Hallo Delia,
es ist schön, trockene Worte von Dir zu lesen. ![]()
LG
Martin
Hallo Delia,
es ist schön, trockene Worte von Dir zu lesen. ![]()
LG
Martin
Ich danke Dir ![]()
Alles Gute
Martin
Hallo GIA,
Zitat von GIA1987die Leute da waren alle sehr nett
Auch Alkoholiker sind Menschen, oftmals sehr nette Menschen. Sie haben lediglich eine Krankheit.
Haben die Menschen dort alle schon morgens die Flasche in der Hand gehabt?
Zitat von GIA1987Leider sind die meisten Leute dort mind. 20 Jahre älter als ich, aber das habe ich mir auch fast schon so gedacht.
Sie sind Dir lediglich alkoholtechnisch 20 ,oftmals verlorene, Lebensjahre vorraus, da sie in jungen Jahren ihr Problem nicht erkannt haben oder es noch nicht erkennen konnten. Das ist bei vielen die Zeit, die Sie brauchen, um sich ihr eigenes Problem eingestehen zu können, sich dann erst damit zu befassen.
Zitat von GIA1987Was mir aufgefallen ist, das ist dass ich sehr viel mit diesen Leuten dort gemeinsam hatte.
...sind mir viele Dinge sehr bekannt vorgekommen und ich konnte mich in vielen Erzählungen von den anderen selbst wieder erkennen.
Das war ein bisschen seltsam für mich.
Eine Spiegel vorgehalten zu bekommen?
Zitat von GIA1987Ich werde dort auf jeden Fall weiterhin teilnehmen in den nächsten drei Wochen und schauen was mir das bringt.
Absolut begrüßenswert. Ich wünsche Dir, daß Du das für Dein Leben entscheidende daraus lernen kannst und darfst.
Daß Du lernst, daß man sich Selbstbewußtsein und Anerkennung nicht ansaufen kann. Du hast ja selbst schon beschrieben, was dort bei Dir passiert ist. Bleib dran. Finde ehrlich zu Dir.
LG
Martin
Hallo Delia,
höre auf Dich und gehe Deinen Weg.
Ich wünsche Dir die dazugehörige Kraft.
Du bist auf dem richtigen Weg.
LG und alles Gute
Martin
Zitat von bloonaGibt man irgendwann auf
Ich glaube, daß kommt drauf an. Aufgeben kann man nur, wenn man noch kämpft. Du hast sicherlich schon reichlich gelesen, daß es, ja eine Art Ziel ist, zu einem Punkt zu kommen, den Kampf ruhigen Gewissens aufgeben zu können, da man gemerkt hat, daß man nichts ohne Alkohol verpasst. Ganz im Gegenteil...Das muß man erst erfahren und lernen. geht aber irgendwann von alleine. Aber auch dort verbrigt sich eine geweisse Gefahr, läuft doch...
Zitat von bloonaoder belügt man sich selbst und glaubt irgendwann man sei stabil genug um nur "das eine Mal" mal wieder ein oder zwei Bier mittrinken zu können?
Das ist natürlich das, wovor jeder , mit Sicherheit selbst Langzeittrockene, Angst hat. Man wird zwar in sich ruhiger, was das Thema angeht, muß aber ständig ein "Ohr oben" haben. Genau deshalb bin ich hier, um die Gedanken wach zu halten. Vielleicht hilfts Dir, mir bringt es meine Erfahrungen wieder ins Bewußtsein. Ich ziehe dort einen großen Nutzen raus.
LG
Martin
Die Frage kann ich nicht wirklich beantworten. Ich nehme mal meine 2 Entgiftungen. Nach der ersten, wie ich schon sagte ...Arbeiten, Arbeiten,...
Erst mal verdrängen. Das war nichts.
Ich sags mal so, nach der zweiten Entgiftung wochenlang primär erstmal zur Salzsäule erstarrt. Lag aber leicht entschuldigend, auch wirklich an meiner "leicht angeschlagenen" körperlichen Verfassung.
