Beiträge von c2h5oh

    Zitat von Nyana

    Lieber Frank,

    ich hab Dein Vortasten in die "klassische Musik" nun miterlebt.
    Ich war auf einem musischen Gymnasium, habe selbt Geige und Klavier "gelernt",,,und ich weiss nun nicht, obs für Dich passt, aber ich habe so das Gefühl, dass Du ein Mensch bist, der Gustav Mahler lieben könnte.....

    Hallo Nyana,

    dem schließe ich mich an. "Kindertotenlieder" wären m.E. ein guter Einstieg, oder das sehr schöne "Nicht wiedersehen" aus den Liedern eines fahrenden Gesellen. Zu dem Zitaten: mich hat es auf sehr irritiert, dass Zitate mit Quellenangabe (!) ediert werden. Die meisten, die glauben, etwas "ganz Eigenes" (Loriots Jodelkurs lässt grüßen) auszudrücken, wissen nur nicht, wo und wann der Gedanke schon besser formuliert wurde. Kein Grund, das Forum zu verlassen.
    LG Jonas

    Nys

    Hallo nys,

    ich pflichte Linde66 bei. Eröffne lieber einen eigenen Thread.
    Was das Verhältnis zu deinem Vater angeht, noch ganz kurz: in einer analytischen Sitzung würde man deine Abwehr registrieren. Du verteidigst ihn vehement, entschuldigst sein Fehlverhalten (unterlassene Hilfeleistung) und seine gemütliche Bequemlichkeit mit seiner Biografie. Ich nehme an, diese Haltung überträgst du stets auf die xy. Das heißt, du instrumentalisierst deine xy: sie sollen genauso schwach sein wie dein Vater - aber gleichzeitig ganz anders: starke Männer, die dich retten. Schnell siehst du dann, dass sie das nicht leisten (können) und dich zerstören. Das ist aber auch ein Lustgewinn für dich. Analytisch: du willst (jedes Mal) deinen Vater bestrafen für seine Schwäche, für sein Unvermögen, dich (vor der Mutter) zu retten. Wenn du Aversion anwenden willst, musst du logischer Weise gegen dich selbst argumentieren, denn du missbrauchst die Männer, sie müssen für dich deinen Ideal-Vater spielen.

    LG Jonas

    Zitat von Nys

    PS
    frage mich wie Du - der seine Routine braucht - das von einer Flucht unterscheidest?

    Vielleicht ist das eine Art (angeborene) Flucht. Die Außenwelt nehmen wir anders wahr. Wir sehen Strukturen und Details viel deutlicher, dafür haben wir Probleme mit dem Gesamtbild. Die Außenwelt zieht an mir vorbei wie ein grotesker Film. In meiner für mich perfekt strukturierten Wohnung fühle ich mich sicherer. Hier kann ich auch besser arbeiten. Das lässt sich aber nicht ändern. Autismus darf nicht mit Sozialphobie oder Hemmung verwechselt werden, auch wenn sich die Symptome nicht selten ähneln.

    LG Jonas

    Zitat von Nys


    Diesen Hang zur Flucht. In eine Verliebtheit in eine Sorge in eine voll umfänglich aufreibende Beziehung...
    das ist mein Verhaltensmuster, das am stärksten ist.
    Wahrscheinlich flüchte ich grade schon wieder in dieses Forum...

    Kennst Du das auch?

    Hallo Nys,
    nein, das kenne ich nicht. Ich vermeide jede Sorge, jede Veränderung. Ich brauche meine festen Routinen - und jetzt gehe ich spazieren.

