Kurve bekommen, besteht wohl kaum, oder??
    Er hat sich für einen Lebensweg entschieden, der Dir nicht gut getan hat bzw nicht gut tut...halte Dir dies vor Augen...und wenn Dich die Sehnsucht nach der "schönen seite" des XY plagt, so rufe Dir ins Gedächtnis wie verletzt Du warst als er bei Eurem letzten Besuch angetrunken vor Dir stand...so wie mir Renate kürzlich geschrieben hat: er will eine Fortsetzung unter SEINEN Bedingungen....aber das ist doch genau das, was Du nicht mehr möchtest!!!!

    Noch kurz zum Thema trinkende Freunde: ich sehe das ähnlich wie meine Vorrednerinnen. Ich bin der Meinung, dass Du ein bischen zu viel des guten von Deinen Mädeln verlangst, dass Sie auf Grund Deiner Geschichte mit XY nicht mehr trinken sollen, wenn Du dabei bist. Ich sehe es auch nicht so, dass Deine Mädels nicht mitdenken oder gar nicht rücksichtsvoll Dir gegenüber sind...es ist DEINE Geschichte, die die meisten von unseren nahen Mitmenschen SO nicht miterlebt und vor allem mitgefühlt haben...wenn Du Dich allerdings schlecht fühlst in solchen Momenten würde ich solche Situationen inner Kneipe halt meiden.

    Ich grüß und drück Dich ganz fest
    Pass auf Dich auf!!!!
    Herze

    Liebe Renate,

    danke Dir für Deine Antwort. Deine klaren Worte haben mich wieder etwas zur Besinnung gebracht :)
    Du triffst es sicherlich auf den Nagel: er will den Status bewahren zu SEINEN bedingungen. Nichts hat er verstaden....jetzt gerade empfinde ich es sogar als eine Frechheit, dass er sich überhaupt traut, angetrunken bei mir aufzutauchen. Wenn man noch etwas wie Verstand und Anstand hat, sollte man doch begriffen haben, dass man dem anderen damit weiterhin weh tut....aber er scheint immer noch nur sich zu sehen und gerade nervt mich sein Selbstmitleid.

    Mir wird klar, dass ich (wenn ich ganz ehrlich zu mir bin), den Schlussstrich noch nicht ganz gezogen habe...denn den nötigen Satz "ich möchte Dich nicht mehr sehen solange Du nass bist" habe ich noch nicht aussprechen können.
    Ich musss mir klar werden, warum ich diesen Schritt bisher noch nicht gegangen bin...wovor ich Angst habe.
    Denn wie Du schreibst: ich würde genau das bekommen was ich nicht mehr wollte bzw nicht mehr will...ein unberechenbares Etwas....

    Ich denke ich überschätze mich, wenn ich behaupte, dass ich schon so weit gekommen bin, dass ich nicht mehr rückfällig werden könnte und bereit bin, eine freundschaftliche Beziehung zu ihm haben könne.
    Die Frage, was genau hinter dem Wunsch steht, im Kontakt mit ihm zu bleiben, gilt es für mich zu beantworten...ist es unter dem Deckmäntelchen "wir sind ja nur Freunde" weiterhin auf ihn schauen zu können??? Ist es die Angst ihn wirklich voll und ganz sich selbst zu überlassen??

    Ich stehe irgendwie schon wieder an dem Punkt wo ich das Gefühl habe, noch gar nicht so weit gekommen zu sein. Ich dachte, mit der Trennung ist schon alles geschafft....aber dass (m)eine Abhängigkeit über die Beziehung hinaus bestand haben kann, damit habe ich nicht gerechnet...


    Ich wünsch Euch allen einen schönen Tag

    Liebe Renate,
    für mich war es auch sehr wichtig zu begreifen, dass die Sucht des XY nichts mit mir/mit unserer Beziehung zu tun hat...nichts mit Liebe / nicht Liebe. das habe ich solangsam verstanden und es fällt eine enorme Last von einem, wenn man das mal begriffen hast.
    Dein letzter Absatz hat mich sehr berührt, liebe Renate...und ich freue mich, dass Du mit Deinem Ex-Mann dieses klärende Gespräch führen konntest. Dass viele Deiner Fragen beantwortet werden konnten und Du innerlich zu mehr Frieden gekommen bist...so habe ich zumindest den Eindruck.


