Beiträge von Nys

    Vielleicht kann man das Co-Forum ja auch in so eine Art Erlebnis-Bericht und Aufarbeitungs-Bericht
    teilen. Jeder der nur im Erlebnis-Bericht-Teil schreibt, wird selbst merken, daß er stecken bleibt.

    Für mich waren zu Zeiten, als ich noch unangemeldet hier gelesen habe, die vielen sog. "Jammer-Beiträge" sehr wichtig!

    Erst durch die 1001 -te Geschichte, die sich wie
    die Beziehungsdragödie meines XY mit seiner Ehefrau las, - habe ich kapiert, was für ein Leid sich in seinem Zuhause abspielt. Womöglich wäre ich sonst heute noch davon überzeugt, daß er einfach eine eiskalte gleichgültige und herrschsüchtige Frau habe. Die aus reiner Boshaftigkeit
    ihn kontrolliert und entmündigt.


    Nur so ein Gedanke.
    Nys

    Zitat Doro aus Grundbausteine Nr. 3

    Zitat


    gesunder egoismus.

    das heißt für mich, "ihr könnt mich alle mal" zu sagen wenn ich merke das mir was zu viel wird. begreifen das ich nicht alle wünsche erfüllen muß die an mich ran getragen werden. zu sehen das andere mich aus bequemlichkeit benutzen um ihren hintern nicht selbst bewegen zu müssen. eine grenze ziehen zwischen den dingen die ich wirklich muss und den dingen, von denen andere meinen das ich sie müssen muss. zu lernen das es im leben nicht all zu viel gibt was man wirklich muß, das meiste will man oder eben nicht. diesen unterschied erkennen und umsetzen ist die halbe miete.

    doro

    :!::!::!::idea::!::!::!:

    Einfach zu gut um im Forum nur einmal gepostet zu sein.
    Hab mir's in diesen meinen Thread kopiert, um es hoffentlich auch endlich mal zu verinnerlichen. - :roll: -

    Eigen- bzw. Selbstliebe drückt sich für mich darin aus, daß ich ein Ja zu mir habe, das andere nicht durch ein Nein zu mir auslöschen können. Wie mir Grazia schrieb: Sich selbst immer mit Respekt begegnen.
    Zu meiner Person stehen und auch zu allem was meine Person ausmacht. Incl. Fehlern die mir unterlaufen, die ich aber nicht zwangsläufig wiederholen muß. Aus Selbstliebe eben.

    hallo#

    hast Du das mit dem Kaninchen verstanden??

    Es war so einsam, daß es seine Fluchtinstinkte vergessen hat. Es liebte eine Katze, weil ihm eine ganze Horde an Kaninchen oder zumindest ein Partner-Kaninchen fehlte. So schnell vermurkst sich die Natur, wenn ein Defizit unerträglich wird. Was fehlt Dir eigentlich? Wollte ich fragen.

    Liebe Hepzibah

    Jonas hat recht. Ob es nun Co ist oder Masochismus
    ist mal zweitrangig. Du wirst doch selber mit Dir nicht fertig. Laß Dir helfen.

    Hier noch was zum Schmunzeln:
    Unser Kaninchen wurde leider allein gehalten. Als eine Katze dazu kam, hat die Katze immer das Kaninchen gejagt und war nur unter Drohungen davon abzuhalten ihm ernsthaft zu schaden. Wenn die Katze auf dem Sofa lag, ist das Kaninchen hochgesprungen, damit die Katze es wieder jagt.
    Unser Kaninchen war einsam. Als die Katze starb hat das Kaninchen getrauert. Die Katze hätte nie wg. dem Kaninchen getrauert. Sie wollte es eigentlich nur fressen.

    LG Nys

    Hallo Hepzibah

    ich will mich Lindi anschließen

    Zitat

    Du brauchst wirklich Jemand, der mit Fachkenntnis das Uebel an der Wurzel packt.

    und auch Doro's Fragen sind wirklich wichtig: WAS fühlst DU?

    Ich kam mir auch manchmal ganz schön bescheuert vor. So nach dem Motto warum liebe ich so, obwohl schon längst ein "Tschüß" - "mir doch egal"
    hätte kommen müssen.

