okay, dann drücke ich dir die Daumen, daß er bald in einer Situation ist, daß er den Arzt nicht mehr wegschicken kann! Dann muss er ins KKH.
Beiträge von Kaddip
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Ja Schneggsche, da hast du recht. Ich finde auch, der Kontakt zum Papa ist wichtig, und du paßt ja auch auf, daß es nicht zu belastend wird für die Kleine. Mein Freund war auch immer ganz klasse, wenn die Kinder da waren und man konnte sich darauf verlassen, daß er dann nicht trinkt. Da war er in seiner Papa-Rolle.
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Hallo ihr,
euch auch ein Frohes Neues Jahr! Sorry, daß ich das vergaß. Ich setze wirklich viel Hoffnung in das Jahr 2008. Zum Beispiel, daß ich wieder ich werde.

Mädels, überlegt mal, ihr habt auch Verantwortung für andere, z.B. für eure Freunde, eure Eltern, Kinder!!! etc.
Ich habe auch gelogen, schon ein paar Mal. Vor allem, wenn meine Freundin fragte, wie es so läuft und ob er wieder trinkt oder seine Versprechen einhält.
Gerade diese Freundin hat auch schlimme Erfahrungen mit dem Alkoholismus (in der Rolle der Tochter!). Ich schäme mich, daß ich sie angelogen habe. Sehr.Schlimm oder? Ich habe mir gedacht, daß ist fast so, wie Flaschen verstecken.
Es hilft, sich eben nicht! isolieren zu lassen, von Freunden, Familienmitgliedern....ich denke, die Männer versuchen, uns zu isolieren, dann ist es leichter. Das ist bei dir Schneggsche ganz deutlich, laß das nicht zu!
Ganz liebe Grüße
Kaddip -
Ich habe es mit Flucht geschafft. Du solltest da raus. Kannst du nicht irgendwohin? Zu Freunden, den Eltern, Geschwistern, etc.?? Von da aus dann alles regeln. Eine Selbständigkeit woanders aufbauen....Stundenzahl wieder erhöhen? Geht das? Vermutlich nicht..wäre zu einfach. Isoliere dich privat, geh arbeiten, entzieh dich doch mal. Ganz viel Stärke und Glück. Es ist nie zu spät.
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Tine35!!
Mein Tip, rufe sofort die 112 an, bestell Krankenwagen, schildere die Situation in ruhigen Worten und laß ihn sofort abholen. Lebensgefahr. -
Hallo Sonnenschein76, hallo Schneggsche,
ich bin wieder paar Tage geflohen. Aber: ich bin jetzt alleine in meiner Wohnung, aber ich war über Sylvester mit meiner besten Freundin weg und vielen anderen von ihren Freunden. Es war ok. Ich hab nur um Mitternacht halt geweint und mich sonst abgelenkt. Habt ihr auch das Gefühl, daß die Ablenkung auch nur Murks ist und daß das Leiden dann eben nachher sowieso kommt? Ich wünschte mir, es gäbe einen Therapeuten, der das einfach aus dem Kopf klopfen könnte. Seufz. Mir gehts leidlich, habe vorhin geputzt und geräumt, alle seine Sachen sind ja noch hier. Ich gucke sogar aus dem Fenster, ob er kommt, obwohl ich mir das ja vor meinem offiziellen Ich gar nicht wünsche. Unverbesserlich komme ich mir vor, inkonsequent. Ich muss mich absichtlich an die schlimmen Momente erinnern, sonst ertrage ich es nicht. Aber immer wieder habe ich Rückfälle, suche ihn mit meinen Gedanken, tröste ihn aus der Ferne, sage ihm, alles würde gut.....jetzt heul ich schon wieder, ich bin eine doofe Nuss. Eure Geschichten sind meiner so irre ähnlich. Die sms, die Masken, dieses Nicht-Loslassen-Können, die Liebe, die übergroß erscheint, dieses Hin und Her.
Danke der Nachfrage Sonnenschein76. Ich denke, ich bin ok. Sollte ich Schulnoten vergeben, dann schwanke ich zwischen 3 und 6, ohne die 4 und 5 dazwischen zu touchieren.
