Beiträge von Cora723

    Hallo Tine,

    das geschriebene Wort kommt oftmals härter rüber als das gesprochene, ich glaube dir, dass du etwas für dich tun willst und alle anderen bestimmt genau so.

    Wegen Kinderbetreuung könntest du doch auch den Menschen bei der Caritas um Rat fragen. Es sollte schon sicher gestellt sein, damit du dich in Ruhe um dich kümmern kannst. Alternativ könntest du schauen, ob es vielleicht doch ambulant geht. 2 Monate ist wirklich lange :roll: Gerade ganz am Anfang.

    Alles Liebe Cora

    Zitat

    Ich glaube aber wenn ich mein nasses Umfeld nicht verlassen hätte wäre wenig Spaß mit viel Peinlichkeiten verbunden . Unter trinkenden Freunden ist ein Nichtrinker nicht gerne gesehen weil er es kann

    Vor meiner Therapie war ich längere Zeit trocken und habe SHG besucht. In der Zeit hat sich mein "Umfeld" fast von alleine gewandelt. Die Leute, mit denen ich früher an der Theke etc. sass konnten mit mir nix mehr anfangen, ich nix mehr mit denen. Andere Bekanntschaften lebten wieder auf. Irgendwie geschah das ganz von alleine. Nach meiner Therapie bin ich umgezogen und habe mir mein Bekanntenkreis natürlich so aufgebaut, wie ich will. Auch heute fange ich nix mit Leuten an die eigentlich nix anderes im Kopf haben wie "Feierabendbier, Feste und Feten". Da vermisse ich wirklich nichts.

    Cora

    Hallo zusammen und danke für die vielen Feedbacks. Genanntes Geschäftsessen (kein italienischer Weinimporteur sondern ein französischer Patriarch der mit Werkzeugen und Maschinen handelt) und Firma war eine Extremsituation, zum Glück vorbei und abgehakt. So extreme Probleme hatte ich noch nich.

    Nee, mein Partner ist da ganz selbstsicher und lehnt ab, wird auch sehr bestimmend. Und ich glaube, diese Selbstsicherheit fehlt mir (noch) - ich hoffe, dass ich es lerne.

    Gruß Cora

    Danke für die vielen Antworten!

    Hartmut
    mir ist schon klar was du da schreibst. Ich habe das Ding auch schon lange abgehakt, diese Menschen waren es nicht wert sich aufzuregen. Es ist im Prinzip egal, was man nicht mag oder verträgt - es gibt Leute, die regieren ohne Verständnis.

    Die Situation, die ich da beschrieben habe war sicher sehr extrem. Und vor allem: Solche Menschen würden, wenn sie einen Schwachpunkt entdecken (Ein Schwachpunkt ist jede Erkrankung), ausnutzen.

    Mein Wunsch ist ein ganz normales Leben zu führen in dem die Sucht irgendwann keine Rolle mehr spielt. Solche Menschen und Situationen meide ich sowieso soweit ich kann, aber im Geschäftsleben kann man leider nicht immer und muss da durch.

    Die Zeit wird es bringen

    Gruß Cora

    Hallo Doro,

    das schlimmste was mir passiert ist war ein Geschäftsessen Weihnachten 11, also eigentlich schon zum abhaken. Damals war ich in einem Job, der mich echt kaputt machte und musste mit der Leitung aus dem europäischen Ausland (Südländer) und meinem Chef essen. Der Gast bestellte einen Rotwein. Ich habe mir (als einzige von 6 Leuten) einen Sprudel bestellt. Gast aus dem Süden war pikiert, am Folgetag konnte ich mir anhören "wie unmöglich ich mich benommen hätte" und der Südländer verstand auf einmal kein Englisch mehr wenn ich am Telefon war :( Zum Glück konnte ich das Problem im letztem Jahr lösen, leider folgte die Arbeitslosigkeit etc. aber da wäre ich echt kaputt gegangen. Allerdings wegen anderen Gründen, nicht wegen dem Rotwein.

    LG Cora

    Hallo und danke für die Antworten.

    Zu dem Ziel bis 12.12.13. Das ist für mich erst einmal ein überschaubarer Zeitraum und vor allem möchte ich ein Jahr bewußt trocken erleben. Das bewußte habe ich bisher eher nicht gemacht, denke ich.