    Lindi : Ich hab so gelacht über den Reißverschluß beim Schaf!

    ja bei mir war es so. Ich wollte es nicht wahrhaben. XY und ich - wir als Romeo und Julia. Viel hätte nicht gefehlt und wir hätten uns tatsächlich
    seinem Wunsch gemäß gelüncht. Heut weiß ich woher die angebliche Magie unserer Verbindung kam. Zweifle auch nicht mehr ob die Gedankenübertragung, die wir uns einbildeten auch da war. Klar alles super nur wäre es nicht so geblieben. Zwei Kranke werden nicht gesund nur weil beide das gleiche Defizit aufweisen. Meine Erkenntnis ist:
    ich kann erst dann eine erfüllte Beziehung leben und einen gesunden Partner als Erfüllung erleben, wenn ich meine Muster des Fehlverhaltens hinterfrage und auflöse. Auf jeden Fall hilft es nicht sich wegen der Muster dumm oder blöd vorzukommen auch wenn andere den Kopf schütteln.
    Zumindest hat mich das immer noch mehr in Flucht- und Suchtverhalten getrieben. Also meine Gedanken sind: Such Dir jemand der Dich fachmännisch hinterfragen kann, warum Du so tickst wie Du Dich grad verhälst.

    LG
    Nys

    Zitat

    Den Job habe ich bereits seit >2 Jahren

    Uups :oops: das hatte ich irgendwie falsch in Erninnerung.
    bzw. falsch verstanden wg. Wohnung und so.

    Jedenfalls hast Du jetzt tatsächlich was zum Feiern!
    Und das mit dem gesunden Egoismus: Was (an-) zu nehmen was man normal nicht bekommen hätte:
    Also das ist doch das Quäntchen Glück im Leben, -das man mit einem Luftsprung genießen darf!

    LG einen schönen Tag noch!
    Nys

    Hallo Jonas

    danke für Deinen Beitrag.

    Zitat

    Deinem Beitrag entnehme ich, dass du Objekt- und Beziehungsebene gar nicht auseinander halten kannst

    Ganz so ist es nicht. Es kommt darauf an, ob es beruflich oder privat ist.
    Beruflich habe ich alltäglich mit Anfeindungen zu tun und kann das völlig auf dieser Objekt-Ebene abwickeln. Ich arbeite allein und werde von den Menschen mit denen ich Streitgespräche führe, oft im Nachhinein als bewundernswert gelassen bezeichnet. In so einer Einzelkämpferposition
    fehlt einem natürlich auch oft der normale Austausch mit anderen.

    In meiner Freizeit bin ich dafür umso harmoniebedürftiger und suche womöglich auch die Beziehungsebene, wo sie von anderer Seite gar nicht stattfindet. Dieses Verhalten sehe ich als einen Versuch an, ein Defizit auszugleichen, das in der mangelhaften Beziehung zu meinen Eltern entstanden ist.
    Gefährlich - zumal ich mir dafür oft Menschen aussuche, die selbst unter einem gewaltigen Defizit leiden.

    Dein Vergleich mit Frau Stöhr vom Zauberberg hat mich zum Beispiel sehr
    verletzt. Sie wird als aufdringlich, mörderisch ungebildet, krank und dumm
    beschrieben. Diese Kritik mag sogar zutreffen. - Ich frage mich nur. Woher nehme ich in unserem Fall die Beziehungsebene? Vllt. weil ich dachte, mit Dir einen Weggefährten zu haben, der nach eigenen Angaben keine Selbstliebe hat und damit womöglich auch das selbe Ziel in diesem Forum verfolgt. Meine Schreibfehler Boarder anstatt Border usw. waren mir mir bei der Schilderung um was es geht ziemlich egal- sonst hätte ich öfter nachgeschaut wie man s schreibt. Ich schreibe hier oft unter Zeitdruck und schlechtem Gewissen wegen der Arbeit. Aber es ist Arbeit an mir selbst und das habe ich lange Zeit vernachlässigt.

    @ topas und antiqone

    Danke für Eure Beiträge.
    Das mit der Selbst-Diagnose bitte nicht falsch verstehen. Natürlich kann nur ein Fachmann das einschätzen und auch da gibt es viele, die einfach nur das sehen was sie sehen wollen. Es ist ja auch so, daß jeder gesunde Mensche eine gewisse Persönlichkeitsstruktur hat, die in die eine oder andere Richtung geht und deshalb nicht sofort krankhaft sein muß. Für mich ist daher erst mal wichtig zu schauen, was mir hilft. Welche Typisierung letztendlich bei mir zutrifft ist dann evtl. später festzulegen. Wenn mir die Beispiele und Vergleiche in einem Buch zu Border-Line beinahe so vorkommen, als ob jemand mich persönlich kennt - dann halte ich das für ein recht deutliches Zeichen und nehme aus dem Buch mit, was mich tröstet und mich selbst besser annehmen läßt. Das ersetzt keine Behandlung. Ich werde sehen welche Fortschritte ich allein schaffe - und sollte ich stecken bleiben, gehe ich in Behandlung. Momentan läuft es ganz gut an. Ich bin halt sehr dünnhäutig geworden, seit dem mir klar ist, daß es viel zu lernen gibt - von dem ich dachte, ich könnte es schon. Es macht gewissermaßen Angst. Ich hatte Krücken und laufe jetzt ohne - so fühlt sich das an.