Ich drück euch und schicke euch Kraftpäckchen !
Kaddip
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@Schneggsche: Wie lieb, du machst dir Gedanken um die Satzstellung?? Ich glaube, das geht uns allen so, daß wir hier runtertippen im Affenzahn und daß der Kopf viel schneller diktiert, als wir schreiben können!! Außerdem lauert da schon wieder der Wunsch, fehlerlos zu sein. Wieso dürfen wir keine Fehler machen?
Denk mal drüber nach. Du hast dir sicherlich auch nicht mehr erlaubt, schlechte Laune zu haben, weil er dann den Spieß sofort umgedreht hat und ER hatte dann schlechte Laune! oder?@Sonnenschein76: Ich verstehe deinen Wunsch, ihn zu sehen, würde aber Abstand auch für besser halten. Ist halt gefährlich, weil ja immer so wahnsinnig viele Emotionen, Wünsche, Liebe, Hoffnungen, Verantwortungsgefühle im Spiel sind!! Paß auf dich auf!
Ich wüßte nicht, was ich ohne euch alle täte!
Vermutlich nicht kapieren, immer weiter lieben, und ihn damit immer weiter in die Sucht treiben. Habt ihr dieses knapp 30minütige Video gesehen, was hier im Forum gepostet ist? Wahnsinn! Da wird ganz ganz deutlich, wie falsch sich auch liebende Freundinnen verhalten können und der alkoholabhängige Mann in dem Video hat quasi kaum eine Chance, mit diesem Umfeld aufzuhören, zu trinken. Irre. Das hat mich ganz schön fertig gemacht, das Video, aber ich bin trotzdem froh, daß ich es angesehen habe! -
Zitat
Kannst Du nicht einfach
umziehen?
Hm, es war schon meine (Miet-)wohnung. Er hatte das erste Jahr eine eigene und dann wollte ich die gemeinsame, ich Schaaf, hab ja gedacht, dann muss! er aufhören zu trinken, klar. Leute, macht das nicht. Ich habe nie bereut, daß ich mich für ihn entschieden habe, trotz aller Widrigkeiten damals, er ist ja noch immer verheiratet, hat einige Kinder...aber das war ok, das hätte ich wieder getan, weil ich ihn liebe (liebte?), naja..lassen wir diese Frage mal außen vor. Aber das Zusammenziehen habe ich so bereut. So so so bereut. Denn es hat nichts gebracht und nur Schwierigkeiten nach sich gezogen. Kein Rückzugsort für mich. Sehr schwere Trennung. Ich möchte hier erstmal wohnen bleiben, weil ich so irre viele Sachen habe, die schwer zu transportieren sind und weil ich mal zur Ruhe kommen mag. Ich habe schon alle seine Sachen aus der Küche in Kisten gepackt und alles aus dem Wohnzimmer. Ich packe alles in sein Zimmer und mach dann da die Tür zu. Ich hab körperliche Schmerzen beim Einpacken der Kisten, aber ich stehe es durch. Ich muss mich manchmal echt setzen und Luft holen. Wahnsinn, was das alles bewirken kann. Jetzt muss ich deshalb auch aufhören für heute mit Packen.Du schreibst, ihr wart ein halbes Jahr getrennt. Hmm. Das ist schon lange. Ich drücke dir die Daumen, daß Du ihm und dir jetzt Zeit geben kannst und schicke dir ganz viel Stärke!!!
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Zitat
Es tut so gut sich austauschen zu können, da man sich eigentlich nicht mehr traut, in seinem Umfeld mit diesem Thema anzufangen.
Ja das stimmt schon, aber diese Leute haben auch recht. Wir dürfen nicht genauso beratungsresistent sein.ZitatEs ist so seltsam, man fragt sich immer, wie es sein, dass ausgerechnet man selbst so ein Pech hat. Um einen herum scheint es überwiegend recht harmonisch.
