Beiträge von Georg66

    Hallo Zotti, Weggefährtin,

    da lass ich mich doch mal wieder für ein kurzes Schulterklopfen bei Dir blicken. Ein halbes Jahr - hättest Du das vor einem halben Jahr für möglich gehalten? Hast Du auch das Gefühl, dass diese Zeit wie im Fluge vergangen ist?

    Weiterhin alles Gute auf dem nüchternen Weg. Ich werd's weiter beobachten :wink:.
    Georg

    Hallo Carpenter,

    wie so oft finde ich mich in Deinen Kommentaren wieder. Ich freue mich sehr, dass es Dir in Sachen Alkohol genau so gut geht wie mir. Bei mir war ja gestern das erste halbe Jahr "ohne" rum und ich hab - nur für mich ganz allein - eine kurze Rückschau gehalten. Und auch ich bin verdammt froh, dass es kein Kampf ist, das erste Glas stehen zu lassen, sondern dass das Leben ohne Alkohol ganz normal geworden ist.

    Zum Thema "sinnlose Diskussionen" hab ich ja schon mehrfach etwas geschrieben. Ich denke, man kann ihnen aus dem Weg gehen, indem man diverse Kommentare einfach ignoriert. Manchmal hat die alte Binsenweisheit "der Klügere gibt nach" durchaus ihre Berechtigung :wink:.

    Du schreibst:

    Zitat von Carpenter

    daß ich hier niemanden Tipps geben kann...


    Was ich bei AA für mich sehr hilfreich finde, ist, dass dort normalerweise keine Tipps gegeben werden, sondern dass jeder von sich und seinen Erfahrungen berichtet.
    Genau das macht der "olle Correns". Und deshalb schreibst Du bei ihm ganz richtig:

    Zitat von Carpenter

    Dein Beispiel zeigt, was man mit Ruhe und Ausdauer erreichen kann...und damit bist Du ein Vorbild, nicht nur was das Laufen angeht.


    Genau. Selbst ich mit meiner kurzen Abstinenz hab sowohl bei meiner ambulanten Suchttherapie als auch bei AA gemerkt, dass ich durchaus meine "Erfahrung, Kraft und Hoffnung" teilen kann. Ich weiß, dass das jetzt bei dem einen oder anderen Langzeittrockenen ein höhnisches Lachen provoziert. Sei's drum, es ist meine Erfahrung. Ich sehe es ja auch bei meinen Kindern: Es bringt nichts, den großen Knüppel auszupacken. Druck erzeugt Gegendruck. Vorbild ist da immer der bessere Lehrmeister...

    Was ich für mich auch gemerkt hab: Manchmal tut es mir einfach gut, nach einen turbulenten Tag abends die vielen Gedanken zu sortieren und aufzuschreiben. Manches, bei weitem nicht alles, landet dann hier.

    Ich wünsche Dir weiterhin (D)einen guten Weg und gutes Gelingen dabei, anderen Leuten "auf's Dach zu steigen".

    Best wishes, Schorsch

    Hallo mutig,

    das letzte Substanzielle, was ich von Dir las, waren im Freizeitbereich Deine Tipps, womit ich meine Adventssäckchen füllen kann. Nochmal danke dafür.

    Danke auch dafür, dass Du Deine sinnfreien Kommentare hier nur sehr sporadisch abgibst.

    Nicht, dass ich mich auf irgendeine unnütze Diskussion einlassen möchte: Aber Ironie ist dort, wo es jemandem offensichtlich sch... geht, absolut deplatziert.

    Gruß, Schorsch

    N’Abend zusammen,

    ich bin Georg, Alkoholiker (wie es dienstags bei mir immer so schön heißt) und zufrieden, dass ich wieder einen abstinenten Tag erleben durfte. Glücklich darüber, dass ich drei wundervolle Kinder hab. Schule läuft, alle haben ihren Sport und ihr Instrument gefunden, sie sind gesund, sie mögen einander (klar, mit den üblichen geschwisterlichen Reibereien), halten zusammen, denken & handeln sozial und meckern noch nicht mal über die "Kinder(mit)arbeit" im Haushalt.

    Wie würde ich heute leben, wenn diesen wundervollen Kindern bei einer meiner Promillefahrten etwas passiert wäre?

