Beiträge von Katharsis

    Hi Euromobil,

    sie zwickte, die Bauchspeicheldrüse. Ärzte haben es erkannt – ich war längst nicht mehr in der Lage, zu sehen, was von mir übrig war.
    Der letzte Tag des Jahres und ich hab Bock auf Tacheless: Ich kenne Menschen, die Literweise Flüssigkeit ausgekotzt haben wegen Probs mit der blöden Bauchspeicheldrüse, bevor sie Notfallmäßig deshalb ins Spital mussten. Das blieb mir erspart…

    Natürlich bezweifle ich keinen Moment lang, dass Du dich selbst als Alkoholiker siehst.
    Es gibt nur keinen Grund, beschämt zu sein deswegen. Go for it! Wir sind viele!

    Ach.. btw… wenn man sein ganzes Denken & Fühlen umstellen muss oder will: Da sind immer neue Wege und dafür verbürge ich mich. Jetzt & später! Alles ist drin!

    Dir wünsche ich den geraden Weg
    Viele Grüße
    Katha

    Hallo Rattenschwanz,

    entschuldige Dich nicht für Emotionen, die bei Anderen entstehen.
    Ich verstehe Dich ja, für mich gibt es auch nicht nur „den einen Weg“!
    Nur hat nach meinem Verständnis bisher 0% von 100 % Alkis es geschafft, das kontrollierte Saufen durchzuziehen.
    Ich möchte durch meine Beiträge einfach Leiden nicht verlängern, obwohl ich der Meinung bin, dass Jeder seine persönliche Barrikade bastelt muss.
    Ich verstehe also Dein Unverständnis in dieser Beziehung.
    Alles andere Unverständnis musst Du für dich allein handeln, weil es DIR gut tut – unabhängig von dem Unverständnis in dieser Welt.

    Alles Gute für Dich.
    Herzliche Grüße
    Katha (die Wiederholungen hasst, auch wenn es nötig ist!)

    Hallo Martin,

    ist denn da so gar keine Hoffnung in Dir? auf einen trockenen Jahreswechsel ;)
    Ich werde – wie jedes Jahr – eine Rakete in den Himmel jagen für jeden lieben Menschen, den ich kenne, und mich dabei voll zum Löffel machen, indem ich laut seinen/ihren Namen rufe!
    Danach schmeiße ich eine Handvoll Böller, um die Geister zu vertreiben ;-).
    Wegen des temporären (ziemlich bedauerlichen Mangels) an Mobilität habe ich die Planung verworfen, mit Raketen im Gepäck im Dunklen allein den Hausberg zu bezwingen und so werde ich die Kontaktpflege vor Ort betreiben und mich den Nachbarn aufdrängen *fg*.
    Seit Jahrzehnten spende ich für geschäftliche Unternehmen meine Zeit, meine Kraft, meinen guten Willen und vor allem meine Nerven. Ich denke, dass das ausreicht!

    Dir alles Gute für ein zufriedenenes Neues Jahr

    Herzliche Grüße
    von der widerspenstigen
    Kate

    Hallo Whitecat,

    Deine Traurigkeit kann ich teilen, denn es handelt sich schließlich um Deine Mutter.
    Du hast aber meinen größten Respekt dafür, dass Du aus diesem (Familien-)Hamsterrad aussteigen konntest und dabei bist, Dich frei zu strampeln.
    Ich habe mir die Menschen lange beguckt und möchte Dir sagen, dass Du unglaublich gesund wirkst auf mich im Denken und Handeln, Du gehst achtsam mit Dir um, auch wenn Du dafür einen hohen Preis zahlen musst. Es hat in meinen Augen auch nicht das Geringste mit Egoismus oder Egozentrik zu tun und ist damit (ich werde jetzt mal pathetisch zum Jahresende ;-)) genau das, was ich mir für die Menschen wünsche.

    Ich kann mir auch vorstellen, wie die Begegnung mit Deiner Mum auf Dich gewirkt haben muss, aber wir besitzen keine Glaskugel. Möglicherweise ist sie vor Scham fast im Boden versunken, als sie bei ihrem so eindeutigen Einkauf von Dir gesehen wurde, dass ihr nichts anderes übrig blieb, als sich in Trotz, Härte, Selbstgerechtigkeit und damit in gespielte Gleichgültigkeit zu flüchten.
    Es ist aber müßig, sich darüber Gedanken zu machen, es hilft Dir nicht weiter, denn es war ihre Entscheidung.
    Es mag seltsam klingen, aber ich freue mich sogar darüber, dass Du wütend sein kannst, denn auch das ist so „normal“ und ein gesundes Empfinden in Deiner Situation. Nichts ist schlimmer, als in Trauer und Lethargie zu verfallen. Die Wut wird Dich darin bestärken, Deinen Weg weiter zu gehen und eben nicht alles zu vergeben und zu vergessen.

    Ich halte die Tage am Ende des Jahres – überhaupt den Winter - immer noch für die beste Gelegenheit, sich zu besinnen und zu reflektieren, Bilanz zu ziehen, aber auch zu Weihnachten verteile ich keine Persil-Scheine an Menschen, die mich das ganze Jahr über geplagt haben.