    Alleine will ich da nicht durch. Mein Partner ist hier ein Ansprechpartner, er trinkt auch nichts. Gleichzeitig schaue ich grad nach einer SHG im richtigen Leben und habe auch so Kontakte.

    Zotti, ich mache keinen Unterschied zwischen den Begriffen. Klar ist ein Rückfall ein Rückfall, egal wie. Durch meine Erfahrungen bringe ich es aber tatsächlich nicht fertig, mich irgendwo zu outen. Ich kann es einfach nicht. Nicht, weil ich nicht dazu stehe sondern weil ich mich deswegen echt schäme. Das ist auch ein Teil davon, wenn ich schreibe ein Jahr bewußt ohne und an mir arbeiten.

    LG Cora

    PS.
    mir geht es heute besser wie gestern. Gestern abend konnte ich echt nicht runterkommen - verdammt gefährlich. Aber ich will nicht mehr trinken, egal was. Die Stimmung gestern dient auch dem "lernen" in dem Jahr.

    ... Nachtrag:

    Ich habe mich schon in einigen Foren umgesehen und auch hier lange mitgelesen. Ein Grund, warum mir das Forum sympathisch erschien war dieser Satz unten in der Übersicht

    Zitat

    Das Alkoholikerforum ist nur ein Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten. Bitte darauf achten, dass nicht alle Erfahrungen auf jeden anwendbar sind, da jedes Suchtproblem individuell ist.

    Habe ich das etwa falsch verstanden?

    Cora

    Liebe Liv,

    ich hatte einige Jahre hinter mir und denke, dass ich mir schon erlauben darf, Erfahrungen weiter zu geben. Es geht doch um einen Austausch, oder? Das mich die letzten Jahre aus der Bahn geworfen haben soll keine Entschuldigung sein, aber ich bin kein kleines dummes Ding was hier irgendeinen Blödsinn schreibt und meint die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

    Ich hatte 1989 einen stationären Entzug, damals noch etwas anders als heute: Ein Saal, in der Mitte eine spanische Wand die Männlein und Weiblein trennte. Hört sich schlimm an, war auch erschreckend aber: Mich hat es wach gerüttelt - nie wieder wollte ich sowas erleben. Dann eine stationäre Therapie. Als ich mich dann im "richtigen Leben" wieder gefunden habe, war ich total hilflos. Meinen Weg habe ich dennoch gefunden - und werde ihn wieder finden, ich denke es ist noch nicht zu spät.

    LG Cora

    Hallo Mikini,

    ich bin auch 4 Wochen trocken und träume zurzeit häufig sehr wirr und teilweise habe ich Trinkträume. Das einzige gute dran ist, festzustellen, dass es nur ein Traum war, wenn ich wach werde ;) Ich denke, unsere Seelen haben eine Menge zu verkraften und verarbeiten dass im Traum.

    LG und alles Gute weiterhin Cora

    Hallo Hartmut,

    solche Veranstaltungen wie "Volksfest (Bierzelt)", Karneval etc. haben mir eigentlich noch nie richtigen Spaß gemacht, alleine weil man sich nicht vernünftig unterhalten kann. Seit 1990 verzichte ich ganz darauf. Ausnahme kann Silvester sein, allerdings wissen und akzeptieren die Leute wenn ich mit anderen feiere, dass ich nichts trinke. Sind aber kleinere Feiern, wenn überhaupt.

    Verteufeln... also ehrlichgesagt ekelt mich so eine Bierzeltstimmung an. Oder, ich kenne eine Stadt, bei der abends am Fluß in der Altstadt der Bär los ist und wirklich unzählige Menschen dort hocken und wirklich alle am saufen sind. Ich kann mir nicht helfen, ich find es eklig.

    LG Cora

    Heute bin ich unzufrieden mit mir. Habe einige dumme Fehler aus Unkonzentriertheit im Job gemacht und ärgere mich über mich selber. Nun kann ich nur versuchen, es morgen wieder grad zu biegen. Also dieses Nicht Konzentrieren Können kann nach 4 Wochen eigentlich nicht mehr am Entzug liegen - aber daran, dass ich einen Weg zu mir und meiner Zufriedenheit finden muss...

