Beiträge von Carpenter


    Hi Frank,

    das klingt ja nett mit der Geschlossenen...da kann man also Fotos reinstellen und evtl. auch Panini-Bilder tauschen ? :lol:

    Nee, kleiner Scherz, ist schon klar, was Du meinst. Vielleicht denk ich im Winter drüber nach, wenn ich Zeit habe. Ich hab es mir hier im Offenen grad so schön gemütlich gemacht und fühl mich hier eigentlich ganz wohl. Ich bin ja so ein Einmischmensch, d.h. ich zerbrech mir ganz gerne mal über die Probleme anderer Menschen den Kopf...nun hab ich ja selbst genug Dinge, über die ich mir den Kopf zerbrechen muß, da weiß ich nicht, ob die Geschlossene wirklich so gut für mich ist. Aber festlegen würde ich mich da nicht...ich bin da etwas sprunghaft :)

    Ganzjährig gefüllte Bücher...na klar, was sonst...genau wie Du krieg ich auch kein Arbeitslosengeld im Winter (für mich übrigens eine enorme Genugtuung, das vermaledeite AA nur noch von Außen sehen zu müssen), muß also entweder Reserven schaffen oder durcharbeiten.
    Bei uns sind es meist 1-2 Monate, in denen wir zuhause sind, wobei das nicht bedeutet, daß ich nix arbeite...weißt ja sicher selber, wie das mit Buchführung, Angebot, Nachkalkulation, EDV-Aktualisierung und sonstigen, für praktische Zimmermänner äußerst lästige Büroarbeiten ist.

    Aber wenn wir (vermutlich kurz vor dem 24.Dezember) fertig sind, dann mach ich bis zur Jahreswende mal gar nix...null, nada, niet...ne ganze Woche gibt es die Firma quasi nicht...wird ausgeblendet.

    Schöne Zeit Dir

    Lieben Gruß

    Andreas

    Moin Forum,

    mal ne kurze Wasserstandsmeldung:

    Witzigerweise tauchen hier schon wieder Threads zum Adventskalender auf...das erinnert mich daran, daß ich mich hier jetzt auch schon 10 Monate rumtreibe und exakt seit dem Tag meiner Ankunft hier abstinent bin. Es war ein Samstag und ich hatte meinen Freitag vorher wieder komplett versoffen, saß somit verkatert am Laptop und hab dann angefangen, hier zu lesen...ziemlich lange, um ehrlich zu sein :)

    Bei mir ist nach wie vor Stress angesagt. Wir haben derzeit einen nervigen Bauherren, dessen nörgelige und teils unverschämte Art mir gehörig auf den Senkel geht. Er hat es geschafft, fünf Tage die Woche jedesmal zu erwähnen, daß wir eigentlich ja früher mit den Arbeiten an seinem überdimensionalem Carport anfangen wollten, kontrolliert alles nach und findet (aus seiner Sicht vermutlich ärgerlicherweise) nichts, was es sonst zu bemängeln gäbe.
    Meine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt...als ich noch gesoffen habe, hätte ich ihm schon längst die Hosen runtergelassen und ihm deutlich gesagt, daß ich ihn für ein nerviges Arschloch halte. Aber ich bin abstinent und bedenke inzwischen die Folgen, die so ein Verhalten hätte. So ein Verhalten spricht sich schnell rum und versaut einem den guten Ruf, den man sich über die Jahre aufgebaut hat, deshalb versuche ich auf andere Art und Weise, ihm den Zahn zu ziehen...ich drehe den Spieß rum. Er hat sich extra für die Baustelle Urlaub genommen und will natürlich Eigenleistung einbringen...und die verschaff ich ihm zur Genüge. Ich gönn ihm keine Atempause, teile meine Arbeiten so ein, daß er ständig unter Druck steht, seine zu erledigen, damit wir weitermachen können.
    Das ist nicht grad die feine Art, das weiß ich. Aber ich habe wenig Mitleid mit ihm, weil ihm jegliche Empathie fehlt, jegliche Einsicht und jegliches Feingefühl.

    Noch gut zwei Monate und dann werden wir diese Saison rumgebracht haben...und selten hab ich mich auf eine Ruhepause so gefreut wie in diesem Jahr. Ich hatte bis auf drei Tage im Februar keinen Urlaub und bin am absoluten Limit angelangt. Umso erstaunlicher ist es, daß ich nach wie vor keinen Gedanken an Alkohol verschwende, auch unter Druck nicht. Er ist nicht mehr Teil meines Lebens.

    Leider kann ich immern noch nicht Gitarre spielen, um zu entspannen. Mein kleiner Finger ist noch zu empfindlich, um die Seiten greifen zu können. Aber ich bin zuversichtlich, daß sich das in einem halben Jahr geben wird.

    Seit zwei Wochen esse ich nun kein Fleisch mehr und auch das fällt mir erstaunlich leicht. Dabei habe ich mir gar nicht vorgenommen, Vegetarier zu werden und fühle mich auch nicht so. Allerdings ist inzwischen eine Hemmschwelle aufgebaut, die durchaus dazu führen könnte, daß es dabei bleibt. Na, mir solls recht sein.

    Ansonsten hab ich tatsächlich so eine Art Weltverbesserungsphase. Ich beleuchte alles recht kritisch, versuche neue Ansätze zu finden und bin dann manchmal etwas ungerecht und fordernd.