Einen sanften "Tritt", weißt schon wohin, bekam ich dann in der Entwöhnungstherapie von der für mich zuständigen Psychologin. Also letztendlich eigentlich nur mit einem leichten Druck, nicht vor der Gruppe bei der Morgen- und Tagesabschlußrunde als "geistig flexibel wie ein Betonklotz" da zu stehen.
Einer dort hatte wenigstens einen Hund ![]()
LG
Martin
Ich freue mich wirklich, es gerne getan zu haben ![]()
Geht´s weiter?
Hallo Maria,
sorry, ich habe diesen thread erst gerade gesehen.
Ganz im Gegenteil, ich freue mich sogar, daß Du nachfragst und antworte Dir auch gerne. Ehrt mich sogar ein wenig ![]()
Ich finde, diese Anfrage wäre auch durchaus in dem betreffenden thread nicht unpassend gewesen, da sich mein Satz klar auf einen hier konkret vorgegebenen Sachverhalt und die Person bezieht.
Sagen wollte ich damit bezogen auf den konkreten Fall, daß eine jede Person natürlich für sich selbst entscheiden und annehmen muß, ob sie Alkoholiker(in) ist und in wie weit diese Person es sich und z.B. dieses nur aus langen nassen Zeiten „schmutzige“ Wort Alkoholiker für sich annimmt (Eigene Definition, Standortbestimmung)
So ist die Sichtweise von Beobachtern natürlich sehr relativ und manchmal sehr verschieden, da ein jeder Andere eigene Erfahrungswerte und Einstellungen zu diesem Thema und zu diesem Wort hat, sowohl aus nassen, wie auch aus trockenen Zeiten. (Externe Definition, subjektive Fremdeinschätzung basierend auf einer begrenzten Anzahl von Informationen und persöhnlichen Erfahrungen)
Auch ich habe lange gezaudert, die Krankheit und das Wort und die damit verbundenen Folgen und Konsequenzen an mich heran zu lassen und zu akzeptieren. Nach meiner ersten Entgiftung im Mai 2001, war ich noch nicht so weit. Ich mußte schon 2 Monate später noch eine Runde schwimmen, dafür dann um so heftiger. Auch heute nach einem Jahr Trockenheit bin ich für mich immer noch nicht bei 100% angekommen. Eine gewisse Scham schwelt auch heute noch im Hintergrund. Ich arbeite noch daran.
Für meine Begriffe, ist die eigene Einsicht und Annahme der Krankheit aber elementare Voraussetzung, ob jemand überhaupt dem Alkohol den Rücken kehren kann.
Eine konkrete Definition, ab welchem Punkt eine Person Alkoholiker ist, habe ich bisher auch noch nicht gelesen. Und selbst wenn es eine Solche gäbe, wäre sie mit Sicherheit nicht pauschal auf jeden übertrag- und anwendbar, somit absolut relativ.
Speziell in dem von Dir angesprochenen Thread, ist ja eine regelrechte Zweiteilung entstanden. Dies liegt z.T. mit Sicherheit auch darin begründet, daß einige den Vorstellungsbereich nicht einsehen können. Dort stehen ein paar Angaben, die ich im offenen Bereich bisher nicht wiedergefunden habe. Ich habe aber nicht das Recht, diese nach außen in die Öffentlichkeit zu tragen.
Diese haben mich dann eher auf die Seite der hardliner geschlagen, obwohl ich mich ansonsten definitiv nicht dazuzähle.
Ist aber nur meine kleine unmaßgebliche Meinung
![]()
Danke
LG
Martin
Ich hoffe inständigst für dieses junge Leben, daß dort genug Leute sind, die eine Flasche Shampoo und einen Wecker dabei haben.
LG
Martin ![]()
Bin stolz auf Dich! ![]()
Zitat von CaligulaSo was liest sich in meinen Augen recht moralisch...
