Wohlgemerkt:
Ein Platz in meinem Herzen nicht in meinem Leben.
Darf das nicht sein? Ist es nicht unmenschlich einem Menschen diesen Platz abzusprechen? Ich kann es nicht. Auch wenn es für mich mit Schmerzen verbunden ist.
Wohlgemerkt:
Ein Platz in meinem Herzen nicht in meinem Leben.
Darf das nicht sein? Ist es nicht unmenschlich einem Menschen diesen Platz abzusprechen? Ich kann es nicht. Auch wenn es für mich mit Schmerzen verbunden ist.
Liebe oldie
ich habe Dir ja selbst schon erzählt wie widersprüchlich es oft war und daß ich durchaus den Eindruck hatte - daß seine Wahrnehmung und Darstellungen weit ab der Realität lagen. Bis zu dem Telefonat habe ich auch geglaubt, er habe sich mit mir ein übles Spiel erlaubt.
Ich habe auch im Thema "Manipulation" zugegeben, daß das bei mir die dunkelsten Seiten und gehässigen Seiten mobilisiert hat. Und es lediglich eine Frage der Zeit gewesen wäre, bis ich das einmal ausgesrochen hätte, was mir da teilweise durch den Kopf ging.
OK - für Dich hat dieser Streit zwischen XY und seiner Frau (den ich mithören durfte) also nichts zu bedeuten. Ich habe das Telefonat im Geschlossenen mal wiedergegeben.
Für alle anderen hier, die nicht im Geschlossenen lesen können:
Nein - ich habe kein Verlustgefühl. Ich sehe ihn so wie er ist. Aber daß er mich noch liebt geht mir unter die Haut. Es ist so lange vorbei und er hat nur Nachteile dadurch daß er das zugegeben hat. Wieso sollte er dabei lügen? Hätte er es zu mir gesagt wäre ich vorsichtig. Aber so? Er hat das alles ja auch nicht inszeniert sondern seine Frau. Er hatte nur eine Wahl: Zugeben daß er mich noch liebt oder riskieren, daß sie mir was anderes sagt. Wen von Euch würde das kalt lassen?
Ich bin gott sei Dank nicht mehr mit ihm zusammen und will es auch nie wieder sein. Aber er berührt mich in seiner kaputten Welt und es wird mir glaube ich niemals egal sein, was er für mich empfindet. Trotzdem habe ich innerlich Tschüß gesagt. No WAY BACK! Aber er bedeutet mir was und wird es wohl immer. Nicht die Illusion. Er der verlogene Trinker, der immer versucht ungeschoren davon zu kommen und mitzunehmen was schön und angenehm ist. Er der sentimentale Typ ohne Empathie für das Leiden seiner Frau oder meinen Schmerz. Er, derjenige der alles auf dem Altar des Alkohols opfert und dabei selbst das letzte seiner Opfer sein wird. Er in all seiner Verlorenheit und Unfähigkeit - wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Das hätte ich ihm gern noch gesagt.
Lindi
ja - so habe ich Dich auch verstanden!
@ Renate
sorry, habe Deinen Text erst später gelesen
jetzt habe ich noch was dazu geschrieben. Muß es aber in den Geschützten
Bereich kopieren. Ich will auf seine Personenidentität achten.
Es geht nicht um mich und was ich will. Es geht darum, daß ich weiß, daß er mich noch liebt und dazu steht obwohl es lange aus ist und er dadurch nur Nachteile hat.
Liebe Lindi
ja sorry, ich versuche ganz bewußt im Offenen die XY Geschichte nicht so zu posten, daß man mal eben nachlesen kann wer XY ist. Der gemeinsame Bekanntenkreis ist sehr groß. Und die Geschichte hat ihre Kreise gezogen...