    In diesem Sinne, lieber marvormar, denke ich, daß ich bei unserem kleinen Disput etwas übers Ziel hinausgeschossen bin. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel.

    Ebenso wie Correns bin ich momentan nicht allzu motiviert, mich hier zu äußern. Daß nys und hellge nicht mehr schreiben, ist mMn. ein Verlust fürs Forum. Andere, die ich gerne lese, halten sich ebenfalls sehr zurück (Katha, Frank und Frank z.B.).

    Vielleicht liegt es an der Jahreszeit, aber bei mir macht sich eine leichte Melancholie breit...wie immer um diese Jahreszeit. Einerseits freut man sich auf den Winter, andererseits will man den Sommer noch nicht loslassen.

    Wie auch immer, wünsche allen hier eine gute Zeit.

    LG Andreas

    Zitat von Elpida

    So, nun habe ich es ihm gesagt.

    Moin Elpida,

    das hast Du gut gemacht. Wie zu erwarten war, peilt Dein Vater nix...ihm ist gar nicht bewußt, daß er mit seiner Trinkerei die ganze Familie aufs Spiel setzt. Die Tatsache, daß Deine Mutter ihm offenbar keinerlei Grenzen aufzeigt (das Thema Alkohol nicht anspricht, ihn noch pflegt, wenn er besoffen vors Auto rennt) ist, passt ihm schön in den Kram. Alkoholiker wollen ihre Ruhe haben, nix ist lästiger für einen Alkoholiker als unbequeme Fragen, die man sich dann natürlich wieder von der Seele saufen muß.

    Ich finde Deinen Weg richtig...such das Gespräch mit Deiner Mutter, erkläre ihr Deine Situation, erzähl ihr, daß sie endlich was unternehmen muß, wenn sie nicht mit untergehen will und dann ist es ihre Sache, wie sie sich entscheidet.

    Überleg Dir mal:

    Wenn schon die Frauen von Alkoholikern ihre Männer nur ganz selten von der Sucht wegbekommen, wie groß sind dann Deine Chancen als Tochter, ihn von seiner Sauferei wegzubekommen ?

    Laß Dir Dein Leben nicht kaputtmachen ! Und für Deinen Hund findest Du sicher eine Lösung. Ich bin übrigens der Meinung, daß man zu einem Hund sehr wohl eine Beziehung aufbauen kann, die einem in schwierigen Zeiten auch weiterhelfen kann.

    Ich wünsch Dir viel Erfolg auf Deinem Weg

    LG Andreas

    Moin Correns,

    vielen Dank für Deine Beschreibung. Genau das, was Du beschreibst, macht für mich den Reiz der Wettbewerbe aus, nämlich die Tatsache, daß die Rennen nie so ablaufen, wie man sich das zunächst gedacht hatte.

    Meine beste 10 km - Zeit bin ich gelaufen, als ich vor drei Jahren nach wenig Vorbereitung im Winter an einem Lauf bei Bamberg teilgenommen habe, von dem ich hinterher erfahren hab, daß es die offiziellen Stadtmeisterschaften waren. Es war ein Vier-Runden-Kurs, also die Art von Rennen, die ich überhaupt nicht mag...Runden laufen ist mir ein absoluter Horror. Trotzdem haben die Jungs dort ordentlich gezogen und am Ende hatte ich meine bisherige Bestzeit um fast drei Minuten verbessert.

    Bei Dir denk ich aber, daß sich dieses kontinuierliche Training über Monate hinweg niederschlägt...das ist bei meinem Schwager genauso, weil der sich einfach dadurch Reserven aufbaut, die er dann im Rennen nutzen kann.

    Ich freu mich immer noch unheimlich für Dich, daß Du in Budapest teilgenommen hast...das sind Erfahrungen, die man ein Leben lang nicht vergisst.

    Ich will nix versprechen für Freiburg, aber ich trage den Marathon mal in meinem Kalender ein. Wenn ich im Winter ordentlich trainieren kann, bin ich vielleicht dabei.

    Lieben Gruß und schönes WE

    Andreas

    Zitat von Quantensprung

    Hallo Aiko,

    danke für Deine Worte. Ich habe Angst, dass er es als persönlichen Angriff ansieht und damit wieder unsere ganze Beziehung in Frage stellt.

    Ja, mit dem Lernen wird was, ich bin gespannt. Baue mir gerade eine Lerngruppe auf, werde das Durchschnittsalter sicher dezent anheben. ;)

    Hallo Quantensprung,

    Deine Entscheidung, das mit dem Studium nochmal anzupacken, finde ich absolut richtig.
    Laß Dir ja nix anderes einreden !
    Meine Frau (ungefähr in Deinem Alter) hat diesen Schritt ebenfalls gemacht und ihn bisher nicht bereut.
    Klar lernt man etwas schwerer, wenn man zwanzig Jahre älter ist als die meisten anderen Studenten...dafür hat man sein Ziel klar vor Augen, ist fixierter, konsequenter. Meine Frau hat mit den viel jüngeren Studenten jedenfalls überhaupt kein Problem und ich vermute mal, die mit ihr auch nicht :)
    Jeder halbwegs selbstbewußte Mann wird die Entscheidung seiner Frau, nochmal zu Studieren, begrüssen...und schon gar nicht die Beziehung aufs Spiel setzen oder darin einen Angriff sehen.