...Ich persönlich stelle mir eine solche Entscheidung für eine 25jährige schwierig vor. Glaube nicht, dass ich in diesem Alter schon so weit für eine solche Diskussion gewesen wäre. Da hätte ich den Gedanken an die Sucht noch weit weg von mir gewiesen. Ich war erst mit Mitte 40 bereit, das Krankheitsbild zu akzeptieren. Deshalb verkneife ich mir jegliche Moralappelle an junge Menschen...
Ich will und werde keine moralischen Aspekte hier verteilen.
Ganz im Gegenteil: Ich ziehe wirklich meinen Hut und verbeuge mich vor diesem Menschen, der erkannt hat, zumindest "ein Problem" zu haben und dies schon so klar und differenziert darstellen kann. Ich sage es mal ganz krass: Ich war in dem Alter zu blöd und naiv dazu.
Wenn ich in diesem Alter den Verstand gehabt hätte mein Problem schon so zu artikulieren und die Iniatitve hätte ergreifen können, vieleicht wäre mir einiges an weiteren Erfahrungen erspart geblieben. Erst hart lernen zu müssen, was es beutet "Nicht zu dürfen" gegen "Nicht zu müssen" austauschen zu können und zu dürfen.
Du sprichtst aus der gleichen Erfahrung wie ich.
LG
Martin
Hallo,
genau das ist es, worauf ich hinaus wollte. Ich schließe mich dort Verena an.
Dort sehe ich die Kernaussage und die von Dir daraus resultierenden Gedankengänge.
Die Definition, ab wann jemand ein Alkoholiker, jemand der Kontrollverluste beim Trinken hat, ist oder sich selber dazuzählt, diese Tatsache anerkennt und an sich ranlässt, ist natürlich relativ.
Auch ich hatte mit so um die 25 Jahren erste "Blitze", daß an meinem Trinkverhalten was nicht stimmt. Ich habe diese "schlechten Gedanken" dann ganz schnell verdrängt und weggespült. Der kleine Helfer war mir dabei sehr behilflich.
Ich kann mir heute rückblickend eingestehen, daß ich damals eigentlich schon der funktionierende Feierabendalkoholiker war. Dazu mußte ich aber erst zu den Punkt kommen, mir das eingestehen zu können. Dies wurde mir erst letztes Jahr möglich, nachdem ich mich psychisch und körperlich bis auf den Boden gesoffen hatte, nachdem ich den Kontrollverlust im Laufe der Jahre absolut nicht mehr in den Griff bekam. Auch bei mir waren übrigens längere Trinkpausen dabei. Die machen einen so herrlich sicher alles im Griff zu haben und nicht zu den Pennern im Park dazuzugehören.
Es hilft nur, wenn man bereit ist, sich offen und ehrlich mit seinem eigenen "Standpunkt" auseinandersetzen zu können.
LG
Martin
Hi,
schön dich wieder zu lesen.
Ich freu mich über deine erreichte Zeit und bin Stolz auf dich. Ich weiß, daß es ein harter Kampf ist.
Vollkommen richtig ist, daß eine Suchtverlagerung keine Lösung ist. Es gibt eine schönere Sucht: Frei zu sein. Aber da muß man erst hinkommen, ich arbeite dran.
Zu deiner Freizeit kann ich ehrlich gesagt nicht viel sagen, da ich deinen Background und deine beschriebenen Ängste nicht kenne. Ich sehe immer noch die Frau, die da in Ihrer Einsamkeit ausharrt.
Ich erzähl einfach mal von mir. Ich bin verheiratet, habe 2 Kinder und führe ein "normales" Leben. Ist für mich so absolut ok und entspricht meiner Lebensvorstellung. Ich bin diesbezüglich absolut zufrieden.
In der Entwöhnungstherapie wurde ich auch nach meinen Hobbys gefragt. Hmmmmmmmm.... ....Nothing. Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten, Essen, Schlafen.
Mir wurde dort schon sehr nahegelegt, mir mal wieder was zuzulegen, mir mal wieder was zu gönnen. Zurückgewonnene Lebenszeit umzusetzen und genießen zu können.
