Beiträge von Nys

    Hallo Jonas

    wo wir gerade bei den Nick-Namen sind:
    Meinst Du Dionysos (als Bedeutung) hätte bei mir gepaßt? - Mal abgesehen davon, daß ich eine Frau bin.
    Ich habe noch keine Parallelen entdeckt, muß aber zugeben, daß seine Geschichte mir nicht mehr in allen Einzelheiten präsent ist. Ja Irrfahrten und Wahnsinn, Ruhm und Verzweiflung eigentlich alles dann noch mit Happy End...

    Ps: Habe mir heute 3 Bücher von Heinz Peter Röhr bestellt. Unter anderem eines über Menschen mit dem "Hans mein Igel"-Syndrom. Zum Glück habe ich nicht die Neigung andere zu verletzen, aber daß ich den Kampf unerwünscht zu sein in einen äußeren Kampf verlagere...das stimmt. Ich kämpfe dann halt immer für jemand oder eine Sache. Was mich umgehauen hat, war die Beschreibung des "Hans mein Igel"-Menschen, der sich sehr mit dem Wald verbunden fühlt. Abhauen will und Tiere höher bewertet als Menschen und als sich selbst. Ja. Bingo. Tiere waren mir näher, weil ebenso ausgeliefert. Der Wald mein Zufluchtsort und Vertrauter. Den Hahn als Symbol des Stolzes
    genommen....war der einzige der mich von meinen Eltern und XY getrennt hat. Gruß Nys

    RenateO

    Zitat

    heute sehe ich meine Grenzen viel deutlicher und werde auf sie(und mich) aufpassen ,ich habe etwas gelernt.

    --wer meint er stehe, sehe zu daß er nicht falle-- sagt Paulus

    ich denk an Dich! Paß bitte wirklich gut auf Dich auf. Es kann so schwer sein, wenn man plötzlich wieder alles fühlt, was anscheinend weg war - sobald einem der begegnet, mit dem man ja noch gern manches gesprochen hätte.

    Aber natürlich super wenn Du Dich stark fühlst! Das o.g. bitte nicht falsch verstehen: Nur VORSICHT !! Denk dran er ist Dein Suchtmittel!

    LG Nys

    Guten Morgen Jonas

    Tolle Idee mit dem Brötchenmann!! :)

    Kann mich noch erinnern, daß ich mit 17 mal eine Musik-Kassette für meine Oma bespielt habe. Zu Weihnachten (selbst Klavier gespielt und dazu gesungen). Die Klavierstücke ohne Gesang gingen ganz gut - aber ich weiß nicht mehr wie oft ich mich im Text vertan oder daneben gespielt hab, als
    ich die Lieder mit Gesang aufnehmen wollte. Es war echt harte Arbeit.
    Ich hatte damals ein Kasetten-Deck von einer Band ausgeliehen + 1 normales Mikrophon.

    Heut hab ich viel Arbeit im Außendienst incl. 1 Eilauftrag, einen Termin in der KFZ Werkstatt und muß ganz dringend noch 4 Std. für meine Tiere einplanen.

    Dir wünsche ich einen schönen Tag!

    LG Nys

    Hallo Jonas,

    wie war Dein Weihnachten? Hab heut um halb elf mal ins Forum geschaut und gehofft, daß Du bis heut abend an Deinem Thread weitergeschrieben hast.

    Hat Dein täglicher Spaziergang immer die gleiche Route? Ich hatte früher für jede Stimmung eine eigene Strecke. Und natürlich einen Lieblingswald und eine Waldlichtung, die ich bei besonderen Anlässen aufgesucht habe. Dort hatte ich immer das Gefühl daß es ausreicht, einfach ich zu sein...

    LG heute eine sehr nachdenkliche Nys.
    (Bin mir grad selbst auf der Spur und was ich da so finde macht mir etwas Angst)

    Guten Morgen Paddy,

    ja dann habe ich Dich wohl nur teilweise richtig verstanden. Deinen anderen Thread muß ich erst noch lesen. (Hab bestimmt schon mal reingeschaut / Lese viel hier im Co Bereich).

    Zu Deiner Überschrift hier:
    Ja ich habe mich geliebt gefühlt. Sogar mein Ehemann sagt daß XY mich geliebt hat. Mein Psychologe sagte damals: Er hat mich geliebt, so sehr er kann. Aber mehr kann er nicht. Er meinte damit xy sei in seiner Gefühlswelt so was wie behindert, wirklich zu lieben.