    Es ist mMn. eine Mär, daß Männer ihre Frau am liebsten zuhause bei Herd und Kindern sehen...die meisten Männer wollen durchaus, daß sich die eigene Frau verwirklichen kann.

    Sicher gibt es auch Männer, die dadurch ihre Vormachtstellung gefährdet sehen...ich muß schon auch manchmal schlucken, wenn mir meine Frau verzweifelt versucht, die Integralrechnung noch etwas näher zu bringen. Aber ich habe eben meine Stärken und meine Arbeit und sie ihre...das sollte in einer ausgeglichenen Partnerschaft auf Augenhöhe auch so sein, denke ich.

    Ich habe jedenfalls kein Problem damit, daß meine Frau mich bildungstechnisch inzwischen überflügelt...ich bin eher stolz auf sie.

    LG Andreas

    Pah...was ein Kindergarten hier.

    Erstmal was zum Thema "Große Bühne":

    Jeder kann hier in diesem Thread lesen oder es einfach lassen. Es wird hier niemand gezwungen, sich das Stück anzusehen...höchstens durch die eigene Neugier...
    Wenn ich mir überlege, wieviele Rollen rückwärts einige hier schon hingelegt haben und dann nach wenigen Tagen schon wieder das große Wort führen, frage ich mich, ob da überhaupt eine Art Selbstreflexion stattfindet...

    Die Aussage, dieser Thread würde wertvollen Forumsplatz wegnehmen, ist doch so lächerlich, daß man nicht mal wirklich drauf eingehen möchte.

    Es gab einige Mißverständnisse in diesem Thread...was zum Teil auch an meiner saloppen Art und Weise lag. Aber die wurden alle der Reihe nach geklärt. Dazu muß man sich aber halt auch wenigstens die Mühe geben und lesen !

    Wenn ich dann lese " Ich hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, aber..." dann frag ich mich:

    Muß man dann tatsächlich seinen Senf in einer derart pauschalisierten Art und Weise aufs Brot schmieren ?

    @ Nys:

    Du weißt, daß Du mir hier fehlen würdest...ich werde aber den Teufel tun und Dir in Deine Entscheidung reinreden.

    Es war mutig von Dir, hier so offen und frei zu schreiben...und daß da Gegenwind aufkommen würde, war mir irgendwie klar.
    Viele User achten peinlich genau drauf, daß so wenig Infos wie möglich über sie selbst hier im Offenen stehen...da ist es naheliegend, daß sie nur schwer damit umgehen können, wenn andere User so offenherzig ihr Seelenleben preisgeben.

    Aber mit Gegenwind muß man leben, wenn man neue Wege bestreitet...niemand hat je behauptet, daß es leicht werden würde :)

    Ich persönlich würde mich durch ein paar kritische Stimmen hier sicher nicht vertreiben lassen...zumal andere Stimmen Dir ja offensichtlich weitergeholfen haben.

    Egal, wie Du Dich entscheidest...Ich wünsch Dir nur das Allerbeste...

    Lieben Gruß

    Andreas

    Hallo Volkmar,

    es geht nicht um friedlich oder nicht...man kann nicht lächeln, wenn man eigentlich Zähnefletschen will :)

    Aber ich konnte und kann Deinen Zusammenhang zwischen Welthunger und Vegetarismus überhaupt nicht nachvollziehen...da geht mir keinerlei Licht auf.

    Du schlägst Brücken zwischen Ufern, die es gar nicht gibt.

    Was um Himmels Willen hat denn Vegetarismus für einen negativen Einfluß auf den Hunger in der Welt ?

    Und warum betrachtet man sich isoliert, wenn man z.B. gegen Massentierhaltung ist ? Meinst Du wirklich, Massentierhaltung ist tatsächlich ein Problem im Sudan, in Uganda oder in Mali ? Massentierhaltung ist doch hauptsächlich ein Problem in der westlichen, reichen Hemisphäre...Aktiengesellschaften, die sich auf Kosten der Tiere bereichern.

    Wir können nicht alles global sehen...sollen wir z.B. unsere Atomkraftwerke weiterbetreiben, nur weil Frankreich und England ihre Atomkraft weiter forcieren ? Hat es was mit deutscher Hochmütigkeit zu tun, wenn man mehr Geld in Umweltschutz investiert als in anderen Ländern, die finanziell auch nicht schlechter gestellt sind ?

    Zum Thema Käsmann:

    Wenn mir jemand Werte vermitteln will, der nachts besoffen Auto fährt, obwohl er einen eigenen Fahrer hat und ein Taxi locker-flockig aus der Portokasse zahlen könnte, werde ich stutzig.

    Nicht falsch verstehen...jeder macht Fehler und ich habe in meinem Leben schon so viele gemacht, daß ich sie nicht mehr zählen kann und z.T. aufgrund von Saufblackouts auch gar nicht mehr alle weiß.

    Aber als moralische Instanz ist Frau Käsmann mMn. nicht geeignet...da ist mir jeder Vegetarier, der aus innerer Überzeugung auf den Konsum von Fleisch verzichtet, als moralische Instanz lieber...

    Nicht wegsehen, wachsam bleiben, sich nicht alles weißmachen lassen...versuchen, hinter die Kulissen zu sehen.