    Super Verhältnis zu meiner Großen, bald 16, von Pubertät mir gegenüber kaum etwas zu spüren, keine Versuche mit Alk oder Nikotin. Sie kommt mir manchmal schon so erwachsen vor, vielleicht hat sie die Pubertäts-Phase teilweise übersprungen? Vll. wird sie schneller erwachsen, da sie manchmal schon die Rolle ihrer (wenig präsenten) Mutter übernimmt (was ich nicht immer verhindern kann).
    Sie kam heute mit der Option eines Schüleraustauschs nach Hause... Dafür müsste kleines Bruderherz sein Zimmer für einige Monate räumen... Ja, ja, das mach ich doch gern, will ja später auch mal zum Schüleraustausch...

    Und das darf ich jetzt – auch wenn es manchmal anstrengend ist – Tag für Tag nüchtern erleben. Und kann am nächsten Morgen nahtlos an die Gespräche vom Vorabend anknüpfen :). Darf die Offenheit, das große Vertrauen meiner Kids genießen...

    ... wenn ich das erste Glas stehen lasse...

    Dankbar, der Schorsch

    Liebe Prinzessin,

    wünsche Dir, dass Du in der "Geschlossenen" das bekommst, was Du gerade brauchst.
    Ich gebe ja hier in der Öffentlichkeit relativ viel preis. Aber auch nicht alles, dafür nutze ich ggf. die "livehaftige" SHG. Das hat für mich den Vorteil, dass man sofort eine Rückmeldung bekommt. Nicht nur verbal, sondern manchmal auch einfach durch ein Stirnrunzeln oder ein aufmunterndes Lächeln. Das kann das geschriebene Wort leider nicht...

    Aber egal wo: Mit klarem Kopf kriegt man alles hin. Irgendwie...

    Alles Gute wünscht Dir
    der Schorsch

    Hallo Vreni alias Verena alias Rockqueen alias Lederlady,

    kann es sein, dass Du gerade ein recht zufriedenes Leben führst?

    Frühzeitig die Kurve gekriegt, wo es bei anderen mit der Trinkerei erst richtig losgeht... Einen Freund, der sich scheinbar rührend um Dich kümmert... Freude und den Mut, wieder Konzerte zu besuchen... Ein nettes Auto (jetzt auch noch mit Alufelgen :wink:)... Freude am gelegentlichen "Klamotteln"...

    ... und die feste Überzeugung, dass das alles ohne Alk auch so bleiben kann...

    Meiner Meinung nach können hier einige von Deiner Entwicklung, Deinem Optimismus, Deiner Lebensfreude ganz gut profitieren.

    Wünsche Dir weiterhin alles Gute
    der Schorsch

    Moin, moin, Andreas,

    danke für die Blumen - hab für Dich auch 'nen Strauß :wink:. Lese Deine Beiträge nicht nur deshalb gern, weil ich sie sehr durchdacht und wohl formuliert finde, sondern auch, weil sie oft auf meiner Wellenlänge liegen...

    Zitat von Carpenter

    ...lediglich bzgl. der Quantität...


    ...hast auch Du mir einiges voraus. Auf so vielen Hochzeiten kann und will ich aber nicht mehr tanzen. Allerdings hast Du mit Deinem Correns-Vergleich schon ein wenig meinen Ehrgeiz aus dem Winterschlaf erweckt...

    Zitat von Carpenter

    Du hast offenbar eine ganz neue Strategie entwickelt, um mit dem Saufen aufzuhören...Du bist so umtriebig, daß fürs Saufen einfach keine Zeit mehr bleibt :)


    Witziger Gedanke. Allerdings war mein Leben zu Trinkzeiten nicht soooo viel anders. Ich hab nie stundenlang mit der fröhlichen Zecher-Runde in der Kneipe gesessen. Nein, während des ganz normalen Alltagswahnsinns im Keller einen Schluck, im Dachgeschoss einen Schluck, beim Tanken noch schnell 'nen Flachmann für zwischendurch... Ich war Spiegeltrinker mit nahezu "normalem" Alltagsverhalten. Überhaupt nicht witzig.

    Schau ich zurück, sehe ich vieles im Nebel. Ich hab eine Menge gemacht, war auch damals umtriebig, wie Du es nennst, hab funktioniert. Einiges davon weiß ich aber überhaupt nicht mehr - diese grauen Zellen sind weg. Anderes kommt wieder, wenn mir meine Kids davon erzählen oder ich Fotos sehe. Alles ganz und gar nicht witzig.