    LG Jonas

    Nys

    Hallo Nys,

    "Bist Du sehr verwöhnt worden als Kind?"

    wie schon ausgeführt, war ich ein außerordentlich "braves", "erwachsenes", "immer ernstes" und angeblich überaus hübsches Kind. Ja, die ganze Mischpoche hat mich ständig umarmt und geküsst, was bei mir ein völliges Erstarren, nicht selten Weinen und Schreien ausgelöst hat. So kam ich zu meiner Diagnose Autismus (Kinderklinik). Eine orale Störung postuliere ich zwar, vermag aber die Ursache (noch) nicht zu erkennen. "Wir" (Autisten) versuchen allerdings, oft jahre- oder sogar jahrzehntelang, die Anderen zu kopieren, uns wie Neurotypische zu verhalten. Das zermürbt völlig. Dass sich meine Kopierversuche mit 16/17 Jahren intensivierten, hat einen simplen Grund: auch Autisten sind Männer und haben einschlägige Bedürfnisse. Alkohol sollte da nachhelfen. Das tat er nicht. Uns "lockert" er nicht auf. Wir werden nur konzentrierter, fokussierter und noch hartnäckiger, das heißt, für die Anderen noch schwerer zu ertragen. Gelernt, mein Anders-Sein zu akzeptieren und nicht mehr in einer falschen Existenz leben zu wollen, habe ich erst viel später, und da schulde ich vor allem meiner Online-SHG großen Dank.

    LG Jonas

    Zitat von Nys

    Mein Vater sei ein guter lieber Mensch, der mich nur leider nicht vor ihr beschützen kann. Ich wollte schon damals fort.

    So da haben wir meinen Hang zu einem abhängigen Partner:


    2.) Angst vor Kontrollverlust
    Ich suche Männer, die von der Harmonie-Bedürftigkeit
    meinem Vater ähneln und mir Liebe und Geborgenheit geben. Die nach außen unnahbar aber nach innen sehr verletzlich sind. (Kontrollierbar?)
    Warum?

    a) weil ich immer noch auf das Happy End warte - es zwanghaft herbei wünsche gerettet zu werden. UND ZWAR von einem Mann der genauso schwach ist wie mein Vater!

    Guten Morgen, Nys!

    Zunächst möchte ich mich entschuldigen. Ich hatte dich gestern tatsächlich verwechselt und war irritiert als ich las, dass "du" nicht co-abhängig bist.

    Vielen Dank für die wichtigen Informationen. Deine Mutter erlebtest du als mächtig, kalt und grausam, deinen Vater als guten, lieben Menschen, der aber schwach ist. Bei näherem Hinsehen ist das Verhältnis zu deinem Vater ambivalent: "der mich nur leider nicht vor der Mutter beschützen konnte." Hier sehe ich eine Idealisierung des und gleichzeitig einen Vorwurf gegen den Vater. Warum konnte er dich denn nicht vor der grausamen Mutter beschützen? Charakterliche "Schwäche" kann doch nicht immer als Entschuldigung herhalten. War nicht auch deine Mutter sehr schwach? Die Konstellation erinnert übrigens an die in vielen Märchen, nur dass in den ("gereinigten") Grimm'schen Fassungen die "gütige", aber tote Mutter gegen eine böse Stiefmutter ausgetauscht wurde.
    Tiefenpsychologisch bist du in einer Wiederholungszwangs-Falle gefangen: endlich möchtest du von deinem Vater gerettet werden. Endlich soll der schwache Vater stark genug sein, dich zu retten. Der kindliche Hilferuf: "Papa, du kannst mich retten, wenn du nur willst! Du bist gar nicht so schwach!". Das wiederholtst du ständig. So suchst du dir immer wieder (!) den schwächsten Ast, setzt dich darauf und stürzt natürlich ab.
    Vielleicht wäre es sinnvoll, an deinem Vater- und Mutterbild zu arbeiten. Vielleicht hilft es schon ein wenig, den Begriff des "lieben, guten, aber schwachen Vaters" gegen "Waschlappen" auszutauschen: De-Idealisierung des Vaters. Deine Mutter war ich-schwach, neurotisch und überfordert, möglicher Weise wollte sie kein Kind.