    Das ist alles andere als bequem und sicher auch nicht dazu angetan, fröhlicher durch die Welt zu hüpfen...aber man muß bei sich selbst anfangen, etwas zu ändern, zu verbessern...dadurch wird man nicht zum Weltverbesserer, sondern zu einem Menschen, der den ganzen Scheiß, der abläuft, nicht mehr widerstandslos hinnimmt. Und das ist immerhin ein Anfang.

    LG Andreas

    Hallo Nys,

    ich war halt schon immer etwas lahmarschig :)

    Tja, das mit der Strafe mußt Du Dir nochmal überlegen...Peitschenhiebe, soviel kann ich wohl verraten, sind jetzt nicht so meine Passion...und die Freikarten machen wohl auch wenig Sinn...wer will schon auf ein Weltverbessererkonzert mit typisch deutschen Hardcore-Bands :)

    Nee, war gestern schon etwas erschrocken, was aus ein paar locker-flockig dahergetippten Zeilen werden kann...

    Richtigstellen wollte ich das auf alle Fälle...vielleicht sollte ich ab und zu doch auf meinen guten alten Nuhr hören und ab und zu einfach die Fresse halten...

    Schöne Zeit

    LG Andreas

    Hallo Volkmar,

    ehrlich gesagt versteh ich Deine Aufregung nicht so recht. Ich kann mit dem Begriff "Gutdeutschen" so überhaupt nix anfangen...übrigens ebensowenig mit dem Begriff "Weltverbesserung-insichreinschauer -Syndrom", Lindi.
    Ich schreibe doch niemanden vor, wie er wann was zu essen hat ! Ich habe lediglich für mich selbst entschieden, in Zukunft genau darauf zu achten, wo mein Fleisch herkommt und generell nur noch wenig Fleisch zu essen.
    Wir steuern generell in die falsche Richtung. Wir konsumieren mMn. viel zu viel, die Industrie steuert bewußt Konsumverhalten.

    Klar, wir stehen hier in Deutschland in Bezug auf Besitztum zum überwiegenden Teil auf der Sonnenseite, während andere Menschen verhungern müssen...und die Quintessenz daraus soll sein, mit der Herkunft von Fleisch nicht so pingelig zu sein ?
    Oder was genau wolltest Du damit ausdrücken, Volkmar ?

    Ich schreibe niemanden etwas vor, weder in Bezug auf Alkohol noch in Bezug auf Essgewohnheiten. Aber wenn ich für mich selbst beschließe, daß die Art und Weise, wie man mit Tieren in der Massentierhaltung umgeht, nicht mehr mit MEINEM Gewissen vereinbar ist, dann ist das einzig und allein meine Sache.

    "Gutmenschentum" oder "typisch deutsch" gehen in dieser Debatte aber mal sowas von dermassen an der Thematik vorbei...

    Bin etwas verwundert...

    LG Andreas

    Zitat von Nys


    Zur Beruhigung: Das mit der Peitsche schrieb Andreas und hat rein garnichts mit meinen Aktivitäten am WE zu tun. Von meinen S** Vorlieben steht hier nichts. Ich habe Andreas geantwortet, weil er dachte ich könnte S** und Liebe nicht trennen. Das ist ja wohl ein bißchen überspannt daraus gleich eine Sado-maso Nummer zu machen Oder? Ich bin nicht weiter drauf eingegangen, weil ich es nicht wichtig fand. Nun scheint es doch der Erklärung nötig.


    Und wenn Andreas mich nicht dermaßen falsch eingeschätzt hätte - hätte ich auch dazu nichts geschrieben. Schade - daß einem aus allem ein Strick gedreht wird. Aber so ist das Real Life. Und damit komme ich inzwischen gut klar.

    Ups...na da hab ich ja wieder was angestellt :oops:

    Das bedarf offensichtlich einer kurzen Klarstellung:

    Die Sache mit der Peitsche kam von mir, nicht von Nys...ich hatte allerdings nicht gedacht, daß das wirklich irgendjemand ernst nehmen würde, zumal ich extra noch angefügt habe, daß man es dann im Hobbythread aufnehmen könnte. Hat das wirklich irgendjemand ernstgenommen ?

    Tja, ne Prise schlechter Humor zur falschen Zeit kann ganz schön verwirren, das will ich zugeben.

    Ich kann Euch allerdings nicht versprechen, mich zu bessern...lesen sollte dann schon jeder selber können :)

    Nys :

    Sorry für das Chaos und meine völlige Fehleinschätzung. Einschätzungen werden in diesem Thread nicht wieder vorkommen...und mit nicht wieder meine ich diesmal auch wirklich nicht wieder... DAS kann ich versprechen :)

    LG Andreas

    Zitat von Nys


    die gemeinsamen Freunde sind nicht aus meinem Umfeld und gehören in diesem Fall eher zu seinem Freundeskreis - den ich ja nun auch kenne.
    Ich kann es hier nicht öffentlich beschreiben. (Wir haben alle das selbe Hobby).....am Wochenende :) ich bin echt schlimmer, als Du glaubst.

