Beiträge von Seekrank

    Hallo Mitzu,

    schön das es deinem Kind körperlich gut geht.
    Aber warum rechtfertigst du dein Handeln vor deinem Mann?Du hast entschieden den Vater des Kindes zu benachrichtigen,es ist dein Recht.
    Er hält dich klein und dein Kind bekommt diese Auseinandersetzungen bestimmt mit.
    Wenn du nicht weiter weisst, machst du ihm Vorhaltungen wegen des Saufens.
    Du schreibst, du fühlst dich wohl wenn er nicht da ist,wozu möchtest du bei ihm bleiben?
    Dann bist du glücklich über die kleinsten "netten" Worte von ihm.Glaubst du ihm das er dich liebt,obwohl er dich ständig demütigt?Es gibt ja nicht nur dich,es gibt dein Kind.Soll es glauben solche verbalen und körperlichen Übergriffe sind normal und so aufwachsen?

    es grüsst Seekrank

    Wenn du das Bedürfnis hast deinen Vater zu sehen und mit ihm etwas zu erledigen,warum nicht?
    Deine Mutter darf trinken so viel sie möchte,du brauchst dich aber nicht damit auseinandersetzen.Dein Vater schafft es nicht sich zu lösen,aber auch das sind nicht deine Sorgen.Liesst er?Vielleicht kannst du ihm ein Buch über Coabhängigkeit schenken.
    Ich würde so wie Vorhaltungen und Schuldzuweisungen kommen, die Unterhaltung sofort abbrechen.Oder wenn du unbedingt hinfahren möchtest von vornherein klarstellen,du kommst ,aber es gibt keine Schuldzuweisungen und wird nicht über Schwester usw.geredet.Ein normales freundliches Gespräch,ansonsten bist du weg und siehst auch keine Möglichkeit wieder zu kommen.

    Hallo Topas,
    deine Gedanken drehen sich noch mächtig um ihn.Hast du dich mal gefragt welche Bedürfnisse du hast,deine Bedürfnisse,nicht seine und ihn auch nicht mit einbeziehen!!!!
    Ich brauchte lange um meine Bedürfnisse zu erkennen,nur meine!Ohne ihn mit einzuflechten in diese Gedanken.

    L.G.Seekrank

    Ich wurde so traurig,das ich zu nichts mehr Lust hatte.Ich wusste dort ist das Land,ich kann dort hin und kann trotzdem nicht gehen.Zu wissen was zu tun ist und es umzusetzen sind verschiedene Dinge.Es ist ein Prozess.Da kann schnell gesagt werden du kannst einfach gehen,es gibt immer Möglichkeiten der Unterstützung.Das wusste ich alles,ich konnte nicht gehen.Nicht weil ich kein Selbstbewusstsein habe.Für mich war das eine Angsststörung.Ich wusste ich sterbe nicht wenn ich gehe,es wird mir besser gehen,aber eine Angststörung liess mich bleiben.keine normale wichtige ,gesunde Angst,nein eine krankhafte Angst.
    Ich weiss nicht ob das jemand nachvollziehen kann.

    Liebe Aurora,
    ja ,gönne dir diese Auszeit für dich.
    Ich kann deine Gedanken von früher verstehen,so habe ich auch lange gedacht:
    . Angst, dass ich eine Chance verpasse, jemanden vor den Kopf stoße, mich unbeliebt mache, falsch hande"

    .Obwohl ich wusste das mir Dinge nicht gut tuen,es doch anders gehandhabt"kannst du doch nicht machen",andere schaffen das doch auch"Bekommst eine Chance und nimmst sie nicht wahr...."Die Erwartungshaltungen von anderen erfüllt

    Es tut sicher gut das du solche Angebote bekommen hast,du wirst geschätzt von den Menschen.Doch deine Entscheidung das jetzt du dran bist,deine Seele,dein Körper zu unterstützen und du dir Hilfe für dich holst, ist die beste Entscheidung für dich .Sei weiterhin so achtsam zu dir.

    besten Gruss Seekrank

    So verging die Lebenszeit,ich wurde immer wütender auf ihn.Vielleicht auch auf mich,doch es war für mich einfacher meine Wut auf ihn zu lenken.Er trinkt,er ist Schuld,er ändert nichts.Ich kontrollierte im Keller die Flaschen,in allen Flaschen waren immer Reste,warum er sie nie vollständig ausgetrunken hat ist mir bis heute ein Rätsel!
    Dann "lernte"ich ,das ich mir Gutes tun muss.Ich kann ihn nicht ändern ,nur mich selber.Gut,also alte Hobbys aktiviert,mit Freunden getroffen,Ablenkung.Mehr war es nicht, Ablenkung vom Problem.
    Kam ich nach Hause war die Unzuverlässigkeit wieder im Bewusstsein,die gegenseitigen Kämpfe,ich machte Vorhaltungen,er machte mich klein,er meinte die ganze Welt ist schlecht,ich auch und dann dachte ich vielleicht hat er recht. Wenn ich wieder netter bin zu ihm, braucht er keinen Alkohol mehr.
    Ich wurde netter,erledigte alles,ein paar Tage trank er nichts,oder ich merkte es nicht und ruck zuck waren wir wieder im alten Fahrwasser.Er verschwand im Keller,ich war traurig und wurde immer ruhiger.