Ich gebe Dir einerseits Recht mit der Projektion. Das ist und war ein riesiger Anteil. Aber da gibt es noch was. Das hat garnix damit zu tun, daß ich seine Partnerin sein will. Nur neben ihm sitzen und reden können. Ihn ansehen und wissen wie es ihm geht. Garnichts das ich dabei für mich haben möchte - außer sich ansehen und wissen: Man bedeutet sich eben was und weiter geht jeder seinen Lebensweg. Aber man hat sich gesehen und mitgeteilt. Klar wäre das mit mir nicht viel anders als mit seiner Frau gelaufen. Na ja. ich wäre nie so abfällig und arrogant ihm gegenüber geworden. So bin ich halt nicht. Aber meine Liebe wäre oft an seiner anspruchsvollen und unreflektierten Art kaputt gegangen. Da kann ich dann auch giftig werden. Wir wären gescheitert vor allem wegen dem Alk.
Doch das habe ich nicht erlebt. Wir sind vorher auseinander gegangen und was bleibt ist diese Telefon-Szene. Ich war nur Zuhörer und es war so kraß. Er hat sich mit einem Geständnis seiner L. zu mir, in die größten Probleme gebracht, die man sich denken kann. Nur um mir am Telefon nicht abschwören zu müssen. Und das obwohl alles schon lange aus ist. Auch nach dieser Szene gab es keinen Kontakt. Was er seiner Frau an den Kopf geworfen hat, kann ich natürlich hier nicht schreiben. Ich kann mir nicht vorstellen, daß nach so einem Streit die Familie wieder zusammenfindet. Er scheint aber stur den einsamen Weg in den Abgrund nehmen zu wollen. Er sieht für sich keine andere Wahl.
Das tut mir weh. Und es hört einfach nicht auf weh zu tun.
Übrigens hab ich auch so einen "gefährlichen" (Springpferd-Wallach) im Stall. Er hat viel mitgemacht in seinem Leben - bei einem National-Reiter in der Tschechoslowakei - später als "Ausbildungspferd für Bereiter" und immer ein verbissener Kämpfer im Parcours. Wenn er seine dominanten Anfälle bekommt dann mit Beißen und Ausschlagen und Buckeln. - Aber der Dreckskerl hat eine zarte Seele und an der krieg ich ihn inzwischen mit dem einfachen Trick ebenfalls für ihn gefährlich aber nie bösezu ihm zu sein. Er merkt ganz schnell, wenn er mich wütend machen konnte - dann ist Kampf angesagt- da hält er dagegen. Bleibe ich gelassen und werde nur mütterlich dominant, dann ist er auf "Empfang". Nr. 2 ist ein Kasper und wäre niemals so. Aber er ist frech und war früher ein echter Durchgänger im Gelände. Also von allem was. Die beiden sind trotzdem einfach die besten- Für mich. Und mit beiden habe ich eine sehr vertrauensvolle Beziehung aufbauen können. Zumindest vertrauen sie mir! Mein Vertrauen zu Nr. 1 wird immer mit Vorsicht gepaart sein. Er ist einfach ein Choleriker und kann ohne es böse zu meinen von 0 auf 100 explodieren. Dann gleicht er einem donnernden Eisenbahnwagon, der Luftsprünge macht und umrennt, was ihm im Weg steht. In Wirklichkeit ist er aber zu früh abgesetzt worden und dadurch dominant und unsicher zugleich. Das macht ihn so gefährlich. Ein Fohlen mit der Kraft von Godzilla. Wenigstens haben wir zwei was gemeinsam: Uns fehlt beiden das Erlebnis genügend gestillt worden zu sein. Seit dem ich das bei mir verstanden habe, hat sich mein Verhältnis zu diesem Riesenbaby noch verbessert. - So jetzt hab ich auch mal gepferd-elt. grins
Danke topas, Danke Renate!
Die schlechte Laune ist weg - aber es bleibt Nachdenklichkeit - Für die ich allerdings gerade wenig Zeit habe. Das Arbeitsprogramm drückt. Gestern habe ich einen Film über die Kinderheime in den 60er Jahren gesehen. Bei der Szene, als der gealterte "Paul" seiner Kinderheim-Freundin sagte, er habe nach seiner Entlassung 1 Jahr lang immer wieder am Bahnhof gestanden und auf sie gewartet, habe ich an jemand denken müssen und gemerkt, daß mich die zuletzt erlebte XY-Telefon-Szene immer noch mitnimmt.