    Zuversichtlich werfe ich mal kurz einen Blick in Deine Zukunft ;) und ich bin sicher, dass sich Vieles zum Guten verändern wird und Du zur Ruhe kommen kannst. Unterstützung durch eine Beratungsstelle kann Dich nur stärken in Deiner Haltung.
    Zufällig bin ich auch der Meinung, dass viele Menschen sich ihre „Familie“ im Leben selbst suchen und zusammen stellen müssen, damit sie das erhalten, was so wichtig ist und deshalb wünsche ich Dir liebenswerte Begleiter für Dein Leben.

    Liebe Grüße
    Katha

    Hallo Euromobil,

    Deine Gedanken konnte ich nachvollziehen. Viele Menschen, die sich mit ihrem Trinkverhalten auseinandersetzen, hoffen, sie könnten ihren Status an ihrem Gamma-GT-Wert festmachen.
    Ist der nicht so hoch, ist ja vielleicht auch gar nichts los.
    Ich war dann doch mächtig erstaunt, als zuerst meine Bauchspeicheldrüse Maleschen machte.

    Das Wichtigste ist jedoch, dass Du dich selbst als Alkoholiker siehst und dazu verdammt bist, abhängig zu trinken und Dir selbst immer wieder zu schaden.
    Wenn Du dir nicht bereits bleibende Schäden angesoffen hast, werden sich gerade Deine Leberwerte rasant normalisieren, vorausgesetzt, Du lässt die Finger vom Alk.
    Das einzig Wunderbare an dieser Krankheit ist, dass Du sie zum Stillstand bringen kannst und Dein Körper es Dir rasch danken wird.

    Natürlich kann nur ein Doc Deinen Gesundheitszustand beurteilen und wenn Du ein „harter Mann“ bist und den „steinigen Weg“ gehen willst, dann gehe ihn auch: Der führt direkt zum Arzt, Hosen runterlassen eingeschlossen ;-), denn die zweitgrößte Hürde ist es, auch Anderen im realen Leben gegenüber zu bekennen, dass man Alkoholiker ist.
    Die Nikotinsucht habe ich übrigens maßlos unterschätzt, weiß aber für mich, dass sie nicht mit der Alkoholsucht zu vergleichen ist, auch wenn beides mit demselben Resultat endet.

    Dir alles Gute und genügend Traute.

    Viele Grüße
    Katha

    Hallo Ko,

    es freut mich, dass Ihr doch noch einen schönen Weihnachtsabend genießen konntet im Kreis Deiner Familie. Deine Panik habe ich gespürt und es bedrückt mich immer, wenn Menschen – vor allem Kinder – schon Stunden oder Tage vor Festen und allen anderen Vorhaben grübeln, sich sorgen, sogar weinen, weil sie auf einem Pulverfass sitzen und dieser Willkür ausgeliefert sind. Wir haben keinen Einfluss auf das Verhalten des Anderen.

    Ich habe mich damals mit meinem abhängigen Freund von allen Menschen distanziert, habe Niemanden mehr gesehen, weil ich nie voraussehen konnte, was passieren würde. Ich halte Einzelhaft wirklich nicht für die Lösung, hoffen und notfalls aushalten aber auch nicht.
    Ich wünsche Euch, dass Ihr einen Weg findet, zur Ruhe zu kommen. Die ersten Schritte hast Du ja bereits getan.

    Vielen Dank übrigens, ich hatte tatsächlich ein wunderschönes Weihnachtsfest :-).
    Die Einladung zu Sylvester habe ich bereits ausgeschlagen, denn irgendwie habe ich das Gefühl, ich müsste dieses Jahr für mich allein abschließen. Außerdem wird es die halbe Nacht dauern, all die guten Vorsätze für 2015 runterzurattern :D.

    Hier schneit es seit heute wie verrückt und es sieht wunderschön aus. Damit wird es auch für mich gefährlich und ich werde wohl im Schneckentempo draußen herumkriechen und nebenbei hoffen, dass den Menschen nichts passiert, die jetzt auf den Straßen unterwegs sein müssen.

    Alles Gute für Euch.

    Herzliche Grüße
    Katha

    Hallo Hasenöhrchen,

    die erste Anlaufstelle ist tatsächlich der Hausarzt, der den Entzug überwachen muss und gegebenenfalls die entsprechenden Medikamente verabreicht.
    Wie Maria bereits schrieb, ist ein kalter Entzug lebensgefährlich und es ist unverantwortlich, dass das KH Deine Mum einfach so entlassen hat.

    Dann gibt es auch die Möglichkeit, in eine Suchtklinik zu gehen für zwei bis drei Wochen.
    Hier wird der rein körperliche Entzug unterstützt und auch hierbei kann der Hausarzt behilflich sein.
    Für Unterstützung bei psychischen Problemen kann man eine Langzeittherapie beantragen.
    Vielen Menschen hat es geholfen, sich nach dem Entzug in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen, entweder online wie in diesem Forum oder auch in einer realen Gruppe.
    Wichtig ist es, zu erkennen, dass man beileibe kein Einzelfall ist und viele Menschen betroffen sind. Alkoholismus ist eine Krankheit und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen.