    Heute darf ich alles klar und bewusst sehen. Hab zwar noch meine Dauerbaustelle "Entschleunigung"; aber ich durfte inzwischen eine Menge lernen. Ab & zu (aber noch viel zu selten) kommt bei mir bereits die Erleuchtung, wenn ich etwas ganz bewusst langsam mache. Wenn ich, statt Vollgas zu geben, einfach mal alles im Leerlauf rollen lasse. Wenn ich Sport mache, statt noch einen ToDo-Listenpunkt abzuarbeiten.

    Diese Gedanken gefallen mir.

    Sonnige Grüße aus dem Süden
    Schorsch

    Guten Abend verehrte Principessa,
    guten Abend bewundernswerter Correns-Läufer,

    Ihr habt völlig recht, mich zu Auszeiten zu ermuntern. Dass ich diese nötig habe, weiß ich schon seit Jahren; spätestens seit ich mich damals für sechs Wochen in einer psychosomatischen Klinik einquartierte. Immer wieder war das dort (m)ein Thema: Die Therapeutin schickte mich zu Qi Gong und Tai Chi, zur progressiven Muskelentspannung und Musiktherapie.

    Doch Ihr ahnt das 'ABER':
    Diese Auszeiten in einen sehr intensiven Alltag zu integrieren - das wird wohl eine meiner Lebensaufgaben sein. Ich finde die o.g. Entspannungstechniken gut. Hab damals fleißig mitgemacht und bin auch heute noch ein wenig neidisch auf Leute, die damit ausgeglichener, zufriedener werden. Für mich passen sie eher nicht. Ich bin schon immer ein sehr aktiver Mensch. Oft rastlos. Manchmal auch maßlos und unzufrieden. Kein Typ für's Meditieren. Und das Wort "chillen", Eure Hoheit, kenne ich nur aus dem Mund meiner Kinder :lol:.

    Meine Auszeiten nehme ich mir zur Zeit fast immer in Form von Sport. Seit meine monatelange Erkältung abgeklungen ist, bin ich wieder voll im Rennen. Fitnesspark (hauptsächlich, um etwas gegen meinen Rücken-Dauerschmerz zu tun), manchmal sogar mit anschließender Sauna, Fahrrad fahren, laufen, einmal die Woche schwimmen.
    Zu einem Marathon, lieber Correns, wird es wohl Knie-technisch nicht mehr reichen. Das hab ich mir vor vielen Jahren versaut, als ich mit viel zu wenig Training beim Rennsteiglauf 45 km durch den Thüringer Wald gerannt bin (na ja, die letzten 5 km war es eher ein Humpeln :cry:). Doch für einen halben könnte es irgendwann noch reichen...

    Lange Rede, kurzer Sinn. Bin noch etwas zu oft auf der Überholspur unterwegs, hab die rechte Fahrbahn aber voll im Blick und bin dort auch öfter mit gemächlicherem Tempo anzutreffen.

    Wünsche Euch einen guten Wochenstart
    Schorsch

    Liebe Prinzessin, liebe sonstige Leser,

    ja, lange nichts von mir hören lassen. Ich weiß. Aber es ist halt grad so. Einmal die Woche AA, einmal Suchttherapie-Gruppe, alle zwei Wochen noch ein Einzelgespräch. Viel mehr Zeit für "unser Thema" will und kann ich momentan nicht investieren. Aber die Zeiten ändern sich auch wieder...
    Bin immer am Wuseln, (zu) selten am Ruhen, aber es tut gut, viel zu schaffen und das alles bei klarem Geist.

    Alkohol? Nein, danke. Ich brauche und will ihn nicht mehr. Bin gut unterwegs auf dem Weg zum ersten halben Jahr "ohne"...

    Kürzlich habe ich eine kleine Oster-Inventur gemacht:

    2012: Urlaub im großen Freundeskreis, leider auch mit übler Grippe. Fast 40° Fieber. Antibiotika mit Schnaps runtergespült. Mich gewundert, warum die "Schnellheilung" nicht eintritt. Irgendwie funktioniert, Fehlverhalten mit Fieber bemäntelt. Whisky statt Wasser.
    Die Folge: Erinnerungslücken, Krankenstand, Schuldgefühle, wieder ein paar graue Zellen weniger.

    2013: Kinderfrei, da Großeltern und Alpenverein angesagt waren. Es gab viel zu erledigen, viel im Alltag Liegengebliebenes aufzuarbeiten, sporteln, Rest-Erkältung auskurieren, mal in die Sonne blinzeln, ein wenig arbeiten. Wasser statt Whisky.
    Die Folge: Der Körper erholt sich, ein für mich ungewohntes Maß an Zufriedenheit mit mir ist zu erkennen. Auch ein wenig Stolz auf die vergangenen Monate kann ich nicht ganz leugnen :).

