Beiträge von Georg66

    Einen schönen "Guten Morgen" der Fadenspringerin,

    danke für den Blitzbesuch in meinem Haus. Bin zu der Zeit zwar grad aufgestanden, hab Dich aber dennoch verpasst. "Wusch und weg" ging zu schnell :cry:.

    Es HÖRT sich vielleicht alles gut an, aber es IST noch lange nicht alles gut. Das Leben ist jedoch (hoffentlich) noch lang und was sollte ich denn tun, wenn ich jetzt schon fertig entwickelt wäre :?:

    Jump for you!

    Knusi 8)

    Guten Morgen Zotti,

    Zitat von Zotti

    Sonntag sind dann doch schon 4 Wochen rum, wie schnell die Zeit vergeht!?


    In der Tat, die Tage rasen nur so dahin, das Thema hatte ich grad gestern Abend "bei mir" (in meinem Haus hier :wink:).
    Wir laufen ja im Gleichschritt. Und wie Du schon schriebst: Die Richtung ist klar, es geht vorwärts.
    Sind bei Dir am Sonntag vier Wochen um, so sind sie es bei auch. Wenn ich Dir weiterhin gutes Durchhaltevermögen wünsche - sagen wir mal bescheidenerweise für die nächsten 24 Stunden - so ist das auch ein Wunsch für mich.

    Auch ich kann sagen:

    Zitat von Zotti

    Es läuft weiterhin alles super, das Kraftpäckl und der Geduldsfadenverstärker sind gut verstaut in meinem virtuellem Notfallkoffer.


    Auch Deine Erfahrung mit dem Suchttherapeuten kann ich teilen. Nach dem ersten Termin Urlaub, dann wochenlang ausgebucht, zweiter Termin, dann krank, dann ausgebucht, nächste Woche dritter Termin. Wenn's da nicht den Geduldsfadenverstärker gäbe (Glück auf in den wilden Osten :wink:)...

    @Roswitha: Du bist ja zeitmäßig auch mit in unserem Bunde... Lustigerweise (?) hab auch ich nächste Woche einen Termin bei der Suchtberatung. Da werden dann schon Nägel mit Köpfen gemacht; sprich: der Antrag für eine ambulante Therapie fertig ausgefüllt. Auch Dir weiterhin gutes Gelingen. Du hast ja jetzt auch ein eigenes Haus hier, da komme ich Dich am Wochenende mal besuchen :wink:.

    Wünsche der werktätigen Bevölkerung einen guten Arbeits-Endspurt für diese Woche und allen anderen "ohne" ebenso einen erfüllten Freitag.

    Georg

    Guten Abend in die Runde...

    ...von der ich gar nicht weiß, wie groß sie eigentlich ist :?:

    Schön, dass das Wochenende greifbar nahe ist. Von Montag bis Freitag jeden Abend noch einen Termin nach der Arbeit - irgendwie ist das zuviel. Aber wenn ich's recht bedenke, sage ich das schon lange. Und knalle mir doch immer wieder jede freie Minute zu. Musste diese Woche z.B. noch einige Vereins-Artikel für unsere Webseite schreiben.
    Oft habe ich, bevor ich über ein "NEIN" überhaupt nachdachte, das JA" schon ausgesprochen habe. Bin aber lernfähig und durfte heute bei einem NEIN-sag-Test gewinnen - tschakka :)

    Jetzt bin ich gerade vom Elternabend meiner Tochter (15) zurückgekommen, bei dem es unter anderem um Sucht bei Jugendlichen ging. Ein Thema, was bei meinen Kindern zum Glück noch kein Thema ist. Dennoch schalten meine Ohren dabei ganz anders auf Empfang als früher. Hab mich in der letzten Zeit, seit ich mich ernsthaft mit meinem Alkoholismus auseinandersetze, öfter gefragt, wie ich damit umgehen würde, hätten meine Kinder ein Suchtproblem.