    LG Jonas

    Zitat von Carl57


    Wohlgemerkt: Ich fasse "Nächster" nicht i.S. von mir nahestehend auf, sondern als beliebiger Mitmensch.
    Carl

    Hallo Carl57,

    mit "Nächster" ist schon mindestens ein Näherer gemeint (Horde, Gruppe, Sippe, Familie). Ein Feind muss nicht geliebt, ja nicht einmal toleriert werden. Diese (angebliche!) Forderung, auch die Feinde lieben zu sollen, kann man historisch als Durchhalteparole ansehen: die Römer waren zu der Zeit nicht zu besiegen; besser, man arragiert sich. Nun, PR-Mann Paulus hat Jeshua von Nazareth so manchen Unsinn angedichtet, schlechte Übersetzer trugen zum Zerrbild bei. So heißt es "du sollst nicht morden" (von töten steht da nichts), und einen "Rachegott" gibt es auch nicht. Statt Rache heißt es Ahndung. "Auge um Auge, Zahn um Zahn" wird immer wieder gerne in antisemitisch getönten Forenbeiträgen wiedergekäut. Wer den Talmud kennt, kennt nicht nur den Hintergrund dieser Forderung sondern weiß, dass es um Verhältnismäßigkeit geht, ein Grundsatz, der auch in der heutigen Rechtsprechung Verwendung findet. Aber jetzt schweife ich hier wirklich ab und möchte mich dafür entschuldigen.

    LG Jonas

    Zitat von Poster

    Hallo Jonas
    Was machst Du wenn Dein Enkel in 4 Jahren und 9 Monaten

    keinen Bock auf Klavier hat und lieber Fußball spielen will ?

    lg

    der Poster

    Ich habe einige interessante Studien zum (Massen-)Phänomen Fußball gelesen. Dann werde ich ihn die Soziologie des Fußballs lehren. Andererseits schließen sich Fußballspielen (Sport im Allgemeinen) und Musizieren nicht aus: Arnold Schönberg z.B. hat leidenschaftlich gerne Tennis gespielt, bevorzugt mit George Gershwin. Mauricio Pollini (Pianist) fuhr Autorennen.

    LG Jonas

    Zitat von Poster

    Hallo Jonas

    Was machst Du wenn Deine Enkelin in 4 Jahren und 9 Monaten

    keinen Bock auf Klavier hat und lieber zum Ballett will ?

    lg

    der Poster

    Hallo Poster,

    er ist ein Enkel, und wenigstens eine musikalische Grundausbildung gehört zum Ballett ohnehin dazu. Meine jüngste Tochter fing in einer Ballettschule an, als sie 3 Jahre alt war und erhielt Geigenuntericht mit sechs Jahren. Sie ist dann bei der Geige geblieben (kurze Ausflüge zur Oboe und zum Cello als Zweitinstrumente).

    LG Jonas

    Zitat von Nyana


    Was ich Dich, Jonas, allerdings fragen wollte-kannst Du Dir so eine Konditionierung auch ins Positive vorstellen...?

    In deinem Fall ist das sogar wünschenswert. Als Co-Abhängige nimmst du den anderen als Trinker wahr. Im Bild "gehört das Trinken zu ihm". Nehmen wir an, der andere wäre Diabetiker. Würdest du dann so lange Unmengen an Süßigkeiten essen bis ihr zusammen Insulin spritzen müsst ("dürft")? Oder würdest du seine Krankheit nicht lieber von ihm abspalten, aus deinem Bild entfernen? Wenn NLP angewendet werden soll, "male" dir sein Bild ohne die Erkrankung (hier Trunksucht). Primärziel: verbünde dich mit seinem nicht-kranken Anteil, seiner nicht-alkoholischen Persönlichkeit. Sag dir immer wieder: ich kann ihm nur eine gute Freundin sein, wenn ich nüchtern bin, und ich werde nüchtern sein, weil ich mich selbst liebe wie den anderen. "Liebe deinen Nächsten wie (auch) dich selbst." Den Rabbinen, besonders Hillel, war klar, dass dieses Gebot tückisch sein kann: wie soll ich es erfüllen, wenn ich mich selbst hasse? Darf ich dann auch den anderen hassen? Hillel schlug deshalb vor, das Gebot zu modifizieren: Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du.

