Beiträge von rote Bete

    Hallo Mark!

    Herzlich willkommen hier im Forum. Ich freue mich für Dich, das Du nach dem Rückfall im Mai so schnell wieder die Kurve bekommen hast. Das schaffen glaube ich nicht viele.

    Guten Austausch wünsche ich Dir!

    Gruß
    rote Bete

    Hi Blue Cloud!

    DU PUPST? :shock::mrgreen: Das hätte ich jetzt nicht gedacht ;)

    Zitat von BlueCloud

    Ich finde es schon sehr traurig, wenn etwas, was noch gar nicht richtig begonnen hat, wieder endet - eben weil ich weiß, was mir wichtig ist.

    Du hast jetzt die Reißleine gezogen - richtig, wichtig und gut. Das Dir schon immer klar ist was Dir wichtig ist - da hast Du mir etwas voraus. Ich musste das erst wieder erkennen und lernen.

    Wobei mir immer ganz warm ums Herz wird, wenn sich sehr bedagte Leute noch mal auf eine Liebe einlassen z. B. im Altersheim. Für mich immer ein Trost, das man jederzeit an jedem Ort Zweisamkeit finden kann wenn man denn möchte.

    Wie hat denn Dein Partner auf Deine Entscheidung reagiert? Oder willst Du darüber nichts schreiben?

    Gruß
    rote Bete

    Zitat von BlueCloud

    Meine Aufgabe wäre es die ganze Zeit gewesen, auch mal in diese Ecke zu schauen - worauf ich aber nie gekommen bin - ich ging immer davon aus, dass das, was so im ersten halben Jahr von sich preisgegeben wird, auch zutrifft - hinterfragte dies auch nie.

    Hallo Blue Cloud!

    Das zitierte trifft auch mein Verhalten bei Beziehungen zu. Ich dachte wirklich immer Menschen verhalten sich "normal/authentisch" am Anfang einer Beziehung weil ich mich selber nicht verstelle - ich sehe da keinen Sinn drinn.

    Aber ich denke schon das Dich diese Beziehung auch weiterbringen wird. Meine Meinung dazu ist, dass man an jeder Partnerschaft reifen kann, man findet raus was einem wirklich wichtig ist. Auch wenns bei mir länger gedauert hat :wink:

    Vielleicht habe ich zuviel von meinem Erleben geschrieben... ich wollte nur sagen, das Du einen gefassten Eindruck machst - das freut mich für Dich.

    Gruß
    rote Bete

    Hallo Hercule!

    Wie gehts?

    Ich gönne mir die Ruhepausen jetzt ganz bewusst. Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten damit mich tagsüber einfach mal ne Viertelstunde auf die Couch zu legen, aber das tut gut und ist allemal besser als das ach so entspanndende Gläschen Weinchen (Ironie).

    Insgesamt bin ich aber viel belastbarer geworden und die kleinen Pausen sind nichts im Gegensatz zu den versumpften Stunden mit Alkohol.

    Geh doch mal zum Arzt, der tut nix außer ein bischen picksen :wink:

    Gruß
    rote Bete

    Hallo Schnuffig!

    Toller Thread und eine schöne Idee.

    Wir sind nicht so die "Konsumrauschbegeisterten" und arbeiten gerne alte Möbel auf, also nicht unbedingt reparieren mehr renovieren :lol:

    Also wenn ich mal wieder was "heile" gemacht habe, schreibe ich das sicher hier rein.

    Lieben Gruß und einen schönen Restfeiertag!
    rote Bete

    Hallo Herr Rossi!

    Schön, das Du Dich auch hier vorgestellt hast. Herzlich willkommen!

    Herr Rossi sucht das Glück? Du bist auf dem besten Weg dahin :)

    Ich bin heute auch schon seit 6.00 Uhr wach - kein Vergleich zu den Saufzeiten, Du hast es ja beschrieben.

    Im Gegensatz zu Dir fand ich aber die "nicht-trinkende-Front" lange Zeit als spießig und langweilig. Diese Normalität habe ich mir erst in den letzten Monaten gewünscht. Gute Entscheidung!

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim trocknen!

    Gruß
    Rote Bete

    Hallo Ihr - Guten Morgen!

    @ Jürgen: Ist schon erstaunlich wie unterschiedlich man das von Dir zitierte auffassen kann. Für mich sagt diesen Satz nur jemand der länger, zufrieden abstinent ist - mit allen Höhen und Tiefen die das Leben mit sich bringt trocken zu bleiben. Ich bereue auch keinen Tag meiner Abstinenz obwohl ich nicht nur durch rosige Zeiten durch bin in den letzten Monaten.

