Wow, das geht wirklich zügig bei Dir duza32, also ich glaube ich würde ihm das vorher sagen oder doch zumindest andeuten - Du musst ihn aber natürlich besser kennen.... am besten wäre aber sicher, bevor Du es ihm sagst oder bevor er den Brief bekommt, einen kleinen Notfallplan zu erstellen: das, was hier im Forum auch öfter vorgeschlagen wird: wichtige Papiere und Notfalltasche packen und außer Haus deponieren (und schon mal überlegen, wohin es Notfalls gehen könnte) für den Fall dass die Lage außer Kontrolle gerät....Du fühlst Dich dann sicher auch besser und stärker.....
Ich drück die Daumen....viel Kraft!
Beiträge von liebeskind
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Hallo Miasia, ob das mit dem Ausquartieren ins Hobbyzimmer wirklich etwas hilft weiß ich nicht - mir erscheint es aber doch eine erste Maßnahme zur Abgrenzung. Auch wenn Du eigentlich keinen speziellen Anlass brauchst sondern jedes Recht hättest, es gleich zu tun: ich kann Dich gut verstehn....solche "Maßnahmen" bring ich auch nicht fertig wenn grad alles einigermaßen "normal" ist. Das geht nur beim nächsten Aussetzer. Ich würde es ihm aber nicht so groß ankündigen, sondern dann einfach tun.....
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Hallo Miasia, wie so oft hier im Forum geschrieben, ausgesprochene Drohungen müssen unbedingt umgesetzt werden! Natürlich bin ich auch nicht diejenige die immer 100% konsequent wäre (sonst hätten wir die Probleme nicht, oder? :-)) - d.h. ich spreche "Drohungen" meistens nicht aus, nehme mir aber vor, zu handeln. Ich habe es kürzlich geschafft, ihn auf einer Party einfach stehen zu lassen und mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Ohne Vorwarnung. Das hat ihn schon beeindruckt - aber ich weiß, das ist nur ein winzigster Schritt und so weit bist Du ja auch längst wie mir scheint......
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Gut von Dir zu hören, TimeIsAHealer, ich glaube einige hier haben sich schon Sorgen oder doch wenigsten Gedanken gemacht wie es Dir wohl geht :-). Viel Spaß im Kloster ist vielleicht der falsche Wunsch - aber Du weißt sicher wie das gemeint ist....bin neugierig auf den Bericht.
Liebeskind -
Hallo Miasia, Dein Thread hier ist wirklich gut. Ich finde, "unsere" Situation wird hier in so wenigen Worten so deutlich und es finden sich auch wirklich gute Gedankengänge und praktische Ansätze hier (Schmetterlingsfee, Danke). Ich habe viel gelernt, seit ich mich im Forum hier herum treibe. Ich fahre nächste Woche auch in Urlaub mit "ihm" - und obwohl ich mir fast sicher bin, dass er im Urlaub trocken bleibt (war bis jetzt mehrfach so), nehme ich mir quasi als Reißleine und Versicherung ganz fest vor, einfach nach Hause zu fahren und ihn sitzen zu lassen, falls es zu einem Aussetzer kommt. Ich lebe sowieso derzeit dauernd mit einem "Plan B" im Kopf, was mir einigermaßen hilft, cool zubleiben.
Liebe Grüße
Liebeskind -
Trockenzeit Tag 16. Danke an alle für die Antworten. Ich habe das natürlich nicht kommentarlos stehen lassen und wir haben am wochenende ausführlichst wieder und wieder diskutiert. Er ist sehr klar und hat seine Aussagen revidiert bzw. umformuliert. Ich konnte auch nochmal drastisch beschreiben wie ich mich fühle wenn er trinkt.... er schämt sich. Ich fühle wie ich mich wieder mehr auf ihn "einlasse", ihm wieder vertrauen möchte. Sehr schwer, dem zu widerstehen.
Ich denke ich muss ihm die Chance mit der Therapie geben.....für den nächsten "Aussetzer" lege ich mir aber eine Strategie zurecht..... -
Trockenzeit Tag 13. Er sucht sich einen Therapeuten und ich darf/soll auch mit hingehen. So weit so gut. Wir führen Gespräche die sehr tief gehen und teilweise sehr sehr schmerzhaft sind.
