Teil 1
Kapitulation. Ich gebe auf und werde der Sieger sein.
Was war passiert? Irgendwie kann ich es noch nicht ganz verstehen. Seit Anfang 2011 versuchte ich meinen Alkoholkonsum einzuschränken und irgendwie auf ein vernünftiges Maß zu bringen.
Täglich habe ich notiert, wie viel ich getrunken habe, hab mir Wochenziele gesetzt (Nicht mehr als … so und so viel) und so weiter…
Ein und ein dreiviertel Jahr hab ich mich gequält, denn all zu oft habe ich meine Ziele nicht erreicht. Besser gesagt, meist hab ich sie nicht erreicht.
Klar hat es auch mal funktioniert, dass ich z.b. nur am Samstag was getrunken habe. Einige Wochen ging das gut, dann fing es schon am Freitag an, irgendwann dann auch Sonntag und Montag und schnell war ich wieder beim täglichem Konsum (oder besser Missbrauch) angekommen.
Dann kam dieser Sonntag.
Schon beim Frühstück habe ich alle Pläne für diesen Tag über Bord geschmissen, denn da war noch ein Rest von einer Weinflasche im Kühlschrank und eine lag noch im Kofferraum.
Auf einmal spürte ich, dass ich nicht anders kann, als diese Flaschen zu leeren. (natürlich nicht in den Ausguss)
Irgendwie hab ich in diesem Moment realisiert, dass nicht mehr ich entscheide, wann und wie viel ich trinke, sondern dass der Alkohol die komplette Kontrolle übernommen hatte. Ich war deprimiert, am Boden zerstört und hab geheult.
Ich hab dann noch versucht, durch einen Spaziergang mich auf andere Gedanken zu bringen, aber es ging nicht.
ICH WAR MACHTLOS GEGENÜBER DEM ALKOHOL.
Fortsetzung folgt … (… erstmal meinen dritten alk-freien Sonntag geniesen)