Beiträge von Nyana

    Hallo, Karsten,

    ich hab darüber heute mit meinem Arzt gesprochen.
    Der meinte ein Rückfall würde aus heutiger Sicht gar nicht mehr unbedingt als solcher deklariert werden.
    Es wären eher "Ausrutscher", die nicht heissen müssen, dass man wieder von vorne beginnt?
    Ich selbst will das gar nicht erst probieren oder schön reden. Ich denke jeder weiss wie schwer das sein würde.
    Aber vielleicht ein wenig Mut machen für solche Fälle wie Anonymus.

    Ich persönlich habe Notfallnummern BEVOR es zu einem Crash käme, würde auch im Fall der Fälle SOFORT reagieren, also mit Arzt, Familienangehörigen, Psychologen reden-mir helfen lassen.

    Dieses Thema ist trotz allem wichtig für mich (ich bin auch neu hier), der Umgang miteinander ist da meine Latte-und da bin ich einfach gesprächs-toleranzbereit.

    Über (gegenteilige) Meinungen freue ich mich,

    Nyana

    Zitat

    Es war wirklich toll dich und deine Art die Welt zu sehen, kennen gelernt zu haben

    Darf ich mich kurz zwischenschalten?

    Marion, ich kenne solche extremen Spitzen von *himmelhochjauchzend* über *zutodebetrübt* eigentlich nur aus alkoholischen Zeiten.
    Warum?
    Weil der Alkohol mich euphorisiert hat und ohne war dann am nächsten Tag das normale Empfinden wie eine Depression-ein Teufelskreis sozusagen...

    Ich hab mich bei Dir im Thread umgesehen (dafür postest Du ja schliesslich auch) und stelle fest, dass das bei Dir ja scheinbar nüchtern dieselbe Auf-und Ab-Situation ergibt.

    Schwierig für mich das zu verstehen, so auf den ersten Blick.
    Ich weiss soviel nun über Kreditkarten, Autos, Ehe, scheinbar viele Freunde und doch habe ich den Eindruck, dass mir da ein zutiefst unsicherer, auch einsamer Mensch entgegenblickt.

    Ich werd mich nicht lange, auch in Zukunft, mit Dir auseinandersetzen.

    Ich bin auf dieser Seite, wenn ich das Gefühl habe, dass es für mich, vielleicht für andere ,ein Gewinn ist und-wenn ich Zeit dazu habe.

    Vielleicht würde Dir ein Profi helfen können, wenn Du das zulässt.

    Ansonsten Dir viel Glück auf Deinem Weg.
    Möge er Gutes für Dich bereit halten.

    Nyana

    Ich habe hier des öfteren von der Kapitulation vor dem Alkohol gelesen.
    Bisher konnte ich nicht alle Threads lesen, deshalb meine Frage:

    Wie sah die Kapitulation bei Euch aus?
    Ich bin nämlich grad verunsichert bei der Thematik Trinkpause oder Kapitulation...
    Könnt Ihr mir den Unterschied begreiflich machen.?

    Es bedankt sich im voraus eine etwas verunsicherte
    Nyana

    Hallo Ihr,

    anonymous, meine Gedanken dazu:

    Oft erscheint es mir einfacher eine Sache "sein zu lassen", als sich ständig maßregeln zu müssen.

    Ich sehe jetzt ein Problem, nämlich, daß die Hemmschwelle nun niedriger hängt, was dazu führen könnte in schwierigen Lebenssituationen wieder alte Muster zu stricken=zu trinken.

    -Meiner Meinung nach solltest in der nächsten Zeit stark darauf achten Dir wieder Gutes zu tun, die neuen rauchfreien Wege der SELBST-Erfahrungen,der Kreativität, der Entspannung- beschreiten, die "suchtfreie" Anonymous" wieder fokussieren.

    Vielleicht war das ja ein Ausrutscher und Du hast etwas gelernt dabei-nämlich, dass Entspannung eben nicht trinken bedeutet?