Irgendwie kam ich dann darauf, daß ich in der frühen Jugend mal Orgeluntericht hatte. Wäre doch mal einen Versuch wert. Keyboard bestellt, an den Computer angestöppelt, Programm drauf. Und siehe da, Spaß im Quadrat.
Sind sogar ein paar eigene Stücke bei rausgekommen. War schon mal ein Anfang. Mittlerweile, körperlich bin ich wieder etwas stabiler, ist auch wieder Rad- oder Rollerfahren. Sonnenuntergang gucken. Zum Teil banale Sachen die sonst so vorbei gerauscht sind. Hat mich aber auch schon irgendwie eine Überwindung gekostet den wertesten zu erheben. Der kleine Helfer hatte mich ja jahrelang genug beschäftigt und mich zur absoluten Passivität überredet. (Das heimliche Flaschenentsorgen und Höchstleistungen an (Selbst-) Belügen mal davon ausgenommen)
Hast du nichts, wo du wieder anknüpfen könntest? In einer Großstadt "droben in den Bergen" sollte es doch normalerweise auch Möglichkeiten geben, außer Kegelklub, Schützenverein...
LG
Martin
Hallo Gia,
schön, daß Du hier bist.
Du sprichst öfters von Alkoholikern, richtigen Alkoholikern.
Darf ich Dich fragen, was Deiner Meinung nach "richtige" Alkoholiker sind?
LG
Martin
Danke für Dein Mutmachen. Ich werde deine Worte dann mitnehmen.
Hallo bloona,
ich hatte das vorhin schon gelesen. Mir fiel spontan, und fällt auch jetzt, dazu absolut nichts dazu ein.
Wieder einen normalen Umgang mit Alkohol zu lernen.
Hammer.
Ja, was ist "normaler Umgang? Wie lange kann ich "normal" damit umgehen, bis es sich wie bei sehr vielen Anderen zum "nicht mehr normal" steigert.
Normaler Umgang mit Alkohol. Lernen. Das ist ja an Inkompetenz nicht mehr zu toppen. So etwas kann doch eigentlich nur jemand von sich geben, der selber nicht reinspuckt. Man braucht sich ja nur mal hier umsehen, wie viele an diesem Lernen gescheitert sind - um dann noch mehr zu trinken.
Es gibt keinen einzigen rational vernünftigen Grund überhaupt Alkohol zu konsumieren. Genauso wie beim Rauchen und Rauschgift.
Von ein paar schön geschriebenen Statistiken über einen Mikrokonsum Alk, der sogar förderlich für Herz... sein soll, mal abgesehen. Die damit verbundene Steigerung der anderen Risiken (Krebs,...) steht natürlich nicht dabei.
Da ist ein Mensch der für sich ein Alkoholproblem erkannt hat und dann so was.
Bei mir hieße das definitiv, probier doch mal, ob du dich wirklich zum Krüppel oder tot säufst. Demnach ist wohl jemand der nicht wenigsten ein paar anständige stationäre Entgiftungen hinter sich hat, doch nicht alkoholkrank. Alles im grünen Bereich, alles im Griff
Ich hoffe inständigst, du probierst nicht mal ansatzweise, dir diesen Schuh anzuziehen.
LG
Martin
Ich bin mal nachtragend:
Korrektur: ich ersetze die Wörter "sollte" mit "mußt",
Ist mir gerade nochmal ins Auge gesprungen:
"Ich habe mich in den letzten Jahren schon sehr isoliert"
Hat dir dein kleiner Helfer dabei tatkräftig geholfen? Und/Oder hatte es auch andere Gründe? Mache es Dir bewußt.
Loch füllen: Mir hat lesen ungemein geholfen. Hier querbeet im Forum und auch Fachliteratur. Mein Lieblingsschmöker war ganz klar "Alk"
"Wie ich damit fertig werde weiß ich noch nicht."