    @ Bruce: ich hatte auch Verständnisprobleme, lasse es jetzt aber mal so stehen.

    @ Matthias: Danke für die Wünsche, Dir das Gleiche :) Die Hobbys entwickeln sich wirklich erst langsam wieder. Ist auch in Ordnung so - von einem Exzess (saufen) in den nächsten z. B. hektische Betriebssamkeit wollte ich ich nicht stürzen. Ich versuche bei vielen Dingen geduldiger zu sein.

    @ Pink-Lady: Ich danke Dir fürs Daumendrücken - hat was gebracht :D Alles in Ordnung. Jetzt kann ich wieder mein moderates Sportprogramm aufnehmen.

    Nachdem nun gestern der vorerst letzte Termin war der mir nicht aus dem Kopf gehen wollte und mich "blockiert" hat, versuche ich nun wirklich wieder etwas entspannter zu werden.

    Wenn meine Eltern im Sommer da sind, kommt meine Tagesstruktur immer sehr durcheinander. Das ist erstmal die letzte große Baustelle die ich noch angehen möchte. Mich von den Erwartungen meiner Eltern noch mehr zu lösen und nicht nur Dinge die mir wichtig sind durchzuziehen, sondern auch locker dabei zu bleiben, grübeln und schlechtes Gewissen auf ein gesundes Maß zurückfahren - nicht einfach die Übung, aber auf dieses Auf und Ab jedes Jahr in meiner Gefühlswelt habe ich keine Lust mehr.

    Habt einen schönen, trockenen Tag - tut Euch was Gutes!
    LG
    rote Bete

    Hallo Ihr!

    Hallo Pink-Lady!

    Du sprichst das Thema Veränderungen an: Ich/wir habe auch Veränderungen vorgenommen nachdem wir nun das erste Glas stehen lassen. Ich bin Abends kaum noch im Internet, gehe im Supermarkt wenn möglich nicht durch die Alk-Abteilung, Kneipen waren eh nie meins, aber ich würde mich keiner Situation aussetzen wo viel getrunken wird. Solche Dinge sind mir wichtig und für mich auch nötig. Wir zappen z. B. abends jetzt durch das wirklich miese Fernsehprogramm und komentieren alles sehr sarkastisch bis wir selber über uns lachen müssen. :lol:

    Malen geht im Moment gar nicht, das ist noch viel zu sehr mit Wein verbunden. Irgendwann traue ich mich da aber wieder ran, weil es mir viel bringt. Zum Bücher lesen habe ich bis jetzt noch nicht wieder den Einstieg gefunden. Ich werde mich heute mal "zwingen" und ein paar Seiten zu lesen, mal sehen was passiert. Unser neuestes Hobby ist "Extrem-sparen" :wink: Wir müssen noch (im Rahmen) klar-Schiff bei den Finanzen bekommen, also Ausflüge, Kino o. ä. sind leider im Moment nicht drinn.

    Am Montag habe ich einen Termin beim Kardiologen. Mir ist mulmig vor dem Termin, meine HA hat mir vor 3 Wochen gesagt ich soll mal ein kaum zu hörendes Geräusch abklären lassen :( Das habe ich seit dem immer im Hinterkopf... aber wenns bedrohlich wäre hätte sie mich sicher gleich ins KH geschickt? Abwarten und Tee trinnken, aber oft habe ich den Gedanken: hoffentlich habe ich nicht zu spät mit dem saufen aufgehört...

    Hin- und hergerissene Grüße, macht Euch ein schönes, trockenes Wochenende!
    rote Bete

    Hallo TT!

    Du schreibst Du glaubst nicht an Dich... und etwas von einfach weitermachen? Wenn Du durch dieses Tal durchgehst, wird das Deinem Selbstbewusstein und Selbstwertgefühl einen enormen Schub geben.

    Wenn ich Saufdruck oder diese Leere verspüre frage ich mich ob ich leben oder früh sterben will. Kennst Du das Buch: Veronica beschließt zu sterben? Der Titel ähnelt Deinem Thread-Titel. Mir hat das Buch geholfen aus der ewigen Spirale der Depression ein wenig raus zu kommen.

    Lieben Gruß, bleib trocken - für heute
    rote Bete

    Hallo Ihr!

    Danke für die lieben Willkommensgrüße! Was ich als sehr angenehm empfinde hier ist das sich hier nur trockene Alkoholiker austauschen. Wenn ich schreibende Nassen lese, kann ich damit zur Zeit nicht gut umgehen. Das wäre mir zu nah drann...