    Was heißt "schlimmer als Du glaubst". Sieh es doch mal positiv...zumindest kannst Du vermutlich Deine Reituntensilien auch am WE schön zum Einsatz bringen :)

    Hobby ist übrigens ein netter Ausdruck...wäre vielleicht was für den Hobby-Thread...bin schon gespannt, wer sich da noch outet *lach*

    Aber Du hast schon recht...ich ziehe meine Schlüsse eben aus dem, was Du hier im Offenen läßt. Hinter die Kulissen kann ich nicht sehen und daher sind vermutlich meine gedanklichen Ansätze auch schlichtweg falsch.

    Bleibt mir eigentlich nur, Dir viel Kraft zu wünschen und einen Weg, der für Dich passt.

    Und pass gut auf Dich auf...

    LG Andreas

    Zitat von Nys


    Es ist die Frage, ob ich aufgrund meiner Unfähigkeit mit viel Nähe umzugehen - überhaupt in der Lage bin eine gesunde Beziehung zu führen. Ich habe kein Problem mit meinen EX-Beziehungen. Ich habe immer ein Problem - sobald es in einer Beziehung am schönsten ist. Und das ist nicht schön.

    Hi Nys,

    ich will nicht alles dazu schreiben, was ich denke...

    Aber eines will ich dann doch loswerden:

    Ich denke, Du brauchst keine Therapie, sondern bist einfach nicht der Typ für One-Night-Stands. MMn. liegt es daran, daß Du emotional und körperlich nicht so wirklich trennen kannst.

    Du schreibst, Du könntest auch gut alleine bleiben...gerade das denk ich nicht. Ich habe Deine Posts in den letzten Wochen auch gelesen und bin der Meinung, daß Du etwas zu oft hier betonst, wie gut es Dir alleine geht. Ich denke, Du machst Dir da etwas vor.

    Vieles von dem, was Du in den letzten Wochen geschrieben hast, widerspricht sich mMn. Ich denke, das es bei Dir momentan ganz schön durcheinander geht und Du nicht wirklich zur Ruhe kommst.

    Du hast nach der Trennung von Deinem Mann ganz klar angesprochen, daß Dir diese emotionale Nähe bei ihm gefehlt hat. Du bist mMn. nicht der Typ, der da klar trennen kann zwischen einfachem, animalischem Sex und tiefergehenden Emotionen. Aber das ist doch nicht krankhaft, sondern genau das, was bei vielen Menschen der Fall ist.
    Das ist schade für die Männerwelt in Deiner Gegend, aber doch nicht ungewöhnlich.

    Jetzt wirst Du vermutlich schon wieder stirnrunzeln und böse auf mich sein...das nehm ich diesmal in Kauf...weil ich nicht will, daß Du Dich hier schlechter bzw. kränker machst, als Du bist.

    Ein Ansatzpunkt noch schnell, bevor ich abtauche:

    Warum suchst Du Dir dafür eigentlich immer Männer aus, die Du eh schon irgendwie kennst ?
    Warum gibt es immer gemeinsame Bekannte, gemeinsame Freunde ? Warum bekommt da immer irgendwie jemand was mit von diesen One-Night-Stands ?

    Sorry, daß ich das so schreibe...aber ich denke echt, Du bist auf dem falschen Weg.

    Du bist mMn. ein Beziehungsmensch und kein lonesome rider, der am Wochenende mal schnell durch die Decke geschossen wird und dann seelenruhig wieder zu Tagesordnung übergeht und geduldig aufs nächste WE wartet.

    Und das tun man bei one-night-stands eigentlich...

    LG Andreas

    Hi Pink-Lady,

    ich empfinde Vegetarier auch nicht als belehrend...generell nicht. Mein Sohn und dessen Freundin sind jetzt schon seit zwei Jahren Vegetarier, meine Frau inzwischen auch schon ne Weile, meine Nichte auch seit kurzem und da kommt nie was in der Richtung.
    Bringt ja auch nix. Es ist genau so wie mit der Sauferei...irgendwann muß es Klick im eigenen Schädel machen, sonst wird das nix. Gute Ratschläge von außen bringen da eh nix :)

    Ich hab mich jetzt schon mal informiert und einige Dennree-Läden und einen Biohof ganz in der Nähe aufgespürt...das I-Net ist doch immer mal wieder ganz nützlich :)

    Jetzt wird grad mein ganzer Speiseplan umstrukturiert. Ich werd mir, wie früher, mein Pausenbrot von zuhause mitnehmen. Da hab ich wenigstens Einfluß drauf, daß Biokäse und Biogemüse dabei sind. Käse ist letztendlich der Grund, warum es bei mir vermutlich nie zum Veganer reichen wird...ohne Käse werd ich vermutlich kaputtgehen :)

    Ich hab mir jetzt nicht vorgenommen, den absoluten Hardcore-Bio-Menschen zu miemen, aber ich hab so das Gefühl, daß ich in die richtige Richtung marschiere. Wie weit das dann geht, werd ich dann sehen.

    Lieben Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Moin Forum,

    vielen Dank erstmal für das nette Feedback.

    Hartmut :

    Wir zwei haben uns ja nun anfangs wirklich oft gekappelt, aber gerade Deine Posts haben bei mir so eine Art Trotzreaktion erzeugt...so nach dem Motto: Ich beiß mich da durch. Und es war gut so. Heute kann ich einigermassen nachvollziehen, wie nervig es für so manchen Altgedienten hier sein muß, sich immer wieder mit Neutrockenen auseinanderzusetzen, die im Kopf noch nicht ganz mit dem Alkoholkonsum abgeschlossen haben. Wie gesagt, unsere Dispute sehe ich jetzt in einem anderen Licht. Wir zwei haben vermutlich immer noch unterschiedliche Wege und Ansichten, aber das kann durchaus auch zum gleichen Ziel führen.

