Guten Morgen Lindi
ich lese die letzten Tage bereits mit und steig deshalb auch gleich beim Eltern-Thema ein.
Ich kann mich in Deine Situation sehr gut rein denken.
Das wäre kein bißchen anders, bei mir und meinen Eltern (es lebt ja nur noch die Mutter) .... aber jetzt mal in der Vorstelllung - sie würden beide noch im Schwarzwald leben in ihrem früheren Häuschen und ich käme jetzt (zB aufgrund der Trennung von meinem Mann) zu ihnen zurück.
Ach ja und herrje! am Ende noch aus dem Ausland!
Das ist sicher auch noch so ein Punkt. Schau - die Eltern Deiner Mitschüler(innen) haben evtl. in der Nachbarschaft ihrer Kinder gelebt. Jeden Tag gesehen, daß die Kleinen nun echt groß sind - am ende selbst Eltern usw. // Sie mußten das geliebte Kind auch nicht vermissen und viele ungewisse Tage beim Einschlafen dran denken, wie es ihm wohl geht.
ABER GRRRRRRRRRRRRRR 
warum müssen Eltern mit einem "ich will mich auch mal wieder um Dich Sorgen"-Defizit gleich in die Schublade von vorvorgestern greifen?? Wahrscheinlich ist diese Form Liebe, dieses ungefragte Betüddeln so in ihnen verankert - daß sie es in keinster Weise als hinterfragenswert ansehen - und wenn Du noch so mit den Armen ruderst, das Megafon anschaltest und Ihnen am liebsten als KingKONG
durchs Wohnzimmer schreiten würdest, damit sie endlich sehen: Nix mehr mit "Klein-Lindi".
Schwierig echt. Gerade weil - Wie Du sagst, das Alter nicht gerade selbstkritischer macht. Da werden dann Vorwürfe Deinerseits auch schnell zu Verletzungen auf der anderen Seite.
Mir gefällt der Spruch "Alle wollen mein Bestes - ich gebs aber nicht her!
"
....den hat meine Mutter bis heute nicht verstanden. bzw. noch nie drüber lachen können
Mein Vater war 82 Jahre alt, als er starb. Da gab es auch Dinge, die ich ihm einfach lassen mußte - weil sich das Denken in diesem Alter in irgendwie eigenen Kreisen bewegt. Vllt. auch ein Stück weg von dieser Welt bereits..... so wie Du das mit dem Mikro-Kosmos beschreibst.... bei meinen Eltern war das schon immer sehr extrem. Die Abgrenzung von der anderen Welt - das kam vor allem durch meine Mutter, hat aber über die Jahre dann auch meinen Vater geprägt.
Nun genug der Vergleiche, wollt nur sagen: Ich weiß was Du meinst.
Und es ist natürlich jetzt ein ungutes Gefühl da - wie das werden soll. Ich seh das auch als eine echte Herausforderung für Dich an.
Du sagst: Fehlende Grenzen.
Was tun? Man kann noch so viel Grenzen abstecken - Eltern, die diese Diskretion ihren erwachsenen Kindern gegenüber nicht aufbringen, finden immer ein Loch im Maschendrahtzaun
Und die Grenzen jedes Mal neu einzufordern und zu definieren kostet enorm Kraft und macht nicht nur müde sondern zermürbt.
Vllt. könntest Du das Bewußtsein der Beiden schärfen, in dem Du sie auch (ich schreib auch, weil ich das mit meiner Mutter so handhabe)... beim Vornamen ansprichst. Du kannst sie ja ganz lieb in einem Gespräch am Beginn Deines Einzugs darauf ansprechen. Das ist vllt. ein Schock erstmal - aber bei meiner Mutter und mir hat es sehr geholfen. Vor allem wenn ich dann in Meinungsverschiedenheiten sagen konnte:" H......!das ist nicht Deine Angelegenheit - sondern meine!"
Inzwischen sag ich sogar oft wieder Mama - und nur in Abgrenzungs-Dingen H........ zu ihr. Sie freut sich - daß ich sie wieder Mama nenne (meist) und ihr ist irgendwie klar geworden, daß sie es nicht von ihrer Seite aus einfach wie ein Bulldozer einfordern kann, sich wie die Mama eines "ihr gehörenden" Kindes zu benehmen. Natürlich hat sie auch noch ein paar perfide Dinge auf Lager, in mich einzudringen bis zum empfindlichsten Kern.... nur um irgendwo wieder das Messer "ich habs Dir doch gesagt" reinzudrücken. Aber da wechsle ich dann ab:
Mal geduldig ausweichen, mal
"ich will da jetzt nicht drüber reden" - DANN wird aber sofort vermutet, das Kind ist in einer schweren Kirse 
Was ich damit sagen will: Es ist anstrengend! Auch wenn Deine Eltern sicher anders anstrengend sind, als meine Mutter ------- Du wirst "Arbeit" damit haben. Vor allem, weil sie in einem Alter sind, in der man sie zeitweilig einfach nur noch "machen lassen" muß. Es bringt sicher nichts, deren Horizont mal so kurz um 170 Grad erweitern zu wollen. Und es hat sich eben wie oben auch beschrieben, ein gewisses Defizit angesammelt. Jahre in denen sie Dir keine Liebe geben konnten -und es soooo gern und am liebsten auf die gewohnte Weise gegeben hätten. 
Das mit den High-Heels hätte aber grad so bei uns stattfinden können
nur gut, daß ich Schuhgröße 36 hab und Mama 40!