    LG Jonas

    Nys

    Hallo Nys,
    ein verlockendes Angebot. Wollen wir das in diesem Thread diskutieren oder lieber im Co-Abhängigen-Subforum? Ich möchte an dieser Stelle eine Arbeitshypothese vorschlagen:
    Co-Abhängikeit perpetuiert regressiv die Erfahrungen der eigenen Kindheit und/oder den Umgang mit eigenen Kindern. So sind nicht selten Eltern schützende Verbündete (Komplizen) der Kinder, selbst wenn diese Fehlverhalten zeigen. Beispiel: das Kind möchte nicht zur Schule gehen, die Mutter entschuldigt ihr Kind beim Lehrer (Krankheit o.ä.), obwohl sie selbst nicht die Schule schwänzen würde. Das Kind erlebt diese Komplizenschaft der Mutter lustvoll (oraler Gewinn), und die Mutter erlebt lustvoll ihre Machtstellung (Gotteskomplex), weiß aber auch, dass sie nicht richtig handelt. Hier ergeben sich nun Fragen, die nur du dir beantworten kannst: genießt du es, Komplizin zu sein, Verbündete gegen alle anderen? Erträgst du es nur schwer, den anderen (hier Trinker) leiden zu sehen? Empfindest du eine gewisse Befriedigung, wenn der andere für deine Erkrankung verantwortlich ist? Bist du (latent) masochistisch veranlagt, d.h. emfindest du Lust am eigenen Untergang, solange der andere verantwortlich dafür ist?
    Entscheide du bitte, an welchem Ort der Austausch fortgesetzt werden soll.

    LG Jonas

    @Frank

    Deine Herangehensweise an Bach ist großartig. Sehr empfehlenswert auch die Kantaten BWV 101 (schon die einleitenden Akkorde antizipieren spätromantische Harmonik - atemberaubend!) und die wunderbar heitere und gleichzeitig musikalisch anspruchsvolle "Kaffeekantate" (man spürt in jedem Takt den gut gelaunten Bach...).

    LG Jonas

    Zitat von schnuffig

    Hi Jonas!

    In Zungen reden nennt man das (auch).

    Hallo schnuffig,

    "in Zungen reden" (Glossolalie) kann man als vorwissenschaftliche Form ansehen. Chomsky und andere haben dann die linguistischen Erklärungen geliefert. In gewisser Weise übte das (von vielen nicht verstandene) Latein in den Kirchen den "Zauber" (Magie) des Zungenredens aus. Die von den Protestanten vorangetriebene Übersetzung in eine "verständliche" Sprache zerstörte diesen "Zauber". Dafür glauben die Gläubigen heute z.B. an "Omega-3-Fettsäuren" obwohl sie nichts wissen von der Struktur der Fettsäuren und Doppelbindungen (man zählt vom der COOH-Gruppe gegenüberliegenden Ende des Moleküls die C-Atome. Bei einer Omega-3-Fettsäure befindet sich eine Doppelbindung am 3. C-Atom). So wurde schlechte Magie von schlechterer abgelöst.

    LG Jonas

    schnuffig
    Ergänzend ein Beispiel. Versthst du den Satz jetzt besser?:

    "Ich, ich kann Ihnen nichts sagen. Ich weiß nichts über einen Bananenkomplott gegen Ihr Land! Ich hatte nie etwas mit den Bananen zu tun! Ich habe in der Erdbeer-Sektion gearbeitet! Glauben Sie mir doch!"
    "Quaromutikisko kawummski problottix!"
    "Nein! Bitte, nicht schießen!"

    LG Jonas

    Zitat von Hartmut

    Hallo jonas,

    wichtig ist doch das du in deiner Sprache trocken werden kannst andere müssen es ja nicht.

    Vielen Dank dafür, Hartmut!

    In diesem Thread schreibe ich über mein Denken und Handeln, über meine Problemlösungsansätze. Andere sind anders, denken, handeln und schreiben anders.

    LG Jonas

    Zitat von schnuffig

    Hi Jonas!

    Ich habe viel Freude an deinem nicht verstehbaren Satz, nur verstehe ich nicht, warum er nicht zu verstehen ist.

    Guten Morgen, schnuffig!

    Vielen Dank für deine intelligente Bemerkung. Interessanter Weise verstehen wir den Satz vor allem deshalb nicht, weil der Kontext, der Sinnbezug fehlt. Es sind weniger die unsinnigen Wörter (Neologismen). Linguistische Experimente konnten belegen, dass, wenn die Grammatikalität erhalten bleibt und der Kontext bekannt ist, auch ein ansonsten unsinniger Satz besser verstanden werden kann als ein ungrammatischer Satz, der aus bekannten Wörtern gebildet wurde. Ich habe das mal in einer obszönen Humoreske deutlich gemacht, die kein einziges obszönes Wort enthält und trotzdem verstanden und als obszön empfunden wird.