    Martin :

    Ich wollte eigentlich nur andeuten, daß ich kein Paradebeispiel für die strikte Einhaltung der Grundbausteine bin. Ich selbst sehe das nicht negativ, denke aber, daß es für viele User hier schon extrem wichtig ist, sich daran zu orientieren.
    Bei mir geht es schon rein beruflich nicht, dem Alkohol komplett aus dem Weg zu gehen und das wußte ich von Anfang an.
    Kneipen besuche ich gar keine mehr...wann auch :)
    Aber Fußballspiele und Konzerte machen mir nach wie vor ne Menge Spaß und ich würde sie nicht missen wollen.

    juergenbausf :

    Du warst hier immer ein Beispiel für mich, daß man auch seinen eigenen Weg gehen kann...und Deiner ist nach wie vor erfolgreich. Darüber freue ich mich und das gibt auch mir immer wieder neue Kraft, meinen Weg zu gehen.
    Die Sache mit der Bahnhofmission finde ich super. Irgendwie scheinen die Idealisten doch noch nicht ganz ausgestorben zu sein :)

    @Correns:

    Tja, Du bist ja seit dem ersten Tag meine große Stütze, auch wenn ich nicht ständig bei Dir poste. Nach wie vor ist der morgentliche Correns Pflicht für mich und dadurch, daß Du täglich postest, kann man sehr gut nachvollziehen, daß auch bei Dir nicht immer alles rund läuft, aber es immer wieder auch wieder aufwärts geht. Wenn man so will, bist Du in der Beziehung eine Art Vorbild für mich geworden, die Höhen und Tiefen des Lebens trocken zu meistern und das mit einer relativen Gelassenheit, die auch irgendwie abstrahlt.

    Keine Angst, das ist jetzt kein Heiratsantrag :)

    Lindi :

    Klar ist das Fleisch aus artgerechter Haltung teurer. Aber genau dieser Ansatz, dann eben weniger Fleisch zu essen, ist für mich logisch. Wir alle essen eh viel zu viel Fleisch und fördern dadurch indirekt die Massentierhaltung. Und diese Tiertötungsmaschinerie, die nur auf Profit ausgelegt ist, will ich einfach nicht mehr unterstützen. Das System wird man dadurch nicht zu Fall bringen können, das ist mir klar. Aber man kann sich dem verweigern. Und sich dem System verweigern liegt mir in jeglicher Hinsicht einfach irgendwie im Blut :)

    Pink-Lady :

    Eigentlich ist mir mein Sohn da Vorbild, so seltsam das klingen mag. Aber irgendwie ist er genauso idealistisch, wie ich es früher einmal war, bevor ich angefangen habe, wegzusehen, zu ignorieren, gutzuheißen, was nicht gut ist.
    Sein aktives Engagement hat bei mir den Schleier wieder etwas gelüftet, mich Dinge wieder klar sehen lassen.
    Ich hatte die Ehre, zu seinem Geburtstag für 50 Mann vegane Pizza zu machen (vegan Käse herzustellen war für mich absolut neu - ich hab mich in der Menge absolut verschätzt und jetzt immer noch Unmengen an Senf hier rumstehen :) - von daher kann ich ungefähr einschätzen, wieviel Aufwand dahinter steckt.
    Ich selbst sehe das nicht als meinen Weg. Mir geht es eher um eine artgerechte Haltung der Tiere. Ich bin einfach nur immer wieder bestürzt, wozu die sogenannte Krone der Schöpfung fähig ist. Und ich bin bestürzt, daß die Massen (und dazu muß ich mich bisher auch zählen) da einfach wegschauen. Ich will wieder hinschauen, den Finger in die Wunde legen, ohne Leute zu maßregeln oder überzeugen zu wollen.
    Letztendlich weiß schließlich jeder selbst, daß es verkehrt ist, wie wir zu unserer Nahrung kommen.

    Nys :

    Ich bin bei Weitem kein Idealist. Ich weiß, daß der Mensch seine Schwächen hat und strebe nicht nach Perfektion. Aber ich will wieder bewußt leben...und bewußt leben heißt Dinge nicht zu verdrängen, sich den Dingen zu stellen. Und Massentierhaltung gehört für mich dazu, ebenso wie andere Entwicklungen, die in die komplett falsche Richtung gehen.
    Ich mag Jäger im Allgemeinen auch nicht besonders. Das hat persönliche Gründe. Ich kenne da einige, die einfach Spaß daran haben, Tiere zu töten. Die sind für mich nicht besser als die Klopfer in den Großmastbetrieben. Aber ich kenne auch einige Jäger, die das Töten von Tieren als Notwendigkeit sehen. Die geilen sich da nicht dran auf und präsentieren ihre Weidtrophäen nicht im Hobbyraum oder Wohnzimmer.
    Letztendlich hat ein Tier im Wald ein artgerechtes Leben, bis es eben auf einen Jäger trifft. Das ist nicht ansatzweise zu vergleichen mit dem Leben, daß v.a. Puten und Hühner in winzigen Käfigen führen.