    Ich für mich selbst bin grad an einem Punkt wo ich richtig Angst bekommen hab vor meiner Sucht.
    Durch den Austausch hier denke ich viel über mich nach. Als ich das erste Mal (von außen) im Forum gelesen hab, wollte ich eigentlich nur verstehen, was in der Ehe meines XY los ist. Er hat mir ja viel erzählt. Ich habs erst verstanden, als ich hier gelesen hab. Kaum war ich erleichtert, endlich alles besser einordnen zu können was da zwischen ihm und seiner Ehefrau so hin und her geht - hab ich gemerkt, daß ich genauso Co bin wie seine Frau. Auf ne andere Art vielleicht aber genauso schlimm.Ich hab seine schlechten Seiten/Tage nie abbekommen. Bis zum Schluß. Aber die CoAbhängigkeit gibt es schon seit langem in mir.
    Wie Du bin ich nun bestrebt die Sucht loszuwerden,
    die mir das Schönste im Leben verdirbt: Die Liebe.

    LG Nys

    Guten Morgen Mario

    Vielen lieben Dank für Deinen Beitrag in meinem Thread. Will ihn mal als letzten Beitrag dort stehen lassen, weil ich Deine Gedanken sehr gut finde.
    Habe gestern abend noch viel darüber nachgedacht.

    Ja, auch wenn meine XY nie schlecht zu mir waren,-
    so war es doch eine schlimme Zeit, die ein Mensch ohne Sucht noch gar nie erlebt hat. Und wenn ich jetzt lerne die Sucht zu bekämpfen, habe ich vllt. ein viel bewußteres Leben, als ich es jemals ohne Sucht gehabt hätte.

    Ich versuche gerade ganz bewußt mein Umfeld und den Partner auf den ich nicht süchtig bin, wahrzunehmen. Auch mich selbst bzw. was ich über meine Sinne wahrnehme. In Zeiten in denen mich mein "Stoff" eingenommen hat, war immer alles wie durchtränkt von dem Gefühl an ihm zu hängen. Meine Eindrücke haben sich immer mit dem Gefühl und den Gedanken an ihn durchmischt. Das war z.T. mega anstrengend, weil ich eigentlich einen Job hab in dem ich 100% bei der Sache sein muß. Und Gefühle garnicht angebracht sind.

    Deinen Gedanken anderen helfen zu können, finde ich auch gut. Ich denke das ist ein Schritt, den man gleichzeitig und "nach" der Sucht so richtig tun kann. Deine Aussage "es ist nichts verloren" hat mir sehr geholfen. Ja, man sollte sehen, daß es auch eine Entwicklung war. Sagen wir mal von der Raupe zum Schmetterling mit Flügeln....und mit der Möglichkeit die Dinge von oben...von einer anderen Perspektive zu betrachten! :D

    So jetzt muß ich schnell anfangen zu arbeiten. Dir einen schönen Tag noch! LG Nys

    Manchmal ist es schwer im Hier und Jetzt zu bleiben.

    Da sollte ich nun arbeiten (der Stapel reicht für die ganze Nacht) und weil alles so ruhig ist - wie ich es eigentlich ganz gern zum arbeiten habe - kommen die Gedanken wie ein Film. Eigentlich ist es die 100te Wiederholung. Wo ist der Schalter, diesen Film endlich abzuschalten?

    Waren die Erlebnisse so traumatisch (im positiven Sinn) daß ich sie wie ein Kriegs-Heimkehrer immer und immer wieder vor meinem inneren Auge sehe? "Leider" war mein XY nur zu seiner Ehefrau wie ein typischer XY. Hat bei mir Zuverlässigkeit im Alltag gezeigt und war schon sehr verliebt. - Hab nur wg. dem Alk und seiner Unentschlossenheit und dem ewigen Selbstmitleid irgendwann verstanden, daß es wohl nicht so sehr um mich geht. Und auch reflektiert, daß ein "normaler" Mann sich anders verhalten würde.

    Mir war klar, was auf mich zukommen würde, wenn ich an ihm festhalte. Er hat mich nur ein Mal im Restalkohol-Frust verletzt und gedemütigt. Ich hatte damals genug Kraft sofort den Schlußstrich zu ziehen. Jetzt fehlt die Kraft, alles einfach hinter mir zu lassen. Froh meines Weges zu gehen.