    Ich denke auch, dass Deine Mutter sich schämt und eventuell noch genauso geschockt ist wie Du jetzt. Vielleicht kannst Du sie aber trotzdem erreichen, wenn Du noch einmal mit ihr sprichst. Wie Du bereits selbst erkannt hast, können wir jedoch Niemanden unterstützen, der sich nicht helfen lassen will oder kann.

    Euch alles Gute.

    Viele Grüße
    Katha

    PS: Es gibt keine blöden Fragen ;)

    Liebe Lena,

    höchste Zeit, dass ich beginne, mich präziser auszudrücken ;-).
    Ich musste lernen, zwischen „Theorie und Praxis“ zu unterscheiden bei der Unterstützung von Menschen, die sich nicht helfen lassen wollen oder können.
    Diese Generation ist schwierig zu handeln. Meine Ma brach sich das Genick an und ritt auf ihrem Gaul noch nach Hause, dann brach sie sich mit 40°C Fieber das Schlüsselbein, versorgte aber straight drei kleine Kinder, den Haushalt und erledigte auch alle sonstigen Arbeiten.
    Drei Jahre lang bin ich hinter meinem Vater hergejagt, der einen Pflegedienst ablehnte und jedes Mal befürchtete ich, ihn leblos in seiner Wohnung aufzufinden.
    Beide waren keine Alkoholiker, aber dieses Verhalten lässt sich eben auch auf Nichtsüchtige übertragen.

    Ich bin fast in die Knie gegangen bei dieser seelischen Belastung und so habe ich von da ab trennen müssen: Ich habe Arztbesuche organisiert und sie dort hingebracht, Einkäufe erledigt und den Haushalt, Papierkram und was sonst noch so anstand. Ich habe aber die Grübeleien einstellen müssen und die ständige Sorge um das, was passieren könnte, wenn ich mich nur kurz umdrehe. Ich habe sozusagen auch hier kapituliert, weil ich einsehen musste, dass es Dinge gibt, auf die ich keinen Einfluss habe und somit nur das getan, was in meiner Macht stand.

    Nach wie vor glaube ich, dass es eine menschliche Verpflichtung gibt, Andere zu unterstützen, wenn sie Hilfe benötigen. Ziel kann es aber nicht sein, dass wir uns dafür komplett aufopfern müssen und dabei selbst vor die Hunde gehen.

    Euch beiden wünsche ich alles Gute, Deiner Mum ein bisschen Einsicht und rasche Genesung, und Du passt bitte gut auf Dich auf.

    Liebe Grüße
    Katha

    Hallo alk_örgs,

    Du klingst entschieden und auch ruhig, was diese Zeit jetzt betrifft, gehst für meinen Geschmack aber zu hart mit Dir ins Gericht.
    Die Schul(und andere)bindung der Kinder halte ich z.B. für einen nicht unbedeutenden Posten in der Lebensplanung.

    Was Du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Ich wusste auch, worauf es hinauslaufen wird und habe laufen lassen... in zweifacher Hinsicht manchmal.
    Dieser ganze Verantwortungsbrei hing wie eine Zentnerlast an mir.
    Vor vielen Jahren stand ich da, bereit, rechtzeitig den Gaul zu wechseln, es fehlte nur ein abschließendes Gespräch. Meinen genehmigten Urlaubstag dafür konnte ich nicht nutzen, denn natürlich fiel prompt meine einzige Vertretung aus. Einer unserer Geschäftsführer sagte zu mir: „Gehen Sie, nutzen Sie die Chance, machen Sie dann eben blau, wenn es sein muss!“ Ich konnte nicht, da waren einfach zu viele Menschen auf mich angewiesen und die lässt man nicht im Stich. Weiter gequält, alle paar Tage Jemanden entlassen müssen, bis ich selbst an der Reihe war.
    Was ist es bloß, was uns da wie gelähmt unter dem Fallbeil ausharren ließ? Nur Inkonsequenz? Schuldverlagerung? Hoffnung wäre ja irgendwie idiotisch.

    Seit Jahren höre ich mir von allen Seiten Texte an wie: „Die Firma wird es Dir nicht danken, später kräht kein Hahn mehr nach dem, was wir hier gerissen und aufgebaut haben, etc…“
    Da kann ich nur lächeln und erwidern: „Ich tue es für mich. Ich hab´s gern, wenn Dinge rund laufen“. Nur marschiere ich heute los, mache klare Ansagen, biete (m)einen anständigen Abgang und gute Einarbeitung des Nächsten an und habe ein besseres Gefühl, weil Jeder somit weiß, woran er ist. Ich kann mit Heimlichkeiten einfach nicht gut umgehen.

