Beiträge von Traumgast

    Ein neuer Tag ein neues Glück, heute habe ich mit viel Arbeit alles gut bewältigen können und immer wenn der Druck stark wurde, hab ich mir erst einmal ein großes Glas Wasserfruchtmix gegönnt, das hat ganz gut geholfen.

    Nachts habe ich zur Zeit irre Albträume, meist ist es eine Verfolgungsjagd die in einem schrecklichen Gemetzel aus Notwehr endet, Sachen an die ich nie denken würde, ich frage mich wie man so grausam träumen kann, wo ich so ein friedliebender Mensch bin.

    Aber es werden auch wieder andere Träume kommen...

    Angi

    Hallo Angela,

    ja heute habe ich es mir gut gehen lassen, das Wetter war aber auch geradezu perfekt dafür.

    Viel Kraft wünsche ich Dir natürlich auch, denn den vielen Verlockungen zu widerstehen, ist wohl die größte Herausforderung, die es täglich aufs Neue zu bewältigen gilt.

    Pink-Lady ,

    ja die letzten 30 Jahre waren schon eine Achterbahnfahrt, so manches habe ich auch gut aufarbeiten können, aber vieles liegt auch so im verborgenen, es schmerzt und man weis nicht woher der Schmerz rührt, manchmal sind es einfach schüttelnde Angstgefühle vor allem Nachts, die dann am Tag überhaupt nicht mehr bedrohlich sind, dem Himmel sei Dank dafür.

    Was habt Ihr unternommen wenn der Druck auf Alkohol besonders stark wurde, wie habt Ihr ihn in den Griff bekommen?

    Denn viele Versuche aufzuhören haben wir ja alle hinter uns, wie gewinne ich den Respekt vor mir selbst zurück, um die Gefahr eines Rückfalls ausschliessen zu können?

    Der Druck ist zwischen 16:00h-20:00h am größten, nicht ständig anhaltend, aber stetig anklopfend mit den Worten" na wie wärs denn jetzt mit einen feinen Gläschen", so das mir regelrecht das Wasser im Mund zusammen läuft. GRRRHHH ich hasse diese Momente der Hilflosigkeit!

    Aber ich bin trocken und das will ich auch bleiben...

    Angi

    Ja Pink Lady ich finde auch, das es täglich mehr gibt wofür es sich lohnt nie mehr zu trinken, ich habe ja bisher mehr als mein halbes Leben im Dunst verbracht, ich wünschte es wäre anders gewesen.

    Aber es gab leider Umstände die mich dazu gebracht hatten, bzw. ich aus Dummheit und Ausweglosigkeit damals diesen Weg gewählt hatte, der mich viel zu lange gefangen hielt.

    Nun die Uhr kann ich nicht mehr zurück drehen, nur verarbeiten oder besser gesagt daran arbeiten um die Zukunft besser zu gestalten, das ist mein Ziel.

    Ich habe immens viel Kraft vergeudet, in diesen Alkprozess ...denn er hat mich ausgelaugt bis in die kleinsten Partikelchen meines Körpers, habe oft nicht mal mehr richtig Luft bekommen, meine Beine konnten mich oft nicht mehr weit tragen selbst wenn ich fast nüchtern war, denn eigentlich wusste ich gar nicht wann ich wirklich nüchtern war, denn schwindelig war mir ständig und schlecht meist auch.

    Ein schlechter Verlauf rauf und runter, aber dies wird ja nun anders !

    Wollte eigentlich nicht nur jammern hier, aber im Moment ist es für mich nötig, mich einfach auszuko.....


    Ich will unbedingt trocken bleiben, das ist mein absolutes Ziel auch wenn es im Moment Sau schwer ist.

    Angi

    Danke schön, das Ihr mich hier so herzlich und interessiert aufnehmt,

    @ Mario, ich weis das ich froh sein muß, wenn meine Werte einigermaßen stimmen und mir ist sehr bewusst, wenn es denn so bleiben soll, das ich in Zukunft nie mehr trinken darf. Denn auch mein Magen und Darm spielen schon seit Jahren verrückt und auch hier muß dringend Ruhe hineingebracht werden.

    Meine Ablenkung besteht aus Gartenarbeit, gutem Kochen, Börse, Malen, Internet, in PLanung" Englisch lernen" und den PC besser zu verstehen, Explorer, Word, Excel und uvm. und nun auch hier im Forum :-), also ich habe nicht das Gefühl aus Langeweile trinken zu müssen.