    Klar, dem nüchtern zu begegnen, wäre schon mal von Vorteil :wink: Aber darüber hinaus? Könnte ich ein solches Problem "dank" meiner Erfahrung schon in der Entstehungsphase erkennen? Wenn ja, was könnte ich tun? Als abschreckendes Beispiel wäre ich als "heimlicher" Spiegeltrinker nur bedingt geeignet. Bin ja eigentlich nie sternhagelvoll irgendwo von der Parkbank aufgesammelt worden.

    Außer dass ich eine gewisse Sehnsucht nach Ruhe, nach Innehalten verspüre (aber das noch kaum verplante Wochenende könnte eine gewisse Entschleunigung inkl. Saunabesuch bereithalten), bin ich frohen Mutes. Zehre auch noch ein wenig von der ehrlichen Freude einiger SHG-Kollegen ob meiner Fortschritte und von einer sehr herzlichen Umarmung eines quasi-Sponsors dort.

    Auch wenn das Leben gerade wieder ein wenig schneller läuft als ich; mit klarem, nebelfreiem Verstand werde ich auch diese turbulente Phase meistern und erkennen, dass ich wieder einen Gang zurückschalten muss. Bis vor kurzem hätte ich die Flasche angesetzt, hochgeschaltet und hätte weiter über meine Kräfte gelebt.

    Danke für's Lesen und eine gute Nacht wünscht
    Georg

    Hallo Frank,

    ich meinte das Ganze etwas anders, hab's allerdings nicht so geschrieben. Vor meinem geistigen Auge zogen vorhin gerade Jugendliche vorbei, die mit Bier, Wodka...in der Hand über die Straße torkelten und in Richtung Diskothek grölten. So gesehen am letzten Wochenende in meinem Städtchen.
    Sie schaukeln sich gegenseitig hoch, jeder will den anderen übertreffen, Wochenende für Wochenende, und irgendwann ist es auch in dem Alter schon selbstverständlich, dass Alk immer und überall dazu gehört.

    Nein, mich hätten...

    Zitat von garcia

    ..martialische, finster dreinblickende Polizisten auch nicht abhalten...


    können vom Trinken. Auch o.g. Jugendliche würden sich nicht abhalten lassen. Aber es würde vll. ein klein wenig die öffentliche Saufnormalität reduzieren.

    Vormittägliche Grüße von Georg

    Guten Morgen zusammen,

    da ich an anderer Stelle gerade etwas über Polizisten (allerdings im Land des alten, neuen Präsidenten) schrieb, hier noch eine kleine Anekdote.
    Mitwirkende: zwei Polizisten meines Städtchens, zwei Kinder (meine) und ich.

    Gerade ist bei uns ein Rummel zu Gast. Mit einiger Überredungskunst schafft es mein Sohn, mich zum Besuch desselben zu bewegen. Aufgrund des Verkehrschaos beschließen wir, mit dem Roller zu fahren. Bevor wir starten, kommt Tochter 2 nach Hause, möchte unbedingt mit. Na gut, Skihelm auf und los geht's - auf dem kurzen Stück wird schon nix passieren. Doch keine 500 Meter später sehe ich im Rückspiegel Blaulicht, das Martinshorn spielt seine Melodie, das Schild "Bitte halten" wird ausgeklappt. Mist.
    Dann stellt mir zum ersten Mal im Leben ein Polizist die Frage, ob ich Alkohol getrunken hätte. Nö, heute nicht. Aha, ich solle doch mal pusten. Auch zum ersten Mal in meinem Leben.
    0,0 ‰
    Was für eine Genugtuung. Sie hätten so oft die Gelegenheit gehabt, mich zu erwischen.

    Doch halt: Genugtuung ist nicht angebracht. Eher Demut, Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass in all den Jahren nie etwas passiert ist, weder meiner Familie noch Unbeteiligten auf der Straße noch mir selbst. Dankbar für den immer mitfahrenden Schutzengel. Dankbarkeit, dass ich ihn DAFÜR jetzt nicht mehr brauche.