    Mit dem Vergeben habe ich kein Problem. Eltern und XY eingeschlossen.
    Klar mal etwas Selbstmitleid, was mir da so angetan wurde - das ist schon drin. Kurz auch mal Bitterkeit darüber - aber das ist nur so ein Moment. Dann seh ich es wieder mit anderen Augen und nehme und achte diese Menschen mit all ihren Fehlern. Mein Vater ist übrigens bereits tot.

    Was ich lernen muß, ist: meine Selbstwahrnehmung nicht völlig zu verwerfen, wenn diese nicht mit einer Fremdwahrnehmung übereinstimmt.
    Selbstkritisch bin ich mehr als viele andere. Die Fremdwahrnehmung mit der Eigenwahrnehmung zu vergleichen ist auch gut. Man lernt und entwickelt sich weiter. Es kann aber sein, daß mich eine berechtigte Kritik, ein Mißverständnis oder eine abfällige Äußerung oder eine Enttäuschung von jedem Selbstwertgefühl abschneidet.
    Ich reagiere verletzt und habe den Wunsch ebenfalls zu verletzen. Äußerlich kann ich mich gut beherrschen. Aber innerlich bin ich dann sehr aufgewühlt und kann mich nur schwer wieder finden. Je näher mir der Mensch steht, der mich verletzt hat um so schwieriger wird die Beherrschung nach außen. Oft ist mein Gegenschlag dann sehr verletzend und trifft mit großer Zielsicherheit die empfindlichste Stelle des anderen.

    Ich denke ein Mensch mit Selbstliebe schüttelt sich einmal kräftig und
    hat eine nachdenklichen Moment - dann geht er zur Tagesordnung über.
    Das ist bei mir nicht so. Ich reagiere heftig und für andere dann oft unverständlich hart. Da ich sonst als friedliebender, immer fröhlicher und hilfsbereiter Mensch bekannt bin, stößt das dann viele vor den Kopf.

    Besserungs-Vorschläge willkommen.

    Danke Zimttee, da war viel für mich dabei.
    Wurde übrigens auch immer mit den Nachbarkindern verglichen und für weniger toll befunden. Hab dann halt immer 1er nach Hause gebracht und brav Klavier und Kirchenorgel gespielt. Da war ich plötzlich die Vorzeigetochter. Geliebt habe ich mich nicht gefühlt.

    Bin mal gespannt, ob sonst noch jemand was dazu beitragen kann.

    So mal noch als Anregung für alle:

    Probleme mit der Selbstliebe.
    Verhaltensmuster, die sich in Beziehungen wiederholen.
    Probleme beim Lösen von Partnern/Eltern
    Probleme mit Suchtverhalten jeglicher Art
    Das Gefühl an einem und immer dem selben Punkt im Leben nicht "erwachsener" "flexibler" und einfach besser reagieren zu können

    sehe ich als Hinweis, daß es in der persönlichen Entwicklung eine Störung gab, die sich zwangsläufig wiederholt, wenn sie nicht erkannt und geheilt wird.

    Es gibt viele verschiedene. Die Zusammenfassung findest Du bei Wikipedia.

    Ich krieg das in eigenen Worten nur unvollständig hin.

    ME ist sowohl beim Suchtkranken wie auch beim Co die Wurzel des Übels in den meisten (nicht allen!!!) Fällen eine Persönlichkeitsstörung, die man i.d.R. in der Kindheit erwirbt und die den Betroffenen immer wieder in die gleiche Falle führt, wenn sie nicht zusammen mit der Sucht oder der CoAbhängigkeit erkannt und geheilt wird. (s. Wochenthema: Suchtverlagerung).

    Auch wenn ich kein Psychologe bin, habe ich aus den von mir bestellten o.g. Büchern (s.Link) viel Selbsterkenntnis gewonnen und überraschender Weise sogar ein besseres Verständnis für die Reaktionen und Aktionen meines XY bekommen. Mag sein, daß es diletantisch ist so vorzugehen. Aber es bringt mich in meiner Entwicklung weiter und das ist das was für mich zählt.

    LG Nys

    Wie schon vormals beschrieben.

    Beim Buch "Wege aus dem Chaos, Das Boarderline-Syndrom verstehen" von Heinz-Peter Röhr

    habe ich so vieles meiner Persönlichkeit gefunden, das auch Du bestätigen könntest, würdest Du mich besser kennen.

