Beiträge von marvormar

    hallo #Tango,

    auch erst mal von mir Herzlich Willkommen hier.

    Zur Aufschieberetis:

    Leidet fast jeder Mensch drunter (Leichen im Keller), unter Alkohol verstärkt sich das natürlich.
    Trinke seit Oktober 2012 nicht mehr und war Nov/Dez 3 Wochen in einer stationären Therapie. Zum Abschluß habe ich mir aufgeschrieben, was ich alles kurzfristig (bis 31.03.13) erledigen möchte. Um meinen inneren Schweinehund anzutreiben, hab ich die Sachen auf Flipchart aufgeschrieben und mir in die Wohnung gehängt. Ist bis auf den Sport und einen Handyvertrag kündigen alles erledigt. Das hat übrigens sehr zu meiner Zufriedenheit beigetragen, da dadurch mein Sicherheitsbedürfnis bedient wurde, das bei mir stark ausgeprägt ist.

    Dies waren auch so Dinge wie bei Dir, z.B. zig Anträge ausfüllen wegen Hinterbliebenenrente und die belege dazu besorgen, Verträge umschreiben lassen, Finanzkonten aktualisieren, Grundbucheintragungen ändern etc. etc. In ALK-Zeiten hab ich das Alles nicht gepackt, lag daher schon ein Jahr in einer großen Kiste rum! Oft noch ungeöffnet.
    Daher TIP: Geniess erst mal deine Zeit ohne Alk, und gehe die aufgeschobenen Dinge eins nach dem andern an und mach dir keinen stress, wo nicht unbedingt notwendig (Fristen gibt es natürlich). Ob sich ein ABO oder eine Versicherung nochmal um ein Jahr verlängert, obwohl nicht mehr notwendig, ist zwar ärgerlich aber im Normalfall nicht kriegsentscheidend. Die "Lust" das alles aufzuarbeiten kommt automatisch (= viele kleine und große Erfolgserlebnisse) wie gesagt bei mir hat das Ganze 4 Monate gedauert.

    Zur Rente/Arbeitslosigkeit:

    Mit 60 würde ich mir da wirklich keinen Kopf mehr zerbrechen, du bekommst erst mal 24 Monate ALG I und dann wirst du ja 63 und kannst offiziell in Rente gehen. Und etwas Abfindung wirst du ja auch bekommen haben.
    Also geniess dein Rentenalter, (mir fehlen noch 9 Jahre) das Problem der Umstellung hat jeder! Allerdings ist die Gefahr bei so viel freier Zeit wieder zum Alk zu greifen natürlich nicht zu unterschätzen.

    Noch einen schönen Tag

    Volkmar

    Hallo liebe Foristen,

    Schreibe ja ab und zu, dass ich mir Ziele setze. Klappt auch ganz gut und hat mir auf meinem Weg bis jetzt gut geholfen. bis auf das Thema Sport ist alles im Grünen Bereich.

    Warum ich jetzt schreibe:

    eine große Baustelle sind seit Jahren meine Zähne, war bestimmt schon 10 Jahre nicht mehr beim Zahnarzt. Hab einfach keine Notwendigkeit gesehen, fand mich auch mit meinen ramponierte Vorderzähnen ok, dem Alkohol sei Dank.

    Hab letzte Woche den Mut gefasst und bin ohne Schmerzen zum Zahnarzt.
    Das Thema Vorderzähne und Karies hatten wir recht schnell abgehakt, ist mehr handwerklich zu sehen und wird in angriff genommen, kostet halt "nur" eine Stange Geld.

    Was aber viel schlimmer ist und ich denke das hat direkt mit meiner Sauferei zu tun: Ich habe massive Paradontose und laut Arzt würde in absehbarer Zeit mir ein Zahn nach dem Anderen ausfallen. Dies wird also eines meiner größeren to do´s in 2013 sein. Wird sehr schmerzhaft und langwierig werden, freu mich aber drauf das inclusive der eher zahnkosmetischen Dinge auch in Ordnung zu bringen. So wird dann hoffentlich das "in den Spiegel gucken" noch etwas mehr Spaß machen.

    Frage: Kennt ihr diese Baustellen auch? Hat der eine oder andere das schon hinter sich oder steckt mittendrin? Oder traut sich wie ich bis jetzt noch nicht?

