Huhu Renate!!
krasse Worte da von Dir. Scheint so als wär da jemand der Geduldsfaden gerissen.....:o
--- so böße wie das klingt, bist Du im Grunde ja nicht und daß es jetzt n bißl viel auf einer einzelnen Person rumgeritten ist.....ist sicher diesem lose baumelnden Geduldsfaden zuzuschreiben. 
Also um jetzt mal von Time abzulenken und das etwas allgemeiner zu formulieren:
Nicht jeder wird vom Holzhammer heller. Und es treffen hier einfach auch sehr unterschiedlich gestrickte Leute aufeinander. Was dem einen hilft, treibt den anderen in den Wahnsinn. ME ist es wichtig, als Teilnehmer klar zu formulieren was das eigene Ziel des Austausches ist.
Die Grundbausteine sind eine Orientierung wo es hin gehen sollte.
Da heißt es: Eigene Bedürfnisse erkennen, sich selber wahrnehmen.
Und das ist mE eine aufwendige Reise. Das hat etwas mit Selbstliebe zu tun, die man nicht von heute auf morgen lernt und auch nicht eingetrichtert bekommen kann. Das was vllt. wie "Weichspüler" rüber kommt -kann auch heilsam sein. Wenn es erst mal darum geht, sich selbst annehmen und lieben zu können; damit man nicht mehr von der Liebe eines anderen Menschen "abhängig" ist.
Da hat inbetween schon recht. Nimm das Suchtmittel und die Sucht ist deshalb nicht beseitigt! Schon garnicht wenn die Sucht darin besteht, an etwas festzuhalten und nicht loslassen zu können. Je weiter es weg ist.
Deshalb muß der Fokus auf einem selbst liegen. Solange man voll drin hängt, merkt man nichtmal, daß der Wunsch nach XY an den eigentlichen eigenen Bedürfnissen vorbeigeht. Man sehnt sich doch nach Liebe (wie verrückt) und sucht sie so lange im Außen, bis es mal
KLICK macht -und man sich selbst liebevoll annehmen kann. Ab da wurde es bei mir viel viel viel viel viel einfacher. Aber weißt Du was? Es war nicht die Vernunft, die mich mich selbst lieben lernte - sondern der Zuspruch, daß ich ok bin - so wie ich bin. Das hat mir ganz viel Kraft gegeben. Alles andere war immer ein verstandes-gemäßes Einsehen und sofort kam der innere Mensch in einen Zwiespalt. Das hat mir unheimlich Druck gemacht. Und unter Druck verstärkte sich der Hilfeschrei nach dem
Allheilmittel (Liebe von XY). Sobald ich mal davon ausging, daß ich das alles fühlen DARF - merkte ich , daß es friedlicher wurde in mir.
DANN kam erst der Schritt - diesen Schrei nach Liebe mal selbst zu beantworten. Mich auf die Suche nach dem zu begeben, was da in mir so gnadenlos schreit. UUps und es war garnicht so schwer, dieses kleine Bündel mal einfach an mich zu drücken und ihm Liebe, Essen und Schlaf zu geben. Es war auf einmal ein kleines Mädchen das hat versucht mit dieser (meiner realen Mutter) nochmal einen Mutter-Tochter-Versuch zu starten. Das kleine Mädchen hat 2 Tage im Bett gelegen, als es wieder abgewiesen wurde. Ich hab ihm aber dann erzählt, was für ein großes Mädchen es immer schon war - und daß es genug Kraft hat, um ohne Mutter leben und noch stärker werden zu können.
Meinst Du da hätte mir ein Holzhammer geholfen?
Als ich das alles hinter mich gebracht hatte -war es nur noch Zeit Abschied zu nehmen. Damit auch XY weiß, daß ich flügge geworden bin. Kein Nestling mehr, der da sitzt und bibbert, ob er etwa verhungert, wenn nicht bald eine Fütterung stattfindet. Für mich war es wichtig. Es war auch wichtig zu sagen, daß Friede ist und daß ich mich losmache von jeder Verantwortung, die ich mit meinem "Liebes-Versprechen" mal eingegangen hatte. Das war wichtig.
Ich hätte nicht loslassen können - und wär man mir noch so auf die Finger gestanden - wenn ich nicht gewußt hätte wohin ich falle. Ich konnte mich erst lösen, als ich wußte, daß mich meine Selbstliebe auffangen und tragen würde.
Jeder geht seinen Weg. Wenn einer noch am Suchen ist, dann sucht er seinen Weg. Es wird ihm nichts helfen einen Weg "nachzugehen" den andere gegangen sind. Wenn einer blind durch ein Zimmer tappt, dann sollte er sagen wo er hin-begleitet-werden möchte.
Einen Weg zu sich selbst muß man selbst finden.
Einen Weg weg von XY können wir hier begleiten und ggf. auch zeigen.
Beides schließt sich nicht aus, sondern eher aneinander an. Aber manchmal habe ich das Gefühl, daß hier versucht wird den zweiten Schritt vor dem Ersten zu machen. Kein Wunder, wenn das dann ein Rumgehüpfe wird.
LG Nys