Beiträge von Nys

    Hi Lindi

    natürlich Alltagstrott! aber bitte mit Sahne!

    Weißt - auch in Zeiten in denen mir nicht romantisch ums Herz ist - und der
    Partner allmählich zu einem Menschen wird, der nicht mehr allein durch seine Erscheinung ein Erdbeben in mir auslöst-

    auch in dieser Gewohnheits.-Ewigkeit

    hab ich eigentlich immer noch Lust auf die Begegnung mit meinem Partner.
    (jetzt garnicht S**uell gemeint)
    Begegnung, die nebenbei was Schönes mit in den Alltagstrott bringt.

    Für mich wäre es ganz natürlich, heimzukommen und ihn anzustrahlen. Nicht weil ich ihn anhimmle. Das ist schon lange nicht mehr meine Vorstellung von einer glücklichen Beziehung.... sondern weil ich auch bei anderen Menschen, die mich mind. genauso lang kennen - mit dem herzlichen und offenen Lächeln - ein kleines Glücksgefühl auslösen kann, das wiederum mich glücklich macht und lächeln läßt.

    Wenn ich dann bei meinem Partner ein Lächeln zurückbekomme und wie selbstverständlich zu ihm hin-rutschen kann - aufs Sofa - und dabei mal kurz gedrückt werd.... das ist das Sahnehäubchen, das mir fehlt und das keiner Künstelei bedarf, wenn man sich richtig gern hat.

    Wenn es dann noch auffällt, daß ich mich garnicht mal so schlecht anfühle und das eine oder andere durchaus reizvoll anzusehen ist, dann würd auch das ein bißchen Puderzucker sein --- der sich bei der nächsten besseren Gelegenheit in eine Feuerzangenbowle verwandeln kann.

    Aber unsere Sahne steht im Kühlschrank und den Puderzucker am Wochenende aufs Haltbarkeitsdatum zu überprüfen stimmt mich traurig.

    LG Nys

    Bin grad von ner Buchvorstellung zurück

    schon als ich auf's Haus zusteuerte, sah ich daß er nicht zuhaus ist. So wird es in Zukunft immer sein.

    Ein bißchen sentimental war mir da schon zumute.
    (Heut mittag hab ich noch in meinem TB im Geschlossenen eine allgemeine Liebeserklärung an
    die Spezies Mann geschrieben - weil Grönemeyer im Radio sang. "Wann ist ein Mann ein Mann?")

    jetzt will ich da nicht gleich wieder nen Wermutstropfen drauf träufeln - deshalb schreib ich's hier.

    Ja ist seltsam und doch immer noch richtig.
    Die letzten Tage war ich ja abends bereits zuhaus, als er nochmal das Haus verließ. Heimkommen und da ist niemand - das ist nochmal was anderes.

    Ganz einfach wird es aber, wenn ich denk wie es im Normalfall wär. Dann käm ich heim - würde erwartungslos "hallo" sagen, mir was zu Essen zwischen die Kiemen klemmen und wäre dann unsicher, in welchem Zimmer ich mich aufhalten soll. (irgendwas macht er immer vor dem Fernseher....) also wäre ich im selben Zimmer 3tes Rad am Wagen....
    Es käme die Frage, ob das echt so lang ging. Aber eigentlich wäre es auch egal, wenn es kürzer gedauert hätte. Der Fernseher wäre um einiges interessanter gewesen, als die Tatsache, daß ich mich heut mal vor dem Kleiderschrank aufgebaut hab und geschaut hab, was da irgendwie gut aussehen könnte. Ich hätte die hohen Sandalen und die Sommerklamotten abgelegt und mich irgendwo hin verdrückt, weil mich fernsehen oft langweilt.
    Und ich mir selbst genauso langweilig vorgekommen wär.

    Im besten Fall hätt ich mich aufs Bett gelegt und auch mit fern gesehen. Aber unbeachtet. Jetzt bin ich allein - aber auch nicht Luft. Ich werd mir jetzt den handsignierten Schmöker eines (mir noch völlig unbekannten Autors) schnappen und mich überraschen lassen...

    Befürchte allerdings, daß er den guten Terry Pratchett nicht dran kommt.

    LG Nys

    Hallo Georgina

    oh - das tut mir aber grad sehr sehr leid. Für Dich und den armen Kerl. mmh - ist immer ein bißchen schwierig bei den Karnickels. - aber das weißt Du als Tierarzthelferin ja selbst, . Die Rangkämpfe sind teilweise heftig. Als meine erste Häsin nach Jahren ihren ersten Rammler-Freund bekam ist sie erstmal aus ihrem Käfig rausgeschossen und hat ihn zur Begrüßung gleich ganz gemein direkt in die empfindliche Nase gebissen. Wir haben bei der Eingewöhnung eines Neuen dann immer Pefferminzöl
    auf die Ohren getupft. Das war nach ein paar Tagen ausgestunken und in der Zeit konnte der neue den Stallgeruch annehmen. Gleichzeitig hat das scharfe Öl den Revierbesitzer von Attacken auf die Ohren abgehalten. Aber mit einem Urlaubs-Hasen-Päärchen
    half das alles nix. Als ich den Urlaubsgast retten wollte, hing mein Rammler noch unten dran und hat nicht losgelassen. Als ihn dann die Schwerkraft eingeholt hat, plumpste er (von nicht weit hoch) auf den Boden und rannte
    mit nem Stück Fell vom Rivalen stolz in der Gegend rum.

    Das mit der Pfote ist jetzt auch bißchen meine Sorge.
    Hoffentlich kennen die Leute sich dort gut aus und haben ihn gleich untersucht. Vllt. ist es ja nur ne rausgezogene Kralle. Ich drück die Daumen, daß alles gut wird.

    Liebe Grüße
    Nys

    Hi Lindi

    OK - ich geb ja zu in diesen Dingen auf nahezu null Erfahrung zurückgreifen zu können und sicherlich hast Du und auch Sarawen sich mit der Thematik schon intensiver auseinandergesetzt.

    Mit Kindern hab ich allerdings etwas Erfahrung. Habe lange Zeit Jugend-Zeltlager und andere Kinder-Arbeit mitorganisiert und gestaltet.

    Auch XY hatte ja den Wunsch, mich seinem Sohn bekannt zu machen.

    Ich hab es vllt. etwas zu kurz zusammengefaßt: Ne Kennenlernphase gehört dazu. Aber in einem Punkt bin ich mir absolut sicher: Kinder hassen nichts mehr als die Vorspiegelung falscher Tatsachen (nur ne Bekannte... ???) die haben einen 7ten Sinn für ALLES.