Die Idee mit den "praktischen Blockabsätzen" *g - jow! original Mama!
Ja und dann natürlich : "Du mußt Dich ja auch nicht so aufbrezeln..
"
houuuu - da krieg ich ganz scharfe Reißzähne rechts und links in de Goschen,,,,
übrigens n Tipp für 10cm(+)= Füße nicht nebeneinander sondern voreinander setzen beim Laufen (bißl wie die auf dem Laufsteg) sieht zwar tatsächlich sehr nach Hüftschwung aus... ist aber besser als Gewackel
bei Trepp-ab-Laufen aber unbedingt auf Geländer oder den starken Arm eines Begleiters achten! Ich hab auch so ein paar Stiefel. Von der Freundin geschenkt bekommen... weil sie damit hinflliegt... jetzt sind die auch noch vorn so konstruiert, daß eine verlängerte Spitze dran ist, in die kein Zeh reinpaßt. Wie gesagt: Geradeaus kein Problem. Kopfsteinpflaster auf jeden Fall meiden oder beim Füße voreinander setzen immer auf den Stein zielen
und bei steilen Treppen ein leises Gebet an den Himmel, er möge mich auf Händen tragen oder wenigsten ein Geländer in Sichtweite bringen. Ich zieh die Teile nur noch auf Indoor Parties an, wenn der Parkplatz vor dem Haus ist!
Du fragst wie es mir geht? Bin um halb fünf von selbst aufgewacht - FIT!
Also geht es mir gut. War nicht die ganze Woche so - und um ehrlich zu sein, wach ich grad manchmal morgens auf und hab so viel trauriges zum denken, daß ich nochmal schlafe. Zum Glück kann ich meine Zeit selbst einteilen. Den Schlaf brauch ich gerade.
Es gibt da einmal den Verlust des "Kleinen" der uns letzte Woche verlassen hat.... die anderen trauern und sind verängstigt - das geht jeden Tag unter die Haut. Ich lerne, daß auch Tier-Schmerz nicht mein Schmerz sein darf, wenn ich "ganz" bei "mir" bleiben ... lernen will. Ich übe mich darin, es bei meinem Schmerz genug sein zu lassen.
Mein Vermieter hat die Miete erhöht. Ich hab nach Wohnungen gesucht und dabei beschlossen erst mal die Personalkosten zu senken. Also weniger Arbeitsstunden für meine Mini-Jobber und der Verzicht auf Putz-undBügelhilfe war jetzt auch der Grund für einen doch recht emotionaler Abschied nach 12 Jahren "geteiltes Leben" (2x die Woche).
2 Baustellen in der Wohnung hab ich jetzt auch endlich unter Dach und Fach. - Die eine war was Größeres: WENN sich 3 Männer um eine Baustelle kümmern geschieht 1,5 Jahre lang nichts. WENN eine Frau dann die Sache in die Hand nimmt, wird die Wand inh. von 3 Wochen verputzt, tapeziert und gestrichen. 
Das alles hat mich Zeit und erstaunlich viel Energie gekostet. Ich bin noch sehr empfindlich. Manchmal sehn ich mich nach Nähe - bin aber noch mehr glücklich darüber, daß es nun Ruhe gibt bei mir, in mir und um mich rum. Hab die Wohnung "poliert", Fenster geputzt und Vorhänge gewaschen. Diese WE gibts Rinderbraten mit Kartoffelsalat ganz nach Oma's Art. Aber was meiner Seele wirklich gut tat: Meine beiden Huftiere gestern: Schimmelchen wollt selber Regie-Anweisung geben und fand's dann ganz toll, daß Frauchen sich immer noch durchsetzt, auch wenn sie so selten kommt. Aus Dank hat er dann richtig mit Ausdruck die Bahnfiguren hingelegt. Der große Braune kämpft zwar etwas mit den beiden ungleichen Vorderhufen... aber auf dem Sandplatz war's relativ.. Wir haben unsern "Strandgalopp" hingelegt. ER schön auf Zug und
richtig aufgeg**lt, wenn ich die Kurven so eng wie möglich nahm. (Erinnert ihn immer an den Parcour) er liebt das und hat schon beim warm-reiten drauf gedrängelt
So stieg ich naßgeschwitzt aber glücklich ab und bin heut morgen aufgewacht - ohne an die jüngsten Verletzungen zu denken. - Die mich doch manchmal einholen. Da hat jemand um mein Vertrauen gekämpft, echt gekämpft und ....(den Rest hab ich vergessen) - ich kann mich deutlich dran erinnern, wie ich es vergessen hab.
So jetzt war das 1 Std. /co Lindi. Ich hoff ich krieg keinen Rüffel, weil das jetzt ganz schön viele Buchstaben geworden sind...in DEINEM Thread.
Aaah so noch zu Deinem PingPong -Bällchen! Ich hoff die Röhre ist nach wie vor dünn und der Gute nimmt Dich nicht zu sehr mit! Aber schön, daß es so schnell aufwärts ging. Ist aber immer ne heikle Zeit und mit viel Nerven und Anstrengung verbunden, wenn die Lieben meinen, sie seien doch wieder sooooooo fit und vor allem soooooooooo wenig ausgelastet
Aber Du bist ja ein alter Hase was die "Hüpf-Rüssel" angeht.. und ich freu mich, daß Du jetzt nicht mit nem halben Jahr Boxen-Ruhe da stehst (bzw. er).
LG Nys