    Ich glaube, ich will die Vergangenheit nicht beerdigen, weil sie und die schön erlebte Zeit dann plötzlich wertlos sein könnte. All die Energie die ich da reingesteckt hab, - den Aufwand den er betrieben hat, was er riskiert und verloren hat. Ich will es nicht entwerten- in dem ich die Trauer beende - und blockiere damit mein weiteres Leben.

    Ein dubioser Anruf um 0.00 Uhr (Läuten lassen). Na ja. Sowas gibts ja auch sonst mal. Tut mir heut aber nicht gerade gut.

    Lindi

    liest Du hier noch? By the way: Schöne Weihnachten!

    danke für Deine direkten Worte in meinem Thread,
    ich habe sie nicht als Angriff verstanden - entspricht fast alles der Wahrheit und ist bereits seit längerem meine eigene Erkenntnis. Wie bereits weiter beschrieben suche ich nach einem glücklichen Leben
    "danach" und versuche deshalb das Übel an der Wurzel zu packen. Wenn ich das etwas"pseudo"-wissenschaftlich abhandle, dann deshalb weil ich Stärke daraus gewinne, mich mit der Art auseinanderzusetzen, wie Alkoholiker ohne den Stoff glücklich und zufrieden leben. Manche schaffen es, manche verbringen den Rest ihres Lebens im sog. "Trockenrausch". Mich interessieren die die es schaffen und kann dabei für mich viel rausziehen.

    Gruß
    Nys

    Liebe Paddy

    bin hier um Dir schöne Weihnachten zu wünschen.
    Ein neues Jahr steht vor der Tür und es liegt in unserer Hand was daraus wird.

    Mir geht's grad auch ziemlich schlecht wegen der Gefühle. Ertappe mich bei dem Wunsch nach "seiner" Nähe und dem Gedanken, daß er mich bestimmt auch in diesen sentimentalen Tagen sehr vermißt. Wir hatten letztes Jahr um diese Zeit den Höhepunkt unseres Beziehungs-Dramas.

    Halt mich fest an der Einstellung, daß alles nur ein Teil meines Lebens ist. Auch ein Teil meiner Persönlichkeit. Aber meins. Seine Sicht auf die Dinge ist ähnlich - wird aber immer ganz anders sein, weil er ein anderer Mensch ist. Seine Gefühle werden die selben und doch ganz anders sein, weil
    er ein anderer Mensch und dazu auch noch süchtig ist.

    Ergebnis = Es ist nicht wichtig wie er es sieht. Es hat nur Macht über mich, wenn ich meinen Wert und das "meine" als nicht ausreichend empfinde. Es reicht aber aus! und ist damit weder gut noch schlecht. Es ist meins aber nur ein Teil. Die anderen Teile gibts auch noch und sind genauso wichtig.
    Laß seins bei ihm und entdecke Dich (auch wenn es manchmal viel langweiliger ist). Du hast auch noch andere Gefühle und Eindrücke. Schenk ihnen die volle Aufmerksamkeit. Ich habe mir dies für heute abend vorgenommen. Als kleiner Schritt. Morgen dann der nächste.

    LG und einen "himmlischen" inneren Frieden wünscht Dir
    Nys

    Hallo Zimttee,

    wollte mal bei Dir reinschaun und frohe Weihnachten wünschen.
    Kann nur wiederholen, was ich Dir in meinem Thread zuletzt geschrieben habe: Du mußt für Dich klären was Dich mehr belastet: Die Trennung von der Familie (auch gegen deren Erwartungen) oder Dein Aufenthalt dort.
    Wie ist das mit Deinem Freund? Hat der auch kein Einkommen? Vllt. kannst Du auch so was wie eine mietfreie Wohnung finden bei jemand der Hilfe im Haushalt oder in der Landwirtschaft braucht. Das habe ich mal gemacht, als ich kein Geld hatte. War anstrengend aber eine unvergessliche Zeit.

    Sei ganz lieb gegrüßt und laß Dich nicht unterkriegen. Das mit dem neuen Kleid und dem Nagellack find ich spitze. Sei stolz auf Dich - egal wie Weihnachten wird! (In der Weihnachtsgeschichte war ja auch nur Chaos, Geburt im Stall --- da denk ich immer dran, wenn mein Weihnachten alles andere als feierlich ist.)