    Hallo an alle,
    mir geht es soweit ganz gut. Auch wenn gerade eine Phase angefangen hat, in der XY meinen Kontakt sucht. Ich weiß nicht, wie ich das finden soll....wahrscheinlich tut es mir nicht gut...denn ich merke, dass es mich wieder etwas weg von MIR bringt.

    Am Sonntag wollte er mit mir zusammen einen Film anschauen. Ich habe abgesagt. Habe gesagt, ich sei nicht zu Hause. Was aber gar nicht gestimmt hat. Nun frage ich mich, warum ich ihn anlüge....die Antwort liegt vermutlich darin, dass ich grad mal wieder nicht weiß, was ich will....einerseits möchte ich eine freundschaftliche Beziehung zu ihm aufrecht erhalten...aber im Grunde weiß ich, dass dies noch zu früh für mich/uns wäre. Ich scheue mich irgendwie davor, ihm klipp und klar zu sagen, dass ich momentan (noch) keinen Kontakt zu ihm haben möchte. Ich weiß nicht, wovor ich Angst habe....habe ich mich noch immer nicht von ihm gelöst??? Ruhe ich mich momentan quasi auf dem Gefühl aus, dass ich zwar getrennt von ihm bin aber im Grunde mit der Gewissheit, dass ER mich zurück möchte...der Gedanke erschreckt mich, wenn dies der Fall ist...

    Heute mittag ist er unangekündigt bei mir aufgetaucht. Da er enorm nach Alk gestunken hat, war ich recht abweisend zu ihm, so dass er gleich drauf wieder gegangen ist mit dem Satz "ich störe wohl"
    Kurz darauf hatte ich wieder diesen innerlichen Drang, mich für mein abweisendes Verhalten zu entschuldigen. Ich habe ihm dann doch tatsächlich eine SMS geschrieben, in der ich mich entschuldigte und mit der Erklärung, dass in mir unangenehme Gefühle hochkommen wenn er mit einer Fahne vor mir steht.
    Ich merke, dass ich mich selbst wieder auf ein Hickhack einlasse....die Frage ist nur, warum mache ich das????
    Ist es die Angst, ihn völlig los zu lassen??
    Warum lösen Sätze von ihm wie z.B. "Du bist immer noch mein mädchen" oder "Die Umarmung gestern war das Schönste was mir in den letzten zwei Monaten passiert ist" immer noch solche Emotionen aus, die ich aber nicht benennen und deuten kann???

    Bin mal wieder verwirrt...dabei dachte ich, das hat nun alles ein Ende

    Liebe Grüße
    Herze

    Liebe Miriel,
    so wie Du mir noch vor ein paar Wochen geraten hast, so schreibe ich nun Dir: es ist alles gesagt!!! Er/ihr und vor allem DU drehst Dich im Kreis, wenn Du Dich weiterhin auf solche Gespräche einlässt...
    Mach Dich frei von ihm....und ich bin mir sicher, dass Du diesen Teil des Weges nun auch noch schaffen wirst!!! Es tut weh, ich weiß.....aber halte Dir vor Augen, warum Du diesen Weg gehst....

    Mir fällt auf, dass Du noch vor der ersten Trennung so viele Pläne für Dich hattest und diese auch realisiert hast...und ich muss sagen, dass ich Dich dafür bewundert habe. du bist mit relativ fremden mädels nach Mallorca und bist allein ins Kloster. Du hast Dich so frei angehört....versuch diese Gefühle wieder in Dir zu finden....versuch die Gefühle des bei-sich-seins die Du im Kloster empfundden hast, wieder zu spüren....das hilft Dir vielleicht dabei, wieder mehr bei DIR zu sein....plane weitere solche Erlebnisse für Dich!!!!!


    Ich grüß und drück Dich fest
    Herze

    Liebe Irini,

    freut mich zu hören, dass Du schritt für Schritt in (D)ein glücklicheres Leben zumarschierst. Mit kleinen Verschnaufspausen, aber die gehören dazu ...
    Eine glückliche Mama zu sein; das hört/liest sich so schön :)

    Viele liebe Grüße und hoffentlich schreibst Du bald wieder....am Liebsten so positiv wie gerade!!!!!
    Herze

    liebe Renate
    danke Dir für Deine Worte!!!
    ich muss bzw ich darf ihn abgeben...vor allem dieses "dürfen" muss ich verinnerlichen.
    Darauf zu vertrauen, dass es in seiner und in der Macht eines Höheren liegt....nicht bei mir.