Nein, glaube ich nicht, es gibt wahnsinnig viele alkoholkranke Menschen, und auch viele andere Probleme/Sorgen. Sehr viele Menschen reden nicht darüber, weil sie glauben oder gesagt bekommen (war bei mir auch so), sie sollen nicht "schlecht" über ihren Partner reden.ZitatWie lange seid Ihr jetzt getrennt lebend?
leider erst 4 Wochen, ich räume gerade seine Sachen in Umzugskartons und alles in sein eines Zimmer hier in meiner Wohnung. Ich habe noch viel vor mir. Ich schaue nach vorn und versuche, nicht mehr dauernd zu weinen, natürlich wird er mir sowieso alles, was ich tue, als Egoismus ankreiden, aber damit erpreßt er mich! nicht mehr.
ZitatMein Ex ist nicht der "typische" Trinker, wenn ich das mal so sagen darf.
Meiner auch nicht. Kaum einer ist das. Wir hatten so glückliche Wochen ohne Alkohol, immer fing ich an, zu vertrauen, dann war es wieder aus. Ich zweifelte ständig an meinem Urteilsvermögen bezüglich Alkohol. Sehr oft war es dann aber auch überdeutlich. Ich habe ein Tagebuch darüber geschrieben, das tat gut und ich konnte nachlesen, wie oft ich schon in solchen Situationen war. Er hats verbrannt, als ich ihn einmal bat, es zu lesen. Ich hatte gehofft, er begreift doch noch. Aber er hat es nichtmal gelesen. Und wenn doch, hat es nichts gebracht.Zitat
Warum hängen wir denn bloss so sehr an denen?Aus Liebe! Wir lieben diese Männer, weil wir wissen, wie sie sein könnten, wie sie wirklich sind, ohne Alkohol. Wir wollen helfen und begreifen nicht, warum sie nicht begreifen. Warum sie sich nicht bewegen. Warum sie nicht kapieren, daß Alkohol alles alles kaputt macht.
ZitatIst es die Angst, dass ein anderer nicht anders wäre oder irgendwann auch Macken zeigt, mit denen wir nicht umgehen können?
Nein, ich glaube, ich bin mittlerweile sehr mackenresistent, aber ich möchte nicht mehr mit einem Alkoholiker zusammensein, alles aber das nicht. Ich hätte mir gewünscht, er hätte mich einfach wegen einer anderen Frau verlassen, nicht wegen paar Bier.ZitatMan kommt sich selbst so beknackt vor. Alle um einen herum erleben tolle Dinge und man selbst steckt mitten im Alk-Thema drin.
Ach, auch nicht. Die sagen halt nix.
Frage an einen Moderator: Wie hoch wird die Zahl der Alkoholiker in Deutschland denn geschätzt??
Da hängen doch überall massenhaft Schicksale dran.ZitatWas bin ich froh, dass es dieses Forum hier gibt!
Ich auch! -
Ja, der Dämon kommt wieder. Erst Verhaltensrückfall, dann Trinkrückfall. Das kennen wir zu gut stimmts ?
Das habe ich begriffen, daher werde ich diesmal nicht wieder umfallen. Ich finde es richtig, daß man Verantwortung gegenüber anderen, seinem ganzen Umfeld, auch gegenüber möglicherweise zukünftigen Kindern, zeigt. Verantwortung für sein Verhalten möchte ich nicht mehr übernehmen, denn das ist grundfalsch. Er hat mich immer wieder dazu gebracht, aber das funktioniert nicht mehr. Genauso hat er ja auch mir gegenüber keine Verantwortung gezeigt. Was man immer wieder liest bei euch ist, daß eure Partner euch als Egoisten bezeichnet haben. War bei mir genauso und ist es immer noch. Es hat mir geholfen, es bei euch auch zu lesen, denn man fühlt sich schon schlecht gell? Was ich schlimm finde ist, daß auch die sozialen Kontakte so leiden. Wir haben uns hier in der Wohnung total isoliert. -
Meine letzten 2,5 Jahre war ich nicht fair zu mir und auch nicht zu anderen Menschen, die mich gern haben. Ich habe alle meine Kraft und Liebe in einen Kampf gegen Alkohol gesteckt und leider verloren. Wir hatten nach einem Jahr Beziehung eine gemeinsame Wohnung, ich glaubte, daß er dann aufhören muss, denn dann bin ich ja da und er ist nicht mehr alleine. Natürlich ein Trugschluß.
