Liebe Verena, hallo an alle Lesenden,
heute pustete ja ein ganz schöner Wind hier durch's Forum. Bin gerade von meinem montäglichen Wasserrettungs-Theorie-Abend zurück und froh, den Abend in ruhigerem Fahrwasser ausklingen lassen zu können.
Mit Schreiben und mit Musik.
Nein, jetzt nicht mit...
Zitat von Rockqueen
Fields of Nephilim... The 69 Eyes... The Sisters of Mercy... Hardcore Superstar
... sondern mit den "Vier Jahreszeiten". Nichts Ausgefallenes, einfach nur schön.
Ich liebe Musik in (fast) all ihren Facetten. Manchmal denke ich, ich kann mit meiner jeweiligen Musikwahl besser meinen seelischen Zustand ausdrücken als mit Worten. Denn Gefühle fühlen, gar noch in Worte fassen - das ist nicht meine Stärke. Noch nicht.
Mit Musik kann ich mich selbst enorm beeinflussen. Beim Sporteln in der Muckibude höre ich meist (melodischen) Metal. Das stimuliert, feuert mich an. Den gleichen Einfluss üben krachende Techno-Beats auf mich aus. Dient auch dazu, das allgegenwärtige Dudelradio, das dort in allen Räumen läuft, zu übertönen.
Fahre ich früh zur Arbeit, läuft meist ein Klassiksender. Beruhigendes zum Start in den Tag. Es gibt aber auch Tage, da ist es einfach nur still. In letzter Zeit häufen sich diese Tage...
Zwischen diesen beiden "Extremen" bietet mir dann noch die Weltmusik - die ganze Welt der Musik - grenzenloses Hörvergnügen. Als Stammgast beim TFF in Thüringen, Europas größtem Weltmusik-Festival, kann ich mich für mongolischen Obertongesang genauso begeistern wie für die senegalesische Percussion-Truppe oder das persische Santur-Trio.
Am negativsten besetzt ist bei mir die "metallische Musik" (ich höre sie trotzdem noch gern). Es gab oft Abende, wo ich am Ende meiner Kräfte war. Einfach geschlaucht vom Alltag. Manchmal musste, oft wollte ich trotzdem noch Dinge erledigen. Alltagsdinge. Dann legte ich laute, heftige Musik ein (wenn alle schon schliefen, mit Ohrstöpseln), öffnete ein Flasche, fegte durch die Wohnung und schaffte tatsächlich noch dies & jenes. Ich funktionierte (meistens). Aber ich lebte permanent über meine Verhältnisse, haushaltete stiefmütterlich mit meinen Kräften. Schlief schlecht, hatte immer mehr (Rücken)Schmerzen. Spülte die Schmerzen und meine permanente Überforderung runter. Verzweifelte an meinem allgegenwärtigen Perfektionismus.
Momentan überfordere ich mich auch noch gelegentlich, z.B. indem ich hier zu später Stunde schreibe statt zu schlafen
. Aber ich weiß es, ich kann es ändern. Ich arbeite dran (hab mir z.B. am Samstag ein Mittagsschläfchen gegönnt - früher undenkbar).
In diesem Sinne begebe ich mich jetzt in die Windstille. Gute Nacht allerseits wünscht der Georg