Hallo Forum!
Mein Tag 12 ist gut ausgeklungen.
Tja, für jeden ists scheinbar ein anderer Weg. ich kann das gut tollerieren - schaumamal, wie es bei euch ist.
Ich werde mich nicht in irgendeine Schublade, wo sich halt wieder einmal eine Gruppe (ich bin kein Verinsmensch) nach (nicht allgemeingültigen) einstudierten "Glaubenssätzen" richtet.
Ich bin 46 Jahre alt und werde nach dieser Entscheidung (keinen Alkohol mehr zu trinken) meinen individuellen Weg gehen. Es gefällt mir nicht (und zwar in keiner Lebenssituation) mich an Dingen zu orientieren, die ich für mich nicht so sehe. Ich bin überzeugt davon, dass ich selbstbestimmt bleiben will und soll. Und nur, weil ich mich versoffen habe, lasse ich mich nicht von jemanden wie ein Kind (würde ich allerdings auch nicht mit einem Kind machen) in eine Richtung schieben.
Es gibt so viele Wege, wie es Menschen gibt.
Und ich finde, jeder sollte so tun, wie es für ihn passend ist! Nur weil hier alle EINE Gemeinsamkeit haben, heißt das doch nicht, dass wir alle gleich ticken. Ich möchte mich doch jetzt nicht über den Begriff "trockener Alkoholiker" definieren. Ich bin viel mehr als das, habe tausend Eigenschaften, bin facettenreich. Habe eine bestimmte Umwelt, die mich prägte, eine Kindheit, ein Erwachsenenleben. Ganz eigene Erfahrungen, eigene Pläne. Und ich hoffe doch, so geht es jedem von euch.
So auch auch beim Nichttrinken.
Eigentlich brauche ich keine besondere Vorgehensweise. Ich lass keinen Alkohol meine Kehle runterrinnen. Was andere (am Punschstand, bei der Feier, zu Sylvester) machen ist mir doch egal. Die können vielleicht damit umgehen. Ich nicht. Drum tu ich es nicht mehr.
Ich brauche den erhobenen Zeigefinger und das "zu jedem Satz etwas sagen zu müssen" nicht.
Wenn jetzt der eine oder andere glaubt, dass ich es so nicht schaffen kann - dann halt immer wieder hier reinschauen, ich werde mich regelmäßig melden.
Silberkralle - du bist ein weiser Mann, der außerdem noch viel Herzensbildung besitzt. Dein Menschenbild spricht mich sehr an!
Danke!
LG, Prinzessin?