Ich habe einen Mann verloren, den ich sehr liebe, der leider zwei Gesichter hat, einerseits das Tolle, von dem intelligentesten und integersten Mann, den ich kenne, das zweite Gesicht hat kleine Pupillen, kann nicht richtig sprechen, ist voll von Angst und Verzweiflung und Depression und steht unter starkem Alkoholeinfluß. Er ist suchtkrank und ich habe ihn nicht deshalb verlassen, sondern weil er nichts dagegen unternommen hat, nicht mit mir zusammen, nicht alleine, sich nicht anspornen ließ durch Liebe, durch Streit, Drohungen, Verständnis, Hilfe, Predigten, schlicht und ergreifend durch nichts. Jetzt sitze ich hier in meiner Wohnung, habe auf meinen Kopf gehört, statt auf mein Herz, habe ihn rausgeworfen und mich vorher fast 4 Wochen bei den Eltern versteckt, verkrochen, feige gewesen, abgehauen. Alle seine Sachen hier.
Ich bin vermutlich irgendwann mit abhängig geworden, aber von ihm. Ich hatte geglaubt, er könne der Mann sein, der mich vor der Banalität retten kann, in dem ich Erfüllung finde. Hätte er auch, hätte er nicht getrunken. Hat er aber. So war es sehr oft ein Alptraum, wieder hoffen, Hoffnung wieder begraben, immer ein Auf und Ab. Er trinkt nicht jeden Tag, aber ca. alle 8 Tage und dann exzessiv. Depressiv, alleine. Jetzt habe ich ihn verlassen. Beziehungsweise, er hat mich getauscht. Ich stellte ihn letztlich dann doch vor die Wahl, Alkohol oder ich. Und er wählte nicht mich. Natürlich sagt er jetzt, ich hätte ihn verlassen, aber genaugenommen stimmt das nicht. Zwischendurch hatten wir eine tolle Zeit, bis zu drei/vier Wochen hat er mal geschafft, nicht zu trinken. Auch mal ein Abend, wo er ein Glas Wein und weiter nichts trinken konnte. Aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich immer wissen müssen, daß es so endet. Ich glaubte, wenn ich ihn nur genug liebe, nett genug bin, könnte ich ihn heilen. Erst eine Selbsthilfegruppe und dieses Forum hier mussten mir die Augen öffnen, daß er sich selbst helfen kann, wenn er nur will, alles andere chancenlos ist.Jetzt sitze ich hier und fühle mich benutzt, weggeworfen, auch als Versager. Ich weiß, der Schmerz wird nachlassen, frage mich nur wann. Ich denke immer an einen Satz: Es gibt keinen Ersatz für die Wahrheit!
Also höre ich auf, mich zu belügen. Ich habe auch schon daran gedacht, daß es den Menschen, den ich liebe, gar nicht gibt, denn ich liebe ja nur die nüchterne Seite. Und wenn ich ihn in der Gesamtheit betrachte,..naja...
Aber meine Geschichte ist anders als deine. Er war zu nichts! bereit. Hat immer nur beteuert, er kann selbst aufhören, immer für begrenzte Zeit (3 Monate, 6 Monate). Er hat aber nie begriffen, daß Alkohol ihn so weit gebracht hatte, daß er lügt, versteckt, Angst hat, Depressionen hat. Er wollte seinen Freund Alkohol nie ganz aufgeben und nie für immer. Und schon gar nicht in einer Therapie die Augen geöffnet bekommmen. Er hat sogar immer geglaubt, er weiß schon alles. Dabei weiß er gar nichts darüber. Er hat immer versucht, seine Umwelt an sein Suchtproblem anzupassen, nicht das Problem anzugehen.