    Ich wünsche allen gute 24 Stunden
    Schorsch

    Guten Morgen Jürgen, hallo Forum,

    ja, Du hast völlig recht. Wir hatten das Thema ja schon. Das ist mir seit Jahren bewusst, es ist schon lange eine Baustelle von mir. Die aber immer wieder bearbeitet wird. Dennoch wird das Bauwerk wohl so unvollendet bleiben wie die Sagrada Familia.
    Ich habe ehrenamtliche Dinge reduziert, plane immer mal wieder Zeit für mich ein, bin fleißig am Sporteln. Viele familiäre Dinge muss ich jedoch selbst regeln, da bringt Hilfe von außen nix.

    "Zeit für mich" bedeutet z.B. auch, dass ich jetzt wieder regelmäßig meine SHG besuche; außerdem hab ich ja noch meinen Suchttherapie-Abend - macht zwei Abende die Woche. Was alltagstechnisch für mich ein ziemlicher Aufwand ist, aber enorm wichtig, um mir immer wieder das Thema Alkohol als "never ending story" zu vergegenwärtigen.

    Wünsche allseits einen erfreulichen, trockenen Mittwoch
    Georg (abstinent seit 15. Oktober 2012)

    Hallo Verena und Jürgen und all die anderen,

    eine kleine Nachfrage oder Anmerkung wie von Euch motiviert mich dann doch mal wieder zu ein paar Zeilen.
    Ja, ich bin wieder im Alltagsgeschäft: einmal die Woche AA, einmal Therapie-Gruppe. Dafür bin ich hier im Forum gerade kaum unterwegs. Ist mir einfach in der Summe zu viel Zeit für das Thema "Alkohol". Zwei Abende in der Woche (für die es auch bei mir kaum "Befindlichkeits-Ausreden" gibt) sind das Maximum, was familientechnisch geht.

    Habe die Osterferien herbeigesehnt, da jetzt zwei Wochen lang die übrigen Abendtermine ruhen. In wenigen Tagen sind alle Kids für eine Woche "verteilt". Pfffh, Zeit zum Verschnaufen. Liegengebliebenes aufarbeiten. Dauer-Erkältung auskurieren. Mit dem Frühlings-Gärtnern beginnen. Damit die Krokusse und Schneeglöckchen auf unserer kleinen Wiese bald Gesellschaft bekommen.

    Was ich einfach nicht schaffe: Mir stehen jetzt so viele zusätzliche Stunden mit klarem, un-vernebeltem Verstand zur Verfügung. Doch der Stress wird nicht weniger. Das Hamsterrad dreht sich immer weiter und ich finde den Not-Aus-Taster noch viel zu selten.

    Dennoch: fünf Monate+ein paar Tage "ohne" und guter Dinge, dass es so weiter geht.

    Viele Grüße
    der Schorsch

    Liebe Zotti,

    vielen Dank für Deine netten "Wiederbegrüßungs-Zeilen" in meinem Haus. Bevor sich hier Staub ansammelt, antworte ich mal (kurz) bei Dir.

    Zitat von Zotti

    Du sollst dich ja auch nicht mit "Alkohol beschäftigen", das hatten wir ja alle lange genug, sondern mit deinem Leben ohne.


    Klar. Und in diesem Leben "ohne" ist jetzt mehr Zeit, Energie, klares Hirn, Optimismus vorhanden. Ich kann abends noch "denken" und am nächsten Tag das nüchtern Gedachte umsetzen, weil ich's nicht vergessen hab. Und dann war/ist halt keine Zeit mehr für's Forum gewesen. Aber wie schon bei mir geschrieben: Jetzt bin ich wieder da, nicht mehr so intensiv wie am Anfang, nicht mehr offen für fruchtlose Diskussionen, aber regelmäßig.

    Auf jeden Fall toll, dass wir noch immer im Gleichschritt laufen. Ich hab inzwischen den Eindruck gewonnen, dass unsere Leben recht verschieden verlaufen - und doch ist das Ziel das gleiche. Wir laufen nicht wirklich im Gleichschritt, und doch sind wir beide auf dem richtigen Weg.

    Ist das nicht schön?!

