Wenn ich in anderen Berichten lese dann stelle ich immer wieder fest, dass die meisten "offen zu ihrer Sucht stehen". Auch im "richtigen Leben" erlebe ich das.
Als ich meine Therapie abgeschlossen hatte, war das bei mir auch so... Dann kamen einige negative Erlebnisse bzw. Reaktionen, bei der Jobsuche, beim Arzt, später unter Kollegen.
Beispiel: Ich bin nach der Therapie umgezogen. Hatte eine Vorstellung und habe offen darüber geredet (im Gesundheitswesen
). "Neee, was machen Sie denn wenn es ihnen hier zu viel wird, ist zu riskant". Das war es. Als es dann wo anders zur Einstellung kam konnte ich mir täglich anhören "Sie dürfen mir dankbar sein, dass ich Sie eingestellt habe".
Ein Grund, das Gesundheitswesen entgültig zu verlassen.
Danach hatte ich beruflich eigentlich nur noch mit Kollegen und Kolleginnen zu kämpfen, die kein Verständnis dafür hatten, dass ich kein Sekt wollte. Ging irgendwann, war mir eigentlich auch irgendwann egal (Mensch ich war so weit und steh wieder fast am Anfang
)
Andere Erlebnisse bei einem Arzt, den ich wegen einer ständig wieder kehrenden Infektion aufsuche. Sagt der doch zu mir: Sie müssen ja wissen wo sie sich das herholen mit Ihrem Lebenswandel
Diese Erlebnisse sind Gründe dafür, dass ich mich als "Alien" fühle, wenn ich nichts trinke, dass ich mich für meine Sucht schäme und diesbezüglich eben nicht dahinter stehen kann. Mir hilft es nicht weiter, wenn Gruppen, Psyhologen etc. mir was gegenteiliges sagen. Hilft mir hier die Zeit weiter 
Cora