Beiträge von Irini

    Oh...ich habe es falsch verstanden!Von DEINER Seite war das Vertraute weg? Bei mir ist es das genaue Gegenteil. Er ist derjenige, der seit der Trennung insgesamt sehr distnaziert scheint.Also, dann garantiert keine Sache des Geschlechts!:)

    Hallo, Renate. Auch ich empfinde das in den letzten Wochen oft so, dass das Vertraute von seiner Seite weg ist. Vielleicht ist es auch eine Sache des Geschlechts? Ich weiss nicht...
    Ich hatte in den letzten Tagen in deinem Thema ein bisschen gelesen. Das vom Garten habe ich als einen (euren)gemeinsamen Traum verstanden, der nun nicht gemeinsam geteilt werden kann. Durch Zufall hat mir eine Freundin am selben Tag ein wunderschoenes Gedicht von Jorge Luis Borges zugemailt, das an einer Stelle auch von einem Garten handelte! Als ich es las es irgendwie sofort mit dir assoziert. Es betrifft eigentlich jeden , der gerade eine Trennung erlebt. Ich wuerde es gerne mit dir (euch) teilen . Also hier mal die Englische Uebersetzung...

    "You Learn" by Jorge Luis Borges

    - edit, bitte nur eigene Beiträge hier einstellen und nichts einkopieren, danke, Linde -

    Also...ganz kurz zum letzten Stand der Dinge. Vorgestern habe ich meinem Mann vorgeschlagen das Thema "Kontakt zum Kind" zu besprechen. Es mussten einige Dinge ausgemacht werden, da wir in den letzten Wochen kein festes Programm vereinbart hatten. Er rief oft an , fragte was wir gerade machen und kam so 2-3 mal in der Woche, um das Kind fuer ein paar Stunden abzuholen. Ich fand es war hoechste Zeit (einen Monat seitdem er weg ist), dass sich da etwas aendert. Zunaechst war ich nicht sicher, ob ich vorher , d.h. vor dem Gespraech, einen Anwalt aufsuchen sollte. Schliesslich fand ich es aber besser, dass zunaechst mein Mann und ich alleine ein erstes Gespraech fuehren. Ich habe es nicht bereut, obwohl auch klargestellt, dass ich den naechsten Schritt einen Anwalt zu suchen fuer noetig halte, damit wir das auch schriftlich festhalten und nichts dabei falsch machen. Hinterher habe ich mich gut gefuehlt, weil er kaum etwas abgestritten hat und eigentlich mit allem einverstanden war. Jetzt ueberlege ich mir natuerlich, dass er im Moment eh nocht in der Lage waere ...er scheint unter Schock zu stehen (die Depression?Die Trennung?). Ich habe auch in diesem Gespraech meine Gefuehle ausgelassen, auch geweint (ohne zu bitten, oder in irgendeiner Hoffnung), er stand fast passiv da und hat nur genickt. Obwohl auch ich seit diesem Gespraech zum Schluss komme: ich habe keinen Partner mehr, meine Ehe geht in die Brueche und ich bereits trauere, fuehle ich mich im Vergleich zu ihm selbstbewusster. Er erinnert mich irgendwie an einer Schlafwandler , der einfach irgendwo hinlauft, ohne zu wissen wohin. Ja, klar, das ist nicht (mehr) meine Angelegenheit. Froh bin ich nicht. Ich lasse mir Zeit. Meine Gefuehle sind vielseitig und wechselhaft. Meine Gedanken sind zum Glueck etwas klarer stukturiert.

    Meine Guete..es sollte eigentlich knapp werden. Ich weiss nicht einmal, ob ihr das, was ich schreibe nachvollziehen koennt. Wahrscheinlich ist es anstrengend, weil ich auch viele Dinge auslasse und gerade merke, dass ich einen "Tagebucheintrag" mache. Ohne spezielle Fragen an euch. Vieleicht hilft es aber mir, vielleicht auch jemandem von euch, der gerade was Aehnliches durchmacht..(?). Schoenen Abend an euch alle!:)

    Miriel, auch ich musste mit deinem Text weinen...ich weiss, dass dieser Moment auch fuer mich kommen wird, wo ich alles Gute an ihm vermissen werde. Und manchmal moechte man NUR an die guten Momente zurueckdenken. Es ist einfach menschlich.