    Diese Erkenntnis ist nicht gerade neu...ich wußte es schon, seit die Smiths "Meat is murder" komponiert haben. Aber ich habe es jahrzehntelang ausgeblendet und ignoriert. Damit ist jetzt Schluß :)

    Wünsch Euch allen noch ein entspanntes Restwochenende und eine schöne Zeit.

    LG Andreas

    Moin Forum,

    ich war am Feiertag mit meinen Eltern wandern und es ist erstaunlich, wie sich unser Verhältnis seit meiner Abstinenz geändert hat. Man kann es inzwischen als offen und "endlich auf einer Ebene angekommen" beschreiben. Meine Ansichten werden inzwischen ernst genommen, akzeptiert, auch wenn wir oft sehr unterschiedlicher Meinung sind.
    Wie üblich kam von meinem Vater irgendwann die Frage "und, wie sieht es mit dem Alkohol aus ?". Und inzwischen folgt dieser Frage traditionell ein langer, intensiver Austausch über das Thema und über Gott und die Welt. Solche Gespräche waren vorher immer von großer Vorsicht, von großem Mißtrauen geprägt.

    Interessanterweise erzählte mir mein Vater, daß er, wenn er ab und zu mal ein gutes Glas Wein trinkt, an mich denken muß und auch daran, daß ich das nie wieder werde machen können.
    Als ich ihm erzählte, daß es für mich überhaupt keinen Verzicht mehr darstelle, war er einigermassen verblüfft.
    Gleichzeitig erinnerte ich mich daran, wie ich hier vor ein paar Monaten aufgeschlagen bin...unsicher, trotzig, besserwisserisch. Ich empfand viele Ratschläge von anderen Usern als anmaßend und unangebracht...die Tatsache, daß man mich erst freischalten wollte, wenn ich beim Arzt war, empfand ich als absolute Bevormundung.
    Heute kann ich darüber nur noch schmunzeln. Zotti hat es in ihrem Thread ganz gut erklärt:
    Das Nehmen dieser Hürde, zum Arzt zu gehen, sich zu outen, sich diese Rückzugsmöglichkeit zu nehmen, froh und frei weiter saufen zu können, ist ein ganz wichtiger Schritt gewesen.
    Auch das Eingeständnis, selbst Alkoholiker zu sein (und nicht nur zu behaupten, man hätte ein Problem mit Alkohol) war wichtig, um in die richtige Richtung zu gehen.
    Auch mich hat der Gedanke, von jetzt an nie mehr was trinken zu können, unheimlich erschreckt. Der ist inzwischen längst passé. Es ist einfach inzwischen absolute Normalität, nix mehr zu trinken. Keine Werbung, kein Schnaps an der Kasse, kein biertrinkender Zeitgenosse löst bei mir noch Verlangen nach Alkohol aus.
    Damit es so bleibt, lese ich hier täglich im Forum...ein Forum, das ich schon fast wieder verlassen hätte, weil es am Anfang so viele Konfrontationen mit den Altusern gegeben hat.
    Inzwischen weiß ich, daß es einfach auch an mir lag. Meine Unbelehrbarkeit am Anfang hat es mir selber erschwert.
    Ich bin nach wie vor kein Mustertrockener, wenn es um die Grundbausteine geht. Ich habe nach wie vor relativ oft Kontakt zu Menschen, die noch trinken. Ich habe mein Leben nicht nach dem Alkohol gerichtet, indem ich ihm aus dem Weg gehe, die Strassenseite wechsle, wenn ich ihn sehe. Ich habe nach wie vor kein Feindbild Alkohol, ich kann Menschen, die gelegentlich ein Glas Wein oder ein Feierabendbier trinken, verstehen. Aber ich gehöre nicht mehr zu ihnen. Mein Fokus ist ein anderer. Und die Tatsache, daß mein Verhältnis zu meinen Eltern inzwischen so normal ist, zeigt mir, daß es gut ist, wie es ist.

    Momentan habe ich noch eine andere Sache konsequent durchzustehen. Nachdem ich ein Buch über Massentierhaltung gelesen habe, ist in mir die Entscheidung gereift, aus dieser fiesen Maschinerie auszusteigen. Bei mir gibt es in Zukunft kein Fleisch mehr aus dem Supermarkt, kein Fleisch mehr vom Metzger, wenn ich nicht weiß, woher der seine Tiere bezieht. Ich werde mir ausgewählte Tierzüchter suchen, vorzugsweise Wild vor Ort kaufen oder das Fleischessen komplett einstellen, wenn nötig.

    Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein...aber eine inzwischen leider aufgelöste Band beschrieb es einmal so:

    Doch wenn Dir stundenlang Wasser auf die Stirn tropft, wirst Du sehn, es kann die Hölle sein.

    Ob es irgendwann zum Vegetarier reicht, weiß ich heut noch nicht abzuschätzen.

    Ich will diese Massenhaltungsmaschinerie, diese Hölle für Nutztiere, jedenfalls nicht mehr unterstützen, nicht mehr wegsehen, auch hier Verantwortung übernehmen.

    Ich wünsch Euch allen ein schönes WE und eine schöne Zeit...