    Georg

    Good morning Goldmary,

    Zitat von MaryLou

    Na dann, congratulations Mr. President !!! :)
    Puh, soo d...sind die Amerikaner dann doch nicht


    Dem kann ich mich voll und ganz anschließen.
    D... nicht, aber doch irgendwie anders.
    Hatte dort mal ein interessantes Erlebnis: Wir waren zur Hochzeit von Freunden in NYC eingeladen. Teil der Feier war eine Bootstour, wo es auch Alkohol gab. Als ich danach von Bord ging, hatte ich noch ein Glas Bier in der Hand. Kaum an Land, standen drei martialisch aussehende und finster drein blickende Polizisten vor mir und machten unmissverständlich, fast wortlos klar, dass Alkohol in der Öffentlichkeit nix zu suchen hat. Da denkst Du über keine Entgegnung mehr nach...

    Eigentlich schade, dass es das bei uns nicht gibt.

    So, happy at work and read you soon
    George

    Hi Vreni,

    verpass den Ampelmännchen-Shop in den Hackeschen Höfen nicht. Dort gibt's auch einen genialen Shake-Shop. 100 Prozent alkoholfrei. Eine Reichstag-Führung zu Beginn fand ich kürzlich super, um einen Überblick über viele Highlights zu bekommen und dann das weitere "sightseeing" zu planen. Auf den französischen Dom hoch - man genießt einen phänomenalen Rundblick...
    Die Second-Hand-Läden hattest Du Dir ja schon rausgesucht...

    Auch ich wünsche Dir aufregende, prall mit Eindrücken und Erlebnissen gefüllte Tage in Bärlin

    Eine gute Zeit wünscht Dir Georg

    Hi MaryOn,

    leider bin ich in der Vergabe von Nicknamen nicht annähernd so kreativ wie Du. Aber Namen sollen ja nur Schall und Rauch sein...
    Bin auch heute nur kurz angebunden, denn nach dem Arbeiten geht's wieder ins Eisstadion, Sohni abholen, dann zur Physio und schließlich warten als Tagesabschluss die Anonymen Alkoholiker. Ich möchte diesen Abend nicht missen, aber ich merke immer mehr, dass mir die Grundbausteine weniger schwer im Magen liegen als die zwölf Schritte. Irgendwie realitätsnaher, fassbarer...

    Wenn ich es recht bedenke, bin ich diese Woche von Montag bis Freitag jeden Abend unterwegs - irgendwie auch nicht gesund. Ist aber nicht jede Woche so krass. Aber spätestens am Wochenende kann ich mich hier wieder etwas öfter sehen lassen.

    In einem Deiner zahllosen Beiträge (und schriebst mir mal was wegen ich wäre schreibwütig - hoho :wink: hast Du kürzlich das Wort Saufdruck mit einem Fragezeichen versehen. Nein, selbiger ist grad überhaupt nicht präsent. Ich werde heute Abend wieder guten Mutes ins Meeting marschieren und die frohe Botschaft verkünden :lol:

    Ich find's klasse, wie gut Du die Huber-Brüder psychologisch "durchleuchtest" - ist mir irgendwie nicht so gegeben. Ich fand den Film zunächst ganz schnöde deshalb spannend, weil ich die beiden mal bei 'nem Diavortrag sah und einiges für's Klettern übrig hab. Dass es in dem Film dann auch noch um Krebs ging - na ja, war halt eine Parallele mehr.
    Auch hat mir der Film eine weitere Situation meiner Trinkerkarierre vor Augen geführt - angetrunken an der Kletterwand Kinder sichern. Fast weigern sich meine Finger, das in die Tastatur zu hämmern...

    Die "Spinnerei" am Abend hatte den Hintergrund, dass Tochter 1, die inzwischen richtig gut klettert, einen Vortrag über eine Erstbegehung durch die Brüder macht.

    Was mir auch super gefallen hat und was mir bei der Erziehung meiner Kinder extrem wichtig ist - dass sie als Geschwister zusammenhalten. Klar gibt es mal Streit, auch heftigen Streit, doch der Grundtenor "wir gehören zusammen" stimmt. Einer meiner größten Wünsche ist, dass sie auch als Erwachsene füreinander da sind, grad wenn es mal einem schlecht geht.