Was mich wahnsinnig macht: " ich war quasi die letzten zwei Jahre der Grund (bzw. Entschuldigung) für ihn zu trinken (Enttäuschung weil ich ihn anfangs betrogen hatte, ihm nicht genug Platz im Leben einräume etc.) - und nun bin ich der Grund nicht mehr zu trinken. Zitat: er muss sich sagen, "Sie ist es nicht wert, dass ich wegen ihr saufe". Das tut so fürchterlich weh....auch in nüchternem Zustand kann er nicht erkennen und zugeben, dass ich nur die Entschuldigung geliefert habe.... Ich bin wütend und enttäuscht zugleich und trotzdem nährt die angesagte Therapie die Hoffnung, er könnte diesen Irrsinn selber realisieren.....
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Hallo Taro,
gibt es etwas Neues? Wie war das Wochenende? Mich würde das auch sehr interessieren, mein Partner hat eingewilligt, sich Hilfe durch einen Therapeuten zu holen und wir werden da auch gemeinsam antanzen.....
Liebe Grüße
Liebeskind -
Ich arbeite jetzt hauptsächlich an meiner wichtigsten Beziehung: der Beziehung zu MIR SELBST - ich muss es schließlich bis zum bitteren Ende mit mir aushalten

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Danke Matthias, das sollte er wohl.....aber ich bin inzwischen so weit, dass er das mit sich selbst abhandeln muss, ICH kann ihn zu absolut nichts zwingen.
Er ist noch immer "trinkfrei" derzeit und ich habe damit zu kämpfen, meinen mühsam erworbenen Schutzwall aufrecht zu erhalten weil er so wunderbar ist, wenn er nicht trinkt und ich dann immer viel zu schnell vergesse..... -
Mitzu, Deine Geschichte geht mir furchtbar nah. Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt dem Drama ein Ende zu setzen. Ich bin fest überzeugt, dass Du das kannst. Ganz cool und bestimmt wirst Du ihn stehen lassen. Dein Geburtstagserlebnis ist glaube ich wirklich so ein bisschen der Versuch, Dir nur noch deutlicher vor Augen zu halten, dass er es nicht wert ist, oder? Im Grund hast Du gewusst, dass es so kommen wird - und trotzdem oder gerade deswegen hast Du Dich so angestrengt, oder?....ich kenne dieses Verhalten von mir selbst. Ich warte (ich trau mich fast nicht zu schreiben "hoffe") manchmal richtig gehend auf einen "Aussetzer" von ihm - nur um erst Recht einen (weiteren) Grund oder Beweis zu bekommen, dass es nicht mehr geht. Leicht masochistisch (Quälendes :-)) Vielleicht liege ich bei Dir auch falsch....ich drück Dir die Daumen......ganz fest....Du musst es schaffen
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Auch wenn ihr mir die letzte Illusion raubt, Danke! Vielen Dank!! Ich brauche euch! Ich muss auf dem Boden bleiben bzw. erst mal auf den Boden kommen......
Eine Frage zum "körperlichen Entzug".... nachdem er ja wirklich lange Trinkpausen machen kann (ich merke dann, dass er die ersten ein, zwei Tage zittert, stark schwitzt etc., dann ist es aber vorbei)..... muss/müsste er dann trotzdem noch einen körperlichen Entzug machen wenn er wirklich trocken werden will? - Ich weiß, die Frage allein zeugt schon wieder davon, dass ich (noch) nicht aufgeben kann.... -
Hallo Mario77, danke für die Antwort. Ja, er ist in den Trinkpausen immer erstaunlich klar und anhänglich und verliebt. Er weiß auch, dass er etwas unternehmen muss (sagt er) und dass es VON IHM ausgehen muss und er es FÜR SICH tun muss....nicht mir zuliebe oder unter meinem Druck. Er hat mir aber auch gesagt, dass er Angst hat, sich dann zu verändern - und zwar so zu verändern, dass das auch unsere Beziehung stark beeinflusst und gefährden könnte....
