Liebe Susanne, liebe Thalia,
es freut mich sehr, dass Du das Weihnachtsfest so genießen konntest/kannst, Susanne, und Du bringst es fertig, in einem einzigen Satz soviel Zufriedenheit und Wohlgefühl auszudrücken, dass ich es spüren kann. Das ist echt, das ist pur und deshalb berührt es auch.
Ich hoffe, auch für Dich, Thalia, ist es eine schöne Zeit, die Du in Ruhe genießen kannst.
Deine Kommentare erscheinen mir nie pathetisch, sondern wie die Äußerungen eines Menschen, der den Mut hat, seine Gefühle spontan zu äußern, wenn ihn etwas erreicht.
Das geschieht in meinen Augen immer seltener und erscheint mir deshalb umso wertvoller.
Ihr habt mir erneut ein Geschenk gemacht, denn ich fühle mich verstanden.
Da kann ich noch so biestig werden oder eine unverblümte Phase einläuten ;-), dahinter steckt tatsächlich überwiegend der Gedanke, dass ich mir wünsche, dass es anderen Menschen besser gehen kann. Es gibt nur seltene Ausnahmen, wenn ich erreichen möchte, dass es dem Anhang meines Gegenübers besser geht
oder natürlich, wenn ich mich selbst schützen muss.
Und nein, ich bin nicht wahnsinnig begeistert von mir selbst und wenn ich Kopfschmerzen bekomme, ist es auch nicht mein Heiligenschein, der wieder drückt ;-).
Meine Baustellen sind mir bekannt – ich bin da ziemlich streng mit mir, aber ich aste mich da durch und mit der Verniedlichungsform von Oxymoron (ich hab geschmunzelt, als ich sie bei alk_örgs gelesen habe ;-)) komme ich bei mir selbst gar nicht aus :-). Vielleicht muss ich mich mit diesem Anteil in mir ja auch einfach abfinden.
Ich hatte eine wirklich schöne Zeit.
Heiligabend habe ich einen Weihnachtsverweigerer bespaßt – er tat diese Zeit mit einem Halbsatz ab, jedoch ohne mir meinen Abend zu versauen und so passte es wieder
- und mich andererseits um ein junges Mädel gekümmert, das vor mir operiert wurde und immer noch solche Schmerzen hat, dass sie beim Liegen auf der Seite einfach umkippt.
Da habe ich beschlossen, dass meine eigenen Schmerzen sich absolut im Rahmen halten und ich einfach nur mal nachsehen lassen muss, woher dieses ekelhafte Gefühl kommt, als würden sich meine Stäbe manchmal ineinander verhaken. Einfach mal kontrollieren lassen, um auf der sicheren Seite zu sein. Passt dann schon.
Menschen haben sich bei mir gemeldet, mit denen ich längst nicht mehr gerechnet hatte, eine Freundin enthob mich mit einem Satz 70 % meiner Probs bezügl. meines Vorhabens im nächsten Jahr und nach wie vor haben mich die Exfreunde meiner Tochter und Freunde meines Sohnes auf dem Schirm :-). Alles echt und es ging mir wirklich gut damit.
Und dann rauschte auch schon am nächsten Tag ein geliebtes Kind an mit ihrem ebenso liebenswerten Freund, der mir schon beim letzten Besuch ein selbstgemaltes Bild schenkte, als Zeichen dafür, wie tapfer ich mich durch diese Zeit kämpfe. Da bin dann wieder verlegen und gerührt und dankbar und tropfe Tränchen auf Schultern.
Jetzt überreichte er mir die erste CD von seiner Band – der Mann ist ein echtes Multi-Talent – und ich habe mich irrsinnig gefreut.
Weil das Kochen ja nicht so meins ist, ist es andererseits mein persönliches Zeichen größter Wertschätzung, wenn ich mich in dieser Beziehung für Andere so richtig ins Zeug lege und so habe ich mit einem Braten gekämpft wie eine Große und mit all dem Schnickschnack, der so dazu gehört, ungeachtet der Tatsache, dass der Backofen wegen des ungünstigen Winkels immer noch eine Herausforderung darstellt (und dem bedauerlichen häuslichen Unfall mit einem Ofenkäse neulich ;-)). Mit meinen verbrannten Paddeln habe ich dann nur gute Kritiken geerntet
und alles war total schön und gemütlich. Jetzt sind sie abgefahren, aber weil´s so schön war, kommen sie auf dem Rückweg im Neuen Jahr wieder hier vorbei und so summe ich so vor mich hin :-).
Ich fühle mich im Moment seltsam, als wäre alles in mir mit Pauken und Trompeten in Auflösung begriffen, da purzeln regelrecht die fetten Brocken, aber gleichzeitig spüre ich auch, dass es notwendig ist, dass da Neues heraus bricht, etwas wie Zuversicht und neue Leichtigkeit und Lebensfreude, die die unpassende Härte auflöst, die mir als Schutz dienen musste in den letzten Jahren. Ich kann´s einfach nicht beschreiben, aber es ist gut! 
Mein ICH, ICH, ICH geht mir so langsam auf die Ketten und ich hoffe, dies hat sich dann mit dem nächsten Prozess erst einmal erledigt ;-). Reicht langsam.
Euch wünsche ich noch eine superschöne Zeit.
Ganz liebe Grüße
Katha