    LG Jonas

    Zitat von juergenbausf

    Hallo c2... ,


    oder der mangelnde Wunsch, Distanz durch Sprache herzustellen.
    Ich finde es durchaus praktischer, so zu sprechen, daß es die anderen Menschen verstehen.
    Ich muß niemanden durch meine Worthülsen beeindrucken.
    Intelligenz bedingt nicht automatisch Intellekt.

    LG Jürgen

    Hallo jürgenbausf,

    Ich verstehe deinen Beitrag nicht. Sprache trennt uns doch notwendig von den Dingen; d.h. die Dinge gehen im Begriff nie ganz auf. Sicher gab es noch im 20. Jahrhundert den Versuch, Ontologie als Sprach-Ontologie zu retten, faszinierend durchaus, aber letztlich doch nur ein "Jargon der Eigentlichkeit". Die Begriffe Intelligenz und Intellekt (lat. intelligentia, intellegere bzw. intellectus) sind nicht so weit voneinander entfernt. "Worthülsen" sind ja sinnentleerte Wörter. Ich bin sicher, keine Worthülse geschrieben zu haben. Auch gehe ich davon aus, dass meine Beiträge intelligibel sind. "Quaromutikisko kawummski problottix" z.B. ist dagegen ein nicht verstehbarer Satz. Deshalb verwende ich ihn nicht. Für die Starwars-Filme wurde übrigens eine artifizielle Sprache entwickelt, über die sich niemand beklagt. Das ist erstaunlich, wenn ich daran denke, dass viele Starwars-Fans kollabieren, wenn sie mit einem griechischen oder lateinischen Begriff konfrontiert werden.

    LG Jonas

    @mutig

    Hallo mutig,

    gar keine leichte Frage. Wenn ich an nichts denke, kann ich darüber keine Auskunft geben, denn ich weiß nicht, was ich *nicht* weiß. Es gibt bestimmt Momente, in denen ich zwar denke, aber dann vergesse, woran ich gedacht habe. "Ich denke gerade daran" heißt ja "ich habe aufgehört, daran zu denken." D.h., der Satz "ich denke gerade an Schokoladenpudding" ist nicht dasselbe wie an Schokoladenpudding zu denken.
    Danke für deine interessante Frage. Humor kann ich sehr wohl erkennen und, wenn er gut ist, würdigen. Besonders seine intellektuell anspruchsvollste Form, der Witz, kann mich begeistern. Und damit meine ich den echten Witz, der mittelhochdeutsch "Wissen" bedeutetedit - Zitat entfernt - edit
    LG Jonas

    Carl57

    Es wäre wahrscheinlich nicht uninteressant, das Suchtproblem religionsphilosophisch/kulturhistorisch (ich denke u.a. an die ägyptischen Bierbrauer, die Tänze der Cherubim, das dionysische und hedonistische Griechentum, aber auch an die Hochzeit von Kana) zu untersuchen. Wenn wir die modische Vulgäresoterik ausblenden, wäre die Lurianische Kabbala sicher eine Fundgrube (die Thora kennt die Trunksucht sehr wohl!). Vielen Dank also für deine Anregungen.

    LG Jonas

    LG Jonas

    Zitat von juergenbausf

    Hallo,

    mir ist das zu "kopflastig".
    Ich staune immer wieder wie c2... so einfache Dinge wie abstinent leben
    so kompliziert darstellen kann.

    Hallo juergenbausf,

    wenn es so einfach wäre, gäbe es es keine so hohe Rückfallquote. Aber du schreibst ganz richtig: jeder nach seiner Fasson. Und solange sich in meinem Dickdarm keine Gehirnzellen ansiedeln, ist Denken stets "kopflastig". Mit "nicht-kopflastig" werden i.d.R. fehlende Kenntnisse und Ausdrucksmängel euphemistisch verbrämt.

    LG Jonas