Es macht mich so traurig. Er spricht davon, dass er dann wohl "egoistischer" werden würde, mehr selbstbezogen (er hat schon mal 4 Jahre nicht getrunken).... will er mir damit nur Angst machen? Oder hat er tatsächlich selbst Angst? .... ich lese ja auch immer wieder ähnliches im Forum hier: Die derzeitige Trinkpause dauert nun schon wieder 9 Tage und ich ertappe mich dabei, wieder Hoffnung zu schöpfen, mich wieder stärker auf ihn einzulassen und lauere doch gleichzeitig schon wieder auf den nächsten Absturz..... -
Dieser Thread hier ist wirklich sehr berührend. Wer kennt das nicht, diese grenzenlose Einsamkeit die man fühlt, wenn man eigentlich einen wunderbaren Moment hat - ihn dann aber nicht "teilen" kann. Ich schreibe schon viele Jahre Tagebuch - mir hat das immer enorm geholfen - grade auch in diesen einsamen Momenten. Das Forum hier ist natürlich ein ähnliches Instrument, sogar noch besser, wenn man so gute, aufbauende Antworten bekommt.
Klarheit : ich war schon viele Male allein im Urlaub und kenne diese Momente zur Genüge. Auch wenn man diese fürchterlichen "Durchhänger" hat, so gibt mir doch die Tatsache, dass man das allein und selbstbestimmt macht immer wieder auch enormes Selbstbewusstsein und Stärke. Manchmal heule ich Rotz und Wasser und weiß im tiefsten Innern dann doch, dass es bald wieder besser werden wird.....
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Ach, Renate0, Du hast ja soooo recht! Seufz :-). Aber ich bin tatsächlich offensichtlich noch nicht so weit.... Aber was man hier im Forum ja auch lernt: Schritt für Schritt gehen, nicht zu viel auf einmal wollen. Also nehme ich mir jetzt vor, was Du auch geschrieben hast: Grenzen setzen. 1. Wenn er trinkt will ich nichts von ihm sehen und nichts hören. 2. Wenn ich realisiere dass er trinkt und fährt mache ich schluss..... (das widerspricht sich jetzt ein klein wenig und ich muss selber lächeln....
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Hallo TimeIsAHealer, ich schaue auch bei Dir vorbei. Du kennst inzwischen ja auch meinen Thread
- danke nochmal für die Anteilnahme.
Meine Güte. Willst Du ihn wirklich wieder sehen? Und damit wieder vieles aufreißen was grad mal aufgehört hat zu bluten? Ratschläge kann ich natürlich nicht geben, nur die Daumen drücken - ich bin zwar praktisch doppelt so alt wie Du aber trotzdem nicht gescheiter :-). -
Sehr interessant für mich sind weitere Parallelen die ich hier im Forum entdecke: anscheinend neigen viele der alkoholkranken Männer über die hier geschrieben wird, zu diesen "Übertreibungen", seeehhhr großen Gefühlen - auch in nüchternem Zustand. Einerseits konnte ich diese großen Gefühle und damit verbundenen Liebesschwüre, Komplimente etc. am Anfang unserer Beziehung gar nicht so ernst nehmen.....auf der anderen Seite haben sie mich trotzdem schwer beeindruckt. Allein, dass sich jemand DERART um mich bemüht, mich auf eine Höhe, auf einen Stellenwert in seinem Leben hebt, den ich vorher nicht kannte. Ich habe diese Eigenschaft bis jetzt eigentlich nicht mit seiner Sucht in Verbindung gebracht, frage mich aber langsam, wie "echt" das alles war/ist...... Was meint ihr?
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Vielen lieben Dank TimeIsAHealer, ich habe gestern praktisch Deinen gesamten Thread gelesen und habe mich natürlich auch darin wieder gefunden. Das tut wirklich gut.
Das mit der ständigen Anspannung stimmt. Wenn ich mit ihm in Urlaub bin - oder eben auch an den Wochenenden - ist er sehr "verlässlich", sogar wenn er trinkt (dann eben wirklich nur wenig). Dann entspanne ich auch mal. Sobald der Alltag da ist, wirds schwieriger. Am schwierigsten dann wenn ich weg bin - auf Dienstreise und womöglich über Nacht. Dann ist die Chance, dass er trinkt sehr groß. Was mir natürlich Reisestress in absolut ungeahntem Ausmaß verschafft.