    Dein „Alleinsein in Pusseligkeit“ hört sich gut an für mich, gemütlich, stressfrei und entspannt. Ich genieße das auch, habe aber grad gelesen, dass Alleinsein die Menschen erst die Wände hochtreibt und sie sich schließlich daran gewöhnen. Da ich keine Insel bin, möchte ich mich nicht zu sehr daran gewöhnen, weil mir sonst andere Menschen vielleicht eher eine Last werden könnten.
    Es macht mich ein bisschen traurig, dass Du von Deinen Kindern keinen Weihnachtsgruß erhalten hast – hättest Du sie nicht einfach grüßen können?
    Nachdem ich noch einmal darüber nachgedacht habe, glaube ich jetzt, dass ich nachvollziehen kann, was Du über Bindungsunfähigkeit sagst. Sie zieht sich über Generationen tatsächlich auch durch Teile meiner Familie, wobei Einzelne es dann schaffen, wenigstens einen Menschen an sich zu binden, für mehr ist da einfach kein Platz und sie verlieren den Rest der Menschheit komplett vom Schirm.

    Ich hoffe, dem Wuffel geht es wieder besser und er konnte sich erholen, so dass Ihr vielleicht doch noch zusammen durchstarten könnt an die Ostsee. Eine frische Brise ist ja nie verkehrt. AB in der Notfallklinik – da krieg´ich Hörnchen *schnaub.

    Euch alles Gute und eine schöne Zeit.

    Herzliche Grüße
    Katha

    Liebe Susanne, liebe Thalia,

    es freut mich sehr, dass Du das Weihnachtsfest so genießen konntest/kannst, Susanne, und Du bringst es fertig, in einem einzigen Satz soviel Zufriedenheit und Wohlgefühl auszudrücken, dass ich es spüren kann. Das ist echt, das ist pur und deshalb berührt es auch.

    Ich hoffe, auch für Dich, Thalia, ist es eine schöne Zeit, die Du in Ruhe genießen kannst.
    Deine Kommentare erscheinen mir nie pathetisch, sondern wie die Äußerungen eines Menschen, der den Mut hat, seine Gefühle spontan zu äußern, wenn ihn etwas erreicht.
    Das geschieht in meinen Augen immer seltener und erscheint mir deshalb umso wertvoller.

    Ihr habt mir erneut ein Geschenk gemacht, denn ich fühle mich verstanden.
    Da kann ich noch so biestig werden oder eine unverblümte Phase einläuten ;-), dahinter steckt tatsächlich überwiegend der Gedanke, dass ich mir wünsche, dass es anderen Menschen besser gehen kann. Es gibt nur seltene Ausnahmen, wenn ich erreichen möchte, dass es dem Anhang meines Gegenübers besser geht ;) oder natürlich, wenn ich mich selbst schützen muss.

    Und nein, ich bin nicht wahnsinnig begeistert von mir selbst und wenn ich Kopfschmerzen bekomme, ist es auch nicht mein Heiligenschein, der wieder drückt ;-).
    Meine Baustellen sind mir bekannt – ich bin da ziemlich streng mit mir, aber ich aste mich da durch und mit der Verniedlichungsform von Oxymoron (ich hab geschmunzelt, als ich sie bei alk_örgs gelesen habe ;-)) komme ich bei mir selbst gar nicht aus :-). Vielleicht muss ich mich mit diesem Anteil in mir ja auch einfach abfinden.

    Ich hatte eine wirklich schöne Zeit.
    Heiligabend habe ich einen Weihnachtsverweigerer bespaßt – er tat diese Zeit mit einem Halbsatz ab, jedoch ohne mir meinen Abend zu versauen und so passte es wieder :) - und mich andererseits um ein junges Mädel gekümmert, das vor mir operiert wurde und immer noch solche Schmerzen hat, dass sie beim Liegen auf der Seite einfach umkippt.
    Da habe ich beschlossen, dass meine eigenen Schmerzen sich absolut im Rahmen halten und ich einfach nur mal nachsehen lassen muss, woher dieses ekelhafte Gefühl kommt, als würden sich meine Stäbe manchmal ineinander verhaken. Einfach mal kontrollieren lassen, um auf der sicheren Seite zu sein. Passt dann schon.

    Menschen haben sich bei mir gemeldet, mit denen ich längst nicht mehr gerechnet hatte, eine Freundin enthob mich mit einem Satz 70 % meiner Probs bezügl. meines Vorhabens im nächsten Jahr und nach wie vor haben mich die Exfreunde meiner Tochter und Freunde meines Sohnes auf dem Schirm :-). Alles echt und es ging mir wirklich gut damit.

    Und dann rauschte auch schon am nächsten Tag ein geliebtes Kind an mit ihrem ebenso liebenswerten Freund, der mir schon beim letzten Besuch ein selbstgemaltes Bild schenkte, als Zeichen dafür, wie tapfer ich mich durch diese Zeit kämpfe. Da bin dann wieder verlegen und gerührt und dankbar und tropfe Tränchen auf Schultern.
    Jetzt überreichte er mir die erste CD von seiner Band – der Mann ist ein echtes Multi-Talent – und ich habe mich irrsinnig gefreut.