    Hallo,

    ich sagte ja schon, bin etwas barsch heute ;) Es ist heute verdammt schwierig einen neuen Job zu bekommen. Wenn Engelchen Probleme mit dem Job hat dann sollte sie sich was anderes suchen, aber wenn es keine Probleme gibt und sie vielleicht sogar Kolleginnen hat, die hinter ihr stehen, wäre es kein Problem.

    Ist aber nur meine persönliche Meinung - und wie gesagt: Jeder soll seinen Weg finden und gehen.

    Hartmut ich hab es auch nicht böse genommen ;) Es ist ein Erfahrungsaustausch hier.

    LG Cora

    Hallo,
    zum Job: ich kenne trockene Alkoholiker, die in einer Brauerei arbeiten. Ich denke, hinzuschmeissen und eine ungewisse Zukunft wäre der falsche Weg zumal wir damit leben müssen, immer und überall damit in Berührung zu kommen. Beispiel: Normaler "Sektumtrunk" am Arbeitsplatz, oder Geschäftsessen... da hatte ich ganz tolle Erlebnisse :(
    Wissen die Leute bei dir im Job bescheid?

    Zur Therapie: Stationär ist eine Käseglocke aus der man raus kommt und allem ausgesetzt ist. Ambulant ist Hilfe während des normalen Lebens. Ich denke, dass kann Caritas nicht entscheiden sondern deine Krankenversicherung / Rentenversicherung - einfach nochmal anfragen. Vielleicht sieht der Mann sich doch etwas zu groß?

    Sorry die schnöde antwort, bin heute sehr schlecht drauf - im Job einen Fehler nach den anderen gemacht und morgen erst mal schauen wie ich das grad biege :( Brauche heute echt meine Notfallkoffer um runterzukommen.

    Viele Liebe Grüße Cora

    Wenn ich mal Lust habe, was neues zu probieren und Rezepte aus dem Internet oder Bücher nach koche, lasse ich die Zutaten, die ich nicht mag, einfach weg. Das kann neben Rotwein z.B. auch Majoran sein ;) Beim Backen bzw. Kuchen mochte ich Aromen noch nie - also einfach weg lassen.

    Cora

    Meine Rückfälle kamen immer dann, wenn ich unzufrieden mit irgend etwas war. Sie verstärkten sich in der Situation totaler Unzufriedenheit - eine Art emotionaler Dauerstress. Vermeiden kann man nicht, wenn irgend etwas schief läuft, der Weg ist, zu lernen, damit umzugehen. Sieht natürlich bei jedem anders aus, ich gönne mir jetzt eine ruhige Stunde mit Musik hören, baden, autogenes Training und haue mich dann ins Bett.

    Letzte Nacht hatte ich wirre Träume, leider auch Trink-Träume. Der positive Effekt daran ist, dass ich nach dem Aufwachen froh bin, nur geträumt zu haben...

    Eine schöne Woche
    Cora

    Wenn ich in anderen Berichten lese dann stelle ich immer wieder fest, dass die meisten "offen zu ihrer Sucht stehen". Auch im "richtigen Leben" erlebe ich das.

    Als ich meine Therapie abgeschlossen hatte, war das bei mir auch so... Dann kamen einige negative Erlebnisse bzw. Reaktionen, bei der Jobsuche, beim Arzt, später unter Kollegen.
    Beispiel: Ich bin nach der Therapie umgezogen. Hatte eine Vorstellung und habe offen darüber geredet (im Gesundheitswesen :!: ). "Neee, was machen Sie denn wenn es ihnen hier zu viel wird, ist zu riskant". Das war es. Als es dann wo anders zur Einstellung kam konnte ich mir täglich anhören "Sie dürfen mir dankbar sein, dass ich Sie eingestellt habe".

    Ein Grund, das Gesundheitswesen entgültig zu verlassen.