    Selbst wenn die "heimliche" Freundin nur als Phantom rumgeistert.

    Ne Bedienungsanleitung für solche Beziehungen mit Partner+Kids gibt es glaube ich sowieso nicht. Da spielen zu viele Einzelfaktoren eine Rolle. Das Alter der Kids, die Beziehung zu den jew. einzelnen Elternteilen und die jw. Persönlichkeit des Kindes.

    Aber ich glaube, daß man vieles eben erst im gemeinsamen Umgang und in gemeinsamen Unternehmungen rausspüren kann. Die Verlustängste beziehen sich ja in erster Linie dann auf das Elternteil.
    Da ist natürlich das notwendige Fingerspitzengefühl gefragt -wieviel die Kids von der Paar-Beziehung mitbekommen. Aber daß Papa heute eine Freundin hat, (die man evtl. sehr mag), - die aber evtl.morgen bereits der Vergangenheit angehört - ist mE für Kinder leichter zu verkraften, als ein Paps, der sich irgendwie verstellt wegen der Unbekannten, die damit immer suspekter wird. Kinder spüren, ob man natürlich ist und natürlich mit seinem eigenen Leben umgeht. Auch mit den Beziehungen. Und Kinder mögen es sehr, wenn man sie mit einbezieht und ihnen auch etwas zutraut "verstehen zu können".

    Zu meinen Erfahrungen mit dem Sohn von XY möcht ich jetzt in Sarawens Thread nix schreiben. Nur so viel: Ich habe ihn sofort ins Herz geschlossen und er hat meine Aufmerksamkeit nach einer anfänglichen Schüchternheit sehr gemocht.

    Es ist immer ein Balance-Akt wie, wo und wieviel - aber Natürlichkeit tut Kindern gut. Und so wie man mit ihnen im konkreten Fall offen über Tod und Leben reden muß, so wichtig ist es authentisch vor ihnen zu leben und auch Niederlagen auf natürliche Art rüberzubringen (zB eine Trennung). Geschieht das authentisch, dann finden sie darin mehr Sicherheit, als wenn sie das Gefühl haben "geschont" zu werden.

    Ich glaube Kinder lernen aus unserem Umgang mit
    Beziehungen, mit Niederlagen, mit Konflikten. Und sie wollen es auch lernen. Natürlich provozieren sie dann auch mal selbst Konflikte. Zum Test usw. Dazu muß aber das Elternteil den notwendigen Einblick und die notwendige Feinfühligkeit mitbringen.

    Leicht gesagt aus der Theorie. Aber mit Natürlichkeit macht man nix falsch. ME ist es bei Kindern unglaublich wichtig nicht zu viel zu denken - sondern spontan aus dem Gefühl für das Kind und die Situation heraus zu handeln. Dazu muß ich aber in Verbindung zu mir selbst bleiben und darf nicht dauernd über irgendwas nachdenken. Sondern den Mut zum Scheitern und wieder versuchen vorleben.

    Sicherheit kommt aus der Gewißheit, daß auf diesen Menschen Verlaß ist. Daß er in erster Linie der bleibt, der er ist und in zweiter Linie da ist (was nicht bedeutet ständig verfügbar sein zu müssen).


    Liebe Sarawen
    Jetzt hab ich viel über Sachen geschrieben, die tatsächlich so bei Dir garnicht zur Diskussion stehen.
    Es geht ja mehr um den Umgang Deines Partners mit Dir und Eurer Beziehung, wenn er die Kinder hat.
    Dazu hat Lindi fast alles gesagt.

    Ich befürchte halt, daß Du ihn sowieso nur mit den Kindern nehmen kannst und daß Du selbst von ihm nicht den Ersatz erwarten darfst, für die fehlende Zuneigung in Deiner Kindheit. Evtl. sorgt er deshalb so gut für Dich (wenn er da ist) - weil ihm die Fürsorglichkeit einfach im Blut liegt. Aber Du gerätst damit in die Rolle eines weiteren, um Aufmerksamkeit bittenden Kindes. Das war eigentlich auch so meine Intension mit dem WIR. Du benötigst die gleichwertige, selbständige Stellung als Partnerin NEBEN ihm und die Ebene auf der ihr miteinander Aufmerksamkeit teilt, sollte eine grundlegend andere sein, als die zu den Kindern.

    LG Nys

    Hallo Georgina

    Zitat

    er ist gleich rum gelaufen,hat ganz neugierig geschaut

    das hört sich doch gut an!

    Es sind einfach Pulk-Tiere und ich glaub er fühlt sich nicht abgeschoben dort.
    Ganz bestimmt nicht. Man denkt halt immer sehr menschlich. Klar bauen Kaninchen (trotz Partner) oft eine starke Verbindung zu einem Menschen auf - aber wir haben kein Fell und liegen nicht neben ihnen in der Sonne, um danach partnerschaftlich die Löffel-Ohren zu lecken. Wir schlagen keine Haken mit ihnen um die Wette und fressen nicht aus dem selben Napf. Nachts liegen wir im Bett und sie in ihrem Käfig (ALLEIN !) das ist für ein Flucht-Tier Streß. Wer allein ist, muß wach bleiben. Weil kein anderer Wache schiebt. Ein Flucht-Tier kann nur entspannen, wenn es sich mit der Wache abwechseln kann und alle Körperfunktionen sind davon betroffen, wenn kein Input mehr von der gleichen Spezies kommt.

    Ich drück die Daumen, daß der andere Rammler genug sozial ist, um Deinen 8jährigen mit aufzunehmen. Wird sicher auch noch spannend, wenn Deiner sich ein Weibchen unter den Nagel reißen will. Aber wenn das Gehege groß genug zum Ausweichen ist, hab ich keine Bedenken.
    Schreibst Du morgen nochmal, wie's steht?

    Liebe Grüße
    Nys

    Hallo Sarawen

    auch von mir nachträglich alles Gute zum Geburtstag!

    Mit 40 wird der Schwabe 'gscheit - so sagt man bei uns.

    Tatsächlich ist es wohl so, daß viele mit 40 nochmal über alles nachdenken und neu sortieren. Dazu gab es neulich sogar eine ganze Sende-Reihe im Fernsehen.

    Ich finde, daß Du mit Deinen Anforderungen an Deinen Partner schon das richtige Bauchgefühl hast - leider auch in der Hinsicht, daß er da nicht sonderlich "beweglich" ist, was seine Einstellung und Hingabe zu den Anforderungen seiner Kinder betrifft. Und in finanziellen Angelegenheiten scheint er ja sogar eher
    unreif auf alle Kinderwünsche mit Erfüllung einzugehen.