    Noch einen schönen Tag

    Volkmar

    Hallo Sternenhimmel,

    der "Vorfall" hatte nichts mit Alkohol zu tun. War drauf und dran Anzeige zu erstatten, hab mich aber jetzt wieder ein wenig beruhigt und versuche damit klar zu kommen. Rückgängig zu machen ist es leider nicht mehr. Ja, so hat jeder sein Päckchen zu tragen, langsam frag ich mich, warum immer ich diese Bälle an den Kopf bekomme. Ganz gerecht ist das nicht.......(bitte eine Runde Mitleid).

    ansonsten läuft es ganz gut. Meine Tochter hatte Firmung, haben wir mit 15 Leuten alkoholfrei gefeiert (hatte meine Tochter organisiert). diese Woche wird die Wüste (=100 qm Garten) aufgehübscht, also es geht voran. Wie im richtigen Leben halt.

    Zum Thema Straßenfest: Wollte am Eröffnungstag ja mit meiner Tochter hin. Macht sie jetzt auch mir zuliebe. Mit dem sanften Hinweis dass sie sonst das ganze Fest über schon ausgebucht wäre und es nett wäre, wenn ich sie abends/nachts abholen könnte. Nach meinem leichten Hinweis auf Minderjährigkeit, vorher mal fragen etc. wurde ich über die Rechte einer 17-jährigen aufgeklärt. Fazit: Ruhe bewahren, ändern kann ich es ja sowieso nicht. Und das alles nüchtern.

    Schönen abend noch

    Volkmar

    Hallo Cora,

    schön, dass es Dir gut geht und du dich mal wieder meldest. Macht den Eindruck, dass du privat und beruflich Dinge in Angriff genommen hast, die dich zeitlich und gedanklich binden. Schön.

    Schön fand ich auch deine Antwort an Karsten. Hat etwas mit Sozialer Kompetenz zu tun.....

    Viele Grüße und melde dich mal bei Gelegenheit wieder.

    Volkmar

    Hallo Goldband, erst einmal willkommen hier.

    Zu Deiner Frage:

    Den aktuellen Zustand könnt ihr noch lange so fortführen. ich gehe davon aus, dass noch einiges funktioniert z.B. Arbeitsplatz, Darstellung nach aussen. Ich kenne Ehepaare, da funktioniert das ein Leben lang. Je nach Sachlage wird das durch den Co. dann auch durch Alkohol, Medikamente etc. kompensiert. Eines sollte klar sein: der Zustand/ die Beziehung wird nicht besser sondern verschlechtert sich schleichend.
    Das sollte dir klar sein.

    In meiner stationären Therapie letztes Jahr waren wir zu fünft. Grund dafür war bei allen ein letztes Ultimatum der Familie: Entweder wir oder der Alkohol....Ich denke ohne "big bang" geht es nicht, allein kommt man selten zur Besinnung.

    ich persönlich bin im Nachhinein natürlich dafür sehr dankbar, sonst hätte sich nichts wirklich geändert. Vergess Phrasen wie "hab alles im Griff" "kann jederzeit auf Alkohol verzichten", alles Selbstbetrug, (wahrscheinlich kennst du die schon) es wird sich nichts ändern.

    Sorry für die offenen Worte, denke aber, alles andere bringt nichts.

    Noch eine schöne Woche wünscht

    Volkmar

    Guten Tag Markus,

    erst einmal willkommen im Forum. Frank hat es m.E. sehr treffend beschrieben. Das Wort "Selbstbewusstsein" kann man ja auch umdeuten in "sich selbst bewusst werden". Und wie soll man sich selbst bewusst werden, wenn man ständig benebelt ist und sich und seinem Umfeld dauernd etwas vormacht?

    Ich trinke jetzt ein gutes halbes Jahr nichts mehr, und meine speziellen Erfahrungen sind:

    Ich fühle mich rundum besser, bin mir sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben und dies auch so beizubehalten. Dadurch werde ich automatisch selbstbewusster.

    Mein Gesundheitszustand hat sich schnell und stark verbessert, auch das stärkt und bestätigt.

    Ich bekomme viel Bestätigung aus meinem Umfeld (privat, Verein, Beruf), dass ich mich positiv verändert hätte. (ohne teilweise zu wissen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke!) Diese Bestätigungen sind ganz wichtig für mein Selbstbewusstsein, ich selbst kann mir ja viel erzählen.