"Ich habe da gerade keinen "Handlungsplan""
Dann stell dir einen auf. Das hat absolute Priorität. Steck dir erstmal kleine, erreichbare Ziele und verbinde sie mit deinen Wünschen. Viele Dinge die dort genau drinstehen müssen, weißt du schon aus dem Bauch heraus.
Schreib es notfalls auf, verdeutliche es dir. Deine melodramatische Bilanz zeigt, daß du das kannst.
Geb dir einen Ruck und nimm dir die Zeit.
Bis vor kurzem hat jemand dir die Zeit genommen, nun hast du sie wieder für dich. Nutze Sie.
Du mußt selber aktiv werden, dir Input und Anregungen besorgen, dich auseinander setzen, selbst und/oder mit femder Hilfe.
Auch das gehört zum Erwachsen werden und tut nicht weh.
Ein planloses, abwartendes Verharren in "nichts trinken" bringt dich nicht weiter und ist gefährlich.
Nimm es aktiv in Angriff. Du hast das Potenzial dazu.
Geb dir einen Ruck.
Meine Schreib- und Kommafehler erkenne ich übrigens sofort auf den ersten Blick, wirklich auf Anhieb...nachdem ich den Text abgesendet habe ![]()
Hi,
schön, daß Du noch da bist.
Ich hatte in den letzten Tagen durch ein paar Vorkommnisse wenig Zeit und keinen Kopf für andere Sachen.
Eine monsterdicke Wange wegen eines weggebrochenen Zahnes und deswegen "dezente Schmerzen" war einer der Hauptgründe. Da ist es mit dem Konzentrieren weit hin.
Ich habe erst mal Penicillin vom Zahnarzt bekommen um die Schwellung runter zu bekommen. Ab nächste Woche gehts dann ans Eingemachte. Hab dort leider immensen Nachholbedarf, da ich schon Jahre nichts mehr habe machen lassen. Kumpel Alk und Hase haben mir dabei geholfen.
Das wird auf eine Komplettsanierung hinauslaufen.
Die Front ist auch dringend "verbesserungsfähig". Ich habe mir aber fest vorgenommen, das diesmal durchzuziehen. Auch wegen meines Selbstbewußtseins, daß bei mir sowieso noch nie heroisch ausgeprägt war...und wegen meiner Hasenohren ![]()
Ich denke immer, Du kannst ihr doch keine Löcher in Bauch fragen.
Hat Dir das Gespräch mit der Arztin "was gebracht"? Was bewirkt?
Ich denke, ihr werdet nicht (nur) über Gamma-GT-Werte gesprochen haben.
Gut finde ich, daß Du schonmal wieder ein Gefühl von "ohne Ausnahmezustand" hattest.
Über einen Plan B solltest Du Dir schon mal mächtig Gedanken machen. Nur "nichts trinken" reicht nicht, kann da aus tiefster Seele und Erfahrung mitreden. Wenn der "kleine Hunger" mal eben und plötzlich wieder vorbeischaut, ist es schon zwingend nötig einen fix und fertig, gelochten und perforierten Rand am Plan zu haben um ihn binnen in einer Sekunde abreißen zu können und in der Hand zu haben. Ich denke über Notfallkoffer und dann angesagte überlieferte Bräuche hast Du mit Sicherheit schon einiges gelesen (zB dem Hund den Knochen wegknabbern...).
Auch das Auffüllen des Alkloches solltest Du im Auge behalten. Damit meine ich nicht nur die flüssige Seite.
Ich hoffe das die Reste haben geschmeckt...
Freu mich ganz viel von Dir zu lesen...
LG
Martin
Hallo Bloona,
Zitat von bloonaAußerdem ist so ein Kurz-Besuch auf einer Party, im Nachgang doch anstrengender als ich es mir vorgestellt hatte.
Warum? In wie fern? Das Schauspielern? Aufkommende Sehsucht? Der Gedanke, daß es nicht mehr wird wie früher? Daß sich was geändert hat?
Zitat von bloonanoch löst der Gedanke wieder Alkohol zu trinken eher Panikgefühle bei mir aus.
