Beiträge von Angela123

    Hallo noch mal,
    ich habe die letzten Tage sehr oft darüber nachdenken müssen, was hier viele geschrieben haben über die Schaffung von neuen Strukturen in ihrem Leben. Das dies sich für manche sehr schwierig gestaltet. Ich glaube, bei mir waren es gerade die vorhanden Strukturen, die mich/uns am Wochenende haben "ausbrechen"lassen. Der absolut geregelte Tagesablauf von Montag bis Freitag. Die Aufgaben wurden verteilt, erledigt und weiter gings. Aufstehen-essen-arbeiten-schlafen. Nur unterbrochen von Ereignissen die meist unerwartet aber selten (Umzüge, Feierlichkeiten usw.) vorkamen. Ich wurde auch nicht untergebuttert. Ich konnte immer machen wozu ich Lust hatte und ich konnte es auch sein lassen, wenn ich zu irgendetwas keine Lust hatte. Es wird schwer werden durch Veränderungen in meinem/unserem Leben einen Neuanfang zu machen. Einzig und allein die Wochenenden bedürfen dahingehend einen neuen Plan "B".
    Liebe Grüße Angie

    Hallo doro- glaube nicht, dass ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht hätte. Ich habe im Vorstellungsbereich geschrieben, dass ich dann bei einer solchen Konstellation neue Prioritäten setzen müsste. Und ehrlich gesagt, ich glaube auch, dass mein Mann-dieses: nie mehr wieder - noch nicht begreifen kann. Meine Erkenntnisse und Entscheidungen habe ich mir alle aus diesem Forum geholt, habe das für mich angenommen. Mein Mann hat diesen Vorteil nicht, er ist eher der Praktiker. Er hat mit Computer überhaupt nichts am Hut. Ich bin da klar im Vorteil. Ich denke wirklich, momentan kann ich seine Meinung nur indirekt durch " mit gutem Bsp. vorangehen" beeinflussen bzw. zum Nachdenken anregen.
    Liebe Grüße Angie

    Einen schönen guten Morgen an alle die mir geschrieben haben.
    Das was Pink Lady geschrieben hat, kann ich fast zu 100% unterschreiben. Ursprünglich wollte er ja mitziehen, hat aber die Ernsthaftigkeit einer solchen Entscheidung wohl nicht erkannt.
    Der wichtigste Grundbaustein-keinen Alkohol im Haushalt ist seit dem 1.Tag vollzogen und das ist gut so. Er hat vorigen Sonntag auch nicht zu Hause getrunken, sondern die Restbetände im Garten "beseitigt". Unter der Woche haben wir eh nichts getrunken, also bis dato keine Gefahr. Aber gestern hat mich eine Frage meines Mannes aufhorchen lassen. Ich habe ihm erzählt, dass ich von der Firma aus eine Einladung zu einer Feier erhalten habe und auch gleich gesagt, dass ich daran nicht teilnehmen werde. Und da fragte er-du willst also überhaupt nicht´s mehr trinken, auch nicht bei Feiern oder so? Meine Antwort-nein!!! Da wurde er nachdenklich. Ich glaube ich habe so ein kleines bischen seinen "Ehrgeiz?" geweckt.
    @ garcia- ich glaube schon, dass in seinem innersten was in Bewegung geraten ist. Ich glaube er hat es anfangs nicht so ernst genommen, weil die Erkenntnis und der Wille ja schon öfters vorhanden war. Unser Miteinander hat sich überhaupt nicht verändert. Wir reden, leben und harmonieren genauso wie vorher. Erst heute früh beim Kaffe meinte er-du machst mir "Angst" mit deiner durchgehend guten Laune. Ist eigentlich ein Kompliment, oder?
    Einen schönen trockenen Tag wünscht euch allen
    Angie

    Hallo Frank, wie im Vorstellungsbereich versprochen möchte ich mich nach meiner Freischaltung bei dir melden und mich noch einmal für die Anteilnahme danken. Du hattest mir geschrieben, dass eine trockenen Partnerschaft möglich ist. Musste nur leider vorigen Sonntag feststellen, dass das Durchhaltevermögen meines Mannes gerade mal 14 Tage gedauert hat. Er ist einfach noch nicht so weit. Ich dränge oder erpresse ihn auch nicht. Ich kümmere mich um meine Abstinenz. Mir geht es körperlich und seelisch eigentlich ganz gut. Ich habe aber schon festgestellt, dass ich beim Einkauf und z.B. bei der Fernsehwerbung konsequent in eine andere Richtung schaue. Nicht,dass ich Druck oder Appetit hätte, aber es beruhigt mich.

