Hallo Jungs,
ich denke ja, es muß jeder selber wissen, wieviel er von sich und seiner Krankheit preisgibt.
Ich kann verstehen, daß man sich nur dem engsten Kreis anvertrauen will und flüchtigen Bekannten oder dem Nachbarn nicht gleich seine ganze Krankheitsgeschichte über den Zaun erzählen will.
Ich hab für mich nen anderen Weg gefunden. Ich gehe recht offensiv mit dem Outing um. Zum Einen begrenzt es die Fragen nach dem Warum (man keinen Alkohol trinkt) in Windeseile, zweitens sehe ich keinen Grund, es nicht anzusprechen. Ich sehe nicht beschämt zu Boden, wenn ich davon spreche, abstinenter Alkoholiker zu sein, sondern behalte den Kopf oben...warum auch nicht ? Ich bin ja nur krank und auf dem Weg der Besserung...nicht aussätzig oder bescheuert ![]()
Allerdings läßt man mit seinem Outing so manchen Mitmenschen in einen Spiegel blicken, ohne das dieser wirklich nen Blick drauf werfen will.
Vielleicht ist das hilfreich, gibt nen Denkanstoß...vielleicht ist es auch kontraproduktiv und verhärtet das Verhalten des Gegenübers. Aber das darf nicht mein Problem sein. Ich rede ja nur über mich selbst.
LG Andreas