    Aus Deinen Beiträgen klingt beides:
    Die eigentliche Erkenntnis, daß es Dir langsam reicht!
    Und daß Du so nicht damit leben willst.
    Dann, die Sarawen, die sich selbst die Schuld gibt, zu viel einzufordern
    Dann die Sarawen, die jedes bißchen Liebe und Fürsorge von ihm aufsaugt wie ein trockener Schwamm den Wassertropfen.

    Sortieren kannst nur Du selbst. Welcher Schmerz fällt weg wenn Du an welcher Schraube drehst?
    mmh?

    Wäre eine weniger liebesbedürftige Sarawen DANN zufrieden mit seinem Kinder-Theater?
    Wäre eine erneute Single-Sarawen erleichtert über die neue Freiheit und Gelegenheit noch was passenderes zu finden?
    Wäre die selbstbewußte Sarawen in der Lage zu sagen: Ich war zwar mal Co - aber ich bin weit davon entfernt nochmal für andere zurückzustecken?! Und ich pfeif auf termingesteuerte Liebesbeweise.

    -----------

    Wenn ich mich in Deine Situation hineindenke, dann wäre ich da ziemlich anders. Deshalb kann ich es jetzt nur aus meiner "Aufstellung" schildern.

    Ich würd so schnell wie möglich einen auf "Wir" machen. Und zwar gleich von Anfang an mit dem Partner vor die Kinder stehen und sagen: Das sind jetzt wir. Ab jetzt könnt ihr zusammen mit "uns" WE verbringen - und wenn es mal Papa allein sein soll, dann bitte mit Voranmeldung. Dafür will ich Papa auch mal allein haben - da seid ihr dann nicht mit dabei. Aber die meiste Zeit würd ich versuchen die Kinder zusammen mit meinem Partner zu erleben. Nicht als "seine" sonder als "die" Kinder - die einfach dazugehören. Ich mag Kinder, auch Teens - aber ich bin für klare Kinder/Erwachsenen-Zonen im Alltag.
    Viel viel Miteinander und ein ganz klares STOP: Wir sind jetzt mal ganz "die zwei Erwachsenen unter sich" - und wenn es nur in einem Gespräch ist, in das jetzt keiner reinplatzen braucht.

    Das klappt natürlich nur mit einem Partner, der den Kindern auch ganz klare Grenzen aufzeigen kann. Wenn Du als Fremde die Grenzen einführst, geht das schief. Und da wären bei mir die Bedenken zu Deiner akt. Beziehung.

    Schwieriges Thema. Ich kann Dir nur sagen, Du hörst Dich ziemlich sauer an. Mit kleinen Sahnehäppchen zwischen drin - aber die machen nicht satt.

    Bleib nicht vor nem Traumschloß stehen, wenn es wo anders ne warme reale Hütte zum Wohlfühlen gibt.

    LG Nys

    Hallo Andreas

    bei mir ist das auch so, daß mein Privatleben stark den Anforderungen im Beruf unterworfen ist.

    Z.B. sind manche Urlaubswochen einfach gestrichen, weil es zu viele Aufträge sind, die in dieser Zeit noch erledigt werden MÜSSEN - da fragt niemand, wann ich die mache. Und Vertretung is nich.

    D.h. entweder nehme ich Urlaub und bin danach total "abgesoffen" - verliere den Überblick total - oder ich verzichte auf Urlaub und behalte die Lage "im Auge und im Griff". bzw. kann dann einen Arbeitsalltag leben, der nicht ständige Überarbeitung bedeutet.

    In meiner verbleibenden Freizeit kann ich sehr gut abschalten. Kein Gedanke an das was noch ansteht. Aber natürlich nur, wenn ich mir nicht mehr Freizeit rausnehme, als das Arbeitspensum zuläßt. Urlaub und gleichzeitig wissen, daß nachher alles Land unter ist - das wäre keine Entspannung. Zumal ich derzeit noch nichtmal einschätzen kann, wie lange Aufarbeiten dauert. (Die neuen Arbeitsabläufe sind noch nicht eingespielt und an vielem muß ich noch rumfeilen und rumorganisieren. Der Gesetzgeber hat sich da viele neue Aufgaben für uns einfallen lassen und wir waren vorher schon ziemlich ausgelastet.)

    Umso wichtiger finde ich, daß man die kleinen Momente im Leben voll genießen kann. Spontan umschalten auf die privaten Beziehungen. Da können auch mal 20 min so viel sein, daß man davon neuen Antrieb für die Pflichterfüllung mitnimmt. Alles eine Frage der Intensität. Und des sich "Drauf-Einlassens".

    Übrigens find ich Deine Idee mit dem Open-Air toll. Gerade auch für Deine Jungs. Natürlich in der Umsetzung nicht ganz einfach - Strom-Versorgung, behördliche Genehmigung, evtl. Nachweis von ausreichenden Parkplätzen und je nach Vorschrift der notw. Bereitschaftsdienst von Rotem Kreuz. Toll wenn Ihr das zusammen stemmt. So was vergißt man (als Sohn/Tochter) nicht, wenn man an "Vatern" zurückdenkt :wink: UND ich vermute, daß Du selbst damit evtl. den größten Spaß hast :D

    LG Nys

    Hallo Georgina

    ich finde es toll, daß Du das Wohl Deines Kaninchens über den eigenen Wunsch (es bei Dir zu behalten) stellst! Das ist mE die echte Tierliebe.

    Ich drück ganz fest die Daumen, daß es mit der "Einbürgerung" klappt. (Ist manchmal tatsächlich mit etwas Raufereien verbunden).

    Ich hatte selbst 10 Jahre lang immer ein Päärchen und am Ende war die letzte Häsin dann allein - allerdings bei meinen Eltern, die fast den ganzen Tag zuhause waren und mit ihr viel gespielt und gekuschelt haben. Da gab es immer feste Rituale und Uhrzeiten für Fütterung, Streicheleinheiten usw.

    Aber ich war trotzdem froh, daß sie dann nichtmehr allzulange gelebt hat - weil Menschen eben kein Hasenpartner sind.

    Hut ab vor Deiner Entscheidung!

    Alles Gute Dir
    Nys

    Hallo zusammen

    Ich hole mir gerade mal ein Zitat von Matthias aus dem Thread
    "Der/die Co als Suchtpersönlichkeit"


    Nys hat Folgendes geschrieben:
    Ich glaube Zufriedenheit kann man lernen

    Zitat

    da stimm ich zu.
    und die Kunst is, m.e. zu lernen sich selber auszufüllen
    schöne zeit
    matthias

    Damals habe ich noch gedacht, ich müßte die Zufriedenheit trotz
    Unzufriedenheit in der Partnerschaft hinbekommen. Mich selbst zu erfüllen und dadurch anspruchsloser zu werden.