    Bis die Tage oder Nächte oder Stunden, mal sehn, wann der Alltag einen Gang zurückschaltet (na ja, wahrscheinlich muss ICH das wohl tun;-)

    Liebe Grüße

    Hallo Bruce,

    nur ganz kurz, da ich "eigentlich" gerade beim Arbeiten bin. Hab Dank für Deinen Willkommensgruß. Du kannst mich gern "zutexten" - was ich bisher von Dir gelesen hab, sprach von viel Erfahrung und Weitsicht und davon kann ich mir ja in diesem "Selbstbedienungsladen" gar nicht genug in den Einkaufskorb packen :wink:.

    Zitat von Bruce

    Ich habe auch mal so gedacht, aber erst als ich mich wirklich genau an diejenigen gehalten habe, die schon Jahre lang zufrieden trocken waren, hat es bei mir geklappt. Ich musste keinen Weg für mich neu erfinden, da ihn schon etliche vor mir gegangen waren. Und irgendwann ist dieser Weg dann zu meinem Weg geworden. Ich musste aber auch lernen zu akzeptieren, dass ich halt nicht notwendigerweise derjenige war, der am Besten wusste, was gut für mich ist.


    Nein, ich maße mir keinesfalls an, einen neuen Weg erfinden zu wollen. Wenn das so rübergekommen ist, war es ein Missverständnis - sorry. Was ich allerdings denke, ist: "Viele Wege führen nach Rom". Sprich in die Trockenheit. Die Verkehrsmittel und die Fahrgeschwindigkeit sind verschieden. Klar ist, dass man die Straßenverkehrsordnung (=Grundbausteine) einhalten muss.
    Aber der eine versucht's mit stop-and-go durch die trubelige Großstadt, der nächste tuckert ganz gemütlich mit 80 km/h auf der Romantik-Straße entlang, wieder ein anderer rast mit 160 km/h auf der Überholspur an allen vorbei.

    Schau, ich hatte nie Saufkumpane - Punkt erledigt. Alk zu Hause? Da meine Frau nix trinkt und ich nicht mehr will - kein Problem. Eltern zu Besuch: A-Saft statt Gerstensaft - akzeptiert. Dafür hab ich ein recht buntes und turbulentes Leben. Da komme ich manchmal etwas kurz und lebe dann "über meine Verhältnisse". War ein super Grund, die Flasche anzusetzen. Also große Baustelle für mich: Achtsamkeit, es mir gut gehen lassen, 80-20-Regel beherzigen.

    Ein anderer lebt vielleicht allein, musste sich von seinem ganzen trinkenden Freundeskreis verabschieden, hat aber alle Zeit der Welt, sich um sich zu kümmern. Sein Weg unterscheidet sich von meinem. Das Ziel ist das gleiche.

    Das meinte ich damit. Aus den von vielen Langzeittrockenen gegangenen Wegen das für mich Passende abschauen. Nichts neu erfinden.
    Ich hoffe, Du verstehst, was ich sagen will. Wenn nicht - einfach nochmal hier vorbeischauen. Heute gibt es Oolong mit Orangen-Geschmack :wink:

    Schönen Montag und eine eben solche Woche wünscht Dir
    Georg

    Hi Mary-go-on,

    will mich nur ganz kurz zu Wort melden und meiner Freude ob Deiner so wohl geschriebenen Beiträge der letzten Stunden Ausdruck verleihen.

    Bin zwar gerade am Schreiben, aber nicht hier, sondern Spielberichte und Ähnliches für unseren Eishockey-Verein. Bin da so was wie der "Nachwuchs-Pressesprecher".
    Außerdem hab ich grad noch mit Tochter 1 den roten Faden für ihre Deutsch-Rede gesponnen. Kennst Du die Huber Buam?

    Bald mehr, eigentlich juckt es mir schon wieder in den Fingern :wink:.

    GehOrg

    Hallo Hartmut,

    nur noch ganz schnell, dann geht's mit Sohnemann zum Eishockey.

    Zitat von Hartmut

    Siehst du denn meine Fragen als Angriff als Anklage ?