    @ Pink-Lady: Beileid zum Tod Deiner Mutter. Da ist sicher noch eine Menge zu bearbeiten kann ich mir vorstellen. Ich denke das braucht Zeit und ist sicher nicht leicht aufzudröseln wenn Ihr beide abhängig wart. Wie Dein Vater reagiert hat finde ich herzlich.

    @ schnuffig: ich musste lachen bei Deinem Beitrag. Ich hatte mir eine Häkelanleitung für Eierwärmer aus dem Netz runtergeladen. Auch super häßlich und etwas was die Welt nicht braucht, aber lustig :lol: Ich sollte das mal machen. Warme bunte Farben helfen wirklich etwas.

    @ Dante: Meine Eltern waren ja ein paar Wochen im Sommer in der Stadt und hier wurde nichts getrunken. Wir wissen von unserer Abhängigkeit von Alkohol schon immer.

    Vom trockenen Weihnachten wissen sie noch nichts. Das hat noch Zeit, wichtig war meine Entscheidung dazu. Das ist hier unser Zuhause mit meinen/unseren Regeln. Sie hat es zu aktzeptieren. Für mich ist es mehr ein Problem auf mein inneres zu hören und genau zu BENENNEN was mir gut tut und was nicht.

    Ich komme aus einer Alkoholiker - Familie, ich bin mit dem Alkohol aufgewachsen. Mit Verletzungen, Vernachlässigungen und dem ganzen Kram. Das kommt bei solchen Entscheidungen die ich für mich treffe und die zu MEINEM besten sind immer noch hoch und kosten Kraft. Vielleicht schreibe ich das irgendwann ausführlicher, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Vielleicht auch mehr ein Thema für die Therapie.

    ______

    Gestern habe ich im Stau mittags ein junges Pärchen beobachtet. Beide sahen aus als hätten sie 3 Tage durchgemacht, er noch mit einer Flasche in der Hand, sie konnte sich kaum auf den Beinen halten. Beide machten den Eindruck Wert auf Äußerlichkeiten zu legen, aber die Sucht hatte sich schon tief in ihre Gesichter gebrannt. Müde, krank und kaputt - traurig anzusehen und ich war innerlich dankbar das ich nüchtern bin.

    Vielleicht werden sie ihren Weg da raus noch finden, wer weiß, aber in diesen paar Sekunden ratterte es in meinem Gehirn gewaltig.

    In den letzten Tagen habe ich mir überlegt was ich ändern möchte/sollte um zufrieden zu bleiben, aber im Moment spüre ich da keinen großen Drang irgend etwas zu überstürzen oder kann es einfach zur Zeit einfach nicht ändern. Es ist OK so wie es jetzt ist. Ich komme nach den stressigen Wochen wieder etwas zur Ruhe und genieße es. Die Tage vergehen nüchtern mit den alltäglichen Freuden und Sorgen so herrlich normal.

    Habt einen sonnigen, trockenen Tag!

    Lieben Gruß
    rote Bete

    @ sven: Danke, gefunden :)

    Hallo Ihr!

    Alle schlafen noch und ich sitze in der Küche mit meinem Kaffee und sehe der Sonne zu wie sie aufgeht, habe klare Augen und bin fit. Schön...

    Zuerst wollte ich gar nicht so viel schreiben, aber nun habe ich doch das Bedürnis ein paar Gedanken festzuhalten.

    Ich habe schon Trinkpausen eingelegt und frage mich was diesmal anders ist. Beim umsetzen meiner Wünsche und Bedürnisse stelle ich große Unterschiede fest. Ich plane länger und besser vor.

    Mir hat z.B. Weihnachten große Sorgen gemacht und Druck aufgebaut. Meine Eltern wohnen nicht in Deutschland und kommen (Ferienwohnung) zweimal im Jahr zu Besuch. An Weihnachten haben wir bis jetzt immer sehr viel getrunken, mich hat der Gedanke angewiedert Besoffene um mich rum zu haben an diesem Tag.

    Also habe ich klar gesagt: kein Alkohol an Weihnachten, nicht nur für mich nicht, für keinen. Punkt! Meine Mutter ist selbst schwer abhängig. Ich hatte nun die Wahl: sie betrunken oder auf Entzug. Ich habe mich entschieden.

    Alleine die Entscheidung hat mir eine große Last von den Schultern genommen. Für mich ist es einer der größeren Aufgaben mich an erste Stelle zu setzen. Keine Kompromisse!