Ich habe Angst, einmal mit 60 oder 70 da zu stehen, und festzustellen, daß es eine seelische Narbe geblieben ist. Oder (wie am Telefon) unbeteiligt davon zu hören, was es für XY bedeutet hat. Ich weiß, daß er das besser unter die Füße bekommt, in dem er sich halt voll laufen läßt. Kann mir aber nicht vorstellen, daß es dadurch auch nur ein Gramm leichter wird. Verstehe das alles einfach nicht. Kann man so an sich selber vorbei-leben? Kann das die beste aller Lösungen sein? Bitte nicht falsch verstehen! Ich will nicht zurück!!!!!!! Ich kann nur nicht aufhören darüber nachzudenken
- deshalb bin ich ja hier - Nicht weil ich Lust hatte mal im Internet zu schreiben. Sondern weil ich mit einer Sache nicht fertig werde - und hoffe, daß das nicht mein restliches Leben so bleibt.
Hallo Frank
Mit Ratenzahlungen, die Du einhälst, sollte das Jugendamt friedlich zu stimmen sein. Was die Privatinsolvenz angeht, so sind meines Wissens Unterhaltsverpflichtungen von der Insolvenz bzw. der Restschuldbefreiung ausgeschlossen. Aber das können Dir auch die vom Jugendamt nochmal erläutern. Anrufen oder noch besser persönlich vorsprechen ist schon mal die halbe Miete! Ich drück Dir die Daumen!
LG Nys
Nachtrag:
Natürlich gute Besserung Dir !!!!!!!!!!!!!
Mit Ingwer Thymian und allem was gut tut!
und meine Musik zu melancholischen Stimmungen:
Film-Musik von "into the wild" musik for the motion picture (eddie vedder)
und als etwas spannungsgeladenere Begleitmusik für nächtliche Winterlandschaften wenn ich nachts noch über Land fahre, nehme ich gern mal die CD von Nightwish. (Wishmaster)
Hallo Andreas
das mit der angenehm erlebten Melancholie kenne ich auch. Als Teenager war ich zum Beispiel total fasziniert von Rußland und der melancholischen russischen Mentalität. Auch deren Lieder fand ich so wunderbar traurig. Habe mich immer in die Taiga und Tundra geträumt oder in die russischen Wälder. Ich finde in der Melancholie auch eine gewisse sanfte Geborgenheit. - wenn ich sie positiv zulasse.
Was Du von Dir als Jugendlichem schreibst, erinnert mich an die Einstellung meines Mannes - der auch ein sehr ernsthafter nachdenklicher Mensch ist und sich früh politisch interessiert hat. Mit eben diesem etwas depressiven Unterton. Heute nimmt ihn sein Beruf zu sehr ein, um sich damit all zu viel zu beschäftigen. Aber uns geht es oft beiden so, daß die politische Entwicklung irgendwie beklemmend ist und uns oft betroffen macht.
Ja ich würde Dir gern auch was lustiges schreiben - aber das klappt heut einfach nicht so recht. Sorry-
Liebe Grüße
Nys
Hallo topas
vielen Dank für die Info! - Dieses Thymianöl werde ich nachher gleich in der Apotheke besorgen. Habe bisher Zwiebeltee mit getrocknetem Thymian gekocht. Aber so ein Öl ist bestimmt besser. Vor allem als Badezusatz hört sich das gut an.