    Heute geht es mir wieder etwas besser. Bin zwar sehr faul, liege aufm Sofa und denke hin und wieder "wäre schön, diesen ungemütlichen kalten TAg mit jemanden zu teilen, an den man sich heran kuscheln kann"....aber der Gedanke bzw das Alleinsein schmerzt nicht...es ist ok wie es gerade ist.

    Ich erinnere mich gerade wieder an die Trennung. Ich habe mich damals kurz vor seinem geplanten Entzug getrennt...ich hatte damals ein sehr schlechtes Gewissen, da ich das Gefühl hatte, ihn im Stich zu lassen.
    Aber heute weiß ich, dass ich einfach mal auf MICH gehört habe und MEINEM Gefühl gefolgt bin. Ich hatte Angst bzw den Verdacht, dass er im Grunde noch nicht wirklich an dem Punkt gelangt ist, sein Leben von Grund auf zu ändern. Ich hatte Angst, mich (mal wieder) voll und ganz auf ihn einzulassen mit der Hoffnung, dass er es dieses Mal schafft.
    Ich hatte Angst davor, dass meine Hoffnungen wieder zerstört werden. Und mein Gefühl war richtig. Er hat die Therapie vorzeitig abgebrochen und ich bin froh, dass ich damals die Notleine gezogen habe...nicht auf Besserung gewartet habe, denn sonst würde ich jetzt sicherlich noch geknickter dastehen.

    Gestern noch dachte ich in meiner verwirrten Stimmung, dass er es vielleicht geschafft hätte, wäre ich bei ihm geblieben. Denn er erzählte, dass es ihn runter gezogen hat, dass am Wochenende Besuchstag war und ihn halt keiner besucht hat. Aber heute wird mir wieder bewusst, dass es ihn oberflächlich vielleicht unterstützt hätte, wäre ich für ihn da gewesen, aber eben nur oberflächlich. Wahrscheinlich wäre es so gelaufen wie letztes Jahr, dass er ein halbes Jahr durchgehalten hätte, aber eben nicht auf Dauer.

    Es ist sehr schade um ihn und ich möchte mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlt was er empfindet, wenn er sich in klaren Momente vor Augen führt, wie er sein Leben sinnlos vergeudet...und ich bin mir sicher, dass er diese Momente hat...aber ich möchte mich nicht länger dafür verantwortlich fühlen, dass er zu solchen Momenten gelangt und auch nicht mehr dafür, was er daraus dann macht.

    So wie es Renate geschrieben hat, gebe ich diese Verantwortung ab...an etwas an was ich glaube, und vertraue darauf, dass es gut wird wie es kommt...für ihn und für mich


    Ich grüß euch alle ganz herzlich und wünsche euch einen schönen Abend...seidd geduldig und gut zu euch selbst
    Herze

    Liebe Miriel,

    fühl Dich ganz fest in den Arm genommen!
    Es tut mir leid zu lesen, wie es nun mit Euch beiden gelaufen ist...zu lesen, dass Deine Hoffnung, dass er wirklich trocken wird und auf eine gemeinsame ZUkunft nun wie ein Scherbenhaufen vor Dir liegt.
    Auch ich habe mich vor der endgültgen Trennung im August schon einmal von ihm getrennt. Auch da tat es sehr weh, dennoch war es rückblickend noch keine endgültige Trennung. Zu sehr hatte ich unbewusst die unausgesprochene Hoffnung, dass doch noch alles gut wird....
    als ich mich dann WIRKLICH getrennt habe, da fing der wirkliche Trennungsschmerz an. Denn so wie Du es schreibst; ab da war es real....da gab es nichts mehr zu hoffen, nichts mehr an was man sich halten kann...ich weiß, wie weh das tut...
    Liebe Miriel, auch wenn es leicht gesagt ist und Du es Dir im Moment vielleicht noch nicht vorstellen kannst, aber es ist gut so wie es ist!!! Der Schmerz wird weniger.
    Und dass Du nochmal soviel Kraft in den Neustart gesetzt hast muss meiner Meinung nicht unbedingt negativ sein. Denn nun weißt Du wirklich für Dich, dass Du es so nicht möchtest. Auch wenn man manchmal denkt "das hätte ich mir nun sparen können", so denke ich, dass Du genau diesen Weg gebraucht hast, um wirklich an den Punkt zu kommen wo Du sagst "ich möchte so nicht mehr"

    Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und Menschen um Dich herum, die Dir helfen und Dich stützen über diesen Schmerz hinweg zu kommen
    Herze

    Liebe Miezekatze,

    ich habe mich vor einigen Wochen auch noch an jeden kleinsten Strohhalm festgehalten in der Hoffnung, dass er es endlich begriffen hat und etwas gegen seine Sucht tut...an jeden noch so kleinsten Satz von ihm, der in diese Richtung geht.....regelrecht geklammert habe ich mich daran...
    aber ich muss/kann heute sagen, dass dieses Klammern nichts bringt!!
    Wenn er den Schritt in diese Richtung tut, dann tut er ihn...aber dieser Schritt wird sich anders anfühlen als die, die er nun tut (für ihn aber auch für DICH)
    Wenn Du ehrlich zu Dir bist, wirst Du merken, dass die Schritte die er geht, sich nicht gut bei Dir anfühlen, oder???
    Ich kann leider nicht aus der Erfahrung sprechen, da mein Ex (noch) nicht trocken geworden ist, aber ich stelle es mir wirklich so vor, dass man es merkt, wenn der Schritt in Richtung trockenes Leben wirklich ERNST gemeint ist....und bis dahin (so meine Erfahrung) ist alles Warten, Hoffen, Bitten und Vorfwerfen vergeudete Lebenszeit und -Kraft
    Lass ihn auf SICh schauen....und Du richte Deinen Blick auf DICH!!!!
    Du bist den ersten Schritt mit DEinem Auszug doch schon gegangen...warum nochmal ne Extrarunde drehen???Was sollte sich dadurch zum positiven verändern??


    Ganz liebe Grüße und viel Kraft
    Herze

    Hallo ihr Lieben,

    nach einer kängeren Zeit des nicht-schreibens melde ich mich mal wieder.

    Mir ging es im Großen und Ganzen eigentlich ganz gut in den letzten Wochen...an manchen Tagen weniger...an machen wieder ganz gut...
    Nun komme ich gerade vom Urlaub mit einer Freundin zurück. Es war sehr schön und ich habe es mir gut gehen lassen...aber auch hier hatte ich Tage, in denen ich ihn unheimlich vermisst habe. Aber ich denke das gehört nunmal dazu.

    Nun sitze ich aber hier und merke, dass das Gefühl, das ich gerade empfinde, eben nicht dazu gehört...nicht zu einem normalen Liebeskummer. Und dieses Gefühl lähmt mich wieder und macht mir Angst.
    Aber mal von vorne: habe heute xy getroffen. Er hat mir gestanden, dass er seinen Entzug abgebrochen hat.
    Bäääng...ich hatte soetwas schon irgendwie geahnt aber das zu hören tat mir weh. Es macht mich traurig, dass er doch noch nicht so weit ist, sein Leben von Grund auf zu ändern...ich habe es mir sehr gewünscht....wenn ich ehrlich bin, im Hinterköpfchen vielleicht mit dem Wunsch, dass wir dann doch irgendwann wieder zusammen finden....

    Aber was mich völlig verunsichert: als er vor mir saß und mir das erzählte, mir auch immer wieder sagte, dass er mich vermisse, habe ich nichts mehr von der Liebe und der Sehnsucht ihm gegenüber gespürt, von der ich dachte bzw auch in den letzten Wochen noch gespürt habe....das verwirrt mich.....ich habe gemerkt, dass er etwas getrunken und gekifft hatte und dieses Verplante hat mich irgendwie abgestoßen...ich frage mich, warum ich mir an manchen Tagen die Augen aus dem Kopf heule und das Gefühl habe, ihn am Liebsten zurück zu haben und heute dies gar nicht so empfunden habe??? Ich versteh meine eignen Gefühle nicht mehr...