    Weil das Kochen ja nicht so meins ist, ist es andererseits mein persönliches Zeichen größter Wertschätzung, wenn ich mich in dieser Beziehung für Andere so richtig ins Zeug lege und so habe ich mit einem Braten gekämpft wie eine Große und mit all dem Schnickschnack, der so dazu gehört, ungeachtet der Tatsache, dass der Backofen wegen des ungünstigen Winkels immer noch eine Herausforderung darstellt (und dem bedauerlichen häuslichen Unfall mit einem Ofenkäse neulich ;-)). Mit meinen verbrannten Paddeln habe ich dann nur gute Kritiken geerntet :) und alles war total schön und gemütlich. Jetzt sind sie abgefahren, aber weil´s so schön war, kommen sie auf dem Rückweg im Neuen Jahr wieder hier vorbei und so summe ich so vor mich hin :-).

    Ich fühle mich im Moment seltsam, als wäre alles in mir mit Pauken und Trompeten in Auflösung begriffen, da purzeln regelrecht die fetten Brocken, aber gleichzeitig spüre ich auch, dass es notwendig ist, dass da Neues heraus bricht, etwas wie Zuversicht und neue Leichtigkeit und Lebensfreude, die die unpassende Härte auflöst, die mir als Schutz dienen musste in den letzten Jahren. Ich kann´s einfach nicht beschreiben, aber es ist gut! :)
    Mein ICH, ICH, ICH geht mir so langsam auf die Ketten und ich hoffe, dies hat sich dann mit dem nächsten Prozess erst einmal erledigt ;-). Reicht langsam.

    Euch wünsche ich noch eine superschöne Zeit.

    Ganz liebe Grüße
    Katha

    Hallo Tautröpfchen,

    nun kann ich mir zwar nur zusammen reimen, was bei Dir los ist, da wir im öffentlichen Bereich keine Vorstellung lesen können, ich möchte Dir aber trotz der Umstände ein zumindest einigermaßen erträgliches Weihnachtsfest wünschen.

    Alles Gute für Dich.

    Viele Grüße
    Katha

    Hallo Ko,

    also eher Vermeidung, verstehe ich auch.
    Mit dem Knall habe ich nicht gemeint, dass wir nun auf Biegen und Brechen Streit vom Zaun brechen müssen, sondern manchmal haben wir da keine Aktien drin, wenn wir ganz normale Bedürfnisse anmelden und das Gegenüber deswegen austickt.
    Wird er sich denn brav wie ein Lämmchen nach Hause bringen lassen, wenn er bereits seinen Pegel erreicht hat? Oder knallt es dann eben doch?
    Ich habe mir nur Gedanken gemacht nach Deinem Post: Ich wollte meinen Kindern einfach nie das Gefühl vermitteln, dass ich als Erwachsene in diesen Dingen absolut hilf- und machtlos bin, es war nicht als Angriff gedacht.
    Wenn Ihr es schafft, ihn quasi einfach auszublenden und Euch auf andere Menschen zu konzentrieren, kann ich Euch nur bewundern. Rückhalt habt Ihr sicher, denn es ist ja Deine Familie, die Ihr besucht.
    Mir ist das nie gelungen und das unangenehme Gefühl dabei hat mich ununterbrochen begleitet und stand zwischen und über allem und hat mir immer die ganze Freude verdorben. So haben sich die Dinge für mich erst ändern können, nachdem ich rein Schiff gemacht hatte.

    Euch ein schönes Fest.

    Viele Grüße
    Katha

    Liebe Lena,

    das sind ja nicht so schöne Nachrichten.
    Vergiss bitte eines nicht: Es ist IHR Schienbein, IHR Wadenbein und nicht Deines, denn Du hast Deine Entscheidung für Dich längst getroffen und lebst mit ihr.
    Ich denke, hier hilft nur Abgrenzung, Dinge hinzunehmen, auf die wir keinen Einfluss haben.
    Deine Energien benötigst Du für Dich selbst und es wäre müßig, sie mit Grübeleien zu vergeuden, ob Du ihr glauben kannst oder nicht.
    Versteh´mich bitte nicht falsch, für mich ist Hilfsbereitschaft und Unterstützung Anderer eine ganz wichtige Sache, aber ich sehe auch oft genug, wenn ich an meine Grenzen stoße in dieser Hinsicht.

    Dir wünsche ich ebenfalls schöne Weihnachtsfeiertage.

    Liebe Grüße
    Katha

    Hallo Zimttee,

    mein Dad hat Jahrelang die Weihnachtsfeiertage im Keller verbracht und mit der Heizungsanlage gepuschelt, allerdings nüchtern.
    Es war sein gutes Recht, Weihnachten zu verabscheuen, aber er hatte nicht das Recht, allen Anderen die Feiertage zu versauen!
    Kinder erinnern sich oft ihr Leben lang an Weihnachten und ich habe manchmal das Bedürfnis, Andere an ihre eigenen Rechte zu erinnern.
    Mag sein, dass es knallt, wenn wir einen anderen Weg beschreiten, aber dann knallt es genau ein Mal und der Terror ist ausgestanden.