Hallo Andreas
ja - ne - im Reinen bin ich grad tatsächlich nicht mit mir. Und Du hast Recht - ich bin über den geplatzten Traum irgendwie sauer. Vor allem, weil schon alles fest ausgemacht war. Habe hier alles besser ausgehalten, weil ich mir sagen konnte: Es ist ja nicht mehr lang. Jetzt muß ich eine Umbau Lösung zuhause finden - und vllt. lohnt sich der ganze Aufwand garnicht, weil wir doch noch was anderes finden (glaub ich aber nichtso recht). Ich habe es satt auf der Stelle zu treten. Das ist nicht mein Ding. Eigentlich gut, daß ich jemand an meiner Seite hab, der den "Ochs mit dem Kopf durch die Wand" ein bissl ausbremst aber manchmal drehen dann halt die Räder durch.
XY = Erfüllung der Träume ? mmh vielleicht? Ne. Nach heutiger Sicht sicherlich nicht mehr. Dazu habe ich jetzt ein zu realistisches Bild von ihm.
Ein Naturbursche ja und ein Leben auf dem Land! Aber ich hätte alles am Hals gehabt, was nicht gerade mit seinem Beruf zu tun hat. Für den Rest des Lebens und seines Wohlergehens und aller anderen Aufgaben, wäre ich verantwortlich gewesen. Irgendwann wäre ich so nebenher gelaufen und von ihm nach Belieben wahrgenommen oder übergangen worden. Ne - das hat mit dem Traum vom Leben nichts zu tun. Was mich an XY gerade noch beschäftigt sind Einzelheiten aus der Zeit unserer Beziehung. Es würde nichts bringen ihn dazu zu befragen. Er würde immer sagen, daß es ihm eben was bedeutet habe und er deshalb nicht loslassen konnte. Manchmal führe ich im Nachhinein einsame Zwiegespräche mit ihm und mache ihm Vorwürfe. Wenn ich da so stundenlang wach im Bett liege.
Das sind so die Gedanken die ich mir mache.
Das sog. "Reptil" hatte in dieser XY-Beziehung viel mitzureden. Ferngesteuert und 200%ig auf die Eingebung der Instinkte fixiert. Das war meine Art, die Eigenverantwortung darauf zu beschränken, daß man eben nicht anders kann. Ich empfand diesen Zustand als angenehm. Scheint ein Teil von mir zu sein. Der aber in meinem normalen Leben irgendwie keinen Platz hat. Damit ließ sich Realität als "unwichtig" wegschieben.
Jetzt gehe ich ein neues Fax kaufen. Wird ein etwas größeres Gerät. Die kleineren Geräte sind alle einfach zu anfällig. In meinem Heim-Büro wird es somit wieder ein Platz-Problem geben. Der alte Kopierer muß also in das externe Büro und bis dahin in den völlig überfüllten Keller!
Das Leben geht trotzdem weiter.... ich mag nur nicht mehr die immer gut gelaunte ausgeglichene und alles irgendwie akzeptierende Nys sein!
LG
Hallo zusammen
also vorweg mal: Mir geht es grad garnicht gut. Das mit der Erkältung bekommt mir seelisch gerade garnicht.
Kann nicht genau sagen an was das jetzt liegt. Die Tage an denen ich vor lauter Fieber nicht denken und nicht stehen konnte waren mir lieber. Jetzt schlafe ich nicht richtig wegen dem unmenschlichen Husten und wenn ich aufwache fühle ich mich nicht fit. Versuche so langsam in den Tagesrhythmus zurückzufinden, bin aber gleich wieder völlig kraftlos. Sobald ich liege, geht das mit dem Husten wieder los.
Der Kopf ist hellwach und nach der letzten Erfahrung mit meinem Hustensaft, getraue ich mich garnicht mehr welchen zu nehmen. (Bin total agressiv geworden). Habe wegen vergeblichen Update-Bemühungen an meinem blöden Fax-Gerät einen Tobsuchtsanfall bekommen
Ich habe in der Wohnung rumgewütet - da hätte niemand dabei sein dürfen - ich wäre glatt eingewiesen worden. ![]()
Ja und da lenke ich auch schon mal wieder vom eigentlichen Problem ab:
Ich bin unzufrieden. Unzufriedener geht es kaum. Das schon mal angesprochene Platzproblem hat mich wieder eingeholt und der Gedanke, daß es in Kürze alles besser geworden wäre und wir jetzt auf unabsehbare Zeit wieder in dieser von mir ohnehin verhaßten Wohnung leben. ![]()
Mist und dann lieg ich da rum. Die unmöglichsten Gedankenkringel im Kopf. Gestern habe ich geträumt ich wäre ein Zimmer?!?!? ![]()
Zimmer Nr. 16 ![]()
Wieso Nr. 16
Keine Ahnung.