    So, das viel mir mal auf die Schnelle ein,

    noch einen schönen Tag

    Volkmar

    Hallo Alex,

    unter neues Medikament hab ich eines gefunden. Das ist aber nicht für Leute, die entgiftet haben, sondern zur punktuellen Einnahme vor einem geplanten Besäufnis gedacht, um den Alkoholkonsum in etwa zu halbieren.
    Hammerartig, dass so etwas zugelassen wird.

    Bei mir in der Therapie haben Leute etwas bekommen, dass schon länger auf dem Markt ist. Waren alle damit zufrieden, vor allem kaum Nebenwirkungen und eine begrenzte Einnahmezeit zwischen 6 und 12 Monaten. Ich selbst habe es nicht genommen, da ich der Meinung bin, ich muss das selbst aus eigenen Kräften schaffen, ohne Pharma. Aber das ist ein anderes Thema.

    Viele Grüße

    Volkmar

    Hallo liebes Forum,

    irgendwie muss letzten Oktober etwas in der Luft gewesen sein, da es jetzt bei mir auch ein halbes Jahr ohne Alkohol ist.

    Was ist denn nun genau mit mir, meinem Umfeld in den 6 Monaten passiert, wie fühle ich mich und wie geht es weiter?

    Also kurz und schmerzlos: Mir geht es richtig gut, natürlich manchmal auch etwas weniger, wie im richtigen Leben halt.
    Grundvoraussetzung hierfür waren und sind für mich Sicherheit und Struktur als Fundament meiner Richtungsänderung. Dies heißt für mich:

    familiäres Umfeld (vor allem Tochter)
    Beruf
    Finanzen
    Wohnung
    Freizeit/Sport
    Gesundheit
    Therapie

    Am Ende meiner stationären Therapie hatte ich mir hierfür bis Ende März Zeit gegeben, diese Ziele in kleinen Schritten zu erreichen.
    Und siehe da, ich hatte Glück, das meiste hab ich hinbekommen. Im familiären Bereich wurde ich von der Entwicklung sogar überholt (war nicht einfach) und mit dem Sport hapert es noch.

    Diese Punkte finden sich im Prinzip bei jedem hier in irgendeiner Weise im Forum wieder und jeder wird in irgendeiner Form damit konfrontiert.

    Meine Erfahrung: Die Sachen angehen, step by step und langsam machen.
    bin damit sehr gut gefahren. Werde aktuell noch von meiner großen Baustelle Sport eingeholt. Bekomme einfach den Hintern nicht hoch, obwohl ich weiß, dass es mir verdammt gut tun würde. Und damit meine ich nicht Marathondistanzen, da kann man hier im Forum ja richtig vor Neid erblassen...

    Um auf Kurs zu bleiben, war ich wie gesagt im Dezember 3 Wochen stationär unterwegs und bin jetzt alle 14 Tage bei einer Psychotherapeutin. Im Herbst habe ich ein Auffrischungswochende in der stationären Therapieeinrichtung geplant. (Muss ich selbst zahlen, gönn ich mir aber)

    Suchtdruck, Panikattacken etc sind mir - Gott sei Dank - fremd. Das kommt mir langsam aber etwas unheimlich vor, hoffe nicht, dass mich hier unverhofft der große Schlag trifft.

    Als Nächstes werde ich mir mal aufschreiben, wo ich Ende des Jahres stehen möchte und was ich dafür noch alles tun darf.

    So, das wollte ich einfach mal schreiben, wie es mir in den letzten Monaten ergangen ist.

    Schönes Wochenende

    Volkmar

    guten Morgen liebes Forum,

    ich hasse dieses schöne Frühlingswetter....

    jetzt habe ich keine Ausreden mehr für:

    Nicht-joggen-gehen
    Nicht-Gartenarbeit
    Nicht-T-Shirts-Bügeln
    Nicht-Fenster-Putzen
    usw usw usw

    und jetzt sitz ich Depp auch noch im Büro und arbeite

    Auf eine schöne Frühlingswoche

    Volkmar

    Hallo Sternenhimmel12,

    danke der Nachfrage mir geht es so weit gut, meine Tochter ist jetzt seit 2 Wochen wieder bei mir, und bis jetzt alles schön im grünen Bereich.