    Herzliche Grüße und auch Dir ein schönes Fest
    Katha

    Weihnachten, Heiligabend.
    Feiertage für all die Glücklichen, die heute und die nächsten Tage nicht arbeiten müssen.
    Eine Zeit, in der wir zusammen kommen können, ohne dass umständliche Absprachen mit den Arbeitgebern getroffen werden müssen.
    Ohne komplizierte Planung oder Abstimmung, denn Weihnachten ist jedes Jahr zur selben Zeit. Wie praktisch ist das denn?!
    Offensichtlich aber immer noch zu überraschend für die meisten Menschen.
    Liebe Menschen sehen, gemütlich zusammensitzen und endlich mal wieder in Ruhe plauschen und ein schönes Essen gemeinsam genießen.
    Kleine Geschenke als Zeichen der Liebe und der Wertschätzung.
    Mehr ist es nicht, aber auch nicht weniger!

    Und überall höre ich Menschen nur rumnölen:
    Was für ein Stress!
    Geschenke muss ich auch noch besorgen!
    Tante XXX kommt morgen, die konnt´ich noch nie leiden!
    Boah und übermorgen sind wir bei XXX eingeladen.
    Bin verdammt froh, wenn wir das hinter uns gebracht haben.
    Er säuft wie ein Loch und sie ist ein Hohlroller.
    Gott, weiß´gar nicht, wie ich die Einladungen alle unter einen Hut bringen soll.
    Müssen wir wirklich zu Deinen Eltern fahren?
    WAS? DER/DIE kommt auch???
    Müssen wir DIE/DEN wirklich einladen?
    Immer diese Heuchelei und das Getue.
    Ich stehe Tagelang in der Küche und der Rest lässt sich bedienen.
    Die Leute benehmen sich alle wie die Irren auf ihrer Jagd nach Lebensmitteln und Geschenken.
    Sind doch nur 2,5 Feiertage und die tun alle, als wäre der Krieg ausgebrochen und kaufen die Läden leer!
    Dieser Konsumterror überall!
    Heiland bin ich froh, wenn Weihnachten endlich vorbei ist, nervt mich schon seit ewigen Zeiten!!!

    Kurz vor Weihnachten wird aus selbstständigen Bürgern eine winselnde Masse von Opfern und Märtyrern.
    Menschen, die sich das ganze Jahr für ihre Pläne und Ziele eingesetzt haben, gehen reihenweise fremdbestimmt in die Knie.

    Ich möchte Dir sagen: Auch Weihnachten ist das, was DU daraus machst!
    Wenn es Dir die letzten 127 Jahre höllisch auf den Keks gegangen ist, dann überlege doch vielleicht einmal, woran das liegen könnte.
    Ich persönlich halte ja die Weihnachtsfeiertage für eine irrsinnig gute Gelegenheit, sein Rückgrat zu stärken.
    Nein, ich möchte diese Zeit nicht mit Menschen verbringen, die ich nicht leiden kann.
    Was haben die dann aber den Rest des Jahres in meinem Leben verloren?!
    Oma X ist allein. Die muss also eingeladen werden.
    Zufällig ist aber Oma X eine Krawallschachtel, die Jahrelang nur schlechte Stimmung verbreitet hat. Dann mache ich Oma X mal eine klare Ansage, sonst kann sie sich nächstes Jahr ein anderes Schlachtfeld suchen!
    Weihnachten ist nicht die Zeit, sich in Luftküsschen zu üben und die 7. Ebene der Heuchelei zu erreichen.

    Natürlich weiß ich, dass die Weihnachtszeit auch schwierig ist für Alle, die allein sind und sich damit einsam fühlen.
    Warum lädt man dann nicht einen Menschen ein, der ebenfalls allein ist?!

    Liebe in der Weihnachtszeit, dieses abgenutzte Klischee – ich spüre sie, wenn ich aufrichtig bin! Ich mag Weihnachten, aber auch das war ein langer Weg ;-).

    Ich wünsche Euch Allen ein schönes Weihnachtsfest und liebe Menschen um Euch.
    Falls dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen sollte, wäre die Zeit bis zum Jahresende eine gute Gelegenheit, sich für das nächste Jahr einen besseren Plan zu basteln, denn das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt! ;)

    Herzliche Grüße
    Katha

    Hallo Ko,

    Dein Mann ist erwachsen, klar. Er entscheidet selbst, ob er nun trinkt, rumnervt und Stress macht.
    Du aber bist auch erwachsen. Warum meldest Du deine Ansprüche für ein friedliches Weihnachtsfest nicht einfach bei ihm an? In erster Linie für Deine Tochter, aber auch für alle Anderen.
    Ich würde ihm eine klare Ansage machen. Hält er sich nicht daran, fliegt er achtkantig raus oder ihr fahrt gleich ohne ihn, wenn er wegen dieser Bitte Zicken macht.
    Es ist doch absolut nicht zuviel verlangt, dass man Weihnachten ohne diesen Zirkus erleben möchte und er ist nicht der Nabel der Welt.

    Euch alles Gute.

    Viele Grüße
    Katha

    Hallo alk-örgs aka Mr. Murphy,

    die Mauer des Schweigens hielt ich für die Erkenntnis, dass wir so nicht voran kommen, wenn ich weiterhin wie ein grenzdebiles, sonniges Tropenköpfchen hüpfenderweise den Karren den Hügel hinauf aste, Dich mit Pusteblumen beschmeiße und ständig nerve mit: „Guck´mal, riech´ mal, puste mal – wie schön ist das denn?!“ und Du nur kurz an das Jabot Deines Spitzwegmodells schnickst, um Dich dann ermattet auf die Kissen sinken zu lassen angesichts dieses grenzenlosen Unverständnisses.
    Nach wie vor amüsiere ich mich mit meinen eigenen Fehlinterpretationen immer noch am besten.