    Alles Gute auch weiterhin. Wir packen das schon! ;)

    also...endlich zu Hause und endlich schlaeft mein Kleiner. Tamara . Ja, es wird ihm noch ein wenig leicht gemacht im "Hotel Mama", wie du es nennst. Diort hat er halt sein Essen und saubere und gebuegelte Waesche. Aber es herrscht auch da eine gespannte Stimmung zwischen ihm und seinen Eltern hat mir mein Mann mitgeteilt. Er wird es nicht lange da aushalten. Und ehrlich gesagt ist es genauso wie du sagst "sein Problem". Guck mal, dass er und nicht ich von zu Hause fortgegangen ist ist aber ein "Sieg" fuer ihn. Meine Psychologin meinte ich solle konsequent sein aber nichts ueberstuerzen und lieber deutlich machen "ja, besser ist ,DU gehst- und wir (Sohn & ich) bleiben hier und WENN du dich aendern willst sind wir auch fuer dich da". Diesen Ratschlag habe ich befolgt. Anfangs war ich naemlich der Ansicht ICh gehe. Im Endeffekt ist es auch nicht das Problem wer von beiden zuerst und wo hingeht, finde ich. Wir sind eigentlich BEIDE weg. Der Wunsch , dass er nun zur Einsicht kommt war da, aber ich sehe von Tag zu Tag wie sehr wir uns voneinander distanzieren . Wieder BEIDE. Was ich will? Eigentlich ist es doch leicht zu beantworten.Meine Ruhe und meine Zufriedenheit. Das, was ich in den letzten Jahren nicht hatte.

    Lindi, hallo. Ich bedanke mich herzlich.
    Es ist alles noch so neu fuer mich, so frisch. Ich moechte auch nicht so streng zu mir sein und einen fertigen Plan erarbeitet haben. Das war naemlich eines meiner Probleme,welches ich mithilfe der Therapeutin erkannt habe (nicht nur in Bezug auf meinen Mann),dieses "alles unter Kontrolle haben". Ich moechte mich wirklich nicht zeitlich unter Druck setzen.

    Ehrlich sein. Das ist auch fuer mich das Stichwort. Die Beziehung ist gerade im Wandel. Es geht nicht , oft sogar nicht einmal sprachlich, mich vom "wir" auf "ich" umzustellen.

    Das Thema "Weichmachen" betreffend habe ich Vertrauen in mir. Seiner Mutter am Telefon (sie hat mich schon 2 mal angerufen) war ich schonmal sehr hart gegenueber. Es sei mein Leben, meine Angelegenheit, was ich draus mache. Und das Herzklopfen ist weg, ich habe kaum das Verlangen danach ihn zu umarmen

    Danke nochmals fuer die Tipps und das Ermutigen, Lindi!

    tut mir wirklich Leid aber ich kann das alles nicht so gut nachvollziehen...wie sollte denn deiner Meinung nach eine Trennung mit gutem Ende fuer das Kind verlaufen?Soll ich ihm den Kontakt verbieten (er ist naemlich trotz seiner Problem dazu in der Lage )

    diese beruehmte Frage kenne ich nicht. Aber ich kann mir noch nichts konkretes fuer die Zukunft vorstellen. Bis jetzt gab es ja das Leben zu dritt. Ich habe es mir genauso vorgestellt. Jetzt kann ich nicht so weit denken. Ich kann mir aber die naechsten Monate vorstellen.

    Es waere nett wenn du mir weiterhelfen koenntest...

    hallo!
    "Weil ich eben empfinde, dass ich mir nichts mehr vormache" .

    Ja, das stimmt. Das "mir etwas vormachen" habe ich aber nur auf die Tatsache bezogen, dass wir tatsaechlich nicht mehr zusammen leben. Und dass ich zugebe "es gab Gruende dafuer". Ich koennte den anderen naemlich eine Luege erzaehlen (Er ist auf einer Reise) in der Hoffnung, dass er in paar Tagen oder Wochen wieder da ist.

    "Ich werde ihn anrufen, unser Kind wird ihm ja auch gratulieren wollen"
    Da muss ich dir recht geben, tamara. Man sucht einen Grund. Ich will es gewiss. Koennte dem Kind aber auch seinen Geburtstag verheimlichen. Sagen wir aber so: ich finde es nicht schoen, ihm nicht einmal zu gratulieren. Wir sind im Moment nicht im Streit.