    Versuche mich halt auf das Wesentliche zu konzentrieren, da ist das Nicht-Alkoholtrinken natürlich ein wichtiger Faktor. Und da find ich, passen Dinge wie zu kalt, zu wenig sonne, zu viel Stress auf der Arbeit etc. zumindest in mein Beuteschema des Wohlergehens nicht rein.
    Werde übrigens für mich demnächst nach 6 Monaten Zwischenbilanz ziehen, das Eine oder Andere werde ich auch hier reinstellen. Gucke mer mol was so alles basiert is.

    Mir ist übrigens total entgangen dass du Landsmännin bist.....
    Wie geht's übrigens Deinem Sohn mit der OP? Alles auch wieder im grünen Bereich?

    Viele sonnige Grüße

    Volkmar

    HallIch liebe Foristen,

    habe in den letzten Tagen "nur" gelesen, anbei ein paar Gedanken die mir zu den aktuellen Themen durch den Kopf schossen:

    Kaltes Wetter keine Sonne:

    Habe in meinem Büro ein Südwestfenster, von November bis Mitte März muss ich kaum die Rollos runterlassen, weil es da nun mal trübe ist und Sonne Mangelware. Herrgott, soll ich mir deswegen für ein Drittel des Jahres die Stimmung versauen und auf die Sonne warten. So kam es mir hier im Forum in den letzten Tagen manchmal vor. Ich habe durch den Alkohol in etwas ein Drittel meines Lebens nur sehr eingeschränkt geniessen dürfen, da lass ich mir idie hoffentlich noch vielen weiteren Jahre doch nicht durch trübes Wetter vermiesen. Im Juli, August wird es dann wahrscheinlich das gleiche Gejammer wegen der unerträglichen Hitze geben.

    So, das wollte ich mal loswerden.

    Noch schöne Restostern (offensichtlich mit Sonne)

    Volkmar

    allo Blossom 83,

    erst auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum.

    Trinke nun seit gut 5 Monaten keinen Alkohol. Mir "erging" es im Februar ähnlich wie dir jetzt. Da ging es um Teilnahme am Karneval und so.

    Natürlich bist du für dich verantwortlich und musst deinen WEg aus dem Alkohol gehen und finden.

    Dass viele hier im Forum schon reflexartig auf Äußerungen wie Deine reagieren hat natürlcih wirklich gute Gründe. Ich denke auch, dass je mehr man sich in Risikosituationen begibt, das Rückfallrisiko einfach größer ist. Jede Statistik (wenn es solch eine gäbe) wurde das belegen. Wieviel Risiko du da gehen willst, musst du halt abwägen.

    Aber verpasst du wirklich so viel, wenn du es am Anfang etwas langsamer angehst und dich etwas mehr "sammelst"? Mein Karenvalsausflug war die große Ausnahme, aber richtig gebracht hat mir das nichts. Ich für meinen Teil fühle mich aktuell sehr wohl, mich erst mal in Ruhe mit mir selbst zu beschäftigen und möglichst wenig Gedanken an den Alkohol zu verschwenden bzw. es herauszufordern. Alles andere wird sich weisen.
    Wenn ich dich richtig verstanden habe, gibt es ja auch bei dir einiges, was du neu erlebst oder so bei dir nicht kanntest. Gerade am Anfang würde ich mich auch nicht scheuen professionele Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Schau dir vlt. auch mal in Ruhe threads an, die abrupt enden. Sind viele Euphorische dabei. Ohne es natürlich zu wissen, wird der Anteil an Rückfällen nicht gerade gering sein.

    Aber auch für meine Zeilen gilt, hol dir das raus, was dir etwas helfen könnte, den Rest vergiß einfach.

    Noch einen schönen Sonntag

    Volkmar

    Hallo liebe Foristen,

    anbei mal wieder ein Lebenszeichen von mir. wollte über meine "Erlebnisse" berichten, die mich seit anfang Januar stark auf Trab hielten und noch halten.

    Es ging darum, dass meine Tochter (knapp 17) seit 4 Jahren in einer betreuten Mädchenwohngruppe ist. Dort war man der Meinung, dass ihr eine Luftveränderung in eine andere Einrichtung, wo man sich intensiver um sie kümmern könnte, angebracht wäre. (zu deutsch: Rausschmß)
    Da hatten sie aber die Rechnung ohnen den Wirt (meine Tochter) gemacht, die klar sagte, dass sie statt wie geplant Sommer 2014 nun gleich zu mir ziehen möchte.