    Liebe Grüße Angie

    Hallo Mark, danke für deine Nachricht. Habe im Vorstellungsbereich schon gesehen, dass wir uns fast zeitgleich angemeldet habe. Ja, der 1.Schritt ist getan, nun heißt es, unser Ziel zu verinnerlichen. Auch dir viel Kraft. Liebe Grüße Angie

    Hallo rote BeteDanke erstmal für deine Antwort. Also, dass mit den Entzugserscheinungen ist so eine Sache, weil ich ja praktisch jeden Wochenanfang "entzogen" habe. Daher traten auch die 3 "bekannten" (Schweißausbrüche;Appet.losigkeit und Schlafstörung) jeden Montag/Dienstag auf. Spätestens Mittwoch war alles wieder o.k. Ich weiß-unverantwortlich- und keinesfalls zur Nachahmung zu empfehlen. Kann aber rückwirkend nichts mehr ungeschehen machen. Im Vorstellungsbereich hat sich claro bei mir gemeldet, der mir bereits Mut gemacht hat, dass es prinzipiell möglich ist, gemeinsam mit dem Partner trocken zu leben. In die Co-Schiene bin ich schon allein deswegen gerutscht, weil ich mich auch schön dahinter verstecken konnte. Zur Beschaffung am Wochenende (Tanke/Späteinkauf kurz vor Ladenschluss) habe ich ihn geschickt. So haben die Leute eigentlich nie mich angetrunken gesehen. Teilweise bin ich von Freitag nach dem WE-Einkauf bis Montag früh nicht aus dem Haus gekommen.Eine klare Trennung zwischen Alki und Co ist fast nicht möglich.
    Vor ca 2 Jahren hatten wir eigentlich schon einmal unser Problem erkannt und sind in eine reale SHG gegangen. Zwar geneinsam, aber ich unter dem Deckmantel des Co´s. Man hat sich auch gewundert, dass ich so informiert reagiert habe, ich habe sozusagen meinen Mann vor´s Loch geschoben. Allein die Tatsache, dass die SHG kirchlich war und wir damit absolut nichts am Hut haben, hat uns das Projekt abbrechen lassen. Im Moment bin ich froh, dass ich mich hier angemeldet habe.Ihr habt mir schon soviel geholfen und ich möchte vorerst hier bleiben.

    Liebe Grüße Angie

    Hallo, ich bin Angie, fast 50 und seit 29 Jahren mit ein und demselben Mann glücklich (und das meine ich ehrlich) verheiratet. Ich lese seit vielen Monaten hier im Forum mit. Ursprünglich wollte ich mich im Forum für Co´s anmelden, aber das wäre gleich wieder eine Lebenslüge gewesen. Das Problem ist, wir sind beide abhängig. Nach außen das perfekte Doppelpack, wir gehen beiden arbeiten, haben unser bescheidenes, regelmäßiges Einkommen. Unsere 2 erwachsenen Kinder sind seit vielen Jahren aus dem Haus und haben ihre eigenen, langjährigen Beziehungen. Sie wohnen leider sehr weit weg. Es könnte also alles perfekt sein, wenn da nicht diese Wochenenden wären. Pünktlich Freitag´s zum Wochenendeinkauf ging´s los. Und dann heftigst! Da flossen schon ein paar Liter Wein (ich) und Hartes (mein Mann). Und immer wieder Nachschub. Erst kurz vor knapp die Erkenntnis- nun ist aber gut, wir müssen morgen arbeiten. Dann von Montag bis Mittwoch die "Nachwehen" und der Schwur, das passiert uns nicht wieder. Bis zum Freitag und dem verdammten ersten Glas, welches wieder mal nicht stehen gelassen wurde. Einzig die Tatsache, dass ich nicht´s Hartes getrunken habe, hat mich glauben lassen, dass ich nicht so tief drin hänge. Welch ein Irrglaube. Vor kurzem wäre ich auf Arbeit bald aufgeflogen, da stand für mich fest. Jetzt ist Schluß !!!
    Zukünftig werde ich nur für und über mich schreiben, aber zur besseren Erklärung musste ich erst mal über uns schreiben. Eine kleine Anmerkung noch- ich ziehe das alleine durch- mein Mann ist nach 14 Tagen wieder schwach geworden.
    Seit dem 23.09. habe ich nichts mehr getrunken, ich werde meine Abstinenz nicht an Tagen "messen", sondern an Wochenenden. Denn diese werden meine persönliche Herausforderung sein.

    Liebe Grüße Angie