In dem Zimmer fand zwei mal die selbe Szene statt. Beides mal XY mit Frau und Sohn und Nys. In der ersten Szene schien die Sonne zum Fenster rein - da konnten alle miteinander reden. In der zweiten Szene war es bewölkt und es gab einen riesigen Zank. Ich war nicht Nys. Ich war das Zimmer! Und ich hatte keinen Einfluß. Nicht auf die Helligkeit im Zimmer und nicht auf die Handlung der Personen.
Ich denke wieder nach. Über die Zeit mit XY. Sind halt doch Fragen offen.
Die schieb ich weg. Dann wieder Abgründe in mir, die mich mir selbst in einem Licht zeigen, das mir zwar vertraut, aber doch unheimlich ist. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Befindet sich auf dem Niveau von Reptilien oder so.
Arbeit würde jetzt gut tun, klappt leider nicht so wie ich will. Und der neu gefundene Tagesrhythmus, die wenigen Säulen meines Alltags sind durch meine Auszeit jetzt auch verschoben. Ich spür den Boden unter den Füßen wohl - aber da ist so viel Trotz in mir - ich hab so vieles satt!
Und dann noch die Frage: Was mache ich mit der Echse in mir? Hat sie überhaupt eine Lebensberechtigung? Und wenn ja, woher nimmt sie die?
Hallo Duza
ZitatBis vor nicht so langer Zeit habe ich mich als eine Erwachsene Frau gefühlt, die alles unter Kontrolle hat, doch im Moment fühle ich mich wie ein kleines Kind, das erstmal laufen lernen muss.
hey - ging/geht mir genauso!! Man glaubt es kaum, wenn man die Baustelle mal genauer ansieht. Aber die steht uns Gott sei dank ja nicht ins Gesicht geschrieben und es reicht, wenn wir für uns allein zugeben können, in gewissen Punkten noch Nachhol-Bedarf zu haben. So jedenfalls sehe ich das.
Und sollte sich irgendwer als was besseres fühlen, dann soll erst mal vor seiner eigenen Türe kehren. Da gibt's auch bei Nicht-Abhängigen genügend zu tun.
Was Du schreibst, bzgl. Erwartungen an einen Mann, kann ich auch ganz ganz gut nachvollziehen. Bei mir waren es zwar keine Blumen - aber so eine ganz bestimmte Schablone, die ich als Umriß meines "Wunsch"-Mannes hatte. Klar hat man seine Wünsche - aber mir war auch plötzlich klar, daß ich damit die neue Beziehung zu meinem Ehemann belaste. In dem ich denke: Ach man - wäre er doch mehr so ..... und so....
Ich möchte jetzt eine ganz neue Freiheit haben und sehe auch, daß ich vieles an meinem Mann entdecke und schön finde, weil ich ihn plötzlich
mal ohne Schablone wahrnehme. So wie er ist. Und nur er. Und daraus ergeben sich dann die Gestaltungsmöglichkeiten für ein glückliches Miteinander. Das sieht dann vllt. ganz anders aus, als mein ursprüngliches Wunschbild - aber es ist ein reales Bild und wunderschön - so wie es ist. Weil es einzigartig ist, wie dieser Mensch den ich liebe.
LG Nys
Hallo Andreas
nachdem sich die Wogen hier wieder geglättet haben, frage ich Dich einfach mal: Bist Du sonst eher ein euphorischer Mensch? Oder warum machst Du Dir wegen der fehlenden Euphorie Gedanken?