    Die neue Erkenntnis sieht anders aus: Wenn ich lerne mich selber auszufüllen, dann muß ich auch ehrlich zu mir selber sein. Und Quellen der ständigen Unzufriedenheit (sei sie auch noch so UNTERSCHWELLIG, -aber ständig präsent) abstellen. Es geht bei der "Erfüllung" nicht darum, eigene Bedürfnisse und Ansprüche abzustellen und Zufriedenheit wie ein Beerdigungstuch drüber zu legen. Sondern unerfüllte Wünsche existieren zu lassen - ihnen aber auch den Raum für ihre Existenz einräumen zu können. Wenn ich allein bin, dann quälen mich diese Wünsche nicht. Dann sind sie einfach da -und dürfen da sein. Wenn ich zu zweit bin, dann quälen mich diese Wünsche - wenn gleichzeitig klar ist, daß sie nicht zu realisieren sind. Dann werden Ansprüche zu heimlichen Anklagen. Da kann keine Zufriedenheit aufkommen.

    Mit mir im Reinen sein - wie es Katha sagt - das gelingt trotz unerfüllter Wünsche und unerfüllten Ansprüchen - Ich bin nämlich dann mit mir im Reinen - wenn ich nichts davon ABSICHTLICH beerdige. Wenn es keinen Grund gibt für Resignation - sondern nur Gründe, diese Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen und existieren zu lassen.

    LG Nys

    Alles andere wäre der Versuch, mit Beton an den Füßen zu schwimmen.

    Guten Morgen Renate, Guten Morgen Lindi

    Renate
    ich hoffe, mit dem letzten Beitrag ist nun auch Deine Frage beantwortet, - was passiert ist!?
    Nun ja Frühlingsgefühle sind gerade nicht mein augenblicklicher Zustand: Aber die Liebe zu mir selbst
    verleiht mehr Flügel als eine Dose RE*B*LL

    Lindi
    ich muß sagen, daß mich Katha auch immer wieder inspiriert mit ihren
    Beschreibungen - da fließt die Antwort dann wie von selbst aus der Tastatur :wink:

    UND
    ... ich hätte auch gern mehr.. mehr... von Deinen motivierenden Aussagen! :wink:
    Ist natürlich schon so, daß ich manchmal Gedanken habe, die sich ungefähr so anhören:
    "So schlimm ist es doch auch wieder nicht gewesen"
    "Viele wären froh, einen Partner zu haben, der keinen Streß macht"

    Aber schlimm bzw. Leiden ist halt dann zu spüren, wenn man auf 15 Jahre zurückblickt und sagen muß: Es ist nie das gewesen, was ich in einer Partnerschaft leben möchte. Und schlimmer war irgendwann die Vorstellung, daß ich im Alter auf ein Leben zurückblicke, in dem ich aus
    Bequemlichkeit, Angst und falschem Verpflichtungsgefühl, - hoffnungslos und frustriert vor mich hingedümpelt bin. Immer mit Menschen um mich rum, die mir signalisieren, daß es auch anders sein kann - als es bei mir zuhause ist. Wenn man hinter dem goldenen Stacheldraht von einem Leben träumt, das man nicht führt - dann ist das Leiden. Dann ist es Zeit, den Seitenschneider auszupacken und auf die Reise zu gehen, von der man noch nicht weiß, wohin sie führt. (Columbus! genialer Vergleich :!:)
    Danke dafür!

    Du wirst lachen: Ich hab vorgestern schon dran gedacht, im Geschlossenen ein neues Tagebuch aufzumachen und im Sinn gehabt, dieses TB "Nys auf dem Weg zum Horizont" zu nennen :)

    Was der Horizont und das Leben gemeinsam haben: Es ist immer was Neues zu sehen. Der Blick auf die Welt und alles um einen rum ändert sich, je näher man dem Horizont kommt und immer wird sofort ein neuer Horizont sichtbar sein. Vllt. auch mal Tage/Wochen in denen man nur im Nebel steht und orientierungslos im Kreis läuft. Für diese Tage muß ich noch Proviant packen. Habe mir gestern schon mal die I-Net-Seiten zu NABU und einem Literaturzirkel in unserer Stadt angeschaut. Auch eine Tad Williams - Vorlesung steht auf dem aktuellen Programm. Ich werde versuchen mich mit Menschen zu umgeben, die ähnliche Schwerpunkte haben wie ich. Ich möchte einen Bekanntenkreis aufbauen, in dem ich Lichtstrahlen für die Nebeltage sehe. Menschen die meinen Horizont erweitern und sich gern an den selben Orten aufhalten wie ich. Menschen, die mich inspirieren und ein Lagerfeuer, dem Indoor-Leben vorziehen.

    Zum ersten Mal seit Jahren habe ich den Gedanken, den Balkon zu bepflanzen, Dinge in der Wohnung neu zu gestalten. Es ist, als ob Leben in mich zurückkehrt, Lebenswille und Lebensfreude, die so lange an der Hoffnung gebunden war -das wesentliche in meiner Partnerschaft ändern zu können.

    LG Nys

    So jetzt endlich Katha! :lol:

    Zitat

    Da Du schreibst, meine Gedanken hätten zu Deiner Entscheidung beigetragen, habe ich – typisch für mich – sofort das mordsmäßig schlechte Gewissen.

    :?:

    Wieso schlechtes Gewissen? Hast mir doch nix schlechtes geraten - nur festgestellt, daß ich nicht so wirklich "angekommen" bin. Ja - und da hab ich nun mehrere Monate genau hingeschaut WARUM eigentlich.

    Teilweise lag's an mir und als ich das von mir zu bewältigende Hindernis genommen hatte, - stand ich vor einem Hindernis, das auch mit noch so viel Mühe nicht zu überwinden war.

    Auch wenn ich anstatt Olivenöl das momentan nicht vorrätige Sesamöl genommen hätte (wobei DIESES Olivenöl, handwarm angewärmt sehr lecker nach Walnüssen riecht....) es liegt ja inzwischen nicht (mehr) am fehlenden Appetit. Es ist eher die Frage Fastfood oder 7 Gänge Menü.
    Wobei davon durchaus 3 Vorspeisen und 3 Nachspeisen dabei sein dürfen.
    Ich bräuchte dazu überhaupt kein Öl.... aber wie sag ich's meinem Kinde?
    Ohne dasselbige nicht gleich mit dem Bad auszuschütten.