    und was mich noch mehr verwirrt ist, dass ich beim Abschied dann doch geheult habe, als wir uns zum Abschied fest in die Arme genommen haben. Das passt doch alles nicht zusammen...??? Ich hätte ihn am Liebsten gar nihct mehr losgelassen...als ich merkte, wie ich auf diese Umarmung reagiere habe ich ihn aber dann doch halb aus der Wohnung geschoben, weil ich dieses Gefühl nicht mehr ertrage habe

    Das Gefühl, ihn im Stich zu lassen, fängt wieder an, in mir zu nagen. Im Grunde weiß ich, dass ICH ihm nicht helfen kann, aber es fühlt sich trotzdem besch**** an. Und ganz wegschieben kann ich dieses Gefühl nicht, dass ich ihm helfen kann. Auch wenn mein Verstand eigentlich weiß, dass das mein Co ist...Er sitzt vor mir und gibt mir das Gefühl, wenn ich da bin, geht es ihm gut.
    Wie gesagt auf der einen Seite frage ich mich, ob da noch Gefühle von meiner Seite aus da sind....aber wenn nicht, warum macht mir das Ganze doch noch so zu schaffen?
    Er sieht selber ein, dass er im Grunde erstmal alle seine Sozialkontakte von Grund auf ändern müsste, um nach dem Entzug nicht wieder bei alten Bekannten aufzuschlagen, wo der ganze Sch**** wieder von vorne anfängt....und wenn ich das höre, fängt es wieder an zu tickern bei mir "der Arme ist auf der Welt alleine, ich bin doch die Einzigste, der er vertraut und bei der er ehrlich seine Gefühle, Ängste und Schwächen rauslassen kann"

    Oh mann...ich dachte ehrlich, dass ich schon das meiste des Weges geschafft habe...aber heute sieht es alles andere so aus...

    Verwirre Grüße
    Herze

    ich merke grade, dass ich aufpassen muss auf mich...mir wird grade bewusst, wie zäh dieses Co doch sein kann. Ich dachte echt, nach der Trennung ist auch der Co weg....ich merke, dass das nicht der Fall ist. So leicht scheint es nicht zu sein....

    Hatten per SMS Kontakt und ich merke, dass das nicht gut ist....merke wie mein Herz n Sprung macht wenn ich lese, dass ich ihm fehle, dass er gerne die Zeit zurück drehen möchte und alles besser machen würde....merke, dass ich alles andere als frei von ihm bin....

    Bin froh, dass er noch ne Zeit auf Entzug ist....aber die Zeit rückt näher, in der er wieder zurück kommt...davor habe ich Bammel...mir wird bewusst, dass ich noch lange nicht so weit bin, dass ich ihn wieder treffen könnte ohne die Gefahr im Nacken, wieder schwach zu werden....aber das zu wissen ist ja immerhin auch schon n kleiner Schritt

    Alles Liebe Euch allen
    Herze

    Liebe Angry,

    auch von mir ein herzliches Willkommen!!

    ich kann mich meinen Vorredner(innen) nur anschließen.

    Das Wichtigste steckt sicherlich in dem Satz "schau, dass es DIR gut geht."
    Als ich diesen Satz hier das erste mal geschrieben bekommen habe, konnte ich anfangs recht wenig damit anfangen. "Wie, ich soll auf MICH schauen....ich will doch mit IHM einfach nur glücklich sein..." Solche Gedanken kamen mir.

    Aber irgendwann kommt der Punkt, wo man versteht, dass es tatsächlich nur DARUM geht....denn zu schauen, dass es IHM gut geht, das hast Du gewiss schon zu Genüge getan.
    Nun bist Du dran!!!!!

    Den Tip mit dem "nicht mehr kochen ect" habe ich in den letzten Zügen unserer Beziehung auch durchgezogen. Aber so wie nici schon geschrieben hat, ist es fraglich, ob es Deinen XY wirklich interessiert bzw ihn aufwachen lässt, so dass er dadurch etwas gegen seine Sucht machen wird.