    Einen Satz möchte ich hier noch festhalten den ich gelesen habe: "Ich habe noch niemanden getroffen, der seine Trockenheit bereut hätte." Dieser Satz irgendwie berührt und mir geholfen.

    Es ist erstaunlich was wir diesen Sommer nüchtern geschafft haben. Langsam habe ich wieder das Gefühl zu leben.

    Habt einen wunderschönen, trockenen Sonntag! Vielleicht habe ich etwas wirr geschrieben, aber um die Uhrzeit funktionieren meine Gehirnzellen auch nüchtern noch nicht so gut ;)

    Lieben Gruß
    rote Bete

    Guten Morgen Pink-Lady!

    Jetzt habe ich Deinen Thread gefunden, na ja logisch sonst könnte ich hier nicht schreiben :lol:

    Ich freue mich sehr für Dich, das Du Deinen Weg so zielsicher gehst und habe ein gutes Gefühl dabei wie es sich bei Dir entwickelt. Die Abstinenz zu würdigen und nicht dem Alkohol hinterherzutrauern ist glaube ich ausschlaggebend für eine zufriedene Abstinenz. Ich denke wir verlieren nichts, sondern sind gut zu uns.

    Raucht Deine Tochter weiterhin nicht?

    Lieben Gruß und nochmal gratulation zum ersten von noch hoffentlich vielen trockenen Sommern.

    rote Bete

    Hallo Ihr, Hallo Pink-Lady!

    Danke Dir fürs willkommen heißen! Ich glaube für rote Bete gibts tausend Schreibweisen. Für die Schweizer: soweit ich weiß sind das Randen :) seeehr lecker, ob als Saft oder so.

    Ich lese ja hier schon eine Weile mit und aus vielen Beiträgen konnte ich was für mich rausziehen. Einiges hat mich zum nachdenken gebracht, anderes konnte ich für mich nicht annehmen.

    Ich habe einges geändert was die Grundlagen betrifft: z. B. kein Alkohol im Haus (waren die typischen "zu-Hause-Trinker", seit einiger Zeit wieder Hilfe durch Therapie.

    Wirklich ausfüllen musste ich die dazugewonne Zeit nicht. Im Sommer haben wir immer ganz gut zu tun. Die letzten Wochen waren auch geprägt von der Sorge um meine Mutter. Sie hatte eine Netzhautablösung und musste als Notfall im Krankenhaus mehrfach behandelt werden. Bei mir wurde ein stark erhöhter Wert der weißen Blutkörperchen festgestellt und ein paar Tage war ich bis zur zweiten Blutabnahme völlig durch den Wind. Also von Langeweile ist nicht zu reden... :wink:

    Bei all dem aber nie der ernsthafte Gedanke ans Trinken gehabt. Ich bin im Nachhinein sehr, sehr froh nichts getrunken zu haben. In was für ein tiefes Tal wäre ich sonst wieder gerutscht?

    Ich habe im Moment etwas Bedenken wegen der kalten, dunklen, grauen Zeit die jetzt wieder kommt. Es wird Zeit die nächste große Hürde zu nehmen...

    Habt einen schönen Abend!

    Lieben Gruß
    rote Bete :)

    Hallo Ihr!

    Nachdem ich hier schon eine Weile still mitlese habe ich angemeldet und möchte mich kurz vorstellen:

    Ich bin eine W, 45 Jahre alt, mit Lebensgefährtem und zwei Katzen. Seit dem 21.05.12 nun stabil trocken und froh darüber.

    Im Mai ging es nicht mehr - nach langer Zeit des Wissens um die Sucht haben wir einen Schlussstrich gezogen. Ich werde hier meinen Weg beschreiben, meinen Freund lasse ich soweit es geht außen vor. Er muss mit der Trockenheit seinen eigenen Weg finden. Jeder für sich, doch herzlich verbunden kann man es wohl nennen.

    Ab und an kommt der Gedanke an Alkohol hoch, am Anfang heftig jetzt wird es milder. Im Sommer musste ich so einige stressige Situationen durchstehen ohne Alk. Und es war gut! Nüchtern alte und neue Empfindungen zu erleben bringt mich weiter und macht mich zufrieden.

    Das Leben kann tödlich sein :wink: aber eins ist mir sehr bewußt: mit Alkohol ist es tödlicher.

    Jetzt werde ich mal bei Euch lesen gehen. Habt einen schönen, trockenen Tag!

    Gruß
    rote Bete