    Nach ein paar schlaflosen Nächten war ich auch einverstanden.
    die Pädagogen erklärten uns für "verrückt" und das dies unverantwortlich wäre.

    Aber der Betreuer vom Jugendamt war von der Idee meiner Tochter auch angetan, wobei noch verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen waren (auch viel Telefonierer und Rennerei). Das war schon mal die halbe Miete. Auf Drängen der Therapeuten mussten wir uns noch drei pädagogische Einrichtungen in ganz Deutschland anschauen, aber alle befanden meine Tocher als deutlich zu leichten Fall.

    ABER dann versuchten die Therapeuten ihre letzte Trumpfkarte auszuspielen: Ich wußte gar nicht, wie schön man umschreiben kann, dass jemand Alkoholiker ist....
    Fakt ist, dass es fast daran gescheitert wäre, weil bekannt war, dass ich bis September stark getrunken hatte und auch Ausfälle im Beisein meiner Tochter hatte. Nachfolgende Punkte wurden daher einfach ignoriert:

    geordnete Verhältnisse, stabile Verfassung
    sicherer Arbeitsplatz
    durchgeführte Reha
    laufende Einzeltherapie etc.

    Aber das Jugendamt hielt weiter zu uns (so etwas gibt es auch) und so sind jetzt auch diese Klippen umschifft, trotz größter Bedenken (übersetzt: das geht wahrscheinlich in die Hose) der pädagogischen und psychologischen Fachleute.

    So, jetzt zieht sie am Wochende zu mir um und meine Tochter und ich sind überzeugt, dass wir das packen werden.

    Zum Abschluß: Ich bin mir natürlich schon sehr über die große, neue Herausforderung und Verantwortung bewußt, die das mit sich bringt. (Nicht umsonst die schlaflosen Nächte!). Aber ich denke, ich bin jetzt schon in der Lage, das zu stemmen.

    Noch einen schönen Tag

    Volkmar

    Hallo be-nigma,

    ich kann dir sagen, was fast in allen deutschen, etwas größeren, Unternehmen passieren würde, wenn du dich outen würdest:

    Während der Probezeit würden Sie dich sofort entlassen
    als langjähriger Mitarbeiter würden Sie von dir eine Entgiftung und Therapie vorschlagen, falls du das ausschlägst oder rückfällig werden würdest, siehe oben.

    Falls du aber jetzt noch trinkst, kannst du dich jetzt ja auch schon outen, weil du ja eh schon so eine Vorahnung hast. Mehr als Rausschmeißen können Sie dich nicht, so oder so.

    Wenn du jetzt nicht trinkst, würde ich nichts machen. Wenn Sie dich zum Gespräch bitten, kannst du ja sagen, dass du nichts mehr trinkst und die Vorommnisse der vergangenheit nicht mehr passieren. Ich denke, du wirst dann eine Galgenfrist bekommen.

    diese Zeilene von mir natürlich ohne die genauen Gegebenheiten zu kennen

    Viele Grüße und schreib mal, wie es weitergeht.

    Volkmar

    Guten Abend Hartmut, Zotti, Sternenhimmel, Cora und natürlich Alle anderen Foristen, die bei mir reinschauen.

    Hatte in den vergangenen Tagen eine Entscheidung zu treffen, die nicht Ohne war und daher keine Zeit und auch Kopf um Euch auf Eure Antworten zum Thema Traum zu schreiben. Zu dieser Entscheidung werd ich auch noch etwas schreiben.

    Ich fühle mich von Euren Antworten in meiner Meinung und "Deutung" bestätigt.
    Das Thema "Alkohol" rattert schon ganz schön in mir...und das ist gut so.
    Wie gesagt, was mich überraschte, war die Klarheit des Traums. Hatte ich jetzt noch einmal, aber wegen einer ganz anderen Sache, die mich auch stark beschäftigte.
    Sehe das mittlerweile als sehr positiv, und als eine der vielen Dinge (auch Kleinigkeiten) die sich in den nun knapp 5 Monaten ohne Alkohol verändert haben. Bin mal gespannt was da noch so kommen wird.

    So, muss nun Schluss machen, da ich heute von meiner Tochter bekocht werde (Spinatlasagne mit Lachs)

    Noch einen schönen Abend

    Volkmar

    Guten Morgen Litertour,

    möchte mich das erste mal bei dir melden.

