Hallo!
Also, ich bin immer noch bei meinen Eltern und das finde ich gut so!
Sie fahren morgen früh für zwei oder auch drei Wochen nach Ungarn so haben wir beide gleiche Bedingungen und ich auch Zeit für mich alleine. Obwohl mich die Versorgung und bemutterung meiner Mutti schon sehr gut getan hat. Aber jetzt freue ich mich ehrlich auf die Zeit alleine, was so mit mir passiert, wie ich mich fuehle, was ich mache. Finde ich spannend!
Ich war gestern für mich bei der Caritas Suchtberatung für angehörige und werde in den Nächten Wochen mal angerufen wegen einem Termin bei einem Therapeuten. Danach war ich in meiner Gruppe, da war offenes Meeting mit den AA'lern und das war Super!
Ich habe meine derzeitige Situation erzählt und von den AA'lern tolle Erzählungen, Schilderungen und Informationen bekommen, einer erzählte auch, das er seiner Frau unendlich dankbar ist, das sie ihm damals das Ultimatum gegeben hat und sich zeitweise getrennt hat. Auch bestätigten sie mich alle, das ich das Richtige mache, wovon ich natürlich ausgegangen bin, aber es von direkt Betroffenen zu hören tat mir sehr sehr gut
!
Ich habe erstmal nicht vor (und schon garnicht so schnell) wieder nach Hause zu gehen, obwohl ich das Gefühl habe, das er sich gut um sich kümmert und sich bemüht. Aber wir koennen nicht 6 Jahre Beziehungsprobleme und seine 20 Jahre Trinkkarierre innerhalb von 2 Wochen in den Griff kriegen. Schon garnicht, wo er grade mal 1 Woche nichts getrunken hatte!!! ![]()
Ich merke dennoch, das er immer wieder zickig wird, sobald ich nicht auf seine Wünsche eingehe und stattdessen das mache, wonach mir ist.
Ich bin mit 13 Jahren mit einem Kroaten zusammengekommen (der damals ein guter Freund war von meinem jetzigen Partner war). Ich wusste es nicht besser und habe irgendwann das gemacht, was der mir gesagt hatte. Er schlitterte langsam in einen erhöhten Alkoholkonsum und zeitweiliger Drogeneinnahme, seine Eltern haben beide ordentlich getrunken. Ich wurde ihm fast schon hörig, wie ich aber erst erkannte, als ER 6 Jahre später sich von mir trennte, da es ihm zu langweilig mit mir wurde!
Ich wohnte zu dem Zeitpunkt schon alleine und ließ mich noch lange Zeit danach von ihm benutzten, in jeglicher Hinsicht
Ich habe mir vieles gefallen lassen, Demütigungen am laufenden Band. Doch irgendwann war alles vorbei, und ich am Boden.
Dann begann MEINE Zeit: Partys, Saufen, ONS, alles was zum Jugendlichen Ausleben gehörte
Das ging sicher 5 Jahre so, wurde dadurch aber innerlich immer einsamer, trotz bester Freundin. Die hatte dann allerdings irgendwann einen festen Freund, ich suchte immer noch nach dem Richtigen. Sie heiratete, ich war immer noch alleine und Depressionen plagten mich immer schlimmer. Dann wurde sie schwanger, und ich immer einsamer und trauriger und depressiver. ![]()
Alles wurde immer schlimmer, so das ich mich in Therapie begab, allerdings half mir das nicht viel und 2006 liess ich mich in eine Psychosomatische/Psychiatrische Klinik einweisen, in der ich 6 Monate blieb. Und das war das Beste, was ich machen konnte.
Bei einem Ausgang am WE traf ich meinen Partner wieder, er lädiert - edit - , ich frisch aus der Klapse. Da haben sich aber zwei gefunden ![]()
Als er seinen ersten richtigen Alkoholabsturz hatte, etwa ein Jahr nachdem wir zusammen gekommen sind und 3 Monate zusammen gewohnt hatten, hat meine beste Freundin anscheinend schon den richtigen Riecher und mir in einem m.E. bitterbösen Brief erklärt, "das er mir nicht gut tut, das ich was besseres Verdient habe und ihn sowieso nicht lieben würde." Und ich kündigte ihr die Freundschaft!!
Ich war nur noch mit ihm zusammen, nicht mehr und nicht weniger, und rutschte immer weiter in die Co-Abhängigkeit, obwohl ich weiß das alles schon viel früher begonnen hatte.
Ich war immer ein lustiger Mensch, ich habe immer für gute Stimmung gesorgt, denn dann mochte man mich, dachte ich. Nur wer auffällt, nachdem wird gefragt. Es konnte sich jeder auf mich verlassen, ich war immer erreichbar, immer da, immer bereit. Meinen Eltern hatte ich damals erst kurz bevor ich in die Klinik bin von meinen Problemen erzählt, habe mich immer verstellt, immer meine Maske getragen. Sonst wäre ich ja schwach gewesen und man könnte mich nicht mehr gebrauchen.
So, soviel erstmal zu MIR.
Es fällt mir schwer über mich zu reden, mich zu erkennen und geschweige denn zu wissen, was ich will. Denn das kann ich nur sehr sehr schwer bzw. bin ich grade auf dem besten Wege.