    Nun bist Du wieder da und es klingt ja alles ganz puschelig bei Dir: Weihnachten verbringst Du nicht allein, das Fitnessprogramm läuft wie von selbst und damit gehören etwaige Probs mit Nussschalen der Vergangenheit an und wer ein Essen drei Tage im Voraus plant (und die Kraft aufbringt, es zu verteidigen), der glaubt auch an Zukunft. Lethargie – zumindest in Teilbereichen – war gestern und wenn Dir nicht wieder das I-Net gekappt wird, sind Deinem Mitteilungsbedürfnis WW keine Grenzen gesetzt. Freut mich total für Dich (und für uns) und ja: Schlimmer geht immer! :)

    Ein Schelm versteht nicht so recht, warum es dasselbe Loch sein muss, denn mehr geht doch da nicht vor Beendigung der Selbstversuche. Mangels Masse sind Drachen ja heutzutage keine Option mehr, aber da gibt es doch noch mehr Möglichkeiten, sich gepflegt in die Nesseln zu setzen. Mir wäre das zu öde, aber es ist vielleicht doch Geschmacksache.

    Ich möchte Dir ein klitzekleines Geheimnis anvertrauen: Erwartungshaltung ist nicht einfach blöd, sondern vor allem menschlich (tierisch übrigens auch, wenn ich mich an die Gesichter meiner Hunde und Katzen erinnere) und normal. Ja, auch normal ist relativ oder sollte es sein, wenn wir nicht wieder von vorn anfangen wollen, aber ich beziehe es jetzt rein auf Masse (also Menge): Mehr Menschen auf einem Haufen sind normaler als weniger Leute auf einem Haufen.

    Freu´Dich doch, dass Menschen noch etwas von Dir erwarten. Es bedeutet doch nichts anderes, als dass Du noch im Spiel bist.
    Vielleicht überwindest Du deine Scham noch, plauderst ein wenig und beguckst Dir dann in Ruhe, was von der Erwartung resp. dem Angebot noch so übrigbleibt.
    Ich persönlich habe z.B. überhaupt nichts gegen Freundschaftsringe, wenn sie unter 27 Pfund wiegen und von Anderen getragen werden, aber ich habe ja auch andere Ansichten manche Währung betreffend. Was Mauer ist und bleibt, bestimmst Du.

    Hm… Vogelkacke auf der Figur. Halten ja Viele für einen Glücksbringer. In meiner Kindheit wohnte ein Taubenzüchter neben uns und so konnte ich mich nicht einmal mehr dazu durchringen, es einfach auch nur unter Zufall zu verbuchen. Mir ist es ja zu billig, mich hinzustellen und alles abzutun unter: Alles schon mal da gewesen, obwohl auch an mir die Erkenntnis nicht vorbeigegangen ist, dass Recycling in jedem Bereich bedenkliche Formen angenommen hat und nichts mehr der Verschlimmbesserung entgeht.
    Damit lebe ich, mal mehr, mal weniger. Nichts wird mich aber glauben machen können, dass selbst dieselben Erlebnisse weniger schön sein sollten als in der Vergangenheit, wenn ich mit den Füßen in einem Bach plätschere und mir dabei die Sonne auf den Kappes scheint.
    Als ich mal müde war, habe ich sechs Wochen lang alle Deutschsprachigen Bücher an einem ausländischen Kiosk aufgekauft und mich hindurchgearbeitet. Ich war total gebügelt von der Erkenntnis, wie viele unsinnige Worte zwischen Pappdeckel geklemmt werden können. Aber ich war auch überrascht ;) und diese Überraschung hat mich auf die nächste Anhöhe getrieben. Die werden übrigens auch nicht alle, die Überraschungen.

    Bezüglich der Füllung habe ich da so eine graue Theorie: Wenn ich nach Jahren in einer Krise auf Althergebrachtes zurückgreife, was bereits in grauer Vorzeit vorzüglich dazu geeignet war, mir ins eigene Knie zu schießen, dann beweise ich damit nicht nur einen bedauerlichen Mangel an Einfallsreichtum, sondern auch einen blinden Fleck auf der Seele, will sagen: Da fehlte in den dazwischen liegenden Jahren etwas Entscheidendes und diesen leeren Flecken konnte ich nicht mit neuem, also anderem Inhalt füllen. Dieser Inhalt ist allerdings individuell und wird uns nicht einfach so hinterher geschmissen.

    Weiße Weihnacht. Die Temperaturen sind gestiegen und ich denke, wir marschieren stramm auf den Hochsommer zu, der wohl - wie die letzten Jahre hier - im März stattfinden wird. Das Sonnenöl steht griffbereit: Ich jedenfalls bin parat!
    Den ganzen Tag bin ich herumgehastet – ich wollte auch mal endlich wieder ein bisschen Stress haben, und nun lasse ich mich plumpsen. So fühlt sich Entspannung irgendwie noch wertvoller an :-).