    Ja, irgendwie baute sich bei mir sofort und auch, nachdem ich nochmal drüber geschlafen hatte, eine Art Verteidigungsstellung auf. Aber sei's drum, dem geschriebenen Wort fehlen halt gegenüber dem gesprochenen die Schwingungen...

    Zitat von Hartmut

    Musst du nicht :wink:

    Dann ist's ja gut :)

    Zitat von Hartmut

    Halte ich für gefährliche Gedanken die eine Rückfall schon im Vornhinein einplanen (könnten). Ich arbeite tagtäglich daran das es nicht zu einem Rückfall kommt. Das nach den Grundbausteine von Anfang an


    Völlig klar. Natürlich plane ich keinen Rückfall ein. Aber durch AA hab ich mir ein wenig das 24-Stunden-Denken, "nur für heute" etc. zu eigen gemacht. Ich bin fest davon überzeugt, dass für mich nur Abstinenz bis ans Ende meiner Tage in Frage kommt. Aber gerade am Anfang der Trockenheit klingt die Aussage "nie wieder" ja ein wenig so, als sollte ich morgen den Mt. Everest besteigen - ohne künstlichen Sauerstoff.

    Der erste Tag, an dem ich nichts mehr getrunken hab, kam ja eher zufällig daher. Tausendmal probiert... Ich hatte nix vorbereitet, die Hintertüren standen sperrangelweit offen. Natürlich arbeite ich jetzt auch intensiv daran, "am Ball zu bleiben". Und ich denke, ich bin inzwischen so fest von dem Weg, den ich eingeschlagen habe, überzeugt, dass mich ein Rückfall nicht in den Abgrund stürzen würde. Ich würde wieder aufstehen und weitergehen - wie es der Gelassenheitsspruch Teil 2 sagt.

    Das soll keine Hintertür mehr sein.

    Schönen Restsonntag noch, Georg

    Hallo Hartmut,

    ein wenig ist mir seit gestern die Lust am Schreiben abhanden gekommen. Aber ich will ja nicht kneifen... Ganz bewusst ließ ich einen Tag vorübergehen, bevor ich Dir antworte.
    Eines vorab: Jede Stunde, die ich hier im Forum mit Lesen, Nachdenken, Schreiben verbringe, ist momentan eine Stunde nur für mich. Eine Stunde, in der ich auf keine dummen Gedanken komme. Egal, ob es dabei um Alltagskram oder Grundbausteine geht...
    Ich bin nicht nur ein Freund der lockeren, sondern auch der direkten Rede. Hier also MEINE Sicht der Dinge bezüglich Deiner Anmerkungen:

    Zitat von Hartmut

    ich lese hier sehr viele Alltagsgedanken Geschehnisse und vor allem viel Smal Talk was nichts mit der Sucht zu tun hat.


    "Small talk" ist eine Bewertung. Mit der Schlussfolgerung allerdings, dass MEINE Alltagsgedanken nichts mit MEINER Alkoholkrankheit zu tun haben, wäre ICH sehr vorsichtig.
    Damit stelle ich keinesfalls die vieljährige Erfahrung von Euch Moderatoren und anderen Langzeittrockenen in Frage. Im Gegenteil, die weiß ich sehr wohl zu schätzen und hab schon so einiges von Euch gelernt. Aber jeder sucht SEINEN Weg (siehe unten).

    Zitat von Hartmut

    Aber welche Änderung oder ob du grundlegend Änderungen vorgenommen hast kann ich nicht herausfiltern. Als ich trocken wurde durfte stand erst mal alles ausnahmslos auf dem Prüfstand was mit dr Sucht zu tun hat ( alkoholfreies Umfeld, Sauffreunde Bekannte, Entsorgung, Schutz, Tagesablauf , Gefahrenstellen usw.. ) (eventuell auch überlesen)


    Nicht nur eventuell...

    Zitat von Georg

    Richtig gesoffen hab ich immer nur für mich, "heimlich". Ich hatte/hab keine Trinkkumpane, es gibt keinen Stammtisch, keinen Freundeskreis mit exzessivem Alkoholkonsum, keine Sportgruppe mit einer Stunde pro-forma-Sport und anschließendem Kneipen-Marathon.