    Bei meinem XY war es nicht der FAll..... Letztendlich hat jeder sein eigenes Süppchen gekocht und im Nachhinein muss ich sagen, dass MIR diese Situation mehr zu schaffen gemacht hat als ihm....denn mir war das gemeinsame Kochen bzw Essen immer sehr wichtig und dadurch, dass ich dies (und andere Dinge) dann nicht mehr getan habe, fragte ich mich irgendwann "was ist denn das für eine Beziehung, in der jeder sein eigenes Süppchen kocht, jeder oft in getrennten Betten schläft, jeder seine Wäsche wäscht ect...

    was ich damit sagen möchte: die Gefahr beim Androhen/Vollziehen solcher Konsequenzen sehe ich darin, dass DU am Ende dann (wie ich) immer unglücklicher in der Beziehung wirst und im Schlimmsten Fall dann doch wieder anfängst zu kochen ect (so wie ich, da MIR dadurch etwas gefehlt hat)...und dies merkt er.....und so dreht sich das Rad weiter und weiter.....

    Gibt es in Deiner Stadt denn Drogenberatungsstellen? Da bekommt man auch als Angehöriger von Fachleuten gute Ratschläge mit auf den Weg....im Idealfall sollte ER natürlich auch dorthin gehen....wenn er aber keine Notwendigkeit darin sieht, geh alleine für DICH dahin.

    Ich wünsch Dir viel Kraft beim Sortieren und beim Zu-Dir-Finden

    Herze

    Lieber Hiob,

    ich war bis jetzt immer nur eine stille Leserin in Deinem Fädchen, da ich irgendwie das Gefühl hatte "was willst Du kleine Herze einem gestandenen Mann Ratschläge geben, kommst Du doch mit Deiner (im Vergleich popligen Trennung) kaum klar)...aber das ist ne andere Geschichte und soll hier nicht weitergeführt werden ;)

    Auf jeden Fall freut es mich sehr für Dich, dass Du Deinen Weg so erfolgreich gegangen bist und weiterhin gehst.
    Ich wünsch Dir und Deinen Kindern alles Liebe und Gute für Eure Zukunft!!!!!

    Hallo zusammen,

    Miriel : Danke für Deine Worte....schön, dass Du wieder da bist :)


    gestern habe ich mich in den Schlaf geweint und auch heute habe ich mir die Tränen verdrücken müssen beim Gedanken an ihn. Aber ich merke, dass es mir immer besser gelingt, mich da wieder rauszuholen aus diesem loch....das ist gut.

    Wenn mir wieder Gedanken kommen wie "vielleicht wird es ja doch wieder etwas mit uns" rufe ich mir besonders das wieder ins Gedächtnis, was ich kürzlich von Aurora in einem anderen Fädchen gelesen habe. (ich weiß nicht ob sie hier mitliest und ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich schreibe, was mich daran so berührt/beschäftigt hat?)

    mir ist dadurch zum ersten mal so richtig bewusst geworden, was es heißt wenn ein mensch trocken werden möchte. dass es nicht allein damit getan ist, einfach nichts mehr zu trinken...dass dazu viel mehr gehört....eine enorme innere stärke, den mut genau auf sich zu schauen, achtsamkeit und auch, dass derjenige es sich wert ist, eben ein leben ohne Alkohol zu führen....

    wenn ich mir dessen bewusst werde, so verschwinden bei mir gerade eben solche Gedanken wie "vielleicht schafft er es ja nun doch" und ich merke, dass ich mich (noch) an etwas klammere, an was ich, wenn ich ehrlich bin, nicht mehr glaube...und zwar dass XY diese innere Stärke, Achtsamkeit und Selbstliebe erlangt hat. Es stimmt mich natürlich traurig, aber es hilft mir, der Realität ins Auge zu sehen und mir bewusst zu werden, dass meine Träumereien "alles wird gut" naiv sind....naives Träumen fühlt sich zwar besser an, aber geträumt habe ich nun lange genug....

    Gute NAcht zusammen
    Herze

    Hallo liebe Miriel,

    es freut mich sehr zu hören bzw zu lesen, dass es Dir gut geht.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Klosterbesuch einen erheblichen Teil dazu beigetragen hat. Das was Du darüber schreibst hört sich sehr interessant an und ich hoffe, dass es ok ist, wenn Du uns die zwei Klöster nennen darfst.