    Dir wünsche ich gemütliche Feiertage.

    Herzliche Grüße
    Katha

    Hallo 415,

    nun dachte ich ja immer, die Antwort auf alle Fragen wäre 42, oder auch 23, aber nicht die 415, die Dir im Traum erschienen ist ;-). Spannend :-).

    Natürlich wirst Du gelesen!
    Freitagabend. Der „Juhuuu-ich-hab´s-geschafft-jetzt-kann-ich´s-krachen-lassen-Anfall“ – den kenne ich auch. Ich habe mich dann mühsam runtergefahren, ausgehalten, durchgehalten, mich an irgendetwas festgebissen, unruhig rotiert, allein, leiden, büßen? Wofür? Warum?
    Der Grund fiel mir immer ein: Um mir mein Leben zurückzuholen, nicht weiterhin meiner Sucht ausgeliefert zu sein, denn dann ist alles nichts. So far so good.
    Ich bin davon überzeugt, dass man alles geben muss, um manche Ziele zu erreichen.
    Muss man es sich aber unnötig schwer machen?
    Längst bin ich absoluter Fan des Plan A-B.
    Ich habe mir überlegt, was mir gut tun würde, was mir Spaß machen würde – mit Menschen oder auch ohne - worauf ich richtig Bock hätte, damit das Wochenende bleibt, was es immer war: Zeit, um Dinge zu tun, auf die ich mich freuen kann. Es soll doch keine Strafe sein, eine schier endlose Zeitspanne, die ich überstehen muss, Zeit, die ich quasi totschlage.
    Einen Plan B noch, um aufzufangen, was mir bei Plan A vermasselt wurde.
    Vielleicht hilft es Dir am Anfang, eine Liste mit den Dingen zu erstellen, auf die Du dich freuen könntest am Wochenende, nicht mehr ganz so planlos da hinein zu plumpsen.
    Kleine Schritte halt. Alles, was Dir hilft, dieses Gefühl des Verzichts zu mindern, wie es bei jeder Trennung der Fall ist.

    Alles Gute.

    Viele Grüße
    Katha

    Hallo panem,

    ich musste ja schmunzeln, als ich Deinen letzten Beitrag gelesen habe ;-).
    Mir geht es ähnlich wie Dir und ich bin dann zu dem Ergebnis gekommen: Wenn ich nun gerade nicht klotzen kann, kleckere ich eben *g*.
    Ich bin ganz wild darauf, meinen Schrank komplett mit Ornamenten in Acryl zu bemalen, aber das ist im Moment wegen Mangel an Bewegungsfreiheit nicht drin. Es muss etwas Kleineres werden und deshalb habe ich beschlossen, ein Pferdekarussell aus Holz zu basteln.
    Drehen muss es sich und Laut geben. Bis ich mit diesem Projekt fertig bin, gibt es sicher dann auch Spieluhren mit der Mukke von Led Zeppelin :D.

    Für mich war es gerade am Anfang der Abstinenz (und jetzt in meiner momentanen Situation) auch wichtig, die Hände zu beschäftigen. Ich war zu unruhig zum lesen und konnte nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit durch die Botanik hopsen. Ich wollte aber auch nicht da sitzen, in die Glotze starren und einfach warten, dass die Zeit vorüber geht – es hätte mich irre gemacht, einfach nur auszuhalten.
    Mir war nichts zu blöd, um mich damit zu beschäftigen, die Hauptsache war nur, dass es Spaß gemacht hat und ich es vorholen und weglegen konnte, wie ich es brauchte, so dass es mich nicht belastete (wie ein halbrenovierter Raum z.B., in dem ich Wochenlang über Farbeimer und Werkzeug stolpere).

    Im Krankenhaus hat mir Jemand einen Rest Wolle geschenkt und ich war fest entschlossen, den erst zu verbraten, bevor ich mich wieder an meine größeren Projekte schmeiße, weil ich nicht lange sitzen und stricken konnte und die Lust daran nicht verlieren wollte.
    Aus dem Schal wurde dann nach dem ersten Anfall eine lange Weste, dann ein Pullover und jetzt zum Schluss wieder eine Weste mit interessanterem Muster. Mein bester Freund nennt es den buddhistischen Pulli, weil er in wenigen Wochen so viele Reinkarnationen durchgemacht hat :D. Ich will damit nur sagen, dass es erstaunlich ist, dass ich diese Geduld heute aufbringen kann, mich solange mit derselben Sache zu beschäftigen, bis es tatsächlich fertig gestellt ist. Diese Ruhe hätte ich früher nie gehabt.

    Ich wünsche Dir, dass Du etwas findest, mit dem Du dich sinnvoll oder auch völlig sinnlos beschäftigen kannst, ohne dass es momentan Deinen Kopf noch zu sehr beansprucht. Gibt doch genügend Dinge, die man tun kann, ohne nun grad Weihnachtsengel aus Toilettenpapierrollen herstellen zu müssen ;-).

    Dir wünsche ich ein entspanntes Wochenende.

    Viele Grüße
    Katha