Beiträge von Cora723

    Danke Martin!

    Mir wird gerade bewußt, dass ich vieles, was ich mir in den Jahren ohne zu trinken aufgebaut habe, im wahrsten Sinne des Wortes "weggespült" habe die letzten Jahren, auch wenn ich nicht konstant getrunken habe. Einfach durch das lesen im Forum oder Gespräche mit anderen. Dieses Wissen könnte ich auch in diesen Koffer packen.

    Warum stört es mich (allerdings schon immer, auch vor der Nass-Phase) wenn andere, wie heute meine (jüngeren) Kollegen von "Feierabendbier" und "jetzt gehe ich abschalten" etc. sprechen. Ich bekomme keinen Druck dass ich denke "will ich auch", auch unterbewußt nicht. Ist es das Gefühl "anders" zu sein oder sich "schwach" zu fühlen?! Vielleicht kennt das der eine oder andere.

    Gruß und danke, die Seite hier tut mir wirklich gut! Cora

    Hallo Engelchen,

    das mit den "nicht wissen was gut oder schlecht für mich ist" kenne ich aus meiner Therapie und vor allem aus den Jahren danach. Das wurde mit den Jahren besser :roll: und wenn ich ehrlich bin, die letzten Jahre mit meinen ganzen Rückfällen immer schlimmer.

    Hast du denn auch im "richtigen Leben" Hilfe? Ich bin auch oft unzufrieden mit mir und versuche hier, realistisch zu denken - ist aber nicht leicht und ein langer Weg.

    Einfach nicht mehr trinken wäre schön, aber es ist wirklich ein langer Weg und Arbeit an sich selber.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend! LG Cora

    Hallo,

    ich denke, du musst (wie ich auch) an deinen Selbstwertgefühl arbeiten. Du bist kein Abschaum und vor allem bist du wertvoll. Ich merke, dass ich Menschen, die mir nicht gut tun magisch anziehe. Dass ich viel zu viel mit mir machen lasse und irgendwann ausrutsche weil alles überläuft. Das gilt zum Glück nicht für meine Partnerschaft. Ich denke, dass wir uns als wertvoll ansehen, ist der wichtigste Punkt um Suchtfrei zu leben.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Was macht dir den Spass? Laufen, oder lesen oder sonstwas? Gönne dir einfach mal was

    Cora

    Hallo Samsara,

    Zitat

    Hast Du schon eine Vorstellung, wie diese Arbeit an Dir aussehen kann?


    Ich möchte mein Selbstwertgefühl aufbauen, mich weniger verunsichern lassen und vor allem hinter mir selbst stehen. Das fängt bei dem Satzt "ich trinke nichts" an - denn auch wenn manche komisch reagieren, ich bin halt so bzw. ich will das nicht.

    Zitat

    Was willst Du verändern, wie die mit dem Wegfall des Alks, dessen Konsum und Beschaffung verbundenen freie Zeit nutzen?


    Wahrscheinlich trifft das Zeitproblem bei mir weniger zu. Ich hatte erst "Ausrutscher" dann Rückfälle bzw. Nassphasen. Mein Ziel ist, soweit zu kommen, das Alk kein Thema mehr für mich ist. Wie komme ich dahin :roll: schwierig.

    Beispiel: Ich habe gestern eine kleinen Blechschaden verursacht, musste heute während der Arbeitszeit in die Werkstatt und zurück, einen Haufen Arbeit dazu erkältet und einen kleinen Wichtigtuer im Büro der mich als Neue und dazu noch von einer Fremdfirma natürlich als Opfer zum verunsichern gesucht hat (Erster Punkt: Hinter mir stehen, nicht verunsichern lassen). Alles in allem keine Katastrophen aber irgendwo langt es mir heute.

    Jetzt bin ich zu Hause aber: Mein Freund ist auch zu Hause, wir trinken beide nichts und es würde sich für mich schwer gestalten. Also denke ich nichtmal dran. Aber wenn ich jetzt Gelegenheit hätte... Dann soll Alkohol eben keine Alternative mehr für mich darstellen.

    Notfallkoffer kenne ich gar nicht aus meiner Therapie. Was kann man da reinpacken? Ein paar Ansprechpartner, das Internet (Forum). Oder eher Alternativen: ein warmes Bad etc.

    online
    Jeder Tag ist ein Gewinn! Danke für die Begrüßung.

    Bei mir sind es heute 4 Wochen, am 12. ein Monat. So reihen sich die Tage aneinander und wir können nur daran wachsen. LG Cora.

    Hallo,

    die Suchtverlagerung zur Kippe und Kaffee kommt häufig vor, während meiner Therapie konnte man das generell beobachten. Aber versuche dich doch lieber mit etwas schönen abzulenken, zum Beispiel einem Hobby oder irgendwas entspannendes.

    Gruß Cora

    PS. ich bin seit bald 4 Wochen trocken und habe vorher nicht geraucht - jetzt rauche ich auch hin und wieder. Will es aber schnell wieder stecken bevor ich wieder mit dem Zeugs anfange

    Hallo und danke für die netten Feed-Backs.

    Jetzt, nach 3 Wochen und mit ordentlich Ablenkung im Job kommt mir kaum ein Gedanke daran, etwas zu trinken. Aber ich weiß, dass ich an mir arbeiten muss - warum sonst immer wieder die Rückschläge.

    Herzliche Grüße
    Cora

    Hallo zusammen,

    ich lese hier schon eine Weile mit und habe mich jetzt kurzentschlossen angemeldet.

    Kurze Vorstellung: Ich bin Mitte 40 und kam in meinem kaputten Elternhaus sehr früh mit Alkohol in Berührung. Mit 20 Einsicht, Therapie und Start in ein "Neues Leben". Viele Jahre ohne Alkohol, aber leider auch Rückschläge. 2011 hatte ich eine längere Nass-Phase, habe mich dann wieder gefangen bin aber immer wieder ausgerutscht.

    Jetzt bin ich seit 3 Wochen trocken und will es auch bleiben. Ich weiß, dass ich es kann und erhoffe mir vom Forum "ein wenig Stütze" wenn ich merke, dass meine Gedanken zu sehr in die falsche Richtung gehen.

    Warum die Rückfälle - es gibt eigentlich keinen Grund, zur Flasche zu greifen daher wären "Gründe" falsche Ausreden. Bei mir geht es seit 2004 (was nix mit dem Suchtproblem zu tun hat) beruflich immer mehr bergab, das wirkt sich natürlich auch auf das Privatleben aus und irgendwann wird alles zu viel - und genau an diesem Punkt arbeite ich (eine bessere Lösung zu finden).

    Nur ein Punkt von vielen. Darum werde ich jetzt im Forum und im richtigen Leben an diesem Problem arbeiten, versuchen mein Selbstwertgefühl zu stabilisieren und vor allem mein Ziel im Auge behalten.

    Bin zurzeit recht erkältet und beruflich angespannt - dennoch werde ich versuchen regelmässig vorbei zu kommen.

    Es grüßt euch

    Cora