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Hallo Sonnenschein. Gefühls-Chaos bei dir ja? Ich habe deine Geschichte sorgsam gelesen. Es gibt ein paar Dinge, die bei dir/euch positiv sind
, im Gegensatz zu den anderen Geschichten hier von Angehörigen (mich eingeschlossen). Einmal ist mir aufgefallen, daß dein Freund (Ex-Freund) schon darüber spricht. Super. Von sich aus, meine ich. Dazu kommt, daß er zur Therapie geht. Da bist du ja Lichtjahre weiter!! Dann geht es also primär um deine Angst, um dein Vertrauen (übrigens, kommst du mir stark vor, eher nicht mit-abhängig, sondern liebend, aber noch verständig). Was denkst du, könnte nicht Zeit euch helfen? Laß ihn doch zunächst einmal los. Wenn er ein paar Schritte weiter ist, dann könnt ihr doch gemeinsam überlegen, ob ihr euch zueinander hingezogen fühlt. Ich könntet drüber reden, wie ihr euch eine Beziehung vorstellt. Ich würde dir raten, mit ihm zu reden und euch beiden die Zeit zu geben. Macht doch aus, daß ihr aufeinander wartet ein paar Monate! Und ich würde dir raten, Beziehung kann man versuchen, aber zunächst keine gemeinsame Wohnung. Und versuche, zu verzeihen und zu vertrauen dann. Alles im Leben hat seine Zeit, auch übermäßiger Alkoholkonsum kann seine "Zeit gehabt haben". Es kann auch gut gehen. Hab Vertrauen dann und versuche bewußt, zu verzeihen. Aber gib euch Zeit! Keiner kann dir sagen, was in deinem Leben richtig oder falsch ist, ich rate dir nur, was ich für richtig halten würde. Ich hoffe, du verstehst. lg Kaddip -
Hallo Lillith, bist du noch im web? Hoffe ja. Wußtest du, daß der Mensch im Schlaf den Geruchssinn vollkommen ausschaltet? Habe ich mal gelesen. Daher: du hast geträumt! Du verarbeitest. Ich habe auch schon in Träumen gesehen, daß zwei Männer sich prügeln, ganz schlimm, und daß ich sie trennen will und dem einen helfen und den anderen in eine Autotür einklemme. Er ! hat mir sogar gesagt - mein Ex-Freund- daß ich von seinen zwei Gesichtern geträumt habe. Kraß oder? Ich habs fast geschafft, wohnte 4 Wochen woanders und habe ihn in dieser Zeit aus meiner Wohnung, die wir ein gutes Jahr gemeinsam bewohnten, geworfen! Mein schlechtes Gewissen ist riesig, es ist schrecklich und es geht mir bei weitem nicht so, wie es sollte. Aber diesmal halte ich durch. Wie gehts dir jetzt? Das letzte Mal, als du schriebst, ist schon Wochen her! liebe Grüße kaddip
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Liebe Lilly, du hattest recht. Zeit schinden und alles.
Es ist zu Ende. Aus. Ich habe ihn rausgeworfen. Natürlich hört sich das locker an, in Wahrheit waren die letzten 4 Wochen die schlimmsten, die ich mir vorstellen konnte.
Aber was jammere ich, hätte ich früher kapiert, dann wäre mir was erspart geblieben. Jetzt sitze ich hier in meiner Wohnung mit all seinen Sachen und werde morgen anfangen, alle seine Dinge in ein Zimmer zu räumen! JA! Das schaff ich!
Diesmal werde ich nicht wieder umfallen, denn ich werde nicht mit ihm untergehen, alle Freunde verlieren, weiter zusehen, wie er sich zerstört. Liebe ist kein Allheilmittel, sondern kann auch zum Feind werden. Ich werde jetzt auch dagegen kämpfen. Danke Euch! Ohne Euch hätte ich es kaum geschafft. Ich musste erst checken, daß sich alle Geschichten so sehr ähneln, hatte geglaubt, unsere sei einzigartig. -
Hallo meine Liebe. Ich habe deine story gelesen und glaubte (wieder einmal), ich hätte es schreiben können. Alles, alles war bei mir ähnlich. Ich liebe ihn noch immer, aber ich habe es so gemacht bisher:
Nach allem, was ich erlebt habe, alle Versuche, wie auch immer, ihn vom Trinken wegzubringen, habe ich immer betont, daß er aufhören muss, sonst würden wir daran scheitern. Er hat alles ignoriert und auch immer diese Phasen durchlebt, Trinken-Bereuen-Wieder der Alte sein (super)-Motzen-Zurückrudern-NixEinsehen-Trinken..usw..