    Lassens wir's:: Ist nicht mehr mein Probl.

    Zuletzt ging es ja auch nichtmal mehr darum. Ich seh das mit dem angenagelten "Küchenfuß" etwas anders: Ich mußte den Nagel rausziehen (aus dem einen) damit ich in der Lage war mit beiden Füßen davonzulaufen. (Wobei er es sein wird, der geht.) NEE ich brauchte keine Landung auf dem Bobbes - es war er derselbige, den man in der Hose haben muß, um jede Menge Geld zu vernichten und jede Menge Sicherheit aufzugeben: Um den goldenen Käfig zu verlassen und das Dasein als Zoo-Tier gegen den natürlichen Lebensraum und alle dort lauernden Gefahren einzutauschen.

    Ich bin und bleibe ein (wenn auch ortstreues) Wildtier (aber nicht domestizierbar) - da wird sich nichts ändern. Ich bin nicht auf der Welt, um gut untergebracht zu sein. Ich will leben, ich will Liebe geben und nehmen- ich will lieber allein sein, als mich für meine Träume entschuldigen zu müssen - daran gehe ich ein. Aber die Erkenntnis mußt erst mal gewinnen.

    Ich bin halt manchmal so schlau, :shock: daß ich mir selber was erzähl - der Vernunft wegen.... und dann zu blöd, um zu merken, daß man allein von der Vernunft auch nicht leben kann. Schon garnicht wenn man von natur aus ein Quantum Unvernunft mitbringt - das das Leben so herrlich schön machen kann (und wenns nur für kurze Zeit ist).


    Zitat

    Es gibt selbstverständlich Mittel und Wege, eine Beziehung lebendig zu halten und sie haben alle etwas mit einem Stück Trennung, Loslassen und Akzeptanz zu tun.

    Zitat

    Hast Du Geduld? Kannst Du auch loslassen?

    Oh ja - und ich bitte selbst auch darum!

    Zitat

    Kannst Du ihn anhimmeln,

    NEIN habe ich auch nie vor

    Zitat

    wenn er Dir unrasiert mit Triefaugen und beuteliger Jogginghose gegenüber sitzt und Dir zu Recht mal richtig die Meinung geigt

    DAFÜR würde ich ihn lieben - na ja. -sofern die Triefaugen nicht vom Saufen kommen.

    Zitat

    und es ihm völlig schnuppe ist, wenn Du nur ein paar Sonnenkringel trägst, weil andere Dinge gerade wichtiger sind?

    NEIN das ist der Typ Mann, der mir nichtmehr ins Haus kommt.

    Zitat

    Das nennt sich Liebe und das Gefühl macht sich manchmal breit, wenn die Verliebtheit der ersten 6 – 12 Monate nachlässt und beide ihren Schafsblick verlieren Winken. Wenn Du jeden Tag an Mord und Totschlag denkst, aber nie an Scheidung – was allerdings nur für die etwas extremeren Charaktere unter uns Gültigkeit hat .
    Ich bin allerdings auch fest davon überzeugt, dass man mit sich selbst im Reinen sein muss, um diese Beziehungen zu leben. Das Ganze muss einfach auf Augenhöhe stattfinden und wer zu bedürftig ist, verliert alles.

    Bei mir ist es Liebe, wenn ich mir vorstelle neben einem kranken bewegungsunfähigen Mann zu sitzen und seine Hand zu halten - und genau zu spüren, daß das alles ist, was wir brauchen, um glücklich zu sein.
    Deine These zu Augenhöhe und Bedürftigkeit teile ich.

    Wenn völlig klar ist, daß es weder Mordgedanken noch Kettensägenmasaker bedarf, um an gemeinsame wilde Zeiten zurückzudenken.

    Wenn völlig klar ist, daß die Begierde wo anders herkommt, als
    aus dem ständigen Hin und Her- Auf und Ab -
    Und nicht nur aus den (noch immerhin 41Jahre jungen) Hormonen! :lol:
    Sondern aus der Augenhöhe die auch eine AUGENTIEFE ist

    Jemand der mich sieht, als das was ich bin und sich über das was ich sein kann, einfach nur freut. Das brauche ich.

    Wird allerdings nicht so leicht- ER muß mir ja auch noch zusagen, als das was er ist :roll: (vllt. himmel ich ihn ja dann sogar 6 Mon. an? Nee - aber ich würd ihn wahrscheinlich 6 Monate aus dieser Welt entführen, zurückkommen und sagen: Jetzt kannst auch mal wieder loslassen! :D )

    Warten wir's ab Katha! Vllt. feiern wir ja in 150 Jahren Doppelhochzeit :lol:

    ....... auf dem Blocksberg :)

    Liebe Grüße

    UND BITTE WEITERHIN FLÄCHENDECKEND und FREI SCHNAUZE schreiben!

    Nys

    Hallo Katha

    Ich hatte nicht Dich gemeint, sondern Sternenhimmel, die in Deinem Thread auf den Raucherthread Bezug genommen hat. (schlecht werden, Kindergarten und so....) Und die mir ja schon ordentlich die Meinung darüber gegeigt hat, was sie von mir hält.

    Ich habe den Austausch mit Dir sehr genossen und klar war ich über Deine Worte im Raucherthread wütend, weil Du nicht mit - sondern über uns gesprochen hast.

    Wenn Du in meinem TB im Geschlossenen liest, weißt Du, was bei mir gerade vorangegangen ist und ich kann Dir sagen, daß (neben vielen anderen Ereignissen und Reflektionen) auch Deine Gedanken zu meiner augenblicklichen Entscheidung (Trennung) beigetragen haben. Und daß ich darüber sehr glücklich befreit und dankbar bin.

    Ich hatte bei Dir immer das Gefühl, daß manche meiner Querelen bei Dir etwas auslösen - die ich aber nicht rücksichtsvoll verbergen konnte. Ich schreibe ja auch in erster Linie für mich. Meine Gedanken und mein Umgang mit meinen Problemen haben bei Dir oft alle Alarmglocken schellen lassen - so war jedenfalls mein Eindruck.

    Ich würde mich freuen, wenn wir uns wieder ein virtuelles Lächeln schicken könnten - und bitte verzeih, wenn ich (impulsiv wie ich bin) verletzend rüber kam oder Du Dich von mir falsch eingeschätzt gefühlt hast.