    LG Andreas

    Moin Martin,

    jaja, immer diese Muggels, die ein Loggen verhindern :)

    Aber Vorsicht...Cachen macht ebenfalls süchtig...behaupten zumindest jene meiner Bekannten, die diesem Hobby nachgehen :)
    Besonders empfehlenswert ist der sogenannte Nachtcache...im Dunkeln nach Schätzen zu suchen, wenn alle Welt schläft, macht nochmal besonders viel Spaß...diese Ruhe ist unbezahlbar.

    Wünsch Dir viel Spaß bei Deinem neuen Hobby und eine schöne Zeit

    LG Andreas

    Zitat von inbetween

    Da stimme ich dir zu, das hat mit Verantwortung für sich selbst übernehmen nichts zu tun. Aber ich denke auch, es kann hilfreich sein, das eigene Verhalten zu ändern, wenn man ein Muster erkennt und evtl. die Ursache dazu weiß.

    Unbedingt. Die Frage ist nur, wie man dann mit diesen Erkenntnissen umgeht. Diese nachtragende Haltung den Eltern oder dem Lebenspartner gegenüber kann ich einfach nicht nachvollziehen.

    Meine Eltern haben genauso Fehler gemacht wie ich als Vater Fehler gemacht habe...und meine Jungs werden genauso wieder Dinge machen, die von der nachfolgenden Generation als Fehler gesehen werden.

    Ein vernünftiger Dialog wird mit gegenseitigen Schuldzuweisungen auf Dauer eh nicht möglich sein.

    LG Andreas

    Zitat von Speranza

    Ich komme aus keiner Alkoholikerfamilie und trotzdem hatte ich keine schöne Kindheit. Aber ich kann ja nicht alle Verhaltensweisen durch meine Kindheit entschuldigen denn wenn ich erwachsen bin steht es mir ja frei so zu leben wie ich es für richtig halte.

    Der Gedankengang: "Ich hatte so eine schlechte Kindheit dass ich traumatisiert bin und jetzt läuft dadurch in meinem Leben alles schief" führt zu nichts, es ist viel besser mit der Kindheit abzuschliessen denn ändern kann man es nicht mehr.

    Hallo Speranza,

    diese Aussagen von Dir halte ich für besonders wichtig.

    Ohne hier jemanden zunahekommen zu wollen...man liest hier immer wieder diese ewigen Schuldzuweisungen an die Eltern, teilweise von Alkoholikern, hauptsächlich aber auch von den Co's.

    Bei mir drängt sich da wirklich die Frage auf, ob manche nicht in der Lage sind, selbst Verantwortung für ihr jetziges Tun und Handeln zu übernehmen.

    Klar, es ist immer bequemer, die Schuld bei anderen zu suchen. Und wenn man lange genug in der eigenen Vergangenheit gräbt, werden sich immer wieder Ereignisse finden lassen, die einen negativ beeinflußt haben.

    Ich finde es durchaus nicht verkehrt, sich mit der eigenen, möglicherweise besonders negativ verlaufenen Kindheit auseinanderzusetzen. Aber all diese Rückblicke werden das eigene Leben nicht ändern...genausowenig wie ständige Schuldzuweisungen an andere, nur um nicht selber Verantwortung übernehmen zu müssen.

    Aufarbeitung sollte zunächst immer erstmal bei einem selber anfangen...

    LG Andreas

    Zitat von inbetween


    Und: wenn mein Partner sich selbst und das Leben liebt, wird er sagen: ich möchte gesund werden. -

    Aber er tut es nicht.

    Dazu müßte er ja auch erst mal wissen und selbst akzeptieren, daß er krank ist...wenn ich nicht krank bin, brauch ich auch nicht gesund werden.

    Es klingt hier immer mal wieder so an, als würde ein Alkoholiker sich seinen Co. vorsätzlich so zurechtlegen, wie es ihm am Besten passt...ihn manipulieren, ihn belügen, ihn etwas vormachen, vorheucheln...
    Das alles mag stimmen...aus Sicht eines Co's.

    Wenn ich mich als Beispiel hernehme:

    Mir waren diese Mechanismen völlig fremd...ich wollte nicht manipulieren, ich wollte in Ruhe saufen. Wer mich beim Saufen störte, wer dazu unbequeme Fragen stellte, war negativ - egal wer. Wer mitgesoffen hat, wer mein Saufen toleriert hat, war positiv.

    Es klingt schon hart, aber ich denke wirklich auch, daß ein Alkoholiker nicht wirklich lieben kann...er glaubt vielleicht manchmal, es zu tun und deshalb werden ihm später Heuchelei und Lügen vorgeworfen. Aber aus seiner damaligen Sicht hat er eben geliebt - aber aus seiner damaligen Sicht hat er ja auch nicht gesoffen.

    LG Andreas

    Hi girasole,

    na, dann sind wir ja einer Meinung. Ich denke auch, daß bei Depressionen keine Pillen reichen...wie übrigens bei den meisten Krankheiten nicht. Das ist mMn. letztendlich auch nur ein Wirtschaftsfaktor. Der Placebo-Effekt ist ja erwiesen, und der es gibt eben jede Menge Bedarf an Placebos, weil es so schön einfach ist, ne Pille zu schlucken und auf Besserung zu hoffen, ohne selbst aktiv werden zu müssen.

    Aber ich schweife mal wieder ab...:-)

    Schönen Abend Dir

    LG Andreas