    Liebe Grüße, Georg

    Hoi Carpenter,

    da steigst Du mir ja ganz schön auf's Dach :wink:

    Zitat von Carpenter

    Du lebst also tatsächlich auch noch...eigentlich ne unglaubliche Unverschämtheit, Deine Weggefährten so lange ohne Nachricht zu lassen :)


    Stimmt ja, ich gelobe Besserung.
    Ja, es geht mir richtig gut und ich nehme weiterhin - schöne Formulierung von Dir - an der großen Wanderung teil. In MEINEM Tempo, mit den für MICH passenden Wanderklamotten, mit dem Proviant, der MIR schmeckt.

    War ja während meiner Forums-Abstinenz wieder ganz schön Leben in Deiner Bude... Aber dazu vll. später noch ein paar Worte in Deinem Thread.

    lgv schorsch

    Hallo Frank,

    wenn man von einem "quasi-Urgestein-dieses-Forums" zurückbegrüßt wird, ist das schon schön :) . Da kann ich eine gewisse Freude nicht verhehlen...

    Zitat von garcia

    Mir hängt das Thema manchmal auch zum Hals heraus... kenn ich gut... aber es ist ja nunmal da und fragt mich nicht ob ichs noch interessant finde...


    Ja, Du hast recht: das Thema ist da. Ich frage mich nur, wie intensiv das Thema, nun ja, thematisiert werden sollte. Eigentlich verbringe ich die neu gewonnene Zeit lieber mit meinen Kindern. Oder, oder, oder...
    Aber jetzt hab ich mich hier wieder ein wenig eingelesen und komme langsam wieder auf den Geschmack :wink:.

    Herzliche Grüße
    Georg

    Liebe Prinzessin, liebe Vreni, Ihr treuen Seelen,
    guten Abend Forum,

    da war ich ja glatt einen Monat abstinent. Forums-abstinent. Auslöser meines nicht-mehr-Schreibens war eine ziemlich üble Erkältung. Aber als die Tage so an mir vorbeizogen, wurde mir klar, dass mir das Thema "Alkohol" einfach nur noch zum Hals raus hängt. Ich konnte es nicht mehr hören und lesen. War drei Wochen weder bei AA noch bei meiner Therapie und es war einfach nur schön, so viele freie Abende zu haben.

    Wenn ich ehrlich sein darf: Es hat mir nichts gefehlt.

    Die letzte Flasche Schnaps liegt erst wenige Monate zurück und doch kommt es mir vor, als wären es Jahre. Als hätte ich damals ein anderes Leben gelebt. Eigentlich möchte ich nie wieder etwas mit dem Thema Alkohol zu tun haben.

    Das ist Leichtsinn, denn ich bin krank. Krank bis ans Ende meiner Tage. Ich weiß. Deshalb bin ich wieder da (wenn auch nicht mehr so intensiv). Deshalb stand gestern wieder Suchttherapie auf dem Programm. Deshalb ist der Dienstag-AAbend wieder belegt.

    Ich wünsche allen g24h
    Schorsch

    Guten Abend Prinzessin & Matthias & Jessi & Jürgen & Andreas & Vreni (hab hoffentlich keinen Besucher vergessen?),

    es ist wirklich super, so viele Gedanken und Meinungen von Euch zu lesen und dann weiterzuspinnen. Eigentlich möchte ich auch jedem antworten, komme aber grad nicht dazu - will ja nach Möglichkeit Stress vermeiden :wink:. Also bitte ein wenig Geduld. Ihr könnt es Euch aber dennoch in meinem Haus gemütlich machen - Kaffee und Tee stehen zur Selbstbedienung bereit, und sicher findet Ihr auch ein Gesprächsthema :).

    Es grüßt der Schorsch

    Hallo Nala, hallo Jessi,

    ich bin zwar nicht Euer Alter (na ja, genaugenommen könnte ich der Vater sein - hüstel, räusper :)) möchte mich trotzdem kurz zu Wort melden.
    Keine Sorge und kein schlechtes Gewissen; das "Nehmen" ist geradezu erwünscht. Hier ist ja immer mal wieder von einem Selbstbedienungsladen die Rede. Am Anfang kommt man als Käufer, läuft durch die Gänge und greift sich aus den Regalen, was man braucht. Irgendwann kann man die Regale helfen aufzufüllen. "But take your time", wir reden ja von einer lebenslangen Krankheit...
    Ich spiele übrigens auch noch die Käufer-Rolle :wink:.