    "hast du nicht grad davor geschrieben, wie belastend es ist für dich und das Kind, den Vater betrunken zu erleben etc.? "....(mit sehr wenig Ausnahmen). Ich benutze das wirklich nicht als Vorwand. Fuer mich ist er abhaengig. Ich moechte nur klarstellen: das Kind hat ihn nie betrunken erlebt, weil es schon geschlafen hat da mein Mann immer abends zu trinken angefangen hat. Aber er war dennoch auch tagsueber , da depressiv, "abwesend" und passiv. Besorgt habe ich ihm auch seine Zigaretten, weil er sich oft zu schlapp fuehlte, oder weil ihm...seine Haare zu fettig waren und er nicht in der Lage zum Duschen war
    :? Fuer mich stand also im Alltag eher die Depression als Problem da. Der Alkohol hat aber dazu :beigetragen" dass sie immer schlimmer wurde. Dennoch hat mein Mann immer meine paedagogischen Methoden mit dem Kind unetrstuetzt, mich nie und ich ihn auch nie vor seinen Augen erniedrigt oder so. Wir hatten selten Konflikte in der Erziehung, abgesehen davon , dass ER zu passiv war. Eine gute Zusammenarbeit ist fuer mich ein wichtiges Ziel nach der Trennung. Es soll unserem Kind leicht gemacht werden. Das meine ich.

    tamara, guten Morgen!Vielleicht sollten wir nicht von allen Anerkennung erwarten. Niemand, dem dieses Problem (Co.) persoenlich bekannt ist, ist naemlich dazu gezwungen es nachzuempfinden. Das Wichtigste, was auch mir gestern hier gesagt wurde ist doch "tu es fuer dich". Auch wenn die Anerkennung tut gut. Geniese sie von Freunden, von Leuten, die dir wirklich etwas bedeuten.

    Mein Tag (ohne ihn) war wirklich schoen und entspannend. In den letzten Tagen habe ich auch damit angefangen meinen Bekannten nicht zu verheimlichen, dass wir uns getrennt haben. Die Gruende gebe ich nur meinen engsten Freunden an, den anderen nenne ich nur die Tatsache der Trennung. Ich klaere nur, dass es nichts mit Affaeren zu tun hat, sondern mit anderen Problemen und dass, wenn diese nicht geloest werden, es zur gerichtlichen und entgueltigen Scheidung kommt. Tatsache. Es macht mich ein wenig traurig, dass ich von der Trennung spreche, erleichtert mich aber zugleich und gibt mir Mut. Weil ich eben empfinde, dass ich mir nichts mehr vormache. Heute hat er uebrigens Geburtstag. Es wird der erste Geburtstag der letzten 10 Jahre ohne mich sein. Ich werde ihn anrufen, unser Kind wird ihm ja auch gratulieren wollen. Ich werde ihm auch alles Gute wuenschen. Einfach ist das alles nicht. Das Kind ist ja auch seins und dadurch sind wir staendig in Kontakt. Unserem Kind zu Liebe hoffe ich auf eine richtig gute Zusammenarbeit zwischen uns. Diesen Wunsch habe ich offen ausgesprochen und ich bin diesbezueglich auch optimistisch, dass wir das schaffen koennen. Auf eure Antworten werde ich mich sehr freuen! :)

    nein, wir leben seit 3+ Wochen getrennt. Ich hatte ihm nach dem Unfall einen Brief geschrieben. (Brief, weil er kein Gespraech wollte!)Darin stand u.a. dass einer von uns ausziehen muss wenn er wieder zu trinken anfaengt und dabei die 2 Weinglaeser ueberschreitet. Es kam soweit und...er ging. Er lebt jetzt bei seinen Eltern. Wir hatten vor 5 Tagen ein klaerendes Gesprach. Er sieht nur inder Scheidung die Loesung. Ich auch, wenn er nichts mehr tun will. Obwohl das ja der einfache Weg ist. Wie auch immer: dass ich diesen Brief geschrieben habe und bereit war/ bin alles zu riskieren ist schon einmal gut. Von daher, habe ich auch tatsaechlich schon etwas fuer mich getan. Wir stehen kurz vor der Scheidung, sind offiziell getrennt