    Dass Du mit Deinem XY wieder zusammen bist, hat mich ehrlich gesagt nicht überrascht.
    Auch hier war es schön zu lesen, dass Du die Zeit mit ihm (wieder) genießen kannst, Du Dich wohl fühlst und es Dir gut damit geht.
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mein innerliches ABER, das ich beim Lesen empfunden habe, schreiben soll. Da Du aber so direkt um unsere Meinung dazu frägst, mache ich es.
    Was mich am meisten "stört"...blödes Wort; eher skeptisch werden lässt ist, dass er scheinbar einerlei Hilfe in Anspruch genommen hat.
    Du frägst auch danach, was wir von einem Ultimatum halten, welches Du an ihn stellen möchtest. Da klingeln bei mir irgendwie die Alarmglocken. Müsste es im Idealfall nicht so sein, dass ER von SICH aus ein Leben ohne Alk führen möchte...unabhängig davon, ob ihm von Außen ein Ultimatum gestellt wird oder nicht. Ultimatum hört sich für mich wieder nach Kontrolle, Macht und Co an....erfüllt er Dir diesen Wunsch, bist Du glücklich gestimmt für eine Zeit lang. Wie reagierst Du aber, wenn er wieder anfängt...kannst Du dann wieder bzw NOCH einfach sagen "ok das wars?". Ich hätte bei mir die Angst, dass ich dann wieder zu sehr drin stecke....

    HAbe kürzlich einen Eintrag gelesen (ich glaube von Aurora; weiß aber nicht mehr in welchem Fädchen). So wie sie beschreibt wie ihr Dante den Weg in ein alkfreies Leben gegangen ist bzw immer noch geht; so stelle ich es mir vor, dass man guten Gefühls sagen kann "ja, und so möchte ich einen (Neu) Start in der Beziehung beginnen.

    Ich grüß Dich ganz herzlich und wünsch Dir, dass Du den für Dich richtigen Weg (weiterhin) findest
    Herze

    P.S.DAnke für Dein Kommentar in meinem Fädchen. Witzig, dass Du gestern die ähnlichen Gedanken hattest....auch hier tut es gut zu hören, dass man mit seinen eigenen verquerten Gedanken/Gefühlen nicht alleine dasteht :)

    Hallo ihr Lieben,

    Renate : du sagst es, das ständige Auf und Ab schlaucht ganz schön. Ich wünsche Dir, dass für Dich bald die Zeit anbricht, wo Du stabil in Deinen Gefühlen bist....ich bin mir sicher, dass diese Zeit kommen wird. Langsam und allmälich wirst Du diesem Ziel ein Stück näher kommen.


    Wie geht es mir gerade?
    Ich kann sagen, dass ich heute nach dem ständigen Auf und Ab und meinem gefühlten bzw auch in die Tat umgesetzten Rückschritt (SMS an ihn) wieder etwas klarer bin.
    Das Gefühl der innerlichen Leere; das Gefühl das Wichtigste in meinem Leben verloren zu haben, ist nicht mehr so akut da.
    Mich überkommt keine Panik mehr beim Gedaken, dass die Trennung vielleicht oder sogar wahrscheinlich für immer sein wird.
    Mir ist irgendwie bewusst geworden, dass in den Momenten des Trennungsschmerzes auch ganz viel Unsicherheit meinerseits eine Rolle spielt. Die Angst, dass mich keiner mehr so lieben wird wie er es getan hat. Dass mir keiner mehr solch ein Gefühl geben wird, dass ich etwas Besonderes bin...dass sogar meine Schwächen, Ecken und Kanten liebenswert sind....ja, davor habe ich Angst.
    Mir ist mittlerweile bewusst geworden, dass dies nun meine eigene Aufgabe sein wird, unabhängiger von der Meinung anderer zu werden; dass ich mich selbst anfangen muss zu lieben, dass ich aufhören muss, mich über die Zuneigung anderer zu definieren....

    Soviel zum theoretischen Wissen :)....die Umsetzung wird ein langer Weg sein....

    Gestern war ein kleiner Schritt in Richtung Selbstfindung oder gesunde Selbstwahrnehmung.
    Ich hatte gestern meine zweite Stunde im orientalischen Bauchtanz. War ehrlich gesagt kurz davor, gar nicht hinzugehen, da ich von der Arbeit so geschafft war und irgendwie Angst davor hatte, als einzigste nicht alles gleich zu können.....bin aber trotzdem hin und bin sehr froh darüber. Ich habe mich danach richtig gut gefühlt, ausgepowert und stolz :)