Wird sich aber erfahrungsgemäß irgendwann ändern und in "Sch...egal-Stimmung umschlagen", erst dann wird es für mich gefährlich.
Wann? Auf der nächsten Party? Angetriggert durch relaxen Umgang mit Alk?
Mit einer gewissen Ironie: Kennst Du diesen Zeitpunkt? Erkennst Du ihn? Hast Du damit Erfahrungswerte?
Nimm für Dich klar das Argument: Ist für mich zu gefährlich, statt einer Ausrede wegen der Ausreden. Es ist gefährlich!
Du wirst Dir auch klar darüber werden müssen, daß es Trockenheit nicht zum Nulltarif gibt. Du hast selber geschrieben, daß Du irgendwann dafür zahlen mußt.
Wie ist Deine Stimmung? Hast Du aktuell Druck, Sehnsucht nach Rausch?
Wie wirst Du damit fertig?
Hast Du nicht diese Woche einen Beratungstermin?
LG
Martin
Zitat von bloonaIm Augenblick fühle ich mich noch relativ sicher, weil ich die letzten rund 2 Wochen, extrem hart fand (und noch finde)
Sorry, den Satz verstehe ich nicht. 2 (harte) Wochen ohne Alk geben Dir eine relative Sicherheit? Wenn ja, was für Eine?
Die relative Sicherheit, nicht doch mal eben zuzugreifen, wenn Alkohol in Mengen armweit erreichbar ist und sich sowieso gerade alle daran festhalten? Beeinflußt durch irgendwelche äußere und innere Stimmungen und Launen? Auf der einen Seite angesagte Partystimmung, auf der anderen Seite die eigene seelische Verfassung? Ich hätte da für mich in diesem Stadium ärgste Bedenken gehabt. Gerade wenn man noch „in den Seilen“ hängt und mit Sicherheit noch irgend eine Sehn-“Sucht“ inne hat, fühlbar oder auch nur als leichte Dunstwolke.
Du hast Dir zwar einen Sattel in die Hand genommen, was absolut Top ist. Aber noch hast Du kein Pferd, was Dich trägt. Stand der Dinge: Nicht mal ein Pony in Sicht. (Das war keine persöhnliche Wertung)
Für mich wäre das zu dem Zeitpunkt, die Herausforderung in Reinstform gewesen. Risiko pur.
Ich versteh Dich absolut, daß Du Dir gerade jetzt freundschaftlichen Beistand, vielleicht sogar Hilfe, wünscht.
Vielleicht auch einfach mal nur Abwechslung. Endlich mal wieder raus.
Mach Dir aber klar, was für Beistand bzw sogar Hilfe Du von Leuten erwarten erwartest oder erwarten kannst, die Du seit irgendwelcher Zeit nur noch zu Feiern triffst. Oder steht dort an, Deine derzeitige Lage auf einer Feier zu erörtern? Wahrscheinlich wohl eher weniger, zumindest nicht wahrlich ernsthaft.
Bist Du, für Dich gefühlt, raus, wenn Du mal nicht kommen würdest? Hast Du keine Möglichkeit, sonstigen Kontakt außerhalb der „Feierzeiten“ zu diesen Leuten wieder herzustellen? Leben die dann auf einem anderen Planeten?
Sorry, wenn ich so direkt frage, aber wenn ich Dich so lese, könnte ich meinen, Du lebst als Einsiedler abgeschieden oben in den Bergen. Einziger Außenweltkontakt vielleicht mal eine Frau mit Hund, die zufällig mal vorbeikommt und dann zum Opfer wird ![]()
In wie weit ein jeder sich an diese Grundbausteine annähern kann, ist natürlich individuell verschieden.
Ein jeder muß seinen eigenen Weg zu diesen finden und umsetzen können. Eine höchstmögliche Annäherung an diese Grundsätze.ist aber mit Sicherheit das primäre Vorgehen, um das Ziel zu erreichen.
LG
Martin