Am schlimmsten ist es, wenn ich "für mich" wegfahre, Freunde oder Familie besuche oder ein paar Tage alleine zum Wandern gehe (was ich liebe). Dann stürzt er ab. Dann bekomme ich Hass-sms dass er genug von meinen Ego-Trips hat und und und..... ich bin in Dauer-Anspannung - und ich muss zugeben, dass mir das jede Reise vergällt, auch wenn ich mich nicht ganz davon abhalten lasse....
Schon beim Schreiben und dann Lesen der eigenen Zeilen merke ich, wie absurd das alles ist - sich sooooo etwas gefallen zu lassen.... -
"Wir" sind wieder mal in trinkfreien Tagen. Gestern abend zusammen spazieren gegangen in den Biergarten (Wasser und Schorle, auch ICH trinke natürlich nichts). So etwas wie Harmonie. Er fragt, ob ich immer noch wütend bin. Ich: nein, aber ich muss erst wieder Vertrauen in ihn fassen. Dabei weiß ich wirklich nicht mehr, ob ich das noch kann bzw. will. Die nächste Enttäuschung wartet um die Ecke. Das macht traurig.
Heute morgen: zusammen aufwachen, er beginnt ab morgens um 6 zu husten, geht dann eine rauchen, kommt wieder ins Bett.... ertappe mich dabei, daran zu denken, wie schön die Stille letzte Woche war, als ich mal (wieder nach langem) einige Morgen im Bett für mich allein hatte. Ist das egoistisch? Ist das inakzeptabel in einer Partnerschaft - ganz egal ob er nun ein Alkoholproblem hat oder nicht? Ich weiß, das gehört vielleicht nicht hierher....nur so ein Gedanke. -
Ich merke, dass das Forum mir hier gut tut. Danke, dass es sowas gibt.
Nachdem er Mittwoch bis Freitag mal wieder getrunken hat, habe ich versucht, mir für das Wochenende schon mal "Plan B" zurecht zu schneidern. Samstag früh war aber wieder "alles gut"....und das Wochenende ging alkoholfrei über die Bühne. Wir haben (mal wieder) über alles gesprochen, auch meine Wut und meine empfundene Hilflosigkeit etc. etc.
Meine Gefühle sind sehr widersprüchlich. Einerseits will ich ihn einfach (noch?) nicht aufgeben, andererseits bin ich dermaßen desillusioniert.... es ist einigermaßen komisch. Ich wünsche mir auf der einen Seite, dass er "es schafft" - auf der anderen Seite warte, ja s e h n e ich mich fast nach seinem nächsten Absturz.....das ist pervers, oder? Ich nehme mir dann vor, das nächste Mal lasse ich ihn stehen, sage ihm ich will eine Pause bis er etwas unternimmt etc..... Vielleicht liegt das auch daran, dass ich so etwas wie einen Tiefpunkt "erzwingen" möchte, ihm einen Schock versetzen möchte, der ihn dann zur Raison bringt....ich weiß es nicht.....Obwohl wir lange gesprochen habe, bringe ich auch meine "Wut" auf ihn nicht los....ich bin ein sehr beherrschter Mensch, schon immer gewesen. Ich streite mich nur ungern, werde niemals laut..... er ist der einzige Mensch den ich vor lauter Hilflosigkeit und Wut (ich wage es fast nicht zu schreiben) geschlagen habe. Es ist schon einige Monate her - aber ich habe ihn in der Zeit mehrfach sturzbetrunken vorgefunden. Dann ist er unerträglich, richtig fies - und natürlich ist es völlig sinnlos, in dem Moment irgend etwas erreichen zu wollen. Bei mir sind dann zweimal richtig gehend die Sicherungen durchgebrannt...d.h. ich habe auf ihn eingeschlagen, mit der Faust auf seinen Arm, seine Brust...mit der Fußspitze auf seine Beine.... dafür habe ich mich natürlich fürchterlich geschämt....gott sei Dank ist es mir seither gelungen, mich stattdessen einfach auf dem Absatz umzudrehen und zu gehen, auch wenn ich dann in den folgenden Stunden vor lauter Angst um ihn und Wut in mir Herzflattern hatte.....