    LG Grüße
    Nys

    Hallo Mario

    Ich wollt mal kurz bei Dir vorbei schauen und Danke sagen für den Austausch. Es hat mich sehr ermutigt, daß Du mir in meinem Thread geschrieben hast. Hätte den letzten Schlagabtausch dort auch nicht so gut überstanden, wenn ich nicht schon ein paar Takte mit Dir "gesprochen" hätte.
    Du hast mir wirklich das Gefühl gegeben, daß sich auch jemand von den Trockenen mit mir unterhalten will.

    Einfach ein ganz großes Danke dafür!
    LG Nys

    So geschafft. - Jetzt habe ich endlich alles erledigt und kann Dir antworten:

    Liebe Zimttee

    ich habe schon lange vor meiner Anmeldung im Forum gelesen und Deine Geschichte ist mir sehr nachgegangen. Hab überlegt, wie das wohl ist, wenn der Trinker an dem man hängt, die Mutter ist, die ja jeder Mensch braucht.

    Wenn Du bei C2H5oH gelesen hast, wie sich meine Mutter verhalten hat als ich Kind war - kannst Du Dir denken, daß ich auch heute noch das Gefühl habe ohne Mutter aufgewachsen zu sein. Also so ohne die Mutter, die andere haben. Und das hat mich wohl auch geprägt. Vllt. auch zur Co gemacht.

    Für Dich ist nachvollziehbar schlimm, daß keine Nähe entsteht, wenn Du bei ihr bist. Das hat Dich auf Distanz gebracht. Finde auch, daß das schon recht eigenständig und gar nicht mehr Co ist. Ich verbinde mit Co nicht nur die Selbstaufgabe und Aufopferung. Ich verbinde mit Co auch den zwanghaften Wunsch die Geschichte umzuschreiben. Dieses sich nicht abfinden können und immer wieder den selben Schmerz spüren. Davon loszukommen wäre meiner Vorstellung nach, das was Karsten oben als geistige Distanz zum Alkohol beschreibt.

    Für Dich natürlich nicht vergleichbar, weil es eben Deine Mutter ist mit der ganzen Familie die dran hängt. Da ist schwer einen guten Rat zu finden.
    Letztendlich kannst nur Du entscheiden welcher Leidensdruck für Dich größer ist: Deine Mutter so zu erleben oder die ganze Familie zu verlieren.
    Ich habe mir aus meiner Ahnengalerie alle Frauen aufgezählt, die ich bewundere und sag mir: Die habe ich auch noch. (Zusammensitzen geht natürlich auch nicht) Aber es hat mich gestärkt zu erkennen, daß meine Herkunft nicht nur meine schwache Mutter ist - sondern daß davor viele starke Persönlichkeiten an meiner Entstehung beteiligt waren...
    Schwacher Trost, ich weiß. Vllt. hilft es, nicht immer diesen einen Menschen als unersetzlich anzusehen. Bzw. diesen Schmerz in eine Form umzuwandeln, die integriert werden kann. So einbauen in die Gefühlswelt, daß es nicht mehr sticht? Ich finde Du hast da ja schon richtig viel dran gearbeitet und man merkt Dir den Frieden auch an, den Du größten Teils damit geschlossen hast.

    Eine gute Nacht wünscht Dir
    Nys

    Hallo Jonas

    mein Nick-Name bezieht sich eher auf die Ziehmütter von Dionysos.
    Ist aber mir zum ersten Mal als französischer Vorname begegnet.

    Falls Du mich in der nordischen Sagenwelt unterbringen willst, sehe ich eher gewisse Ähnlichkeiten mit Brünhild in der Nibelungen-Saga.

    Bei mir ist heut Telefon-Chaos-Tag. Deshalb nur ein kurzer Gruß.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag
    Nys

    Hallo Karsten

    ich meinte keine gefährliche Situationen!
    Rauchen auf dem Balkon, -
    ein bestimmter Radio-Sender... das ging bisher
    nicht ohne Gedanken an den "Stoff". Ist jetzt aber wieder möglich und als ganz normaler Alltag zu erleben.

    Gefährlich wäre in meinem Fall: Orte an denen wir uns begegnen könnten. Gespräch mit gemeinsamen Bekannten und Fragen nach ihm... Das darf und will ich auch nicht!

    Danke Karsten,

    das bestärkt mich auf dem richtigen Weg zu sein.

    Ich habe für mich persönlich, dank Forum, schon jetzt wertvolle Fortschritte verbuchen können. Dinge die bei mir bislang noch "Suchtdruck" ausgelöst haben, werden allmählich wieder Gewohnheiten oder Dinge die einfach nur mir gehören.

    Danke allen für Euren Beitrag dazu.

    Nys