    Hallo Aurora,
    Danke für deine Worte!
    Ich bin zur Zeit in eine günstige Pension gezogen und werde nach einer Wohnung schauen.Wenn man weg möchte, ist das für mich die schnellste Variante,ehe das mit der Wohnung klappt, befindet man sich schon wieder auf dem alten "Schiff" und es geht weiter.
    Ich habe deine Geschichte gelesen und habe grosse Achtung vor dir.Wie du trotz schwerer Schicksalsschläge und sicher von Gefühlen überwältigt ,hier noch Menschen mit deinen Worten unterstützt.
    Du kannst deine Gefühle sehr gut benennen,ob es Trauer,Wut oder Neid ist.Du kannst es benennen und immer wieder bei dir bleiben.
    Ich dachte so,Aurora könnte eine Selbsthilfegruppe gründen,für Eltern denen ein ähnliches Schicksal widerfuhr.Deine Gedanken die du uns mitteilst finde ich sehr wertvoll,du berührst.

    Gruss Seekrank

    Hallo Marmas,

    hast du dich mal gefragt warum du immer wieder um seine Anerkennung kämpfst?Es wird nur den Weg der Entscheidung geben,entweder du machst das immer weiter mit,oder du entscheidest dich für dich und kannst das Leben ohne diesen Stress aushalten und für dich gestalten.
    Liebe Grüsse

    Co,ja erst alles kontrollieren,dann verheimlichen vor der Welt und zu gutem Schluss wurde ich gefragt warum ich so schlecht aussehe,naja mein Mann trinkt zu viel,er bekommt wenig auf die Reihe,Opferhaltung!Was waren die Antworten,ach du Arme,da dachte ich, das hilft mir nun ja auch nicht.Dann kamen Antworten,machen doch alle.Hmm dachte ich,ist das wirklich so?Sehe ich das nur so dramatisch,meine Selbstzweifel blühten auf!Zum Schluss noch die,welche es wohl am ehrlichsten meinten.Warum trennst du dich nicht?Hmm,ich soll mich trennen,er braucht doch nur aufzuhören.Warum soll ich dann gehen,die wollen blos das meine Ehe scheitert.Später wurde mir erst bewusst,das bei weitem nicht alle so viel Alkohol tranken und die,welche mir zur Trennung rieten es ehrlich meinten.Es war ein gut gemeinter Rat,sie lebten ihr Leben einigermassen zufrieden und es war ihnen im Grunde egal ob ich bei meinem Mann bleibe oder nicht.Sie wollten nur einen Denkanstoss geben,über diese Option nachzudenken.Ich wollte darüber nicht nachdenken,ich wollte das er aufhört zu trinken und sich seine Persönlichkeit nicht immer mehr verändert.Ich wollte das er sich ändert,das ich mich ändern muss begriff ich noch lange nicht.

    Wie liefen diese Jahre?Erst habe ich nicht bemerkt das so viel Alkohol floss,ich selber trinke nicht!Doch jede Feier endete von seiner Seite mit schwankendem Gang und lallen.Es war nicht regelmässig und jetzt im Rückblick war ich schon damals wüend-auf ihn-das ich selber etwas ändern kann, der Gedanke ist mir nicht gekommen.Die Kinder wuchsen heran und gehen ihren Weg-zum Glück.
    So vergingen seine Jahre mit dem Alkohol und meine Jahre ihm die Schuld an den Misstand zu geben.Er brauch doch nur nicht mehr zu trinken,dann wird alles wieder ok.das schon gar nichts mehr ok war verdrängte ich ausgezeichnet.Ich kontrollierte die Trinkmenge,machte ihm Vorwürfe,fand es toll wenn ich schlagfertig auf seine dummen Bemerkungen reagieren konnte.Und ich merkte immer noch nicht das ich mich ändern muss oder sollte,wenn ich diesen Zustand nicht mehr aushalte.Mir schlecht wird,schwindelig,ich traurig und wütend bin.Die Wahrnehmung eines Cos scheint gestört zu sein.Schritt für Schritt wird mir bewusst wieviel Anteil ich an dieser Situation habe.

    Hallo,
    ich bin weiblich ,schon viele Jahre verheiratet und Coabhängig.
    Ich kam mir jahrelang wie auf einem Schiff vor,auf und ab.Obwohl ich wusste mir bekommt diese Fahrt nicht,ich werde krank fuhr ich weiter mit.Bei jedem" Hafen "schwor ich ,heute steigst du aus und als es losgehen sollte blieb ich an Bord.Es hat lange dedauert bis ich begriffen habe was mit mir los ist.Durch das viele lesen hier wurde mir nach und nach klar das ich eine gestörte Wahrnehmung habe,nur darauf geachtet was der trinkende Partner falsch macht,doch nie auf mich,was bei mir selber im argen liegt.Das ich nur bei selber anfangen kann etwas zu ändern.