Beim letzten Mal war ich wieder einmal am Ende, da habe ich ein letztes Mal gefleht, geweint, gebettelt, nicht zu fahren, kein Bier zu kaufen, alle Hilfe angeboten, nach Auswegen gesucht...er fuhr! Ich packte Tasche und bin bei den Eltern zu Kreuze gekrochen, ob ich eine Zeit unterkommen könnte. Das war am 04.12. Heute bin ich zum ersten Mal wieder in meiner! Wohnung. Ich warf ihn raus. Er ist jetzt irgendwo und muss von dort aus eine Wohnung suchen. Er bombadierte mich auch mit sms, Liebesschwüre, Vorwürfe, Beleidigungen, Selbstmorddrohungen. Ich weiß, ich bin noch nicht wirklich über den Berg. ER kann jede Minute hier reinschneien, mich bequatschen, hat noch alle Sachen hier! Ich finde am schlimmsten, wie furchtbar Liebe sein kann, und daß es euch allen genauso geht. Ich hoffte irgendwie immer, wir wären was Besonderes gewesen.
Aber das hilft mir auch, nicht alleine sein. Ich weiß nicht, ob ich es ohne Selbsthilfegruppe für Co´s und ohne dieses Forum hier je geschafft hätte. Auf jeden Fall nicht ohne meine Freundinnen, ohne Eltern, ohne meine Schwester! Alle sind da. Denke daran, auch Verantwortung gegenüber diesen Menschen hast du, alle leiden unter der Sucht meines Partners, sehen, wie ich mich fertig mache und leide. Und auch nicht zuletzt Verantwortung für dich selbst, dein eigenes Leben! Und sogar Verantwortung für den Alkoholiker, denn trocken-lieben, das geht nicht. Ein Loslassen läßt wenigstens die Hoffnung offen, daß er irgendwann kapiert, für die nächste Partnerin! Ich denk an Dich! -
Danke Pitato. Im Moment kommunizieren wir nicht und er braucht wohl ein paar Tage Zeit für seine Entscheidung.
Na, mir gehts den Umständen entsprechend ganz gut, einmal, dadurch, daß ich mir hier von der Seele schreiben darf, außerdem kann ich mich momentan gut auf die Arbeit konzentrieren und habe heute von 7 Uhr morgens bis 18 Uhr gearbeitet und ganz viel gemacht! Muss wieder mal den Chef beeindrucken, damit er die Durchhänger der letzten Monate verzeiht.
Und schlafen kann ich meist ganz gut, also : ich hab Glück! Ja, ich halt die Ohren steif!! Danke.
lg
und denkt daran, alles wird gut.
Kaddip -
Oh Mann, Lillith,
ich kann mir ungefähr vorstellen, wie fertig du warst, als du das! geschrieben hast. Und was hast du dann gemacht? Dich verkrochen? Konntest du dich ablenken?Du hast das richtige gemacht!!! Nicht zweifeln. Und jetzt überlege mal, das Schlimmste hast du hinter dir, Lillith. Willst du nochmal zurück zum Anfang und alles nochmal durchstehen? Nein!!! Bleib stark!
Ich kann nur sagen: Du hast es erkannt! wie es ist. Und: HUT AB!!!
Drück dich aus der Ferne einfach mal gedanklich.