    Ich mag Dich und ich hatte nie das Gefühl, daß Du mich nicht leiden magst - Nur, daß ich Dich manchmal ungheuer aufrege. (Aber das ist ja eher ein Zeichen für Mit-Fühlen und für den Blick einer etwas erfahreneren Frau auf das Leben einer jüngeren, die gerade so manchen Bockmist auf ihre eigene Weise fabriziert)... Ich wollte Dich damit nie triggern oder rücksichtlos sein. Ich respektiere, daß mich hier Menschen lesen und dabei als Suchtpersönlichkeit ihre eigene Wahrnehmung haben. Aber bitte schreib doch dann einfach: "Nys- was Du da schreibst ist für mich nicht tragbar." Dann kann ich darauf eingehen und mich ggf. auch zurücknehmen und in einem Dialog auch Deine Erwartungen an meine Forenbeiträge reflektiern. Danke daß Du Dich jetzt hier bei mir in dieser Form gemeldet hast! Ich habe nie vergessen, was Du mir mal zum"Angekommen- TB" geschrieben hast..... war nur enttäuscht, daß Du im Raucherthread dann (für mich gefühlt) so verurteilend geschrieben hast.

    Können wir beide unsere Enttäuschung vergessen? Ich würd mich freuen!

    Liebe Grüße
    Nys

    Hallo Andreas

    danke noch für Deine Worte.

    Ja das mit den Projekten.... ich wußte schon, daß er sich nur bedingt ändern kann und daß da eine Lücke bleiben wird. Ich wollte bleiben und die Lücke mit der Beziehung zu einem Kind oder mit der Aufgabe für Haus und Garten füllen 8) Ziemlich dumm - so sehe ich das heut auch -und bin grad froh drum, daß es nicht geklappt hat.

    Aber ich dachte ganz lang, ich bin verantwortlich dafür hier zu bleiben
    weil ich nach XY wieder aufgenommen wurde und kam mir schrecklich
    verletzend vor, dieses neue Vertrauen erneut (wenn auch anders) zu enttäuschen. So versuchte ich instinktiv Vorsorge zu treffen, damit ich das was mir in der Beziehung fehlt verdrängen kann.

    Gut daß das mit beiden Projekten an unserer Verschiedenheit gescheitert ist und ich mich mir selbst und der Beziehung erneut stellen mußte.

    Ja und schön, daß wir im Guten auseinandergehen werden.

    Liebe Grüße
    Nys

    PS

    und wenn Du nun fragst, warum wir dann geheiratet haben: Ich dachte, es sei besser auf diese Gefühlswelt zu verzichten und davon zu zehren, daß ich ja meine "wilden Jahre" hatte. Ich dachte, ich käme damit schon klar und müßte halt Abstriche machen und hätte dafür eine Partnerschaft, in der ich gut aufgehoben bin. In der ich halt anders liebe, als es zurückkommt. Seine Liebe kann man sehen (aber leider nicht spüren).

    Es war einfach ein Irrtum. Es ist nicht gut, wenn man glaubt, Teile von einem selbst würden sich nicht wehren oder nicht krank werden, wenn man sie lebendig begräbt. Sie suchen sich ihren Weg und als ich das merkte, war es ehrlicher zu sagen, daß ich mich geirrt habe - daß ich mir mit dem Versprechen an unserer Hochzeit einen zu großen Kraftakt vorgenommen habe - den ich nun zugeben muß, einfach nicht bewältigen zu können. Ich bin an dieser, mir selbst gestellten Aufgabe gescheitert.

    Aber eines kann ich sagen: Es war immer ehrlich und immer nur ich. (auch meine Irrtümer gehören zu mir). Auch dieser Schritt ist die Ehrlichkeit, die man seinem Partner schuldig ist: Keine vorgespielten Gefühle, kein vorgegaukeltes JA. Dann lieber ein Nein.

    Hallo Andreas

    danke, daß Du mir so viel geschrieben und an mich gedacht hast.

    In der Tat sind heute alle Dinge entschieden und ich bin froh. Einfach nur froh.

    Das was Du glaubst, es sei wg. XY "verschwunden" gab es vor XY überhaupt nicht und nach XY wurde manches besser.

    Natürlich war am Anfang auch Verletzung da, wie Du sie vermutest. - Aber das hat sich mit der Zeit gelegt, -------- eigentlich waren wir auf einem guten Weg. Aber die Schwerpunkte im Leben meines Mannes haben sich nicht verlagert und mir wurde dabei immer schwerer ums Herz. Immer wenn ich dachte nun müßte er so viel Emotionalität erlebt und zugelassen haben, daß es seine Schwerpunkte beeinflußt....... dann habe ich schmerzlich erfahren, daß es keine nachhaltige Wirkung hatte. Immer wieder neu mich einzubringen, zu hoffen, den Glauben an die bessere Zukunft nicht aufzugeben, hat mich viel Kraft gekostet. Meine Emotionen kosteten mich Energie, die wie von einem schwarzen Loch verschluckt wurden aus dem kein Lichstrahl zurückkam. Das hat nichts mit XY zu tun. Und nun ist mein Stern verglüht. Möglicherweise ist es so, wie mein Heilpraktiker vermutet, daß mein Mann nur durch Schmerz und Leid bereit sein wird, das abzulegen was ihn daran hindert für Emotionalität offen zu sein. Weil er für sich darunter nicht leidet. Ich gebe meinem Mann auch recht, daß es mit der Zeit evtl. noch Veränderungen bei ihm gegeben hätte. Aber ich bin ans Ende gekommen mit meiner Hoffnung und mit meiner Liebe. Da kann er nichts dafür und ich auch nicht. Ich bin sehr dankbar dafür, daß wir das beinahe liebevoll miteinander regeln konnten und kein einziger Vorwurf im Raum steht.
    Klar ist er wütend, enttäuscht und verletzt - aber es hat ihn auch nicht überrascht. Er sagte, daß er schon lang gemerkt hat, daß wir wieder Rückschritte gemacht haben (in die Zeit vor XY) und daß er schon seit einiger Zeit gemerkt hat, daß ich wieder unglücklich bin. Ja -- und er hat halt gedacht ich halt das weiter so aus, bis sich was ändert..... irgendwann mal vielleicht? .....Aber mein Entschluß ist nicht umkehrbar. Es ist der Moment gekommen in dem sich nichts mehr ändern braucht, weil etwas in mir gestorben ist, was er nichtmehr zum Leben erwecken kann: Meine Liebe und meine Hoffnung.