Wir sind ja auch in irgendeiner Weise ein "Typ" Mensch.
Wenn die Euphorie sonst nicht so Dein Ding war, wäre es ja kein Wunder, wenn das jetzt auch nicht der Fall ist. - oder -?
Ich bin zum Beispiel sehr begeisterungsfähig und habe einen Hang zum Drama. Kein Wunder also, wenn sich das auch in meiner Aufarbeitung wiederspiegelt. Ich für meinen Teil versuche tatsächlich mehr zur inneren Gelassenheit zu finden und habe meinen Mann gebeten, mir gelegentlich
zu sagen: "Tu mal das Drama raus" - wenn ich wieder dabei bin, mich in etwas reinzusteigern. Andererseits genieße ich natürlich auch die Fähigkeit so richtig glücklich sein zu können. Mich vom Glück bis in den letzten Zentimeter ausfüllen lassen zu können -und wenn es nur für einen Moment ist. - Eine Fähigkeit, die vllt. auch nicht jeder hat. - Bei der ich nur gelegentlich darauf achten muß, ob und wie weit mein Umfeld da noch mitkommt. Da wäre man schon wieder beim Thema Anpassung. Sicher ein notwendiges Übel, das mit genügend Selbstbewußtsein (Betonung liegt auf Bewußt-sein) richtig dosiert werden kann - ohne daß man sich verbiegen oder der Anpassung zum Opfer fallen muß.
LG Nys
Danke für die Schoki! ![]()
So eine kleine Aufmunterung kann ich grad wirklich gut gebrauchen. Ist heut der erste Tag ohne Fieber... und ich bin froh, wenn ich es heute mal schleichender Weise zu meinen Tieren raus schaffe. Also an Sport noch nicht zu denken. Beruflich konnte ich diese Zwangspause jetzt garnicht gebrauchen. Da bekomme ich schon wieder Beklemmungen. Aber es hilft alles nichts. Man kann nur tun, was man tun kann. Mehr nicht ![]()
Fällt mir immer schwer, das zu akzeptieren und dazu zu stehen. Auch noch so ein Lernprozeß, der sehr schwer fällt.
LG Nys
Hallo Maik
sorry daß ich erst jetzt bei Dir rein schaue. Bin grad etwas malad.
Ich finde das was Du schreibst sehr nachvollziehbar und eigentlich hört es sich nach einer ganz vernünftigen Art zu lieben an. Eben ohne Wolke 7 - gut die Erinnerungen, die ihr teilt - das wäre z.B. der Ansatzpunkt für einen Therapeuten. Euch einen Weg zu zeigen, wie das zu integrieren sein kann ohne daß es die neue Beziehung belastet.
Und daß Du hier nicht jeden Tag eitel Sonnenschein postest, zeigt doch Deinen ehrlichen Umgang mit Dir selbst. Ich lerne mich auch grad erst kennen ist nicht immer mit einem Gefühl von Leichtigkeit verbunden.
LG Nys
Hallo Andreas, Hallo Speranza
danke für die Besserungswünsche
der Ingwertee ist angekommen , Andreas! ... und hat so schön eingeheizt in mein Nase!
(Hatte ich doch in meinem Delirium nicht mal dran gedacht - ist eigentlich auch immer eines meiner Hausmittel) gut daß Du mich erinnert hast, -Ingwerwurzel ist fester Bestandteil meines Küchenschranks.
tatsächlich mußte ich heute wg. beruflich unabänderlichen Terminen von der Horizontalen in die Senkrechte, was nur mit nem Haufen Chemie gelang. Wenigstens konnte ich die Out-Door termine von morgen absagen. Das heute hat schon gereicht, - ich hatte seit Samstag nichts mehr gegessen - und da war das mit dem Autofahren nicht so spaßig. Mit etwas mehr im Magen hätte ich zwar keine solche Wackel-Knie gehabt - aber auch die Angst, mich übergeben zu müssen, weil der Kreislauf eher ein Kreis-Still-Stand war. Nun ist endlich eine Hühnersuppe in mich reingegangen und man glaubt kaum wie gut das tut. Die Kreislauf-Medi's wirken jetzt, wo ich wieder im Bett liege
und so dachte ich mir: Schauste doch mal ins Forum!