    Allerdings, bei der ganzen Diskussion hier will ich eines zu bedenken geben.
    Vor einem Rückfall sind wir alle nicht gefeit. Wichtig ist da gleich um Hilfe zu bitten (möglichst Profis)...
    Aber wenn ich mich hier dann nicht austauschen kann, dann fände ich persönlich das schade.
    Ich bräuchte nämlich dann in grossem Mass auch MOTIVATION...

    Grüsse von
    Nyana

    Zitat

    Doch ich fühle mich dem jetzt gewachsen und ein wichtiger Aspekt dabei ist meine Nüchternheit. Sie ist die Vorraussetzung/ Basis für diese Therapie und auch für alles weitere in meinem Leben.

    Ich habe wieder Mut und Vertrauen in mich selbst, mein Tun und Handeln gefunden. Ja, es lohnt sich!

    Mir geht es wie Dir, Lena, und vielleicht können wir uns das ein oder andere Mal darüber austauschen. Mich würden Deine Fortschritte sehr interessieren.
    Danke Dir!

    Zitat

    (Z.b. dass ich nicht mit meinen Kindern schimpfe, weil ich traurig über ihren Streit bin, sondern eben weine weil ich traurig bin )

    Das ist für mich die angemessene Reaktion auf die Gefühle, die ihr Streiten bei mir auslöst.

    Mhh, darf ich meine Bedenken äussern zu der "angemessenen Reaktion"?

    Kinder lernen ja beim Streiten u.a. ihren eigenen Standpunkt zu finden, zu vertreten.

    Dem mit Weinen zu begegnen könnte bei den Kindern Schuldgefühle auslösen...also Vorsicht mit Manipulation.

    Gruß,

    Nyana

    Zitat

    diffus-traurigen Stimmung

    Lieber Frank,

    weisst Du durch die Trockenheit gehen wir auch durch Seelenprozesse, (wenn wir bereit sind uns auf das Abenteuer unserer Seele einzulassen), die sich oft-nachteilig als-dünne Haut und übergrosse Sensiblität zeigt, aber im Gegenteil auch in einer hohen Reaktibilität, um sich auf andere, veränderte Lebensumstände einzulassen.

    Glaub mir: Wunden sind durch Wunder zu heilen.

    Da wartet noch viel auf Dich!
    Herzliche Grüsse,

    Nyana

    Zitat

    Es lohnt sich.

    Liebe Pink Lady,

    ich empfinde das letzte Jahr auch als Geschenk. Es ist mein persönlicher "Jakobsweg"-manchmal überwindet man schnell grosse Distanzen, ab und zu muss man ausruhen, an einer bestimmten Stelle auch mal länger. Aber in jedem Abschnitt voller Erkenntnisse-mir selbst lange nicht so nah wie jetzt. Und ich bin handlungsfähig geworden.

    Ich hab übrigens nie durchgehend getrunken-das waren Abschnitte-immer dann wenn sich uralte Trauer den Weg geebnet hat.Da war ich im wahrsten Sinne des Wortes ohnmächtig und habe das mit Alkohol kompensiert.

    Für den nächsten Streckenabschnitt-der Bewältigung, der möglichen Umbewertung dieses Traumas-brauche ich nun einen geschulten Wegbegleiter.

    Trauma und Alkohol stehen oft in ganz enger Verknüpfung. Ich bin dabei diese alte Bindung zu lösen.
    Ist nicht immer einfach aber, wie Du sagst: Es lohnt sich"

    Soviel von mir-mit liebem Gruß,

    Nyana

    Ich habe heute erfahren, dass meine Psychotherapie schon nächste Woche startet (mit wöchentlichen Terminen).
    Ich hab grad das gute Gefühl, dass es genau zum richtigen Zeitpunkt kommt-auch meine Anmeldung hier.

    Aus den Threads hier, in die ich mich nach und nach einlese/querlese ,nehme ich viel für mich mit.


