Hallo Nachteule,
hab Dank für Deine vielen Gedanken, Anregungen, Mutmachungen. Für die Zeit, die Du einem Unbekannten widmest. Zeit ist ja heutzutage etwas extrem Wertvolles.
Ja, mir ist schon aufgefallen, dass Du nachts oft hier unterwegs bist. Ich frag mich dann immer, wie Du das mit so wenig Schlaf hinkriegst. Wirst ja bei drei Kindern nicht so oft tagsüber zum Schlafen kommen, oder?
Zitat von MaryLou
Dein vertrauensvolles "Reinrauschen" bei mir hat mir sehr gut gefallen und mich ziemlich gerührt.
Na ja, wie schon geschrieben, hatte ich zuvor schon einige hundert Forumsseiten konsumiert und irgendwie fand ich Deine "Schreibe" so authentisch, viele Gedanken kamen mir vertraut vor. Allerdings tue ich mich schwer, mein Innerstes so nach außen zu kehren, Gefühle erstens überhaupt so intensiv zu spüren, geschweige denn sie in Worte zu fassen. Aber vll. kommt das ja irgendwann...
Warum ich mich dann besonders in Deinem Faden verfangen hab, war wohl auch der Tatsache zu verdanken, dass Du drei Kinder hast. Denn zum Thema "Alkoholiker und Kinder" fehlt mir bisher komplett der Erfahrungsaustausch (vll. könnte das irgendwann der "Aufhänger" für einen eigenen Thread sein?).
Tja, angetrunken auf dem Spielplatz, das kenne ich auch. Weitaus schlimmer finde ich all die Promille-Autofahrten. Mit meinen, aber auch mit fremden Kindern. Nach dem Kindergeburtstag ("ach Papa, Du warst heute wieder total lustig") noch alle Kinder nach Hause gefahren. Und immer hatte sich im Kofferraum ein Schutzengel versteckt. Oder wie der wahre Atheist in mir kurz & bündig sagt: "Schwein gehabt!" Da ich meine Kinder über alles liebe, ganz viel mit ihnen mache und versuche, immer ein guter Vater zu sein, müsste das doch schon Ansporn genug sein.
War es aber bisher nicht.
"Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind..."
Eigentlich hatte ich in den letzten Jahren nie das kleine Licht am Ende des Tunnels aus den Augen verloren. Doch wie ich auch lief und lief, es wurde nicht größer, heller, strahlender. Aber ich lief auch immer mit der Flasche in der Hand. Jetzt hab ich sie beiseite gestellt. Aber noch ist sie in Reichweite. Doch wenn ich jetzt weiterlaufe, kann ich sie hinter mir lassen. Es ist einen Versuch wert. Denn, ja, ich möchte es wirklich!
Guds Nächtle (Du bist doch eine Schwäbin?) mit vielen un-unterbrochenen Schlafstunden wünscht Dir Georg