Werd jetzt den zweiten Schlaf-Anlauf nehmen.
bis bald und Danke für's Dran-Denken!
LG Nys
Hallo Jürgen
ZitatFur mich beweisen die meisten der Geschichten, dass zwei nicht (selbst)verantwortliche Menschen aufeinander getroffen sind.
so sehe ich das auch.
Die verzweifelte Fortsetzung einer Leidenspartnerschaft durch den Co
sehe ich u.a. der Tatsache geschuldet, daß je länger man "durchgehalten" hat umso schwieriger ist, sich einzugestehen, daß das alles umsonst war und
definitiv immer weniger die Liebe als Grund dieser Verlängerung herangezogen werden kann. Der Wahrheit ins Auge zu sehen ist oft schmerzhafter als die illusionsbehaftete Fortsetzung. Die Spirale von mehr tun und mehr hoffen und mehr Adrenalin, ob es dieses Mal etwas bringt - kann ein dauerhafter Zwangszustand sein. Nicht umsonst werden langjährige CoAbhängige krank (herz, magen usw. wie ein Suchtkranker)
LG Nys
Bin gerade vom Fieber dahingerafft. Deshalb bis auf weiteres erst mal Tschüß. Ich gehe dann mal wieder
in die Horizontale.
Hallo Maik
ZitatEs ist bloß so dass der nasse Maik ein ganz anderer ist.
danke für diesen Satz. Sowieso würde ich am liebsten Deine Aussagen
so zum Nachlesen irgendwo bei uns Co's posten.
Es zeigt nämlich, wie sehr wir an einem Wunschbild hängen.
MM nach, liegt eine besondere Anziehungskraft im Charme eines Süchtigen.
Es sind auch viel mehr Interpretationen möglich und das Drama - die traumatischen Erlebnisse tun ihr übriges, um nicht klar zu sehen.
Gestern habe ich in einer Zeitschrift (*piegel) über Spielsucht gelesen. Auch da wird beschrieben daß der Spieler ein Talent entwickelt, die Wahrheit vor seinen Geldgebern zu verschleiern, in dem er immer nur Teile der Warheit nimmt und sie glaubhaft schildert.
Du sagst selbst, Du bist trocken ein ganz anderer. Ich habe mich im Nachhinein oft gefragt, ob XY überhaupt jemals nüchtern war? Gerochen und bemerkt habe ich nahezu nie was. Aber ich hatte ihn ja auch meist nicht den ganzen Tag um mich rum, - wenn wir mal den ganzen Tag zusammen waren- dann ist er immer mal wieder kurz verschwunden.
Ich könnte mir vorstellen, daß er nüchtern viel kritischer und unausgeglichener gewesen wäre. Nicht so der Ruhepol, als den ich ihn empfunden habe. Seine ruhige fast bedächtige Art ließ viel Interpretation in Sachen Geborgenheit zu. Außerdem war da noch die Interpretation bezüglich meiner eigenen Rolle in dieser Geschichte. Ich hing nicht nur an XY sondern auch an der Rolle die ich mir zuschrieb. Das hat mich dazu veranlaßt immer unglaublich liebevoll zu ihm zu sein. Oft hat er mit einem "Donnerwetter" gerechnet und ich wollte unbedingt diejenige sein, die ihn niemals fertig macht. Die stark ist und aus Stärke gütig und liebevoll. Die ihn Mann sein läßt und ihm darin immer wieder Bestätigung gibt. Also habe ich alle negativen Gedanken über ihn weggeschoben. Mal kritisch angesprochen, aber dann wieder alles toleriert und meine Rolle als
Engel genossen. Fand mich selber richtig gut in der Rolle als Traumfrau, die ihn im Dauer-Wohlfühl-Modus hält. Indem er Kind und Mann sein durfte , je nach dem was gerade auf dem Spielplan stand. Ich genoß es die Frau zu sein, die sowieso sein letzter Zufluchtsort war und die s*uell auf ihn abfuhr.