    Dafür dankt Euch
    Nyana

    Zitat

    Auch Rezeptoren bilden sich nach und nach zurück, das ist Teil dss Gesundungsprozesses

    Dank Deiner Information hab ich mich heute mal schlau gemacht. Das wusste ich nämlich nicht!
    Und vielleicht baut sich da tatsächlich jetzt nach fast einem Jahr mein Hirn grad nochmal verstärkt um-und deshalb die Träume...

    Aber -wie auch immer-es wird sowohl vom körperlichen als auch psychischem Aspekt grad was dabei sein.

    Meine Angst hat mir der heutige Tag (auch dank Euch) wieder genommen, schon allein, weils keinen Grund gab mir den Alkohol auch nur annähernd wieder ins Leben zu wünschen. Und das war der wichtigste Lerneffekt dabei!

    Also auch Dir nochmal Dankeschön :)

    ...da wo der Schuh drückt gehts auch für mich nochmal lang. Aber ich bin erst jetzt wirklich bereit dazu.
    Das finde ich dabei ganz wichtig, das der Wunsch, nochmal bei einer Thematik genau hinzusehen, wirklich da ist-und ich musste dafür auch erstmal auf dem Weg stabiler sein-
    nur dann kann auch etwas bewegt werden...

    Zitat

    Sie werden weniger, das kann ich Dir aus meiner erfahrung sagen

    Das tröstet mich jetzt richtig. Bei mir sind die nämlich ganz neu, seit etwa zwei Wochen wiederkehrend. Vielleicht ja doch die Rezeptoren :) ?

    Hab Dank,

    Nyana

    Lieber Tocco,lieber Frank,

    Ich hab heute mit einem Arzt gesprochen, der das auch als "Gesundungsprozeß" betrachtet. Das hat mich doch etwas "auf den Boden" gebracht. Ich war schon verunsichert.


    [/quote

    Zitat

    etwas was mir früher vielleicht ein Anlaß zum Trinken hätte sein können... meist finde ich dann auch irgendetwas nicht Bewältigtes.

    Bei mir ist es ein bestimmtes Gefühl mit dem ich noch nicht auf so gutem Fuß stehe. Ich hab es akzeptiert und zu meinem Leben dazugehörig integriert (Ich sag mir oft, daß es auch ein Reichtum ist alle Gefühle auf der Palette fühlen zu können).
    Trotzdem ist das eine besondere Emotion, eine, die mich immer ein wenig "lähmt". Das Fühlen ist da mit einer gewissen Schwere verbunden, die merk ich dann auch körperlich (da brauch ich eindeutig mehr Schutz für mich selbst).

    Das ist noch ein Stein auf dem Weg, allerdings kein Stolperstein.

    Ich werd´mich übrigens demnächst auf eine ambulante Psychotherapie einlassen, ich wünsch mir nochmal (auch um diesen Gefühlsknoten aufzudröseln) ein geschultes Gegenüber.

    Da wartet also noch Arbeit auf mich.

    Es erleichtert ja schon sehr von Euch zu lesen.
    Danke für die "Anschuppser"sagt

    Nyana

    In der letzten Zeit träume ich viel-und oft dabei vom Alkohol.
    Die Träume sind so heftig, dass ich manchmal den ganzen Vormittag brauche um meiner inneren Anspannung wieder "Herr" zu werden.

    Das kann Ausdruck dafür sein, dass ich im Moment viel verarbeite, könnte aber auch sein, dass das Signal kommt, dass ich rückfallgefährdet bin-ich kanns grad nicht richtig einordnen.Es gibt auch keinen speziellen Anlass im Moment- mein Arbeitsdruck ist nocht höher-ausserdem hab ich bald Urlaub).

    Trotzdem wollte ich wissen, ob jemand von Euch das auch kennt, dass nach relativ langer Abstinenz eine solche Phase kommen kann?
    Könntet Ihr mir bitte Mut machen *etwasverzweifeltindierundeschau*?