Hallo zusammen,
Renate & Matthias
Einfach nur Danke 
Heute geht es mit ganz gut. Genieße meinen freien Tag. Habe ausgeschlafen, ausgiebig geduscht und mich hübsch gemacht.
Dabei ist mir klar geworden, dass ich dieses "auf-mich-schauen" viel zu sehr vernachlässigt habe in den letzten Monaten. Viel zu sehr waren meine Gedanken schon beim Aufwachen bei IHM. Wie geht es ihm, was für eine Laune hat er, steckt er gerade wieder in einem depressiven Loch oder ist er in der Stimmung, etwas gemeinsam zu unternehmen....anstatt z.B. das Duschen zu genießen war ich innerlich unruhig, konnte es nicht erwarten zu erfahren, wie es um IHN steht...
Nur auf MICH zu schauen ist neu...und fühlt sich gut an. Eine innerliche Ruhe....
Ein kleines (bzw für mich ganz großes) Erfolgserlebnis hatte ich gerade. Habe festgestellt, dass ich in den letzten Wochen sieben Kilos abgenommen habe
und nach einer halben Ewifgkeit wieder in ne Jeans passe, die ich noch vor ein paar Wochen noch nicht mal übern A**** bekommen habe, geschweige sie zuzukriegen....optimal passen tut sie zwar noch nicht, dafür ist der ein oder andere Hüftspck noch da
...aber irgendwann....
Mir wird bewusst, dass ich in den letzten Monaten der Beziehung ein großes Problem von mir (Essstörung), wegen dem ich auch am Anfang unserer Beziehung zur Therapie gegangen bin, völlig aus den Augen verloren habe. Ging es am Anfang meiner Therapie natürlich noch um mich und mein Problem, so schlich es sich langsam ein, dass immer mehr der Fokus auf IHN gelegt wurde....wie ich mit der Suchtsituation zurecht kommen kann.....natürlich von mir aus, nicht von meiner Therapeutin. Mir war es wichtiger, statt über MEIN Problem zu reden, über IHN und SEIN Verhalten....auch hier merke ich JETZT, wie mein Verhalten (hier das Essen) abhängig war von IHM. Ging es uns gut, war Essen kein Problem, ging es IHM schlecht, so ging es mir auch nicht gut und das Essen war dann der Katalysator....
Jetzt heißt es wieder, auf MICH und MEINE Probleme zu schauen....
Und mein anderes großes Problem (Eifersucht) quält mich heute auch nicht mehr. Der Gedanke, dass er schon jetzt jemand anderes kennen gelernt hat, macht mich nicht mehr wütend oder lässt mich verzweifeln. Ich weiß, dass ICH die Beziehung mit ihm nicht bereue, dass ich sie trotz allem immer als etwas Besonderes sehen werde; auch wenn er sich jetzt evtl schon nach was Neuem umsehen würde. Dass ich durch all die schönen aber auch unschönen Ereignisse viel über mich erfahren habe und nun anfangen kann, an mir zu arbeiten...Und wenn er meint, dass es ihm gut tut jemanden an seiner Seite zu haben, so ist das seine Sache. Ich für mein Teil möchte erstmal wieder zu mir finden....heraus zu finden, wer ich bin, was ich möchte, mich anfangen selbst zu lieben....um mich dann- irgendwann- offen und frei wieder auf eine neue Beziehung einlassen zu können...ohne Abhängigkeit beider Seiten....
Ich grüß Euch alle ganz herzlich und Danke nochmal an jeden von Euch, dass ihr in den letzten Wochen so für mich da ward. Ich glaube, ohne dieses Forums stände ich heute noch an einem anderen Punkt als ich es nun tue.
DANKE!!!!
Herze