    Ich denke, dass es da keinen Königsweg gibt und auch kein Allheilmittel.Es ist gut, dass es hier im Forum Gtundregeln gibt, diverse Notfallkoffer und auch mal erhobene Fingerzeige. Es sind nützliche Leitplanken, mehr aber auch nicht.
    Wie jeder damit im persönlichen Einzelfall damit gibt, muss/darf jeder natürlich für sich selbst entscheiden und "managen".
    Der lernt eben leicht, der andere schwerer, mancher muss auch mal sitzenbleiben (=Rückfall), halt wie im richtigen Leben.

    Daher freue dich, dass Nichttrinken bei dir mittlerweile Einzug in dein normales Leben Einzug gefunden hat. Dies ist doch die Grundvoraussetzung die anderen Dinge des Lebens zu stemmen, die auch zu einem lebenswerten Leben gehören. Mir geht es auf jeden Fall so, und ich bin heilfroh, dass ich nicht ständig gegen Saufdruck ankämpfen muss, oder mir dauernd vor Augen halten muss, das ich Alkoholiker bin.

    Ich weiß aber, dass ich es bin und daher schon auf mich achten muss.

    Daher lass uns jeden Tag ohne Alkohol geniessen und versuchen, jeden Tag ein kleines Schrittchen für unser persönliches Wohlergehen nach vorne zu gehen. Und die Rückschläge anzunehmen und in positive Energie umwandeln.

    Noch einen schönen Sonntag

    Volkmar

    Hallo Prinzessin,

    melde mich, glaub ich zumindest, das erste mal bei Dir.

    Habe Deine Duskussion speziell mit der Moderation intensiv verfolgt, weil es mir vor drei Wochen ähnlich erging. Nach einer etwas unreflektierten Bemerkung als newcomer im Forum bekam ich unheimlich viel Antworten, ich hatte auf einmal ein schlechtes Gefühl, weil ich meinte weiß Gott was mit meiner Bemerkung verbrochen zu haben (wenn du Zeit und Lust hast, kannst ja mal nachlesen). Aber siehe da, mich gibts immer noch im Forum, und ich fühle mich auf dem richtigen Weg.

    Hatte wegen den ganzen Antworten auch eine schlechte Nacht. Am nächsten Morgen hatte ich dann Sofortmaßnahmen ergriffen, das mir das nicht mehr passiert:

    1. Nicht sofort Antworten
    2. Wenn es ganz dick kommt, auch mal ein paar Tage Funkstille im Forum
    3. ich muss mich für mein Tun vor niemandem rechtfertigen, ausser vor mir selbst, und beshcimpfen lassen muss ich mich schon gar nicht
    4. 2 Moderatoren und 2 Forumsteilnehmer stehen bei mir daher auf der black list, da diese wahrscheinlich nicht die Art von Personen sind, mit denen ich mich normal umgeben würde. Hier habe ich die Kommunikation auf das Allernotwendigste beschränkt.
    Seit dieser Maßnahme macht es mir wieder Spaß hier zu lesen und zu schreiben.

    Fazit und Tip: Bleib bitte hier im Forum, es scheint dir ja in vielen Fällen auch geholfen zu haben und gut zu tun (wie es auch sein sollte)
    Konzentriere dich auf die Themen und Personen bei denen du ein gutes Gefühl hast, mit denen du dich im"richtigen Leben" ja vlt. auch unterhalten würdest.
    Und vergess einfach die anderen. Wenn von dieser Seite Fingerzeige kommen, die ok sind, kann man die ja für sich aufnehmen, egal in welchem Ton sie geschrieben sind, und den Rest einfach in den Shredder.


    So, jetzt ist es doch länger geworden als ich wollte, aber vlt. ist ja etwas für dich dabei, was du gebrauchen kannst.

    ansonsten schönes Wochende

    Volkmar

    Guten Abend,

    trinke seit gut 4 Monaten keinen Alkohol mehr und habe einige deiner Erfahrungen auch durchlebt. Möchte dir ein paar Gedanken mitgeben, ob sie etwas für dich sind, musst du für dich selbst entscheiden.

    1. Neuer Job und dazu im Ausland und ohne Bezugsperson, das allein erfordert schon 100%ige psychische und körperliche Fitness. Aber da hat dir jetzt der Alkohol einen schweren Strich durch die Rechnug gemacht. Schöner Schlamassel.