    Jetzt ist alles gesagt und alles beschlossen. Die Umsetzung und baldmöglichste räumliche Trennung steht an. Und auf einmal spüre ich wieder Energie und Entschlossenheit. Meine Kraft gehört wieder mir und ich werde damit einen neuen Lebensabschnitt beginnen, - der mir weniger Angst macht, als der den ich hinter mir lassen mußte.

    Ich bin wieder ich und das beste ist: Ich darf endlich wieder ich sein: Mit allen meinen Hoffnungen, Wünschen und Träumen - weit ab von einem schwarzen Loch - und ohne Angst, endgültig verloren zu gehen.

    Alles Liebe
    Nys

    Guten Morgen Lindi

    auch ich habe Angst davor, nochmal ganz unten anzufangen. Finanziell wird meine Entscheidung ein kleines evtl. sogar ein großes Desaster werden.

    Schon allein die Tatsache, daß ich die Wohnung nur halten kann, wenn ich dabei auf die mtl. Spar-Rate
    verzichte und so viel auf der Hohen Kante habe ich nicht.

    Das mit dem Hauskauf wäre von den Banken auch nur deshalb finanziert worden, weil unser mtl. Einkommen über dem Durchschnitt liegt. Umzug und Renovierung - und dann irgendwann die Gerichtsgebühren..... da bleibt nicht mehr viel übrig.

    Nein, ich sehne mich nicht nach Abenteuer. Im Gegenteil: Ich sehe mich schon als Single den Rest meines Lebens verbringen, weil ich mich nur selten verliebe - und die Zeiten von One-Night-Stands - waren Zeiten in denen ich den Glauben an die Liebe verloren hatte. Wäre heute nicht mehr mein Ding.

    Ich tue diesen Schritt, weil ich guten Gewissens von der Liebe träumen möchte - die gerne ein ruhiges Fahrwasser sein darf, die aber spürbar DA ist.
    Ich habe die Gründe hinterfragt, weshalb ich bleiben sollte. Es sind viele, viele Gründe. Es fehlt aber der
    Grund, der der wichtigste ist: Die Liebe zwischen Mann und Frau. // Es ist Liebe da - jede Menge sogar. Aber es ist eine verantwortungsvolle eine selbstlose Liebe. Der Eigennutz besteht nur darin, nicht allein zu sein und finanziell kein Wagnis eingehen zu müssen.
    Auch der Gedanke war lange dabei, daß ich hier gut aufgehoben bin mit meiner "spinnerten" Art. Hier die Füße am Boden bleiben und ich sicher bin vor irgendwelchen Chaoten, für die ich (wie Du) - so was wie den 7ten Sinn habe.

    Aber weißt Du - das ist zu wenig. Und dann noch immer das schlechte Gewissen, wenn ich heimlich denke: Eigentlich bist Du hier unglücklich. Gehst nur nicht, weil Du nicht mehr an das Glück glaubst.

    Es gibt so viele Menschen, bei denen ich das bekomme, was mir hier fehlt. Nicht in Flirts oder so - sondern ganz normal in Gesprächen, bei denen eine Verbindung entsteht, wenn man sich anlächelt und einfach auf einer Wellenlänge ist. Dort spüre ich das Glück, das es geben kann.

    Gespräche haben wir schon - aber immer sehr sachlich. Keine Gefühle, keine Ausgelassenheit (wie zB dann, wenn ich mit Freunden unterwegs bin).
    Es ist immer alles sachlich. Ich bin aber ein anderer Mensch. Ich gehe um ich selbst sein zu können.

    Ich gehe, um ohne schlechtes Gewissen träumen zu können. Und ich werde wahrscheinlich sehr lange allein sein. Aber mehr Motivation und Kraft haben als jetzt. Weil mich hier nicht nur vieles auf dem Boden, sondern AM Boden hält. Zu tief am Boden. Es müssen keine Höhenflüge sein - Aber einen Hüpfer, den brauche ich - und in der Beziehung will ich dann jemand haben, der auch gern mal einen Satz macht.

    Momentan ist alles sehr ernüchternd und die Stimmung entsprechend. Wir werden heut reden. Keine Ahnung, was dabei raus kommt. Aber es sieht nicht so aus, als käme da einer auf mich zu der sagt: Um Himmels willen bleib - ich tue alles, damit wir glücklich werden. Das habe ich nicht zu erwarten. Ich für meinen Teil habe alles getan um XY aus dem Weg zu räumen und habe alles gegeben was ich an Liebe und Leidenschaft zu geben habe. Aber wenn das immer ohne Resonance verhallt, dann stirbt das bißchen Glut, was übrig bleiben sollte, um ein neues Feuer zu entfachen.

    Erkaltete Liebe ist schlimmer als Einsamkeit.

    LG Nys

    Hallo Lindi

    Zitat

    ......was immer es ist

    wenn Du liest, was ich heut bei Andreas geschrieben hab. Weißt Du's.

    und nein - mein Bauchgefühl sagt: Es ist komisch - aber komischer wäre es, wenn ich mich "abfinde". Was ich noch tun könnte - wäre WARTEN -


    In unserer Küche steht ein kleines Gefäß mit richtig gutem Olivenöl.
    Ein Mal-Pinsel darin....... war mal ne schöne Idee von mir, die wir auch umgesetzt haben. Ich dachte, das Öl schüttest nicht weg - könnt ja nochmal ........Aber es war mal wieder nur eine meiner Ideen ....... mal wieder ein Anlauf unverkrampft Dinge zu verbessern, Wahrnehmung unaufdringlich weiterzugeben.......... "Danke kein Bedarf" wird es wohl gewesen sein, warum das Öl langsam ranzig wird.

    Es gab viele schöne Ideen von mir. Manche waren so schön, daß sie garnicht erst in Betracht kamen. Das geht dann zu tief. Nicht zu weit - aber zu tief. Was bleibt ist die Erkenntnis, daß alles besser ist, als sich heimlich alles anders zu wünschen.

    ----------------------------------------------------------------------------

    Jetzt aber zu Dir:Irgendwie gehts ja jetzt richtig schnell!?

    Und ich versteh Deine Gefühle gut. Es wird tatsächlich noch mal ein ganz eigener Los-Löse-Prozeß werden. Spain und XY und die Gedanken. Na wenn er jetzt zu seiner Mutter ist, dann guckt ja jemand nach ihm. Und der Rest..... tja - man weiß ja wie's geht...... und doch fällt es schwer, zu akzeptieren, daß sich jemand systematisch zu grunde richtet.

