hallo #Tango,
auch erst mal von mir Herzlich Willkommen hier.
Zur Aufschieberetis:
Leidet fast jeder Mensch drunter (Leichen im Keller), unter Alkohol verstärkt sich das natürlich.
Trinke seit Oktober 2012 nicht mehr und war Nov/Dez 3 Wochen in einer stationären Therapie. Zum Abschluß habe ich mir aufgeschrieben, was ich alles kurzfristig (bis 31.03.13) erledigen möchte. Um meinen inneren Schweinehund anzutreiben, hab ich die Sachen auf Flipchart aufgeschrieben und mir in die Wohnung gehängt. Ist bis auf den Sport und einen Handyvertrag kündigen alles erledigt. Das hat übrigens sehr zu meiner Zufriedenheit beigetragen, da dadurch mein Sicherheitsbedürfnis bedient wurde, das bei mir stark ausgeprägt ist.
Dies waren auch so Dinge wie bei Dir, z.B. zig Anträge ausfüllen wegen Hinterbliebenenrente und die belege dazu besorgen, Verträge umschreiben lassen, Finanzkonten aktualisieren, Grundbucheintragungen ändern etc. etc. In ALK-Zeiten hab ich das Alles nicht gepackt, lag daher schon ein Jahr in einer großen Kiste rum! Oft noch ungeöffnet.
Daher TIP: Geniess erst mal deine Zeit ohne Alk, und gehe die aufgeschobenen Dinge eins nach dem andern an und mach dir keinen stress, wo nicht unbedingt notwendig (Fristen gibt es natürlich). Ob sich ein ABO oder eine Versicherung nochmal um ein Jahr verlängert, obwohl nicht mehr notwendig, ist zwar ärgerlich aber im Normalfall nicht kriegsentscheidend. Die "Lust" das alles aufzuarbeiten kommt automatisch (= viele kleine und große Erfolgserlebnisse) wie gesagt bei mir hat das Ganze 4 Monate gedauert.
Zur Rente/Arbeitslosigkeit:
Mit 60 würde ich mir da wirklich keinen Kopf mehr zerbrechen, du bekommst erst mal 24 Monate ALG I und dann wirst du ja 63 und kannst offiziell in Rente gehen. Und etwas Abfindung wirst du ja auch bekommen haben.
Also geniess dein Rentenalter, (mir fehlen noch 9 Jahre) das Problem der Umstellung hat jeder! Allerdings ist die Gefahr bei so viel freier Zeit wieder zum Alk zu greifen natürlich nicht zu unterschätzen.
Noch einen schönen Tag
Volkmar