    2. Was nun? Als erstes Aufhören zu trinken. Ob du dann deine Situation auflösen und den Job behalten kannst, halte ich zumindest für fraglich. Aber mit Alkohol auf keinen Fall.

    3. Ergo bringen Jobwechsel oder zurück in die Heimat zu freunden und Familie ohne Aufhören zu trinken gar nichts.

    Fazit: Wenn du langfristig ein besseres Leben für dich haben möchtest hör auf zu Saufen. Wenn das nicht geht, geht es in der Abwärtsspirale weiter nach unten, vielleicht gibt es dann den großen Knall, du erreichst dann deinen absoluten Tiefpunkt und hörst dann mit dem Gift auf und bekennst dich ganz zu deiner Krankheit.

    Wie oben gesagt, mir erging es ähnlich. Konnte am abgrund gerade noch die Notbremse ziehen und bin jetzt auf einem langen, harten Weg diesem Gift auf Dauer zu entsagen.

    Ich drück dir die Daumen

    Volkmar

    Hallo zusammen,

    schreibe heute wegen einem Erlebnis letzte Nacht. So viel ich weiss kam in den letzten Wochen in meinen Träumen zwei mal diffus der Alkohol vor. Diesmal war es etwas anders, daher würde ich gerne wissen ob ihr so etwas auch erlebt hat, und welche Schlüsse ihr daraus gezogen habt. Also:

    "Bin auf einer großen Famileinfeier und mein Schwager bringt mir ein Weizenbier, nach kurzem Zögern trinke ich das Bier und hole mir ein zweites. Plötzlich knalle ich das Glas Bier auf den Tisch und schreie, nein ich will keinen Alkohol mehr trinken, basta." Da bin ich, senkrecht sitzend im Bett, aufgewacht. Brauchte dann auch ein paar Minuten um zu mir zu kommen und zu begreifen, was gerade passiert war.

    Mir ist das seit Ewigkeiten nicht mehr passiert, das ich so klare Erinnerungen an einen (heftigen) Traum hatte. Deshalb, bevor ich mir jetzt den Kopf zermartere, meine obige Frage an Euch.

    Viele Grüße

    Volkmar

    Zitat von Carpenter

    Ich fühl mich gut, fühl mich stabil, hab keinen Saufdruck und brauche keinen Alkohol mehr...an vielen Dingen muß ich nach wie vor arbeiten, aber diese mentale Stabilität, die ich inzwischen habe, kann mir keiner nehmen.
    Vielleicht ist genau das das Problem...vielleicht sollte ich hier lieber schreiben, daß es mir jeden Tag dreckig geht, ich pausenlos an Alkohol denke, der Saufdruck mich fast umbringt und es eine fiese Aufgabe ist, trocken zu bleiben...aber dann müßte ich lügen...und Ehrlichkeit ist eine weitere Errungenschaft, die ich mir durch meine Abstinenz geholt hab...für mich gibt es kein einziges Argument mehr zu saufen...nicht ganz unwichtig für ne dauerhafte Trockenheit, wie ich finde.

    Hallo Andreas,

    melde mich heute mal bei Dir.

    Dein "Statement" kann ich nur unterschreiben, 100%ige Zustimmung. Da sind wir ja schon zwei die das so sehen und ich denke, es wird noch der eine oder andere im Forum mit der gleichen Meinung rumgeistern....

    Mich hat gestern übrigens ein ehemaliger Stammtischkumpel gefragt, was sich bei mir geändert hat, seitdem ich nichts mehr trinke. Nachdem ich mit meiner Schilderung zu Ende war, hat er mich gefragt "und - vermisst Du nicht ab und zu ein gutes Glas Wein?!" Ich habe kurz nachgedacht, ihn angelächelt und gesagt "Nein, es gibt wirklich nichts, was ich mir zurückwünsche!"

    Denke Dir, und vielen Anderen im Forum geht es ähnlich, und das auch nach "nur" ein paar Monaten ohne Alkohol, und das hat, zumindest bei mir, nichts mit Anfangseuphorie zu tun. Ich habe 20 Jahre genug Chancen wegen dem Alkohol liegengelassen und genug Mist gebaut, das reicht.

    So, jetzt darf ich noch Bad und Küche putzen, sonst bekomme ich nächste Woche von meiner Tochter wieder einen Vortrag gehalten.

    Noch ein schönes Restwochende

    Volkmar