    Danach hatte ich beruflich eigentlich nur noch mit Kollegen und Kolleginnen zu kämpfen, die kein Verständnis dafür hatten, dass ich kein Sekt wollte. Ging irgendwann, war mir eigentlich auch irgendwann egal (Mensch ich war so weit und steh wieder fast am Anfang :( )

    Andere Erlebnisse bei einem Arzt, den ich wegen einer ständig wieder kehrenden Infektion aufsuche. Sagt der doch zu mir: Sie müssen ja wissen wo sie sich das herholen mit Ihrem Lebenswandel

    Diese Erlebnisse sind Gründe dafür, dass ich mich als "Alien" fühle, wenn ich nichts trinke, dass ich mich für meine Sucht schäme und diesbezüglich eben nicht dahinter stehen kann. Mir hilft es nicht weiter, wenn Gruppen, Psyhologen etc. mir was gegenteiliges sagen. Hilft mir hier die Zeit weiter :roll:

    Cora

    Hallo Claro,

    habe gerade den Anfang deines Threads gelesen und mich in einigen Punkten wieder erkannt. Auch mir geht es so ähnlich, wie dir am Anfang

    Zitat

    Ich will nicht wahrhaben, dass ich eine lebenslaengliche Krankheit habe Ich weiss auch nicht, wie ich mir dass staendig vor Augen fuehren soll. mir ist peinlich, mich zu outen.

    Das schlimme dran ist, dass ich seit über 20 Jahren weiß, was mit mir los ist, lange genug "ohne" gelebt habe und immer noch dieses Schamgefühl empfinde. In der Konditorei die berühmte Frage zu stellen ohne einen roten Kopf zu bekommen geht gar nicht (Ich esse eben wenn nur noch Käse-Sahne oder Obstkuchen). Vielleicht kommt es mit einer längeren Zeit der Abstinenz. Ein Jahr - erschreckend, auch wenn viele es glauben - ein ganzes Jahr ohne einen Ausrutscher gab es bei mir wahrscheinlich nicht. Darum gefällt mir das Ziel: Bis zum 12.12.13 keinen Tropfen und dann werde ich Rückblick halten.


    Zitat

    RAUCHT HIER ETWA NOCH JEMAND?

    Leider wieder ... und mit erschrecken festgestellt, dass die Fluppe wohl das einzige in meinem Notfallkoffer war. Darum auch immer die enttäuschung beim ausmachen. Darum habe ich nach Schachtelende keine neue mehr gekauft. Schluss mit Selbstbetrug in jeder Form.

    Gruß Cora

    Hallo Tyler,

    eine Frage, die sich schwer beantworten lässt. Ich bin immer unvorsichtiger geworden, mich selbst bemitleidet (wegen Dingen, die im Leben schief laufen), mich schlecht gefühlt weil ich "daneben stand" wenn Kollegen was getrunken haben und irgendwann habe ich mir sogar eingeredet "ich hab das im Griff" :roll: Eben im Kopf die Gedanken in die Falsche Richtung gelenkt bis ich schließlich das Falsche getan habe.

    Cora

    Meine Erkältung hat mich zurzeit wirklich fest im Griff, ich fühle mich gar nicht gut. Gestern morgen war ich nur müde und schlecht gelaunt, bin nach Feierabend gleich ins Bett verschwunden und habe hier nur ein wenig gelesen. So habe ich Zeit, über mich und alles nachzudenken :roll: Die letzte stressige Woche, die Erkältung... ich stehe richtig neben mir. Und umso mehr ich nachdenke, waren dass die Situationen, wo ich früher oder später wieder eingeknickt bin. Diesmal nicht - mein Ziel steht! Danke für euren Zuspruch! Cora

    PS. heute ist der 12.1. und auf's Datum sind es 4 Wochen mit klarem Kopf!

    Hallo Engelchen,

    mir geht es manchmal ähnlich. Die Leute, die ich eigentlich mag nerven mich - weil ich mit mir selber nicht im reinen bin. Als ich, wie du jetzt, das erste mal "ohne" war, war ich anfangs total euphorisch und dann kam der Katzenjammer. Meine Gedanken und Gefühle spielten verrückt. Da kann einfach nur die Zeit helfen.

    Du kannst, gerade in Bezug auf die Sucht, nicht mit jedem reden - und wenn du in einer Phase bist, wie zurzeit, dann nerven dich diese Personen. Sie können dich nicht verstehen, du verstehst dich selbst nicht und bist mit dir und allen anderen nicht einig.

    Es wird irgendwann besser. Bist du denn wenigstens etwas stolz auf das erreichte? Gruß Cora