    Eigentlich wollte ich da nur mal rein lesen, weil ich ein Mädchen kenne das sich ritzt. Bin dabei auf meine Geschichte und mein Gefühl und meine Reaktionen gestoßen. Sicher gibt es auch noch eine Kombination mit Hysterie oder vllt. was anderem.
    Extrem daneben benehme ich mich selten. Aber wesentlich ist für mich meine Gedankenwelt und Spontanhandlungen. Daraus meine ich Diagnosen stellen zu können. Machst Du bei Dir ja auch.

    Aber bitte bleib bei Deinem Thema. Vllt. finden wir in diesem Forum ja mal einen Weg miteinander zu reden. Wäre ein echter Wunsch von mir. Weiß aber nicht ob Du daran Interesse hast und wenn ja- dann wo?

    Ich bin grad ein bißchen frustriert.

    Eigentlich wollte ich die Gründe meiner CoAbhängigkeit
    herausfinden. Dabei bin ich erst mal darauf gestoßen, daß ich eigentlich eine Suchtpersönlichkeit habe, die
    sich in den unterschiedlichsten (chamäleon-artigen)
    Weisen in meinem Leben unentdeckt durchgeschlagen hat.

    Deshalb fühlte ich mich wohl auch bei Alkoholikern so gut aufgehoben. Sind ja auch Suchtpersönlichkeiten. Durch die Ablehnung die ich teilweise erfahren habe, und meine (für mich als typisch erkennbaren) vor allem innerlichen Reaktionen konnte ich eine Persönlichkeitsstörung bei mir feststellen, die durch meine Isolations-Haft als Säugling und die weiter nicht gerade optimal verlaufene Kindheit entstanden ist.

    Neues Ziel also, Heilung der Störung und Erlernen der Selbstliebe.

    Leider haben hierzu nur wenige was geschrieben.
    Linde hat recht, wenn sie mir aufzeigt, daß ich gerade wieder CoVerhalten anderen Usern gegenüber zeige.

    Ich will Euch deshalb bitten mir zu schreiben welche Erfahrungen Ihr mit einer evtl. ebenfalls vorhandenen Persönlichkeitsstörung Eurerseits gemacht habt und ob beim Thema Selbstliebe nicht noch mehr zu besprechen ist als: Ich koch mir was Schönes, ich tu mir was Gutes ---- usw. Es hilft ja wohl kaum nur die Oberfläche zu streicheln.

    Grumml !!!!!!!!!
    Nys

    @Linde

    Danke. - Ist wohl so ne Mischung aus
    Euphorie nach Abstinenz vom Suchtmittel (XY)
    und gleichzeitig die Flucht vor den bitteren
    Gedanken, die bzgl. der Vergangenheit aufkommen.

    Hast vollkommen recht. Danke für den Hinweis.

    LG Nys

    Guten Morgen Jonas

    ich freue mich über die neue Zielsetzung in Deinem Thread und möchte noch eine Anmerkung zur Suchtpersönlichkeit machen.

    Der Suchtpersönlichkeit liegt meist eine Persönlichkeitsstörung zugrunde. Im Fall des Alkoholikers, den ich liebte, war es sehr ausgeprägt die Hysterische-Persönlichkeitsstörung. Das äußert sich z. B. in dieser Ungeduld alles sofort haben zu müssen und kann aus der (falschen!) Verwöhnung im Elternhaus kommen. Insbesondere dann, wenn das Kind eigene Defizite der Eltern durch übertriebene Zuwendung kompensieren muß und dabei in seiner persönlichen Entwicklung fehlgesteuert wird.

    Meiner eigenen Suchtpersönlichkeit liegt das Boarder-Line zugrunde.
    Wenn ich sehr verzweifelt bin entwickle ich auch hysterische Züge.
    Die Suchtpersönlichkeit hat sich als Ausweg aus dem inneren Dilemma
    angeboten.

    Stoff-bezogene Abhängigkeit wie beim Alkohol kann natürlich auch durch das Gift sebst entstehen, das süchtig macht. Sich gegen den Sog der Sucht nicht wehren zu können oder wollen, ist mE aber auch ein Hinweis auf eine unausgereifte und damit gestörte Persönlichkeit des Betroffenen.

    Eine reine Behandlung der Suchtpersönlichkeit wird nicht zufriedenstellend gelingen, wenn gleichzeitig eine unausgeheilte Persönlichkeitsstörung vorhanden ist. Davon ist mE in den meisten Fällen auszugehen.

    LG Nys