    Vor allem hatte ich gestern eine "Erkenntnis" beim Bauchtanzen, welche für mich sehr wichtig war und ist. Und zwar habe ich zum ersten Mal in meinem Leben richtig verstanden, was meine Freundinnen bzw meine Mutter mit dem Satz als meinen "Du hast eine völlig verzerrte Wahrnehmung von Deinem Körper".
    Dadurch, dass wir gestern vor einem riesgen Spiegel getanzt haben, war ich quasi gezwungen, mich und meinen Körper im Vergleich zu anderen Frauen zu betrachten. Und ich glaube, dass ich mich dort zum ersten mal richtig wahrgenommen habe...hört sich krass an....aber so habe ich es empfunden.
    Ich hatte immer den Eindruck von mir und meinem Körper, dass ich unangenehm bzw plump auffallen könnte mit meiner doch weiblichen Figur.
    Gestern habe ich zum ersten mal direkt vor Augen geführt bekommen, dass meine Figur völlig normal ist...weder auffällig, noch abstoßend...einfach ganz NORMAL.....Ich stand beispielsweise neben einer Frau, deren Figur ich als normal bezeichnen würde. Hätte mich jemand gefragt, ob sie schlanker sei als ich, hätte ich wahrscheinlich gedacht "was soll denn diese blöde Frage...willst Du mich veräppeln...natürlich ist sie schmäler als ich"
    Zu sehen, dass ich eben nicht doppelt so breit bin wie diese Frau, hat mich richtig geflasht :)
    Soviel zu meiner neuen "Erkenntnis"....und ich hoffe, es kommen noch ganz viele hinzu.


    Ganz liebe Grüße und alles Liebe Euch allen
    Herze

    Hallo ihr Lieben,


    zuerstmal lieben Dank an Dich Renate für Deine letzte Antwort!!!!!

    Die letzte Woche war ein ständiges Auf und Ab bei mir bzw meiner Gefühlslage. Ich war zwar viel unterwegs, hatte viel Freude (Freunde getroffen, Konzerte, Partys und Märkte)...aber dennoch hatte bzw habe ich das Gefühl, dass ich noch lange nicht soweit bin, dass ich über xy, über mein co oder über die Beziehung hinweg bin.
    Hatte kürzlich auch einen fiesen Rückfall....habe ihm eine sms geschrieben, dass ich ihn sehr vermisse und er trotz allem, was passiert ist, einer der wichtigsten Menschen für mich bleibt.
    Und nun sitze ich hier...lese dauernd seine Antwort, dass er mich auch sehr vermisst...ich habe wieder das Gefühl, dass er mir wieder nahe ist...und in mir fängt es wieder an zu rattern....war es die richtige Entscheidung, mich zu trennen? Hätte ich nicht doch noch seinen Entzug abwarten sollen, den er ja nun macht (für die dazugestoßenen Lesern: cannabis entzug....alkoholentzug steht danach hoffentlich noch an)...obwohl; wenn ich mir bewusst mache, dass er den Alkoholentzug bzw eine LZT noch vor sich hat, weiß ich im Grunde, dass er noch einen sehr langen Weg vor sich hat....und die Gefahr bzw die Chance dass er das alles wirklich schafft, kann natürlich keiner vorhersagen...aber in mir keimt wieder der Gedanke bzw die Vorstellung "Nun soll er mal seinen Entzug machen, sein Leben auf die Reihe bekommen und dann wird alles gut". Der Gedanke, dass das mit uns wirklich ein für alle mal vorbei ist, dass jeder früher oder später einen neuen Partner findet, finde ich grade unvorstellbar. Ich habe wieder das Gefühl in mir "entweder er oder keiner"

    Ich habe so sehr gehofft, dass das Schlimmste rum ist...aber ich merke, dass ich immer noch sehr schwankend bin, dass in mir immer noch Zweifel sind...dass ich ihn noch immer vermisse...oder vermisse ich wirklich IHN oder das Gefühl, dass ich jemanden an meiner Seite habe, mit dem ich mich so verbunden fühle?? Ich weiß grad wieder gar nichts..
    Ich habe im Moment Angst vor der Zeit, wenn er vom THC Entzug zurück kommt. Ich habe Angst, dass ich dann wieder Hoffnung schöpfe, dass alles wieder gut wird

    Ich merke grade, dass ich wieder weit von MIR weg bin....statt dass ich mehr zu mir finde, werden die Zwefel wieder größer...wasn sch****

    Liebe Grüße an Euch alle