Moin Forum,
vielen Dank erstmal für das nette Feedback.
Hartmut :
Wir zwei haben uns ja nun anfangs wirklich oft gekappelt, aber gerade Deine Posts haben bei mir so eine Art Trotzreaktion erzeugt...so nach dem Motto: Ich beiß mich da durch. Und es war gut so. Heute kann ich einigermassen nachvollziehen, wie nervig es für so manchen Altgedienten hier sein muß, sich immer wieder mit Neutrockenen auseinanderzusetzen, die im Kopf noch nicht ganz mit dem Alkoholkonsum abgeschlossen haben. Wie gesagt, unsere Dispute sehe ich jetzt in einem anderen Licht. Wir zwei haben vermutlich immer noch unterschiedliche Wege und Ansichten, aber das kann durchaus auch zum gleichen Ziel führen.
Martin :
Ich wollte eigentlich nur andeuten, daß ich kein Paradebeispiel für die strikte Einhaltung der Grundbausteine bin. Ich selbst sehe das nicht negativ, denke aber, daß es für viele User hier schon extrem wichtig ist, sich daran zu orientieren.
Bei mir geht es schon rein beruflich nicht, dem Alkohol komplett aus dem Weg zu gehen und das wußte ich von Anfang an.
Kneipen besuche ich gar keine mehr...wann auch 
Aber Fußballspiele und Konzerte machen mir nach wie vor ne Menge Spaß und ich würde sie nicht missen wollen.
juergenbausf :
Du warst hier immer ein Beispiel für mich, daß man auch seinen eigenen Weg gehen kann...und Deiner ist nach wie vor erfolgreich. Darüber freue ich mich und das gibt auch mir immer wieder neue Kraft, meinen Weg zu gehen.
Die Sache mit der Bahnhofmission finde ich super. Irgendwie scheinen die Idealisten doch noch nicht ganz ausgestorben zu sein 
@Correns:
Tja, Du bist ja seit dem ersten Tag meine große Stütze, auch wenn ich nicht ständig bei Dir poste. Nach wie vor ist der morgentliche Correns Pflicht für mich und dadurch, daß Du täglich postest, kann man sehr gut nachvollziehen, daß auch bei Dir nicht immer alles rund läuft, aber es immer wieder auch wieder aufwärts geht. Wenn man so will, bist Du in der Beziehung eine Art Vorbild für mich geworden, die Höhen und Tiefen des Lebens trocken zu meistern und das mit einer relativen Gelassenheit, die auch irgendwie abstrahlt.
Keine Angst, das ist jetzt kein Heiratsantrag 
Lindi :
Klar ist das Fleisch aus artgerechter Haltung teurer. Aber genau dieser Ansatz, dann eben weniger Fleisch zu essen, ist für mich logisch. Wir alle essen eh viel zu viel Fleisch und fördern dadurch indirekt die Massentierhaltung. Und diese Tiertötungsmaschinerie, die nur auf Profit ausgelegt ist, will ich einfach nicht mehr unterstützen. Das System wird man dadurch nicht zu Fall bringen können, das ist mir klar. Aber man kann sich dem verweigern. Und sich dem System verweigern liegt mir in jeglicher Hinsicht einfach irgendwie im Blut 
Pink-Lady :
Eigentlich ist mir mein Sohn da Vorbild, so seltsam das klingen mag. Aber irgendwie ist er genauso idealistisch, wie ich es früher einmal war, bevor ich angefangen habe, wegzusehen, zu ignorieren, gutzuheißen, was nicht gut ist.
Sein aktives Engagement hat bei mir den Schleier wieder etwas gelüftet, mich Dinge wieder klar sehen lassen.
Ich hatte die Ehre, zu seinem Geburtstag für 50 Mann vegane Pizza zu machen (vegan Käse herzustellen war für mich absolut neu - ich hab mich in der Menge absolut verschätzt und jetzt immer noch Unmengen an Senf hier rumstehen
- von daher kann ich ungefähr einschätzen, wieviel Aufwand dahinter steckt.
Ich selbst sehe das nicht als meinen Weg. Mir geht es eher um eine artgerechte Haltung der Tiere. Ich bin einfach nur immer wieder bestürzt, wozu die sogenannte Krone der Schöpfung fähig ist. Und ich bin bestürzt, daß die Massen (und dazu muß ich mich bisher auch zählen) da einfach wegschauen. Ich will wieder hinschauen, den Finger in die Wunde legen, ohne Leute zu maßregeln oder überzeugen zu wollen.
Letztendlich weiß schließlich jeder selbst, daß es verkehrt ist, wie wir zu unserer Nahrung kommen.
Nys :
Ich bin bei Weitem kein Idealist. Ich weiß, daß der Mensch seine Schwächen hat und strebe nicht nach Perfektion. Aber ich will wieder bewußt leben...und bewußt leben heißt Dinge nicht zu verdrängen, sich den Dingen zu stellen. Und Massentierhaltung gehört für mich dazu, ebenso wie andere Entwicklungen, die in die komplett falsche Richtung gehen.
Ich mag Jäger im Allgemeinen auch nicht besonders. Das hat persönliche Gründe. Ich kenne da einige, die einfach Spaß daran haben, Tiere zu töten. Die sind für mich nicht besser als die Klopfer in den Großmastbetrieben. Aber ich kenne auch einige Jäger, die das Töten von Tieren als Notwendigkeit sehen. Die geilen sich da nicht dran auf und präsentieren ihre Weidtrophäen nicht im Hobbyraum oder Wohnzimmer.
Letztendlich hat ein Tier im Wald ein artgerechtes Leben, bis es eben auf einen Jäger trifft. Das ist nicht ansatzweise zu vergleichen mit dem Leben, daß v.a. Puten und Hühner in winzigen Käfigen führen.
Diese Erkenntnis ist nicht gerade neu...ich wußte es schon, seit die Smiths "Meat is murder" komponiert haben. Aber ich habe es jahrzehntelang ausgeblendet und ignoriert. Damit ist jetzt Schluß 
Wünsch Euch allen noch ein entspanntes Restwochenende und eine schöne Zeit.
LG Andreas