    Aber es sind alles Tätigkeiten, bei denen ich stets getrunken habe und sobald ich etwas nicht so schnell kapiere, oder mir die Kraft ausgeht, dann kommt dieser dumme Suchteffekt, denn da habe ich früher immer getrunken und diese Hürde muß ich erstmal wieder in den Griff bekommen.Denn ich habe mich immer belohnt mit Alk, oder wenn ich platt war vermeintlich mit Alk wieder aufgepäppelt.

    Ich Frage mich wie weit ich im Leben wohl ohne Alkohol gekommen wäre, ganz ohne Bremse, aber ich habe ja noch einige Jahre vor mir und nur daran kann ich mich jetzt orientieren und darauf freue ich mich.

    Es ist sowieso unglaublich, abends nüchtern schlafen zu gehen, einfach müde vom Tagesablauf und nicht vom Alk zu sein und sogar wieder zu träumen und die Träume am Morgen sogar noch zu wissen, finde ich spannender als jedes Fernsehprogramm. Nachts sogar fast durchschlafen zu können und erholt aufzuwachen, das hatte ich so viele Jahre nicht mehr.
    Ich habe den ganzen Tag Zeit zu Leben und muß nicht mehr einplanen, sobald das erste Glas getrunken ist, das es ab da noch maximal 5 Stunden dauert bis ich nicht mehr oder nur noch schlecht ansprechbar bin.

    Ich kann Freunde treffen und kommenlassen ohne ausreden und das zu jeder Uhrzeit und mein Magen kann wieder etwas größere Portionen als eine kleine Hand voll vertragen. Es ist meist ein Lebensgefühl wie neu geboren, wenn der Typ-Alk nicht immer wieder anklopfen würde und mich wieder in den Abgrund ziehen will.

    Daher bin ich auch sehr froh mich mit Euch austauschen zu können, sobald ich schreibe fühle ich mich sehr stark und dem Alk überlegen.

    @Spanijoggel-Ivonne,

    ja ich habe einen kalten Entzug hinter mir, der so eigentlich nicht beabsichtigt war, denn ein massives Magen-Darm Problem hatte mich ausser gefecht gesetzt und ich hatte weder Hunger noch Durst mir ging es einfach nur schlecht, ich hatte überhaupt nicht an die Konsequenzen eines kalten Entzuges gedacht, da ich mich damit lange nicht beschäftigt hatte. Ich hatte Glück, wenn ich das im nachhinein so betrachte und würde es nicht noch einmal herausfordern wollen.

    Daher stimmt auch die Reihenfolge Arzt und dann Entzug nicht überein.


    Pink-Lady

    Danke auch für Deine Wünsche und ich freue mich auf gute Gespräche ohne Alk:-)

    LG Angi

    Schönen Abend an alle,

    es ist mein 2ter Anlauf in diesem Forum , denn ein Rückfall vor etwa 4 Jahren hat mich leider viel zu lange in seinem Bann gehalten und in alte Verhaltensmuster gestürzt, die ich heute nach und nach aufarbeiten möchte.

    Bin die Angi 56 Jahre alt und seit dem 18.8.2012 wieder trocken, es ist einfach so passiert mit dem aufhören, mir ging es körperlich Magen-Darm so schlecht, das ich gerne auf Essen und Trinken verzichtet habe, ohne mir Gedanken darüber zu machen was mir schlimmes passieren könnte, denn ich hatte mich ja lange nicht mehr mit Entzug auseinander gesetzt und auch keine Informationen mehr darüber eingeholt.

    Ich hatte viel Glück, so muß ich das benennen das mir nichts passiert ist,
    bitte so sollte es wirklich keiner machen, der es selbst bestimmen kann!!!

    Bin nicht stolz auf meine Leistung!!!!!

    Mir fällt es auch noch sehr schwer, den Gedanken an Alk zu verdrängen...die innere Uhr schlägt dauernd und fordert stetig...bisher kann ich gut widerstehen.

    Am Mittwoch den 12.9.12 habe ich jetzt zum ersten Mal einen Arzt Termin um mal ein großes Blut-Diabetes-Leber...Bild zu machen und nach den Ergebnissen, werde ich die Karten auf den Tisch legen und bei Bedarf ärztliche Unterstützung ins Auge fassen, ich denke ich werde es wohl brauchen!

    Ich habe im Leben schon viel versäumt, es gilt vieles nachzuholen :roll:

    LG Angi