    Wünsche allseits erfolgreiches und geduldiges Einkaufen
    Schorsch

    Guten Abend Jürgen,

    nachdem wir wieder auf der sachlichen Ebene angekommen sind, möchte ich Dir natürlich hier antworten. Auch wenn ich im realen Leben Leuten mit erhobenem Zeigefinger gern aus dem Weg gehe. Und als so jemanden empfinde ich Dich. "Lerne dies...", "tu jenes...". Auch ohne psychologischen Grundkurs behaupte ich mal, dass da spontan nicht nur bei mir erstmal die Jalousien runterfahren.
    Aber sei's drum. Mich würde interessieren, ob andere Foristen Deinen Eindruck teilen:

    Zitat von juergenbausf

    Ich erlebe Dich hier in Deinen Berichten als "Super-Schorsch", der morgens seinen blau-roten Umhang überwirft, keine Überlastung kennt, überall dabei sein muss, alles regelt und sich dann noch in der SHG Gedanken über die Motive und die Trockenheit der anderen Protagonisten macht.


    Es wird Dich nicht überraschen, dass ich mich NICHT als "Super-Schorsch" empfinde. Ich mache einfach meinen Job (arbeits- und familienmäßig) und erlaube mir, außer dem Streben nach Abstinenz noch Interesse an weiteren schönen Dingen des Lebens zu haben (wobei ich selbstredend nicht "überall dabei sein muss"). Aufgrund meiner häuslichen Situation gibt es halt ein wenig mehr für mich zu tun. Aber deshalb werde ich meine Frau nicht ins betreute Wohnen und meine Kids nicht ins Kinderheim schicken.
    Ähnlich wie Du hab auch ich unter anderem getrunken,
    +++ weil ich überfordert war,
    +++ weil ich Rückenschmerzen hatte,
    +++ um meinen Erschöpfungszustand, die Signale meines Körpers zu ignorieren.

    Da ich jetzt nicht mehr trinke, ist das zwangsläufig anders. JETZT reagiere ich auf die Signale, indem ich z.B.
    +++ Dinge auf morgen verschiebe,
    +++ keine Ausreden mehr für sporteln gelten lasse,
    +++ früher schlafen gehe,
    +++ meinen Perfektionismus gelegentlich abblitzen lasse.

    Ich bin mit diesen Themen noch lange nicht am Ende, da gibt es noch viel zu tun. Aber ohne Chance, unangenehme Themen im Promille-Nebel verschwinden zu lassen, hab ich eine reelle Chance, mich immer weiterzuentwickeln. Wäre ja langweilig, wenn man mit 46 schon fertig wäre damit :wink:

    Außerdem bin ich - und war ich schon als Jugendlicher - ein sehr aktiver Mensch. Müßiggang ist nicht mein Ding. Und warum soll ich zum Yogi werden, wenn es mir einfach nicht liegt. Bei Versuchen mit Tai Chi, Qi Gong und Jakobsen bin ich kläglich gescheitert. Dagegen hat mir die Rolle eines "Projektleiters" schon immer gut gefallen. Während andere vor'm Fernseher hocken, plane ich unseren Urlaub oder schwätz mit meiner Großen oder bin im Fitnessstudio oder im Haushalt. Wenn es zu viel wird, höre ich einfach auf. Das geht jetzt "ohne".
    Aber auch hier kann und muss ich noch viel an mir arbeiten.
    Für mich ist der Spruch

    Zitat von juergenbausf

    Lerne, die Hälfte zu machen...


    einfach Nonsens. Dann könnte ich den Laden hier dicht machen. Aber sicher hast Du es nicht so rein mathematisch gemeint :wink:

    Viele Grüße vom Schorsch (ohne blau-roten Umhang)

    PS: Falls Du Lust hast, kannst Du hier gern auch die Fragen von Jonas beantworten. Die finde ich nämlich sehr passend für mich. Wie immer genau auf den Punkt gebracht.

    Ach Andreas,

    Zitat von Carpenter

    Jonas und ich haben gestern unsere gemeinsame Liebe fürs Häkeln entdeckt...wenn Du willst, kannst Du in unseren Häkelclub einsteigen :)


    ich weiß, die Gelegenheit für einen Einstieg ist jetzt günstig wie nie. Aber könnt Ihr mich vll. vorerst auf die Warteliste setzen? Ich hab grad so was von "Land unter", da ich zusammen mit einem Dutzend "weiterer" Mütter im Endspurt für unseren österlichen Strickstubenbasar stecke :).

    Nadelige Grüße vom Schorsch