    Erkenntnisse:

    Zitat von Georg

    Konsequent immer alles durchziehen. ABER: Deshalb war ich manchmal echt verzweifelt. Das Trockenwerden konnte ich NICHT durchziehen. Es lag außerhalb meines Willens. Ich war tatsächlich machtlos. Damit kam ich nicht klar...

    Zitat von Georg

    Darüber hinaus werde ich eine ambulante Therapie bei der Caritas machen - der Antrag wartet bereits.

    Zitat von Georg

    Letztes Wochenende mit meinen Kids: Film schauen. Spiele spielen. Flips & Chips einwerfen. Lachen, bis das Zwerchfell streikt. Am nächsten Morgen noch genau wissen, warum man gelacht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass das nüchtern geht.

    Grundbaustein "Ehrlichkeit":

    Zitat von Georg

    Sie kommen jährlich einmal für einen Abend/eine Nacht. Und einen Kasten Weizen hatten wir meistens geschafft. Was tun? Ausladen? Blöd, freue ich mich doch auf sie, freuen sich meine Kinder auf deren Kinder.
    Flugs an den Grundbaustein "Ehrlichkeit" erinnert und am Vorabend angerufen: "Ähm, ja, was ich noch sagen wollte: S'wird morgen ein alkoholfreier Abend. Ich hab da 'n Problem..." usw. Das zweite "Outing" nach meinem Hausarzt.

    Veränderungen:

    Zitat von Georg

    Ich hab heute wieder viel gelernt, so viel Unterstützung erfahren. Dafür möchte ich einfach DANKE sagen. Denn heute durfte ich einen ersten vorsichtigen Versuch machen, eingefahrene Verhaltensmuster ganz langsam zu ändern. Familiären Stress anders als mit einem Schluck aus der Flasche zu bewältigen.
    Aber dabei hab ich auch gemerkt, dass mein Notfallkoffer noch sehr unvollständig ist. Immerhin gibt es ihn schon...

    Zitat von Georg

    ...Operationen, Chemo, Bestrahlung - das volle Programm...hat aber Einschränkungen in Form von Vergesslichkeit, geringer Belastbarkeit, körperlicher Anstrengung etc. Was heißt, dass für mich nach der Arbeit noch genügend Alltag übrig bleibt.


    Diese Gegebenheiten, auch dass ich nun mal drei Kinder und einen Vollzeitjob habe, sind fix. Innerhalb dieses Rahmens kann ich das Bild verändern. Und das tue ich nach bestem Wissen und Gewissen. Jeder hat seinen individuellen Weg. Und ich bin gerade dabei, den MEINIGEN zu finden. Mit Hilfe dieses Forums, mit den Erfahrungen der alten Hasen, mit AA, mit einer Therapie, mit viel Nachdenken. Wenn ich morgen wieder saufe und umfalle, dann muss ich halt wieder aufstehen und einen anderen Weg finden.
    Anklagende Beiträge sind für mich jedenfalls nicht hilfreich.

    Bedenke, ich stehe ganz am Anfang...

    Und dass ich bei allem Ernst der Lage eine Prise Humor in meinem Haus sehr zu schätzen weiß, hatte ich ja bereits in meinem ersten Beitrag erwähnt.

    So, lieber Hartmut, jetzt kennst Du meine Sicht der Dinge, ich die Deinige, und damit würde ich es gern an dieser Stelle bewenden lassen. Ich kann gut mit unterschiedlichen Sichtweisen leben und würde gern optimistisch nach vorn schauen.

    Nachmittägliche Grüße sendet der Georg, der mit großer Demut "Danke" sagt für weitere g24h :)

    Guten Morgen, liebe knallrote-Ohren-mach-Mary,

    eigentlich sollte ich an dieser Stelle nur :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: sagen.

    Ich glaub, jetzt übertreibst Du aber reichlich. Bin ja noch ziemlich frisch hier und in dem gern zitierten Selbstbedienungsladen der Nehmende, der Einkaufende. Bis zum Lieferanten wird es noch ein wenig dauern.