Deine Freundin müßte jetzt doch auch nicht mehr ihre Rolle spielen können und Dich anders wahr nehmen, oder?
Also den Dauer-Wohlfühl-Modus würde ich heute eher dem Alk-Spiegel als meiner Gegenwart zuschreiben.
Vllt. bist ja garnicht Du das Suchtmittel - sondern die Illusion. Dann wäre Deiner Freundin geholfen, die Illusionen zu begraben und dafür eine Arbeit an ihrer Selbstliebe zu beginnen. Zu lernen, daß das Defizit in ihrer Gefühlswelt nicht mit Anhänglichkeit und Träumen ausgeglichen wird. Sondern mit Hinschauen, sich selbst entdecken und liebevoll behandeln lernen. Bevor man den Partner verwöhnt.
Liebe Grüße und sorry den vielen Text
Nys
Hallo Duza
ich denke jeder hier hat einen anderen Hintergrund und seine Enttäuschung individuell erlebt.
In der Frage, wie wir im Nachhinein zu XY und seinem Schicksal stehen, werden wir im Forum keine einheitliche Meinung erreichen. So wie die Krankheit Alkhololismus und CoAbhängigkeit keine einheitlichen Abläufe hat und es nicht die typische Co und den typischen Alkoholiker gibt.
ME ist es ein fortlaufender Prozeß wie wir mit uns selbst, unserer Vergangenheit und unseren "Schuldigern" umgehen. Mir ist der Prozeß des Loslösens von der Bitterkeit sehr wichtig. Ich empfand diesen Prozeß als heilend und schmerzlindernd auch wenn dabei wieder etwas Gefühl aufkam. Ich kann ihn gehen lassen und auf mich sehen. Die neu gewonnene Freiheit macht mich erst großzügig gegenüber seinem Verschulden. - Aber ich hab keine Kinder - deshalb kann ich nur über meinen Weg sprechen. Eine einheitlichen Weg werden wir nicht finden.
ME lohnt es sich aber Frieden zu schließen. Alles andere ist Energieverschwendung und blockiert neues Glück mit allen Menschen in unserem Umfeld.
LG Nys
Hallo Angy
Deine Konsequenz ist toll - andererseits hast Du das Gefühl Dir damit selbst weh zu tun, stimmts?
Weil Du gerne mit ihm reden würdest. Weil er Dir fehlt.
Wie kann man Dir helfen?
Hilft es wenn ich Dir sage, daß ich bei noch so viel Erkenntnis erst neulich wieder einen XY-Anfall hatte? Ihn gerne wenigstens gesehen hätte und gehört wie es so geht?
Das einzige was mich wirklich davon abgehalten hat, war die Tatsache, daß ich keine Beziehung mehr mit ihm will. In diesem Punkt bin ich ganz und gar unsentimental. Also war schnell klar, daß bei aller Gefühlswallung eine Kontaktaufnahme das blödeste gewesen wäre, was ich tun könnte.
Was mir im übrigen auch hilft, sind solche Beiträge wie die von Contemplation (Thread: Manipulation). Und was er in seinem eigenen Thread über die Beziehung zu seiner Co schreibt. Es zeigt, daß der Partner meist nicht so ganz versteht, weshalb wir Co uns gefühlsmäßig total für ihn auflösen. Daß sein Beziehungsempfinden eben nicht so verklärt ist.
Also ist es tatsächlich so, daß Du Dir wahrscheinlich selbst mit dem Schweigen mehr Kummer bereitest als es ihm Kummer bereitet. Aber ist da nicht schon der Schlüssel für eine kleine Abkehr, und eine Besinnung darauf wohin Dein Weg gehen könnte?
Liebe Grüße
Nys