    Bezüglich meinem XY ist das jetzt total weg. Ich sag mir: Ich war eine Frau die ihn mal sehr geliebt hat. Aber das ist seine Vergangenheit. Seine Gegenwart findet ohne mich statt. - Ich habe nichtmal gegrübelt, als ich jetzt von seiner aktuellen Katastrophe gehört hab. Da war ich über mich selbst überrascht. Ich wünsch ihm gute Besserung - mehr nicht. Ist total von mir abgefallen - das Gefühl, um ihn bangen zu müssen. Einziger Grund: Die Einsicht, daß ich nichtmehr zu seinem Leben gehöre.

    Den heutigen Abend (und wohl auch die Nacht) verbringe ich allein daheim. Ich hab heut auch noch nen anderen geliebten Menschen verloren. Ich hasse es, wenn Menschen Dinge sagen, die sie so nicht meinen und im Nachhinein behaupten: Du wußtest doch daß ich lüge.
    weißt doch, daß es in Wirklichkeit ganz anders ist. ..... - so was brauch ich nichtmehr und bräuchte ich den Menschen der das sagt noch so sehr.
    He! reimt sich - was für ein Sch **

    Sorry my Song in your Ear! Wo steckst Du grad? Laß was von Dir hören.
    Liebe Grüße Nys

    Hallo Andreas,

    Dein zweiter Beitrag erzählt maches, was auch schon in anderen Beiträgen von Dir "zwischen den Zeilen" stand.

    Sowohl über Deine Kindheit und auch über Beziehungsarbeit.

    Zitat

    Ich brauch meinen Freiraum und mach ganz sicher nicht immer das, was andere von mir erwarten, nur weil sie es erwarten. Ich bin und bleibe da ein klitzekleiner Anarchist

    Na ja- ich schätze mal, daß das auch den gewissen Reiz einer Person ausmacht. Es ist dann zumindest authentisch. Ziemlich reizlos wird es dann, wenn man in einer Partnerschaft keine Erwartungen mehr haben darf. Wenn das JA zum anderen und dessen Bedürfnissen in einem NEIN zu mir selbst und meinen Bedürfnissen endet.


    Zitat

    Man darf nicht vergessen, daß der Alkoholmißbrauch über Jahre bzw. Jahrzehnte betrieben wurde und damit auch Wesensveränderungen beim Partner überdecken konnte. Nicht jeder Alkoholiker hat sich über die Jahre ausschließlich wegen dem Mißbrauch, sondern auch persönlich in eine andere Richtung verändert.

    Ich denke, daß sich eine Persönlichkeit (ohne Alkohol) nur bedingt verändert. Der Blickwinkel und der Zugang zu bestimmten Dingen ändert sich. Der Kern meiner Persönlichkeit wird wohl der selbe bleiben, bis ins hohe Alter. Nicht selten habe ich sehr alte Menschen erlebt, die innerlich noch ganz jung geblieben sind. Trotz Schicksalsschlägen und Not.

    Es gibt auch Persönlichkeits-Entwicklung, die man bewußt anstreben kann. Entweder um trocken zu bleiben - oder um Dinge an sich zu entdecken, die bislang verschütt waren. ABER Was nicht aus einem Menschen selbst heraus angestrebt wird, kann man von ihm auch nicht erwarten.

    Ich denke schon, daß man sich in einer Partnerschaft gegenseitig eine Unterstützung in der Eigenwahrnehmung und positiven Weiterentwicklung geben kann. (Das fällt natürlich in nassen Zeiten komplett weg und die Weiterentwicklung findet - wie von Dir beschrieben- ohne den anderen statt.) Es ist alles in allem die Frage in wie weit beide bereit sind, sich auf den anderen einzulassen und auf die Dinge, die die Partnerschaft stärken. Auch die Dinge, die einen bereichern. An Punkten an denen man vom anderen die Gelegenheit bekommt, seinen eigenen Blickwinkel zu erweitern. Darauf kann man sich einlassen und viel neues erleben. Das ist aber nur möglich, wenn
    man tatsächlich das, was der andere ist und was der andere leben möchte
    auch teilen will. Mit "Danke kein Bedarf" kann man vllt. Kinofilme, Konzertaufführungen oder Skatabende ablehnen. Meinetwegen auch
    Hobbys, die nicht zu einem passen. Aber wenn es um Beziehungsgestaltung im Bereich von persönlichen Bedürfnissen in einer Partnerschaft geht, dann hilft nur eine gegenseitige Übereinstimmung - die entweder schon von Natur aus da ist - oder gemeinsam angestrebt wird. Daß jeder auch seinen Freiraum braucht ist klar. Der sollte nur nicht so groß sein, daß der gemeinsame Raum auf ein planungs-notwendiges Event zusammenschrumpft.

    Hat man sich mal so weit entfernt, daß man sich nichtmehr wirklich darüber freut, den anderen um sich zu haben - dann kann man (glaube ich) an der Beziehung arbeiten wie blöd - es wird nur auf ein gegenseitiges Leben und Leben lassen hinauslaufen. Das ist mir persönlich zu wenig. Da hilft es auch nicht, daß man etwas gemeinsam unternimmt oder gemeinsam das macht, was Erwachsene halt so tun
    :wink:

    Ich möchte in einer Partnerschaft das Gefühl haben, daß der Partner glücklich darüber ist, mich zu sehen, bzw. mit mir zu leben. Kein Gefühls-Überschwang aber eine stille gemeinsame Zufriedenheit, sobald man beieinander ist. Vllt. ist das zu viel verlangt. Aber das bin ich - und
    das werde ich künftig nicht mehr verbiegen und wenn es bedeutet allein zu bleiben.

    LG Nys

    Liebe Florena

    wenn er sich auf die Gleise legt ist das seine Schuld und nicht Deine! Warum glaubst Du das? Nur weil er es gesagt hat?

    Ist doch Manipulation. Wenn Du nicht so funktionierst wie er will, dann bist Du an allem aber auch allem schuld was dann kommt. Je weniger Du auf Bitten und Flehen reagierst, um so drastischer werden die Dinge, die androht.

    Wenn er sich damit eine einer Spirale bis zum Selbstmord hochdreht, dann ist das die Spirale die er angefangen und bis zum bitteren Ende durchgezogen hat.

    Natürlich ist Dir das nicht gleichgültig. Aber mehr als evtl. Traurigkeit über so eine zwanghaft besitzergreifende Einstellung ist da nicht angebracht. Wenn das eintrifft, was Du befürchtest - dann hat ihn sein alkoholgetränktes Gehirn auf die Gleise gelegt und nicht Du.

    Beachte was seins ist und was Deins. Dann mußt Du nicht mit einer Schuld leben, die Dir jemand eingeredet hat.

    LG Nys