Kaddip
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Hi ihr Zwei,
wenn Lillith schreibt ist es immer schön, und bißchen witzig. Klar, man kriegt Falten von dem Streß. Na und? Ich heule auch vor ihm, wieso nicht? Die Jungs können ruhig wissen, was los ist. Aber ich zeige mich nicht mehr so hilflos und megaschwach. Ich versuche auch, das Heulen zu unterdrücken, aber eigentlich denke ich, das bin eben ich. Es darf sich nicht immer alles darum drehen, wie wirkt es auf ihn, fühlt er sich durch unser Weinen wieder unter Druck gesetzt und trinkt deshalb? Ich fragte mich das echt. Was ein Blödsinn. Wer weinen möchte, soll es einfach tun. Und Fernbedienungen kann man ersetzen. Der erste Schritt ist gemacht!
lg
Kaddip -
Liebe Mini,
das Gefühl, zugemauert zu sein könnte meiner Ansicht nach ein Anzeichen für eine Depression bei dir sein. Nicht erschrecken, oder falsch verstehen, aber es ist ja so, daß sein Trinkverhalten dich verletzt und dir schadet. Das Aufschreiben hilft viel. Habe ich auch gemacht, ein ganzes Buch voll. Ich gab es ihm (zu einem falschen Zeitpunkt) zu lesen und er verbrannte es in unserem Kaminofen. Egal. Das Aufschreiben hilft. Ich würde dir raten, ihm einen Brief zu schreiben, in Ruhe, wo du erklärst, wie es in dir aussieht, was das Trinken bei dir auslöst und in den vergangenen Jahren ausgelöst hat. Schließlich möchtest du ihm ja die Chance geben, zu verstehen. Denke ich. Dann kannst du dich weiterhin zurückziehen und ihm (vielleicht im Brief) deutlich machen, daß du erwartest, daß er sich Zeit nimmt, über deinen Brief nachzudenken. Du kannst ihm vorschlagen, daß er dann, wenn er fertig ist, mit Nachdenken, ein Gespräch mit dir sucht. Ganz ruhig, ohne Stress. Dann laß ihn mal reden. Wie er sich ein Leben mit dir vorstellt und was er erwartet. Frag ihn doch einmal, was er denkt, was ihr tun könnt, damit ihr (wieder?) glücklich werdet/bleibt. Damit ihr den respektvollen Umgang miteinander nicht verliert?
Das Zugemauert - Sein kann plötzlich enden, wenn es in Angst umschlägt und dann kann es sein, daß du Dinge sagst, die dir später leid tuen und alles schaukelt sich hoch. Es ist schwer, denn man will alles richtig machen, aber wer kann das schon?
Ich wünsche Dir viel Kraft! Und denk an Dich! -
Danke Lillith,
das Positive mag sein, daß sich abzeichnet, daß er auszieht. Denn er würde die Therapie tatsächlich nur wegen mir machen und dann hat es keinen Sinn. Die Alternative zu "keine Therapie" ist für mich aber nur noch sein Auszug, denn ich habe natürlich Angst vor neuen solchen Eklats. Das stehe ich nicht mehr so leicht durch. Ich würde sagen, daß unsere Beziehung eine Chance hat, wenn er auszieht und mir zeigt, daß er ohne Alkohol leben kann. Ich brauche jetzt auch diesen Abstand. Eine Enttäuschung verkraftet sich dann nicht wirklich leichter, aber die Rückzugsmöglichkeit ist besser, wenn ich meine Wohnung alleine habe. Seufz. Wieso ist das Leben so kompliziert.
Ich denke an euch und danke euch.Was auch schwer ist, ich habe natürlich dieses Muster voll drin, daß ich ihn ständig bevormunden will, ihm keine richtig eigene Meinung zugestehe. Das muss ich auch wieder lernen. Ich habe auch schon davon gehört, daß Frauen sich von trockenen Alkoholikern trennen, weil sie damit gar nicht mehr klarkommen. Aber das kann ich mir nicht vorstellen. Ich würde mich gerne einem starken Partner stellen. Bin kampfbereit. :-)) Naja, aber jedenfalls, dieses Muster ist natürlich da. Das stresst ihn bestimmt auch, aber wer sagt, daß ich alles richtig mache?!