    Wobei, der Psychotherapeut meines Vertrauens hat mir vor einiger Zeit gesagt, ich solle mich nicht immer kleiner machen als ich bin (bei 1,90m, grins) und verdammt nochmal Dank annehmen. Gut, also schrumpf ich Deine Elogen auf ein gesundes Maß, indem ich verkehrt rum durch's Fernglas schaue, und sage Danke für Dein Danke.

    Und marschiere jetzt - wie jedes Wochenende - mit meinem Sohn straight away ins Eisstadion. Kann auch gar nicht schwänzen, da ich dort seit letzter Woche Sprecher bin .
    Oops, mir fällt grad auf, das ist ja schon mein zweiter Sprecher-Job...

    Du hast heute konzertanten xy-Abend, hab ich das recht im Kopf? Und xy war/ist Co, oder? Ja, denne...

    Have a nice weekend

    der Schorschi (oder was auch immer)

    Zitat von MaryLou


    Das dachte ich mir dann in dem Moment, als ich seine 25 kg die lange Strecke in´s Auto schleppte. Er durfte zwar gehen ,aber ich wollte mein "Riesenbaby" tragen und konnte es auch, dank Hanteln und Co.


    Ach, dass Mütter nie loslassen können :wink:
    Na ja, ich werd' in der Sportart wahrscheinlich auch kein Weltmeister;-)
    Schönen Sonntag, später mehr

    Schorschiiii

    Zitat von MaryLou

    Noch


    Hmm, die Logik erschließt sich mir nicht ganz. Sollte ich dann für mehr Harmonie etc. bei mir die häusliche Vokabel "Noch-Ehefrau" einführen?
    Anyway, ist ja hier ein Alki- und kein Beziehungskisten-Forum...

    Georg

    Hi Mary-go-on,

    ja, Schuhkartons werden bei uns zu Weihnachten auch regelmäßig gefüllt. Hier kann man selbige immer gleich in der Schule abgeben. Meist ist auch Rumänien das Ziel - warum auch immer.

    Vor etlichen Jahren haben wir mal mit einer größeren Truppe einen Hilfstransport in ein Kinderheim in der Nähe von Schässburg (Sigishoara) organisiert. Eine Handvoll Busse einer nicht näher genannten Automarke aus Niedersachsen. Spannend wurde es an der rumänischen Grenze - ohne Bakschisch hätten wir alle Autos komplett entladen dürfen.

    Es war das Ende der Welt, ein heruntergekommenes Heim, wo sich seit Ceausescu nicht viel getan hatte. Wir haben dort eine Woche lang gewerkelt und alles mögliche mit den Kindern gemacht. Als Höhepunkt spielten wir in einer proppevollen Turnhalle (das ganze Dorf war anwesend) "Schneewittchen". Und einmal darfst Du raten, welcher Georg der kleinste, tolpatschige Zwerg war :lol:. Bei 190 cm Lebendhöhe geradezu prädestiniert für diesen Job.

    :?: Was damals "klasse" war: in jedem Haus, selbst auf der Straße gab es von wildfremden, super freundlichen Menschen (ungarische Minderheit) Palinka. Also: be careful!

    Was ich aber sagen wollte: So eine Weihnachtsaktion verbreitet natürlich Freude für den Augenblick. Mehr nicht.

    Deshalb hab ich irgendwann etwas Dauerhaftes gesucht - und PLAN gefunden. Jetzt haben wir für ein paar 30 Euro im Monat ein Patenkind in Indonesien.

    Wünsche Deinem Sohn einen störungsarmen Gesundungsschlaf

    Schönen Gruß vom Knusel

    Zitat von MaryLou

    Mein Nochehemann hat uns alle ganz elegant aus der Affaire gezogen. Er hat das, nachdem ich es ihm erzählt habe, geschwind charmant erledigt.


    Das ist wohl das Los der charmanten Männer :wink:, ich muss auch gelegentlich zw. meiner Frau und ihren Eltern vermitteln.

    Eigentlich schade, dass Du vom NOCHehemann schreibst. Irgendwie klingt das immer viel harmonischer als ich es von mir sagen kann...

    Abendliche Grüße, ein wenig traurig, Geo